Flashcards
FOST 1 - Erkenntnisgewinnung und Datenerhebung in der Psychologie

Flashcards do conjunto (125)
- 1Determinismus (streng)die einzelnen Teile des Organismus gehorchen einfache Gesetze und sind dadurch perfekt funktionierende biologische Maschinen
- 2QualiaSubjektive Qualität, die man objektiv nicht an andere weitergeben kann
- 3MethaphysikAnnahme, dass es etwas über den Dingen stehendes gibt, quasi die erste Ursache des Ursprung (z.B. Gott)
- 4Struktur der WissenschaftenWissenschaften teilen sich auf in Formalwissenschaften/ Einzelwissenschaften (aufgrund Menschen erdachter Regeln) und den Erfahrungswissenschaften (real gegebener Untersuchungsgegenstand): Natur- und Geisteswissenschaften
- 5Universalwissenschaftz.B. Philosophie – steht außerhalb aller anderen Wissenschaften
- 6Hintergrund zu PhilosophieDeuten
Verstehen von Zusammenhängen - 7Hintergrund zu Naturwissenschaftenempirisch-analytische Methoden
Erklären von Phänomene - 8Hintergrund der Psychologievorrangig eine empirisch Wissenschaft. Interpretation der Erkenntnisse hat auch mit der menschlichen Sinnsuche zu tun
- 9Wissenschaftliches Vorgehen zeichnet sich aus durch- Systematische Beobachtung unter kontrollierten Bedingungen
- Die Organisation gewonnenen Wissens in Hypothesen, Theorien, Gesetzen und Modellen
- Die Systematisierung und Formalisierung der Theorien, um gewährleisten zu können, dass es eine weltweit eindeutige Kommunikation und Überprüfbarkeit der Erkenntnisse gibt - 10Rationalistisches Weltbildes gibt eine objektive Wahrheit; Menschen sind dazu in der Lage diese zu erkennen Grundlage für Psychologie und Großteil ihrer Methoden
- 11KonstruktivimusWelt existiert nur real im menschlichen Bewusstsein; objektive Beschreibung ist nicht möglich qualitativen Forschungsmethoden beruhen Großteils auf diesem Ansatz
- 12Prozess der Erkenntnisgewinnung

- 13OperationalisierungArt und Weise, wie ein Begriff oder eine psychologische Größe gemessen werden soll
- 14HypothesenVermutungen über Ereignisse bzw. vorläufiges Antworten auf wissenschaftliche Fragen;
gerichtete Behauptungen über Beziehung zwischen Variablen - 15Deterministische HypothesenSachverhalt / Ereignis tritt mit Sicherheit ein, wenn bestimmte Bedingung vorliegt
- 16Probabilitische / Statistische HypothesenSachverhalt / Ereignis tritt mit gewisser Wahrscheinlichkeit ein, wenn bestimmte Bedingung vorliegt
- 17Zusammenhangshypothese- Je - Desto Form (z.B. Wer mehr raucht, wird früher sterben)
- Überführbar in Unterschiedshypothese - 18Unterschiedshypothese- beschreiben Unterschied zwischen Personen / Merkmalen einer Person
- Überführbar in Zusammenhangshypothese - 19MessenZuordnung von Zahlen zu Objekten, Phänomenen oder Ereignissen; Die Zahlen repräsentieren die Beziehung zwischen den Objekten, Phänomenen oder Ereignissen
- 20Empirisches Relativbezieht sich auf die wahren Verhältnisse / Tatsachen in der Welt

- 21numerisches Relativdie Zahlen geben möglichst gut die tatsächliche Stärke wieder

- 22Zusammenhang empirisches und numerisches Relativ Unterschiede / Verhältnisse können dadurch besser beschrieben werden
- 23Repräsentativitätsproblemwie repräsentativ ist die Messung, für das was gemessen hätte werden sollen – Problem bei der „Überführung empirisches zu numerisches Relativ“
- 24Wie löst man das Repräsentativitätsproblem- Qualitative Methoden (Weitgehend auf Messen und Zahlen verzichten - Mensch lediglich beschreiben, daraus Bedeutung suchen & verallgemeinern); ABER: Mangelnde Gütekriterien; können alleine nicht Erleben und Verhalten erklären
- Quantitative Methoden (Methoden, die mit Zahlen und Messen zu tun haben)
- Prozess des Messens so gut und genau wie möglich gestalten (Ziel: geeignete Messinstrumente zu finden, um es auf eine numerische Skala abbilden zu können) - 25Variablen nach Art der Ausprägung- Dichotome Variablen
- Kategoriale Variablen
- Kontinuierliche Variablen - 26Dichotome Variablennur zwei mögliche Ausprägungen
z.B. Geschlecht, Raucher/Nichraucher - 27Kategoriale Variablenmehrere Ausprägungen möglich, die verschiedene Kategorien entsprechen
z.B. Schulabschluss, Musikgeschmack - 28Kontinuierliche Variablenstufenlos messbare Ausprägung
z.B. Alter, Intelligenz - 29Variablen nach Ihrer Messbarkeit- Manifeste Variablen
- Latente Variablen - 30Manifeste Variablendirekt messbar oder beobachtbar
z.B. Alter, Geschlecht - 31Latente Variablennicht direkt messbar oder beobachtbar, muss erschlossen werden
z.B. Intelligenz, Einstellung gegenüber Ausländer - 32Variablen nach ihrer Rolle im Forschungsprozess- unabhängige Variablen
- abhängige Variablen - 33unabhängige Variablenwird beobachtet oder systematisch variiert
z.B. Personaltraining im Unternehmen A, aber nicht in Unternehmen B - 34abhängige Variablenwird als Effekt der unabhängigen Variable gemessen
z.B. Umsatz der Unternehmen A und B - 35Zusammenhang abhängige und unabhängige VariablenAbhängig Variable ist die Variable an deren Erklärung man interessiert ist. Betrachtungsweise:
- Beschreiben der Variable (eher selten)
- Erklären der Variable (warum ist das Ergebnis der abhängigen Variable so -> Grund = Urbanisierungsgrad = unabhängige Variable)
Ziel der Forschungsmethoden: Zusammenhang zwischen abhängigen und unabhängigen Variablen mathematisch zu beschreiben & verallgemeinern - 36Nominalskalao Messniveau: nominal
o Dichotome und kategoriale Variablen
o Stellt Gleichheit und Ungleichheit dar
o Keine Berechnungen möglich
o Keine hierarchische Ordnung
o Lassen nur qualitative Aussagen zu - 37Ordinalskala / Rangskalao Messniveau: ordinal
o Größer / Kleiner Darstellung
o Lasst auch quantitative Aussage zu
o Hierarchische Ordnung
o Informationsgehalt nur über relativer Unterschied (Plätze bei Wettkampf) und nicht den absoluten Unterschied (größe des Unterschieds) - 38Intervallskalao Messniveau: metrisch
o Gleichheit oder Ungleichheit von Differenzen beschreibbar
o Absolute Differenz bestimmbar
o Hierarchische Ordnung
o Daten inhaltlich interpretierbar und berechenbar
o Mittelwerte sind interpretierbar - 39Verhältnisskalao Messniveau: metrisch
o natürlicher Nullpunkt vorhanden -> Verhältnisse von Messwerten können angegeben werden
o Gleichheit oder Ungleichheit von Verhältnissen - 40häufigst verwendete Skala in der PsychologieIntervallskala
Begründung:
- Erst Intervallskalen lassen
statistische Kennwerte zu
- Daten können im Nachhinein von einem höheren auf niedrigerem Messniveau transformiert werden - 41Problem bei Verhältnisskalen in der Psychologiez.B. bei Fragebogen entsteht ein künstlicher Nullpunkt. Es ist kein natürlicher Nullpunkt vorhanden
- 42Ratingskala- um Urteile über bestimmten Urteilsgegenstand zu erfragen
- Ablauf: Merkmalskontinuum wird vorgegeben, der Befragte markiert seine subjektive Merkmalsausprägung - 43Arten von Ratingskalen- grafisch
- numerisch
- verbal
- semantisches Differenzial
- bipolar
- 44Vor- und Nachteile von grafischen Ratingskalen+ man kommt ohne Zahlen und Wörter aus
+ Bedeutung ist unmittelbar klar
- Umsetzung der Symbole in Zahlen -> schwierige Überführung in Intervallskala
seltener Einsatz - 45Vor- und Nachteile von numerischen Ratingskalen+ Ankreuzen des Zahlwertes -> Weiterverwendung in statistische Berechnungen
- subjektives Urteil in Zahlenwert übersetzen
- unterschiedlicher Zahlenwert bei gleichem Urteil zwischen Personen
sehr beliebt; häufigste Verwendung - 46Vor- und Nachteile von verbalen Ratingskalen+ kein Übersetzungsproblem
- Zuordnung von Zahlen zu den Antwortalternativen
- Streitfall: sind verbale Skalen Intervall- oder Ordinalskalen? - 47Vor- und Nachteile von semantischen Ratingskalen+ echten stufenlosen Ausprägung der Variable
+ entspricht am ehesten der Intervallskala
+ Ausmessung des Grades über den Computer
Nimmt bei Befragungen am PC immer mehr zu - 48Vor- und Nachteile einer bipolaren Ratingskala- wird mit sehr negativen Ausprägungen assoziiert -> linke Seite wird vermieden & Urteile variieren nur im positiven Bereich
- Verschiebung der Werte in positive Richtung
bei stark negativ ausgeprägten Einstellungen / extremen Urteilen - 49Unipolare Skalen- Beginn bei 0 oder 1 mit aufsteigendem Wert
- ausschließliche Verwendung der positiven rechten Seite - 50Urteilsfehler bei Ratingskalen- Halo-Effekt
- Tendenz zur Mitte
- Ankereffekt - 51Ankereffekt bei Ratingskalen- Beschriftung der Skala setzt Anker für Interpretation (z.B. Anker "0" bei bipolare Skalen)
- Beschriftung von realen Skalen hat Auswirkungen auf Antwortverhalten -> durch Skalenbeschriftung kann unterschiedliche Urteile bei gleicher Meinung erzielt werden - 52TestVerfahren zur Untersuchung von Merkmalen einer Person (empirisch abgrenzbar --> individuelle Merkmalsausprägung quantitativ erfassbar)
- 53Item= Aufgabe, Frage
Tests bestehen aus Items
Items müssen gelöst werden - 54Arten von Tests- Leistungstests / Persönlichkeitstests
- Psychometrische Tests / Projektive Tests
- Zustandstests / Prozesstests - 55LeistungstestsMessen der individuellen Leistung;
maximales Können unter Beweis stellen
Zeit ist ein wichtiger Faktor
Antworten können richtig / falsch sein
z.B. Intelligenztests - 56Persönlichkeitstestsbeschreiben der Person (typische Eigenschaften oder Verhaltensweisen)
kein richtig/falsch, kein Zeitfaktor
z.B. Persönlichkeitsinventare (beschreiben mit wenig aussagekräftigen Dimensionen z.B Big Fives) - 57Psychometrische Testsobjektive Tests --> klar interpretierbare Aussagen; sind ökonomisch auswertbar
- 58Projektive TestsMenschen projizieren etwas in ein Bild hinein (zB Tintenklecks) --> Auswertung durch Spezialisten
- nicht objektiv, keine verbindlichen Regeln, aufwendig zum konstruieren und auszuwerten - 59ZustandstestsMomentaufnahme von Merkmalen/Eigenschaften eine Person
häufigste angewandte Variante - 60ProzesstestsVerhalten einer Person in bestimmter Situation bestimmen
- schwierig auszuwerten
seltene Anwendung - 61Gütekriterien für TestsObjektivität
Reliabilität
Validität - 62Objektivität= Durchführung, Auswertung und Interpretation ist Personenunabhängig
= grundlegendste Gütekriterium, muss erfüllt werden --> Standardisierung z.B. über Handbuch oder Schulung - 63Reliabilität= Genauigkeit / Zuverlässigkeit einer Messung
- 64Ein Test ist reliabel, wenn...- zu verschiedenen Zeitpunkten
- in verschiedenen Varianten
- bei verschiedenen Anwendern
zum gleichen Ergebnis führt - 65Inter-Rater-Reliabilität / Rater-ÜbereinstimmungÜbereinstimmung bei subjektiven Tests zwischen den Beurteilern --> sollte möglichst hoch sein
- 66Split-Half-ReliabilitätTest kann in der Mitte geteilt werden, da zu jeder Eigenschaft mehrere Fragen vorhanden sind und man dadurch zum gleichen Ergebnis kommen sollte
--> kommen beide auf identische Ergebnisse = gute Reliabilität - 67Validität= Gültigkeit einer Messung
= Test misst das Merkmal, das er messen soll - 68Augenschein- / Inhaltsvaliditätaugenscheinliche Übereinstimmung zwischen gemessenem Merkmal und dem was gemessen werden soll
leicht herstellbar - 69Kriteriumsvalidität= Test ist gültig, da er mit theoretischen / praktischen Kriterien in Verbindung steht, d.h. es existieren Kriterien die im Test nicht erfasst werden, aber der Test mit ihnen in Beziehung stehen sollte
- 70Übereinstimmungsvalidität= Test kann direkt mit einem Kriterium in Verbindung gebracht werden
- 71prognostische Validität= Kriterium kann erst später erhoben werden
- 72Konstruktvalidität= Test wird mit mehreren Kriterien in Verbindung gebracht, die untereinander eine Beziehung haben
= wie gut ist der Test theoretisch eingebettet - 73Zusammenhang der Gütekriterien

- 74Arten von Testverfälschungen- Raten
- faking good (besonders gut darstellen)
- faking bad (besonders schlecht darstellen)
- Selbstdarstellung
- Ja-sage-Tendenz - 75Verringerung von Testverfälschungen* Kontrollfragen:
- mehrere Items zum gleichen Thema
- Antwortalternativen ohne Hinweis auf soziale Erwünschtheit
* Sensibilisierung der TN:
- Ziel beschreiben
- auf anonyme Verarbeitung hinweisen - 76TestkonstruktionPool aus Items --> Stichprobe mit Itemanalyse --> Testrevision --> Normierung
- 77Itemanalyse bei der Testkonstruktionwie brauchbar ist ein Item?
- Schwierigkeit (mittlere Schwierigkeit um zwischen Personen differenzieren zu können)
- Trennschärfe (wie gut weist ein Item ein Zusammenhang zum Gesamtergebnis auf) - 78Testrevision bei der TestkonstruktionAnpassung des Tests aufgrund der Itemanalyse
- 79Normierung in der Testkonstruktiongroße & repräsentative Stichprobe --> Berechnung der Reliabilität, Validität und mittleren Werte --> dienen als Vergleichsmaß
- 80Methoden der DatenerhebungBefragung
Beobachtung
Experiment - 81Probleme bei Befragungen- Zeitintensität bei mündlicher Befragung
- geringe Rücklaufquote bei schriftlicher Befragung
- bestimmte Aussage verweigern
- Beeinflussung durch Interviewer
- Urteilsfehler - 82unstandardisierte Befragungen- offen & ohne Vorgaben
- keine Standards und Kriterien gültig
- hoher Aufwand
- schwierig auszuwerten - 83Standardisierte Befragungen- Fragen & Antwortmöglichkeiten weitmöglichst festgelegt
- Erleichterung der Durchführung und Auswertung
- Erhöhung der Objektivität - 84teilstandardisierte Befragungen- grober Verlaufsplan
- Liste von Fragen vorhanden, Person kann uneingeschränkt antworten - 85vollstandardisierte Befragung- Wortlaut der Fragen festgelegt
- nur klar interpretierbare Antwortmöglichkeiten --> schnell und leicht auswertbar - 86Arten der Beobachtung- teilnehmende / nicht-teilnehmende Beobachtung
- Selbstbeobachtung / Fremdbeobachtung
- Offene Beobachtung / Verdeckte Beobachtung - 87ReaktivitätPersonen verändern ihr Verhalten, wenn sie wissen, dass sie beobachtet werden
- 88Kausalität= Ursache-Wirkungs-Beziehung zweier Ereignisse / Variablen (dafür bedeutend: zeitliches Nacheinander von Ursache und Wirkung)
- 89Kriterien der KausalitätA verursacht B kausal, wenn
- A zeitlich vor B auftritt
- A und B kovariieren
- Einfluss von Drittvariablen ausgeschlossen ist - 90Experiment= künstlicher Eingriff in die natürliche Welt
- Ziel: systematische Veränderung einer UV hervorzurufen, die ursächlich zur Veränderung der AV führt. Alternativerklärungen werden dabei ausgeschlossen - 91Störvariablen= Merkmale, die evtl ebenfalls die AV beeinflussen
- soll im Experiment nicht zum Tragen kommen, da Effekte auf UV stören könnten
--> experimentelle Kontrolle - 92Konstanthalten / Parallelisieren= Gleichmäßiges / paralleles Verteilen der Störvariablen hinsichtlich der Merkmale, um Störvariable als Variable ausschließen zu können
- 93Probleme des Konstanthalten- viele potenzielle Störquellen (Geschlecht, Alter, Intelligenz...)
- Störvariablen oftmals nicht bekannt - 94Randomisierung= Versuchspersonen werden den verschiedenen Versuchsbedingungen zufällig zugeordnet
--> Kontrolle des Effekt der Störvariablen - 95Ablauf der Randomisierung

- 96QuasiexperimentGruppeneinteilung ist von Natur aus vorgegeben - eine Randomisierung ist nicht möglich
--> Konstanthalten der Störvariablen notwendig - 97zu beachten bei der GrundlagenforschungUV sind meist manipulierbar bzw. induzierbar --> Konstanthalten der Störvariablen oftmals nicht möglich --> Unterschied muss rechnerisch kontrolliert werden können (Ausprägung der Störvariablen erheben und dokumentieren)
- 98unabhängige Variable bei ExperimentenFaktor
- 99FaktorstufenAusprägung von Faktoren
- 100mehrfaktiorielles DesignExperiment mit mehreren zu berücksichtigenden Faktoren
- 101univariate DesignsExperimentelle Designs mit einer AV
- 102multivariate Designsexperimentelle Designs mit mehreren AV
- 103FeldexperimentExperiment in lebensnahen Situationen, gewisse Störeinflüsse sind nicht vermeidbar / kontrollierbar --> müssen dokumentiert werden
- 104LaborexperimentExperiment, bei dem alle Störvariablen ausgeschlossen werden; immer gleiche Bedingungen und hohe Kontrollierbarkeit (aber: künstliche Situationen)
- 105MesswiederholungsdesignExperimente, bei denen die AV zu zwei Messzeit-punkten gemessen wird

- 106Arten von Messwiederholungen- Messwiederholung zu einem späteren Zeitpunkt
- Vorher-Nachher Vergleiche - 107Between-subject-Design= Vergleich von Personen (Subjekte) zwischen verschiedenen Gruppen
- verschiedene Ausprägungen der UV bei unterschiedlichen Personen --> jede Person hat nur eine Ausprägung - 108Within-subjects-Design= Vergleich unterschiedlichen Situationen innerhalb der selben Person
- jede Person nimmt an allen Ausprägungen der UV teil - 109Vorteile Within-subject-Design+ Teilnahme derselben Person an allen Ausprägungen --> weniger Personal wird benötigt
+ personenbezogene Störvariablen sind in allen Stufen vorhanden --> Parallelisierung nicht notwendig
+ manche Fragestellung sind nur so untersuchbar - 110Nachteile Within-Subject-Design- Positionseffekte (Nachteile, das man alle Ausprägungen des UV mitläuft z.B. Lerneffekte)
- Ermüdungseffekt (durch Wiederholen: sinken der Motivation)
- Carry-over Effekt (Manipulation hat anhaltenden Effekt und beeinflusst weiterhin) - 111gemischte DesignsAnwendung von Between-subject-Designs und Within-Subject-Desings in einem Experiment
- 112Effekt des durchgeführten TrainingsVorher-Nachher Design / Berechnung der Unterschiede der vorher/Nachher Werte möglich
Aber: Veränderung ist nicht zwangsläufig auf UV zurückzuführen - 113Kontrollgruppen in Experimente / kontrollierten Studien- erhalten keine Intervention / Treatment --> dadurch ist ersichtlich ob der Effekt in der Experimentalgruppe aufgrund der Intervention / Treatment ist
- notwendig wenn UV nur eine inhaltlich bedeutsame Ausprägung hat - 114Potenzielle Probleme bei Experimenten- Versuchspersonenerwartungen und Blindversuche
- Versuchsleitereffekte und Doppelblindversuche
- Hawthorne-Effekte - 115VersuchspersonenerwartungenVersuchsteilnehmer haben Erwartung über den wahrscheinlich zu erforschenden Effekt und beeinflussen das Ergebnis entsprechend
--> Versuchteilnehmer im Unklaren über Studie halten: Blindversuche - 116Versuchsleitereffekte (Rosenthal-Effekt)Versuchsleiter beeinflusst unbewusst seine eigenes Experiment aufgrund seiner Erwartung/Hypothese
--> Versuchleiter ist nicht Forscher; Forscher lässt Versuchleiter im Unklaren: Doppelblindversuch - 117Hawthorne-EffektVersuchsteilnehmer verhalten sich anders als sonst, da sie wissen das sie sich in einer Studie befinden
--> Kontrollgruppen bilden - 118Gütekriterien für Experimente- Objektivität
- Reliabilität
- Validität (Inhalts-, Kriteriums-, Konstrukt, interne und externe Validität - 119interne Validität= Veränderung der AV eindeutig auf Veränderung der UV zurückzuführen ist (durch Randomisierung und Kontrollgruppen)
- muss durch technische Umsetzung des Experiments umgesetzt werden - 120repräsentative StichprobeDie Teilnehmer des Experiments sind repräsentativ für die Population und kann deswegen generalisiert werden
- 121selektive Stichprobenur bestimmte Personengruppen waren Bestandteil des Experiments. Aus diesem Grund kann das Ergebnis nicht auf die komplette Population generalisiert werden.
- 122ZufallsstichprobeAuswahl der Teilnehmer durch Zufall
- 123Externe Validitätdas ermittelte Ergebnis einer repräsentativen Studie wird auf die Population generalisiert
- muss durch technische Umsetzung des Experiments umgesetzt werden - 124zu beachten bei Planung und Durchführung von Experimenten

- 125Zusammenhang Beobachtung, Befragung und ExperimentBeobachtung und Befragung sind meist in Experimenten enthalten
Informações
- Descrição
- FOST (FOST 1 -4) FlashCards sobre FOST 1 - Erkenntnisgewinnung und Datenerhebung in der Psychologie , criado por Kathy H em 22-07-2016.
- Criado por
- Kathy H
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