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Teamarbeit

Steffi Schenzle Arbeits- und Organisationspsychologie German 9 slides

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  1. 1. Merkmale von Gruppen

    • Gruppen erfüllen wichtige Funktionen in Unternehmen:
    • Koordinationsfunktion: Verschiedene Teilbereiche werden zusammengetragen
    • Repräsentationsfunktion: Alle Interessengruppen sind vertreten
    • Verantwortungsfunktion: Präsentieren wichtiger Entscheidungen (Verantwortungsdiffusion)
    • Eine Gruppe ist:
    • eine Mehrzahl von Personen, (erst ab 3 Leuten eine Gruppendynamik möglich --> Überzahl bei Abstimmungen etc)
    • die über längere Zeit
    • in direkten Kontakt stehen,
    • wobei sich Rollen ausdifferenzieren,
    • gemeinsame Normen entwickelt werden und (Normen = Verhaltensregeln)
    • Kohäsion, dh. ein Wir-Gefühl, besteht
  2. 1. Merkmale von Gruppen

    • Eine Gruppe ist:
    • Mehrzahl:
    • mindestens 3 Personen pro Gruppe (Koaliation, Mehrheitsbildung bei Entscheidungen, Gruppendynamik)
    • Entscheidungsgruppen: mindestens 5 Personen als optimale Zahl
    • abhängig von der Art der Arbeit (Produktion vs. Entscheidung)
    • Längere Zeit: Phasen der Gruppenentwicklung
    • Forming: sich gegenseitig abtasten (Was wollen die anderen? Wer sind sie?)
    • Storming: erste Konflikte, Machthierarchie klären (Rollenaufteilung)
    • Norming: Entwicklung von Teamgeist und Normen
    • Performing: effektives Arbeiten
    • Direkter Kontakt:
    • Homans Gesetz: Sympathie steigt mit der Zahl der Kontakte (je öfter man sich sieht, desto sympathischer--> Außer: anfangs unsympathisch)
  3. 1. Merkmale von Gruppen

    • Eine Gruppe ist:
    • Rolle: In jeder Gruppe bestehen Erwartungen an die einzelnen Mitglieder, wie sie sich in bestimmten, für die Gruppe wichtigen Situationen verhalten sollten. Die Summe dieser Erwartungen --> Rolle
    • Vertikale & Horizontale Rollendifferenzierung (Horizontal: Gleicher Rang, gleiche Höhe in Hierarchie)
    • Gemeinsame Normen: Funktionen der Normen
    • Orientierung
    • Selektion
    • Stabilisierung
    • Koordination
    • Prognose
    • Kohäsion: Hohe Kohäsion führt zur Zufriedenheit der Mitglieder.
  4. 2. Vorteile: in der Informationsverarbeitung

    • Minus:
    • Gruppen produzieren weniger Ideen
    • Gruppenentscheidungen sich nicht besser
    • auch wenn ein Mitglied die richtige Lösung kennt, kann er andere nur überzeugen, wenn er mindestens von einer weiteren Person unterstützt wird.
    • Plus:
    • Transaktives Gedächtnis: gleichzeitig mehrere Gedächtnisse können genutzt werden, um mehr Informationen zu behalten (Schwarmintelligenz!)
    • Teams verarbeiten die Rückmeldungen schneller und gründlicher
    • Lernen im Team: Besser wegen Beobachtung und Nachahmung
  5. 2. Vorteile: Motivationsgewinne im Team

    • Mere Presence: social facilitation (Kakerlakenexperiment) --> soziale Erleichterung, Motivationsförderung allein durch die Anwesenheit anderer
    • Social compensation: sich für eine schwache Gruppe aufopfern. Dieses Phänomen tritt auf, wenn die Person glaubt, dass
    • ihr persönlicher Leistungsbeitrag die Feststellung der Gruppenleistung beeinflusst
    • andere nur ungenügend zu dem Ergebnis beitragen und
    • es wichtig ist, dass die Gruppenaufgabe gut erledigt wird
    • Social Labouring: Die Identifikation mit der eigenen Gruppe führt zur Zunahme der individuellen Leistung
    • Insbesondere, wenn die Gruppe zu anderen Gruppen im Wettbewerb steht.
  6. 3. Probleme der Informationsverarbeitung

    • Groupthink: Ist ein Denkmodus, in den Personen verfallen, wenn sie Mitglieder einer hoch kohäsiven Gruppe sind, wenn das Bemühen der Gruppenmitglieder um Konsens, ihre Motivation, alternative Wege realistisch zu bewerten, übertönt. (Homogenität in der Gruppe ist dann wichtiger als perfekte Lösung zu finden)
    • Invasion Schweinebucht 1961:
    • 1400 Exilkubaner greifen Kuba an mit amerikanischer Unterstützung
    • werden von 20.000 kubanischen Soldaten erwarten
    • Super starkes Gruppengefühl bei den Exilkubanern, dadurch hat niemand die Aktion abgeblasen
    • Anderes Beispiel: Kamikaze-Flieger
  7. 3. Probleme der Informationsverarbeitung

    • Bedingungen, die das Groupthink fördern:
    • hohe Gruppenkohäsion --> Mangel an Alternativgedanken
    • eine Organisationsstruktur, die zur Abschottung der Gruppe von wichtigen Informationen führt (z.B. Vorstand)
    • Homogenität der Gruppe
    • Stress, zB. durch Zeitdruck oder durch den Schweregrad der Entscheidung
  8. 3. Probleme: Motivationsverluste im Team

    • Sozialer Müßiggang:
    • Motivationsverlust bei einem MItglied einer Gruppe, der ohne bewusste Entscheidung zu einer Verringerung der Anstrengung auftritt
    • die Person erlebt sich als normales Mitglied der Gruppe und empfindet ihre Mühe als angemessen
    • Wahrscheinlicher, wenn keine Einzelleistung bewertet werden kann
    • stärker in individualistischen Kulturen als in Kollektivistischen
    • Sucker-Effekt:
    • bewusste Entscheidung, sich nicht anzustrengen
    • tritt ein, wenn ein Mitglied den Eindruck hat, die anderen wären durchaus in der Lage, etwas zum Erreichen des Gruppenziels beizutragen
    • Protest gegenüber dem Fehlverhalten anderer Gruppenmitglieder
  9. 3. Probleme: Motivationsverluste im Team

    • Soziale Angst:
    • Die Anwesenheit anderer, vor allem subjektiv wichtiger Personen führt zur Verringerung der Arbeitsmotivation und der Leistung auf Grund von Hemmungen
    • Menschen, die zu sozialer Angst neigen, zeigen auch geringere Leistung in der Gruppe
    • Trittbrettfahren:
    • eine bewusste Entscheidung eines Gruppenmitglieds, seine Anstrengung zu reduzieren
    • häufig unter der Annahme, seine Leistung sei überflüssig bzw. unwichtig, da die anderen Gruppenmitglieder das Gruppenziel auch ohne den eigenen Beitrag sichern
    • je größer die Gruppe, desto häufiger das Auftreten

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Arbeits- und Organisationspsychologie (Vorlesungen) Slide Set on Teamarbeit, created by Steffi Schenzle on 27/01/2017.
Created by
Steffi Schenzle
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