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Neurobiologie Übersicht

Laura Overhoff Biologie Fortgeschritten Alemão 4,4Avaliação média 4,4 de 5 (8 avaliações) 17 slides 5.730 visualizações

Slides do conjunto (17)

  1. Neurobiologie (für das Abitur)

    • Neurobiologie (für das Abitur)
  2. Übungsfragen

    • Was du nach diesen Folien beantworten kannst:
    • Wie ist die Nervenzelle aufgebaut und was sind die einzelnene Funktionen der Bestandteile?
    • Beschreibe das Ruhe- & Aktionspotential
    • Beschreibe verschiedene Erregungsleitungen & welche Art bei welchen Lebewesen auftritt
    • Übungsfragen
  3. Aufbau eines Neurons I

    • Aufbau eines Neurons I
    • Aufbau eines Neurons I
    • Legenda: Abschnitte eines Neurons
    • Legenda: Detailliertere Ansicht des Zellkörpers/Soma
  4. Aufbau eines Neurons II

    • Zellkörper (Soma):
    • biosynthetische Zentrum, enthält den Zellkern und alle Zellorganellen, die für
    • die Proteinbiosynthese notwendig sind: Ribosomen, ER und Golgi-Apparat. Zudem
    • geht vom Zellkörper das Wachstum der Zelle aus.
    • Dendriten: weitverzweigte
    • Zellfortsätze. Große Oberfläche für den Empfang von Signalen anderer
    • Nervenzellen. Eine Nervenzelle hat an den Dendriten mehrere Tausend
    • Verbindungen zu anderen Nervenzellen („Synapsen“)
    • Axon: Ein einzelner Zellfortsatz, der
    • länger als die Dendriten sind. Die von
    • den Dendriten aufgenommen Signale werden im Axon weitergeleitet. Da im Axon
    • auch Mitochondrien vorhanden sind, lässt dies darauf schließen, dass
    • Weiterleitung der elektrischen Signale im Axon ein aktiver,
    • energieverbrauchender Prozess ist.
    • Axonhügel: Der Axonhügel ist der
    • Summationsort von postsynaptischem Potentialen (EPSP und IPSP). Bei dem
    • überschreiten eines Schwellenwert wird das Signal weitergeleitet.
    • Myelinscheiden: Sind nur
    • bei Wirbeltieren vorhanden, werden von Gliazellen gebildet, den Schwann‘schen
    • Zellen. Die Myelinscheide isoliert das Axon elektrisch und ermöglicht eine
    • schnelle Erregungsleitung.
    • Ranvierscher Schnürring:
    • Bezeichnet den freiliegenden Abschnitt eines Axons zwischen zwei Schwann’schen
    • Zellen und ist wichtig für die saltatorische Erregungsleitung, da das
    • Aktionspotential von Schnürring zu Schnürring „springt“.
    • Präsynaptische Endigungen: Befinden
    • sich am Ende des Axon und bilden mit den Dendriten anderer Nerven- oder
    • Muskelzelle eine Synapse. Die Signale, die von der Nervenzelle transportiert
    • werden, werden dort übertragen.
  5. Wie funktioniert eine Nervenzelle?

    • Ausschlaggebend für eine Info-Aufnahme, Weiterleitung und
    • Verarbeitung in den Neuronen sind elektrische
    • Vorgänge.
    • Solche sind nur möglich, sofern Ladungsträger vorhanden sind.
    • In der Salzlösung (NaCl), die in den Nervenzellen und um sie herum
    • vorhanden ist, ist genau dies in Form von positiv oder negativ geladenen
    • Ionen der Fall. Im tierischen Gewebe sind die Hauptvertreter meist
    • positiv geladene Kationen, wie Natriumionen (Na+), Kaliumionen (K+) und
    • Calciumionen (Cl2+) sowie negativ geladene Anionen von Chlorid (Cl-),
    • Hydrogencarbonat (HCO3-) und Proteinen.
    • Die Membran des Axons, dem Verbindungsglied zwischen Zellkörper und
    • nachfolgendem Neuron, ist grundsätzlich aufgrund einer
    • Lipid-Doppelschicht (also ihrer hydrophoben Eigenschaft) nur äußerst
    • schwer für die hydrophilen Ionen durchlässig.
    • Sie besitzt jedoch eine
    • selektive Permeabilität, die auf eingelagerte Ionenkanäle im Axonbereich
    • beruht, die bestimmen, welche Ionen passieren können. Die
    • Durchlässigkeit in Bezug auf die Ionen lässt sich hierbei in der Größe
    • und den Ladungsverhältnissen innerhalb des Ionenkanals begründen.
    • Doch wie wird nun ein Reiz durch das Axon weitergeleitet? Grundsätzlich
    • befindet sich das Axon in einem Ruhepotential (ungefähr
    • -75mV). Dieses kommt aufgrund von Ionenaustauschen zustande, die durch
    • die Membran diffundieren, bzw. zu groß für die Kanäle sind und deshalb
    • zurückbleiben müssen.
  6. Das Ruhepotential

    • Das Ruhepotential beschreibt den Zustand des negativen Potentials einer unerregten Nervenzelle.
    • Dieses negative Potential lässt sich auf ein Ladungsungleichgewicht der Ionen zwischen
    • Extrazellularraum und Cytoplasma zurückführen.
    • Ohne eine Aufrechterhaltung des Ruhepotentials, wäre die Weiterleitung von Nervenimplusen im Rahmen
    • des Aktionspotentials gar nicht möglich!
    • Einzelnd betrachtet sind die Gesamtladungen im Zellinneren und Zelläußeren ausgeglichen. Bedeutet: Im
    • Zellinneren gleichen sich die Ladungen von K+ und A- aus; Im Zelläußeren gleichen sich die Ladungen
    • von Na+ und Cl- aus.
    • Kausal für das Ruhemembranpotential ist nun der Ladungsunterschied
    • zwischen diesen beiden Ladungen (Intrazellulär vs. Extrazellulär).
    • Das wiederum liegt an der ungleichen Verteilung
    • der positiv- und negativ
    • geladenen Ionen zwischen Zellinnerem und Zelläußerem.
    • Das Neuron muss also eine negative Ladung im Inneren zuerst einmal aufbauen und dann dauerhaft
    • halten. In der Membran existieren Kalium-, Chlorid- und Natrium-Kanäle. Die beiden letzteren sind
    • beim Ruhepotential jedoch geschlossen. Aufgrund der Brownschen Molekularbewegung bewegen sich K+
    • Ionen durch die offenen Kalium-Kanäle nach außen (und zwar nur nach Außen; ein umgekehrtes Eintreten
    • wird durch die Ionenkanäle verhindert), wodurch das Ladungspotential im Axon negativer wird
    • (dementsprechend wird es im Außenbereich positiver).
  7. Ruhepotential Teil II

    • Von Außen strömen aber dennoch Na+-Ionen durch sogenannte Leckströme in die Zelle und würden früher
    • oder später für einen Ausgleich der Ladungen von Extrazellularraum und Cytoplasma sorgen, wodurch das
    • Ruhepotential zerstört wäre. Ursache dafür ist die Diffusion von Teilchen. Moleküle und Ladungsträger
    • streben immer nach einem Ausgleich der Konzentration.
    • In der Membran befindliche Natrium-Kalium-Pumpen sorgen für einen
    • Rücktransport der eingeströmten Na+Ionen. Unter ATP Verbrauch
    • werden drei Na+-Ionen nach Außen transportiert und im Gegenzug zwei K+-Ionen nach Innen.
    • Auf diese Weise wird das negative Membranpotential von ca. -70mV aufrecht erhalten. Wieso das nötig ist, erfährst
    • du beim Aktionspotential.
    • Ruhepotential Teil II
    • Legenda: Am Ende liegt das Ruhepotantial
  8. Das Ruhepotential

    • Kurze Zusammenfassung:
    • Unter Ruhepotential versteht man den negativ geladenen Zustand einer unerregten Nervenzelle
    • Nur die Aufrechterhaltung des Ruhepotentials gewährleistet die Erregungsübertragung beim Aktionspotential
    • Die Natrium-Kalium-Pumpe und die selektive
    • Permeabilität der Membran sorgen für die Aufrechterhaltung des negativen
    • Ruhepotentials bei ca. -80mV.
    • Das Ruhepotential
    • Legenda: Das Ruhepotential
  9. Aktionspotential

    • Beim Aktionspotential kommt es zur Weiterleitung einer elektrischen Erregung durch Veränderung des
    • Membran-potentials. Aktionspotentiale sind wichtig für jegliche Form der
    • Reizübertragung.
    • Um das Aktionspotential messen zu können, benötigt man zwei Messelektroden: Eine Messelekrode wird in die
    • Nervenzelle hineingestochen und die andere von außen an die Zelle gehalten. Die linke Abbildung zeigt den
    • elektrisch gemessenen Verlauf eines Aktionspotentials.
    • Es gliedert sich also in 5 Phasen.
    • Kurzzusammenfassung des Aktionspotentials:
    • Durch Veränderung des Membranenpotentials
    • kommt es beim Aktionspotential zur Weiterleitung einer elektrischen
    • Erregung durch das Axon
    • Der Ablauf des Aktionpotentials lässt sich
    • in fünf Phasen gliedern: Ruhepotential, Überschreitung des
    • Schwellenpotentials, Depolarisation, Repolarisation und
    • Hyperpolarisation
    • Aktionspotential
    • Legenda: Phasen des Aktionspotentials
  10. Das Aktionspotential

    • 1. Ruhepotential: Das Membranpotential beträgt ungefähr -70mV
    • 2. Überschreitung des Schwellenpotentials: Die Dendriten nehmen
    • Reize von
    • umliegenden Nervenzellen auf & leiten sie weiter. Damit ein Aktionspotential ausgelößt werden
    • kann, muss am Axonhügel ein bestimmter Schwellenwert
    • (in unserem Fall -50 mV) überschritten werden. Es gilt das "Alles oder nichts Prinzip",
    • entweder der Schwellenwert wird überschritten und
    • das Aktionspotential läuft über das Axon ab oder es
    • wird keine Reaktion ausgelößt. Folglich gibt es
    • auch keine Abstufungen der Reaktionsstärke. Das
    • Aktionspotential läuft immer gleich ab.
    • 3. Depolarisation: Wird der Schwellenwert überschritten läuft das
    • Aktionspotential über das Axon ab: Die Na+-Kanäle öffnen sich und von Außen strömen schlagartig Na+Ionen in
    • das Zellinnere des Axons. (K+-Kanäle sind währenddessen geschlossen). Es kommt zur Umpolarisierung, dem
    • sogenannten Overshoot. Der Intrazelluläre Raum ist jetzt sogar positiv geladen.
    • 4. Repolarisation: Die Na+ Kanäle beginnen wieder sich zu
    • schließen. K+ Kanäle öffnen sich und
    • sorgen dafür, dass Kalium Ionen aus dem positiv geladenen Zellinnerem
    • heraus diffundieren können. Dies läuft wegen dem
    • Spannungsunterschied auch relativ schnell ab, denn das
    • Zelläußere ist im Vergleich negativ geladen. Folge:
    • Die elektrische Spannung im Zellinneren sinkt wieder.
  11. Das Aktionspotential II

    • 5. Hyperpolarisation: Die K+-Kanäle schließen sich. Im
    • Vergleich zu Na+-Kanälen sind die K+Kanäle jedoch deutlich langsamer und es dauert rund 1-2ms bis diese
    • komplett geschlossen sind. In der Zeit sind weitere K+-Ionen nach außen hin diffundiert und die Spannung
    • sinkt unter das eigentliche Ruhepotential (Hyperpolarisation).
    • Nachdem die Na+ Kanäle sich im Laufe der Repolarisation wieder geschlossen haben, ist ein erneutes
    • Aktionspotential unmittelbar darauf nicht möglich. Diese Zeitspanne nennt man auch Refraktärzeit und
    • dauert ungefähr 2 ms
    • Ruhepotential: Die Natrium-Kalium-Pumpen regulieren
    • die Spannung daraufhin wieder auf ca. -70 mV, also
    • dem ursprünglichen Ruhepotential. Das Axon ist bereit für das
    • nächste Aktionspotential.
  12. Hilfreiche Videos

  13. Kontinuierliche Erregungsleitung

    • Wenn eine Erregung aufgenommen und bis hin zum Axonhügel
    • weitergeleitet wurde, entscheidet sich dort ob ein Aktionspotenzial ausgelößt wird. Bei dieser Erregungsweiterleitung gibt es aber Unterschiede.
    • 1. Die kontinuierliche Erregungsleitung
    • Dabei wird die Erregung durch das Axon mittels einer
    • fortlaufenden Bildung des Aktionspotentials weitergeleitet.
    • Folglich muss an jeder Stelle des Axons eine Depolarisation stattfinden.
    • Die kontinuierliche Erregungsleitung ist v.a. bei wirbellosen Tieren wie Tintenfischen oder
    • Regenwürmer die Form der Erregungsweiterleitung. Tintenfische besitzen bis zu 1mm dicke Axone
    • (Riesenaxon), zurückzuführen auf evolutionäre Gründe: Denn die Geschwindigkeit der Erregungsleitung
    • lässt sich bei der fortlaufenden Bildung eines Aktionspotentials nur durch eine Vergrößerung des
    • Durchmessers steigern. Infolgedessen sinkt der Innenwiderstand des Axons und das Aktionspotential
    • kann schneller gebildet werden.
    • Kontinuierliche Erregungsleitung
    • Legenda: Die kontinuierliche Erregungsleitung
  14. Saltatorische Erregungsleitung

    • 2. Saltatorische Erregungsleitung:
    • Wirbeltiere besitzen im Gegensatz zu den eben genannten Tintenfischen nach Außen hin eine
    • Isolierung des Axons. Fettreiche Lipide bilden die sogenannten Myelinscheiden und umhüllen
    • fortlaufend das Axon. Sie werden nur durch die Ranvierschen Schnürringe voneinander getrennt. Auf
    • diese Weise kann ein Aktionspotential nur an den nicht isolierten Ranvierschen Schnürringen
    • gebildet werden. Im Vergleich zur kontinuierlichen Erregungsleitung läuft die saltatorische um ein
    • vielfaches schneller ab. Die Erregung 'springt' innerhalb des Axons von Ranvierschem Schnürring zu
    • Ranvierschem Schnürring und überbrückt die nach Außen hin isolierenden Myelinscheiden. Eine
    • Depolarisation muss und kann nur an den unisolierten Schnürringen erfolgen.
    • Bei der kontinuierlchen
    • Erregungsleitung gibt es die Myelinscheiden nicht und diese Bereiche müssen fortlaufend depolarisiert
    • werden, was mehr Zeit in Anspruch nimmt.
    • Saltatorische Erregungsleitung
  15. Die Natrium-Kalium-Pumpe

    • Die Natrium-Kalium-Pumpe ist eine in der Zellmembran befindliche Ionenpumpe und sorgt aktiv für die
    • Aufrechterhaltung des Ruhemembranenpotentials. In einem Zyklus tauscht sie 3 Na+ Ionen gegen 2 K+ Ionen & sorgt
    • so für zunehmendes negatives Potenzial im Intrazellulärraum.
    • https://www.youtube.com/watch?v=2PpDMFz-1GA (Incorporar)
    • Legenda: Erklärvideo
  16. Die Natrium-Kalium-Pumpe II

    • Wirkungsweise:
    • Die Pumpe ist zu Beginn nur dem Zellinneren
    • zugewandt &
    • auch nur für diese Seite offen. In der Ionenpumpe befinden sich
    • spezielle Carrierproteine an denen nur Kalium- & Natriumionen
    • andocken können. Die Carrierproteine
    • für Kalium sind in dem Moment, wo die Ionenpumpe zum Intrazellulärraum
    • hin geöffnet ist, aber
    • deaktiviert. So können nur Natrium Ionen an die 3 Bindungsstellen
    • andocken. Wenn alle
    • gleichartigen Carrierproteine besetzt sind, klappt der Mechanismus der
    • Pumpe um, wodurch sich die
    • Ionenpumpe zum Extrazellularaum hin öffnet und zum Intrazellularraum hin
    • schließt.
    • Durch diesen
    • Mechanismus stellt die Zelle sicher, dass wirklich nur ihre beförderten Ionen die Membranseite
    • wechseln. Der Prozess wiederholt sich jetzt mit Kalium: An den zwei Andockstellen der
    • Carrierproteine lagern sich die Kalium Ionen an. Der Mechanismus klappt wieder um und gibt die
    • beiden Kalium Ionen ins Zellinnere frei.
  17. Übungen

    • Hier findet ihr einige hilfreiche Links zu Überungsmaterialien:
    • Abiturübungsaufgabe vom bayerischen Staat: https://www.isb.bayern.de/download/916/neurobiologie.pdf
    • Klett Verlag - Sehr ausführliches Buchkapitel zur Neurobiologie (u.a. mit Übungsmaterial) http://www2.klett.de/sixcms/media.php/71/DO01045560_S130_153.pdf
    • https://www.youtube.com/watch?v=j_Z8PWku768 (Incorporar)

Informações

Descrição
Perfekte multimediale Übersicht zum Thema Neurobiologie
Criado por
Laura Overhoff · ago 2015
Atualizado
10 abr 2019
Visualizações
5.730
Avaliação
Avaliação média 4,4 de 5 (8 avaliações)

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