Der Erste Weltkrieg
Diapositivas del conjunto (17)
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- Nach diesen Lernfolien solltest du in der Lage sein folgende Fragen zu beantworten:
- Wie kam es zum 1. Weltkrieg? Wieso war die Stimmung in Europa aufgeheizt und welche Aktion war letztlich "das Zünglein an der Waage"?
- Welche Folgen hatte der Krieg für Deutschland?
- Beschreibe die Situation der Soldaten und der Daheimgebliebenen
- Was machte den 1. Weltkrieg "besonders"/neuartig?
- Wer stand sich im 1. Weltkrieg gegenüber?

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- unversöhnliches Machtstreben der europäischen Großmächte vor WK I
- Frankreich: Nach dem verlorenen Krieg 1870/71 gegen Dt. war man darauf bedacht Elsaß-Lothringen
- zurückzuerobern, welches als Kriegsbeute an das Kaiserreich ging. Zudem sollte die deutsche
- Militärmacht und die außenpolitische Position des Reiches geschwächt
- werden. Man fürchtete quasi permanent um die eigene Sicherheit.
- Russland: Die Gefahr eines einseitigen deutschen
- Angriffes fürchtete man nicht allzu sehr. Der eigentliche Konkurrent
- Russlands war Österreich-Ungarn. Beide hatten gemeinsame Interessen im Bereich des
- Schwarzmeeres, Osteuropa und dem Osmanischen Reich. Ziel war es, die
- Macht Österreich-Ungarns einzudämmen, so dass man die eigene Position
- festigen und ausbauen konnte.
- Österreich-Ungarn: Das Vielvölkerreich der
- Donaumonarchie war seit geraumer Zeit bereits am bröckeln. Verschiedene
- Ethnien forderten ihre Unabhängigkeit von dem Habsburgischen Kaiserhaus
- mit der Gründung eigener Republiken. Diese Republiken standen zumeist in
- der Gunst und unter dem Schutz des russischen Zarenhauses. Man
- befürchtete außerdem, dass das Osmanische Reich wieder erstarken könnte
- und Anspruch auf die ehemaligen Gebiete in Europa erheben würde.
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- England: das Britische Empire war nicht allzu sehr
- auf einen Krieg bedacht, die Sicherheit ihres Kolonialreiches stand an
- 1.Stelle, weshalb es oft in Konflikt mit Frankreich geriet. Ihnen
- ging es überwiegend um das Gleichgewicht
- der Mächte auf dem Kontinent. Keine der Großmächte sollte übermächtig sein. Die Aufrüstung der Marine des
- Kaiserreiches ließ allerdings ihre Alarmglocken schrillen. Man war sich
- bewusst, dass das deutsche Kaiserreich bereit war nach der Macht zu greifen.
- Deutschland: Die Kolonialpolitik Deutschlands begann sehr viel später als die der anderen Großmächte in Europa. Daher
- gab es nur noch wenige Flecken auf der Weltkarte, die man für ein
- eigenes Kolonialreich nutzen konnte. Zudem fürchtete man einen Angriff
- von französischer Seite. Das Verhältnis zu dem westlichen Nachbarn war
- seit dem Krieg 1870/71 tief gespalten. Man versuchte sich stets
- gegenseitig außenpolitisch zu isolieren.
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- Der Auslöser war das Attentat von Sarajevo: Am 28.
- Juni 1914 verübte eine Gruppe junger serbischer Nationalisten
- hintereinander zwei Attentate auf den
- östereichischen Thronfolger Franz Ferdinand, welcher dabei ums Leben kam.
- Österreich-Ungarn vermutete die serbische Regierung als Drahtzieher. Mit der Unterstützung des Deutschen Reiches
- erklärte Österreich am 28. Juli Serbien den Krieg. Als Folge der
- Kriegserklärung gegen Serbien begann Russland mit der Mobilisierung.
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- der Schlieffen-Plan aber vorsah, Frankreich zu erobern,
- bevor Russland aufmarschiert hatte, musste das Deutsche Reich schnell
- handeln. Das Deutsche Reich erklärte am 1. August Russland und am 3.
- August Frankreich den Krieg. Wie im Schlieffen-Plan vorgesehen,
- marschierten die deutschen Truppen in die neutralen Länder Belgien und
- Luxemburg ein. Am 4. August trat schließlich Großbritannien mit der
- Kriegserklärung an das Deutsche Reich in den Krieg ein.

- Pie de imagen: Das Attentat von Sarajevo
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- 2 Lager durch die Bündnispolitik: Entene (FR, GB, Russland) und Achsenmächte (Ö-Ungarn & Dt Reich)
- Osten: Dt. Truppen gelang tiefer Vorstoß nach Russland. Front wurde von Heimat ferngehalten.
- Westen:
- dt. Vormarsch hatte sich im September 1914 festgerannt und in einen Stellungskampf
- verwandelt.
- Schon nach wenigen Monaten entsprach der Krieg in
- FR und Belgien in keiner Weise mehr den Vorstellungen eines
- kurzen und entschiedenen Waffenganges o. den überkommenen
- soldatischen Idealen eines heldenhaften Kampfes Mann gegen Mann
- Auch auf dem Meer scheitern die Pläne: Mitte September beginnt
- „Wettlauf zum Meer“. Ziel: Einnahme wichtiger Häfen &
- Einkreisung der Alliierten im Norden bzw. seitens der Alliierten die
- Einkesselung der Deutschen. Pläne scheitern. Aus dem
- Bewegungskrieg wird ein Stellungskrieg. Am 02.11. erklärt Großbritannien die Nordsee zum Kriegsgebiet

- Pie de imagen: Allianzen in Europa
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- Pie de imagen: Grün: Allierte, Orange: Achsenmächte, Grau: Neutral
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- 19.1. Zeppelin-Luftschiffe attackieren Großbritannien.
- 7.-25.2.
- Winterschlacht in Masuren: Russland zieht sich endgültig aus Ostpreußen
- zurück, 100.000 russische Soldaten geraten in deutsche Gefangenschaft.
- 22.4.
- Erster dokumentierter Großeinsatz von Giftgas: Bei Ypern setzt das
- Deutsche Reich mehr als 160 Tonnen Chlorgas gegen französische Soldaten
- ein.
- 7.5. Ein deutsches
- U-Boot versenkt den britischen Passagierdampfer "Lusitania"; fast 2.000
- Menschen sterben, darunter mehr als 100 US-Bürger. Der uneingeschränkte
- U-Boot-Krieg wird eingestellt.
- Pie de imagen: Malerei zu einem Zeppelinangriff
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- 21.2. Beginn der zehnmonatigen Materialschlacht um die Festung Verdun, die rund 700.000 Menschenleben kostet.
- 31.5.-1.6. In der bis dahin größten Seeschlacht vor dem Skagerrak fallen 6.094 britische und 2.551 deutsche Seeleute.
- 29.8. Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff bilden die neue 3. Oberste Heeresleitung (OHL).
- 24.6.-26.11.
- In der Schlacht an der Somme misslingen britisch-französische
- Durchbruchsversuche trotz erstmaligem Einsatz von Panzern. Mehr als eine
- Million Soldaten werden verwundet oder getötet.
- Pie de imagen: Hindenburg, Wilhelm II. und Ludendorf
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- 1.2. Erneut eröffnet das Deutsche Reich den uneingeschränkten U-Boot-Krieg.
- 6.4. Die USA erklären dem Deutschen Reich den Krieg. Grund war der U-Boot-Krieg und die Versenkung des britischen
- Passagierdampfers "Lusitania". Am 7. Mai 1915 waren rund 1200 Menschen
- beim Angriff ums Leben gekommen, darunter rund 140 Amerikaner. Als die Deutschen 1917 erneut Versorgungsschiffe mit U-Boot angriffen,
- reagierten die USA konsequent und traten in den Krieg ein.
- 7.7. Die Deutschen starten ihren bis dahin größten Luftangriff auf London.
- 7.11. Beginn der Oktorberrevolution in Russland. Die Bolschewisten kommen an die Macht und errichten die Sowjetrepublik.
- 15.12. Waffenstillstand zwischen Sowjetrussland und den Mittelmächten.

- Pie de imagen: Eine US-Zeitung berichtet über den Lusitania-Angriff
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- 8.1. US-Präsident Wilson legt dem US-Kongress sein 14-Punkte-Programm vor, das die US- Friedensbedingungen enthält. Das Deutsche Reich lehnt es ab.
- 3.3.
- Die Bolschewiki unterzeichnen den Frieden von Brest-Litowsk durch den
- die Mittelmächte militärischen Handlungsspielraum im Westen gewinnen.
- 21.3.
- Dt. dringt in der 2. Marne-Schlacht 60
- Km vor und nimmt 90.000 Gefangene. Angesichts massiver
- Nachschubprobleme bricht die OHL die Offensive ab. Aufgrund der
- französisch-amerikanischen Gegenoffensive im Juli werden die Deutschen
- nahezu in die Position von September 1914 zurückgedrängt.
- 8.8.
- Großangriff der Alliierten bei Amiens. Die dt. Verteidigung bricht zusammen
- 26.9. Aliierte Verbände drängen dt. Truppen zwischen den Argonnen und der Maas entscheidend zurück.
- 29.9. Hindenburg und Ludendorff fordern von der Reichsregierung die Aufnahme von Waffenstillstandsverhandlungen.
- 3.10.
- Die Reichsregierung bittet Wilson um einen Waffenstillstand und
- Friedensverhandlungen auf der Grundlage der "14 Punkte". Die von
- amerikanischer Seite geforderte Abdankung des Kaisers beantwortet die
- OHL mit der Wiederaufnahme der Kriegshandlungen.
- 29.10. Mit der Meuterei von Matrosen der Kriegsmarine in Wilhelmshaven beginnt ein landesweiter Aufstand (Novemberrevolution)
- 9.11. Max von Baden verkündet
- die Abdankung des Kaisers und übergibt die Regierungsgeschäfte an
- Friedrich Ebert. Philipp Scheidemann ruft die Republik, Karl Liebknecht
- die sozialistische Republik aus.
- 11.11. Das Deutsche Reich unterzeichnet bei Compiègne den Waffenstillstand.
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Folgen des Krieges für Deutschland
- Im Versailler Friedensvertrag wurde am 28. Juni 1919 vom neuen Außenminister Hermann Müller und Verkehrsminister Johannes
- Bell im Spiegelsaal von Versailles unterzeichnet. Der Vertrag trat am
- 10. Januar 1920 in Kraft. Teile des Vertrages waren u.a.:
- Rückgabe von Elsaß-Lothringen an Frankreich
- Absetzung des Kaisers
- Einführung der Republik
- Reparationszahlungen Deutschlands an die Kriegsgegner
- Weitere Gebietsabtretungen, v.a. in den Ostgebiete
- Festschreibung der alleinigen deutschen Kriegsschuld
- Zusammen mit der Dolchstoßlegende wurde der
- Versailler Vertrag in folgenden Jahren zu heftigster Agitation gegen
- die Weimarer Republik und das Ausland genutzt. U.a. die extreme
- Rechte warf den republikanischen Kräften vor, mit der Unterzeichnung des Vertrags zu einer Erniedrigung des
- Dt. Reichs beigetragen zu haben.

- Pie de imagen: Die Unterzeichnung des Vertrages
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- Der Krieg erlangte schnell einen Charakter des ersten großen technologischen Krieges. Er brachte eine bis dahin weitgehend unbekannte technische "Modernisierung" und Totalisierung mit sich.
- Durch Materialschlachten dem Einsatz modernen Kriegsgerätes setzte an der Westfront ein bis
- zu diesem Zeitpunkt beispielloses Töten ein.
- Die Steigerung der Gewalt
- im Verlauf des Krieges zum industrialisierten Massentod, die
- Brutalisierung des Kampfes und die Erfindung immer neuer Techniken des
- Tötens und Verletzens mittels Giftgas,
- Flammenwerfer oder durch den Luftkrieg prägten nicht nur nachfolgende
- Kriege, sondern auch das Denken fast eines jeden Soldaten.

- Pie de imagen: Gasmaske und Handgranate
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- Soldaten
- wurden als einzusetzendes Kriegsmaterial betrachtet.
- Der Tod als ständiger
- Begleiter der Frontsoldaten
- Befestigungsbollwerke sollten gegen Beschuss und feindliche
- Angriffe schützen
- Kämpfe: Für die Angreifer war ein Sturm auf die
- gegnerischen Schützengräben weit verlustreicher als für die Verteidiger,
- reihenweise starben sie im Abwehrfeuer der Maschinengewehre.
- Insbesondere die "großen Offensiven", die an den ausgebauten
- Grabensystemen der Verteidiger zusammenbrachen, sorgten für die größten
- Opferzahlen.
- Die gigantische "Abnutzungsschlacht" um Verdun
- 1916 wurde zum Inbegriff der Grausamkeit des Krieges und zum Symbol
- des sinnlosen Todes.
- Nie zuvor wurden so viele Soldaten in einem
- kriegerischen Konflikt eingesetzt wie zwischen 1914 und 1918.
- Nach dem Krieg: Wer überlebte, litt oft an Posttraumatischer Belastungsstörung.

- Pie de imagen: Britische Soldaten der Royal Irish Rifles in einem Schützengraben an der Somme, Herbst 1916
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- Kriegsanfang: In den großen deutschen Städten wurde der Beginn des Krieges am 1.
- August 1914 nur zum Teil mit offener Begeisterung aufgenommen. Es
- überwogen in sich gekehrte Nachdenklichkeit und Sorge über die
- Unkalkulierbarkeit der kommenden Auseinandersetzung, v.a. aber
- Zuversicht über einen glücklichen Ausgang des Kriegsgeschehens und der
- Glaube an den Sieg.
- Kriegsverlauf: Der Krieg blieb auch nicht von den Daheimgebliebenen fern. Schnell verloren viele Familien ihre Mitglieder und die Situation daheim wurde schwierig.
- 1915 erste Hungerkrawallen: Versorgungsengpässe, steigende Lebensmittelpreise
- Massentöten an der Westfront schockiert
- Von massenhafter Kriegsbegeisterung war nichts zu spühren nach Kriegsbeginn
- Andauern der Kämpfe ohne Aussicht auf baldigen Erfolg Ausmaß der Verluste führten ab 1916 zu einer allgemeinen tiefen Kriegsmüdigkeit.

- Pie de imagen: Anstehen für Lebensmittel, Berlin 1917
Información
- Descripción
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- Creado por
- Laura Overhoff · jul 2015
- Actualizado
- 18 ene 2017
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