Flashcards
Lernen
Flashcards do conjunto (28)
- 1Unterscheide "Lernen" und "Performanz" voneinanderLernen=Erwerb, Akquisition, Prozess
Performanz=Ergebnis, die Umsetzung des Gelernten in Verhalten - 2Nenne Pro und Contra Argumente, ob Tiere als Versuchspersonen infrage kommenPRO=Keine Erwartungseffekte(Unwissenheit&Uneitelkeit), Bequemlichkeit(Verfügbar), Kontrolle der Lernumwelt, Einfachheit(vs menschl Komplexität)
CONTRA=Eingeschränkter Gegenstandsbereich, Wenig Generalisierbarkeit, Ethische Bedenken - 3Skizziere den typischen Ablauf einer Klassischen Konditionierung1. Phase=Kontrollphase. Erhält Hund Fleisch, sondert er Speichel ab. Unkonditionierter Stimulus(Fleisch)löst unkonditionierte Reaktion(Speichefluss)aus. Neutraler Reiz(Glockenton)löst lediglich Orientierungsreaktion aus
2. Phase=Konditionierungsphase. NS wird mit US gepaart(Glockenton mit Futter), US löst dabei Speichelfluss aus. Wichtig: Zeitliche Beziehung zwischen NS und US. Der zeitl Abstand zwischen dem Beginn des NS und dem Einsetzen des US wird als Interstimulusintervall bezeichnet. Nach mehreren derartigen Koppelungen löst der vormals neutrale Reiz eine konditionierte Reaktin aus.
3. Phase=Löschungsphase. Darbietung des CS ohne US. Im Falle einer erfolgr Konditionierung tritt die CR in den ersten Durchgängen deutlich auf, ohne jedoch im Allgemeinen die Stärke der unbedingten Reaktion zu erreichen. Nach einer Reihe von Darbietungen des CS nimmt die CR in ihrer Stärke immer weiter ab, bis sie gelöscht ist
4. Phase=Spontanerholung. Nochmalige Darbietung von CS(ohne US)nach einiger Zeit löst erneut CR aus. Man spricht von Spontanerholung. Allerdings ist diese CR deutl schwächer als die Reaktion zu Beginn der Löschungsphase & verschwindet bei weiteren Durchgängen schnell. - 4Kann man sagen dass die Löschung ein Vergessensprozess ist?Nein. Vielmehr ist es eine weitere Phase eines Lernvorgangs. Der Organismus lernt, dass CS und US nicht mehr gekoppelt sind, der Reiz verliert Signalcharakter. Lässt man bloß Zeit vergehen, beeinflusst dies die Stärke der CR nur gering
- 5Was versteht man im Rahmen der klass. Konditionierung unter Introspektion?Auslösen emotionaler Reaktionen häufig durch bestimmte Stimuli. Häufig: Erwerben der reaktionsauslösenden Eigenschaften eines Stimulus druch Erfahrungen
BSP: Brieg eines Freundes im Briefkasten->Freude, Wärme. Handgeschriebene Adresse auf Umschlag würde bei einem Säugling nicht diese Reaktion auslösen od wenn man den Absender nicht kennt. Umschlag=CS(Löst angenehme, emotionale Reaktion aus->Adresse löst Assoziation an Freund aus) - 6Was besagen neuere Untersuchungen bzgl klass Konditionieren?Belegen, dass eher eine Verbindung zwischen zwei Reizen erworben wird(Signallernen). ALso eine Verbindung zwischen Glockenton und Futter.
- 7Tritt eher eine CS-US(-CR) Verbindung oder eine direkte CS-CR Verbindung auf?Rescorla lieferte Hinweise, dass der CS mit dem US verknüpft wird. In einem Experiment wurde nach einer Konditionierungsphase die Wirksamkeit des US durch Habituation reduziert.
Habituation=Abnahme der Stärke einer reflexartigen Reaktion(UR) nach wiederholter Darbietung des auslösenden Stimulus(US)
>Dadurch wurde die Wirksamkeit des CS(Glockenton)eingeschränkt. Rescorla schloss daraus, dass bei der klass Kond tatsächlich eine CS-US Verbindung aufgebaut wird - 8Was spricht noch für eine CS-US(-CR) Verbindung?Wird die Ausführung der UR(Speichelfluss) verhindert zB durch lokale Betäubung, funktioniert die Konditionierung trotzdem.
Weiterer Befund: Sensorische Vorkonditionierung: Mehrmalige gemeinsame Präsentation neutraler Reize(CS1&CS2), danach klass Konditionierung von CS2. Ergebnis: Auch CS1 löst Reaktion aus - 9Was versteht man unter ReizgeneralisierungReizgeneralisierung=Auch ein dem konditionierten Reiz ähnlicher Reiz kann die CR auslösen. Transfer der Konditionierungsfolgen auf ähnliche Stimuli. BSP: Hund hat gelernt, auf optischen Reiz "Kreis"(CS) mit der Sekretion von Speichel zu antworten, so wird diese Reaktion im Allgemeinen auch durch eine kreisähnliche Ellipse ausgelöst
- 10Was versteht man unter Reizdiskrimination?>Komplementäre Vorgang zu Reizgeneralisierung
>Bewirkt, dass die bedingte Reaktion nur durch einen genau definierten Reiz, nicht aber durch einen ihm ähnlichen ausgelöst wird
>Diskriminationstraining: Zwei ähnl Reize werden in unregelmäßiger Folge dargeboten. In Verbindung mit dem einen Reiz(zB Kreis)wird jedes Mal US präsentiert, in Verbindung mit anderem Reiz(zB Ellipse)nie
>Nach mehreren Durchgängen reagiert das Tier nur auf den Kreis mit der CR. Es hat also gelernt, zwischen den Reizen zu unterscheiden. - 11Was versteht man unter Konditionierung höherer Ordnung?Ein einmal gefestiger, installierter CS kann für eine weitere Konditionierung die Rolle des ursprünglich US übernehmen
- 12Skizziere den Versuchsaufbau&-ablauf des kleinen Alberts>Hypothese: Eine Vielzahl von emotionaler Reaktionen sind auf bestimmte situative Bedingungen über den Prozess der klassischen Konditionierung erworben worden.
>1.Phase=Wurde geprüft, ob Ablert, wie erwartet, auf plötzliche Hämmern mit Stahlstab eine Schreck-/Angst-Reaktion zeigte. Diese Verbindung zw US und UR wurde bestätigt. Auch seine Reaktion auf weiße Ratte, Kaninchen&andere Objekte wurde getestet. Albert zeigte sich interessiert&zutraulich(OR)
>2. Phase=Konditionierungstraining. Ihm wurde mehrmals die Ratte(NS)gezeigt, wobei jedes Mal hinter seinem Rücken mit einem Hammer gegen den Stahlstab geschlagen&damit ein lautes Geräusch(US)erzeugt wurde. Dieses Geräusch löste eine Schreck-/Angst-Reaktion(UR)aus. Nach wenigen Koppelungen zwischen NS und US begann Albert schon allein beim Anblick der Ratte zu weinen
>Die konditionierte Furcht-/Angst-Reaktion generalisierte von Ratte auch auf andere Fellobjekte
>Experiment zeigt, wie eine emotionale Reaktion an neutralen Reiz gekoppelt wird - 13Welchen Praktischen Nutzen kann man aus dem Experiment vom kleinen Albert ziehen?>Phobien&ihre Behandlung: Unbegründete, starke Angst zB vor engen Räumen. Beispiel des kl Alberts zeigt, dass die klass Kond eine Erklärungsmöglichkeit für Phobien darstellt
>Verschiedene verhaltenstherapeutische Techniken berücksichtigen Erkenntnisse zur klass Konditionierung
>Konfrontationstherapie: Patient soll lernen, dass der konditionierte Reiz(zB Ratte)nicht mehr mit aversiven Reiz(US, Hammer)gekoppelt ist, somit keine Gefahr signalisiert&die Furcht-Angst-Reaktion unbegründet ist. Wichtig: Unterstützung durch Therapeuten, graduelle Steigerung, kein Abbruch
>Systematische Desensibiliesrung: Methode der Gegenkonditionierung, ANgsthierarchie, Angstauslösenden Reiz mit einem Verhalten paaren, zu dem Angst nicht kompatibel ist, Alternative Reaktion auf diese Reize soll gelernt werden, zB sich entspannen - 14Was versteht man unter Geschmacksaversion?>Lernphase alle: Ratten werden beim Wassertrinken mit neutralen Reizen konfrontiert. Wasser ist gesüßt(Geschmacksreiz), Es werden Töne&helles Licht dargeboten(audiovisueller Reiz). Beide Reizquellen werden für alle Ratten realisiert.
>Zwei Varianten der Lernphase: a)Ratten werden nach dem Trinken elektrisch geschockt oder b)es wird Übelkeit induziert
>Frage: Verbinden sich Übelkeit u Schockreiz gleichermaßen mit den neutralen Reizen?
>AV: Trinkrate der Ratten in 2.Phase
>Ergebnis: Übelkeit wird mit Geschmacksreiz gekoppelt, Schock mit audiovisuellen
>Es gibt also eine angeborene Vorbereitung(preparedness), bestimmte Arten von Verknüpfungen eher zu bilden als andere - 15Was ist die Kernthes des Behaviorismus?>Allein menschliches Verhalten ist wissenschaftlich untersuchbar: Die Existenz mentaler Prozesse wird entweder bestritten od aus methodischen Erwägungen als irrelevant betrachtet
>Das menschl Verhalten sei eine Funktion vergangener Lernerfahrungen
>Lernen basiert auf dem Erwerb von Reiz-Reaktions-Verknüpfungen
>Persönlichkeit wird als Summe offener&verdeckter Reaktionen gesehen, die als Konsequenz aus Verstärkungsgeschichte einer Person hervorgegangen sind
>Menschen unterscheiden sich deshalb voneinander, weil sie unterschiedliche Verstärkungserfahrungen gemacht haben - 16Was versteht man unter Operanter Konditionierung, was unter Verstärkern?>OpKonditionierung=Prozess, durch den sich die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Reaktion in einer Stimulus-Situation als Folge von Verstärkung erhöht
>Verstärker: Ein Verstärker ist jeder Stimulus, durch dessen Präsentation od Beseitigung die Wahrscheinlichkeit des vorangegangenen operanten Verhaltens erhöht wird - 17Grenze klass. von oper. Konditionierung ab>Klass:Eine natürliche, angeborene Reaktion des Organismus auf einen bestimmten&bekannten auslösenden Reiz wird mit einem anderen(ursprl neutralen)Reiz gekoppelt
>Operant:DieAuftretenswahrscheinlichkeit eines spontanen Verhaltens wird aufgrund positiver Konsequenzen erhöht - 18Es gibt 3 Verstärkertypen. Nenne diese1)Primäre Verstärker=Befriedigen physiologische Bedürfnisse, abhängig vm Zustand des Organismus. Wirken ohne vorhergehende Lernprozesse, zB Hunger, Durst
2)Sekundäre Verstärker=Werden durch häufige gemeinsame Darbietung mit einem primären Verstärker zu einem sekundären Verstärker(zB Geräusch im Futtermagazin, das Futter vorausgeht). Ermöglichen den Aufbau von Verhaltensketten(Chaining)
3)Generalisierte Verstärker=Beziehen ihre Wirksamkeit aus der Verknüpfung mit mehreren primären&sekundären Verstärkern(zB Geld, Status) - 19Was versteht man unter dem Premack-Prinzip?Eine beliebte AKtivität kann als Verstärker für eine weniger beliebte Aktivität eingesetzt werden
- 20Welche verschiedenen Methoden gibt es, Verstärker zu verabreichern?>Kontinuierlich=Verstärkung JEDER gewünschten Reaktion
>Intermittierend=Gelegentliche Verstärkung der gewünschten Reaktion, entweder nach fixem od variablem Zeitabstand oder nach fixer od variabler Anzahl von Reaktionen - 21Wie sieht ein optimaler Verstärkungsplan aus?Kontinuerliche Verstärkung zum Verhaltensaufbau gefolgt von einer über einen langen Zeitraum abehmenden intermittierenden variablen Verstärkung zur Verhaltensstabilisierend, zB Lernen Kleinkinder
- 22Differenziere Verstärkung von Bestrafung>Verstärkung=Erhöht die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens. Durch Gabe eines angenehmen Reizes(posit.Verstärkung, Belohnung) oder durch Wegfall eines unangenehmen Reizes(negat erstärkung, ein aversiver Reiz endet, wenn das Versuchstier das gewünschte Verhalten zeigt)
>Bestrafung=Vermindert Auftretenswahrscheinlichkeit, Verhaltensunterdrückung->passives Vermeidungslernen. Durch Gabe eines unangenehmen Reizes(Strafreiz)oder durch Wegfall eines angenehmen Reizes - 23Skizziere ein Experiment zur Wirkung von Bestrafung>16Ratten wurden in einer SkinnerBox mit eletrifizierbarem Bodengitter ausgesetzt
>Lernphase:Ratten wurden durch Futtergabe(zunächst kontinuierlich, später intermittierend)operant konditioniert, einen Hebel in Box zu betätigen. Ergebnis: Stabil hohe Reaktionsfrequenz
>1.Löschungsphase:8Tiere(EG)wurden nicht mehr verstärkt, sondern von der 5.-20. Minute bei Hebeldruck teilweise elektrisch geschockt
>8Tiere(KG)wurden während der gleichen Zeit für Hebeldrücken weder verstärkt noch bestraft(Löschung)
>2.&3.Löschungsphase:Verhalten beider Gruppen wurde weder verstärkt noch bestraft
>Ergebnis:Bei KG eine langsame Abnahme der Anzahl der Reaktionen, bei EG in 3.Löschungsphase ein Anstieg der Reaktion
>Bestrafung unterdrückt lediglich das Verhalten, löscht es aber nicht! - 24Was lässt sich generell zur Wirkung von Bestrafung sagen?>Begrenzte Wirksamkeint:Verhalten wird lediglich unterdrückt, Spontanerholung bei Ausbleiben der Bestrafung
>Aufmerksamkeit wird auf unerwünschtes Verhalten gelenkt, anstatt Hinweise zu geben, wie gewünschstes Verhalten aussehen soll
>Nebenwirkung:Führt zu Frustration&Aggression oder zu generalisierter Angst&veranlasst Individuum dazu, die betreffende Situation zu vermeiden - 25Skizziere ein Experiment zur erlernten Hilflosigkeit>Tierversuch mit Hunden in 3Versuchsgruppen
>Gruppe1:Unvermeidbare, aber kontrollierbare Elektroschocks; nach 24Stunden vermeidbare Stromschocks nach Hinweisreiz. Ergebnis:Zunächst wird gelernt, den aversiven Reiz zu beenden. In der zweiten Apparatur wird eine Vermeidungsreaktion gelernt
>Kontrollgruppe: Nur vermeidbare Schocks. Ergebnis: Wie Gruppe 1
>Gruppe2:Unvermeidbare&unkontrollierbare Schocks in Apparatur A. Dann Apparatur B wie gehabt. Ergebnis:6 von 8 Hunden zeigen keine Vermeidungsreaktion, 5 davon auch nach 7 Tagen nicht - 26Was versteht man unter Erlernter Hilflosigkeit?>Erfahrung von Nicht-Kontrollierbarkeit einer unangenehmen Situation
>Der Organismus ist nicht in der Lage, durch Flucht-&Vermeidungsverhalten den aversiven Reiz zu vermeiden
>Dreifaches Defizit: 1.Emotionales Defizit(Depressiver Zustand), 2.Motivationales Defizit(Reduktion spontaner Verhaltensweisen, dadurch geringere Wahrscheinlichkeit eines Versuchs-und-Irrtums-Erfolgs) und 3.Kognitives Defizit(Schlechteres Erkennen von Zusammenhängen zwischen Verhalten&Konsequenzen) - 27Skizziere ein Experiment zum Latenten Lernen>Ratten durchlaufen ein komplexes Labyrinth
>AV: Zahl der Fehlversuche bis zum Erreichen einer Zielkammer
>UV:Verstärkungsplan:Gruppe1 kontinuierliche Verstärkung vom 1.Tag, Gruppe2 keine Verstärkung, Gruppe3 Verstärkung ab dem 11. Tag
>Ergebnisrate:Fehlerrate der Ratten mit kontinuierlicher Verstärkung(1)nimmt linear ab. Fehlerrate der Ratten ohne Verstärkung(2)sinkt langsam, erreicht nach 11Tagen ein Minimum. Fehlerrate der Ratten mit Verstärkung ab dem 11.Tag(3)sinkt abrupt!
>Ratten in allen drei Gruppen lernen in den ersten 11Tagen da Gleiche(latentes Lernen)->Kompetenz
>Verhaltensänderung tritt jedoch nur ein, wenn verstärkt wird ->Performanz - 28Was versteht man unter latenten Lernen?>Lernprozess, der sich zum Zeitpunkt seines Ablaufs nicht im Verhalten manifestiert
>Enge behavioristische Definition von Lernen als Verdrängung einer Verhaltenshäufigkeit greift zu
Informações
- Descrição
- FlashCards sobre Lernen, criado por CharlotteSc em 30-10-2013.
- Criado por
- CharlotteSc · out 2013
- Atualizado
- 19 fev 2016
- Visualizações
- 87
- Avaliação