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Theologische Ethik I

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Theologische Ethik I
  1. Gott und der moderne moral Zeitgeist
    1. Dawkins: Moral stammt nicht aus heiliger Schrift, "pick and choose"; wir müssen nach unabhängige Kriterien entscheiden, welches die ethisch akzeptablen Brocken sind (wir selber entscheiden, welche ethischen Kriterien wir anwenden, religiöse Menschen können sich auch nicht nur auf Bibel beziehen, cause I say so)
    2. Was ist Ethik?
      1. Unterscheidung Moral / Ethik

        Annotations:

        • Moral: als fair, unparteilich, richtig angesehene Regeln des Zusammenlebens Ethik: Reflexion über die moralischen Regeln und deren Anwendung bei Problemen Metaethik: Reflexion über den Prozess des Nachdenkens über Ethik
        1. Ethiken in Kants Tradition
          1. Kategorischer Imperativ
            1. Diskursethik
              1. Gerechtigkeitstheorie
              2. Utilitarismus
              3. Eine Ethik differenter Interessen
                1. Harsanyi: personal preferences, moral preferences

                  Annotations:

                  • Eigennutzinteressen moralische Interessen
                  1. personal preferences: ökonomische Interessen bei Schramm
                    1. monetäre Interessen = ökonomische Interessen 1

                      Annotations:

                      • Geld, Besitz
                      1. nicht-monetäre Interessen = ökonomische Interessen 2

                        Annotations:

                        • Macht, Erfolg, Ruhm
                      2. moralische Interessen
                        1. Kant: bloße sinnenfreie Interessen der praktischen Vernunft (Rationalität)
                          1. Differenz zwischen Moral und (Eigennutz-)Interesse
                            1. versch. Definitionen des moralischen Interesses
                              1. ökonomische Definition des Altruismus (Kirchgässner): altruistisch ist Handlung nur, wenn mit Kosten verbundene Handlung nicht den eigenen Nutzen steigert; alle handeln egoistisch, weil man ja aus altruistischer Handlung einen psychologischen Nutzen ziehen kann
                                1. Kritik Schramm, Hoerstner: auch wenn Handelnder psychologischen Nutzen hat, ist die Handlung an sich trotzdem altruistisch und nicht ökonomisch; einige Wünsche zielen in inhaltlicher Ausrichtung eben nicht auf das eigene, sondern fremdes Wohl
                                2. Hoerstner: es ist eine Tatsache, dass Menschen neben egoistischen auch altruistische Interessen haben, die für sie nicht weniger rational sind
                                  1. moralischer Anreiz

                                    Annotations:

                                    • wenn Person Sinn für Moral hat, moralisches Interesse, dann ist Moral keine Restriktion, sondern etwas Attraktives, moralisches Interesse wirkt dann als Anreiz
                                3. Empirie von moralischen Interessen

                                  Annotations:

                                  • Ultimatum Game mit Proposer und Responder der Proposer gibt deutlich mehr als ein Homo Ökonomikus Responder opfern Geld, weil sie Aufteilung als unfair empfinden Dictator Game: Responder können Aufteilung nicht zurück weisen selbst dann geben Proposer Teil vom Geld ab
                                4. Unterscheidung zwischen materialen und ökonomischen Interessen
                              2. Was ist theologische Ethik?
                                1. Was sind Inhalte der biblischen Moral? Inhalt ist menschlich und nicht unterscheidend christlich (Alfons Auer)
                                  1. nicht unterscheidend christlich (Auer, Alfons)
                                    1. garstig breiter Graben zwischen Galiläa und Moderne

                                      Annotations:

                                      • zu heutigen ethischen Problemen findet man nichts in Bibel (Arbeitsmarkt, Bioethik, Atompolitik)
                                      1. Eckart Otto: historische Distanz verbietet eine unmittelbare Applikation, Ethik des AT kann nur deskriptiv, nicht präskriptiv sein
                                        1. d.h. wir mssen uns selbst die Argumente zu ethischen Problemen ausdenken
                                          1. allerdings: biblische Ethik kann uns evtl. doch mehr sagen:
                                            1. Gerechtigkeit als regulative Idee

                                              Annotations:

                                              • regulativ: weist unser Denken und Handeln an
                                              1. AT: Gerechtigkeit - Rechtsprechung

                                                Annotations:

                                                • Propheten bemerken, dass Richter bestechlich --> G. religiös aufgefüllt biblische Gerechtigkeit: alle werden integriert Kooperationsfairness Recht auf Neuanfang (Sabbatjahr)
                                                1. NT: RG-Botschaft als Botschaft von der Gerechtigkeit
                                                  1. An das Evangelium glauben bedeutet immer auch Gerechtigkeit üben

                                                    Annotations:

                                                    • Hans G. Nutzinger: Gerechtigkeit als der ethische Zentralbegriff der Bibel im Sinne einer Kantianischen regulativen Idee
                                    2. spirituelle Tiefendimension der religiösen Moral
                                      1. Frage: Wie viel religiöse Moral (ungleich Vernunftmoral) liegt in uns, oder haben wir nur noch regulative Ideen der 10 Gebote?
                                        1. wird durch christliche Moral mehr als normale Vernunftmoral geboten?
                                          1. Möglichkeit 1: 10 Gebote
                                            1. ethische Gebote des Dekalogs entsprechen einer ganz normalen Vernunftmoral
                                            2. Möglichkeit 2: Bergpredikt, Jesus von Nazareth
                                              1. Jesus hat keine neue Ethik verkündet (Alfons Auer)
                                                1. 1. Goldene Regel war schon vorher bekannt
                                                  1. 2. Gottes und Feindesliebe: Gottesliebe schon bekannt, Feindesliebe nicht unbedingt neu
                                                    1. Feindesliebe als ethische Norm

                                                      Annotations:

                                                      • verbessert diese die reale Welt? 1. Entfeindungsliebe wird oft interpretiert, 
                                                      1. Interpretation als Entfeindungsliebe: Feind hört auf, dein Feind zu sein
                                                        1. Aber: Erfolg fraglich, kategoriale Feindesliebe ist keine produktive Befriedigungsstrategie
                                                          1. TIT for TAT ist erfolgreich
                                                            1. Feindesliebe ist Kontrastzeichen des RG
                                                              1. plakativer Kontrast zum natürlichen Verhalten, unter der Annahme, dass RG angebrochen ist
                                                                1. Proprium der theologischen Ethik: religiöse Hintergrundüberzeugung, dass uns in Menschen Gott begegnen kann
                                                                  1. ethische Verpflichtung selbst hat keinen anderen Inhalt als Vernunftethik, aber im Zugehen auf einen anderen gehen wir auf Gott zu
                                          2. Gott und die Moral
                                            1. Richtig und Falsch: Entdeckung oder Erfindung?

                                              Annotations:

                                              • gibt es objektive Werte, oder sind alle moralischen Werte subjektiv (erfunden)?
                                              1. 1) meisten Ethiken behaupten, dass erfunden (Rawls: There are no moral laws); nicht theologische E. sollten dies auch
                                                1. wenn erfunden: Wie ist dann Erfindung evolutionär abgelaufen?
                                                  1. Dawkins: Gene als Meister des Überlebens, nützliche Gene überleben im Prozess der natural selection. Kooperation kann als Überlebensvorteil nützlich sein, Versorgung der Kinder z.Bsp. Barmherziger Samariter in uns ist Fehler, Nebenprodukt der eigentlich vorteilhaften Kooperationsbereitschaft und des Altruismus
                                                    1. ABER: Unterscheidung zwischen der Erklärung des Entstehens der Fehlfunktion (Dawkins) und der Überzeugung, dass Handlung ethische Geltung hat (Trolley Problem)
                                                      1. wir müssen also doch wieder entscheiden, ob Handlung ethisch falsch oder richtig ist, und wissen nicht, ob Moral entdeckt oder erfunden
                                                2. 2) theistische Ethik: durch Existenz Gottes ist Moral in der Welt
                                                  1. moralischer Realismus liegt in Universum, wir entdecken sie
                                                3. Das Gewissen
                                                  1. Herz als Ort des Gewissens (AT, NT)
                                                    1. Römer: Gott hat Moral allen Menschen ins Herz geschrieben
                                                      1. Geschäft des Gewissens: Grundinschrift im Hinblick auf konkrete Entscheidungssituationen zu entfalten
                                                  2. Das Böse
                                                    1. These: am Anfang steht immer die Angst, aus Angst entsteht Leid
                                                      1. Beispiel Sündenfall: Eva hat Angst davor, von Baum zu essen - Schlange sagt dass Gott Angst habe, dass Mensch werde wie er - Adam und Eva erkennen Nacktheit, Bloßheit, haben Angst und bedecken sich
                                                        1. Ergebnis: Selbsterschaffung des bösen, Eva handelt selbstständig (um Angst abzuwehren)
                                                    2. Metaphysik der theologischen Ethik
                                                      1. Platons Dilemma
                                                        1. Gott als unparteilicher Beobachter
                                                    Show full summary Hide full summary

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