Flashcards
Grundlagen in die Phonetik und Phonologie
Cards in this deck (72)
- 1Was ist ein Phonem?kleinste bedeutungsunterscheidene Einheit einer Sprache. Sie werden in der Regel verwendet, um eine Sprache systematisch lautlich zu beschreiben (Aussprachelexikon)
- 2Was sind Allophone?phonetisch ähnliche Phone, die einem Phonem zugeordnet werden können
- ändern nicht die Wortbedeutung
- einander phonetisch ähnlich
- häufig in komplementären phonetischen Kontexten vor - 3Artikulationsmodus: FrikativKritisch mediale Engebildung im Mundraum, führt zu turbulenter Luftströmung, seitlicher Verschluss;
Verschluss der Nasenhöhle = Velum angehoben - 4Artikulationsmodus: NasalVölliger Verschluss im Mundraum.
Velum ist gesenkt - 5Artikulationsmodus: Plosiv= Verschlusslaut;
Völliger Verschluss im Mundraum, Velum ist angehoben - 6Artikulationsmodus: Trill.
- 7Artikulationsmodus: Tap, FlapSchlaglaut
- 8Artikulationsmodus: Lateraler Frikativ.
- 9Artikulationsmodus: Approximant.
- 10Artikulationsmodus: Lateraler Frikativ.
- 11Artikulationsmodus: Lateraler Approximant.
- 12Artikulationsmodus: AffrikateDauer entspricht einem Laut und nicht-Dauer von Plosiv+Frikativ
- 13Diphthongehäufig vorkommende Folge von zwei Vokalen
- 14Vokalparameter- Zungenlage: vorne, zentral, hinten
- Vokalhöhe: Öffnungsgrad des Kiefers und Zungenhöhe (offen- ...-geschlossen)
- Rundung (gerundet- ungerundet)
- Quantitätskontrast (kurz-lang)
- Qualitätskontrast (ungespannt -gespannt) - 15MinimalpaareWortpaare, die sich jeweils an einer Position (initial/medial/final) in einem Laut unterscheiden
- 16AspirationEin zusätzlicher Luftstrom nach der Lösung erzeugt eine Art glottalen Frikativ
- 17ObstruentenPlosive, Frikative & Affrikate,
bilden eine natürliche Klasse von Lauten, die sich durch Verschlussbildung oder kritische Engebildung im Vokaltrakt auszeichnen, was beides zu erhöhtem Druck hinter der Enge oder dem Verschluss führt. - 18HauptbetonungDie betonte Silbe wird i.d.R. "lauter" realisiert
- 19Nebenbetonungnebenbetonte Silbe wird i.d.R. etwas "lauter" als eine Unbetonte realisiert, aber nicht so laut wie eine hauptbetonte Silbe
- 20SilbengrenzeDie Grenze zwischen zwei "Silben" wird markiert
- 21apikalZungenspitze an Alveolen
- 22laminalmit Zungenblatt artikuliert
- 23sublaminal.
- 24Labiale Artikulationsortebilabial, labiodental
- 25Koronale Artikulationsortedental, alveolar, postalveolar, retroflex, palatal
- 26Dorsale Artikulationsorte(palatal), velar, uvular
- 27PhonologieTiefenstruktur
- 28PhonetikOberflächenstruktur
- 29Freie Variation/DistributionFür das Phonem /r/ gibt es mehrere Realisierungsvarianten [r,R,...] (=freie Allophone).
Laute kommen in denselben Umgebungen vor und dürfen miteinander vertauscht werden und können sich daher nie kontrastieren. - 30komplementäre DistributionDas Phonem /x/ wird als ["ch"] Laut realisiert unter einer bestimmten Verteilung. Es wird als [x] realisiert unter einer anderen Verteilung/Bedingung/Regel.
(=vorhersagbare Allophone)
Laute kommen in verschiedenen Umgebungen vor und können sich daher nie kontrastieren. - 31Kontrastive DistributionLaute kommen in denselben Umgebungen vor und können miteinander kontrastieren
- Minimalpaarbildung möglich
z.B. Hut und Mut - 32Sonorantenbilden eine natürliche Klasse von allen Vokalen und einigen Konsonanten, deren Engebildung zu keinem Druckunterschied vor und hinter der Enge führt.
- 33Liquidebilden artikulatorisch keine natürliche Klasse, sind über ihre phonologisch ähnliches Verhalten definiert und umfassen Laterale und /r/-Laute
- 34SonoritätshierarchiePlosive < Affrikate < Frikative < Nasale < Approximanten < Vokale (höchste Sonorität=kein Verschluss (Grad der Engebildung auch entscheidend))
- 35Silben= sinnvolle Einheit bei der Beschreibung phonotaktischer Gesetzmäßigkeiten,
unabhängig von Morphemgrenzen, suprasegmentale phonologische Einheiten, tragen in den meisten Tonsprachen den Ton, tragen in Akzentsprachen die Betonung - 36Silbenkonstituente: NukleusJede Silbe hat einen Kern; der Kern = sonorste Element in der Umgebung, i.d.R. ist das ein Vokal, einige Sprachen erlauben auch Konsonanten im Nukleus
- 37OnsetEiner oder mehrere Konsonanten, die vor dem Nukleus stehen;
abhängig von der Sprache, i.d.R. ist ein Konsonant präferiert - 38Coda/KodaEiner oder mehrere Konsonanten, die nach dem Nukleus stehen; abhängig von der Sprache, manche erlauben keine Koda
- 39Ist ein Laut zugeordnet mit mehreren Silben? Wenn ja, was spielen für Prinzipien eine Rolle?- Sonoritätsprinzip
- Onset- Maximierung - 40SonoritätsprinzipDie Sonorität der Segmente nimmt bis zum Silbenkern zu.
- 41Onset- MaximierungBilde zuerst den größtmöglichen SilbenANlaut; dann bilde den SilbenAUSlaut.
- 42Offene SilbeKeine Koda:
CVV, CV - 43Geschlossene SilbeKoda besetzt;
CVVC, CVC - 44Leichte Silbe(kurzer Vokal) V im N (Nukleus)
- 45Schwere Silbe- VV im N
- V im N + Konsonant(en) C in der Koda C - 46Extraschwere Silbelanger Vokal (VV) = Nukleus (N)
+
Konsonant(en) (C) = Koda (C) - 471 Mora= Leichte Silbe,
(V) = N - 482 Moren= schwere Silbe,
(VV) = N
/
(V) = N
+
(Konsonant(en)) C = C Koda - 492 (selten 3) Moren= extraschwere Silbe,
(VV) = N
+
Konsonant(en) C = C Koda - 50Morenersetzen den Reim und können einfacher das Silbengewicht ausdrücken;
relevant in gewichtssensitiven Sprachen wie z.B.: Latein - 51WortakzentFester Akzent, Freier Akzent
- 526 Prosodische KonstituentenSilbe, Fuß, phonologisches Wort, phonologische Phrase, Intonationsphrase IP, phonologische Äußerung PÄ
- 53Hauptakzent (Primary System)dominiert vom starken Fuß(Fs) und starker Silbe (Os)
- 54Nebenakzent (secondary System)dominiert vom schwachen Fuß(Fw) und starker Silbe (Os)
- 55Jambus,
- 56Trochäus,
- 57Quantitätssensitiv,
- 58Parameter für Wortakzentsysteme nach Hayes,
- 59Extrametrische Silbekein Akzent, wird von keinem Fuß regiert => da es zu schwach ist, um einen Fuß bilden zu können
- 60Degenerierter Fußnebenbetonte Silbe, die kein schwaches Gegenstück hat
- 61Analyse nach Parameter für Wortakzentsysteme nach Hayes1.) nach Wörtern mit geraden Silbenanzahl schauen (Fuß)
2.) Richtung, nach Wörtern mit ungeraden Silbenanzahl schauen und bedenken nach 1.)
3.) Wort
4.) Quantitätssensitivität= klare gleichmäßige Struktur? - 62SprachrhythmusTendenz, einen regelmäßigen Taktschlag in gesprochener Sprache wahrzunehmen
- Akzentzählend
- Silbenzählend
- Morenzählend - 63Akzentzählende SprachenDeutsch, Englisch;
Füße haben gleiche Länge egal wie viele Silben sie enthalten - 64Silben-, Morenzählende SprachenSilben und Moren haben gleiche Länge
- 65Distinktive Merkmale= Definierung eines Phonems,
beschreibt natürliche Segmentklassen (sth./stl.), Beschreibung
aller segmentalen Kontraste in allen Sprachen, in phonetischen Kategorien beschreibbar sein - 66Typen distinktiver Merkmale- Hauptklassenmerkmale
- Laryngale Merkmale
- Artikulationsart
- Ortsmerkmale - 67Hauptklassenmerkmale,
- 68Laryngale Merkmale,
- 69Artikulationsart,
- 70Ortsmerkmale,
- 71Begriff der Silbenphonologie: Ambisilbischein Segment, nicht um zwei, also keine Geminate;
ein intervokalischer Konsonant kann nicht nur im Onset der 2.Silbe gehören, sondern auch zum Onset der zweiten und zusätzlich zur Koda der vorhergehenden Silbe.
z.B. Raten, Ratten - 72SprachproduktionsmechanismusOrgane, die an der Sprachproduktion beteiligt sind, haben primär andere Funktionen insbesondere bei der Nahrungsaufnahme und beim Schlucken:
Lippen, Zähne, Kiefer, Zunge; Kehlkopf: Verschluss der Luftröhre
Information
- Description
- Goethe Universität Frankfurt WS 13/14 bei Dozentin: Anja Geumann
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- sushini
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