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40.2 Grundbegriff Erziehung

Yvonne Heitland Bildungswissenschaften Modul 1A Studium Alemán 2,0Valoración media 2,0 de 5 (1 valoración) 30 fichas

Fichas del conjunto (30)

  1. 1Wann gilt man allgemein als gut erzogen?Jemand gilt als gut erzogen, wenn er gute Manieren hat oder gehorcht
  2. 2Wo findet Erziehung statt?Erziehung findet vor allem in der Familie sowie durch Institutionen statt und ist eine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit.
  3. 3Erziehung wird in der Öffentlichkeit thematisiert......meistens wenn sie scheitert.
    Verbunden wird mit Erziehung der Ausgleich von Defiziten.
  4. 4Bedeutung der ErziehungGroße Bedeutung hat Erziehung für den Menschen, seine Kultur und die Gesellschaft.
    Erziehung gilt als unverzichtbar.
  5. 5Paradoxon der Erziehung nach Kant:"Wie kultiviere ich Freiheit bei dem Zwange?"
    Erziehung soll einen selbstständigen Menschen hervorbringen, aber auch Grenzen aufzeigen und das Befolgen von Regeln einüben
  6. 6Aufgabe der Erziehung nach Adorno:Adorno fordert, dass durch Erziehung Auschwitz nicht noch mal passieren darf.
    Für Adorno ist der Sinn der Erziehung die Förderung der kritischen Selbstreflexion und Autonomie.
  7. 7Was zeigt Kafka im "Brief an den Vater"?Kafka zeigt das asymmetrische Erziehungsverhältnis auf und die damit verbundenen unterschiedlichen Perspektiven auf Erziehung.
    Das Bild des Vaters von Erziehung ist, dass seine Absicht die von ihm beabsichtigte Folge hat.
    Erziehung ist laut Kafka eine der schwierigsten Aufgaben des Menschen.
  8. 8Der Begriff Erziehung...ist komplex und traditionsreich
  9. 9Erziehung ist verbunden mit.......Zucht,
    Disziplin,
    Unter- bzw Einordnung,
    Eingewöhnung,
    Kultivierung,
    Zivilisierung,
    Anpassung
  10. 10Erziehungsbegriff aus der jüdisch-christlichen Traditionhebräisch: musar
    bedeutet Zucht und Disziplinierung
    Ziel der Erziehung ist uneingeschränkter Gehorsam gegenüber den Geboten Gottes und den Gesetzen
  11. 11Erziehungsbegriff in der griech. Übersetzungpaideia
    Übersetzung erfolgte aufgrund fehlender Entsprechung des Zuchtgedankens im griechischen Denken;
    paideia meint freie Selbstentfaltung;
  12. 12Erziehungsbegriff beinhaltet heutemusar und paideia, also:
    Zucht, Gehorsam, Zwang und Unterordnung
    Entfaltung, Verbesserung, Vervollkommnung und Förderung;
    Erziehung als Vervollkommnung durch Zucht
  13. 13Was bedeutet Anthropologie?stammt aus dem griech. und bedeutet "Die Lehre vom Menschen"
  14. 14Das Nachdenken über Erziehung ist immer verbunden mit......eigenen Erfahrungen und Auffassungen, die soziokulturell geprägt Bilder von Mensch und Welt widerspiegeln
  15. 15Anthropologie Rousseau:Er begreift den Menschen als von Natur aus gut, erst die Gesellschaft und Zivilisation verderben ihn.
  16. 16Anthropologie Pestalozzi:Der Mensch ist von Natur, wenn er sich selbst überlassen wild aufwächst, träg', unwissend, unvorsichtig, unbedachtsam, leichtsinnig, leichtgläubig, furchtsam und ohne Grenzen gierig
  17. 17Anthropologie Herder:Der Mensch ist der erste Freigelassene der Schöpfung. Die Waage des Guten und Bösen, Falschen und Wahren hängen an ihm: er kann forschen, er soll wählen.
  18. 18Erziehungsmetaphern sind in der Regel......aus der Perspektive des Erziehenden.
  19. 19Es gibt folgende Erziehungsmetaphern:Der Erzieher als Gärtner,
    der Erzieher als Hirte,
    der Erzieher als Belehrender,
    der Erzieher als Schöpfer,
    der Erzieher als Aufklärer,
    Der Erzieher als Disziplinierender,
    Der Erzieher als Schiedsrichter
  20. 20Der Erzieher als GärtnerMetapher des Wachsenlassen;
    suggeriert freies Entfalten;
    es zeigen sich Formen der Erziehung als indirekte Einwirkung;
    Gärtner sorgt für den Zögling, dazu gehören "Gartenarbeiten", wie Zurechtschneiden, Bewässern, etc.;
    in die Natur muss eingegriffen werden, um sie zu verbessern
  21. 21Der Erzieher als HirteMetapher des Führens und Begleitens;
    Der Zögling findet mit Hilfe seines Begleiters den rechten Weg;
    der zu Erziehende hat sich zu seinem eigenen Wohle der Führung unterzuordnen;
    Ähnlich zur Vorstellung des Anwalts vom Kind;
    Der Führer allein kennt den Weg und das Ziel, der Zögling hat auch gegen seinen Willen zu folgen
  22. 22Der Erzieher als BelehrenderMetapher des Prägen und Füllen;
    der Zögling ist ein leeres Blatt, welche gefüllt oder geprägt werden muss;
    der Zögling ist das Material = Erziehungsobjekt;
    Form und Inhalt entstammen von Unterricht und Belehrung
  23. 23Der Erzieher als SchöpferMetapher der Schöpfung und Zeugung;
    vielschichtige Metapher;
    das Kind ist Schöpfer seiner selbst;
    Erziehung ist mit Schöpfung, Herstellung und Zeugung des Menschen verbunden;
    Vorstellung des Erziehers als Architekt oder Baumeisters
  24. 24Der Erzieher als AufklärerMetapher des Lichts und der Erweckung;
    Der Zögling wird erleuchtet, um sich der Warhheit zuzuwenden;
    Lichtmetaphorik hat den Charakter des Erkennens
  25. 25Der Erzieher als DisziplinierenderMetapher des Zähmens und Disziplinierens;
    Zähmung und Disziplinierung zur Abgrenzung von den Tieren;
    Begierde und Triebe müssen gesteuert und beherrscht werden;
    Oft wurde an das Brechen des Eigenwillens, durch drastische Strafen gedacht
  26. 26Der Erzieher als SchiedsrichterMetapher des Spiels und der Regeln;
    Erziehung wird als Regelbefolgen verstanden;
    gesellschaftliche Regeln werden abgesteckt, innerhalb derer sind Spielzüge und Strategien möglich;
    Erzieher erscheint neutral, unbestechlich, unparteiisch;
    entspricht einer Kontrollgesellschaft;
    die Regeln sind das Subjekt des Erziehens
  27. 27Intentionale Erziehungabsichtsvolles Tun
  28. 28Funktionale Erziehungnicht intendierte Einflüsse, z.B. durch Gesellschaft, Medien, Freundeskreis, etc.
  29. 29Zusammenspiel von Absicht und WirkungsbegriffIst Erziehung das, was ein zu Erziehender beabsichtigt oder was er tatsächlich erzieherisch bewirkt?
  30. 30Metaphorischer Gehalt des Begriffs ErziehungZiehen > jemand wird gezogen bzw. jemand zieht. Das impliziert, dass Erziehung von mindestens 2 Personen abhängig ist und man sich nicht selbst erziehen kann.
    Nähe zum Begriff musar (und paideia)

Información

Descripción
Studium (33040 Erziehung - Bildung - Sozialisation SS16) Bildungswissenschaften Modul 1A Fichas sobre 40.2 Grundbegriff Erziehung, creado por Yvonne Heitland el 19/01/2017.
Creado por
Yvonne Heitland
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