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Mapa mental

V5: Kollektives Handeln Soziale Bewegungen

Danja Müller Soziologie Einführung Alemán 4,0Valoración media 4,0 de 5 (1 valoración)

Contenido del mapa

V5: Kollektives Handeln Soziale Bewegungen

  1. Soziale Bewegungen: "mobilisierte Netzwerke von Gruppen u. Organisationen, die auf der Grundlae einer kollektiven Identität mit Mitteln des Protests sozialen Wandel herbeiführen oder verhindern wollen" (Ruch/Neidhardt)

    • Netzwerke
      • keine Organisationen (können sie aber beinhalten)
      • keine formelle Mitgliedschaft
      • Intern: geringe Differenzierung u. Hierarchisierung
      • (+) hohe Durchschlagskraft (-) strategische Schwäche
    • kollektive Identität
      • Mangel an Geld u. Macht
      • commitment, hohe Motivation
    • Protest
      • nicht-institutionalisiertes, störendes Handeln (Streik)
      • "contentious politics" (ausserhalb von Partei)
      • Grenzfälle: Verbrechen, Terror
    • sozialer Wandel
      • zielt auf Kollektivgüter: Unteilbarkeit des Gebrauchs
      • Wandel herbeiführen (links) od. verhindern (rechts)
      • Grenzfall: Sekte
  2. Collective Behavior

    • SB als Subtyp von collective behavior: crowds, panics, usw. (H. Blumer)
    • CB erklärt Wandel u. Neuerungen (Blumer)
    • N. Smelser
      • CB als Reaktion auf strain
      • CB definiert durch generalized beliefs
      • Bsp: Panik, reformistische u. revolutionäre Bewegungen
      • CB als irrationaler Kurzschluss (impatient people)
  3. Resource Mobilization

    • Hintergrund: 60er Bewegung (civil rights, anti-Vietnam, Studenten)
    • Grundannahme: SB rational mit unkonventionellen Mitteln, Ausblendung von psychologischen Faktoren
    • von strain zu resources als Ursache von SB
    • M.Olson: Dilemma kollektiven Handelns, free riders; nur in grossen Gruppen; Zwang/ materielle od. soziale Anreizschaffung
    • Ökonomisches Vokabular (McCarthy/M.Zald)
      • Social movement: "preference structure directed toward social change"
      • SM organization: "organization which identifies its goals with the preferences of a SM"
      • SM industry: alle SM organizations einer SM
      • SM sector: alle SM industries in einer Gesellschaft
  4. Political Process

    • geht aus RM hervor (Prämisse: Rationalität)
    • 2 Verschiebungen: von Mikro zu Makro; von Mobilisierung zu Auswirkungen (impacts)
    • "state structures shape the strategy, courses and possible impacts of SM" (Joppke)
    • Schlüsselbegriff: "political opportunity structure"
      • staatliche Input-Strukturen (offen v. geschlossen)
      • staatliche Output-Strukturen (stark v. schwach)
      • Parteiensysteme
      • Unterstützung durch Eliten
      • je nach POS sind SBs radikal od. moderat, erfolgreich od. erfolglos; Ansatz für internationale Vergleiche
    • Vertreter: Charles Tilly, Herbert Kitschelt, Sidney Tarrow, D.McAdam
  5. Neuere Ansätze

    • "Rationalismus" von RM u. PP: Ausblendung von Psychologie, Subjektivität, kulturellen Prozessen der Problemgenerierung
    • "frame analysis" (interpretative Prozesse d. Problemdefinition im Vordergrund)
      • diagnostic framing: Problem als Problem erkennen
      • identity framing: wer ist betroffen?
      • agency framing: was ist zu tun?
    • "emotions": Protest ist riskant u. kostspielig, Motivation u. Emotionen
  6. Bsp: Arbeiterbewegung

    • 2 Lösungen d. sozialen Frage: Reform v. Revolution (Sozialismus/Kommunismus)
    • Reform (T.H.Marshall, R.Bendix, u.a.)
      • citizenship für Arbeiter, politische u. soziale Rechte
      • Marshall: Widerspruch von Klasse (Ungleichheit) u. citizenship (Gleichheit) zentral im 20. Jh.
      • 2 Arenen d. Arbeiterbewegung
        • industriell: Gewerkschaftsbildung
        • politisch: Kampf um gleiches Stimmrecht u. Parteienformung (doch: geheime Wahl verwandelt Arbeiter in Bürger)
      • von Arbeitern zu Bürgern: Spannungen funktionaler u. plebiszitärer Repräsentation; citizenship löst Arbeiterklasse in gleiche Individuen auf
    • Revolution (Marx)
      • Sozialismus als Ideologie d. Arbeiterbewegung des 19. u. 20. Jh.
      • Ziel: Abschaffung von Staat u. Privateigentum
      • Kritik an citizenship: Gleichheit als Voraussetzung für Klassenungleichheit
      • Ironie: marxistische Revolution im Vor-Kapitalismus (RU, China)
    • Etappen d. Arbeiterbewegung
      • 18. Jh.: Luddismus
      • 19. Jh.: Gewerkschaftsbewegung (Streik als Kampfmittel)
      • 19. Jh.: Politische Organisation
      • 19. Jh.: Politische Organisation
        • Utopischer Sozialismus (St.Simon, C.Fourier, R.Owen, J.Proudhon)
        • Kommunistisches Manifest 1848 (Marx/Engels: "Proletarier aller Länder vereinigt Euch!")
        • 1. Internationale, 1864-1876 (Marx/Engels/Bakunin)
        • 1875: erste sozialistische Partei in DE, (unter Bismarck verbosden; 1890 als SPD neugegründet), 1914 stärkste Partei
        • Debatte: Evolution (Revisionsismus) od. Revolution, parlamentarischer Weg od. Gewalt
        • 1889: 2. Internationale
      • 20. Jh.: Politische Organisation
        • 1914: Nation triumphiert über Klasse (SPD stimmt für die Kriegskredite des Kaiserreichs)
        • 1917: Russische Revolution (Spaltung kommunistische u. sozialistische Parteien
        • 1919: 3. (Kommunistische) Internationale, unter russischer Führung
        • Nazismus: anti-Faschismus/résistance re-legitimiert Kommunismus
        • Nach 1945: aus sozialistischen werden Volksparteien; Wohlfahrtsstaat u. Institutionalisierung d. Klassenkonfliktes; Euro-Kommunismus in Südeuropa (70er, 80er); 1989: Arbeiterbewegung in Polen liquidiert Arbeiterklassenstaat
  7. Dissidenten im Kommunismus

    • Leninistisches Regime als neuer Typ von Staat (Lenin)
      • Traditional: Dedifferenzierung (N.Luhmann)
      • Modern: Mobilisierung d. Gesellschaft für ein rationales Ziel, auf der Grundlage von Wissenschaft
      • Charismatic: heroische Kampf gegen Klassenfeind (später Antifaschismus) legitimiert Herrschaft
    • Kommunismus ist Bewegung; Opposition anti-Bewegung
      • Oppositionen
        • Revisionismus: Intellektuelle mobilisieren Ideale d. Kommunismus gegen ihren Verrat (L.Trotsky bis R.Bahro)
        • Dissidenz: Ablassen vom demokratischen Sozialismus
          • Forderung nach Rechten, Differenzierung, Pluralismus
          • Antipolitik, Aktivismus d. Verweigerung
          • Sache d. Intellektuellen
        • Nationalismus: komplementär zu Dissidenz; Opposition gegen Kommunismus geht über Intellektuelle hinaus; 1989 allesamt nationale Revolutionen
    • DDR als Ausnahme (Joppke)
      • keine Dissidenten (nur Revisionisten)
      • Warum? Unmöglichkeit einer nationalen Revolution gegen Kommunismus
  8. zentrale Fragen d. Forschung

    • Ursachen von SB
      • Deprivation (strain) oder Ressourcenzufuhr
      • psychologisch vs. strukturell
    • Mobilisierung
      • free rider Dilemma (M.Olsen)
    • Resultate
      • Erfolg od. Niederlage
      • Erfolg: Problem der Institutionalisierung (aus SB wird Partei, eigenes Interesse od. das der Organisation höher als ursprüngliches Ziel der Bewegung)

Información

Descripción
Einführung Soziologie Mapa Mental sobre V5: Kollektives Handeln Soziale Bewegungen, creado por Danja Müller el 17/01/2016.
Creado por
Danja Müller
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