B 1.2 Theorien zur Sozialisation - was erklären sie?

Yvonne Heitland
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Studium Bildungswissenschaften Modul 1B (Studienbrief 1: Sozialisation - Eine Einführung) Flashcards on B 1.2 Theorien zur Sozialisation - was erklären sie?, created by Yvonne Heitland on 03/05/2017.

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Bildungswissenschaft
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Question Answer
Anforderungen an eine Sozialisationstheorie soll das Verhältnis zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen erklären; muss die ontogenetische Dimension des Lebenslauf systematisch berücksichtigen; soll von einem aktiv-aneignenden Subjekt ausgehen
Anspruch an eine wissenschaftliche Theorie Begriffs- und Modellbildung erfolgt in systematischer, kritischer und nachvollziehbarer Weise
Was ist eine Sozialisationtheorie? Eine Sozialisationstheorie ist ein wissenschaftliches Aussagesystem, das sich mit dem Gegenstandsbereich der Sozialisation befasst.
metatheoretisches Denken Denken über Theorien, über soziale Realität; Theorie wird zum Gegenstand des Nachdenkens gemacht
Ebenen der Theoriebildung Anforderung an eine Sozialisationtheorie (Metatheorie, Wissenschaftstheorie); Sozialisationstheorie (Objekttheorie); real ablaufende Sozialisationsprozesse (Objekt, Gegenstandbereich)
zu Theodor Schulze ...hat metatheoretisch darüber nachgedacht, wo der Unterschied zwischen Alltagsverständnis und wissenschaftlicher Theorie liegt; ...formulierte "Ansprüche, welche ein Text erfüllen muss, wenn er als wissenschaftliche Theorie akzeptiert werden soll"
Schulze definiert fünf Kriterien für wissenschaftliche Theorien 1: Daten; 2. Konzepte; 3. Reflexion; 4. Diskussionen; 5. Fragen und Kritik
1. Daten persönliche Eindrücke und Erfahrungen werden durch systematisch gesammelte, empirische Daten unterstützt
2. Konzepte entwerfen eines umfassenden Konzepts, das einen logischen Zusammenhang herstellt zwischen einzelnen Erscheinungen und erklärt was in den jeweiligen Bereichen geschieht; solche Konzepte sind Konstruktionen der Wirklichkeit
3. Reflexionen einzelne Schritte die zur Konstruktion geführt haben werden nachvollziehbar gemacht; enthalten darin sind Reflexionen über das methodische Vorgehen, Voraussetzungen, Reichweite & Geltung von gemachten Annahmen und Aussagen
4. Diskussionen eigene Annahmen und Aussagen werden widersprechenden Tatsachen und Erfahrungen ausgesetzt; Diskussionszusammenhang einbringen und auf vorausgegangene Untersuchungen und Überlegungen beziehen
5. Fragen und Kritik Gegenstand kritisch betrachten (im Sinne einer neugierigen, konstruktiven Kritik)
Geschichte der Sozialisationstheorie Begriff Sozialisation wird erstmals Ende des 19. Jahrhunderts genutzt; herausragende Bedeutung für die Entwicklung des Sozialisationskonzepts hat Èmile Durkheim; weitere Entwicklung ist eng verflochten mit der allgemeinen Entwicklung von Psychologie und Soziologie; Außerdem wichtige Theorien von Parsons (stukturell-funktionale Theorie) und Mead (widmete sich dem Mikrobereich der Interaktion und der Persönlichkeitsstruktur)
Èmile Durkheim 1858 - 1917; Untersuchung der Entwicklung von einfachen (segmentierten) Gesellschaften zu arbeitsteilig organisierten Großgesellschaften; hat Sozialisation und Erziehung systematisch in Beziehung zu einander gesetzt
Entwicklung von Psychologie und Soziologie Freud: Persönlichkeitsmodell mit Es, Ich und Über-Ich; Pawlow & Watson: Black box, Lernmechanismen werden über Reiz und Reaktion erforscht; Piaget: Persönlichkeit wird in kognitiven Strukturen beschrieben, welche sich in Interaktion des handelnden Subjekts mit der Umwelt entwickelt