U3 Netzwerkprotokolle
Diapositivas del conjunto (15)
-
- Protokolle sind wie Vereinbarungen
- sie dienen dazu, Vereinbarung darüber zu treffen, wie zwei Computer miteinander kommunizieren und Daten austauschen
- Datenaustausch soll möglichst schnell und fehlerfrei durchgeführt werden
- beide Computer müssen über gleiches Protokoll verfügen, sonst Kommunikation unmöglich
- sie stellen sicher, dass beide Computer sich über die Übertragung der Information einig sind
- gebräuchlichstes Netzwerkprotokoll: TCP/IP
- Zusammenspiel verschiedener Protokolle häufig erforderlich
- die einzelnen Protokolle werden in Schichten organisiert
- Was wird mit Protokollen vereinbart?
- Größe der Daten
- Codierung der Daten
- Art der Übertragung
- Sender / Empfänger
- zusätzlich beteiligte Protokolle
- Daten
- --> dies wird im Header den Nutzdaten vorangestellt oder im Trailer den Nutzdaten angehängt
-
- Aufgaben eines Protokolls:
- sicherer und zuverlässiger Verbindungsaufbau
- verlässliches Zustellen von Paketen
- wiederholtes Senden nicht angekommener Pakete
- Zustellen der Datenpakete an gewünschten Empfänger
- Sicherstellen einer fehlerfreien Übertragung (Prüfsumme)
- Zusammenfügen ankommender Datenpakete in richtiger Reihenfolge
- Verhinderung des Auslesens durch unbefugte Dritte (Verschlüsselung)
- Verhinderung der Manipulation durch unbefugte Dritte (durch MACs oder elektr. Signaturen)
- Vorteile eines Referenzmodells:
- Komplexe Zusammenhänge lassen sich in kleine, überschaubare Einheiten (Schichten) zerlegen.
- Für jede Schicht lassen sich Regeln (Protokolle) definieren, wie die Informationen zu verarbeiten sind.
- Jede Schicht funktioniert unabhängig vom restlichen System.
- Schichten und Protokolle können in verschiedenen technischen Systemen verwendet werden.
-
-
- ISO (International Standardization Organisation) entworfen
- OSI (Open System Interconnection) besteht aus 7 Schichten
- Referenzmodell für herstellerunabhängige Kommunikationssysteme
- Jede Schicht bietet der darüber liegenden Schicht definierte Dienste an und für seinerseits Dienste für darunter liegende Schicht
- Schichteneinteilung erfolgt mit definierten Schnittstellen
- Einzelne Schichten können ohne große Gesamtänderungen ausgetauscht und angepasst werden
- Schichten 1 bis 4 sind die transportierenden Schichten (physikalischer Datentransport bis zu den physikalischen Endpunkten der Systeme)
- Schichten 5 bis 7 sind anwendungsorientierte Schichten (Handhabung der Schnittstellen)
- Übertragungsmedium (Verbindungskabel) ist nicht im OSI-Schichtenmodell festgelegt.

- Pie de imagen: OSI-Referenzmodell
-
- Bitübertragungsschicht – Schicht 1 – (Physical)
- Zuständig für den physikalischen Transport der digitalen (binären) Informationen in Paketen über Ethernet-Frames
- Überwacht die Funktion dieser Schicht durch zyklisches Prüfen von Steuerleitungen (getrennt von den Datenleitungen)
- Datenleitungen bestehen wahlweise aus Twisted-Pair- oder Glasfaserkabeln
- Bei langen Datenleitungen werden Repeater zu Verstärkung der Signale benutz
- Datensicherungsschicht – Schicht 2 – (Link)-
- Zuständig für unverfälschten Datentransport über einen einzelnen Übermittlungsabschnitt
- Flusssteuerung überwacht die vollständige und richtige Übertragung der Daten von der darunter liegenden Schicht
- Zur Sicherung der Übertragung und Verhinderung von Kollisionen kommt das CSMA/CD Protokoll für Ethernet bzw. CSMA/CA für WLAN zum Einsatz
- Typische Hardwarekomponenten in dieser Schicht sind Netzwerkkarten, Switches und Bridges
-
- Vermittlungsschicht – Schicht 3 – (Network)
- Zuständig für die Überbrückung geografischer Entfernungen zwischen den Endsystemen durch Einbeziehung von Vermittlungssystemen
- Steuert zeitlich und logisch getrennte Kommunikation zwischen verschiedenen Endsystemen
- Die Hardwarekomponente ist hier der Router und das wichtigste Protokoll die Internet Protocol (IP)
- Transportschicht – Schicht 4 – (Transport)
- Zuständig für die Erweiterung von Verbindungen zwischen den Endsystemen zu Teilnehmerverbindungen bzw. den Auf- und Abbau von Verbindungen
- Bildet die Verbindungsschicht zu den anwendungsorientierten Schichten
- Daten werden beim Sender in kleinere Einheiten zerlegt und beim Empfänger zusammengesetzt
- Wichtigstes Protokoll in dieser Schicht ist ist das Transmission Control Protocol (TCP)
-
- Sitzungsschicht – Schicht 5 – (Session)
- Zuständig für den geordneten Ablauf des Dialoges zwischen den Endsystemen (Synchronisation)
- Festlegen und Verwalten der Berechtigungsmarken für die Kommunikation (Token-Management)
- Darstellungsschicht – Schicht 6 – (Presentation)
- Zuständig für dem gemeinsamen Zeichensatz und die gemeinsame Syntax
- Umwandeln der lokalen Syntax in die für den Transport festgelegte Syntax und umgekehrt
- Wichtigstes Protokoll ist in diesem Fall ASCII
- Eine weitere Aufgabe ist die Verschlüsselung der Daten
- Anwendungsschicht – Schicht 7 – (Application)
- Zuständig für die Steuerung der untergeordneten Schichten
- Übernimmt die Anpassung an die jeweilige Anwendung
- Stellt dem Anwenderprogramm die Verbindung zur Außenwelt bzw. zum Anwender zur Verfügung
- Zugehörige Software sind in diesem Fall z.B. Browser, FTP- und Email-Clients
- Wichtigste Protokolle sind hier:
- SMTP = Postausgang bei E-Mail
- POP3 = Posteingang bei E-Mail
- HTTP = WWW-Seiten
- FTP = Datenaustausch
-
- ISO OSI-Referenzmodell stand oft in der Kritik weil es zu „aufgeblasen“ und kompliziert war
- TCP/IP-Referenzmodell wurde Entwickelt weil die Mehrheit der Netze mit diesen Protokollen arbeitet und es eine deutliche Vereinfachung zum OSI-Modell darstellt
- Der TCP/IP-Protokollstapel kommt sowohl in lokalen Netzen als auch im Internet zum Einsatz.

- Pie de imagen: TCP/IP-Referenzmodell
-
- Netzzugangsschicht – Schicht 1–
- Fasst Schicht 1 und 2 des OSI-Modells zusammen
- Sorgt für die physikalische Übertragung der binären Daten
- Standardprotokolle: CSMA/CD und PPP (Point-to-Point Protocol)
- Hardware: Repeater, Switch, Bridge, Netzwerkkarte
- Internetschicht – Schicht 2 –
- Entspricht Schicht 3 im OSI-Modell
- Zerlegt Daten in kleinere Einheiten (Datagramme), adressiert (IP) und vermittelt den Weg (Routing)
- Standardprotokolle: IPv4 und IPv6 (Internet Protocol)
- Hardware: Router
- Transportschicht – Schicht 3 –
- Entspricht Schicht 4 im OSI-Modell
- Auch Host-zu-Host-Transportschicht genannt
- Die Hosts sind die Rechner mit Netzzugang und diese werden gesichert verbunden
- Standardprotokollle: Transmission Control Protocol (TCP), User Datagram Protocol UDP
- Anwendungsschicht – Schicht 4 –
- Fasst Schicht 5 bis 7 des OSI-Modells zusammen
- Hier finden sich die Protokolle die für die Kommunkation mit dem Anwender zuständig sind wie z.B.
- -> HTTP, HTTPS, FTP, SFTP, SCP, SMTP, POP3 und IMAP
-
Netzkomponenten und TCP/IP-Modell

- Pie de imagen: Die horizontalen Pfeile zeigen die logische Verbindung der Netze durch die jeweiligen Komponenten.
-
-
Protokolle der Netzzugangsschicht
- CSMA/CD
- Carrier Sense Multiple Access/Collision Detection
- -> Mehrfachzugriff mit Trägerprüfung und Kollisionserkennung
- Standard für Ethernet
- Datenkollisionen im Netzwerk werden erkannt und ein erneutes senden der Daten veranlasst
- CSMA/CA
- Carrier Sense Multiple Access/Collision Avoidance
- ->Mehrfachzugriff mit Trägerprüfung und Kollisionsvermeidung
- Standard für WLAN
- Datenkollisionen im Netzwerk werden von vornherein vermieden
- PPP
- Point-to-Point Protocol
- Standardprotokoll für Verbindungen über das
- Telefonnetz (ISDN)
- ARP
- Address Resolution Protocol
- vermittelt zwischen
- der physikalischer Adresse und der Netzwerkadresse
- ausschließlich für
- Ipv4 im Ethernet
- ordnet die IP-Adresse und die passende MAC-Adresse
- zu
- NDP
- Neighbor Discovery Protocol
- das Pendant zu ARP für IPv6
- MAC
- Media
- Access Control Adresse
- einzigartiger, unveränderlicher und eindeutiger
- Identifikator eines Gerätes in einem Netzwerk
- besteht aus 48 bit (6
- Byte) und wird hexadezimal
- angegeben z.B. 00:80:41:ae:fd:7e
-
Protokolle der Internetschicht
- IP - Internet Protocol – Was ist das?
- ein Netzwerkprotokoll, das Rechner in einem Netzwerk eindeutig identifiziert
- IP-Adresse ist nicht an einen Rechner gebunden (wird ihm zeitweilig (dynamisch) zugeteilt)
- --> wird nach Beendigung der Netzwerksitzung wieder frei
- Datenströme können eindeutig zugeordnet werden
- Wie funktioniert es?PC ruft Website auf --> Browser sendet IP-Adresse des PCs mit an den Server --> Server verfügt auch über eigene IP-Adresse --> angefordertes Datenpaket (die Website) wird an die Adresse des anfragenden PCs gesendet --> wird dort vom Browser interpretiert und dargestellt
- Aufgaben
- Datenpakete adressieren und in einem paketorientiertem Netzwerk zu vermitteln
- Identifikation von Teilnetzen
- IP-Adresse
- Internet Protocol Adresse
- dynamisch: automatische Vergabe zur Einwahl ins Internet
- statisch: vom Admin fest vergeben für lokale Netzwerke
- Ipv4-Adresse
- besteht aus 32 bit (4 Byte)
- insgesamt 4,29 Milliarden
- verschiedene Adressen möglich
- Dezimal angegeben z.B. 192.168.0.1
- Ipv6-Adresse
- besteht aus 128 bit (16 Byte)
- insgesamt 340 Sextillionen verschiedene Adressen möglich
- Hexadezimal angegeben z.B. 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344
-
Protokolle der Transportschicht
- TCP
- Transmission Control Protocol
- Verbindungsorientierte Übertragung von Daten über das Internet
- stellt Verbindung zwischen zwei Endpunkten her
- eher für große, mehrteilige Übertragungen mit garantierter Fehlerfreiheit
- zuverlässig und sicher
- UDP
- User Datagram Protocol
- Verbindungslose Übertragung von Daten über das Internet
- stellt kurze Einwegübermittlung her
- eher für kleine Datenpakete, deren Zustellung nicht kritisch ist
- unzuverlässig und unsicher
-
Protokolle der Anwendungsschicht
- HTTP
- Hypertext Transfer Protocol
- stellt Verbindung zwischen Browser und Server her z.B. um Webseiten abzurufen
- Adressen werden durch DNS (Domain Name Server) in entsprechende IPs umgewandelt
- HTTPS (S = Secure)
- stellt eine mit SSL verschlüsselte Verbindung her
- FTP
- File Transfer Protocol
- stellt Verbindung zwischen Client und Server her um Dateien zu übertragen
- SFTP (S = Secure)
- stellt eine mit SSH verschlüsselte Verbindung her
- SMTP
- Simple Mail Transfer Protocol
- Wird zum einfachen Einspeisen, Versenden und Weiterleiten von E-Mails an Server genutzt
- POP3
- Post Office Protocol
- Wird zum einfachen Auflisten, Emfangen und
- Löschen von E-Mails vom Server genutzt
- IMAP
- Internet Message Access
- Protocol
- Stellt ein Netzwerk-Dateisystem zum E-Mail-Server her
- E-Mails
- bleiben auf dem Server gespeichert, können in Ordner sortiert und von
- mehreren Clients abgerufen werden
Información
- Descripción
- Thema U3; Medienproduktion (Netzwerkprotokolle) für die Abschlussprüfung Mediengestalter Sommer 2016
- Creado por
- Lena A. · may 2016
- Actualizado
- 10 ene 2017
- Visitas
- 887
- Etiquetas
- Valoración

