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Flashcards

Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Bewusstsein

Caroline Gerhard German 5.0Average rating 5.0 out of 5 (1 rating) 175 cards

Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Bewusstsein

Cards in this deck (175)

  1. 1Def. WahrnehmungAktivität der Sinnesorgane & Sinnesrezeptoren
    Infos aus Umgebung aufnehmen, um an Anforderungen anzupassen
    ->
    ohne Wahrnehmung kein Wissen erwerben
    ->
    ohne erfolgreiches Handeln, keine Anpassung
  2. 2Sinnesmodalitäten- Tasten, Riechen, Schmecken => Nahsinne
    - Sehen und Hören => Fernsinne (das Riechbare auch eher ein Fernsinn)
  3. 3Klassifikation von Sinnen- Exterozeption: Aufnahme Reize aus Umgebung
    - Interozeption: Aufnahme Reize aus Körperinneren
    o Sensibilität für innere Organe (Viszerozeption)
    o Haut-, Lage-, Bewegungsempfindungen durch Sinnesorgane der Haut, Skelettmuskeln, Sehnen, Gelenken und Eingeweiden
    - Propriozeption: Wahrnehmung Lage, Stellung & Bewegung von Körperteilen und des gesamten Körpers
  4. 4SomatosensorikEmpfindungen vor allem durch Haut-Skelettmuskelsystem
  5. 5Sensumotorischen-SystemenZusammenspiel Sinne – motorisches System
  6. 6These der Ökologischen WahrnehmungstheorieSinnessystem dient nicht dazu, die Umgebung abzubilden, sondern effektives Handeln zu ermöglichen
    Voraussetzung: Zusammenwirken von Sensorik und Motorik .
  7. 7Propriozeptionalle Wahrnehmungen die zur Abgrenzung des Körperselbst vom Nicht-Selbst dienen.
  8. 8distaler ReizObjekte/physikalische Reize der Umgebung: wirken auf Rezeptoren ein, so dass sich Zustände dieser Rezeptoren ändern
  9. 9proximalen ReizRezeptorerregung
    Transformation physikalischer Energie des distalen Reizes in Erregung
  10. 10TransduktionWeiterleitung proximaler Reiz über nachgeschaltete NervenTransduktion
  11. 11Kontaktprinzip des ReizesReiz tritt mit Rezeptoren in Kontakt
    => Erregung
    => Änderung mechanischer, elektrischer, chemischer Eigenschaften der Rezeptoren
    => Änderung elektrochemischer Eigenschaften der mit diesen verbundenen Nervenzellen
  12. 12sensorischen Prozess (Wahrnehmungsprozess)zeitliche Folge von:
    - Reizeinwirkung
    - Reizaufnahme
    - Transformation des Reizes in Erregung
    - Weiterleitung der Erregung
    - Verarbeitung der Erregung in Nervenzentren
  13. 13LatenzzeitZeit bis Wahrnehmungsprozess beginnt
  14. 14Aus welchen Prozessen besteht der sensorisch-perzeptive Prozess?- Reizprozess
    - Erregungsprozess
    - Wahrnehmungsprozess
  15. 15Problem der distalen ReferenzWarum Zwischenglieder zwischen distalem Reiz & Wahrnehmung nicht wahrgenommen, obwohl Infos vorhanden?
  16. 16adäquater ReizReiz mit bestabgestimmten physikalischen Eigenschaften für Sinneszelle
  17. 17ReizspezifitätBiophysikalische Spezifität des Reizes
    (Nicht immer eindeutig: es gibt Sinneszellen, die sowohl auf Druck als auch auf Temperatur reagieren)
  18. 18Kodierung- Bildung Übersetzung Außenwelt in das Erleben & Handeln
    - auf Basis von Aktivitätsmustern aus aktivierenden & hemmenden Sinneszellen
    - binäre Codierung (aktiv = Aktionspotential = 1, inaktiv = kein AP = 0)
  19. 19Verhältnis zwischen Reiz und Reaktion- Geht Reaktion auf den Reiz zurück?
    - Info ≠ physikalische Eigenschaften des Reizes
    ⇨ Unterschied zwischen Wahrnehmen (Perzept) & Erkennen (Konzept)
    - Wissen, Vorerfahrungen etc. beeinflussen Wahrnehmung
  20. 20nomineller ReizPhysikalischer Reiz
  21. 21syntaktischer Informationsgehalt- Maß für die Informationsmenge
    - Syntaktisches Maß: bit
    (binary digit = Binärzahlen)
  22. 22Kanalmodell der Kommunikation von Information Shannon & Weaver- Sender codiert Nachricht
    - Empfänger decodiert Nachricht
    - Nachricht durch Störungen+ Datenverlust verändert
    - Transinformation = Info, die tatsächlich beim Empfänger ankommt
    - Ausweg: Wiederholtes Senden der Nachricht (Redundanz der Nachricht)
    Kanalmodell der Kommunikation von Information Shannon & Weaver
  23. 23Stufen der Informationsverarbeitung- Reizprozess ==> Input I
    - Erregungsprozess + Verarbeitungsprozess ==> Throughput Zi
    - Wahrnehmung + Reaktion ==> Output O
    (Black Box)
  24. 24AutomatenAutomaten sind alle Modellsysteme, die einen Eingang haben, eine innere Verarbeitung + eine Ausgabe
  25. 25Reaktionszeitforschung (Mentale ChronometrieZiel: Stufen der Infoverarbeitung identifizieren
    Vorgehen: Variation Eigenschaften Reiz --> Messung Reaktionszeit --> Schluss auf kognitiven Prozesse --> Wahlreaktionssituation: mehrere Reize werden mehreren Reaktionen zugeordnet
  26. 26Annahmen Paradigma der Informationsverarbeitung1. Dekompositionsthese
    Annahme: lang andauernde Lernprozesse /komplexe Programme in kleinere Einheiten zerlegen, bis weitere Zerlegung irrelevant
    2. Relevanzthese
    Mikrostruktur kognitiver Prozesse relevant für die Produkte auf höchster Ebene
    3. Modellierungsthese
    höchste mentale Ebene unter Rückgriff auf elementare Prozesse erklären
  27. 27EfferenzBewegungsbefehl
  28. 28Größenkonstanzleistung- Objekt trotz unterschiedlich großen Netzhautbildes als gleich groß wahrgenommen
    - Funktioniert bei vertikalen Perspektiven (von einem Turm) nicht so gut
  29. 29ReafferenzprinzipReafferenzprinzip
  30. 30Nachbildelementare Nachwirkung einer visuellen Wahrnehmung (bis zu 20 sec)
    positives Nachbild: homochromatisch (gleiche Farbe)
    negatives Nachbild: heterochromatisch (Komplementärfarbe)
  31. 31Entfernungsinformation, die für die Größenkonstanzleistung notwendig istNahbereich:
    o Nahakkomodation (Anpassung Brechkraft an Entfernung des Reizes)
    o Konvergenzwinkel zwischen Augenachsen
    Größere Entfernungen:
    o Gehirn durch Efferenzkopie informiert → Infos durch Reafferenzprinzip
    o Mangelnde Infos durch Wissen, Vorerfahrung ergänzt (Wahrnehmen mit Gedächtniseinträgen verbunden)
  32. 32„Segmentation and binding – process“visuelles System errechnet aus dem Lichtstrom:
    - binding: Infos zu einem einzigen Objekt zusammengebunden
    - segmentation: Infos zur Abtrennung Objekte voneinander
    ⇨ Vordergrund / Hintergrund
  33. 33Phonemic-restoration-Effektbei Wahrnehmung eines Wortes wird ein Laut eingefügt, obwohl dieser fehlte
    ⇨ Wörter werden nicht immer sofort erkannt, manchmal erst rückwirkend (Kontext)
  34. 34wichtigste Gestaltgesetze- Gesetz der Nähe
    - Gesetz der Ähnlichkeit
    - Gesetz des gemeinsamen Schicksals
    - Gesetz der Prägnanz
  35. 35Gesetz der NäheRäumlich Nahe Elemente zu Gruppe zusammengefast
    Grenze der Gruppe, wo Abstände der nächsten Nachbarn deutlich größer sind (räumlich/zeitlich)
    Phi-Phänomen: Bewegungssehen ohne retinale Ortsveränderung (Scheinbewegung)
  36. 36Gesetz der ÄhnlichkeitÄhnliche Elemente zu Gruppe verbunden, unähnliche (ab-)getrennt
    Ähnlichkeit hängt davon ab, welches Merkmal verglichen wird!
    Durch Gesetz des gemeinsamen Schicksals erklärt
  37. 37Prägnanz (auch Prägnanzprinzip)Wahrnehmung so organisiert, dass sich einfachste & stabilste Form ergibt
    einfache Gestalt = geschlossen, symmetrisch organisiert, Binnenstruktur eine größere Ähnlichkeit hat
    als Umgebungsstruktur, leichter zu erkennen
  38. 38amodaler VervollständigungUnvollständige Figuren werden in der Wahrnehmung ergänzt
  39. 39Relativitätstheorie der WahrnehmungsurteileBeurteilung von Wahrnehmungseigenschaften (laut, groß) hängt von einem meist nicht
    bewussten System von Eigenschaftsbezügen ab
  40. 40Konstruktion einer Phänomenskala- Vorgabe von Urteilskategorien (z. B. 5)
    - je Kategorie 10 geordnete Zahlen zugeordnet (1-10, 11-20 usw.)
    - 0 bedeutet „nicht vorhanden“
    - Vorgabe Gegenstand und lässt ihn beurteilen
    ⇨ metrische Struktur einer eindimensionalen Mannigfaltigkeit prüfen
  41. 41amodale Ergänzungamodale Ergänzung, liegt dann vor, wenn sich uns z.B. eine in der Reizvorlage nicht bzw. nur teilweise enthaltene Figur anschaulich vollständig hinter einer anderen Figur fortzusetzen scheint (Modalität).
  42. 42OrientierungenWo-Orientierung = Selbstlokalisation
    Hängt von der Was-Orientierung ab!
    Was-Orientierung = ansteuern/ausrichten
  43. 43räumlichen Bezugssystemen- egozentrisches Bezugssystem:
    räumliches System, Position relativ zu Körperachsen des Selbstbewegers definiert
    - allozentrisches Bezugssystem:
    bestimmtes Objekt fungiert als Landmarke
    setzt Verständnis für Objektpermanenz voraus
    Beim Navigieren durch den Raum beide Bezugssysteme genutzt
  44. 44Orientierungsreaktion („Was-ist-los-Reaktion“)- Ziel: Veränderungen in Umgebung entdecken + Bedeutsamkeit für Organismus prüfen
    - Zusammenspiel: Wo-Orientierung und Was-Orientierung
    - Elementarste kognitive Operation
    - Angeboren, reflexhaft + automatisch ausgelöst
  45. 45Habituation(Gewöhnung)
    - Regelmäßige Ereignisfolge nicht mehr als Veränderung wahrgenommen
  46. 46DishabituierungSensitivierung
    - Muster der Ereignisfolge verändert sich/Ereigniserwartung anders als erwartet
    - Aufmerksamkeit steigt
  47. 47kategorialer Wahrnehmung- ein individueller Reiz wird als Repräsentant einer Klasse erfasst und damit klassifiziert
    - Perzepte zu Konzepten, indem mit Gedächtnisinhalten verknüpft
  48. 48Schematheorie des Erkennens Kant- Synthese aus Empirismus und Rationalismus:
    Empirismus: Wichtigkeit der bottom-up Prozesse => Problem der Abstraktion
    Rationalismus: Wichtigkeit der top-down Prozesse => Problem der Konkretion und Selektion
  49. 49Quellen des WissensWesentliche Quelle des Wissens: Wahrnehmen
    => unmittelbares, selbst erworbenes Wissen
    Weitere Quellen: Konzepte und von anderen vermitteltes Wissen
    => mittelbares Wissens
  50. 50Hauptklassen von Wissen- Deklaratives Wissen: Faktenwissen, sprachlich ausdrückbar
    - Prozedurales Wissen: Fertigkeit & Können, nicht vollständig versprachlichbar
  51. 51Quellengedächtnis (source memory)Wissen, woher unser Wissen stammt
  52. 52Beziehung zwischen Wahrnehmen und Wissen- Wahrnehmung ist Quelle von Wissen
    - Wissen beeinflusst Wahrnehmung
    - Wahrnehmung kann durch Wissen nicht beliebig verändert werden
  53. 53worauf führt Piaget psychophysisches Funktionieren zurück?- sensu-motorische Intelligenz = Grundlage für Denk- & Wissensintelligenz
    - kognitive Struktur, bestehend aus Schemata
    - Assimilation und Akkomodation für Aufbau, Nutzung, Änderung der Schemata
  54. 54Funktion der Wahrnehmungdient der Anpassung an die Umwelt
    Handlungsvorbereitung, -orientierung, –steuerung
  55. 55Problem der distaler Referenzerlebte, phänomenale Welt als im Draußen erlebt, obwohl sie im Kopf stattfindet
  56. 56Zusammenhang repräsentiertes und repräsentierendes SystemZusammenhang repräsentiertes und repräsentierendes System
  57. 57kognitiven Zuständen- Wahrnehmung und Zustände des Wissens, das Haben von Wissen
    - epistemische (= auf das Erkennen bezogene) Zustände
  58. 58Eigenschaften Repräsentationsrelation1. Asymmetrisch:
    Repräsentat repräsentiert Repräsentandum, aber nicht umgekehrt
    2. Singularität:
    Repräsentat repräsentiert nur das Repräsentandum
    3. Fehlrepräsentation:
    Repräsentat fehlrepräsentiert Repräsentandum
    4. Nichtexistenz:
    Objekt bildhaft dargestellt obwohl es nicht existiert (fiktionale Objekte)
  59. 59Mentales Modell- Zweck: Umgebung so repräsentieren, dass sich Organismus an Umgebung anpassen kann
    - Repräsentate Elemente oder Relationen zwischen Elementen und damit eine Struktur
    - abstrakt, d. h. reduziert auf wenige Eigenschaften
  60. 60Formate der Repräsentate- analoges Format (z.B. Modellauto => Gehirn: Bilder, kognitive Karten)
    - digitales, symbolisches Format (z. B. verbale Repräsentation)
  61. 61Wahrnehmung als „Erfolgsbegriff“ DetelWahrnehmung wird gewöhnlich als ein korrekter Erkenntnisakt verstanden
  62. 62Unterscheidung Realität und Wirklichkeit- Transphänomenale Welt = Realität (physische Welt; existent unabhängig von Denken)
    - Phänomenale Welt = Wirklichkeit (Erscheinungen der Realität)
  63. 63Einordnung erkenntnistheoretische Grundpositionen von WahrnehmungstheorienNach angenommenen Verhältnis zwischen Realität (Re) & Wirklichkeit (Wi):
    Ökologische Wahrnehmungstheorien:
    Jeder Organismus nimmt seine Umwelt direkt wahr: Wi = Re
    Repräsentationale Wahrnehmungstheorien:
    Wirklichkeit als Funktion der Realität:
    Wi = f(Re)
    Wahrnehmungstheorien die auf radikalen Konstruktivismus beruhen:
    Annahme: kognitive Selbstreferenz → Wirklichkeit aus „Daten“ vom Organismus errechnet
    Wi = f(Wi,OrgLG_O, Re_S)
  64. 64interventionistische Konzeption von WirklichkeitMit Geräten/Werkzeugen nicht erlebbare Wirklichkeiten zur Erscheinung bringen (z.B. Funksignale)
  65. 65Unterscheidung Wirklichkeitsaspektea. Transphänomenale Wirklichkeit vs. Phänomenale Wirklichkeit
    b. physikalisches Weltbild vs. Erscheinung in der Wahrnehmung
    c. Wirkliches Ding vs. Abbild, Modell
    d. anschauliche Wirklichkeit vs. anschaulicher Schein
    e. Angetroffenes vs. Gedachtes, Vorgestelltes
    f. anschaulich Vorhandenes vs. nicht Vorhandenes
  66. 66Klassen von Wirklichkeitskriterien Stadler und Kruse- syntaktische Wirklichkeitskriterien
    - semantische Wirklichkeitskriterien
    - pragmatische Wirklichkeitskriterien
  67. 67Reizidentifikation (Reizerkennung)- Reiz hinsichtlich gewisser Merkmale zu benennen (z. B. Farbe)
    - Reiz muss als Exemplar (token) einer Merkmals- oder Objektklasse (type) bestimmt werden
  68. 68Welche Daten können bei einem Wahrnehmungsexperiment registriert werden?- distaler Reiz
    - mit der Vp vereinbarte Reaktion
    - körperliche Veränderungen der Vp (Augenbewegungen, Mimik, Gestik
    - neurophysiologische Indikatoren (EEG, EMG, EOG, fMRT etc.)
  69. 693 grundlegenden Typen von Wahrnehmungsurteilen1. wahrnehmbar vs. nicht wahrnehmbar
    2. gleich vs. nicht gleich
    3. Spezifikation des Urteils „nicht gleich“, z. B. „größer als“
  70. 70psychometrischen Funktion- verknüpft physikalischen Beiträge des Reizes mit Wahrnehmungsurteilen
    - Abzisse (x): physikalische Reizgröße
    - Ordinate (y): relative Häufigkeiten, mit denen geurteilt wurde, ob der Reiz vorhanden war oder nicht
  71. 71inneren Psychophysik- Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und unmittelbar zugrunde liegenden physiologischen Prozessen im Gehirn
    - Dazu notwendig: Untersuchung hirnphysiologischer Prozesse
  72. 72PsychometrieUntersuchung von psychischen Erscheinungen, im besonderen die Untersuchung zwischen psychischen sowie zwischen psychischen und nicht-psychischen Variablen
  73. 73Unterschiedsschwelledrückt den Grad der Unterschiedsempfindlichkeit (Feinheit der Unterscheidung) aus
  74. 74Webersche GesetzEbenmerklicher Unterschied emU = ΔS/So
    wobei So = Ausgangsreiz
    ΔS = Zuwachs physischer Reiz, um Unterschied zu bemerken
    Verhältnis ist innerhalb eines Sinnes annähernd konstant
  75. 75Ursachen zur Variation des Schwellenwerts1.Änderung Zustand Sinnesorgan: Empfindlichkeit reizempfangenden Organs nicht konstant
    2.Änderung Einstellung des Vp: Konzentrationsschwankungen/Ermüdung
    3.Beziehungen zwischen einzelnen Darbietungen:
    - Erwartungshaltung, Gewöhnung
    - Rechnerischer Zeitfehler: bei Vergleich von je 2 Reizen folgende Reiz oft stärker eingeschätzt
    - Raumfehler
  76. 76Wie wird die Absolutschwelle festgestellt?- Grenzverfahren
    - Verfahren der Reizfindung
    - aufsteigender Teil: Erhöhen der Reizstärke bis zur Wahrnehmung
    - absteigender Teil: Senken der Reizstärke bis zum Nicht-mehr-Wahrnehmen
    ⇨ Absolutschwelle = 2 physikalische Werte, daraus Mittelwert
  77. 77Unterschied Konstanzverfahren zu Grenzverfahren & Herstellungsverfahren- Konstanzverfahren Methode der Urteilsfindung
    - Grenz- und Herstellungsverfahren Methoden der Reizfindung
  78. 78Anwendung Konstanzverfahren- Vp führen Paarvergleich durch & müssen für jedes Paar entscheiden, ob Vergleichsreiz
    >, < oder = Standardreiz
    - Kann zur Ermittlung einer Unterschiedsschwelle verwendet werden
  79. 79WahlmethodeVp hat aus einer Reihe von Objekten eines auszuwählen, dem bestimmtes Urteil zukommt
  80. 80Rangordnung- Erweiterung der Wahlmethode
    - nach einer Urteilsdimension (z.B. Wohlgefallen) soll eine erste, zweite, dritte Wahl usw. getroffen werden, bis ein letztes Element übrig bleibt → Rangordnung
  81. 81Methode der sukzessiven Intervalle- Angewendet bei sehr vielen Objekten (=> Rangreihe unübersichtlich)
    - Ziel: eine überschaubare Zahl von Kategorien bilden
  82. 82Dominanz-PaarvergleichVergleich zweier Objekte, der es auch erlaubt, zwei Ränge zu vergeben: A>B oder B>A
  83. 83ÄhnlichkeitspaarvergleichVergleich zweier Objekte nach Kriterien: nicht ähnlich, ähnlich, gleich
  84. 842AFC-Versuch-2 Alternative Forced Choice – Experiment
    -sukzessiver Paarvergleich
    -VP muss angeben, ob vereinbarter Zielreiz im 1. oder 2. Beobachtungsintervall
    -entweder binäre Entscheidung (binary choice) oder Sicherheit schätzen, mit der sie sich für Intervall entscheidet
  85. 85Unterscheidung Schätzverfahren von Wahlmethode, Rangordnung, PaarvergleichWahlmethode, Rangordnung, Paarvergleich: mehrere Reize (explizite Vergleichsurteile)
    Schätzverfahren ist eine „Methode der einzelnen Reize“
  86. 86Schätzverfahren- Methode der einzelnen Reize (Verfahren des absoluten Eindrucks)
    - Urteilsobjekt geboten, nach vorgegebenen Skala beurteilen
    - 2 bis 7 oder 9 Abstufungen
    - basiert auf Vergleich mit „innerem Maßstab“, im Gedächtnis verankertem Bezugssystem
  87. 87UrteilsrelativitätBezugssystem nicht konstant, verändert sich mit dargebotenen Reizen, ist also kontextabhängig
    Verankerung durch einen unteren und oberen Pol
  88. 88indirekter Skalierung- Verfahren, in dem Vp über gesuchten Skalenabstände selber kein Urteil fällt, Abstände werden aus Verteilung der ordinalen Urteile erschlossen
    - am häufigsten: Paarvergleich nach der law of comparative judgement
  89. 89direkter Skalierung- Vp beurteilt Abstände/Verhältnisse zwischen Reizen selber
    - Urteile können direkt zur Skalenbildung verwendet werden
  90. 90direkten Skalierungsmethoden1. Methode der mittleren Abstufungen:
    -3 Reize dargeboten (unterer & oberer bleiben konstant), dazwischen liegender soll so eingestellt werden, dass er Mitte zwischen beiden anderen Reizen bildet (Sm)
    -Sm wird zum oberen/unteren konstanten Reiz & es wird wiederum die Mitte gesucht usw.
    -Ziel: Beziehung zwischen Reizen & Empfindungsgrößen, entspricht Intervallskala
    2. Methode der Verhältnisschätzung:
    -Grundform: zu gegebenen Reiz 2. finden, im Urteil der Vp doppelte Intensität
    -Vom neuen Reiz ausgehend weiterer, der wiederum diesem gegenüber doppelten Empfindungswert hat usw.
    -Methode der multiplen Reize: Drei-, Vier- & Mehrfache bestimmen;
    -Fraktionierungsmethode: die Hälfte, ein Viertel oder ein Bruchteil des Eindrucks
  91. 91Reaktionsneigungsensorische Leistung, das Entdecken/Identifizieren/Unterscheiden, nicht unabhängig vom Entscheiden & Urteilen gemessen werden
    Entscheidungs- & Urteilaspekte unter Oberbegriff Reaktionsneigung zusammengefasst
  92. 92Ablauf Signalentdeckungsexperiment- Beobachtungsinterfall
    - Vp entscheidet: Signal gegeben: ja/nein
    - mehrere hundert Wiederholungen
    - da der Vl sicher weiß, ob ein Signal vorliegt, gibt es richtige und falsche Antworten
  93. 93Leistungsmaß d´-Maß der sensorischen Leistungsfähigkeit
    -abhängig von
    1. physikalischem Signal-Rauschen-Verhältnis
    2. sensorische Leistungsfähigkeit des Beobachters
  94. 94Analogien zwischen dem Modell der SDT und statistischem Hypothesentesten- Fehler erster Art entspricht dem falschen Alarm
    - Teststärke = Trefferwahrscheinlichkeit
    - Unterschied: beim Hypothesentest wird der Fehler erster Art konstant gehalten (z. B. α=5%)
  95. 95EvidenzvariablenVariable der Gewissheit
  96. 96nichtsensorische Faktoren- Faktoren, die die Lage des Kriteriums xc beeinflussen
    - vom sensorischen Aspekt unabhängig
    - beeinflussen Reaktionsneigung
    - Entscheidungsfaktoren
  97. 97Def. Bewusstsein- Mensch ist wach und orientiert
    - Aktiviertheit mentaler Prozesse
    - Orientiertheit in Raum und Zeit sowie zu sich selbst
  98. 98transitivem Bewusstsein & intransitives Bewusstseintransitivem Bewusstsein &amp; intransitives Bewusstsein
  99. 99Zusammenhänge Begriffe Bewusstsein, Kognition und Informationsverarbeitung-nicht deckungsgleich
    -es gibt nicht bewusste Informationsverarbeitung
    -es gibt nicht bewusste kognitive Prozesse
    -Informationsverarbeitung umfasst Bewusstsein (Wissen) & Nichtbemerken/Nichtwissen über Reizvorkommnisse
  100. 100HOT- Higher Order Thought theories of consciousness
    - ich weiß, dass ich etwas weiß
    - Theorie des reflektierenden Wissens auf mehreren Stufen
    - Bewusstsein = Reflexion
  101. 101phänomenalem Bewusstsein- Subjektives, privates Erleben
    - Private Welt, auf die nur das Individuum einen privilegierten Zugang hat
    => Erleben
  102. 102Monitoring-BewusstseinAchtgeben auf seine Gefühle und Gedanken
  103. 103Wie analysierte Brentano den mentalen Akt?-bestrebt psychische & physische Phänomene voneinander abzugrenzen
    -Lehre über die Struktur des Bewusstseins
    -psychische Akte als Bewusstseinserscheinungen, die 2-fachen Inhalt haben:
    1. Gegenstand, auf den sie sich richten
    => explizit bewusst
    2. Art und Weise, wie der Gegenstand gegeben ist
    => implizit bewusst
  104. 104Def. Aufmerksamkeit- Begrenzte mentale Ressource, zur Kontrolle der Ausführung von Handlungen
    - Eigenschaft psychischer Funktionen
    - Grundcharakteristik: Selektion von Infos
  105. 105Arten von Aufmerksamkeit- willentlich gelenkte Aufmerksamkeit
    - automatisch ausgelöste Orientierungsreaktionen (schnellen Verlagerung von Aufmerksamkeit)
  106. 106exekutiver Aufmerksamkeit- Aufmerksamkeit als wesentliche Eigenschaft der Handlungssteuerung
    - Selection-for-action
  107. 107Aufmerksamkeitsmechanismen, die der Handlungssteuerung dienen1.Verhaltenshemmung
    damit nicht mehrere physisch unvereinbare Handlungen ausgeführt werden
    2.Hemmung beim Einsatz von Fertigkeiten
    verhindert, dass dieselbe Fertigkeit zum gleichen Zeitpunkt mehrfach eingesetzt wird
    3.Mechanismen der perzeptiven Selektion
    dafür, dass EIN Reiz ausgewählt wird, der die Handlung initiiert & ihre Handlung festlegt
    4.Regulation des psychophysiologischen Erregungsniveaus
    dafür, dass Aufrechterhaltung einer Handlung & Möglichkeit, bestehende Handlung abzubrechen richtig gewichtet werden
    5.Mechanismus Handlungsplanung & Koordination des Handelns durch einen Handlungsplan Kombination vorhandener Fertigkeiten => trotz Verhaltenshemmung mehrere Handlungen gleichzeitig ausführbar
  108. 108Paradigma des dichotomen Hörens-linkem & rechtem Ohr gleichzeitig 2 verschiedene Nachrichten präsentiert
    -auf Inhalt einer Nachricht soll geachtet werden
    -Bedeutungsaspekte/Änderung der Sprache der nicht beachteten Nachricht konnten nicht angegeben werden
    -Physikalische Veränderungen wurden bemerkt
  109. 109„Split-Span“-Paradigma- Ziffernpaare werden simultan dem linken und rechten Ohr dargeboten
    - Vp sollen eine Sequenz von z.B. 3 Ziffernpaaren vollständig berichten
    => Ziffern können nur getrennt nach Ohr wiedergegeben werden
  110. 110Paradigma der Psychologischen Refraktärperiode (PRP)-2 visuelle Reize in kurzer Abfolge dargeboten
    -Vp muss schnellstmöglich auf S1 + S2 nacheinander reagieren
    -Reaktionszeit (RT) abhängig von Zeitverzögerung zwischen Beginn S1 & Beginn S2
    -Zeitverzögerung = SOA (Stimulus Onset Asynchrony) → kürzer SOA desto länger RT
    - serielle Reizverarbeitung
  111. 111Annahmen der Filtertheorie-2 gleichzeitig dargebotene Reize gelangen simultan zu sensorischen Speicher
    -ein Reize passiert wegen physikalischen Merkmale selektiven Filter (Alles- oder Nichts)
    -andere Reiz blockiert, verbleibt für evt. späteren Zugriff im Speicher
    -Aufgabe Filters: vor Überlastung schützen
    -Nur Info, die System durchläuft, kann bewusst + im Langzeitgedächtnis gespeichert werden
  112. 112Attentuationstheorie- Lässt abgeschwächte Weiterleitung & Verarbeitung nichtbeachteter Infos zu (Mehr-oder-weniger-Prinzip)
    - Analyse Eingangsinfos durchläuft Hierarchie von Verarbeitungsstufen, erreichtes Analyseniveau abhängig von verfügbaren Verarbeitungskapazität
    - Entscheidend: Konzept der Schwelle, die durch Erfahrung wie persönliche Relevanz verschoben werden kann
  113. 113Annahmen der Theorie der späten Selektion-Selektion spät im Verarbeitungsprozess lokalisiert
    -Alle Eingangsreize vollständig analysiert (parallele Prozesse notwendig)
    -Weiterverarbeitung nur Reize, die für momentane Aufgabe relevant
    -Voraussetzung: effizienten Prozess der Gewichtung aller Eingangsreize nach Relevanz
  114. 114Paradigma räumlicher Hinweisreize- Vp weiß, dass es 2 mögliche Orte gibt, an denen Reiz erscheinen kann
    - Hinweisreiz indiziert Position des Zielreizes mit gegebener Wahrscheinlichkeit
    - Bei validen Hinweisreizen sinkt Reaktionszeit, bei nicht validen steigt sie
  115. 115attentionaler BlindheitAufmerksamkeit (fast) ausschließlich auf Objekt gerichtet, das Gegenstand der zu lösenden Aufgabe ist. Nicht erwartete Objekte nur durch Prozesse verarbeitet werden, die keine Aufmerksamkeit erfordern
  116. 116WechselblindheitBeobachter große Probleme, auffällige Veränderungen eines Objekts zu entdecken, wenn Fokus der Aufmerksamkeit nicht auf sich verändernden Teil einer Szene ausgerichtet
  117. 117semiotische KompetenzSprachfähigkeit, Zeichen oder Signale lernen/ verwenden/
    bewerten, auf Reize als Kategorie („gefährlich“) reagieren
  118. 118Arten von Wörternautosemantisch -> Bedeutung dem Wort annehmbar
    synsemantisch -> Bedeutung nur in Verbindung durch andere Wörter
  119. 119phonetisches SprechenSchallmuster & -sequenzen als Zeichen für Begriffe, Gedanken,
    Wissen
  120. 120Theorie der Universalgrammatik ChomskyAnnahme:
    alle (menschlichen) Sprachen folgen gemeinsamen grammatischen Prinzipien
    Prinzipien allen Menschen angeboren
  121. 121Sender-Empfänger-Modellwie Kanalmodell
    Sender kodier -> Übertragung durch Kanal -> Empfänger Dekodiert
  122. 122Organmodell der Sprache Karl Bühler 1936Z= Zeichen um etwas mitzuteilen
    Linien= semantischer Funktion
    sprachlicher Zeichen
    Organmodell der Sprache Karl Bühler 1936
  123. 1233 Dimensionen des sprachlichen Zeichens1. Symbolfunktion: Symbolkraft zu Gegenstand und Sachverhalt
    2. Darstellungsfunktion: Zeichen stehen stellvertretend für etwas da
    3. Repräsentationsfunktion: Zeichen zur Repräsentation Sachverhalte aus Umgebung
  124. 124MorphologieUntersuchung kleinste bedeutungs- & funktionstragende Einheiten der
    Sprache = Morpheme, Worte in Silben zerlegt + Ersetzungsproben
  125. 125Phonologiewissenschaftliche Untersuchung der sprachlichen Verwendung von Lauten
    untersucht, in welcher Weise das universelle menschliche Lautbildungspotential in einzelnen Sprachen ausgeschöpft wird
  126. 126SyntaxRelation von Zeichen zu Zeichen, Regeln für verbinden, verändern, anwenden, in natürlicher Sprache mit Grammatik identisch, Ebenen: Wörter, Sätze, Texte
  127. 127SemantikBeziehung zwischen Zeichen und Bezeichnetem
    -> Referent, Denotation + Konnotation, Assoziationstechnik: Bedeutungsfelder/semantische Räume von Wörtern erforscht + nach Bedeutungsdistanz geordnet
  128. 128Pragmatikuntersucht sprachliches Handeln und Verhalten, Interpretation von Zeichen von dem für den diese Bedeutung haben
    → größeres Gewicht als Syntax und Semantik
  129. 129semantisches PrimingPrim-/Kontextwort geht Zielreizvoraus, Prim soll Aktivierung in Gang setzen, Zeit zwischen Prime & Zielreiz variierbar
    -> Zielreiz reaktionsrelevant, muss ausgesprochen klassifiziert etc. werden
    -> Primewort für Verarbeitung der Zielreizverarbeitung
    → typisches Ergebnis: je ähnlicher Prime und Zielwort, desto erleichterter
    Verarbeitung
  130. 130Sprachproduktion 3 Gebiete Levelt 1989-> Ebene Konzeptualisierung: Intension entsteht
    -> Formulation: Konzept in linguistische Form umgewandelt, individuelle Wörter
    gewählt + zusammengesetzt, in syntaktischen Rahmen gesetzt,
    Struktur spezifiziert
    -> Artikulation: letzte Details phonetisch/artikulatorisch geplant
  131. 131morphologisches Wettlaufmodellsemantisch intransparente Komposita meist auf
    direkter Route verarbeitet, semantisch transparente
    Komposita nicht
  132. 132lexikalische Repräsentationssysteme 3 Modelle1.Morphemenziert: Annahme mentales Lexikon enthält nur Morpheme, alle Wörter selben Stamm-/Wurzelmorphen Eintrag teilen, Sprachrezeption prälexikalische morphologische Analyse = Wortstamm isolieren
    -> Aufbau gemeinsamer Einträge: Auflistungsmodell unter Wortstamm alle morphologischen Verwandten in zerlegter Form aufgeführt oder Netzwerkmodell Wortstamm positiv mit Affixen verbunden für Kombi andere Verbindungen gehemmt
    2.Wortzentiert: Wörter eingetragen, keine morphologische Analyse notwendig,
    Wörter nach morphologischen
    Komponenten repräsentiert
    3.Zwei-Routen-Modell: 1. +2. Modell verbunden, 2 Wege Worterkennung über
    Morpheme oder direkte Worterkennung, schnellere Weg hängt von Häufigkeit/semantischer Transparenz ab
  133. 133lexikalischer ZugriffAktivierung zum sensorischer Input passende Einträge im
    mentalen Lexikon, Abgleich kann direkt erfolgen wenn ganze
    Wörter gespeichert
  134. 134lexikalische IntegrationEinbindung Einträge in syntaktischen Rahmen gesamt
    Äußerung
  135. 135autonomes ModellAnnahme: für Zugriff + Auswahl nur sprachliches Input + mentales
    Lexikon relevant
  136. 136Suchmodellnoch Häufigkeit geordnete Liste Wortformen, Liste abgesucht bis
    Form=Input, danach syntaktische + semantische Infos aktiviert
  137. 137Modell direkter Aktivierungparalleler Abgleich mehrerer Lexikoneinträge mit Input, Zugriff alle Einträge aktiviert, Deaktivierung nichtpassender Wörter
  138. 138interaktive Modellefrühzeitige Interaktion sensorischer, lexikalischer, syntaktischer,
    semantischer, pragmatischer Infos, top-down Aktivierungsflüsse,
    Modelle meist konnektionistisch
  139. 139Sapir-Whorf-Hypothese- Sprache beeinflusst/formt das Denken
    - Art des Denkens stark von Semantik Muttersprache beeinflusst
    - 2 Thesen: Grundsatz sprachlicher Relativität -> Sprache = Netze mit unterschiedlichen Maschen über Realität geworfen Abhängigkeit Begriffsbildung von Sprache -> Konzeptionen
    unterschiedlicher Kulturen zeigen Kompendium in Sprache
    - Sprache Einfluss auf Weltanschauung unter keinen Umständen entziehen kann
  140. 140Sprachinstrumentalismusabstrakte Begriffe = Medium des Denkens, Sprache = nachträglich Benennungs- + Mitteilungsfunktion
  141. 141SprachdeterminismusDenken untrennbar mit Verarbeitung bildlicher + sprachlicher
    Symbole verknüpft, Symbole = Medium des Denkens
  142. 142protodeklaratives Zeigenerst Blickkontakt, dann auf Gegenstand zeigen
    = demonsratio ad oculus
  143. 143protoimperatives Zeigenerst auf Gegenstand eigen, dann Blickkontakt zu Person
  144. 144Deixis am Phantasmamit Symbolen Vorstellung zeigen (abwesende Personen/Objekt)
    Deixis = Zeigen
  145. 145AnaphoraMittel um Sätze + über Sätze Bezüge zu verfügen, sonst keine Orientierung
    am Text möglich
  146. 146Wie wird Handlung durch Sprache reguliert?1.Handlung durch situative Reize reguliert
    2.Handlung durch fremde Sprechanweisungen initiiert
    3.Handlung durch eigene Sprechanweisung initiiert
    4.Handlung durch Bedeutungsgehalt eigener Sprechanweisung gesteuert
    5.Übergang laues Sprechen u inneren Sprechen: innerer willentliche Handlungsinstruktion Ursprung in lautem Sprechen
  147. 147Funktionen von Sprachzeichen- Sprachzeichen für Klassifikation
    - Benennen Form des Kodierens
    - Zeichenmenge A Zeichen Menge B nach Regeln zugeordnet, nur Sender + Empfänger kennen diese Regeln
    - sprachlich kodierte Sachverhalte besser merken leichter + abrufbar
  148. 148Arten der Aphasie Aphasie = SprachstörungArten der Aphasie Aphasie = Sprachstörung
  149. 149Würzburger Schule/ Gestaltpsych über das DenkenErklärung Denken mit Assoziationsbegriff
    ablehnen, Verbindung Vorstellungen durch Kontiguitätsprinzip
    -> Ziel Denken: Lösungen vorwegnehmen + testen → Fehler minimieren
  150. 150Bühler über das Denken- Gedanken = Relationen und Ordnungsbeziehungen
    - Gedanken beziehen sich auf Sachverhalt, der unabhängig von Vorstellungen existiert
    - Introspektion festgestellt: Gedanken fast ausschließlich aus nicht zu beobachteten Prozessen
  151. 151Narziss Ach über das Denkendeterminierende Tendenz
    - Aufgabe als Aufforderung, diese determiniert kognitive Operatoren durch Motiv/Intention/Volition
  152. 152Otto Selz über das Denken- kritisiert Auffassung alles mit Assoziationsgesetz erklären
    -> jede Vorstellung/Denkinhalte aktiviert andere Vorstellungen
    - Denken hat logische Form, selektives Wissen aktualisiert, Ziel = Aufgabe
    → TOTE-Modell
    - Wissen = Wissenskomplex mit Lücken
    - reproduktives Denken & produktives Denken
  153. 153HeuristikenVerfahren des Suchens und Findens
  154. 154produktives Denkenbei nicht routinemäßigen Verfahren/reproduktiven Denken
  155. 155Verfahren der Situationsdiagnosebestimmen worin Konflikt besteht, Problemraum konstruiert, Problem neu eingeordnet + umstrukturiert
  156. 156Definitionsmerkmale des Denkens Graumann (1965)1. Vergegenwärtigung
    2. Ordnungsleistung durch Begriffsbildung
    3. Innerlichkeit
    4. Selektivität
    5. Urteil und Entscheidung
    6. Reflexivität
  157. 157Introspektion- Beobachtung und Analyse eigenes Erleben/Verhalten
    - meist retrospektiv, auf bewusste Phänomene beschränkt
    - Methode überfordert viele Untersuchte
    - schwierig Reliabilität/Validität festhalten
    - großer heuristischer Wert
  158. 158Simulationsprogramm- versetzt Benutzer Anwendungs-/Handlungssituation, interaktiv komplexen Geschehnissen auseinandersetzen
    - erworbenes Wissen richtig anwenden
    - veranschauliche komplexe Situationen möglich + herausfinden Effekte/Folgen von Eingriffen
    -Ziel: Bewältigen neuer, komplexer Situationen
  159. 159Merkmalstheorie der Begriffsbildung- Begriffe + Klassen nicht durch Liste von Merkmalen erschöpfend beschreibbar
  160. 160Prototypentheorie der Begriffsbildung- Prototyp fasst Merkmale zusammen ohne das Exemplar alle Merkmale haben muss
    - neue Objekte klassifiziert, mit Mittelwert verglichen, eingestuft, Mittelwert neu berechnet
    - Begriff durch wenige charakteristische Merkmale ausgezeichnet, nicht alle Mitglieder der Kategorie müssen typischen Attribute aufweisen
  161. 161Theorie der Exemplare- keine Prototypen, Objekte nach Ähnlichkeit/Merkmalen geordnet, neue Objekte hinsichtlich Ähnlichkeit in Kategorie eingeordnet
    - Kontexteffekte erklärbar
  162. 162Rosch (1978) 3 Begriffsebenen1. Untergeordnete Ebene
    2. Basisebene
    3. Übergeordnete Ebene
  163. 163Begriffsorganisation LZGsemantische Ebene (raum-zeit)
    episodische Ebene (Inhalt)
  164. 164Urteile- viele Urteile/Entscheidungen intuitiv getroffen
    - evaluative Urteile:
    Bewertungen ausdrücken über Kosten und Nutzen der Handlungen
    - prädiktive Urteile: Vorhersagen treffen für Handlungsergebnisse
    - klassifikatorische Urteile: Entscheidungen über Klassenzusammenhänge
  165. 165HeuristikenHeuristiken = verkürzte Such-, Finde-, Bewertung-, Entscheidungsstrategien
    Verfügbarkeitsheuristik: leichter verfügbare Infos bevorzugt
    Repräsentativitätsheuristik: Zugehörigkeit Objektes zu Klasse auf Basis Ähnlichkeit der Merkmale entschieden
    Anker-Anpassungsheuristik: sehr von verfügbaren Infos abhängig, Strategie bei
    quantitativen Urteilen
  166. 166Merkmale von Problemen- Subjektivität
    - Schwierigkeit der Prozesse
    - Verwandtheit: ähnlichen Problemen ineinander überführen + zeitgleich lösen
    - Umfang/Aufwändigkeit
    - Lösbarkeit
    - Definition: schwierige Probleme nicht ausreichend definiert
    - Zerlegbarkeit (Analyse)
  167. 167Problem laut Dörner1. Interpolationsproblemen/Transformationsproblemen:
    Ausgangs-/Zielzustand klar definiert + Mittel zur Zielerreichung bekannt, Reihenfolge/Kombination nicht klar
    2. synthetisches Problem:
    Ausgangs- und Zielzustand klar definiert, Mittel unklar
    3. dialektischen Problemen:
    Ausgangszustand + Mittel bekannt, Zielzustand unklar
  168. 168Problemlösungstheorie5 Problemlöseverfahren, Problemlösen durch...:
    1. ...Versuch und Irrtum
    2. ... Umstrukturieren
    3. ... Anwendung von Strategien
    4. ... Kreativität
    5. ... Systemdenken
  169. 169assoziationstheoretischer Ansatz John B. Watson- lehnt Untersuchungsgegenstand + Introspektion ab -> untersucht nur beobachtbares Verhalten mit Extraspektion
    - 3 Bestimmungsgrößen: Reiz, Reaktion, Assoziation
    - entwickelte Stimulus-Assoziation-Reaktion-Schema
    - Denken = Versuchs- & Irrtumsverfahren
  170. 170assoziationstheoretischer Ansatz Thorndike 1898- dominante Reaktionen durch Konditionierung veränderbar
    - Problemlösen = Veränderung der Reaktionhierarchie (basiert auf
    Versuchs-Irrtums-verfahren)
  171. 171Gestaltpsychologischer Ansatz- Leitsatz: Das Ganze ist mehr als die Summe aller Teile
    - Wahrnehmungsprozesse bedeutend Problemlösen mit Strategie = heuristisches Verfahren
    4 Phasen Organisationsprozess:
    1. Vorbereitung: Infos sammeln, erste Lösungsversuche
    2. Inkubation: Nach Scheitern der Versuche Beschäftigung mit anderem Versuch
    3. Erleuchtung (Illumination): Erkennen der Lösung, Aha-Erlebnis
    4. Verifikation: Überprüfung der Lösung
  172. 172Kreatives Problemlösen1. Ich-Ferne: Passivitätsgefühl, kreativer Prozess als außerhalb des Individuums
    stehende betrachtet, zielgerichteter /bewusster Suchprozess
    2. Ideenfluss: Häufigkeit kreativer Einfälle
    3. Imagination: Vorstellung in Bildhaftigkeit intensiv wie wirkliche Wahrnehmung
    4. Neuheitseindruck: Gefühl etwas Neues schaffen zusammenhängend mit Freude,
    5. Emotionale Erregung: Stolz, Glück (Verstärken natürlich)
  173. 1734 Phasen kreativer Prozess Wallas (1926)1. Vorbereitung: Annährung an Problem, 1. Lösungsversuch, unbewusst
    2. Inkubation: systematische Beschäftigung mit Problem, unbewusst
    3. Erleuchtung: Moment in dem kreative Idee klar wird
    4. Überprüfung: zielgerichtete Weiterverarbeitung + auf Konsistenz prüfen
  174. 174Unterscheidung kreatives von allgemeinen Problemlösen1. kreatives Problemlösen selten
    2. Neuverknüpfungen beziehen sich beim kreativen Prozess zusätzlich auf
    umfangreichen bereichsspezifischen Wissensbereich
    3. kreatives Problemlösen folgt keinem gängigen Lösungsweg, gelungene
    Problemlösung auf neuen Lösungsweg erreicht
  175. 175MEKIV (Modell zur Elementaren und Komplexen menschlichen InformationsVerarbeitung) Walter HussyMEKIV (Modell zur Elementaren und Komplexen menschlichen InformationsVerarbeitung) Walter Hussy

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Flashcards on Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Bewusstsein, created by Caroline Gerhard on 16/08/2014.
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