Fichas
StEOP '17 Methodologie _ 2
Fichas del conjunto (65)
- 1parallel ablaufende Prozesse in der Geschichtepolitisch-ökonomische Entwicklung
- Soziologie definiert sich als (bzw. wird definiert) zur wissenschaftliche(n) Diszplin
- Erhebungsmethoden zur Datengenerierung werden entwickelt und getestet
- Statistik wird für sozialwissenschaftliche Fragestellungen entdeckt - 2Vorläufer der Sozialwissenschaft: Soziologie- Krieger zählen
- Landvermessung
- Verwaltung (z.B. Grundsteuer, Hufregister) - 3Vorläufer der Sozialwissenschaft: Ethnologie- Reisebericht
- Handel
- Kolonialisierung
- Missionen
- Interesse an kulturellen Unterschieden - 4Ende der Feudalherrschaft- Zentralisierung der Verwaltung
- Ökonomisches Denken im Staat
- staatliche Erhebungen
--> Merkantilismus, Absolutismus, Kameralistik - 5Hermann Conring (1608-1681) D-1660 Universitätsvorlesung über Staatszustände
- Beginn der deutschen Universitätsstatistik - 6Gottfried Achenwall (1719-1772) Dführt den Begriff Staatsmerkwürdigkeiten ein
-> was die Wohlfahrt im Staat hindert/mehrt
->Vergleich mit anderen Staaten
-> Statistik: Lehre der Staatsforschung - 7August Ludwig von Schlözer (1735-1809)D"Statistik ist stillstehende Geschichte - GEschichte ist fortlaufende Statistik"
-> verwendet verschiedene Daten
"Tabellenknecht", "politischer Arithmetiker" - 8Sir William Petty (1623-1687) GB1641 "Political Anatomie of Ireland"
- verwendet als erster mathematische Ausdrücke als Angaben in der Soziologie
- politische Arithmetik - 9John Graunt (1620-1674) GB- Regelhaftigkeiten
- Sekundäranalysen
- Demographie - 10Adolphe Quételet (1796-1874) B- 1823 LaPlace weckt Interesse an Wahrscheinlichkeitsrechnung
- 1841 Präsident der statistischen Zentralkommission für Belgien
- 1848 Système social (dt. Zur Naturgeschichte der Gesellschaft)
- einfache Statistik in der Sozialforschung
- Prinzip der großen Zahlen
- Moralstatistik
- soziale Physik
-->Begründer der Sozialstatistik - 11Quételet IIerstmalige Anwendung des Modells der Normalverteilung auf Menschheit
-> eine Reihe von Messungen (Körpergewicht, Körpergröße) annähernde Normalverteilung
-> Normalverteilung biologischer, psychologischer, anthropologischer Merkmale entspricht Naturgesetz
-> Natur strebt eine ideale normative Ausprägung aller Merkmale an (individuelle Ausprägung hängt von großer Zahl unabhängiger Merkmale ab) - 12Quételet IIIendgültige-tatsächliche Ausprägung der Merkmale ist Kombination von "idealer Norm" + Zufallseinflüssen
(z.B. Brustumfänge von schottischen Soldaten führen zur Normalverteilung) - 13Auguste Comte (1798-1857) FDrei-Stadien-GEsetz
-> Theologisches Stadium (fiktiver Zustand)
-> Metaphysisches Stadium (abstrakter Zustand)
-> Positives Stadium (wissenschaftlicher Zustand) - 14Merkmale des wissenschaftlichen ZeitaltersBeobachtung
Experiment
Vergleich
--> Soziologie - 15Frederic Le Play (1806-1882) Fzweifelt an Aussagefähigkeit statistischer Größen bei der Darstellung gesellschaftlicher Verhältnisse
-> Daten entstammen nicht aus wissenschaftlicher Erhebung, sind lückenhaft
-> Komplexität der individuellen und zwischenmenschlichen VErhältnisse geht in statistischen Daten verloren - 16Le Play II- Methode der direkten Beobachtung "Familienmonographien"
- genaueres Protokollieren aller Vorgänge
- Forderung nach umfassendem Quellmaterial
- Jahresbudget: alle Leistungen und Nutzungen
- Problem: Fallzahlen - 17Friedrich Engels (1820-1895) D"Die Lage der arbeitenden Klasse" (1845)
-> ordnet Merkmale nach soziologischen Problemstellungen
-> klagt Profitgier an
-> methodische "Unschärfen"
-> Prognosen - 18Max Winter- Journalist in Arbeiterpresse
- stellt Lebensumstände insbesondere des Wiener Proletariats eindringlich und kritisch dar
- Arbeit für Kinderfreunde - 19Victor Adler (1852-1918)"Die Lage der Ziegelarbeiter"
- Arzt, sozialdemokratischer Politiker, Haupt der Arbeiterbewegung, Mitbegründer der 1. Republik
-> setzte sich fürs allgemeine Wahlrecht ein - 20Émile Durkheim (1858-1917)- ein Begründer der sozialwissenschaftlichen empirischen Soziologie (mit eigenständigen Methoden)
-> erster LEhrstuhl für Soziologie in Frankreich
-> will Lage der GEsellschaft verbessern - 21Ferdinand Tönnis (1855-1936)-gegen Scharlatanerie der Staatsmerkwürdigkeiten
- Primärerhebungen (neue Daten erheben)
- quantitative und qualitative Daten (Beobachtung und Erforschung des sozialen Lebens)
- Hintergründe von Zusammenhalt (freiwillig und vorgegeben)
- - 22Bronislaw Malinowski (1884-1942) PL"Argonauten des westlichen Pazifiks" (1921)
-> schwierig, weil Daten "in den Menschen"
-> erste Fortschritte erst vor Ort, allein und nach Erkenntnis effektiver Arbeit im Feld - 23Paul Lazarsfeld (1902-1976) AWirtschaftspsychologische Forschungsstelle
- 24Massenkommunikation- Propaganda der Nazis
- 1933-1938: verbindliche Weisungen, wie Nachrichten zu übermitteln sind; genaue Sprachregelung; Gleichschaltung des gesamten Rundfunks
- erste Rundfunksendung 01.10.1924
- 1916 Zeitungswissenschaft entsteht als Frühform der Medienwissenschaft
- 1938-1945 kaum Forschungsergebnisse
- 1939 Institut für Zeitungswissenschaft in Wien - 25deduktiv-nomologisches Erklärungsmodell (Hempel)- Nomologisch: gr. nomos = Gesetz
- Deduktiv: Erklärungsleistung durch eine Deduktion
Gesetze (Wenn-dann) G1, G2, G3,… Explanans
Randbedingungen A1, A2, A3,…
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Erklärender Sachverhalt E Explanandum
Bsp. Frustrations-Aggressions-Hypothese
• Erklärungsschema: Erklärung eines Sachverhaltes = Subsumtion unter ein Gesetz
• Prognoseschema: Gesetze & Randbedingungen --> Prognose v. Sachverhalten - 26Sozialforschung: BeschreibenErfassen und Sammeln von sozialen Tatbeständen
- 27Sozialforschung: Erklärensozialer Tatbestand erklärt durch Gesetz und Randbedingung
- 28Sozialforschung: Vorhersagenbasiert auf Erklärungen und Erwartungen
- 29Sozialforschung: BeeinflussenWissen über Grundlagen + Ziel
- 30Statistik heute: Datenreduktion- deskriptive Statistik
- Inferenzstatistik
- multivariate Verfahren - 31deskriptive Statistikbeschreibt eine Stichprobe (Häufigkeiten, Prozent, Lage- und Streuungsmaße) Parameterschätzen schließen auf die Verteilung in der Grundgesamtheit
- 32Inferenzstatistiküberprüft, ob Zusammenhänge nciht ur zufällig, sondern überzufällig sind --> Signifikanztests
- 33multivariate Verfahrengruppieren, Gruppenzugehörigkeit überprüfen
- 34Statistik heute: Datenkombinationen- Methodentriangulation
- Methodenmix - 35MethodentriangulationUnter Methodentriangulation versteht man den bewussten Einsatz unterschiedlicher Erhebungsverfahren (Beobachtung, Befragung, Experiment, etc.) im Rahmen eines Forschungsprojektes, was in der englischsprachigen Literatur auch als mixed methods approach bezeichnet wird.
- 36Ethnologiebeschäftigt sich mit den unterschiedlichen Lebensweisen von Menschen in ihren kulturellen und sozialen Ausdrucksformen
- 37Gebiet der Ethnologie- außer-europäischer Bereich
- 38Fokus der Ethnologie- Aspekte des "Fremden" und des "kulturell Anderen"
- Relativierung des "Eigenen" bzw. des "Fremden" - 39Ziel der Ethnologieverschiedene Kulturen zueinander in Beziehung setzen
- 40Grundlage der Ethnologiemöglichst umfassende Innenansicht der Kulturen
- 41Methodologie der Ethnologie-vergleichende Perspektive
- möglichst umfassende Innenansicht der Kulturen
- empirische Forschung im Rahmen der Feldforschung - 42Joseph-Francais Lafitau (1681-1746)- Jesuitenpater
- Naturforscher
- Ethnologe
--> Begründer der Vergleichenden Ethnologie (wechselseitige Erhellung) - 43wechselseitige Erhellungsystematischer Vergleich (=komparative Methode) nach dem Prinzip der wechselseitigen Erhellung
- 44Wie funktioniert wechselseitige Erhellung?F gewinnt Erkenntnis über A - gleichzeitig gewinnt F durch A Erkenntnis über sich selbst
- 45Neuigkeit der wechselseitigen Erhellung1. der Vergleich als solches
2. der nach beiden Seiten offene Charakter
-> historische Quellen liefern Denkansätze/Theorien und neu gesammelte Eindrücke/gemachte Erfahrungen liefern Erkenntnis und Erklärungen für historische Quellen
- kein simples Eindrücke sammeln/gegenstandsloses Hinschauen
- Erkennen von soziologisch-ethnographischen Typen (das Große& Ganze) - 467 Ws- Wer
- Was
- Warum
- Wozu
- Wann
- Wo
- Wie - 47Wer?Autoren / Handelnde Person / Forschende / Rezipienten
- 48Was?Realität vs. Fiktion
- 49Warum?Ursache (Kausalität)
- 50Wozu?Handlungsorientierung (Verwertungsorientierung, Legitimation, Idealisierend, Verstehend -> wem nützt es?)
- 51Wann?in welchem Zeit- und Forschungskontext ist die Quelle verfasst (während Beobachtung, nachträglich)
- 52Wo?vor Ort (direkt teilnehmend) / aus sicherer Entfernung
- 53Wie?(privates) Tagebuch / Logbuch / Information f. d. Herrschenden
- 54Selbstbildeigene Werthaltungen beeinflussen Wahrnehmung!
- Feldforscher_innen
- Rezipienten von Quellen
- Verfasser_in der Quellen
->kritische Selbstreflexion ist Methodenteil jeder Arbeit - 55Fremdbild- Verfasser_in (wenn Rezipienten auf Sichtweisen des/der V. schließen)
- beobachtete Personen (sofern diese keine Selbstauskunft geben) - 56Reduktion des Einflusses des SelbstbildsBewusstseins schaffen über Werte und Motivationen
- 57Grand Tour / KavalierreisenSöhne des Adels reisen in Begleitung von Gelehrten durch Europa
- Rennaissance/Barock/Aufklärung
- obligatorisch
- Vorstellung über Welt gewinnen/Abbau von Vorurteilen
- starker Niederschlag in Reiseliteratur
s. Goehte - 58ForschungsreiseReisen unter wissenschaftlichen Aspekten (Humboldt, Asch, Cook/Foster)
- 59Sammlungenbeginnendes 15. JH: Petrarca Interesse an archäologischen funden in Rom als Zeugnis der ruhmreichen Vergangenheit
- 60Sammlungen IIMitte 16.jh: erste Kunst- und Wunderkammerm
- Aufarbeitung des nach dem Zufallsprinzip Gesammelten
- Sammlungen gewinnen Bedeutung
- Sinnvolle Kriterien zur Darstellung wurden nötig - 61Sammlungen IIIMitte des 19. Jh: Verfeinerung der Methoden für Aufbewahrung und Katalogisierung
--> Problem des unsystematischen Sammelns:
- immer zahlreichere Objekte - Redundanz
- von unterschiedlichen Menschen
- aus verschiedenen Zeiten
- ohne dementsprechenen Bedeutungsinhalt
(ABER: Bastian, 1882, je mehr Material desto besseres komparatives Studium) - 62Sammlungen IVHauptziel: Gesetzmäßigkeiten (Ähnlichkeiten und Unterschiede)
- 63Adolf Bastian (1826-1905)durch sein Wirkungen wurde Ethnologie in Berlin früher als Forschungsbereich angesehen
--> Sammeln Vorraussetzung für ethnologisches Arbeiten
--> Vermehren & Sichern von Objekten - 64Sammlungen Vheute:
-(alte) Sammlungen digital zugänglich machen
- alte Sammlungen auf neue Erkenntnise prüfen
- Anregung interdisziplinäre Forschung (--> neue Erkenntnisse)
-> ethisch brisante Objekte
-> unrechtmäßig erworbene Objekte - 65—
Información
- Descripción
- (StEOP Univie'17_Methodologie) Soziologie Fichas sobre StEOP '17 Methodologie _ 2, creado por Cat Fischer el 29/05/2017.
- Creado por
- Cat Fischer
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