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Genetik - Alles für das Abitur & Matura

Laura Overhoff Biologie Fortgeschritten German 5.0Average rating 5.0 out of 5 (1 rating) 19 slides

Genetik - Alles für das Abitur & Matura

Slides in this set (19)

  1. Genetik für das Abitur & Matura

    • Die Genetik (oder Vererbungslehre) befasst sich mit den Gesetzen und materiellen Grundlagen der Ausbildung von erblichen Merkmalen und der Weitergabe von Erbanlagen (sogenannte Gene) an die nächste Generation (Vererbung).
    • Das Thema ist Bestandteil des Zentralabiturs und zudem generell interessant und wichtig, um viele Krankheiten zu verstehen, unsere Vererbung und generell, wie unsere Zellen arbeiten und aufgebaut sind.
    • Auch wenn es zunächst kompliziert scheinen mag, ist es ein unfassbar vielfältiges und spannendes Lernfeld! Auf geht's mit dem Lernen. Die folgenden Folien sollen dafür eine Hilfestellung sein.
    • Genetik für das Abitur & Matura
  2. Inhalte der Folien

    • Die wichtigsten Begriffe & Grundlagen schnell erklärt
    • Die 3 mendelschen Vererbungsregeln
    • DNA/DNS
    • Chromosomen
    • Mitose & Meiose
    • DNA-Replikation
    • Diverse Lernvideos und Abfragen
    • Inhalte der Folien
    • Caption: Entdecke die Genetik
  3. Die wichtigsten Begriffe der Genetik

    • Allele: Die einzelne Erbanlage für ein bestimmtes Merkmal wird Gen genannt.
    • Die Funktionsform eines Gens - also die Art und Weise - wie ein Gen ein
    • Merkmal ausprägt bezeichnet man als Allel.
    • Chromosomen: Das sind die Träger der Erbanlagen. Sie bestehen aus einem langen DNA-Faden und Proteinen.
    • DNA bzw. DNS: Das ist ein in allen Lebewesen und bei einigen Viren
    • vorkommendes Biomolekül und Träger der Erbinformation, also der Gene.
    • Dominant: Ein Allel, welches das andere Allel komplett unterdrückt. Ein Allel
    • bezeichnet eine mögliche Ausprägung eines Gens, das sich an einem
    • bestimmten Ort auf einem Chromosom befindet. Bei einem
    • dominant-rezessiven Erbgang setzt sich ein Allel bei der Ausprägung
    • eines Merkmals gegenüber einem anderen Allel durch. Das sich
    • durchsetzende Allel wird als dominant bezeichnet, das andere als
    • rezessiv.
    • Johann Gregor Mendel: Dies war ein Ordenspriester und bedeutender
    • Naturforscher, der die nach ihm benannten mendelschen Regeln der
    • Vererbung entdeckte. Er wird daher oft auch als „Vater der Genetik“
    • bezeichnet.
    • Parentalgeneration: 1. Generation z.B. einer Pflanze, die bei der Kreuzung von Pflanzen
    • eingesetzt wurde. Dabei kann man auch von der Ausgangspflanze sprechen,
    • da man von der Parentalgeneration ausgeht, um weitere Generationen zu
    • bilden.
    • Phänotyp: Unter dem Phänotyp versteht man das äußere Erscheinungsbild eines
    • Organismus. Weißt eine Blume zum Beispiel die Farbe gelb auf, dann ist
    • der Phänotyp in Hinblick auf die Farbe eben gelb.
    • Reinerbig: Die Pflanzen besitzen die
    • Erbinformation AA oder aa, also sind sie reinerbig. Dies bezeichnet man
    • als reinerbig, da keine Mischung von Informationen stattfindet, sondern
    • die gleiche Information vorhanden ist.
    • Rezessiv:
    • Ein rezessives Allel eines Gens kommt im Phänotyp nicht zur
    • Ausprägung, da es vom dominanten Allel unterdrückt wird. Ausnahme:
    • Rezessive Allele kommen im homozygoten Zustand zur Merkmalsausbildung.
  4. Genetikgrundlagen im Erklärvideo

    • Falls dir die Grundbegriffe nicht genug waren, kannst du im Video noch mehr Fakten rund um Gene, DNA und Chromosome erlernen.
    • Damit solltest du nichts mehr verwechseln und verstehen, woraus die DNA besteht, welche Basen es gibt und was wofür verantwortlich ist. Auch erfährst du, wie z.B. deine Haarfarbe beeinflusst wird.
    • Schau es dir jetzt an und verstehe die Hintergründe.
    • https://www.youtube.com/watch?v=XmKNN5oePGo (Embed)
  5. 1. Mendelsche Regel: Uniformitätsregel

    • Johann Gregor Mendel benutzte die biologisch recht einfache Erbsenpflanze, da sie viele
    • Früchte führt (besonders gut für repräsentative Experimente). Er kreuzte
    • Erbsenpflanzen mit weißen Blüten & Erbsenpflanzen mit roten Blüten. Die dabei herauskommenden Blüten (F1-Generation
    • oder auch Tochter-Generation) wiesen rote Blüten auf.
    • Schaut man sich das Ganze aus Sicht der Vererbung an, so hat die weiße
    • Erbsenpflanze die Information für weiße Blüten vererbt und die rote die
    • Information für rote. Normalerweise müsste man jetzt sagen: Rot und
    • weiß gemischt müsste rosa ergeben. Aber warum ist das hier nicht so?
    • Der Grund liegt darin, dass die rote Farbe sich durchsetzt, sie ist dominant gegenüber der weißen Farbe. Weiß ist hier rezessiv. Aus diesem Grund spricht man hier von einem dominant-rezessiven Erbgang.
    • Heißt:
    • Wenn reinerbige rotblühende & reinerbige weißblühende
    • Individuen gekreuzt werden = alle Mitglieder der F1-Generation haben eine
    • Erbanlage (ein Gen) für weiß (von einem Elternteil ) und ein Gen für rot (vom anderen Elternteil) vererbt bekommen =heterozygot.
    • Trotzdem alle rotblühend = weil rot gegenüber
    • weiß dominant ist.
    • Die verschiedenen Formen einer Erbanlage (im
    • Beispiel die Genformen für rot und weiß ) = Allele
    • 1. Mendelsche Regel: Uniformitätsregel
    • Caption: Dominant-rezessive-Vererbung
  6. Uniformitätsregel

    • Nun kann man aber auch Pflanzen mit roten und weißen Blüten kreuzen und
    • lila Blüten erhalten. Was soll denn das jetzt?
    • Beim
    • dominant-rezessiven Erbgang hat sich ein Merkmal durchgesetzt. Das war
    • bei der oben genannten Blütenpflanze der Fall.
    • Bei anderen Pflanzen,
    • z.B. der Mirabilis jalapa (Wunderblume) liegt kein dominant-rezessiver
    • Erbgang vor, sondern ein intermediärer Erbgang:
    • Hier setzt sich
    • keine Blütenfarbe durch, sondern es entsteht eine Mischform.
    • Aus roten
    • und weißen Blüten der Eltern werden rosafarbene Blüten der Nachkommen.
    • Siehe die linke Grafik. Man beachte, dass alle
    • Buchstaben für die Erbinformationen klein geschrieben sind, da kein
    • dominanter Anteil vorliegt.
    • Merke Regel 1: Uniformitätsregel
    • Kreuzt man zwei reine Rassen einer Art miteinander, so zeigen die direkten Nachkommen das gleiche Aussehen.
    • Uniformitätsregel
    • Caption: Intermediärer Erbgang
  7. 2. Mendelsche Regel: Spaltungsregel

    • Hier geht es nun um die Enkel. Wir kreuzendie F1-Generation untereinander und erhalten die F2-Generation (Enkel).
    • Beim dominant-rezessivem Erbgang passiert folgendes: Die F1-Generation
    • (Kinder) weisen Erbinformationen für weiß und rot auf. Nun kann
    • rot-rot vererbt werden, daraus entsteht rot. Es kann rot-weiß vererbt
    • werden, dabei entsteht auch rot, denn rot ist dominant. Wird hingegen
    • weiß-weiß vererbt, entsteht weiß. Also:
    • Handelt es sich um eine
    • dominant-rezessive Vererbung, so sind ein Viertel der F2-Individuen
    • reinerbig mit zwei rezessiven Erbanlagen und zeigen eine entsprechende
    • Merkmalsausprägung.
    • Die anderen drei Viertel zeigen eine Ausprägung
    • wie reinerbige Individuen mit zwei dominanten Erbanlagen. Diese drei
    • Viertel setzen sich zusammen aus reinerbigen (ein Viertel) und
    • mischerbigen (zwei Viertel) Individuen. Auch hier eine Grafik zum
    • besseren Verständnis:
    • 2. Mendelsche Regel: Spaltungsregel
    • Caption: Spaltungsregel: Dominant-rezessiv
  8. Spaltungsregel: Intermediär

    • Bei der intermediären Vererbung sieht das Bild ein bisschen anders aus:
    • Die F1-Generation (Kinder) weisen Erbinformationen für weiß und rot auf.
    • Die F2-Generation (Enkel) kann dann weiß, rot oder auch lila aussehen.
    • Also 1. Möglichkeit: Die F2-Generation
    • bekommt von beiden Eltern die Erbinformation "rot", dann ist auch der
    • Nachkomme rot.
    • Möglichkeit Nr.2: Es wird rot und weiß vererbt. Beim
    • intermediären Erbgang entsteht dann eine Mischung die lila ist.
    • Möglichkeit Nr.3: Es wird zweimal weiß vererbt, dann entsteht auch
    • ein weißer Nachkomme.
    • Daraus lässt sich das 2. Mendelsche Gesetz ableiten: Spaltungsregel: Kreuzt man die Mischlinge (Tochtergeneration) untereinander,
    • so spaltet sich die Enkelgeneration in einem bestimmten
    • Zahlenverhältnis auf. Dabei treten auch die Merkmale der
    • Elterngeneration wieder auf.
    • Spaltungsregel: Intermediär
    • Caption: Spaltungsregel intermediär
  9. 3. Regel: Unabhängigkeits-/ Neukombinationsregel

    • Mendel führte noch einen weiteren interessanten Versuch durch: Er
    • kreuzte Pflanzen mit runden und gelblichen Früchte mit Pflanzen, die
    • grüne und eckige Früchte aufwiesen. Wie
    • sahen Farbe und Aussehen bei der Tochtergeneration aus? Die F1-Generation hatte alle runde und gelbe Früchte. Diese kreuzte er erneut und erhielt die F2-Generation
    • (Enkelgeneration), welche jedoch ganz unterschiedlich aussahen: Es
    • entstanden sowohl Früchte mit den Formen der Eltern, also auch zwei neue
    • Rassen mit gelb-eckig und grün-rundem Aussehen.
    • Das 3. Mendelschen Gesetz war geboren, die Unabhängigkeitsregel: Kreuzt man 2 Rassen, die sich in mehreren Merkmalen
    • unterscheiden, so werden die einzelnen Erbanlagen unabhängig voneinander
    • vererbt. Diese Erbanlagen können sich neu kombinieren.
    • Hinweis: Die Regeln von Mendel sind nicht universell gültig. Es gibt eine ganze Reihe an Ausnahmen!
    • https://www.youtube.com/watch?v=OWU7Lzdziug (Embed)
    • Caption: Erklärvideo zur 3. mendelschen Regel
  10. Mendelsche Regeln: Wiederholung

  11. DNA/DNS

    • DNS = Desoxyribonukleinsäure.
    • DNA= englische Bezeichnung für DNS
    • sieht wie eine schraubenförmige Doppelhelix
    • aus.
    • ist ein langes Kettenmolekül (Polymer),
    • aus vielen Bausteinen, die man als Nukleotide bezeichnet.
    • Jedes
    • Nukleotid hat 3 Bestandteile: Phosphorsäure bzw. Phosphat, den Zucker
    • Desoxyribose & eine Base.
    • Bei den Basen existieren vier
    • verschiedene Typen: Adenin (A), Thymin (T), Cytosin (C) und Guanin
    • (G). Es können sich jedoch immer nur zwei bestimmte Basen miteinander
    • verbinden: Adenin und Thymin sowie Guanin und Cytosin.
    • https://www.youtube.com/watch?v=flCbPT4888I (Embed)
    • Caption: Erklärvideo zum DNA-Aufbau
  12. Chromosomen

    • C. sind die Strukturen in den Zellen, die die Gene
    • enthalten. Sie befinden sich im Inneren einer Zelle, dabei kommen sie in
    • allen eukaryontischen Zellen vor, also den Zellen, die einen Zellkern
    • besitzen
    • Aufbau der Chromosomen
    • Fadenähnliche Struktur. Erscheint in biologischen
    • Zeichnungen oft als X-Form. Dies ist jedoch eine veranschaulichende Art
    • der Darstellung. Eigentlich ist es ein
    • Gewirr aus vielen Fäden, welche zwar vom Zellkern 4
    • Abzweigungen haben.
    • Das Centromer: Zentrum des Chromosoms. Unterteilt ein
    • Chromosom in zwei Chromatide.
    • Funktion der Chromosomen
    • Chromosomen enthalten Gene.
    • Damit in den Zellen der Generationen immer die gleiche Anzahl der
    • Chromosomen vorhanden ist und die Zahl der Chromosomen außerdem steigen
    • kann, müssen die Chromosomen reproduziert werden. Das bedeutet sie
    • werden kopiert und es entstehen neue Chromosomen.
    • Es gibt 2
    • Arten der Vermehrung der Chromosomen: Die Meiose (geschlechtliche
    • Vermehrung).Ihr Gegenstück: Mitose (ungeschlechtliche Vermehrung) Mehr dazu später
    • Chromosomen
    • Caption: Aufschlüsselung eines Chromosoms
  13. Mitose

    • Unter dem Vorgang der Mitose versteht man die einfache Zellkernteilung, bei der am Schluss
    • aus einer Zelle, zwei identische Tochterzellen entstehen. Funktion der Mitose ist dementsprechend die Vermehrung von Zellen.
    • Prophase:
    • Aus 2 identischen Chromatidsträngen bestehenden Chromosomen verkürzen und
    • verdichten sich, indem sie im Zellkern aufgefaltet werden. Dadurch
    • werden sie in eine, für die Mitose nötige,
    • transportfähige Form gebracht.
    • Prometaphase: Kernhülle zerfällt und gibt die Chromosomen frei.
    • Außerdem bilden sich am Rand der Zelle die Spindelapparate aus. Diese bestehen aus Mikrotuboli und
    • sind später für den Transport der Chromatiden zu den Polen wichtig.
    • Metaphase
    • In der Äquatorialebene der Zelle ordnen sich die Chromosomen an. Die Spindelfasern "docken" an die Centromere der Chromosomen. Das Centromer verbindet die beiden Chromatiden
    • Anaphase
    • Chromatiden werden durch Verkürzung der Spindelfasern und die
    • Unterstützung von Stemmfasern zunächst völlig voneinander getrennt und
    • anschließend zu den beiden entgegengesetzten Polen gezogen. Hierdurch
    • erhält jeder Pol einen Chromatidensatz. Die Dauer der Anaphase variiert
    • stark von 2 bis 20 Minuten.
    • Telophase
    • Chromatiden entschrauben und entfalten sich.
    • Sie gehen dadurch in die Arbeitsform über.
    • Kernkörperchen und
    • Kernmembran bilden sich neu. Nach der Zellteilung hat jede Tochterzelle
    • die gleiche Anzahl von Chromosomen wie die Ausgangszelle.
    • Interphase
    • gehört streng genommen nicht zur eigentlichen Mitose. Sie beschreibt den
    • Zeitraum zwischen der letzten und der nächsten Zellteilung.
    • In den beiden entstanden Kernhüllen befinden sich nur einsträngige Chromatiden. Für eine
    • erneute Mitose müssen die Chromosomen aber wieder zweisträngig vorliegen. Dies passiert im
    • Rahmen der Replikation, sodass danach jedes Chromosom wieder aus 2 identischen
    • Chromatidsträngen besteht.
    • Mitose kann nun von neuem beginnen.
  14. Mitose

    • Mitose
    • Caption: Alle Phasen im Blick
  15. DNA-Replikation

    • Jedes Mal, wenn sich eine Zelle teilt, muss das komplette genetische Material, die DNA, verdoppelt bzw. repliziert werden. Also muss eine
    • Zelle ihre DNA verdoppeln. Das geschieht durch die Replikation während der Interphase. Es
    • entstehen zwei vollkommen identische DNA-Stränge. DNS wird dabei mit Hilfe von Enzymen aufgetrennt:
    • 1. Das Enzym Topoisomerase entwindet die DNA Doppelhelix.
    • 2. Daraufhin spaltet die Helicase den nun enspiralisierten Doppelstrang der DNA zu zwei
    • Einzelsträngen, indem sie die Wasserstoffbrückenbindungen der gegenüberliegenden Basenpaare
    • unter ATP Verbrauch auflöst
    • 3. Die Primase synthetisiert an den 3' Enden sogenannte Primer, die für den Beginn der
    • eigentlichen Replikation nötig sind und als Startpunkt dienen
    • 4. Am 3' Ende des Primers beginnt die DNA Polymerase mit der Synthese
    • von komplementären
    • Basen, wodurch ein neuer DNA Doppelstrang entsteht. Jedoch kann die
    • DNA Polymerase nur von 5' nach 3' ablaufen. Das führt dazu, dass am
    • antiparallelen Strang (3' nach 5') die Synthese in entgegengesetzter
    • Richtung ablaufen muss.
    • Und das funktioniert nur wenn immer wieder neue Primer gesetzt werden.
    • Auf diese Weise
    • entstehen zwischen den Primern, einzelne synthethisierte Stücke der DNA,
    • die sogenannten
    • Okazaki-Fragmente. Man spricht auch von einer diskontinuierlichen
    • Bildung des DNA Stranges.
    • 5. RNase H entfernt nun die RNA Primer aus der DNA und eine weitere DNA Polymerase schließt
    • die entstandenden Lücken mit komplementären Basen.
    • 6. Zuletzt verknüpft das Enzym Ligase den diskontinuierlich-gebildeten Strang durch
    • Esterbindungen.
    • Im Ergebnis sind jetzt zwei identische DNA Stränge entstanden.
  16. DNA-Replikation Veranschaulichung

  17. Meiose

    • Durch die Meiose kommt es zur Halbierung des Chromosomensatzes. Dies
    • ist bei den Keimzellen (Spermien und Eizellen) nötig, da bei der
    • Befruchtung die Chromosomensätze miteinander verschmelzen.
    • Die Meiose (griech. meiono = vermindern) ist für die Halbierung des
    • diploiden, auf einen haploiden Chromosomensatz bei Keimzellen zuständig.
    • Würde es nicht zu dieser Reduktion kommen, würde sich die Anzahl der
    • Chromosomen bei der Befruchtung
    • immer wieder addieren und es käme zu einer schier unendlichen Zahl an
    • Chromosomensätzen. Diese dabei entstehenden
    • Zygoten wären nicht lebensfähig.
    • Achtung! Die Mitose ist streng von der Meiose zu unterscheiden, bei der es zu einer Reduktion der Chromosomenanzahl kommt.
    • Meiose
    • Caption: Phasen der Meiose
  18. Meiose-Phasen

    • Meiose I - Reduktionsteilung
    • In der Meiose I werden die homologen Chromosomen voneinander getrennt. Aus einer diploiden
    • Mutterzelle werden folglich zwei haploide Tochterzellen. Zwischen folgenden Phasen wird
    • unterschieden:
    • Prophase I
    • Die Prophase gliedert sich in Leptotän, Zygotän, Pachytän, Diplotän und
    • Diakinese.
    • Mütterliche Chromosomen
    • lagern sich an homologe väterliche Chromosomen an. Dabei kann es zwischen
    • Nicht-Schwesterchromatiden zu intrachromosomaler Rekombination (crossing over) kommen. Am Ende der Prophase lößt sich schließlich die Kernhülle auf.
    • Metaphase I
    • In der Metaphase I ordnen sich die homologen Chromosomen in der Äquatorialebene
    • an. Außerdem bildet sich der Spindelapparat an den Zellpolen aus.
    • Anaphase I
    • Die homologen Chromosomenpaare werden von den Spindelfaserapparaten zu den Polen
    • gezogen. Im Unterschied zur Mitose werden hier jedoch ganze Chromosomen an die Pole gezogen,
    • und nicht einzelne Chromatidstränge. Diese Verteilung erfolgt zufällig und sorgt neben dem
    • crossing over für eine zusätzliche Durchmischung des Erbguts.
    • Telophase I
    • Die beiden entstanden Zellen trennen sich voneinander. Es sind zwei haploide
    • Tochterzellen entstanden.
    • Meiose II
    • Äquationsteilung
    • Die Meiose II läuft mit ihren Phasen Prophase II, Metaphase II, Anaphase II und Telophase II im Grunde
    • genau wie die Mitose ab, nur mit dem feinen Unterschied, dass am Ende ein haploider Chromosomensatz
    • vorliegt. Aufgrund der Meiose I, die bereits aus einer Zelle 2 Tochterzellen hervorgebracht hat,
    • liegen am Ende der Meiose II insgesamt 4 haploide Tochterzellen vor
  19. Alles verstanden? Mehr Lernressourcen

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Hier findest du gebündeltes Wissen zu Humanbiologiethemen.
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Laura Overhoff
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  • Created by Laura Overhoff · Sep 17, 2015
  • Copied by Laura Overhoff · Sep 17, 2015
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