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Flashcards

Abgasreinigung

Lukas Berger German 33 cards

Abgasreinigung

Cards in this deck (33)

  1. 1Entstehung von Schadstoffemissionen Was für Schadstoffe gibt es? wie entstehen sie?Schadstoffe:
    NO, NOx RCHO (Aldehyde, Ketone)
    SO2 PAK
    CO2 Dioxine, Furane
    CO Ruß (Feinstaub)
    HC (CxHy) Schwermetalle
    Entstehen durch Verbrennung von Kraftstoff und Luft
  2. 2Welche Schadstoffe entstehen bei Verbrennung von Holz?Welche Schadstoffe entstehen bei Verbrennung von Holz?
  3. 3Schadstoffbildungsmechanismen: Wie entstehen Stickoxide und was kann noch entstehen bei der Verbrennung? Wie entsteht thermisches NOx?Stickoxide: NO, NO2, NO3
    Thermisches NOx ensteht durch Luftsauerstoff und Luftstickstoff bei hohen Temperaturen: (> 1250 °C) Hydroxid-Radikale
  4. 4Wie entsteht Promptes NOx? Wie entsteht Brennstoff-NOx? NOx bei der Feuerung etwa 95 % NO und 5 % NO2!Statt Umsetzung zu N2 kann die Reaktion der Brennstoffradikale
    (CHn•) mit N2 zur Bildung von NOx führen.
    entsteht durch im Brennstoff gebundenen Anteile an Stickstoff
    (z.B. Aminosäuren), die während der Verbrennung in NOx
    umgesetzt werden.
    Menge an Stickstoff ist stark brennstoffabhängig.
  5. 5Anteile NOx Bildungsmech. bei div. Brenn(Kraft)stoffen:Anteile NOx Bildungsmech. bei div. Brenn(Kraft)stoffen:
  6. 6Wie verhält sich die Stickoxidbildung in Biomassefeuerungen?v.a. Brennstoff-NOx!
    Temperaturen für
    thermisches NOx
    und promtes NOx
    zu niedrig
  7. 71. Welche Schadstoffe entstehen aus unvollständiger Oxidation? 2. Wie enstehen sie? 3. Wie können sie vermindert werden?1. Kohlenmonoxid
    2. Vor allem bei der pyrolytischen Zersetzung von Biomasse und der
    fetten Verbrennung von Kraftstoffen.Bildung in Biomassefeuerungen
    v.a. beim Anfahren und AusBrand.
    3. Weiterreaktion zu CO2
    Bei ausreichend hoher
    Temperatur (> 800 °C)
  8. 8Es können auch höhere aromatische KW und Ruß, Feinstaub entstehen: Wie, Wo entstehen diese und was bilden sie noch?• Entstehung in brennstoffreichen Zonen der Flammen aus
    niedermolekularen aromatischen Ringverbindungen (z.B. aus
    Lignin)
    mehrere Ethin radikale führen zu mehr Ringen -> Agglomeration=Ruß
    es bilden sich auch mehrketige aromatisch KW
    hochsiedende KW sind dann Teer
  9. 9Polychlorierte Dioxine und Furane: Wie entstehen sie? Was sind die Eigenschaften? Warum sind sie gefährlich?-sind Verbindungsklassen aromatischer Ether, mit max. acht Cl bzw. BrAtomen
    substituiert
    -entstehen durch Verbrennung bei Anwesenheit von Cl/Br und festem Kohlenstoff Temp. Bereich 180-600°C
    -langlebige Schadstoffe, hohe Toxizität (Krebs)
    katalytische Wirkung von Metallen
  10. 10Von was sind die Schadstoffe bei Kraftfahrzeugen abhängig?v.a. abhängig von Luftverhältnis λ und Gemischbildung.
  11. 11Ottomotor: Welche Limitierte Abgaskomponenten gibt es? Welche Nichtlimitierte Abgaskomponenten gibt es?-(Kohlendioxid CO2), Kohlenmonoxid CO, Kohlenwasserstoffe HC,
    Stickoxide NOx
    Partikel (alle Komponenten die unterhalb 51,7 °C auf Filter
    abgeschieden werden können); gasförmige Komponenten (Benzol,
    Toluol, Xylol, PAK, Aldehyde)
  12. 12Dieselmotor: Limitierte Abgaskomponenten: Nichtlimitierte Komponenten:(Kohlendioxid CO2),
    Kohlenmonoxid CO,
    Kohlenwasserstoffe HC,
    Stickoxide NOx,
    Partikel
    Cyanid, Ammoniak, SO2,
    Sulfate, Methan, Ethan,
    Benzol, Toluol, PAK, Phenole,
    Aldehyde (z.B. Formaldehyd)
  13. 13Beispiel: Schadstoffbildung vs. Luftverhältnis im Gasmotor Welchen Wiederspruch gibt es?Optimaler Wirkungsgrad
    vs. niedrige NOx
    Beispiel: Schadstoffbildung vs. Luftverhältnis im Gasmotor Welchen Wiederspruch gibt es?
  14. 14Maßnahmen zur Emissionsminderung in Verbrennungsmotoren Motorische Maßnahmen:• optimierte Gemischbildung
    • optimierter Brennverlauf
    • Brennverfahren
    • Brennraumgestaltung
    • Zündung
  15. 15Einfluss der Biokraftstoffe auf die Schadstoffe: Biodiesel: Bioethanol:Biodiesel:
    • weiniger Partikel (bis 50 %)
    • leicht höhere NOx
    • leicht höhere HC
    • CO2 Reduktion 35 – 80 %
    Bioethanol:
    • weniger CO
    • CO2 Reduktion 13 – 80 %
  16. 16Welche Abgasnachbehandlungsmethoden gibt es?Drei-Wege-Katalysatortechnik
    Parallele Oxidation von CO, HmCn
    sowie Reduktion von NOx
  17. 17Drei-Wege-Katalysator: Was muss erfüllt sein damit er funktioniert? Aufbau, Betriebstemperaturen, wann gibt es Schäden?nur bei Verbrennung mit λ = 1 möglich,
    geringe Abweichung in den mageren Bereich (λ > 1) bewirkt
    sprunghaften Anstieg der NOx-Emmissionen, da zu wenig CO für
    die Reduktion → nur bei Ottomotoren mit Lambdaregelung
    • Aufbau aus Keramik- oder Stahlfolienmatrix mit eingelagerten
    Katalysatoren Platin, Rhodium und Cer
    • hohe Temperaturen für Katalyse nötig
    (ca. 250 °C) → Einbau nahe Motor
    • thermische Schädigung ab ca. 600 °C
    • „Katalysatorvergiftung“ durch Schwefel,
    Phosphor, Zink, Arsen, Chlor, Fluor
  18. 18Wie funkt. die Abgasreinigung beim Dieselmotor? Was gibt es noch?Magere Verbrennung mit λ > 1 → hohe Sauerstoffkonzentration im
    Abgas, geringer CO-Gehalt → Reduktion von NOx wie im DreiWege-Kat
    nicht möglich!
    → Oxidation von CO und HC im Diesel-Oxidations Katalysator
    Partikelfilter:
    i.d.R. keramisch-monolithische Zellenfilter mit
    Hohen Abscheidegraden (– 99,5 %), auch im
    Kritischen Partikelgrößen-Bereich (10 – 500 nm).
    Regeneration der Beladung durch turnusmäßiges
    Abbrennen (Zyklus mehrerer hundert km,
    Indikator: Differenzdruck)
  19. 19Wie funkt. die NOx-Reduzierung im Dieselmotor? Was ist SCR (Selektive katalytische Reduktion):NOx-Speicherkat:
    Katalytische Reduktion nur in stöchiometrisch - fetten Abgas
    → Zwischenspeicherung von NOx im Katalysator (Aufoxidierung zu
    Nitraten, z.B. Bariumnitrat) im normalen Betrieb
    → zyklisches „Anfetten“ des Abgases mit Reduzierung der Nitrate
    über NOx zu N2
    • Kontinuierliches Eindüsen von wässriger Harnstofflösung
    (Handelsname AdBlue) in den Abgasstrom
    • durch Hydrolyse → Wasser und Ammoniak
    • Ammoniak reduziert Stickoxide im Abgas zu Stickstoff
  20. 20Wie funkt. Rauchgasreinigung bei stationären Anlagen? Primärmaßnahmen und SekündärmaßnahmenVermeidung von Schadstoffen durch:(Primärmaßnahmen)
    -optimierte Feuerung
    -hohen Anlagenwirkungsgrad,
    -Brennstoffe mit wenig Schadstoffen
    Dennoch entstehende Schadstoffe müssen entsprechend der
    gesetzlichen Reglungen reduziert werden (Sekundärmaßnahmen)
    Üblich sind:
    • Entstickung
    • Entstaubung
    • Entschwefelung
  21. 21Entstickung: Primärmaßnahmen: Sekundärmaßnahmen:Primärmaßnahmen:
    • Rauchgasrezirkulation
    • Luftstufung
    • Brennstoffstufung
    Sekundärmaßnahmen:
    • SNCR (selektive nicht
    katalytische Reduktion)
    • SCR (selektive
    katalytische Reduktion)
  22. 22Rauchrezirkulation:• Einblasen von Rauchgas in die Verbrennungszone
    → Sauerstoffanteil sinkt, Verbrennungstemperatur sinkt
    • Reduzierung von thermischem NOx
    • Variables Konzept, Ausgeführung als "Low-NOx-Brenner"
  23. 23Luftstufung:• Zufuhr von Verbrennungsluft in mind. 2 Zonen
    • Abbau Brennstoffstickstoff zu N2 durch unterstöchiometrische
    Luftzufuhr
    • Anschließend Ausbrand durch Sekundärluft λ > 1
    • NOx-Minderung von bis zu 75 % bei Holzfeuerungen mit hohem
    Brennstoffstickstoff!
  24. 24SCR, SNCR Verfahren:Umsetzung von NOx mit NH-Radikalen.
    Quelle für NH: Ammoniak, Harnstoff, Isocyansäure,…
    Wichtigste Reaktionen:
    4NO + 4NH3 + O2 → 4N2 + 6H2O
    2NO2 + 4NH3 + O2 → 3N2 + 6H2O
    Ein Teil des Ammoniaks zerfällt direkt:
    4NH3 + 3O2 → 2N2 + 6H2O
    Bei Temperaturen > 480 °C oxidiert Ammoniak
    teilweise selbst zu Stickoxiden:
    4NH3 + 4O2 → 2N20 + 6H2O
    4NH3 + 5O2 → 4NO + 6H2O
  25. 25SNCR-Verfahren:• Eindüsung von Ammoniak oder Harnstoff in Nachbrennkammer
    (Temperaturbereich: 850 – 950 C)
    • Überstöchiometrische Reduktionsmittelmenge nötig (Molverhältnis
    1,8 – 2,2 für Harnstoff, 1,5 – 1,6 für Ammoniak)
    • Verweilzeit 0,5 – 1,5 s
    • Entstickungsraten
    bis 80 %
  26. 26SCR-Verfahren:• effektivster Temperaturbereich
    320 – 400 °C
    • nur mit bereits abgekühlten
    Abgasen
    • vor / nach Entstaubung
    • bessere Ausnutzung des
    Reduktionsmittels
    • höhere Abscheidegrade
    • Reduktion um 80 – 95 %
    • Wabenartige, keramische
    Katalysatorträger mit TiO2
  27. 27Entstaubung: Abscheidung durch welche Hilfmittel?• ca. 6 – 10 % Aschanteil/Brennstoff (ca. 6 g/m³)
    • ca. 10 % Grobasche, 90 % Flugasche
    Schwer- bzw. Fliehkraftabscheidung (Zyklone)
    • Filtration (Gewebefilter, Keramikfilter, Schüttschichten)
    • Elektrische Feldkräfte (Elektrofilter)
    • Grenzflächenkräfte (Wäscher)
  28. 28Elektrofilter Abscheideprinzip:• negative Aufladung der Partikel im starkem elektrischen Feld
    • Transport der negativ aufgeladenen Teilchen zur positiv
    geladenen Niederschlagselektrode
    • Abscheidung an Niederschlagselektrode
    • Gleichspannung zw. 20 – 100 kV
    • kaum Einschränkungen bzgl.
    Partikelgröße → auch sehr
    kleine Partikel (Abscheideminimum
    zw. 0,2 und 0,5 µm)
  29. 29Zyklone• Fliehkraftabscheidung von Partikeln > 2 – 5 µm
    • Einhaltung vom Staubgrenzwert 150 mg/m³ bei Biomassefeuerungen
    mit unproblematsichen Brennstoffen (z.B. Hackgut)
    • rel. kostengünstig
    • Eingesetzt bei
    Holzfeuerungen
    von 100 kW – 5 MW
    • begrenzte Abscheideleistung
    → u.U. zusätzl.
    Filter nötig!
  30. 30Wäscher• Im Gasstrom dispergierte Partikel werden mit Tröpfchen der
    Waschflüssigkeit (Faktor 100 – 1000 größer) in Kontakt gebracht.
    • Benetzung → Agglomeration
    • Abtrennung
    Waschwasser +
    aggl. Partikel in
    Abscheidern
    • Druckverluste bis
    400 mbar bei hohen
    Abscheidegraden
    (< 10 mg/m³)
  31. 31Entsschwefelung• v.a. bei Braun- und Steinkohle relevant; Biomasse nur geringe
    Schwefelgehalte!
    • am weitest verbreitet:
    Research-Cottrell-Verfahren
    • Abscheidegrade > 90 %
    • rel. günstiges Verfahren
    • Verwertung Gips als Baumaterial!
  32. 32Minderung von HCl, Dioxinen und Furanen:• Chlor aus best. Biomassen (z.B. Stroh) geht z.T. als HCl ins
    Abgas
    • Einhaltung von Grenzwerten durch Nasswäsche oder Kombination
    aus Feinstaub-Abscheidung und Trockensorption
    • Sorptionsmittel (z.B. Kalkhydrat Ca(OH)2) reagiert mit Cl zu
    Kalziumchlorid (Abscheidung am Gewebefilter)
    • Abscheidegrad ca. 90 %
    • Dioxin- und Furan-Verminderung durch Vermeidung bzw.
    Zeitreduzierung des Temperaturfensters der Denovo-Synthese
    (150 – 500 °C)
    • Betreiben von Filtern und Staubabscheidern unter 150 °C
    • katalytische Oxidation z.B. mit SCR
  33. 33Emissionsminderung bei Biogas-BHKW• Entschwefelung Biogas (biologisch, chemisch-physikalisch)
    • Magerbetrieb (λ = 1,2 – 1,6) zur Minimierung Emissionen
    (Leistungsverluste, Wirkungsgradverringerung)
    • Formaldehydbonus von 1ct/kWh für die ersten 500 kW bei
    Einhaltung der Grenzwerte
    • Oxidationskatalysatoren (Problem: Haltbarkeit!)

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Energie und Umwelttechnik 2
Created by
Lukas Berger · Jan 2018
Updated
Jul 15, 2018
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