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Flashcards

Wahrnehmung (Allgemeine Psychologie)

Jennifer N Einführung in die Psychologie German 5.0Average rating 5.0 out of 5 (1 rating) 74 cards

Cards in this deck (74)

  1. 1Schlüsselwort: Sinnesempfindung; sensationProzess, bei dem unsere Sinnesrezeptoren
    und unser Nervensystem Reizenergien aus unserer Umwelt empfangen und darstellen.
  2. 2Schlüsselwort: Wahrnehmung; perceptionProzess, bei dem die sensorischen
    Informationen organisiert und interpretiert werden; dies ermöglicht uns, die Bedeutung von Gegenständen und Ereignissen zu erkennen.
  3. 3Schlüsselwort: Bottom-up-Verarbeitung= aufsteigende, datengesteuerte Infoverarbeitung
    Analyse, die mit den Sinnesrezeptoren
    beginnt und aufsteigend bis zur Integration der sensorischen Information durch das Gehirn erfolgt.
  4. 4Schlüsselwort: Top-Down-Verarbeitung= absteigende, konzeptgesteuerte Infoverarbeitung
    Informationsverarbeitung, gesteuert durch höhere mentale Prozesse, beispielsweise wenn wir Wahrnehmungen aufgrund unserer Erfahrungen und Erwartungen interpretieren.
  5. 5Schlüsselwort: TransduktionUmwandlung einer Energieform in eine andere. Im sensorischen Bereich die Umwandlung von Reizenergien (wie Sehreize, Töne und Gerüche) in Nervenimpulse, die unser Gehirn interpretieren kann.
  6. 6Schlüsselwort: PsychophysikUntersuchung der Beziehungen zwischen den physikalischen Merkmalen von Reizen, z. B. Reizintensität, und unserem psychischen Erleben dieser Reize.
  7. 7Schlüsselwort: SchwellenwertMindeststimulation, die erforderlich ist, um einen bestimmten Reiz in mindestens 50% der Fälle wahrzunehmen.
  8. 8Schlüsselwort: Signaldetektionstheorie, SDTTheorie, die vorhersagt, wie und wann wir das Vorhandensein eines schwachen Reizes (Signal) unter Hintergrund-stimulation (Lärm) wahrnehmen; geht davon aus, dass es keine feste absolute Schwelle gibt, sondern dass die Signalwahrnehmung teilweise von der Erfahrung, den Erwartungen, der Motivation und dem Grad an Müdigkeit der jeweiligen Person abhängt.
  9. 9Schlüsselwort: Subliminalunter der absoluten Schwelle der bewussten Wahrnehmung
  10. 10Schlüsselwort: PrimingOft unbewusste Aktivierung bestimmter Assoziationen; damit wird die Wahrnehmung, das Gedächtnis oder die Reaktion in bestimmter Weise empfänglich gemacht
  11. 11Schlüsselwort: Unterschiedsschwelleminimaler Unterschied zwischen zwei Reizen, der erforderlich ist, damit er in 50% der Fälle erkannt wird. Wir erleben die Unterschiedsschwelle als den eben noch merklichen Unterschied (»just noticeable difference«).
  12. 12Schlüsselwort: Weber'sches GesetzPrinzip, das besagt, dass sich zwei
    Reize um einen konstanten minimalen Prozentsatz (und nicht um einen konstanten Absolutbetrag) unterscheiden müssen, damit sie als unterschiedlich wahrgenommen werden.
  13. 13Schlüsselwort: Sensorische Adaptationverminderte Sensibilität
    als Folge konstanter Stimulation
  14. 14Schlüsselwort: Wahrnehmungsset; perceptual setmentale Prädisposition, etwas
    Bestimmtes wahrzunehmen und nicht etwas anderes
  15. 15Schlüsselwort: WellenlängeAbstand zwischen den Scheitelpunkten von zwei aufeinander folgenden Wellen. Das Spektrum der elektromagnetischen
    Wellenlägen reicht von den kurzen Impulsen der kosmischen Strahlen bis zu
    den Langwellen, die für die Radioübertragung verwendet werden
  16. 16Schlüsselwort: Farbton; hueFarbdimension, die durch die Wellenlänge des Lichts bestimmt wird und die wir als die uns bekannten Farben Blau, Grün etc.
    wahrnehmen.
  17. 17Schlüsselwort: IntensitätEnergiemenge von Licht oder Klangwellen, die wir als Helligkeit oder Lautstärke wahrnehmen und die von der Amplitude
    der Wellen abhängt.
  18. 18Schlüsselwort: PupilleRegulierbare Öffnung in der Mitte des Auges, durch die das Licht einfällt
  19. 19Schlüsselwort: Iris; RegenbogenhautRing aus Muskelgewebe, der den
    farbigen Teil des Auges um die Pupille bildet und als Blende zur Regulierung der Pupillenöffnung fungiert.
  20. 20Schlüsselwort: Stäbchen; rodsFotorezeptoren auf der Retina, die Schwarz, Weiß und Grau erkennen können und für das periphere Sehen und das Sehen in
    der Dämmerung erforderlich sind, wenn die Zapfen nicht reagieren.
  21. 21Schlüsselwort: Zapfen; conesFotorezeptorzellen, die insbesondere um die Mitte der Retina (Fovea) angesiedelt sind und die am besten bei hellem Tageslicht und bei guter Beleuchtung funktionieren. Mit Hilfe der Zapfen können feine Details unterschieden und Farben empfunden werden.
  22. 22Schlüsselwort: SehnervNerv, über den die Nervenimpulse
    vom Auge ins Gehirn gelangen
  23. 23Schlüsselwort: Blinder FleckPunkt der Netzhaut, an dem der Sehnerv
    das Auge verlässt und ein »blinder« Fleck entsteht, weil hier keine Rezeptorzellen
    vorhanden sind.
  24. 24Schlüsselwort: FoveaPunkt des schärfsten Sehens auf der
    Retina, um den herum die Zapfen des Auges gehäuft vorkommen.
  25. 25Schlüsselwort: MerkmalsdetektorenNervenzellen im Gehirn, die auf bestimmte Merkmale von Reizen (z. B. Form, Winkel oder Bewegung) reagieren
  26. 26Schlüsselwort: Parallelverarbeitunggleichzeitiges Verarbeiten mehrerer Aspekte eines Problems. Die natürliche Arbeitsweise des Gehirns bei der Informationsverarbeitung für eine Vielzahl von Funktionen (u. a. beim Sehen). Es handelt sich dabei um das Gegenteil der schrittweisen (seriellen) Verarbeitung der meisten Computer und der bewussten Problemlösung.
  27. 27Schlüsselwort: Dreifarbentheorie (Young & Helmholtz)Theorie, die besagt, dass die Retina drei verschiedene Farbrezeptortypen enthält, von denen einer besonders empfindlich auf Rot reagiert, ein anderer auf Grün und ein dritter auf Blau. Werden sie
    in Kombination stimuliert, können sie die Wahrnehmung jedes beliebigen Farbtons erzeugen.
  28. 28Schlüsselwort: GegenfarbtheorieTheorie, der zufolge das Farbensehen auf den retinalen Erregungsverhältnissen der Gegenfarbenpaare beruht (Rot/Grün, Gelb/Blau und Schwarz/Weiß). So werden
    beispielsweise manche Zellen durch Grün stimuliert und durch Rot gehemmt,
    andere werden durch Rot stimuliert und durch Grün gehemmt.
  29. 29Schlüsselwort: GestaltOrganisiertes Ganzes. Die Gestaltpsychologen heben unsere Tendenz hervor, einzelne Informationselemente zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzufügen.
  30. 30Schlüsselwort: Figur-Grund-BeziehungOrganisation des Gesichtsfelds
    in Objekte (Figuren), die sich von ihrer Umgebung abheben (Grund).
  31. 31Schlüsselwort: GruppierungTendenz unserer Wahrnehmung, Reize zu
    kohärenten Gruppen zusammenzufassen
  32. 32Schlüsselwort: TiefenwahrnehmungFähigkeit, Gegenstände in drei Dimensionen zu sehen, obwohl die Bilder, die auf die Retina projiziert werden, zweidimensional sind. Die Tiefenwahrnehmung befähigt uns zur Einschätzung der Entfernung.
  33. 33Schlüsselwort: Visuelle KlippeLaboreinrichtung zum Testen der Tiefenwahrnehmung bei Kleinkindern und Jungtieren.
  34. 34Schlüsselwort: Binokulare Hinweisreize; binocular cuesTiefenmerkmale, wie retinale
    Disparität, die voraussetzen, dass man beide Augen zu Hilfe nimmt.
  35. 35Schlüsselwort: Retinale DisparitätBinokulares Merkmal zur Tiefen-wahrnehmung: Anhand des Vergleichs der beiden von den Augäpfeln übermittelten Bilder berechnet das Gehirn die Entfernung – je größer die Disparität (der Unterschied) zwischen den beiden Bildern, desto näher das Objekt
  36. 36Schlüsselwort: Monokularer HinweisreizEntfernungsmerkmale, wie Zentralperspektive (auch Linearperspektive) und Überlappung, die jedes Auge für sich alleine erkennen kann.
  37. 37Schlüsselwort: Phi-PhänomenScheinbewegung, die durch zwei
    oder mehr nebeneinander angeordnete Lichter erzeugt wird, die in rascher
    Folge an- und ausgehen.
  38. 38Schlüsselwort: WahrnehmungskonstanzFähigkeit, Objekte als unverändert (mit gleichbleibender Helligkeit, Farbe, Form und Größe) wahrzunehmen, auch wenn sich die Beleuchtung und die Bilder auf der
    Retina verändern.
  39. 39Schlüsselwort: FarbkonstanzFähigkeit, bekannte Gegenstände auch unter stark wechselnden Lichtverhältnissen, die die von den Gegenständen reflektierten Wellenlängen verändern, mit gleichbleibender Farbe wahrzunehmen.
  40. 40Schlüsselwort: WahrnehmungsadaptationFähigkeit zur Anpassung an ein künstlich verzerrtes oder gar auf den Kopf gestelltes
    Blickfeld.
  41. 41Schlüsselwort: Gehör; auditionSinneskanal des Hörens
  42. 42Schlüsselwort: FrequenzAnzahl von vollständigen Schwingungen,
    die einen bestimmten Punkt in einem vorgegebenen Zeitraum passieren
    (z. B. pro Sekunde).
  43. 43Schlüsselwort: Tonhöhe; pitchHöhe oder Tiefe eines Tons; sie hängt von der Frequenz ab
  44. 44Schlüsselwort: Kochlea; Schneckespiralförmig aufgerollte, flüssigkeitsgefüllte
    knöcherne Röhre im Innenohr, über die die Schallwellen Nervenimpulse
    auslösen
  45. 45Schlüsselwort: Innenohrinnerster Teil des Ohrs, der u. a. aus Kochlea,
    Bogengängen und Sacculi des Vestibularappa rats besteht.
  46. 46Schlüsselwort: MittelohrKammer zwischen Trommelfell und Kochlea;
    sie enthält drei Knöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel), die dafür
    sorgen, dass sich die Schwingungen des Trommelfells auf das ovale Fenster
    der Kochlea konzentrieren.
  47. 47Schlüsselwort: SchallempfindungsschwerhörigkeitSchwerhörigkeit infolge von Verletzungen der Rezeptorzellen der Kochlea
    oder der Hörnerven; auch als Nervenschwerhörigkeit bezeichnet
  48. 48Schlüsselwort: SchallleitungsschwerhörigkeitSchwerhörigkeit infolge einer Schädigung des mechanischen Systems, das Schallwellen zur Kochlea weiterleitet.
  49. 49Schlüsselwort: Kochlea-ImplantatGerät zur Umwandlung
    elektrischer Signale und zur Stimulation des Hörnervs über Elektroden, die in die Kochlea eingefädelt werden
  50. 50Schlüsselwort: Ortstheoriebesagt, dass beim Gehör jede Tonhöhe
    der Erregung eines bestimmten Orts der Basilarmembran der Kochlea
    entspricht
  51. 51Schlüsselwort: Frequenztheoriebesagt, dass beim Gehör die Anzahl der über den Hörnerv übertragenen Nervenimpulse der Frequenz eines Tons entspricht und uns damit ermöglicht, die Höhe dieses Tons wahrzunehmen.
  52. 52Schlüsselwort: Gate-Control-Theorybesagt, dass das Rückenmark
    über ein neurologisches »Tor« (»gate«) verfügt, das Schmerzsignale aufhält oder zum Gehirn durchlässt. Das »Tor« wird geöffnet durch die Aktivität von Schmerzsignalen, die über feine Nervenfasern nach oben steigen, und geschlossen durch die Aktivität in dickeren Fasern oder durch vom
    Gehirn kommende Informationen.
  53. 53Schlüsselwort: Sensorische InteraktionPrinzip der gegenseitigen Beeinflussung verschiedener Sinne, wie beispielsweise der Geruch von Essen seinen Geschmack beeinflusst
  54. 54Schlüsselwort: Embodied Cognitionin der psychologischen Wissenschaft der Einfluss von körperlichen Empfindungen,
    Gesten und anderen Zuständen auf kognitive Vorlieben und Urteile.
  55. 55Schlüsselwort: KinästhesieFähigkeit zur Wahrnehmung der Position
    und Bewegung einzelner Gliedmaßen
  56. 56Schlüsselwort: Gleichgewichtssinn; vestibulärer SinnSinnessystem zur Wahrnehmung der Bewegung und Lage des Körpers
  57. 57Welche Quelle und welche Rezeptoren hat das sensorische System "sehen"?Quelle: Lichtwellen, die das Auge treffen
    Rezeptoren: Zapfen/ Stäbchen auf der Retina
  58. 58Welche Quelle und welche Rezeptoren hat das sensorische System "hören"?Quelle: Schallwellen, die auf das äußere Ohr treffen
    Rezeptoren: Haarzellen in der Kochlea des Innenohrs
  59. 59Welche Quelle und welche Rezeptoren hat das sensorische System "Tastsinn"?Quelle: Druck, Wärme, Kälte auf der Haut
    Rezeptoren: Hautrezeptoren erfassen Druck, Wärme, Kälte, & Schmerz
  60. 60Welche Quelle und welche Rezeptoren hat das sensorische System "schmecken"?Quelle: Chem. Moleküle im Mund
    Rezeptoren: Rezeptoren auf der Zunge für (5): salzig, süss, sauer, bitter, umami
  61. 61Welche Quelle und welche Rezeptoren hat das sensorische System "Geruch"?Quelle: Chem. Moleküle, die durch die Nase eingeatmet werden
    Rezeptoren: Millionen von Rezeptoren oben in der Nasenhöhle
  62. 62Welche Quelle und welche Rezeptoren hat das sensorische System "Körperposition; Kinästhesie"?Quelle: Jegliche Veränderung eines Körperteils im Zusammenspiel mit dem Sehen
    Rezeptoren: Kinästhetische Sensoren am ganzen Körper
  63. 63Welche Quelle und welche Rezeptoren hat das sensorische System "Körperbewegung; Gleichgewichtssinn"?Quelle: Bewegung von Flüssigkeit im Innenohr
    Rezeptoren: Haarähnliche Rezeptoren in den
    Bogengängen und Sacculi des Vestibular-apparates
  64. 64Unterschied zwischen Sinnesempfindung und Wahrnehmung?Empfindung = Bottom-Up-Prozess (Sinnessystem empfängt und stellt Reizenergien aus unserer Umwelt dar)
    Wahrnehmung = Top-Down-Prozess (mentaler Prozess, bei dem Informationen organisiert und interpretiert werden)
  65. 65Was ist die absolute Schwelle?Minimale Stimulation, de erforderlich ist, damit wir und eines Tons in 5ß % der Fälle bewusst sind
  66. 66Was ist subliminale Stimulation?Vorgang, bei dem unser sensorisches Sytem etwas verarbeitet, ohne, dass es uns bewusst ist (< absolute Schwelle)
  67. 67Was ist die Unterschiedsschwelle?Minimaler Unterschied, damit wir z. B. zwischen 2 Tönen unterscheiden können
  68. 68Warum hören wir auf zu spüren, z. B. dass wir Schuhe tragen?Sensorische Adaptation; Schuhe = Konstante Simulation; Adaptation erlaubt es uns, uns auf sich ändernde Reize zu konzentrieren
  69. 69Erfordert ein Wahrnehmungsset Bottom-up oder Top-down-Verarbeitung?Es beinhaltet die Top-down-Verarbeitung, weil unser Wahrnehmungsset unsere Interpretation von Reizen aufbauend auf Erfahrungen, Annahmen und Erwartungen beeinflusst.
  70. 70Wo sitzt der blinde Fleck? Warum heißt er so? Welche Objekte können wir (theoretisch; mit einem Auge) nicht sehen?Blinder Fleck = Stelle, an der der Sehnerv das Auge verlässt;
    Sitzt an der der Nase zugewandten Seite des jeweiligen Auges;
    Objekte links bzw. rechts vom selbigen Auge sehen wir mit einem Auge nicht (das andere kompensiert)
  71. 71Was ist für sehr gutes Sehen bei schwachem Licht verantwortlich?Stäbchen
  72. 72Wenn man mehr Stäbchen als Zapfen in der Retina hat; sieht man schlechter Farben oder Schwarz/ Weiß?Farben
  73. 73Abfolge von Prozessen, wenn wir jemanden sehen und erkennen?1. Lichtwellen werden von der Person reflektiert und wandern ins Auge
    2. Rezeptorzellen der Retina wandeln die Energie des Lichts in neuronale Impulse um
    3. Impulse werden ans Gehirn geschickt
    4. Gehirn verarbeitet Dimensionen des visuellen Inputs (inkl. Tiefe, Bewegung, Form) getrennt aber gleichzeitig
    5. Interpretation der Infos anhand gespeicherter Infos und Erwartungen als eine bewusste Wahrnehmung der Person
  74. 74—

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07 - Meyers
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