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Flashcards

Afrika Archäologie

Niki Hellwig German 130 cards

Afrika Archäologie

Cards in this deck (130)

  1. 1LomekwianLomekwi: Gruppe versch. Fundstätten, Westufer des Turkana-Sees (Kenia)
    ca. 3 Millionen Jahre alt
    Lomekwian: eigenständige archäologische Kultur (Fund von Steinwerkzeug), erste Steinartefakte
    NICHT PALÄOLITHIKUM!!
  2. 2—Skelett eines Elefanten sowie Steinwerkzeuge
    --> Elefantenschlachtplatz/ältester dokumentierter Lager- oder Aktionsplatz versch. mensch. Aktionen
    Untermauerung durch Gemengelage zwischen Artefakten, Knochen, Geröllen, etc.
    Datierung: Middle Range Theory (Komplex aus versch. Methoden zur Theorie der Fundplatzerstellung
    Skelett eines Elefanten sowie Steinwerkzeuge --> Elefantenschlachtplatz/ältester dokumentierter Lager- oder Aktionsplatz versch. mensc...
  3. 3n- und c-Transformationen bei Elefantenschlachtplatz?n: Einwirkung von Naturprozessen, c: kulturelle Anteule bei Entstehung von Fundplätzen
    Teilen der Nahrung an "home bases"/Schlachten eines Elefanten
    Fluviale Prozesse: Wasser, Erosion, natürlicher Tod
  4. 4Out-of-Africa-Ierste interkontinentale Wanderung von Afrika nach Eurasien (Funde von Nachkommen der frühen Menschen sowohl in Afrika als auch Eurasien)
    1991: 1,8 Millionen Jahre alte Hominidenfunde in Eurasien (Dmansisi, Georgien) sowie neuere Funde der Gattung Homo in Syrien: homo erectus und habilis
  5. 5Was sind Faustkeile? Wo, wann und von wem wurden die ersten Faustkeile gefertigt? Welchen Zwecken dienten sie?Werkzeugform, welches das Acheuléen definiert. Auftreten zunächst nur in Kenia und Äthiopien. Mit Homo ergaster/erectus vor 1,5 Millionen Jahren gelangen Faustkeile erstmals nach Eurasien. Nutzung zur Erweiterung des Habitats in die Waldsteppe --> erstmals Besiedlung gemäßigter Zonen
  6. 6—Verbreitung des Acheuleen in interglaziale Waldsteppen-> vielfältiger Informationsaustausch zwischen Afrika und Eurasien, vor ca. 800 000 Jahren - 300 000 Jahren, homo erectus, homo heidelbergensis
    Fußabdrücke, Werkzeugfunde, Unterkiefer homo heidelbergensis
    Verbreitung des Acheuleen in interglaziale Waldsteppen-> vielfältiger Informationsaustausch zwischen Afrika und Eurasien, vor ca. 800 ...
  7. 7Was bedeuten die in diesem Text zentralen Begriffe Nische, Fundamentalnische und Habitat?Ökologische Nische: Umweltfaktoren, die Überleben/Lebensumstände einer Art beeinflussen
    Fundamentalnische: optimale ökologische Nische (keine Konkurrenz), bsp. Savannen mit artenreichem Huftierbestand
    Habitat: Lebensraum
  8. 8Was lässt sich aus Steinartefaktzusammensetzungen erschließen?Große Rolle bei Entwicklung der Methoden zur prozessualen Archäologie.
    -> Sichtbarmachung von Transformationsprozessen und Siedlungsvorgängen
  9. 9Was bedeutet Last Glacial Maximum at 20 kya?Letzteiszeitliches Maximum vor ca. 20.000 Jahren, maximale Ausdehnung der Vereisungen der letzten Kaltzeit
  10. 10Wann begann und wann endete das Middle Stone Age (MSA) im südlichen Afrika?f
  11. 11Was bedeuten die Begriffe Still Bay und Howiesons’s Poort, und für welche Zeiträume stehen sie?f
  12. 12Wie alt sind die frühesten südafrikanischen Knochenwerkzeuge, und von welchen Fundplätzen stammen sie?f
  13. 13Wann und womit begann die Verwendung von Schmuck im südlichen Afrika?f
  14. 14Die Verwendung von Symbolen gilt als Element ‚modernen‘ menschlichen Verhaltens. Nennen Sie die Eigenheiten mindestens zweier Artefaktkategorien des südafrikanischen Middle Stone Age, die ‚Symbolverhalten‘ ausdrücken sollen.f
  15. 15Was zeigt Fig. 26.4,a (Objekttyp, Fundort, Alter, Besonderheiten)?f
  16. 16Zu Fig. 26.4,e (ACHTUNG: In der Abbildungsbeschriftung steht irrtümlich “4g and 4hˮ!): Nennen Sie die Artefaktkategorie, das dargestellte Motiv, den Fundort, die Datierung und die kulturhistorische Bedeutung.f
  17. 17Was meint Marlize Lombard, wenn sie um 70.000 Jahre vor heute lebende Wildbeuter des südafrikanischen Middle Stone Age als kompetente Chemiker und Pyrotechniker bezeichnet?f
  18. 18Was zeigt Fig. 26.5: (a) Steingerät-Kategorie? (b) Steinindustrie? (c) Wie alt? (d) Wahrscheinliche Funktionen?f
  19. 19Wofür steht der Begriff Iberomaurusian (Fundtypen; Verbreitung; Datierung)?17.000 - 8.000 v. Chr.
    Eine Kultur des ausgehenden Paläolithikums (Epipaläolithikum) in Nordafrika, südliche Grenze Atlas-Gebirge, Ost nach West entlang des Mittelmeeres bis nach Marokko und Algerien
    Kleine Pfeilspitzen aus Klingen oder Lamellen, abgeschlagener Rücken mit steilen Retuschen, Rückenspitzen
  20. 20Wofür steht der Begriff Capsian (Fundtypen; Verbreitung; Datierung)?9.000 - 3.000 v. Chr.
    Kultur des ausgehenden Paläolithikums in Nordafrika
    Rückenmesserfunde und Rückenklingen, Mikrolithen und figürliche Darstellungen in Algerien und Tunesien
  21. 21Was zeigt Fig. 30.2 (u. a. Kulturzugehörigkeit, Datierung, Besonderheit, Interpretation)?f
  22. 22Was zeigt Fig. 30.4 (u. a. Kulturzugehörigkeit, Datierung, Material, Interpretation)?f
  23. 23Wovon lebten die Menschen des Iberomaurusian?Hauptsächlich Jäger und Sammler, wohnhaft in Höhlen und Abris -> Vorformen einer Sesshaftigkeit bei weitegehend nomadisierender Lebensweise
  24. 24Was sagt die Nutzung großer, systematisch belegter Gräberfelder über die Lebensweise der Menschen des Iberomaurusian aus?Erste Nachweise von Religion oder Glaubensansatzen -> Bestattungsriten
  25. 25Was bedeutet AMS cal BP (95.4 %) in der letzten Spalte von Tab. 30.1?f
  26. 26Was sind escargotières?Ein künstlicher Hüge/lKüche (?) hauptsächlich aus Schneckenhäusern bestehend, gefüllt mit Artefakten (Algerien)
  27. 27Wann begann das Neolithikum im nordwestlichen Maghreb, und welchen kulturellen Neuerungen begleiteten es?f
  28. 28Was meint die Kennzeichnung der frühneolithischen Wirtschaft im nordwestlichen Maghreb als intrusive economy (S. 15)?f
  29. 29Welche allgemeinen Interpretationen wurden für afrikanische Felsbilder vorgeschlagen?Annahmen, dass eventuell aus Freude Kunst betrieben wurde oder aber auch zur Repräsentierung von Jagd, Magie, Darstellung von Tieren, um die Jäger zu animieren
    Oder: komplexe Ideen fundamentaler Wichtigkeit für die Gesellschaft, Kommunikation, Macht
  30. 30Welches sind die Hauptregionen südafrikanischer Felsbilder?Namibia, Botswana, Süd-Afrika
  31. 31Wer waren die Urheber der südafrikanischen Felsbilder?Menschen mit ähnlichen Vorstellungen untereinander: drei Hauptgruppen
    1. Namibia und das Westkap, 2. das Zentralplateau (Brandbergmassiv) und 3. das Ostkap und die südöstlichen Berge (Drakensberge). Die meiste Kunst stammt von den Sprechern der Khoisansprachen (Jäger und Sammler), wobei einige dieser Menschen in Namibia und dem Westkap bereits Viehherden besaßen (diese wurden später von den europäischen Besatzern Buschmenschen genannt, mittlerweile allerdings bekannt als San).
  32. 32Wann, wo und womit begann die (figürliche) Malerei im südlichen Afrika?f
  33. 33Welches sind die Hauptmotive der südafrikanischen Felsbilder?Wilde Tiere, menschliche Figuren, häusliche Tiere, Mensch-Tier-Mischwesen, Handabdrücke und Tatzenabdrücke
  34. 34Wann endete die Felsmalerei im südlichen Afrika?f
  35. 35Was sehen wir auf den Beispielbildern aus den Drakensbergen (Connahs Abbildungen 13 und 14)?f
  36. 36Welches sind die Hauptregionen saharischer Felsbilder?Fezzan, in Süd-Libyen, Süd-Algerien, Nord-Algerien (Atlas), Nord-Chard
    Spanische Sahara, Ennedi (Grenze Chad und Sudan), Jebel Uweinat (Grenze Libyen, Ägypten, Sudan)
  37. 37Wann und warum endete die Herstellung von Felsbildern in der heutigen Sahara?f
  38. 38Nennen Sie die konventionellen Hauptperioden der saharischen Felsbilder mit ihren ursprünglich angenommenen Datierungen.f
  39. 39Was sehen wir auf den Beispielbildern aus der Sahara (Connahs Abbildungen 15 und 16)?f
  40. 40Wie alt (absolutchronologisch) sind die in Abb. 4 gezeigten Sedimente, und worin besteht ihre umweltgeschichtliche Bedeutung?Frühholozän (Hochststände der Seepegel), sehr hohe Verdunstung wird durch fossiles Grundwasserreservoir kompensiert
  41. 41Was zeigt das Motiv in Abb. 6b, und was bedeutet seine Kennzeichnung als Teil eines „hoch auflösenden Klimaarchivs“?Detailansicht eines Bohrkerninhalts mit der warvenartigen Schichtung mit Sommer- und Winterlagen am Seeboden; die Schichtung erlaubt eine Untersuchung der klimatischen Bedingungen vom Holozän bis in die Gegenwart
  42. 42Welchen Betrag hatte der maximale durchschnittliche Jahresniederschlag in Zentral-Ägypten während der vergangenen 11.000 Jahre, und wie wurde er ermittelt?f
  43. 43Was meint Stefan Kröpelin mit den Begriffen „grüne“ und „gelbe“ Sahara, und welche Zeitabschnitte repräsentieren sie im Nordost-Tschad?f
  44. 44Was sind Siedeldünen, und worin liegen ihre Besonderheiten?Quadratkilometer große Dünenzüge (bis zu 20 m hoch) wurden durch Besiedelung (dichte Kulturschicht) am Weiterwandern gehindert und über Jahrtausende stabilisiert -> fundreichstes prähistorisches Erbe der Ostsahara
  45. 45In welche der saharischen Felsbildperioden gehört das in Abb. 15 gezeigte Beispiel, und welche absolutchronologische Datierung ist anzunehmen?Sahara wurde wieder arid und lebensfeindlicher (Wüste, Schlangen), nach 1. Jahrtausend v. Chr. (Eisenzeit)
  46. 46Inwieweit stützt Abb. 16 Kröpelins Konzept eines homo climaticus?Menschliche Siedlungen gab es immer dort, wo die Lebensbedingungen am besten waren. Wenn sich die klimatischen Bedingungen änderten, wurden die Menschen zur Migration in geeignetere Lebensräume gewzungen
  47. 47Charakterisieren Sie die Kultur der ersten Gesellschaften, die in der „grünen“ Sahara siedelten.f
  48. 48Was ergibt ein Vergleich des Übergangs zur Nahrungsproduktion im Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds (sogenannte Neolithische Revolution) mit dem analogen Prozess in der Ostsahara?f
  49. 49Welche Tiere dienten im pharaonischen Ägypten des 3. und 2. vorchristlichen Jahrtausends als Transportmittel für Wüstentouren?Esel, da Kamele noch nicht eingeführt waren
  50. 50Was bedeutet der Begriff Khartoum Neolithic (Zeit; Region; kulturhistorische Bedeutung)?4.900 - 3.800 v. Chr.
    Frühneolithikum im Sudan (esh-Shaheinab Complex)
    Nahrungsproduzierende Wirtschaft (Vieh, Schaf, Ziege)
  51. 51Was zeigt Abb. 17.4?Gouge, typisches Steinwerkzeug für das Khartoum Neolithic
  52. 52Wovon ernährten sich die Menschen des Neolithikums im Nordsudan?Fleisch, Milch, Viehblut, ergänzt durch Fisch, Weichtiere, Gemüse.
    Möglich: Ernte von Wildweizen und Hirse
  53. 53Zu Fig. 23: Was bedeutet die Überschrift “Kerma eastern cemetery – Neolithic Settlement"?An gleicher Stelle befanden sich zu untersch. Zeiten erst eine neolithische Siedlung und später ein Friedhof mit Hügelgräbern
  54. 54Zu Fig. 23: Aus welcher Zeit stammen die gezeigten Befunde, und was verraten sie über die Kultur ihrer Urheber?um 4.500 bestand eine von Palisaden umgebene Siedlung aus kreisförmigen Hütten und zwei rechteckigen Gebäuden -> Basislager, ganzjährig benutzt: Funde von Pfostenlöchern und Feuerstellen
  55. 55Zu Fig. 36: (1) Wie heißen die hier durch schematische Beispielgefäße repräsentierten Keramikstile? (2) Welche davon waren mit neolithischen Gesellschaften verknüpft?1. Dotted Wavy Line, Laquiya type pattern, Leiterband pattern, Handessi A, Darfur axe, Handessi B
    2. alle bis auf Dotted Wavy Line und Laquiya type pattern
  56. 56Zu Fig. 39: Was sind und wie entstanden die hellen Bereiche im Vorder- und Mittelgrund dieses Leiterband-Fundplatzes?Typisch für Leiterband: hohe Konzentration von Tonscherben und Knochen in Gruben
  57. 57Zu Katalog-Abb. 34 (S. 56) und Katalog-Abb. 37 (S. 58): Welchen Zwecken dienten die Segmente (lunates) des 6./5. und des 4.–2. Jahrtausends v. Chr. jeweils?Lunates können auf Schäfte gesteckt werden -> Jagd (Abb.37 microliths): Pfeilspitzen -> Jagd oder Aufschlitzen von Vieh-Venen zur Blutgewinnung (Leiterband)
  58. 58Wann, wo und wie lebten die archäologisch durch Leiterband-Keramik repräsentierten Menschen?4.000 - 2.000 v. Chr.
    Middle Wadi Howar, Lower Wadi Howar (Westen), Ennedi Erg, Jebel Tageru, Ennedi (Westen), saisonale Sesshaftigkeit wegen Nahrungsbedarf der Tiere
  59. 59Was bedeutet die im Zusammenhang mit der Handessi-Zeit getroffene Aussage “Large transhumance cycles can be supposed"?Es kann angenommen werden, dass es Zyklen der Herdenwanderung/Wandertierhaltung bei Eseln gab.
  60. 60Wo liegt die Sahelzone, und welche Umweltbedingungen kennzeichnen sie heute?Übergangszone zwischen Sudan (Savanne) und Sahara, von Atlantik bis rotes Meer
    Vegetation: Büsche, Sträuche, Grasland, Akazien
  61. 61Warum lehnt Breunig die Anwendung des Begriffs „Neolithikum“ auf Afrika ab?Zwar Haustierhaltung, aber KEINE Nahrungsproduktion
    Jagen/Sammeln/Fischen immernoch hauptsächlich
    Neolithikum nicht als universeller Begriff
    Nahrungsproduktion in West- und Südafrika nur auf tierischer Basis
  62. 62Welche Prozesse verbindet Breunig ursächlich mit dem Beginn der Nahrungsproduktion im westafrikanischen Sahel?Sesshaftigkeit der Familien/Bauerngemeinschaften -> Beginn der Nahrungsproduktion in Westafrika
    außerdem: Migration aus Sahara-Gebiet in Sahel-Gebiet ("pressure of climate change") -> Umweltflüchtlinge
    Austrockung der Sahara, Südwartsmigration sesshafter Menschen
  63. 63Wie nennt man die in Fig. 38.1 gezeigten Steinartefakte, und welche kulturhistorischen Aussagen erlauben sie?Pfeilspitzen (Mikrolithen), kleiner als Speerspitzen -> dreieckige Flügelpfeilspitzen mit Tuschen/Abschlägen (flächenretuschiert)
    1. Jagd 2. Migration
  64. 64Wann und mit welchen Arten begann die Nahrungsproduktion im westafrikanischen Sahel?f
  65. 65In welchen Kernlandschaften soll die Nahrungsproduktion in Westafrika begonnen haben?f
  66. 66Wann begann die agropastorale Phase der Gajiganna-Kultur (Gajiganna Complex), und wodurch war sie gekennzeichnet?600 - 400 v. Chr.: neue keramische Formen, wie beispielsweise Vorratsgefäße, erscheinen.
    -> markante Intensivierung des Bodenbaus und der Vorratshaltung, Jagen/Sammeln spielt untergeordnete Rolle
  67. 67Was zeigt das Bild in Fig. 38.5, mit welcher Methode wurde es erzeugt, und was bedeutet ‟Anomaly-free bufferˮ?Geomagnetbild einer Siedlung (1.Jahrtausend v. Chr.), 800 x 800 m Durchmesser, im Sahel-Gebiet
    mutmaßlich Wall innerhalb des Grabens, umfriedete Großsiedlung
  68. 68Zu Fig. 38,5: Wie werden die vielen auf dem Bild erscheinenden Befunde interpretiert, von denen einige im unteren Bildteil exemplarisch als ‟Pitsˮ gekennzeichnet sind?f
  69. 69Welches sind die archäologischen Indizien der von Breunig postulierten Sahel-Krise des 1. vorchristlichen Jahrtausends?weniger Siedlungsplätze, nur noch verstreute "camps", Sesshaftigkeit nimmt ab, höhere Mobilität, Technik verschwindet, Ende gesamter Kulturen, kein Siedlungshiatus
  70. 70Welche möglichen Ursachen der Sahel-Krise des 1. vorchristlichen Jahrtausends erörtert Breunig?Erschöpfung der Erde, zu enge Besiedlung (Infektionen, Epidemien?), Tierkrankheiten, kriegerische Auseinandersetzungen?, Dürre, Abholzung, soziale Gründe
  71. 71Was meint der Begriff Bantu-Expansion?Große Migrationsbewegung der Proto-Bantu-Sprachgruppen aus dem ursprünglichen Nukleus im Nordwesten Afrikas in die sub-Sahara-Gebiete
  72. 72Auf welcher Methodik beruht die Karte Fig. 43.2 zur Ausbreitung der Bantu-Sprachen?Sprachbaumstämme ausgehend der Proto-Sprache, Sprachvergleich, Lexiko-Statistik, Clusterbildung, Einteilung, Kartierung -> komparative Linguistik
  73. 73Wie ließe sich die in Fig. 43.2 kartierte linguistische Hypothese archäologisch überprüfen?Sprachgruppe teilt evtl. selbe kulturellen Vorstellungen/Hinterlassenschaften (Keramik?)
    Überprüfung materieller Spuren, die Migration hinterlässt
  74. 74Welche Schlüsse ziehen Sie aus dem Diktum „Töpfe sprechen nicht, und Bantu-Sprachen kann man nicht ausgraben“?Unabhängig voneinander gewonnene Erkenntisse der beiden Disziplien weisen auf Ähnlichkeiten im historischen Prozess hin
  75. 75Fig. 43.3: Welchen absolutchronologischen Zeitraum repräsentiert die Karte, und was versteht de Maret in diesem Zusammenhang unter traditions?f
  76. 76Wie alt sind die in Fig. 43.4 gezeigten Gefäße, und welche Rolle spielen sie in de Marets Erörterung der Bantu-Ausbreitung?Gefäße aus dem Fundort in Kamerun (2.600 - 1.500 v. Chr.)
    allerdings stammend aus Proto-Kern (Ursprungsgebiet) bzw. dessen Umland
    entsprechen evtl. der Ur-Bantu-Keramik am meisten (auch Ähnlichkeiten in anderen Gebieten?)
  77. 77Was bezeichnet der Begriff Urewe, und in welchem Zusammenhang soll Urewe mit der Bantu- Expansion stehen?Kultur aus dem Proto-Bantu-Nukleus in Kamerun
    Zusammenhang mit der ersten Migrationswelle, die Richtung Ost-Afrika zog
  78. 78Welche Kulturmerkmale rekonstruieren Linguisten für die früheste Bantu-Periode (Proto-Bantu)?f
  79. 79Warum konzentriert sich im Kongobecken die nachgewiesene Besiedlung auf den Mittellauf im Zentrum, den Bereich um 0° N und 20° O?Nur dieses Gebiet ist intensiv archäologisch untersucht worden
  80. 80Was ist die kulturelle und ökonomische Bedeutung des Malebo Pool (früher Stanleypool), heute der Sitz zweier Hauptstädte?Upemba-Senke ist eine Savannengegend: Umschlagplatz -> an den Livingstonefällen am Auslauf des Pool Malebo endet der schiffbare Oberlauf des Kongo. Der Unterlauf bis zur Küste ist durch Stromschnellen versperrt
  81. 81Zu Connah (2004: 139 Fig. 53): Fundregion, Datierung, Befundbeschreibung?ca. 1000 - 1300
    Sanga, Kisalian
    reich ausgestattetes Einzelgrab, hochwertige Grabkeramik, Prestigegüter (Eisen, Kupfer, Meeresschnecken, Knochen, Elfenbein)
  82. 82Welchen Zeitraum umfasst die Gräbersequenz der Upemba-Senke, und worin bestand die naturräumliche Siedlungsgunst dieser Region?500 - 1.800 CE
    Schwemmlandschaft mit jährlicher Überschwemmung, umgeben von Grassavanne als Weidegebiet, Flüsse und Seen mit großem Fischreichtum. Vielfalt an terrestrischem und aquatischem Jagdwild, Eisenerz, Salz und Kupfer
  83. 83Woher kamen vermutlich die ersten Feldbauern der Region, und woran läßt sich das erkennen?Die eisenzeitlichen Bauern waren vermutlich ein Teil des "Weststromes" der Bantuausbreitung
    Ihr direkter Ursprung: Erzregion "Copperbelt" weiter südlich
    Erkennbar an Ähnlichkeit der Keramik des Kamilambian mit jener, die im Copperbelt etwas früher auftaucht
  84. 84Was waren die wichtigsten Güter im regionalen und überregionalen Handel der (Eliten der) Upemba-Senke? a) Importe; b) Exporte.Export: Kupfer und getrockneten Fisch
  85. 85Wozu dienten Töpfe wie der in Connah (2004: 141 Fig. 54, unten) gezeigte?Eine Feuerschale zum Kochen auf Holzkohle (wichtiger Anwendungszweck war das Kochen in Kanus beim Fischfang)
  86. 86Connah (2004: 143 Fig. 56, unten): Objekttyp, Material, Fundregion, Datierung, Funktion?Eine "Croisette", ein kreuzförmiger Kupferbarren
    Nördlicher Bereich der Upembasenke
    ca. 1300 - 1800 CE
    relativ kleine Größe und deren Einheitlichkeit sprechen für die Verwendung als Geld
  87. 87Worauf beruht die Annahme, die Gesellschaft des Classic Kisalian sei hierarchisch strukturiert gewesen?Prestigegüter, die nur von spezialisierten Handwerkern hergestellt werden konnten
    Geld, vor allem ab 1500 CE im Kabambian B
    Zeremonialäxte und Statusobjekte
    Bestattungen mit Menschenopfern
  88. 88Wann erfolgt in der Upemba-Senke der Wandel von symbolischen Wertgegenständen zu einer Währung, und woran ist er erkennbar?An der Grenze vom Kabambian A zu B um 1500 CE
    Die Croisettes wurden deutlich kleiner und standartisiert
    Die Lage im Grab verschiebt sich vom Brustbereich zu einer Position zwischen Hand und Hüfte
  89. 89Was zeigt de Maret (2013: 879 Fig. 60.2,b), und worin liegt die kulturelle Bedeutung?Ein Amboß aus einer Bestattung des Early Kisalian
    Ambosse waren Symbole der Macht (königliche Familien führten Herkunft auf legendären Schmied zurück)
    Evtl. Beginn des Häuptlingstums und Vorläufer der Staatenbildung in dieser Region
  90. 90Welche politische Organisationsform nimmt Fauvelle für die beschriebenen Gesellschaften mit Tumulusgräbern an?Elite aristokratischer oder herrschaftlicher Art, vom Rest der Gesellschaft abgegrenzt, aber nicht zentralisiert;
    große wirtschaftliche Macht, möglicherweise erreicht durch Handel
  91. 91Bestätigt der Bericht al-Bakrîs Fauvelles Idee der politischen Organisationsform?f
  92. 92Welche Interpretationsmöglichkeiten bieten sich für die Präsenz zahlreicher Skelette in manchem mittelalterlichen Grabhügel des nördlichen Afrika?Mehrfache Nutzung der Gräber durch erneutes Öffnen und Verschließen über einer längeren Zeitraum hinweg.
  93. 93Welche Zusammenhänge bestehen zwischen den mittelalterlichen Grabhügeln im nördlichen Afrika und dem Islam?"Alter" Brauchtum der Tumulus-Bestattung allenfalls beeinflusst von islamischen Sitten (gleicher historischer Kontext), nach und nach islamisiert
  94. 94Welche kulturhistorischen Schlüsse erlauben indopazifische Glasperlen aus mittelalterlichen Grabhügeln des nördlichen Afrika?Fernhandel, vorallem mit der islamisch geprägten Welt -> Perlen aus Indien, Malaysia, Indonesien, Indochina (Indopazifisch), Kauri Schnecken
  95. 95Wozu können antike Grabhügel-Zugänge gedient haben?Zugänge für Opfergaben und Trankopfer
  96. 96Was sagt das auf S. 103 abgebildete Pektorale über die Religionszugehörigkeit der damit bestatteten Person aus?Weist auf islamische Tradition hin
  97. 97Woher rührte der in vielen mittelalterlichen Grabhügeln des nördlichen Afrika belegte materielle Reichtum?(Fern-)handel vorallem mit der islamisch geprägten Welt -> Perlen aus Indien, Malaysia, Indonesien, Indochina (indopazifisch), Kauri-Schnecken
  98. 98Was kann die Rekonstruktion eines hohen Arbeitsaufwands für die Errichtung eines Tumulus bedeuten?Hinweis auf hohen gesellschaftlichen Status, der eine Anhäufung von Vermögen und eine aufwändige Lebensweise gestattete. Außerdem gebührenden Respekt, den Hinterbliebende bereit sind zu demonstrieren.
  99. 99Was unterscheidet die auf S. 98 gezeigten Bestattungen von islamischen oder christlichen Gräbern?Einzelgräber bescheidener -> ohne Tumulus, keine Grabbeigaben
  100. 100Wofür steht der Name Mapungubwe in der Afrika-Archäologie (Lage; Datierung; kulturhistorische Bedeutung)?Ausgrabungsstätte mit Stadt und Gräbern im Dreiländereck Südafrika-Simbabw-Botswana
    erste Ansiedlung von Bauern am Limpopo ca. 900 n. Chr., Blütezeit 1.000 - 1.290 n. Chr.
    -> frühester Nachweis einer Klassengesellschaft im südlichen Afrika
  101. 101Worauf beruhte der Reichtum der Oberschicht von Mapungubwe?Unterstützung von Bauern, Handel
  102. 102Zur Abbildung auf S. 159: (1) Woher stammt das gezeigte Objekt? (2) Wie alt ist es? (3) Welcher Art war der Fundkontext?In einem Königsgrab in Mapungubwe (Hügel), 1075-1220
  103. 103Wie war das Wirtschaftssystem von Mapungubwe beschaffen?Fernhandel und Klassengesellschaft
  104. 104Welche Güter aus welchen Regionen bezog man in Mapungubwe von auswärts?f
  105. 105Welche Güter ‚exportierte’ man aus Mapungubwe? Wohin?Glasenperlen, Porzellan, Elfenbein, Kupfer und Gold
    Handelsbeziehungen mit afrikanischer Ostküste
  106. 106Welche sozialpolitische Organisationsform wird Mapungubwe zugeschrieben?Herrscher und Soldaten wurden von untergebenen Bauern ernährt -> frühester Nachweis einer Klassengesellschaft im südlichen Afrika
  107. 107Wo wurde das Gold von Mapungubwe abgebaut?Nicht auf süd-afrikanischer Seite, sondern auf linkem Ufer des Limpopo in Simbabwe
  108. 108Welcher Zusammenhang soll zwischen Mapungubwe und Great Zimbabwe bestanden haben?Niedergang von Mapungubwe aufgrund klimatischer Bedingungen förderte Aufstieg des Reiches von Groß-Simbabwe
  109. 109Welche Überreste von der Siedlung auf dem Mapungubwe Hill wurden bei archäologischen Untersuchungen gefunden?Königsgräber
  110. 110Kilwa: (a) Geographische Lage? (b) Besiedlungszeitraum? (c) Kulturgeschichtliche Bedeutung?Kilwa-Bucht: zwei Flüsse aus Süden Tansanias, Ruinen-Gruppe auf Insel
    ca. 11.-15. Jahrhundert
    Handelszentrum (Indien) mit Gold, Silber, Perlen (Karneol), Münzenprägung etc. -> bedeutendste Stadt an der Ostküste Afrikas
  111. 111Welche Gebäude und Befunde erbrachte die Archäologie in Kilwa?Warenlager und Marktplatz (Geschäfte, Verkauf), Raum für Versammlungen (Politik, öffentliches Leben), "Burg", große Moschee (Religion), Großteil der Stadt jedoch Lehmhütten
  112. 112Aus welchen Materialien bestanden die ”Steinbauten‟ von Kilwa?Riffstein, Fundament aus Riffkalkblöcken, Bruchstein, Chloritschiefer, Madreporenkalk
  113. 113Wie kamen arabische, indische und portugiesische Wörter in die Swahili-Sprache?Swahili alleine bereits arabischer Ursprung (Küste, Küstenbewohner): später auch arabische Inschriften aus dem 11.-12. Jahrhundert vorhanden
  114. 114Wer waren die ersten Europäer, die Kilwa zu sehen bekamen, und wann war das?Wahrscheinlich um das 13. Jahrhundert, als verstärkt Handel mit den Küsten der arabischen Halbinsel betrieben wurde oder sogar noch ferner.
    Allerdings beharren manche Überlieferungen auf bereits früherer ausländischer Herkunft der Eliten der Stadt -> fragwürdig
  115. 115(a) Wie war Kilwa während seiner Blütezeit soziopolitisch organisiert? (b) Worauf beruhte der Wohlstand der Oberschicht von Kilwa?Elitenbildung (evtl. Ausbeutung): Handel und Übernahme fremder Praktiken und Ideen, Prägung von Metallmünzen
  116. 116Ist die Blütezeit von Kilwa als urgeschichtlich oder frühgeschichtlich zu bezeichnen? – Begründen Sie Ihre Antwort.Hoch entwickelt und globalisiert: eher frühgeschichtlich
  117. 117Welche Religion wurde im hoch- und spätmittelalterlichen Kilwa praktiziert, und woher weiß man das?Aufgrund von Überresten der größten Moschee zu dieser Zeit an der afrikanischen Küste sowie arabischer Herrschernamen höchstwahrscheinlich Islam
  118. 118Welche Artikel spielten im Handel mit Kilwa eine Rolle?Gold, Silber, Prägung von Münzen, Karneolperlen
  119. 119Was ist der Monsun, und welche Rolle spielte er im Handelssystem des Indischen Ozeans?Starke Klimabeeinflussung in den Tropen und Subtropen durch Stürme und Regen, Trocken- und Regenzeit, Handel auf Schiffen wird eingeschränkt
  120. 120Was verbindet Kilwa mit Great Zimbabwe?Funde geprägter Münzen aus Kilwa in Great Zimbabwe, Handelsbeziehungen
  121. 121Was bezeichnet der Begriff Hominini, und welchen Zeitraum repräsentiert er?Einen Strang der Hauptgattung Anthropoidea, die sich vor mindestens 12 Millionen Jahren in eine afrikanische und eine asiatische Linie unterteilt. Die afrikanische Linie unterteilt sich im weiteren Verlauf zwischen 12 Millionen Jahren und etwa 6 - 5 Millionen Jahren in die Panini (Schimpansen) und die Hominini (Menschen). Zwischen 6 - 2 Millionen Jahren entwickelte sich dann die größte Artenvielfalt der Hominini.
  122. 122Verorten Sie die Hominini in Abb. 3.2.Zu den Omnivoren, genauer gesagt bis zum Homo rudolfensis und Homo ergaster.Verorten Sie die Hominini in Abb. 3.2.
  123. 123Welche Argumente sprechen dafür, dass die Menschheit in Afrika entstand?In der Zeit zwischen 6 und 2 Millionen Jahren, der Zeit der größten Artenvielfalt der Hominini, erfolgte eine explosionsartige Entwicklung der verschiedenen Homininen. Diese Explosion blieb jedoch auf Afrika beschränkt - aus dieser Periode gibt es keine bekannten Funde außerhalb Afrikas.
  124. 124Welchen Zeitraum repräsentiert Abb. 3.1?Zwischen 6 - 2 Millionen Jahren, der Zeit der größten Artenvielfalt der Hominini.Welchen Zeitraum repräsentiert Abb. 3.1?
  125. 125Welche besonderen Aufschlusssituationen, Erhaltungsbedingungen und Datierungsmöglichkeiten für frühmenschliche Fossilfunde bietet Ostafrika?Die Datierung des Sahelanthropus chadensis, der ebenfalls zur Vorfahrenschaft des Menschen gehören könnte, auf etwa 7 - 6 Millionen Jahre vor heute ist zwar unsicher, belegt jedoch, dass die ältesten Arten der Homininen nicht auf Steppen und Savannenlandschaften beschränkt waren, sondern auch in stärker bewaldeten Regionen weiter westlich sowie am Ufer des Tschad-Sees lebten.
    Außerdem beweisen die Fossilfunde des Australopithecus sediba, der nur 2 Millionen Jahre alt ist, das Vorkommen der Homininen in einer Zeit, aus der sonst kaum hominine Fossilien bekannt sind.
  126. 126Abb. 3.2: Was ist die Matuyama-Brunhes-Grenze?Umkehrung der magnetischen Pole bzw. des Erdmagnetfelds.
    Grenze zwischen Alt- und Mittelpleistozän.
  127. 127Abb. 3.2: Was meint Richter mit „kulturelle Karnivoren“?Die frühen Menschen führten, wie auch wir heutzutage, vorwiegend eine omnivore Ernährungsweise, was nach wie vor durch unsere biologisch-physiologische Ausstattung ermöglicht wird. Die vegetabile Ernährungsweise spielte jedoch bis etwa zum Mesolithikum bzw. Neolithikum eine eher untergeordnete Rolle, bis der Mensch vor rund 10.000 Jahren „seine Lebensweise wieder an seine naturgegebene Fähigkeit zur omnivoren Ernährung anglich“. Aufgrund der vermehrten Huftierbiomasse und der daraus resultierenden knappen vegetabilen Nahrung trat der Mensch im Paläolithikum zumeist als Karnivor auf; die physiologische Austattung hatte sich dabei jedoch nie geändert. Sie ermöglichte durch alle Zeiten eine omnivore Ernährung, die jedoch zugunsten fleischreicher Nahrung nicht verfolgt wurde. Richter bezeichnete die Menschen des Paläolithikums daher als „kulturelle Karnivoren“.
  128. 128Wann, wo und wie lebten die Australopithecinen?Die ältesten Funde des Australopithecus (anamensis) stammen aus Kenia und sind zwischen 4,1 und 3,9 Millionen Jahre alt. Die grazilen Australopithecinen sind zwischen 4 und 2,5 Millionen Jahren einzuordnen und lebten nachweislich in Südafrika, Äthiopien, Ostafrika und im Tschad. In die Zeit zwischen 3 und 1,2 Millionen Jahren datieren die robusten Australopithecinen, die wiederum in Südafrika, Ostafrika und Äthiopien zu verordnen sind. Diese Homininen führten eine rein vegetabile Ernährungsweise, wie man anhand der Schädel- und Kieferproportionen sowie der Gebisseigenschaften feststellen konnte.
  129. 129Welche Unweltveränderungen in Afrika werden im Zusammenhang mit der Herausbildung der Gattung Homo diskutiert (Prozesse; Datierungen; evolutionäre Auswirkungen)?Vor etwa 18 - 8 Millionen Jahren führte die tektonische Hebung von Teilen Ostafrikas und die Herausbildung des ostafrikanischen Grabens zur Zergliederung des äquatorialen Regenwaldgürtels. Dieses Ereginis beendete das niederschlagsreiche, atlantische Klimaregime, da die Gebirgsketten am östlichen Rift als Klimabarriere funktionierten. Aufgrund neu entstandener, offener Gehölzlandschaften weiter östlich erwies sich die suspensorische Lokomotion der Primaten als ein Selektionsnachteilt, terrestische Lokomotion erwies sich hingegen als Vorteil. Daraus entstanden schließlich vor eta 8 Millionen Jahren in Ostafrika Homininen mit zweifüßiger Lokomotion.
    Der Regenwald in Zentralafrika förderte hingegen die Entwicklung der, an den Wald angepassten, Panini. Durch diesen Umstand konnten östlich des ostafrikanischen Grabens weder Hinweise auf Schimpansen noch auf ihre Vorfahren gefunden werden - eine so genannte ökologischen Isolation erklärt daher die Aufteilung in Paninen und Homininen.
    In Ostafrika teilten sich mit der Zeit die Jahreszyklen aufgrund des zunehmenden Monsuneinsflusses in Troc
  130. 130Wann und womit begann das Paläolithikum in Afrika?Das Paläolithikum beginnt vor etwa 2 Millionen Jahren mit dem Auftreten der ersten Menschen (homo), deren gesamte anatomische Entwicklung sich in diesem Zeitraum abspielte und aus der schließlich die einzige überlebende Art der Gattung Mensch, der Homo sapiens sapiens, hervorging. Das Paläolithikum bildet somit die älteste Periode der Menschheitsgeschichte und lässt sich in die letzte erdgeschichtliche Periode innerhalb der Erdneuzeit, dem Quartär, einordnen, welches sich in das Pleistozän (Eiszeitalter) und das Holozän (gegenwärtige Warmzeit) gliedert. Das Paläolithikum liegt hierbei als einzige prähistorische Periode im Pleistozän und umfasst etwa 95% der Menscheitsgeschichte.

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Flashcards on Afrika Archäologie, created by Niki Hellwig on 15/07/2018.
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Niki Hellwig
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