Quiz
THEO: VO PSYCH - Medienpsychologie
Questions in this quiz (128)
1Was ist Medienpsychologie ?
- AMedienpsychologie... versucht auf Basis psychologischer Theorien und sozialwissenscha9licher Methoden die Interak=on zwischen Rezipient_innen und Medien zu erklären.
- BMedienpsychologie... versucht auf Basis psychologischer Theorien und naturwissenschaftlicher Methoden die Interak=on zwischen Rezipient_innen und Medien zu erklären.
2Welche Arten der Psychologie fließen auch in die Medienpsychologie ?
- AEntwicklungspsychologie
- BEmotionspsychologie
- CNeuropsychologie
- DSozialpsychologie
- EWahrnehmungspsychologie
- FKognitionspsychologie
- GPersönlichkeitspsychologie
- HBewusstseinspsychologie
3Was wird in der Entwicklungspsycholgie gemacht ?
- AKorrespondenz der Entwicklungsstufen mit dem Medienkonsum
- BKulturpessimistischer Ansatz
- CSelek4ve Wahrnehmung
- DEinstellungen
4Was wird in der Neuropsychologie behandelt ?
- AFunktionen des Gehirns
- BErregungen
- CFunktionen menschlicher WAhrnehmung
- DAttributionsstile
5Was wird in der Sozialpsychologie gemacht ?
- ASoziale Interaktion in Medien
- BEinsstellungen
- CAttributionsstile
- DErregung
6Welche Bereiche werden in der Kognitionspsychologie behandelt ?
- ALernen
- BGedächtnis
- CEinsellungen
- DAttributionsstile
7Was wird in der Persönlichkeitspsychologie behandelt ?
- AEntwicklung von Einstellungen
- BEntwicklung von Persönlichkeitsmerkmalen
- CEinstellungen
- DFunk4on menschlicher Wahrnehmung
8Was ist die Formatio Reticularis ?
- ANerven(Neuronen-)Netzwerk im Hirnstamm
- Bzuständig für physiologische Erregung, Bewusstsein und Aufmerksamkeit
- CReize von außen werden an die Formatio reticularis geleitet, von dort wird das gesamte Gehirn ,,alamiert''
- DNervennetzwerk am Ende des hinteren Rückenmarks
- Emotorische, kogni6ve und op6sche Signale werden evoziert
9Was passierte als man bei einem Experiment mit Katzen die Formatio reticularis durchtrennte ?
- AKatzen verfielen in eine Art Dämmerzustand /Tiefschlaf
- Bnach 11-12 Tagen wurden diese wieder aktiver
- Cder limbische Kortex übernahm die Funktion der Formatio reticularis
- DBlutdruck und Herzfrequenz stiegen innerhalb 4 h sehr stark an
- EKatzen wurden aktiver und verfielen in einen Art Rausch
10Was bedeutet bzw. ist ARAS ?
- AAufsteigendes reticuläres Aktivierungssystem
- BNervennetzwerk am Ende des hinteren Rückenmarks
- CNerven(Neuronen)-Netzwerk im Hirnstamm
- Dmotorische, kognitve und optsche Signale werden evoziert
- EBlutdruck und Herzfrequenz werden angepasst
- FAbsteigendes referiertes Aktivierungssystem
- G-> Aktivierungsniveaus
11Was macht das Limbische System ?
- AAuslösung von Endorphinen, Verarbeitung von Emotionen
- Bmotorische, kognitive und optische Signale werden evoziert
- Czuständig für physiologische Erregung, Bewusstsein und
Aufmerksamkeit - Dverbunden mit hypothalamischen Kernen -> affektive Färbung von Sinneseindrücken
12Was sind Hippocampi und wo findet man diese ?
- Aan limbischen Cortex angelagert
- Bzuständig für Lernen, Aufnahme- und Speicherfähigkeit
- Ctransferieren Informationen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis
- Dverantwortlich für Orientierung
- Ezuständig für physiologische Erregung, Bewusstsein und
Aufmerksamkeit - Feize von außen werden an die Hippocampi geleitet, von dort wird das gesamte Gehirn „alarmiert“.
13Was versteht man unter dem Korsakoff-Syndrom ?
- AHippocampi transferieren Informationen vom Kurzzeit ins Langzeitgedächtnis
- BFormatio reticularis verantwortlich für Orientierung
14Was versteht man unter Cognitive Maps ?
- AHippocampi sind verantwortlich für Orientierung
- BHippocampi transferiern Information von Kurzzeit ins Langzeitgedächtnis
15Wie wird der Begriff Aktivierung beschrieben ?
- Aer Mensch befindet sich während des Tages (je nach Anstrengung und Leistung) auf unterschiedlichen Akttvierungsniveaus.
- BTiere und Menschen streben unter bes:mmten Bedingungen aversive Zustände an,
weil sie wissen, dass auf den Rückgang unangenehmer Zustände sehr angenehme folgen
16Was ist das Yerkes-Dodson-Gesetz ?
- A1920 auf Basis empirischer Befunde aufgestellt
- BZusammenhang zwischen Aktvierung und Leistung: verkehrt U-förmige Beziehung (∩)
- C„Je höher die Aktvierung, desto höher die Leistung“ stmmt also nicht, denn die Leistung sinkt ab einem gewissen Aktvierungsniveau wieder ab.
Ausnahme: rein körperliche Leistungen
17Wie lautet die Two-Arousal Hypothese (Routtenberg) ?
- AARAS hemmt Hippocampi
- B-> Bedeutung für Verhaltenstherapie
- CZusammenhang zwischen Aktivierung und Verhalten
18Wer war Berlyne und was war sein Erkenntnis ?
- Aamerikanischer Lernpsychologe
- BErkenntnis: Tiere und Menschen streben unter bestimmten Bedingungen aversive Zustände an,
weil sie wissen, dass auf den Rückgang unangenehmer Zustände sehr angenehme folgen - C,,Angstlust''
- DErklärungsansatz für die Rezep:on gewalthaltiger Medieninhalte
- ENeuropsychologe, der sich mit dem limbischem System und der Formatio reticularis beschäftigten
19Wer war Olds & Milner ?
- ANeuropsychologen, die sich mit dem limbischem System und der Forma8o re8cularis beschä:igten
- Bamerikanische Lernpsychologen
- Csetzten Tiefenelektroden an unterschiedlichen Stellen des Gehirns ein und führten so Reizstrom zu
- Dentdeckten als erste die ,,Angstlust'' und das limbische System
- Eführten Experimente mit Katzen durch wobei die Formatio reticularis gekappt wurde
20Welche Ergebnisse wurden bei dem Experiment von Olds & Milner erzielt ? (setzten Tiefenelektroden an unterschiedlichen Stellen des Gehirns ein und führten so Reizstrom zu)
- Aberührte Strukturen konnten aktiviert werden
- Bje nach Position der Elektroden wurden angenehme bzw. unangenehme Emotionen hervorgerufen
- CEntdeckung des Belohnungs- bzw. Bestrafungszentrums
- Dkonnten einen Zusammenhang zwischen positiven und negativen Reizen nachweisen
- EDer Mensch befindet sich während des Tages (je nach Anstrengung und Leistung) auf unterschiedlichen Ak=vierungsniveaus.
21Wer war Wilhelm Wundt und was machte er ?
- ABegründer der experimentellen Psychologie
- Bkonnte einen Zusammenhang zwischen positiven und negativen Reizen nachweisen
- CWird die Intensität positiver Reize ständig erhöht, gibt es einen Umkehrpunkt, ab dem die Reize als immer unangenehmer empfunden werden.
- Dje nach Position der Umkehrpunkte wurden angenehme bzw. unangenehme Emotionen hervorgerufen
- Ekonnte einen Zusammenhang zwischen positiven und negativen Lustängsten nachweisen
22Wieviele wahrnehmbare Ebenen emotionaler Reaktionen gibt es ?
- A3
- B2
- Cphysiologisch- motorisch - kognitiv
- Dpsychologisch - kognitiv
- Emotorisch - gedanklich- physiologisch
23Was sind Beispiele für die physiologisch wahrnehmbare Ebene emotionaler Reaktionen ?
- AHerzrasen
- BSchwitzen
- CZittern
- DWeinen
- Eschreien
- FKurzatmigkeit
- G-> vegetatives Nervensystem
- Herstarren
- Iflucht
- Jaggressivität
24Was sind Beispiele für die motorisch wahrnehmbare Ebene emotionaler Reaktionen ?
- Aerstarren
- Bflucht
- Caggressivität
- D-> vegetatives nervensystem
- Eweinen
- Fschreien
- Gdenkblockade
25Was sind Beispiele für die kognitiv wahrnehmbare Ebene emotionaler Reaktionen ?
- Anegative Gedanken
- Bsensible Wahrnehmung
- CDenkblockade
- Derstarren
- Eweinen
- Fzittern
- GFlucht
26Was ist das vegetative Nervensystem ?
- Aauch autonom genannt
- Bnicht von zentralem Nervensystem abhängig und nicht willentlich steuerbar
- Cetwa für Herzfrequenz, Gerinnungsfaktor des Blutes, Hormone und Blutzucker in den Muskeln
verantwortlich - DBauchschmerzen und Verdauungsschwierigkeiten bei Erregung -> parasympathisches System
- Ewahrnehmbare Ebenen emotionaler Reaktionen
- Fbasierend auf Schachters Attributionsforschung
27Was sind Beispiele für das vegetative Nervensystem ?
- ASteigt die AkXvierung (ARAS), wird das vegetaXve Nervensystem angeregt und Adrenalin ausgeschü[et
- BSonderfall Atmung: kann bewusst angehalten werden, geschieht üblicherweise allerdings automaXschàÜbergang zwischen vegetaXvem (autonomen) und Zentralnervensystem
- Cließ College-Studierende unterschiedliche Emotionen mimisch darstellen
28Welche vier Basisemotionen gibt es laut Charles Darwin ?
- AAngst
- BÄrger
- CFreude
- DTrauer
- EWut
- FLiebe
29Welche Ergebnisse hatte die Forschung zu Gesichtsausdrücken von Paul Ekman ?
- Aließ College-Studierende unterschiedliche Emotionen mimisch darstellen
- BBilder davon wurden Ureinwohner_innen Papua-Neuguineas vorgelegt, diese erkannten die Emotionen sehr verlässlichàkulturell übergreifende Fähigkeit
- CErweiterung der Grundemotionen um Überraschung und Ekel – in Bezug auf Mimik hatten die Versuchspersonen die
größten Schwierigkeiten bei der Differenzierung - DKopfwippen statt Kopfschütteln bei „nein“
30Mimische Gestik in Sri Lanka: Kopfwippen statt Kopfschütteln bei „nein“
- ATrue
- BFalse
31Welche Emotionstheorie hatte James-Lange aufgestellt ?
- APhysiologische Muster, die aufgrund von Umweltreizen entstehen, sind verantwortlich für die Ausbildung von
Emotionen - BDas Gehirn wird durch Reize aktiviert, diese werden verarbeitet und es kommt zu Erregung, Handlung und
Emotionserfahrung
- APhysiologische Muster, die aufgrund von Umweltreizen entstehen, sind verantwortlich für die Ausbildung von
32Welche Emotionstheorie hatte Cannon- Bard aufgestellt ?
- ADas Gehirn wird durch Reize aktiviert, diese werden verarbeitet und es kommt zu Erregung, Handlung und
Emotionserfahrung - BEmotionen entstehen je nach Stärke der physiologischen Erregung (gering/hoch) und deren Bewertung (umweltabhängig)
- CPhysiologische Muster, die aufgrund von Umweltreizen entstehen, sind verantwortlich für die Ausbildung von
Emotionen
- ADas Gehirn wird durch Reize aktiviert, diese werden verarbeitet und es kommt zu Erregung, Handlung und
33Welche Emotionstheorie hatte Lazarus Schachter aufgestellt ?
- Abasierend auf Schachters Attributionsforschung
- BEmotionen entstehen je nach Stärke der physiologischen Erregung (gering/hoch) und deren Bewertung (umweltabhängig)
- CLazarus: „wohlwollende Neubewertung“-> Adaption
- DDas Gehirn wird durch Reize aktiviert, diese werden verarbeitet und es kommt zu Erregung, Handlung und
Emotionserfahrung
34Wie läuft die James-Lange- Theorie ab ?
- AAuslösender Reiz -> Erregung; Handlung -> Wahrgenommene Erregung, Interpretation der Handlung
- BAuslösender Reiz -> Aktivierung des Gehirns und Verarbeitung -> Erregung; Handlung; Emotionserfahrung
- CAuslösender Reiz ; physiologische Erregung -> Bewrtung von Erregung und Reiz anhand von situativen Hinweisreizen und Kontext .> Emotionserfahrung
35Wie läuft die Cannon - Bard- Theorie ab ?
- AAuslösender Reiz -> Aktivierung des Gehirns und Verarbeitung -> Erregung ; Handung ; Emotionserfahrung
- BAuslösender Reiz; Physiologische Erregung -> Bewertung von Erregung und Reiz anhand von situativen Hinweisreizen und Kontext -> Emotionserfahrung
- CAuslösender Reiz -> Erregung; Handlung -> Wahrgenommene Erregung, Interpretation der Handlung
36Wie läuft die Lazarus-Schachter-Theorie ab ?
- AAuslösender Reiz; Physiologische Erregung -> Bewertung von Erregung und Reiz anhand von situaiven Hinweisreizen und Kontext -> Emotionserfahrung
- BAuslösender Reiz -> Erregung;Handlung -> Wahrgenommene Erregung, Interpretation der Handlung
- CAuslösender Reiz -> Aktivierung des Gehirns und Verarbeitung -> erregung; Handlung; Emotionserfahrung
37Was für ein Experiment machte Schachter in seiner Attributionsforschung ?
- AExperiment mit drei Gruppen: G1 erhielt eine geringe Adrenalindosis unter der Vorspiegelung, dass es sich um Vitamine handele; G2 erhielt eine geringe Adrenalindosis + die Information, dass sie Adrenalin bekam; Kontrollgruppe erhielt kein Präparat
- BAnschließend Ausfüllen eines Fragebogens neben einer anderen (eingeweihten) Person, die entweder positive oder negative Stimmung verbreitete
- CG1 reagierte am stärksten gemäß des Verhaltens der zweiten Person
- DExperiment: drei gewalthaltige Filme mit unterschiedlichen Kommentaren aus dem Off (sachlicher
Kommentar/emotionaler Kommentar/kein Kommentar) - EPhysiologische Messung der Reaktionen, Ergebnis: der emotionale Kommentar hatte den stärksten, der sachliche Kommentar den geringsten Einfluss
38Welches Experiment veranlasste Lazarus zur Forschung zu Emotionsentwicklung ?
- Adrei gewalthaltige Filme mit unterschiedlichen Kommentaren aus dem Off (sachlicher
Kommentar/emotionaler Kommentar/kein Kommentar) - BPhysiologische Messung der Reaktionen, Ergebnis: der emotionale Kommentar hatte den stärksten, der sachliche Kommentar den geringsten Einfluss
- CAnschließend Ausfüllen eines Fragebogens neben einer anderen (eingeweihten) Person, die entweder positive oder negative Stimmung verbreiteteàG1 reagierte am stärksten gemäß des Verhaltens der zweiten Person
- Adrei gewalthaltige Filme mit unterschiedlichen Kommentaren aus dem Off (sachlicher
39Welche Emotionstheorie war von Zillmann ?
- AIntegrative Drei-Faktoren-Emotionstheorie
- BMood Managemen- Theorie
40Was beeinhaltet die Integrative Drei-Faktoren-Emotionstheorie ?
- ADispositionskomponente: natürliche vs. erlernte Auslöser
- BErregungskomponente: Attributionaspekt, überwacht durch Kortex
- CErlebenskomponente
- DFaktorenkomponente
- ELernlochkomponente
41Welches Experiment wurde zu emotionalisierenden Fernsehbeiträgen gemacht ?
- A„Lernloch“ für 1-3 Minuten: folgende Nachrichten werden schlechter behalten, da die Formatio reticularis das limbische System blockiert;
- B3,5-5 Minuten später bleiben die Informationen wieder besser im Gedächtnis – das Aktivierungsniveau ist wieder gesunken
- CHasspostings auf Social Media
- DPhysiologische Messung der Reaktionen, Ergebnis: der emotionale Kommentar hatte den stärksten, der sachliche Kommentar den geringsten Einfluss
42Welche Theoretische Grundlage gibt es zur Angstbewältigung ?
- ALernpsychologie
- BSozialpsychologie
43Ängste sind meist erlernt – warum können diese nicht einfach wieder verlernt werden?
- AIn angsterregenden Situa5onen alarmiert die Forma5o Re5cularis das limbische Systemàdie Ak5vierung steigt, man befindet sich physiologisch in einem lernunfähigen Zustand.
- BSind angstinkompa:ble Reize vorhanden, triV Angst seltener auf, wir befinden uns in einem lerunfähigen Zustand.
44Modifikation angstauslösender Reize durch angstinkompatible Reize: Man kann nicht gleichzeitig
zwei gegenläufige Emotionen (beispielsweise Angst und Freude) empfinden- ATrue
- BFalse
45Bewusstes Auslösen von Angst durch Medienkonsum
- Asystematische Bewältigung der Angst in einer kontrollierten Situation
- BAngstlust (Berlyne )
46Was gehört zur systematischen Desensibilisierung ?
- APersonen, die an Angstzuständen leiden, sind sensibilisiert. Daher werden sie in der Verhaltenstherapie systematisch (schrittweise) mit angstauslösenden Reizen („Angs:tems“) konfrontiert – es wird sich stufenartig an die Angst angenähert.
- BAngsthierarchien: Angstitems können in eine Reihenfolge gebracht werden – vom schwächsten bis zum stärksten
- Cfrontaler Kortex: ProbehandelnàAngstauslösende Reize und Situa5onen werden in der Vorstellung durchgegangen – Vorstellungstraining
- DEntspannungsübungen (Jacobson); gezielte Entspannung der quergestreifen Muskulatur
- Epositive Gegenvorstellung
- FKopplung der Erregungssitua5on (Konfronta5on mit Angs5tems) mit EntspannungàErlernen des Umgangs mit der Angst; so kann man schließlich zum letzten Item (höchster Angstreiz) gehen.
47Was ist Flooding ?
- Adirekte Konfronta5on mit angstauslösenden Reizenà∩-förmiger Zusammenhang: Ak5vierung steigt extrem
- BDer zuerst erlebte trauma5sche Prozess kann sich so zu einem gegenläufigen, angenehmen Prozess umkehren.
- Csehr riskant, eher zu wissenschaflichen Zwecken als in der Verhaltenstherapie angewandt
- DPersonen, die an Angstzuständen leiden, sind sensibilisiert. Daher werden sie in der Verhaltenstherapie systema5sch (schriBweise) mit angstauslösenden Reizen („Angs:tems“) konfron5ert – es wird sich stufenar5g an die Angst angenähert.
- EBewusstes Auslösen von Angst durch Medienkonsum
48Warum hält die Aktivierung beim Flooding nicht lange an ?
- AVegetatives nervensystem schaltet ab : Ohnmacht
- BAktivierung wird zurückgefahren
- CAngstauslösende Reize und Situationen werden in der Vorstellung durchgegangen
49Wie lautet der erkenntnistheoretische Ansatz des Konstruktivismus ?
- AES gibt keine eindeutige Wirklichkeit, jeder hat eine eigene Konstruktion davon.
- BEs gibt keine verbindliche Wirklichkeit und daher auch keine
verbindliche Wahrheit.
50Was ist selektive Wahrnehmung
- AJede_r beachtet andere Dinge bzw. blendet andere Dinge aus.
- BEs gibt keine eindeutige Wirklichkeit, jede_r hat eine eigene Konstruktion davon.
51Was ist radikaler Konstruktivismus ?
- AEs gibt keine verbindliche Wirklichkeit und daher auch keine
verbindliche Wahrheit. - BEs gibt keine eindeutige Wirklichkeit, jede_r hat eine eigene Konstruktion davon.
- CJede_r beachtet andere Dinge bzw. blendet andere Dinge aus.
- AEs gibt keine verbindliche Wirklichkeit und daher auch keine
52Wer waren wichtige Mitbegründer des radikalen Konstruktivismus ?
- AHeinz von Foerster (Kybernetiker)
- BPaul Watzlawick (Psychologe)
- CYerkes-Dodson
- DBerlyne
53Heinz von Foerster Hielt bei einem Kongress in Kanada einen Vortrag in einer Phantasiesprache, da er fast kein Englisch konnte. Niemand konnte ihn verstehen, dennoch sprachen ihn danach viele Wissenschaftler_innen interessiert darauf an. Schlussfolgerung im Sinne des Konstruktivismus:
- ANicht der Sprecher bestimmt den Sinn des Satzes, sondern die Hörer -< Jeder Mensch konstruiert sich eine eigene Realität, es gibt keine übergeordnete Wahrheit
- BMenschliche KommunikaTon“ und „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“
54Wer war Paul Watzlawick und was machte er ?
- Agründete eine Schule für Familientherapie: InterakTonen als Ursache für psychische Probleme, stai die Gründe
ausschließlich bei Betroffenen zu suchen - Bab 1960 am Mental Research Institute in Palo Alto, Kalifornien tätig; ab den 70ern auch in Stanford
- CBücher: etwa „Menschliche Kommunikation“ und „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“
- DPsychologe
- EKybernetiker
- Agründete eine Schule für Familientherapie: InterakTonen als Ursache für psychische Probleme, stai die Gründe
55Paul Watzlawick: Axiome
- AMan kann nicht nicht kommunizieren.
- Bneben verbalen auch nonverbalw Ausdrucksmöglichkeiten, auch bewusstes Schweigen zählt
- CJede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt
- DAuf der Inhalts- und Beziehungsebene können unterschiedliche Informationen vermittelt werden. Spricht man von Kommunikation, ist meist nur die Inhaltsebene gemeint.
56Laut Paul WAtzlawick gibt es unterschiedliche Kommunikationsstile, welche ?
- AUnterschiedliche Kommunikationsstile: Entstehung durch Sozialisation
- BMetakommunikation : Kommunikation über Kommunikation ; Reflexion
- CMetakommunikation : auf Inhalts- und Beziehungsebene können unterschiedliche Informationen
übermiielt werden; Einschätzung kann schwierig sein
57Was ist ein double bind ?
- Aauf Inhalts- und Beziehungsebene können unterschiedliche Informationen
übermiielt werden; Einschätzung kann schwierig sein - BRomanTsche Beziehung: „Du kannst heute ruhig weggehen.“
- CFamilienregeln“: direktes vs. indirektes Bitten
- Aauf Inhalts- und Beziehungsebene können unterschiedliche Informationen
58Erziehung: Kind will Fußball spielen, obwohl es am nächsten Tag eine Schularbeit hat. Eltern sagen: „Wenn du meinst, gehst du eben.“
- ADouble Bind
- BMetakommunikation
- Ca) Note Nicht genügend: Eltern sagen, sie hätten ja gewusst, das Kind hätte mehr lernen sollen, anstatt zu spielen.
- Db) Note Gut: Eltern sagen, sie hätten ja gewusst, dass Sport sich positiv auf die Leistung des Kindes auswirkt.
- EàOverprotective Behavior: Eltern haben immer Recht – schädlich für kindliche Entwicklung
59Wie wird die gelernte Hilflosigkeit beschrieben ?
- Aegal was ich sage/tue - ich habe immer Unrecht/tue etwas falsch
- Bführt langfristig zu schweren Depressionen
- Cfür kleine Kinder/Tiere nicht verständlich
- DKommunikation ist analog und digital.
60was ist der UNterschied zwischen digitaler und analoger Kommunikation
- Adigitale Kommunikation -> Buchstaben, Ziffern (Zeichen sind beschränkt, aber exakt)
- Banaloge Kommunikation-> Bilder, Körpersprache (viel Information kann übermittelt werden, ist aber nicht eindeutig – subjektive Bedeutungszuschreibungen)
- Cdigitale Kommunikation-> Bilder, Körpersprache (viel Information kann übermittelt werden, ist aber nicht eindeutig – subjektive Bedeutungszuschreibungen)
- Danaloge Kommunikation -> Buchstaben, Ziffern (Zeichen sind beschränkt, aber exakt)
61Konstruktivismus
- AMenschen haben unterschiedliche KOnstruktionen der Wirklichkeit
- Bder Konstruktivismus ist allerdings kein Solipsismus und geht davon aus, dass Menschen in Kontakt mit ihrere Umwelt tereten können
- Cgesellschaftliche/kulturelle Einflüsse auf Realitätskonstruktion dürfen nicht vergessen werden
- D„Hilfsmittel“ für das Zusammenleben: Normen und Regeln – gestalten die Realität mit
62Was sind Normen und Regeln ?
- Asind mehr oder weniger verbindlich, aber nicht universell richtig oder falsch: Sie sind Konstruktionen der Gesellschaft, der sie entstammen; dennoch entsteht beim Individuum der Eindruck, dass immer die eigene Wirklichkeit auch die einzig wahre Wirklichkeit ist.
- Bwerden hinterfragt/umgestoßen – geschieht dies zu schnell und in großer Zahl, ist dies eine Herausforderung für die Gesellschaft
- CAmae – Gefühl der geborgenen Abhängigkeit
- DMenschen haben somit unterschiedliche Konstruktionen der Wirklichkeit
63Um was ging es bei der interkulturellen Forschung (etwa Gudycunst) ?
- AKonstruktivismus
- BàProfessor_innen aus dem US-amerikanischen Raum, die an japanischen Universitäten lehrten, machten die Erfahrung, dass japanische Studierende bei mündlichen Prüfungen eher schlecht abschniien. Dies lag allerdings nicht am Können der Studierenden, sondern an unterschiedlichen Normen, die aufeinander treffen: Während es in westlichen Gesellschaaen als posiTv gilt, schnell und elaboriert zu antworten, wäre dies in Japan ein Zeichen dafür, die Frage nicht hoch einzuschätzenàlängere Nachdenkphase
- Csind mehr oder weniger verbindlich, aber nicht universell richtig oder falsch: Sie sind Konstruktionen der Gesellschaft, der sie entstammen; dennoch entsteht beim Individuum der Eindruck, dass immer die eigene Wirklichkeit auch die einzig wahre Wirklichkeit ist.
64WAs bedeutet der Begriff Amae ?
- AGefühl der geborgenen Abhängigkeit
- Bder Eindruck des Individuum auf die Wirklichkeit
65Was sind die sogenannte Darbietungsregeln von Paul Ekmann ?
- ATechniken, die im sozialen Lernprozess während der Kindheit erworben werden, um den Gefühlsausdruck und die Körpersprache zu kontrollieren und zu steuern
- Bregelkonformes Verhalten = kulturelle Übereinkunft
- CDie Darbietungsregeln sind so habitualisiert, dass es eher auffällt, wenn gegen sie verstoßen wird, als wenn sie befolgt werden
- Dmenschliche Wahrnehmung ist hochkomplex – große Menge an Informationen
66 Steuerungstechniken variieren in unterschiedlichen sozialen Situationen auf Basis von ... ?
- Astatischen Merkmalen der an der Situation beteiligten Personen
- Alter, Geschlecht (löst sich allmählich auf) - Bstatischen Merkmalen der Umwelt
- soziale Definitionen: Feier, Stellenausschreibung, Prüfung, Ein- und Aussteigen in öffentliche Verkehrsmittel - Ctemporären Merkmalen von Personen
- Rollen/Einteilungen/Hierarchien; Personen reagieren beim Erreichen eines gewissen hierarchischen Status anders – gesellschaftliche Rolle annehmen - Dgesetzmäßigen, situativen Veränderungen im Laufe der sozialen Interaktion - Zuhören, Diskussion, Streit, Rede, Vorlesung, etc
- Astatischen Merkmalen der an der Situation beteiligten Personen
67was sind bsp für statische Merkmale an der situaton beteiligten Person ?
- AAlter
- BGeschlecht
- CFeier
- DPrüfung
68was sind bsp für statische Merkmale der Umwelt ?
- AFeier
- BStellenausschreibung
- CPrüfung
- DEin und Aussteigen in öffentlichen Verkehrsmittel
- EDisskussion
69was sind bsp für temporäre Merkmale von Personen ?
- ARollen
- BEinteilungen
- CHierachien ; personen reagiieren beim Erreichen eines gewissen hierarchischen Satus anders - gesellschaftliche Rolle annehmen.
- DAlter
- ERede
70was sind bsp für gesetzesmäßige, situative Veränderungen im Laufe der sozialen Interaktion ?
- Azuhören
- Bdisskusion
- Cstreit
- Drede
- Evorlesung
- FGeschlecht
- GRollen
71menschliche Wahrnehmung ist hochkomplex – große Menge an Informationen
• - Lernprozesse- ATrue
- BFalse
72Welche Aussage zu den Kortikalen Detektoren stimmt ?
- Avon Hubel & Wiesel
- BUntersuchung von Wahrnehmungàes wird nicht immer wieder neue Information in das Gehirn transportiert – das
Wahrnehmungssystem lernt peripher: es wird selektiert und differenziert, auch soziale Aspekte spielen eine Rolle - CBestimmte spezifische Reizaspekte lösen die Aktivität einer eng begrenzten kortikalen Endstelle aus
- DTennisaufschwung: Wahrnehmung und Gehirn haben nach viel Übung gelernt, spezifische Bewegungen zu analysieren – Zellen im Auge sind mit kortikalen Detektoren und motorischen Zentren verbunden, die sofort reagieren
- ERolle des Alters ähnlich wie beim Sprachen lernen
- Flängere Betrachtung roter vertikaler Streifen und grüner horizontaler Streifen
- Gvon Hirsch & Spinelli
73Wer hat ein Experiment mit jungen Katzen gemacht und was war die Erkenntnis des Experiments ?
- ABrillen, durch die sie ausschließlich horizontale bzw. vertikale Bewegungen sehen konnten – nach 3-4 Wochen
abgenommen: Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung der jeweils anderen Bewegung - Bwerden Katzen zu Beginn ihres Lebens in Dunkelheit gehalten und später ins Licht geführt, sehen sie kaum oder schlecht (mangelnde Ausbildung der Retinazellen)
- CUntersuchung von Wahrnehmungàes wird nicht immer wieder neue Information in das Gehirn transportiert – das
Wahrnehmungssystem lernt peripher: es wird selektiert und differenziert, auch soziale Aspekte spielen eine Rolle
- ABrillen, durch die sie ausschließlich horizontale bzw. vertikale Bewegungen sehen konnten – nach 3-4 Wochen
74Was war der sogenannte McColough-Effekt ?
- Aes ging um die Betrachtung roter vertikaler und grüner horizontaler Streifen
- Bdanach erscheinen Weißräume zwishen horizontalen Streifen grün, vertikale rot; ist nicht das Nachbild - Zellen sind lernfähig
- CSehen wird erst gelernt
- DBrillen, durch die sie ausschließlich horizontale bzw. vertikale Bewegungen sehen konnten – nach 3-4 Wochen
abgenommen: Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung der jeweils anderen Bewegung
75Von wem war die Speichertheorie des Gedächtnisses ?
- ABroadbent
- BMcColough
- CInhalte werden in unterschiedliche Speicher transportiert ->
- DSensorischer/ikonischer Speicher ->
- EFilter bzw. Filtereinheiten ->
- FKurzzeitgedächtnis ->
- GLangzeitgedächtnis
76Was kann das Kurzzeitgedächtnis ?
- ABewertung von Inhalten
- BAbspeichern von 5-9 Inhalten
- CÜbertrgaung ins Langzeitgedächtnis durch Wiederholung
- DMenschen bilden Systeme, da es leichter ist, sich „sinnvolle“ Dinge zu merken – so können auch mehrere Informationen gespeichert werden.
- EFilterelemente werden erworben und gelernt: abhängig von der EntwicklungàKonstruktivismus: unterschiedliche Wahrnehmung
77Was macht der Filter im Speichermodell des Gehirns von Broadbent ?
- Aselektiert, welche Informationen weiter ins Gehirn geleitet werden ◦ Schutz vor Infomationsflut – „Unwichtiges“ wird gefiltert
- BMotive, Bedürfnisse, Interessen, Wünsche, Bedürfnisse, bisher gelernte Haltungen haben einen starken Einfluss auf die – sowohl physiologisch als auch kognitiv – selektive Wahrnehmung.
- CFilterelemente werden erworben und gelernt: abhängig von der EntwicklungàKonstruktivismus: unterschiedliche Wahrnehmung
- Dwesentliche Bedeutung des FiltersàSavants: besondere Fähigkeiten, aber soziale Schwierigkeiten
- EÜbertragung ins Langzeitgedächtnis durch Wiederholung
- FJede Wahrnehmung beginnt mit (einer) Hypothese(n) auf Basis von Wahrnehmungserwartungen aus der Vergangenheit.
78Von wem ist die Hypothesentheorie der sozialen Wahrnehmung ?
- ABruner & Postman
- BBroadbent
- CJede Wahrnehmung beginnt mit (einer) Hypothese(n) auf Basis von Wahrnehmungserwartungen aus der Vergangenheit
- Dwidersprechen sich Hypothesen- kognitive Dissonanz (Festinger)
- EKognitionen widersprechen sich - Ziel: Dissonanz vermeiden
- Fbestimmte Dinge werden eher wahrgenommen – je nach Mensch und Situation anders
- GSchutz vor Infomationsflut – „Unwichtiges“ wird gefiltert
79Welche Aussage zu der Hypothesenstärke stimmt ?
- AJe häufiger eine Hypothese bestätigt wird, desto stärker verankert sie sich.
- BJe mehr verfügbare Alternawvhypothesen, desto schwächer ist die Anfangshypothese.
- CJe größer die motivationale Unterstützung ist, desto stärker ist die Hypothese. - nur das, was ins Bild passt, wird wahrgenommen
- DJe größer die kognitive Unterstützung, desto stärker ist die Hypothese. - bereits vorhandende konsistente Information
- EJe stärker die soziale Unterstützung ist, desto stärker ist die Hypothese. -> sicheres soziales Terrain/Übereinswmmung mit der eigenen Gruppe
- FJe sschwächer die soziale Unterstützung ist, desto stärker ist die Hypothese. - sicheres soziales Terrain/Übereinswmmung mit der eigenen Gruppe
80Je stärker eine Hypothese ist...
- A... desto größer die Aktivierungswahrscheinlichkeit der Hypothese.
- B... desto geringer die nötige Reizinformation zur Bestätigung der Hypothese.
- C... desto größer muss die widersprüchliche Reizinformation sein, um sie zu ändern - Änderungsresistenz
81Was sind Stereotype ?
- ADie öffentliche Meinung (Lippmann, 1922): “the world outside and the pictures in our head” ◦ „Welt draußen“ als objektive Realität, „Bilder im Kopf“ als Abbild der Welt
- BStereotype dienen der ReizklassifizierungàWahrnehmungsstrukturierung
- Candererseits sind Stereotype informationsreduzierend und daher fehleranfällig
- Dbasieren og auf InformaBonen aus zweiter Hand, werden übernommenàMedien
- ERedukBon von Angst und Unsicherheit: definierte soziale Gruppen haben gemeinsame Vorurteile, daher sind letztere sehr stabil
82Was ist eine Reizklassifizierung ?
- A„Wenn die Zahl der zu bewältigenden Sachverhalte zu groß wird oder die Komplexität der Umwelt einer Transparenz im Wege steht, dann müssen komplexitätsreduzierende Orientierungskriterien entwickelt werden.“
- Bdie eigene Reizklassifizierung sollte jedoch nicht als absolute Wahrheit gesehen werdenàetwa Auslöser von Hass auf Social Media durch „Verteidigung“ des eigenen Weltbilds
- COrdnungs- und Kategorisierungstendenz sind positiv und reduzieren Komplexität.
- Dbasieren og auf InformaBonen aus zweiter Hand, werden übernommenàMedien
83Was sind kognitive und affektive Ausprägungen ? (Katz u. Braly)
- AStereotype - kognitive Ausprägung
- BVorurteile : affektive Ausprägung
- CVorurteile - kognitive Ausprägung
- DStereotype - affektive Ausprägung
84Was sind Vorurteile ?
- Abasieren oft auf Informationen aus zweiter Hand, werden übernommen -> Medien
- BReduktion von Angst und Unsicherheit: definierte soziale Gruppen haben gemeinsame Vorurteile, daher sind letztere sehr stabil
- CAufwertung der eigenen Gruppe, Abwertung der Fremdgruppe
- DSelbstbestäBgungsprozesse (self-fulfilling prophecies)
- Eaufgrund von Selbstsicherheit: möglicherweise aggressives Augreten gegenüber Gruppen, die die eigene Meinung nicht teilen
- Fandererseits sind Vorurteile informationsreduzierend und daher fehleranfällig
- Gdienen der Reizklassifizierung - Wahrnehmungsstrukturierung
85Personen werden aufgrund von Vorurteilen ettiketiert („sozialer Sticker“). Dies kann so wirksam sein, dass sie sich dem
Vorurteil entsprechend verhalten, was wiederum zu einer Verstärkung des Vorurteils führt.- AEtikettierungstheorie
- BSelbstbestätigungsprozesse (self-fullfilling prophecies)
86Wie kann man Vorurteile auflösen ?
- AAuflösung durch Aufklärung - Social Advertising (z.B. Don’t drink and drive)
- Brein kognitive Maßnahmen reichen nicht aus, selbst bei Einstellungsänderungen sind Auswirkungen auf das Verhalten nicht unbedingt (sofort) gegeben
- CKluft zwischen Einstellung und Verhalten
- Dkognitive Dissonanz (etwa bei Rauchen)
- Estardessen zu konkretem Verhalten anleiten - Anbieten von Kochkursen, um gesunde Ernährung zu fördern
- Faufgrund von Selbstsicherheit: möglicherweise aggressives Augreten gegenüber Gruppen, die die eigene Meinung nicht teilen
87Was ist der Unterschied zwischen aufdeckende und verdeckende Stereotype ?
- Aaufdeckende Stereotype -> Karikaturen: sehr starke Komplexitätsreduktion
- Bverdeckende Stereotypen -> Dichotomisierung / Generalisierung
- Caufdeckende Stereotype -> Dichotomisierung / Generalisierung
- Dverdeckende Stereotype -> Karikaturen: sehr starke Komplexitätsreduktion
88Was ist der Unterschied zwischen Dichotomisierung und Generalisierung ?
- ADichotomisierung : Unterschiede werden übertrieben -> Geschlechterrollen
- BGeneralisierung : Verallgemeinerung der Merkmale einer Person auf eine komplette Gruppe -> nationale Stereotype
- CGeneralisierung : Unterschiede werden übertrieben -> Geschlechterrollen
- DDichotomisierung : Verallgemeinerung der Merkmale einer Person auf eine komplette Gruppe -> nationale Stereotype
89Wie lautet die Kultivierungshypothese von Gerbner ?
- AAnnahme: Fernsehen als melting pot der US-amerikanischen Gesellschaft - durch die gezeigten Werte und Normen und die gezeigte Realität werden Rezipierende sozialisiert (“cultivate”)
- BAnnahme: sehr starke Komplexitätsreduktion
- CMassenmedien, etwa TVà“social grease” („Sozialer Kir”) der Gesellschag: Minimum an gemeinsamer InformaBon, Gesprächsthemen
- D“Violence index” US-amerikanischer Fernsehsender; Welche Realitäten werden transporBert?à Einfluss auf wahrgenommene Bedrohung und Angst
90Wie beeinflusst das Fernsehen das Verhalten von Menschen ?
- AVergleich von Nichtseher und Vielseher bzw. Wenigseher und Vielseher
- BVielseher werden vom Fernsehen ( -> Gewaltdarstellung) stärker beeinflusst
- CHintergrund: Privatsender waren darauf ausgerichtet, ein möglichst großes Publikum zu erreichen (Werbeeinnahmen); gleichzeiBger AnsBeg von sozialer Instabilität (AnsBeg der Verbrechensrate, Studierendenunruhen, Rassenunruhen)àSchuldzuweisung an Gewalt in den Medien
- DNormlosigkeit und Isolation waren die Folgen
91Gegenüberstellung von TV-Seher_innen und Personen, die einen Monat lang nicht fernsahen
- Aentgegen der Vorannahmen waren letztere aggressiver - soziales Gerüst brach ein Stück weit zusammen: mehr
Kommunikation untereinander (größeres Konfliktpotenzial), fehlender Social Grease - Bwie die Vorannahmen waren erstere aggressiver -> soziales Gerüst stabil; weniger Kommunikation untereinander
- Aentgegen der Vorannahmen waren letztere aggressiver - soziales Gerüst brach ein Stück weit zusammen: mehr
92Die Angst der Vielseher - Syndrom
- Aproblematisch: DefiniBon von Viel-/Wenigseher_innen nie festgelegt
- BMerkmale von Vielseher_innen: ängstlicher, passiver, geringerer Ehrgeiz, geringere Leistungsmotivation, höhere soziale Isolation, stärkere Tendenz zu Konformität und Konventionalität, mangelndes Selbstwertgefühl verglichen mit Wenigseher_innen
- C„Erbärmliche-Welt-Syndrom”- Anomie, Enzremdung
- DUnterschiede werden übertrieben
93Was sind methodische Fehler bei dem ,, Die Angst der Vielseher - Syndrom '
- AKorrelationen kausal interpretiert
- BTV-Konsum als Ursache; die Richtung der Kausalität könnte allerdings auch umgekehrt sein (RezipierendenorienBerung): Sind Menschen ängstlich, weil sie viel fernsehen oder sehen sie viel fern, weil sie ängstlich sind?
- Csoziales Gerüst brach ein Stück weit zusammen
- DgleichzeiBger Anstieg von sozialer Instabilität
94Was zählt zu einer Anomie laut Durkheim u. Seeman
- AEmpfinden von Machtlosigkeit
- BBedeutungslosigkeit
- CNormlosigkeit
- DIsolation
- ESelbsentfremdung (Verhalten stimmt nicht mit eigener Wahrnehmung überein; z.B. Arbeit in Großkonzern)
- F-> macht auf Dauer krank und kann bis zum Tod führen ; auch heute noch von Bedeutung
- GMinimum an gemeinsamer InformaBon, Gesprächsthemen
95Was ist Locus of Control (Rotter) ?
- A,, Ort der Kontrolle''
- BInternale vs. externale Kontrollüberzeugung (ADribuEon):
- C- Ärzt_innen auf einer Intensivstation haben eine höhere Burnout-Rate als Ärzt_innen in Sterbehospizen – erstere atribuieren Todesfälle internal, letztere external
- D„Erbärmliche-Welt-Syndrom”
- ESelbstenzremdung (Verhalten stimmt nicht mit eigener Wahrnehmung überein; z.B. Arbeit in Großkonzern)
96Was ist der Unterschied von einer internalen und externalen Kontrollüberzeugung ?
- AInternale Kontrollüberzeugung: Die Möglichkeit der Ausübung von Kontrolle ist definiert durch die eigene(n) Fähigkeiten, Intelligenz, Anstrengung, Motivation, etc.
- BExternale Kontrollüberzeugung: Kontrolle ist definiert durch Glück, Zufall, Schicksal, die Regierung, etc. – das Leben verläuft schicksalhaft, die eigenen Handlungen haben keine unmittelbaren Konsequenzen.
- Cbeides nicht per se gut oder schlecht, internal nicht immer von Vorteil
- Ddie Kontrollüberzeugung einer Person ist nicht für alle Situationen des Lebens identisch - Lotterie
- EExternale Kontrollüberzeugung: Die Möglichkeit der Ausübung von Kontrolle ist definiert durch die eigene(n) Fähigkeiten, Intelligenz, Anstrengung, Motivation, etc.
- FInternale Kontrollüberzeugung: Kontrolle ist definiert durch Glück, Zufall, Schicksal, die Regierung, etc. – das Leben verläuft schicksalhaft, die eigenen Handlungen haben keine unmittelbaren Konsequenzen.
97Vergleich: Kultivierungshypothese und Locus of Control
- ASymptome von Vielseher_innen und Personen mit externaler Kontrollüberzeugung sind nahezu identisch.
- BGerbner: korrelatives Design mit mangelnder Aussagekraft über tatsächliche Kausalität; Wirkungsansatz oder Nutzen- und Belohnungsansatz?
- CKorrelative Untersuchungen vs. Experimente - Experimente: Wenn-dann- Beziehung, Richtung der Kausalität
98Wie lautet die Just World-Theorie (Lerner, 1980) ?
- ATheorie der ,, gerechten Welt''
- BGrundgedanke: “A just world is one in which people get what they deserve.”
- CKonzept, mit dem internal attribuierende Personen kognitive Dissonanz kompensieren - Verleugnung von Ungerechtigkeiten
- Dweitere Möglichkeit: Altruismus (Unglück kompensieren)- Greenpeace erhält mehr Spenden als Amnesty
International - EAusnahmen: Bekannte bzw. Prominente
- Fgroßteils nicht allzu negaEv – glaubten, dass sie selbst verantwortlich sind und aus eigener KraV herausfinden werden
99 Was ist die Gelernte Hilflosigkeit (Seligman)
- AModell um Depressionen zu erklären, die auf exogene Faktoren – etwa auf das Umfeld und nicht auf körperliche Ursachen (z.B. Stoffwechselstörung im Gehirnàendogene Faktoren) – zurückzuführen sind.
- Bdazu wurde auch ein Experiment mit Hunden gemacht
- Cdazu wurde auch ein Experiment mit blinden Katzen gemacht
100Wie lief das Experiment zur gelernten Hilflosigkeit von Seligman ab ?
- AHunde wurden angeleint und mussten auf einem stromdurchfluteten Gitter stehen - Stromstöße
- Bdanach wurde ihnen die Leine abgenommen und gezeigt, dass hinter einer kleinen Barriere der Boden keine Stromstöße abgibt
- CTiere wurden ohne Leine nochmals auf den stromdurchfluteten Boden gesetzt – jaulten, aber verließen den unter Strom gesetzten Bereich nicht
- DVergleich: Hunde, die zu Beginn nicht angeleint wurden, wichen sofort auf den Boden ohne Strom aus
- Egelernte Hilflosigkeit: unfähig zu agieren
101Vergleich: Kultivierungshypothese, Locus of Control und gelernte Hilflosigkeit
- AGefühl der Machtlosigkeit und Hoffnungslosigkeit bei gelernter Hilflosigkeit
- BKorrelative Untersuchungen vs. Experimente
- Experimente: Wenn-dann- Beziehung, Richtung der Kausalität - Cerbärmliche Welt Syndrom auch bei gelernter Hilflosigkeit
102Experiment: Wirkung von Kontrollverlust
auf die Wahrnehmung medialer Inhalte (Vitouch & Klein, 1984)
• 3 Experimentalgruppen:
◦ G1: Kontrollerleben – positive Kontrollsituation
◦ G2: Kontrollverlust – Hilflosigkeitssituation
◦ G3: Kontrollgruppe – „neutrale Gruppe“- AVorspiegelung eines Intelligenztests in 3 Durchgängen, im Anschluss wurde jeweils ein Werbeblock „zum Abschalten“ gezeigt
- BG2 erhielt 60-70% unlösbare Aufgaben; G3 machte stattdessen Pausen
- CKommentare des Versuchsleiters sorgten für die internale Attribution des Erfolgs bzw. MisserfolgsàHilflosigkeit in G2
- DAnschließende Abfrage soziodemographischer Daten und des Fernsehverhaltens
- EAbschließend Messung der Erinnerungsleistung
103Was waren die Ergebnisse des Experiments : wirkung von Kontrollverlust auf die Wahrnehmung medialer Inhalte ?
- AEinteilung der 3 Experimentalgruppen in Viel-, Wenig- und Normalseher_innen - 9 Gruppen
- BUnterschiedliche Erinnerungsleistung
- Cinternal attribuierende Personen zeigen während eines Hilflosigkeitstrainings zunächst Reaktanz, mit fortschreitender Zeit allerdings verstärkte Depression
- DRezeptionsunterschiede: G2 sah die Filme stur an
- EZusammenhang zwischen gelernter Hilflosigkeit und Programmselektion
- FVielseher / Neutrale Gruppe schnitten am besten ab bei dem Experiment
104Wofür diente das Experiment mit Ratten (Prokasy) ?
- AVorhersagbarkeit als zentraler Aspekt von Kontrollerleben
- BExperiment: T-Labyrinth mit Futterkammer an einem Ende
- CFutterkammer wurde in den meisten Fällen rechts platziertàRatten lernten dies nach einigen Durchgängen und gingen nach rechts
- DUmbau: schwarze bzw. weiße Wartekammer vor Futterkammern hinzugefügt
- eine Seite: weiße Wartekammer = Futterkammer dahinter, schwarze Wartekammer = keine Futterkammer dahinter; andere Seite: zufällige Farbe - Ratten gingen eher in die Kammer, von der sie mit Sicherheit wussten, ob danach eine Futterkammer folgt oder nicht - EUm das arme welt syndrom an ratten zu zeigen
105Wie lief das Modell der komplexen Informationsverarbeitung ab ? (Schroder)
- AInformationsaufnahme durch:
◦ Subjektive Differenzierung
◦ Subjektive Diskriminierung - BOrganisation der Informationseinheiten -> simples bzw. komplexes konzeptuelles Niveau der Informationsverarbeitung
- CParameter für die Entwicklung des konzeptuellen Niveaus
- DVorhersagbarkeit als zentraler Aspekt von Kontrollerleben
- EErlernen von kognitiv adäquaten bzw. inadäquaten Angstbewältigungsstrategien
- AInformationsaufnahme durch:
106Wie wird simples bzw. komplexes konzeptuelles Niveau der Informationsverarbeitung beschrieben ?
- Asimples Niveau: Umwelt wird anhand weniger Dimensionen differenziert - einfacher Algorithmus, festes Kombinationsschema
- BAmbiguitätsintoleranz: unfähig mit Mehrdeutigkeit umzugehen, Komplexitätsreduktion
- CSubjektive Differenzierung
107Welche Parameter für die Entwicklung des konzeptuellen Niveaus gibt es ?
- AAnzahl der Informationssuchreaktionen
- BDifferenzierung
- CIntegration
- Dsubjektive Differenzierung
- Esimples Niveau
108Angstbewältigungsstrategien (Epstein)
- AErlernen von kognitiv adäquaten bzw. inadäquaten Angstbewältigungsstrategien
- Binadäquat: „alles oder nichts“-Prinzip – kurzzeitig intensive Reaktion auf konkrete Situationen/Reize
- Cadäquat: nach dem ersten Erleben einer Angst wird weiter kognitiv daran gearbeitet (àsystematische Desensibilisierung)
- Dadäquat: „alles oder nichts“-Prinzip – kurzzeitig intensive Reaktion auf konkrete Situationen/Reize
- Einadäquat: nach dem ersten Erleben einer Angst wird weiter kognitiv daran gearbeitet (àsystematische Desensibilisierung)
109Was ist ein Beispiel für eine adäquate und inadäquate Angstbewältigungsstrategie ?
- AFallschirmsprung
- BReiten
- CNeulinge: inadäquate Angstbewältigungsstrategie - Panik
- DProfis: adäquate Angstbewältigungsstrategie - nur leicht erhöhtes Aktivierungsniveau
- Enichts von dem angeführten
110Was ist das R-S-Konstrukt ?
- ADifferenzierung der inadäquaten Angstbewältigungsstrategie
- BRepresser: gehen Angstreizen aus dem Weg
- CSensibilisierer: ständig auf der Suche nach Angstreizen; diese werden allerdings auf einem niedrigen konzeptuellen Niveau verarbeitetàoberflächliche Wahrnehmung; Boulevardmedien
- DSensibilisierer : gehen Angstreizen aus dem Weg
- ERepresser : ständig auf der Suche nach Angstreizen; diese werden allerdings auf einem niedrigen konzeptuellen Niveau verarbeitetàoberflächliche Wahrnehmung; Boulevardmedien
111Zweiprozess-Modell elterlicher Erziehungswirkung (Krohne)
• neben dem Erwerb von Kontrollkompetenz ist auch die Vorhersagbarkeit des elterlichen Feedbacks entscheidend für die Entwicklung von Angstbewältigungsstrategien- ATrue
- BFalse
112Defensive Angstbewältigung - Warum sehen Rezipierende bestimmte Programme gern an? (auch auf Internet- bzw. Social Media-Nutzung übertragbar)
- Amögliche Überwindung von Abläufen durch zusätzliche Information, Weiterbildung, stabile emotionale Verhältnisse
- Bproblematisch: Echokammern – andere Ansichten werden sofort als falsch abgetan (durchaus auf emotionale Art); können allerdings beruhigend wirken
- CErwerb von Vorhersagbarkeit: Erwartung dramaturgischer Wendungen (àHappy End)
113Entfremdung/Kontrollverlust/Hilflosigkeit
- A-> Peter Vorderer: Heavy User
- BStellvertretender Kompetenzerwerb durch Identifikation: Unter Kontrollverlust leidende Person sieht, wie Filmcharaktere sich zu Held_innen entwickelnà Vorstellung, dass es der Person selbst genauso gehen könnte
- CErwerb von Vorhersagbarkeit: Erwartung dramaturgischer Wendungen (àHappy End)
- DInteraktives Kompensations- und Verstärkungsmodell
- Eandere Ansichten werden sofort als falsch abgetan (durchaus auf emotionale Art); können allerdings beruhigend wirken
114Welche Aussagen zum Knowledge Gap stimmen ?
- A„Wenn der Informationsfluss von Massenmedien in ein Sozialsystem wächst, tendieren die Bevölkerungssegmente mit höherem sozio-ökonomischen Status zu einer rascheren Aneignung dieser Informationen als die statusniedrigeren Segmente, sodass die Wissenskluft zwischen diesen Segmenten tendenziell zu- statt abnimmt.“ (Gaziano, 1984)
- BFrühere Hoffnung: Medien als demokratische Möglichkeit der Informationsaneignung für alle (z.B. TV: keine Lesekompetenz benötigt)
- CJedoch: Einfluss der Programmwahl!
-emotional gap - DKurze und kurzfristig abgeschlossene Ereignisse haben bessere Chancen, zur Nachricht zu werden.
- EErwerb von Vorhersagbarkeit: Erwartung dramaturgischer Wendungen
115Betroffenheit: Personen in fordernden sozio-ökonomischen Verhältnissen, die abends von der Arbeit müde sind, sehen eher keine komplexen Physiksendungen an, wenn sie nicht bereits damit in Berührung gekommen sind.
- ATrue
- BFalse
116Was sind die Nachrichenfaktoren laut Galtung u. Ruge ?
- Aerstellt auf Basis von Inhaltsanalysen
- Badditiv: Je mehr Faktoren vorhanden sind, desto eher wird eine Nachricht aufgenommen.
- CFrequenz
- DSchwellenfaktor
- EEindeutigkeit
- FBedeutsamkeit
- GKonsonanz
- HÜberraschung
- IKontinuität
- JVariation
117Was besagt der Nachrichtenfaktor Frequenz ?
- AKurze und kurzfristig abgeschlossene Ereignisse haben bessere Chancen, zur Nachricht zu werden. Lang andauernde Entwicklungen werden kaum dokumentiert.
- BEreignisse, die registriert werden sollen, müssen eine gewisse Aufmerksamkeitsschwelle überwinden
- CJe klarer, einfacher und konsistenter ein Ereignis, desto größer sein Nachrichtenwert.
118Was besagt der Nachrichtenfaktor Schwellenfaktor ?
- AEreignisse, die registriert werden sollen, müssen eine gewisse Aufmerksamkeitsschwelle überwinden
- Filtertheorie (Broadbent): selektive Wahrnehmung - BEindeutigkeit: Je klarer, einfacher und konsistenter ein Ereignis, desto größer sein Nachrichtenwert.- Ambiguitätsintoleranz
- CKurze und kurzfristig abgeschlossene Ereignisse haben bessere Chancen, zur Nachricht zu werden. Lang andauernde Entwicklungen werden kaum dokumentiert.
- Aktivierungsniveau: Werden Inhalte immer wieder rezipiert, steigt die Aktivierung nicht mehr wesentlich an
- Belohnungsaspekte!
- AEreignisse, die registriert werden sollen, müssen eine gewisse Aufmerksamkeitsschwelle überwinden
119Was besagt der Nachrichtenfaktor Eindeutigkeit ?
- AJe klarer, einfacher und konsistenter ein Ereignis, desto größer sein Nachrichtenwert. -> Ambiguitätsintoleranz
- BEreignisse, die eine erkennbare Auswirkung auf die eigene Lebenssituation haben, beinhalten einen höheren Nachrichtenwert.- ethnozentrischer Filter
- CKurze und kurzfristig abgeschlossene Ereignisse haben bessere Chancen, zur Nachricht zu werden
120Was besagt der Nachrichtenfaktor Bedeutsamkeit ?
- A(kulturelle Nähe, Relevanz)
- BEreignisse, die eine erkennbare Auswirkung auf die eigene Lebenssituation haben, beinhalten einen höheren Nachrichtenwert.
- CNachrichtenwert. - ethnozentrischer Filter
- Reduktion von Kontrollverlust, Suche nach bedrohlichen Aspekten, Sensibilisierer - DEreignisse, die eine Variation gegenüber einem dominierenden Nachrichtentyp
bringen, haben eine erhöhte Chance, in die Berichterstattung aufgenommen zu werden.
121Was besagt der Nachrichtenfaktor Konsonanz ?
- Avorhersagbarkeit, wünschbarkeit
- BJe mehr ein Ereignis den Erwartungen und wünschen eines Publikums entspricht, desto eher wird es zur Nachricht.
- CHat ein Ereignis einmal Aufmerksamkeit erregt, wird darüber eine Zeit lang kontinuierlich berichtet, auch wenn sein Nachrichtenwert sinkt.
- DKurze und kurzfristig abgeschlossene Ereignisse haben bessere Chancen, zur Nachricht zu werden
122Was besagt der Nachrichtenfaktor Überraschung ?
- AÜberraschung ist ein Nachrichtenwert innerhalt des Vorhersagbaren und Konsonanten; sie sollte sich allerdings in Grenzen halten und nicht zu groß sein.
- BFußball: Gewissheit (- Konsonanz), da die Regeln bekannt sind; Ungewissheit (- Überraschung), da das Ergebnis nicht mit Sicherheit vorhergesehen werden kann.
- CJe mehr ein Ereignis den Erwartungen und
Wünschen eines Publikums entspricht, desto eher wird es zur Nachricht.
123Was besagt der Nachrichtenfaktor Kontinuität ?
- AHat ein Ereignis einmal Aufmerksamkeit erregt, wird darüber eine Zeit lang kontinuierlich berichtet, auch wenn sein Nachrichtenwert sinkt.
- BFlüchtlings- und Migrationsberichterstattung
- CFußballspiel
- DEreignisse, die eine erkennbare Auswirkung auf die eigene Lebenssituation haben, beinhalten einen höheren Nachrichtenwert
124Was besagt der Nachrichtenfaktor Variation ?
- AEreignisse, die eine Variation gegenüber einem dominierenden Nachrichtentyp
bringen, haben eine erhöhte Chance, in die Berichterstattung aufgenommen zu werden. - BKontrastphänomen
- CReduktion von Kontrollverlust, Suche nach bedrohlichen Aspekten, Sensibilisierer
- DJe klarer, einfacher und konsistenter ein Ereignis, desto größer sein Nachrichtenwert.
- AEreignisse, die eine Variation gegenüber einem dominierenden Nachrichtentyp
125Was ist der Gatekeeper-Ansatz ?
- AJournalist_innen entscheiden, welche Informationen an die Rezipierenden weitergegeben werden
- Bauch Journalist_innen nehmen allerdings selektiv wahr - Interessen, Lerngeschichte, Haltungen,
politische Einstellungen - Crelativiert durch Internet und Social Media: zuvor nicht beachtete Themen können hier aufgegriffen werden
- DHat ein Ereignis einmal Aufmerksamkeit erregt, wird darüber eine Zeit lang kontinuierlich berichtet, auch wenn sein Nachrichtenwert sinkt.
126Wie läuft das Zwei-Komponenten-Modell der Nachrichtenauswahl (Kepplinger, 1998) ab ?
- Abestimmt durch journalistische SElektionskriterien und Ereignisauswahl
- BNachrichtenauswahl durch Journalisten
- CBlogs: keine Redaktionslinie, geringere organisatorische und technische Zwänge -> Watchblogs, Alphablogger (YouTube Rezo-Statement zur CDU)
- DNachrichtenregeln
- ENachrichtenauswahl durch Nachrichtenwerte
- FInteressen, Lerngeschichte, Haltungen,
politische Einstellungen nicht von Bedeutung
127Was beeinhaltet die Nachrichtenauswahl durch Journalisten ?
- Asubjektive Einstellungen (persönliche Vorlieben und Abneigung des Gatekeepers)
- BPublikumsorientierung (Bedürfnisse und Wünsche des Publikums - Politiker_innen: Orientierung der politischen Themenwahl bei an Meinungsumfragen)
- CAngebot der Nachrichtenagenturen
- DKolleg_innenorientierung (Anerkennung finden – Journalist_innenpreise)
- Eredaktionelle Linie (politische und wirtschaftliche Interessen, Abhängigkeiten)
- Forganisatorische und technische Zwänge (Zeit, Konkurrenzdruck, Platzprobleme)
- GGegenüberstellung widersprüchlicher Standpunkte
- HAbgrenzung von eigenen und fremden Aussagen
128Nachrichtenregeln - so gehen seriöse Journalisten mit Information um
- AKonstruktivismus: Auch Journalist_innen nehmen die Welt unterschiedlich wahr; Objektivität: für Menschen
unmöglich - BGegenüberstellung widersprüchlicher Standpunkte
- CStützung von Aussagen durch Tatsachen
- DAbgrenzung von eigenen und fremden Aussagen
- EGliederung von Information in einer bestimmten Anordnung (- W-Fragen, umgekehrte Pyramide)
- FTrennung von Nachrichten und Kommentar (Interviews - Watzlawick: Inhalts- und Beziehungsebene;- Habermas: Erzielen von Verständigung)
- GProfessionalisierung von Politiker_innen; Symbiose Politik – Journalismus
- HAngebot der Nachrichtenagenturen
- Isubjektive Einstellungen
- AKonstruktivismus: Auch Journalist_innen nehmen die Welt unterschiedlich wahr; Objektivität: für Menschen
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- Quiz on THEO: VO PSYCH - Medienpsychologie , created by Adrienne Tschaudi on 26/09/2019.
- Author
- Adrienne Tschaudi
- Language
- Deutsch
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