Flashcards
B 1.3 Soziale Ungleichheit
Flashcards do conjunto (17)
- 1Soziale Ungleichheit im Laufe der Geschichte...ist kein Phänomen moderner Gesellschaften;
der Blick auf diese hat sich im Laufe der Geschichte verändert - 2Soziale Ungleichheit vor der Aufklärungvor der Aufklärung war der Status mit der Geburt festgelegt und nicht veränderbar, Ungleichheiten wurden hingenommen
- 3Soziale Ungleichheit nach der AufklärungDurch die Aufklärung wurde nach den Wurzeln der Ungleichheit gesucht und die Frage nach der individuellen Veränderbarkeit der sozialen Lage wurde interessant
- 4Soziale Ungleichheit in modernen Gesellschaften...die soziale Position hängt nicht vom Status der Geburt, oder askriptiven Merkmalen (Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit) ab, sondern ist von den Leistungen des Individuums abgeleitet;
heute handelt es sich um erworbene Unterschiede;
Aufstiege und Abstiege im Lebensverlauf sind möglich - 5Was ist soziale Ungleichheit?Soziale Ungleichheit meint die ungleiche Verteilung von Lebenschancen;
ist definiert als "allgemein jede Art verschiedener Möglichkeiten der Teilhabe an Gesellschaft [...]";
es wird von sozialer Ungleichheit gesprochen, wenn es sich um Ungleichheiten handelt, die größere Personengruppen betreffen und als relativ dauerhaft gelten - 6Zur Beschreibung von sozialer Ungleichheit...gibt es viele verschiedene Theorien und Modelle;
es lassen sich deskriptive - beschreibende - und präskriptive - erklärende - Modelle und Theorien unterscheiden - 7Klassen- und Schichtmodelle...fassen Individuen in vergleichbarer sozioökonomischer Lage zusammen;
ökonomische Faktoren (Verfügung über Produktionsmittel, Einkommen, Vermögen) das Kriterium der Zuordnung zu Klasse bzw. Schicht;
das Ergebnis ist vertikale Hierachie - 8Soziale KlassenKlassenmodelle bildeten in der Soziologie den Beginn zur Beschreibung sozialer Ungleichheit;
Zugehörigkeit wird fast ausschließlich über das Merkmal "ökonomischer Besitz" festgelegt;
Anzahl der Klassen ist gering;
Übergänge können meist nicht abgebildet werden;
Karl Marx, Max Weber, Pierre Bourdieu - 9Karl Marx...ist eng mit dem Klassenbegriff verbunden;
Marx hat die Aufteilung der Gesellschaft in Großgruppen fest verankert;
Zugehörigkeit zur Klasse wird über rein ökonomische Kriterien festgelegt;
Marx stellt Bourgoise und Proletariat gegenüber;
der Verkauf ihrer Arbeitskraft zur Existenzsicherung des Proletariats steht den Eigentümern der Produktionsmittel, der Bourgoise zur Verfügung;
Ursache für soziale Ungleichheit sieht Marx im Privateigentum - 10Max Weber...führte das Konzept der Klassen von Marx fort;
Weber differenzierte feiner und legte ein merhdimensionales Modell vor;
...unterscheidet Besitz-, Erwerbs- und soziale Klassen; - 11Pierre Bourdieu...geht davon aus, dass die westlichen kapitalistischen Gesellschaften Klassengesellschaften sind;
Unterscheidung der Klassen anhand der Struktur des vorhandenen Kapitals;
Kapitalkonzept geht weit über das ökonomische Kapital hinaus - 12Soziale Schicht...ist eine Gruppe von Personen, die ähnliche Positionen im Schichtungssystem innehaben, weil sie einen ähnlichen ökonomischen Status besitzen;
relevant für die Hierachie ist der ökonomische Status;
Schichten ermöglichen die Darstellung Übgänge und der horizontale Ungleichheit;
Theodor Geiger, Karl Martin Bolte, Ralf Dahrendorf - 13Theodor Geiger...verknüpfte Schichtmerkmale und Mentalitäten;
erst werden objektive Merkmale für die Zuordnung erhoben, danach werden den Schichtmitgliedern die getrennt erhobenen Mentalitäten zugeordnet;
Ergebnis: für jede Schicht ergeben sich typische Mentalitäten;
Geiger ging davon aus, dass sich je nach Merkmal unterschiedliche Schichtzugehörigkeiten ergeben - 14Karl Martin BolteEntwickelte eine Modell zum gesellschaftlichen Aufbau der Bundesrepublik in den 60er Jahren vor;
Modell hatte die Form einer Zwiebel: schmale Spitze, breite Mitte, schmaler unterer Bereich, es sind horizontale Überlappungen abgebildet - 15Ralf Dahrendorfentwickelte ein Schichtmodell in den 60er Jahren, welches die Form eines Hauses entspricht, es sind horizontale Überlappungen abgebildet
- 16Soziale Lagen, Milieus, Lebensstilein Modellen zur sozialen Lage, Mileustudien sowie Lebensstilansätzen, werden auch horizontale Ungleichheiten thematisiert;
trotz gleicher ökonomischen Rahmenbedingungen sind Unterschiede auf der gleichen vertikalen Ebene vorhanden;
Bildungsgrad, Konsumverhalten und persönlicher Lebensstil sind wichtige Indikatoren für die Gruppenzugehörigkeit - 17Folgen sozialer Ungleichheitsoziale Ungleichheit hat direkte Auswirkungen auf die Lebensführung der Individuen;
Güter und Lasten werden ungleich verteilt (körperlich belastende Arbeiten, unsichere Arbeitsverhältnisse);
Folgen sind die Möglichkeit oder Unmöglichkeit, die gewünschte Form der Lebensführung zu verwirklichen
Informações
- Descrição
- Studium Bildungswissenschaften Modul 1B (Studienbrief 1: Sozialisation - Eine Einführung) FlashCards sobre B 1.3 Soziale Ungleichheit, criado por Yvonne Heitland em 06-03-2017.
- Criado por
- Yvonne Heitland
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