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Flashcards

M1 - 3401

dunvegan German 191 cards

Cards in this deck (191)

  1. 11860 Gustav Theodor Fechnerwies die Messbarkeit psychischer Phänomen
    nach
  2. 2Weber-Fechnersche-Gesetzdie Stärke einer subjektiven Empfindung gegenüber einem physikalischen Reiz wächst nicht linear an, sondern gemäß einer logarithmischen Funktion
  3. 35 verschiedene Skalenniveaus- Nominalskala
    - Rangskala
    -Intervallskala
    - Verhältnisskala
    - Absolutskala
  4. 43 Gütekriterien- Objektivit
    - Reliabilität
    - Validität
  5. 5Messen: Zuordnung von Zahlen zu Merkmalsausprägungen von Objekten
    (Personen)
  6. 6In der Messtheorie wird diese Definition als Abbildung bezeichnet- numerisches Relativ: Menge von Zahlen und deren mathematische
    Beziehungen
    - empirisches Relativ: Menge von Objekten und deren beobachtbaren
    Beziehungen
    -> die Struktur der empirischen Relationen muss bei der Abbildung in ein
    numerisches Relativ erhalten bleiben-> strukturerahltende Abbildung= homomorph
  7. 7strukturerahltende Abbildung= homomorphdie Struktur der empirischen Relationen muss bei der Abbildung in ein
    numerisches Relativ erhalten bleiben-
  8. 8Repräsentationsproblem: können relevante empirische Relationen zwischen den Merkmalsausprägungen verscheidener Untersuchungsobjekten erfasst und in Messwerten abgebildet werden?
    - Axiom= Transitivität-> wenn a>b und b>c, dann auch a> c Bsp. Gewicht
    - Skala= E (empirisches Relativ), N (numerisches Relativ), f (Zuordnungsregel bzw. Abbildungsfunktion
    - Eindeutigkeitsproblem= eine Messung ist umso eindeutiger, je weniger Transformationen möglich sind
    -Bedeutsamkeitsproblem: „rechter“ Umgang mit Daten
  9. 9NominalskalaAbbildung der Gleichheit bzw. Ungleichheit von Objekten;
    Bsp. Geschlecht, Studienfach
    -> ein-eindeutige Transformation weiblich=1,männlich=2
  10. 10Ordinalskaladabei wird mit Hilfe von Zahlen neben der Gleichheit bzw. Ungleichheit zusätzlich eine Rangreihe der Objekte gebildet
    Bsp.: Schulnoten
    -> streng monoton steigende Transformation
    Median: -Wert, innerhalb einer Rangreihe, der diese Rangreihe
    in zwei Hälften teilt
    - bei einer ungeraden Anzahl von Messwerten ist der Median eindeutig, bei einer geraden Anzahl werden die beiden mittleren Zahlen gemittelt.
  11. 11- Intervallskala: ordnet empirischen Objekten Zahlen so zu, dass Äquidistanz
    (gleiche Abstände aufweisend) zwischen den Zahlen vorliegen
    Bsp: Rating-Skalen (1= trifft zu, 2=trifft teilweise zu,…)
    - „der IQ-Unterschied zwischen A+B ist doppelt so hoch wie
    C+D“ -> ok
    - „ die IQ-Verhältnisse E zu F sind doppelt so hoch-> nicht
    zulässig“
  12. 12VerhältnisskalaNeben (Un)Gleichheit, Rangordnung und Gleichheit von
    Differenzen sind Variablen auf Verhältnisskalen-Niveau
    durch einen sinnvollen Nullpunkt gekennzeichnet.
    Bsp.: Zeitmaße, Einkommen
    - Aussagen über Verhältnisse (n-mal so groß/klein;
    schnell/langsam von Merkmalsausprägungen möglich
  13. 13Absolutskala: natürliche Maßeinheit, Ermittlung von Häufigkeiten
    Bsp.: Zeit, Länge od. das Gewicht in verschiedene Maßeinheiten
    (Verlegenheitsgesten, Störungen am Arbeitsplatz)
    - die Maßeinheit der Zeit ist nicht festgelegt und kann durch
    Multiplikation mit einer Zahl (Ähnlichkeitstransformation) in
    eine andere Maßeinheit umgerechnet werden.
  14. 14Test= ein Verfahren zur Gewinnung diagnostisch relevanter Daten
    = liefert eine quant. Aussage über ein interessierendes Merkmal, da die
    Antworten eines Probanden mit Zahlen verknüpft und zu einem
    Gesamtwert (Score) zusammengefasst werden
  15. 15Objektivität- Unabhängigkeit der Ergebnisse einer Messung bzw. eines Tests von der Person, die den Test angewendet hat .
    - Durchführungs-, Auswertungs-, und Interpretationsobjektivität
  16. 16Reliabilität- kennzeichnet die Messgenauigkeit eines Tests, unabhängig davon was inhaltlich gemessen wird und ob wirklich das gemessen wird, was gemessen werden soll (z.B. Intelligenztest)
  17. 17Wie läßt sich die Reliabilität schätzen?die Reliabiltät (mehrere Einzel-Messungen desselben Konstrukts) läßt sich schätzen und mit Hilfe eines Koeffizienten quantifizieren (0-1).
    In bestimmten Fällen kann der Koeffizient auch negative Werte haben
    Gute Intelligenztests >.90; gute Persönlichkeitstests > .80
  18. 18Split-Half (Halbierungsmethode):ein Test wird in zwei große Hälften geteilt und die Korrelation dieser Hälften als Reliabilität interpretiert
  19. 19ParallelmethodeTests mit derselben Anzahl an Items. Sie werden in einem bestimmten Abstand derselben Probandenstichprobe nochmal vorgelegt. Hiervon wird die Korrelation bestimmt.dieselben wahren Werte und Fehlervarianzen, generell schwierig, ausser bei Matheaufgaben
  20. 20Cronbach-Alpha-Koeffizientjedes Item wird als eigener Testteil interpretiert, wenn nur ein eindimensionales Merkmal erfasst werden soll. Anschließend wird wird über alle Testaufteilungen (Items) die mittlere Konsistenz geliefert
  21. 21Interne KonsistenzDie interne Konsistenz ist ein Maß dafür, wie die Items einer Skala miteinander zusammenhängen. Interne Konsistenz stellt gewissermaßen einen Umweg dar, die Messgenauigkeit eines Instruments zu erheben, wenn kein Retest oder Paralleltest zur Reliabilitätsbestimmung zur Verfügung steht. Es erfolgt die Reliabilitätsmessung also intern, wobei jedes Item gewissermaßen als Paralleltest behandelt und mit jedem anderen Item korreliert wird (Interkorrelationsmatrix). Die Güte eines Items kann hierbei ermittelt werden, indem die interne Konsistenz berechnet wird, wenn das Item nicht in der Skala enthalten wäre. Eine gebräuchliche Kenngröße für die interne Konsistenz kann bei dichotomen Items mit der Kuder-Richardson-Formel berechnet werden und für Items einer Intervallskala ist eine Kenngröße durch Cronbachs Alpha gegeben
  22. 22Retest-ReliabilitätIst eine Retest-Korrelation, die auf der wiederholten Vorgabe ein- und desselben Tests bei denselben Probanden basiert.
    Wichtig bei Persönlichkeitstest, da hier die differentielle zeitliche Stabilität von Persönlichkeitsmerkmalen empirisch gestützt werden kann.
    -> entscheidene Merkmale eines Persönlichkeitstest sin die zeitlliche Stabilität und die transsituative Konsistenz
  23. 23ValiditätAusmaß, in dem der Test das misst, was er messen soll (misst der Intelligenztest tatsächlich die Intelligenz?)
    Es gibt kein einzelnes quantitatives Maß wie für die Reliabilität
    -> es ist angemessener von verschiedenen Interpretationen der Ergebnisse eines Tests zu sprechen, wie z.B. Bewertung, Verallgemeinerung, Extrapolation, (kausale) Erklärung
  24. 24InhaltsvaliditätAusmaß, in dem die Aufgaben bzw. Items eines Tests das interessierende Konstrukt inhaltlich repräsentieren.
    Abschätzung durch die Urteile von Experten
    Die Inhaltsvalidität darf nicht mit der Augenscheinvalidität verwechselt werden, bei der angegeben wird, inwieweit das mit dem einem Test zu erfassende Merkmal auch für Laien evident ist- wichtig für die Akzeptanz eines Tests
  25. 25-> KriteriumsvaliditätZusammenhang zwischen dem Testergebnis und einem Kriterium ausserhalb der Testsituation
    Statistisch wir dieser Zusammenhang korrelativ bzw. regressionsanalytisch ermittelt.
  26. 26Konkurrenter Validitätwenn das Kriterium zeitgleich mit dem Test vorliegt
    -> prädiktive od. prognostische Validität:
    Zusammenhang zwischen dem Testergebnis und einem Außenkriterium, das in der Zukunft liegt und der durch die Testung vorhergesagt wird, z.B. Studien- und Berufserfolg
    Sie kann am besten ermittelt werden bei zweifelsfrei gültigen Aussenkriterien, wie z.B. agressives Verhalten
  27. 27KonstruktvaliditätUmfassende empirische Überprüfung und Weiterentwicklung der theoretischenAnnahmen, die mit dem gemessenen Konstrukt verbunden sind.
    - vereint alle Validitäten
    . kennzeichnet die Zusammenhänge des Testscores innerhalb des nomologischen Netzwerkes ( Kennzeichnung eines zusammenhängenden System von Gesetzmäßigkeiten)
    - fortlaufender Validierungsprozess
  28. 28kovergente ValiditätÜbereinstimmungsvalidität zwischen Tests
    - divergente od. diskriminante Validität:
    Unabhängigkeit (Nullkorellation od. sehr niedrige Korrelation) der Testwerte von Testwerten von Konstrukten, die sich von dem zu messenden Konstrukt theoretisch unterscheiden
  29. 29Nebengütekrierien:- Kriterium der Nomierung od. Eichung eines Tests:
    Wenn ein Bezugssystem vorliegt, vor dessen Hintergrund die Testwerte einer einzelnen Person eingeordnet und interpretiert werden können
    (Bezugssystem= Werte einer Vergleichsstichprobevon Perosnen, die mit der getesteten Person im Hinblick auf relevante Kriterien (mind. Alter, Geschlecht) vergleichbar sind)
  30. 30Testfairnesses muss eine Benachteiligung aufgrund bestimmter ethischer, soziokultureller od. geschlechtsspezischer Gruppen ausgeschlossen werden
  31. 31-> psychologische DiagnostikGezielte Sammlung und Verarbeitung von relevanten Daten
  32. 32Klassifikation der Datenquellen erfolgt nach drei Kriterien:1. Datenmodalität:
    Unterscheidung, ob es sich bei den Daten lediglich um mentale Repräsentaionen des Erlabens und Verhaltens einer Person, um direkt beobachtbares Verhalten oder um Psychologisches erfassbare Variablen handelt.
    2. erfassbare Varianz:
    Wurde die Datenquelle im Labor oder im Feld erhoben
    3. Reaktionsobjektivität
    Ausmaß, in dem eine Datenquelle durch Ziele, Werte und Einstellungen eies Probanden beeinflusst oder sogar verfälscht werden
  33. 33Biographische und Aktuardatensoziademographische Daten, wie Alter, Geschlecht, Familienstand…
  34. 34- VerhaltensspurenDirekt beobachtbare Nachwirkungen (Produkte) menschlichen Verhaltens, Bsp. Äußeres Erscheinungsbild einer Person direkt beabachtbar
  35. 35- VerhaltensbeobachtungMethodisch kontrollierte , systematisierte, akitve Beobachtung; Bsp.: Körperbeobachtung, Laut- und Sprachäußerungen, Erröten, Schwitzen.
    Es gibt Selbst-und Frembeobachtungne
    Reduktive Diskriptionen: wissenschaftliche Verhaltensbeobachtungen, die sich auf Kategorien oder Verhaltensklassen beschränken, Bsp. Verlegenheitsgesten
  36. 36Verhaltensbeurteilung:Subjektive und summarische Einschätzungen und Bewertung der Häufigkeit, Intensität und Ausprägungsform des eigenen Verhaltens oder das anderer Personen
  37. 37AusdrucksverhaltenVariationen der Mimik, Stimme, Sprechweise sowie die Ganzkörpermotorik, in denen sich gefühlte, Stimmungen und Affekte äußern.
    Unter Stress verändert sich die Handschrift, nur mit ihr allein kann man nicht auf Persönlichkeitsmerkmal schließen.
    Facial Action Coding System (FACS) von Ekman 1978
  38. 38- InterviewZweiter traditioneller Königsweg, am häufigsten eingesetztes diagnostisches Instrument
  39. 39Verschieden Interviewformen:- Exploration
    -> nur wenige Fragen („Erzählen sie
    von ihrem Leben) mit möglichen
    Nachfragen
    Halbkonstruiertes Interview:
    -> bestimmte Bereiche und Fragen sind
    festgelegt, auch ihr sind Nachfragen möglich
    zu achten ist auf die Bildung von Stereotype und Vorurtelie
  40. 40projektive Tests:Beinhalten mehrdeutiges Reizmaterial (abstrakte Klecksbilder, mehrdeutige Bilder von Personen, frei gestaltbares Spielmaterial), das von Probanden interpretiert, ergänzt oder gestaltet werden soll
    Sie sind im Kontext der Psychoanalyse und Tiefenpsychologie entstanden und sollen Abwehrmechanismen vom Probanden umgehen
    Der Wert dieser verfahren wird meist niedrig eingeschätzt, sie werden dennoch häufig verwendet
    Sie spielen in der thematischen Apperzeptionstest in der Forschung zur impliziten Machtmotivation eine wichtige Rolle
  41. 41- objektive TestsAn Testgütekriterien überprüfte Stichproben, z.B. bei Leistungsaufgaben, über die eine Verhaltensstichprobe der untersuchenden Person im interessierenden Merkmal erhoben und ausgewertet wird,
    Intelligenztest, Persönlichkeitstest, Fragebögen
    Bsp.: Impulsivität vs. Reflexivität zeigt die Tendenz in Problemsituationen entweder schnell und fehlerreich bzw langsam und fehlerfrei zu arbeiten
  42. 42Psychophysiologische DiagnostikVeränderungen des Erlebens und Verhaltens kovariieren mit organischen Variablen, z.B mit dem Blutdruck, Herzfrequenz, , Ausschüttung bestimmter Hormone und Aktivität bestimmter Hirnareale
    Werden mithilfe elektrophysiologischer Registriermethoden (Blutdruckmessgerät) oder über biochemische Messgrößen (Hormonspiegel) erfasst.
  43. 43Datenerhebung im Internet- es werden nur Personen mit Internetzugang erreicht
    - Mehrfachbeantwortung eine Fragebogens durch dieselbe Person möglich
    - meist sind objektive Tests und Fragebögen im Internet implementiert
    - Vorteile:
    °Asynchronität und Alokalität: unabhängig von Zeit und Raum
    °Flexibilität: multimediale Elemente möglich, wie Bilder, Fotos, Töne, kurze
    Animationen oder Filme, sowie adaptive Tests
    °Automatisierbarkeit: bei Durchführung und Auswertung
    ° Objektivität: Verzerrungen und Fehler von Versuchsleiter ausgeschlossen
    °Dokumentierbarkeit als medieninhärentes Mittel
    °Ökonomie: geringe Kosten, Datenexport
    °Repräsentativität und Diversität: Internet-Stichprobe sind umfangreicher
    -Nachteile:
    Höhere Abbruchqoten
  44. 44Untersuchungsdesigns in der Psychologie1.Experimentelle Untersuchungsdesigns
    2. Quasi-experimentelle Designs und Evaluationsforschung
    3. Korrelationsforschung und korrelative Desings
    4. Einzelfallstudien und Komporationsforschung
  45. 45Warum Methodenlehre in der Psychologie?Alltagspsychologie ist fehlerbehaftet, wohingegen die wissenschaftl. PSychologie bestimmte Methoden einsetzt um Fragen zu beantorten
  46. 46Fehler der Alltagspsychologie- Sprachgebrauch ist mehrdeutig
    - Fehler beim Wahrnehmen, Erinnern und Denken
    - Primacy- und Regency Effekt
    - Attributionsfehler
    -Fehler beim Umgang mit Wahrscheinlichkeiten
    - unzureichende Prüfung von Vermutungen
    -Pygmalioneffekt
  47. 47Primacy und Regency- EffektUrteilsverzerrungen, bei denen die zuerst und zuletzt dagebotene Information besonders gut im Gedächtnis bleiben und somit das Gesamturteil besonders stark beeinflussen
  48. 48Attributionsfehler (Ross)Personen schreiben das Verhalten anderer Personen eher perrsonaler, das eigene Verhalten dagegen eher situativen Faktoren zu
  49. 49Akteur-Beobachter-Fehler Jones ; MisbettAkteure sehen eher die Anforderungen und Charakteristika der SItuation, während die eigene Person aus dem Wahrnehmungsfokus tritt. Bei Beobachtern steht die beobachtende Person im Mittelpunkt der Wahrnehmung
  50. 50Pygmalion-EffektErwartugen einer Pwerson gegenüber tendenziell entsprechende Realisierungen bedingen
    Bsp: wenn die (vorweggenommene) positive Einschätzung eines Schülers (etwa „der Schüler ist hochbegabt“) durch einen Lehrer sich im späteren Verlauf bestätigt. Dieses wird dadurch ermöglicht, dass der Lehrer seine Erwartungen in subtiler Weise den Schülern übermittelt, z. B. durch persönliche Zuwendung, die Wartezeit auf eine Schülerantwort, durch Häufigkeit und Stärke von Lob oder Tadel oder durch hohe Leistungsanforderungen
  51. 51Welche Methoden setzt die Psychologie wissenschaftlich ein?- Theorie-> Hypothese
    - emp. Überprüfung, indem Erfahrungsdaten erhoben und analysiert werden
    - Daten (Beobachutng, Befragung, Test)
    - Untersuchungsdesigns (Exp., Korrelationsstudien, Einzelfallstudien)
    - Datenauswertung (beschreibende u schließende Statistik, Inhaltsanalysen)
  52. 52deskriptive StatistikVerfahren, das Daten summerisch beschreibt
  53. 53InterferenzstatistikVerfahren, die von Stichprobenstatistik auf Populationsparameter schlussfolgern
  54. 54Heuristikplötzlicher Einfall
  55. 55Weber- Fenchner-Gesetzdie Stärke einer subjektiven Empfindlung gegenüber einem physikalischen Reiz (z.B. Ton, Licht)
  56. 56Abduktionallg. Regel und eine spez. Beobachutung liegen vor und der Schluss erfolgt auf einen spez. Fall
  57. 57Induktionhierbei geht man von einem spez. Fall und einer spez. Beobachtung aus und schließt auf eine allgemeine Regel
  58. 58DeduktionAusgangspunkt ist eine allg. Regel und ein spez. Fall und der Schluss erfolgt auf einer spez. Beobachtung
  59. 59McGuire= 49 Heuristiken zur Generierung von neuen Hypothesen-> 5Kategorien1) Heuristiken, die Sensitivität gegenüber ungewöhnlichen oder provozierenden Phänomenen erfordern
    2) Einfache konzeptuelle Analysen
    3) Komplexe konzeptuelle Analysen
    4) Reinterpretation bestehedner Forschungsergebnisse
    5) Datensammlung und Reanalyse bestehender Datensätze
  60. 60idealtypischer Ablauf einer empirischen Untersuchung1) Wahl einer Forschungsfragestellung
    2) Theoretische Einbettung und Ableitung von Hypothesen
    3) Operationalisierung und Untersuchungsplanung
    4) Durchführung d. Untersuchung und Datenerhebung
    5) Datenanalyse und Hypothesenplanung
    6) Interpretation und Diskussion der Ergebnsise
    7) Präsentation und Publikation
  61. 61Basispostulat ( Schlenker+Leary)es entsteht soziale Angst in realen oder vorgestellten Situationen dann, wen eine Person motiviert ist, gegenüber anderen einen bestimmten Eindruck zu vermitteln, aber daran zweifelt, diesen Eindruck hervorrufen können
  62. 62Bortz und Döring 2006 unterschieden vier Typen von Hypothesen1) Unterschiedshypothesen (Bsp.: Männer und Frauen)
    2) Zusammenhangshypothese (Selbstwirksamkeitserwartung + soz. Anhgst
    3) Veränderungshypothese
    4) Einezlfalluntersuchnung
  63. 63operationalisierungFestlegung von Beoabachtung- und Messvorschirften, mit denen Indikatoren für die hypothetische Konstrukte erfasst werden können (Bsp. : Angst, Stress)
  64. 64Festlegung des Designs- was ist zu beachten?-Probanden: Zufallsauswahl und Repräsentativität
    - Treatment: das Experiment
    Setting: Labor oder Feld
    - zeitlicher Ablauf
  65. 65Erkenntnistheorie oder Epistemologiegrundlegenden Fragen nach der Möglichkeit des Wissens;
    -Was ist Wissen?
    - Was unterschiedet Wissen vom Glauben?-
    -Was ist Wahrheit?
    - Was sind Bedingungen, Voraussetzugen und Grenzen des Wissens?
    -
  66. 66naiver Empirismus/ Induktivismus-> Siehe Skript
    Du siehst, hörst, riechst oder beobachtest etwas und interpretierst es ohne jede Vorkenntnis zu haben (also kein Hintergrundwissen)... In der Philosophie würde es für mich heißen, das Du ohne rationales Denken einen Text frei für Dich selbst interpretierst.
  67. 67krititscher Rationalismus & Falsifikation von Poppers kann einige Probeme des naiven Emprismus lösen und geht von folgenden Annahmen aus- Beoabachtung ist theoriegeleitet u setzt Theorien voraus
    - Theorien sind spekulativ u vorläuifige Vemrutungen zur Lösung von Problemen
    THeorien müssen nach strengen Kriteriendurch Beobachtung und Experiment überprüft werden
    - Theorien, die die Überprüfung nicht standhalten, müssen durch neue Theorien ersetzt werden
    - Fortschritte durch Versuch und Irrtum
  68. 68Grundsatz der Falsifikationdurch Beobachtung kann nicht nachgewiesen werden, dass eine allg. Aussage wahr ist, aber es kann nachgewiesen werden, dass sie falsch ist
  69. 69Untersuchungsdesigns in der Psychologie-> 1.Experimentelle Untersuchungsdesigns
    2. Quasi-experimentelle Designs und Evaluationsforschung
    3. Korrelationsforschung und korrelative Desings
    4. Einzelfallstudien und Komporationsforschung
  70. 702. Experimentelle Untersuchungsdesigns-> Definition: Personen können unterschiedlichen Bedingungen (z.B. Behandlungsmethoden) ausgesetzt werden, um festzustellen, ob unterschiedliche Effekte im Erleben und Verhalten der Personen eintreten
    - zwei Bedingungen charakteriseiren ein Experiment:
    1 . es wird eine Variable (unabhängig) variiert, und registriert, welchen
    Effekt dies hat
    1. Gleichzeitig werden die Wirkungen von anderen Variablen
    ausgeschaltet
    - drei zentrale Anforderungen an einem experimentellen Design:
    1. Setting muss in der Experimental- sowie in der Kontrollgruppe identisch
    Sein
    2. Die Versuchspersonen aus beiden Gruppen müssen aus dergleichen Grundgesamtheit stammen und vergleichbar sein
    - Treatment: unabhängige Variablen (UV)
    .> Varianten von Experimenten
    - Prä-/Posttest
    - Störvariablen: Unterschiede EG zu KG, Lärm…
    - Randomisierung: hierbei werden gleiche Bedingungen in der EG und KG hergestellt, durch eine mind. 60Personen große Stichprobe, die per Zufall in EG und KG verteilt werden.
  71. 71Parallelisierungda leider oft keine 60Personen zusammen kommen, wird eine Parallelisierung vorgenommen, um Unterschiede in der Eg und KG zu vermeiden.
    Hierfür werden bei z.B. 30 Personen 15 Paare, die z.B. im Mathematik die gleichen Noten haben, und bei jedem Paar wird dann per Münzwurf entschieden, ob sie in die EG oder KG kommt.
    -> durch die Paralellisierung (Matching) wird dafür gesorgt, dass sowohl in der EG(Experimentalgruppe) sowie in der KG (Kontrollgruppe) ein ähnlicher Mittelwert in Hinblick auf die Störvariablen vorherrscht
  72. 72Feldexperiment vs. Laborexperiment-> im Feldexperiment können die Störvariablen weniger gut kontroliiert werden als in einem Laborexperiment, was eine eindeutige Kausalinterpretation erschwert (geringe interne Validität), wohingegen bei der Laborsituation eine geringe externe Validität vorherrscht, da sie in der realen Welt selten vorkommt.
    Feldexperiment-> Bsp. Mere-Exposure-Effekt und quasi-Experimente
  73. 73Notationssystem von Cook und Campbell (1979) zu Designs-> EG (Experimaentalgruppe), KG (Kontrollgruppe)
    -> R (Randomisierung)= Zufallsordnung der Bildung der Untersuchungsgruppen
    ->( R ) = quasiexperimentelle Studien zur Randomisierung von natürlichen Gruppen (Schulklassen)
    -> O (observation) = Durchführung einer Erhebung von abhängigen Variablen
    -> X (treatment)= Durchführung eines Treatments als experimentelle Maßnahme
    -> untereinanderstehende „Operationen“ werden zeitgleich in den entsprechenden Untersuchungsgruppen durchgeführt
  74. 74-> between-subjects-design:jede Person wird nur einer Stufe der unabhängigen Variablen zugeordnet, jede Person nimmt nur an einer experimentellen Bedingung teil
  75. 75-> within-subject-design:Dieselbe Person absolviert nacheinander alle experimentellen Bedingungen
  76. 76mehrfaktorielle Experimente-> unabhängige Variable/Treatment= experimenteller Faktor-> drei Bezeichnung für das, was von einem Untersucher in einer experimentellen Studie variiert bzw manipuliert wird
    -> wenn mehrere Faktoren realisiert und variiert werden, spricht man von einem mehrfaktoriellen, z.B. von einem zweifaktoriellen Experiment
  77. 77Faktorstufen-> Variationen des Treatments, Bsp. Mere.Exposure-Experiment; Stufe 1: Sehenswürdigkeit mit zitro-Werbung, Stufe2: Sehenswürdigkeit mit Pfeffi-Werbung und Stufe 3: Sehenswürdigkeit ohne Werbung
  78. 78Interaktionseffekte:-> in einem mehrfaktoriellen Experiment können neben den Haupteffekten der einzelnen Faktoren auch die Wechselwirkung zwischen den einzelenen Faktoren zum Ausdruck kommen
  79. 79Validität experimenteller Untersuchungen- Validitätsaussagen sind niemals absolut, sondern immer nur relativ und vorläufig zu verstehen
  80. 80vier Gütekriterien von Shadish et al 2002:-> interner /externe Validität; Konstruktvalidität, statistische Validität
  81. 81intern valide:-wenn die kausale Interpretation der ergebnisse inhaltlich eindeutig ist
    - local molar causal acitvity:
    causal (Schluusfolgerungen beziehen sich auf den lokalen Kontext
    molar: die kausalen und lokalen Effekte des Treatment werden untersucht. -Nullbefunde könne vernachlässigt werden wenn kein signifikanter Unterschied zwischen EG und KG
  82. 82-> extern valide1. sind die Ergebnisse auf andere Personen übertragbar?
    2.sind die Ergebnisse auf ähnliche Treatments übertragbar
    3. sind die Ergebnisse auch für andere Operationaliserungen der erhobenen Variablen übertragbar?
    4. gelten die Ergebnisse auch unter anderen situativen Bedingungen und kulturellen Kontexten?
  83. 83-> Konstruktvaliditätbezeichnet in der multivariaten Statistik einen Teilaspekt der Validität und liegt vor, wenn die Messung eines Konstrukts weder durch systematische Fehler noch durch andere Konstrukte verfälscht ist. Es geht gewissermaßen um die Fragestellung, ob sich die zur Messung des Konstrukts gewählten Indikatoren auf eine Weise verhalten, welche erlaubt sie gemeinsam als ein „intellektuelles Ganzes“ aufzufassen
  84. 84StörfaktorenEinflussfaktoren, die neben der experimentellen Ursache ebenfalls Unterschiede in der abhängigen Variable verursacht haben können und somit Alternativerklärungen zur Hypothese darstellen
  85. 85Konfundierung-> Vermischung von Drittvariablen mit der systematisch variierten unabhängigen Variable
  86. 86Reaktionseffekte- Unterschiede in beiden Untersuchungsgruppen (KG, EG) sind nicht mit einem Placebo-Effekt konfundiert
    - Hawthrone-Effekt:
    ->Effekt, den das Bewusstsein der Vpn, an einer Untersuchung teilzunehmen, auf ihr Verhalten im Experiment hat (bsp. Neigung zu rSelbstdarstellungg)
    -Versuchsleiter- Erwartungseffekte:
    Pygmalion, Rosenthal-Effekt
    - Placebo-Effekt
    -konsequente Ausschaltung durch Doppel-Blind-Versuche
  87. 873. Quasi-experimentelle Designs und Evaluationsforschung- Unterschied zum ExperimentRandomiserung der Probanden, Manipulation einer unabhängigen Variablen bzw. Durchführung von Interventionsmaßnnahmen (durch die Versuchsleitung sowie weitgehende Kontrolle der Untersuchungsbedingungen
  88. 88Quasi-Experiment-> Untersuchungsanordnungen, die wie Experimente daruaf abzielen, die Wirkung einer UV(unabhängige Variable) auf eine AV (abhängige Variable) zu ermitteln, in denen aber keine Randomisierung erfolgt-> werden oft in der Evalutionsforschung angewendet
  89. 89- weitere Unterschiede des Quasi-Experiments zu anderen Designs:1.Zielgruppe des Treatments wird von auftraggebene Institutionen festgelegt
    2. Treatment ist komplexer
    3. meistens Feldexperiment
  90. 90Evaluationjede systematische Beurteilung eines Objektes oder Vorgangs, insbesondere jede Qualitätsbeurteilung; Momentaufnahmen;
  91. 91-Evaluationsforschung-> untersucht die Zusammenhänge zwischen bestimmten Maßnahmen und erwarteten Effekten. Sie setzt voraus, dass Maßnahmen durchgeführt worden sind, die zur Veränderung von Organisationsstrukturen oder-abläufen, zur Schulung oder anderweitiger Beeinflussung von Personen dienen soll
  92. 92-> typische Fragender Evaluationsforschung1. Welche Effekte haben die Maßnahmen auf die Personen?
    2. Welche Effekte hat die Maßnahme auf den Betrieb?
    3. Welche Personen nehmen freiwillig an der Maßnahme teil?
    4. durch welches Design kann im Einzelfall eine valide Prüfung kausaler effekte der Interventionsmaßnahme erfolgen?
  93. 93Grundsatz der Evaluationsforschung: mangelde Kontrolle von Störfaktoren sollte nicht dazu führen, keine Evaluationsforschung durchzuführen, sondern möglichst viele Störfaktoren zu kontrollieren und bei der Interpretation der ergebnisse nur entsprechend begrenzt kausale Schlussfolgerungen zu ziehen
  94. 94Dilematta der Evaluationsforschung-> Auswahl-Dilemma; Dilemma der Wissenschaftlichkeit; Dilemma der Allgemeinheit vs. Konkretheit
  95. 95Standards für Evaluation der deutschen Gesellschaft für Evaluation:-> Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Fairness, Genauigkeit
  96. 964. Korrelationsforschung und korrelative Designsdienen der Untersuchung von fragen und Hypothesen zu Zusammenhängen zwischen psychologischen Variablen bzw. Konstrukten. Dabei können sowohl lineare wie nicht lineare Zusammenhänge analysiert werden
    - Zusammenhänge zwischen bereits existierende Variationen zwischen Merkmalen von Individuen, sozialen Gruppen oder anderen interessierten Merkmalsträgern
    - korrelative Zusammenhänge dürfen nicht kausal interpretiert werden; sie sind nicht deterministisch, nur stochastisch (zufallsabhängig)
  97. 97-Untersuchung bivariater Zusammenhangshypothesen:-> betreffen vermutete Assoziationen zwischen zwei Merkmalen (Bsp. Zusammenhang zwischen Alter und Internetnutzung)
    - ungerichtete Zusammenhangshypothesen:
    -> Assoziation zwischen zwei Merkmalen an und spezifieren nicht, ob es sich dabei um einen negativen oder positiven Zusammenhang handelt
    -gerichtete zusammenhangshypothesen
    -> spezifizieren die Richtung-> negativ, positiv
    -> linear/nicht-linear ( bis zu einem gewissen Alter nimmt die
    Internetnutzung ab und dann wieder zu)
  98. 98Yerkes-Dodson-Gesetz:Die Produktivität bis zu ienem mittleren Erregungsniveau kontinuirlich ansteigt, mit höheren Energie-niveaus dann aber abnimmt-> nicht-linear
  99. 99neben der Art des Zusammenhangs (linear vs nicht-linear) läßt sich noch die Richtung (pos od neg) und die Intensität bzw. Enge bestimmen- Korrelationskoeffizienten können Werte von +1 bis -1 annehmen
    - nach Cohen (1988):
    -> +/- 0,10 schwache Zusammenhänge
    +/- 0,50 starke Zusammenhänge
  100. 100nomothetischen AnwendungsfallEs wird festgestellt, ob die Rangordnung von mehreren Personen einer Stichprobe in Bezug auf ein Merkmal über die Zeit gleich bleibt oder sich verändert
  101. 101-idiographischen Variante:Korrelation über mehrere Merkmale innerhalb einer Person.
    Es geht dabei um die Stabilität bzw. Veränderung innerhalb einer Persión in Bezug auf bestimmte Merkmale. Dies nennt man ipsative („selbst“) Stabilität
  102. 102Untersuchung multivariater Zusammenhangshypothesen-> hiervon spricht man wenn mehrere Bedingungen von Bedeutung sind als z.B. nur das Alter bei der Internetnutzung (Geschlecht, Bildugnsstand, welche Seiten werden besucht usw.)
    -> wenn der Zusammenhang zwischen mehreren Merkmalen zu einem oder mehreren weiteren Merkmale untersucht werden soll, dann wird formal zwischen Prädikatoren (Vorhersage-Variablen) und Kriterien, die vorhergesagt werden sollen, unterschieden
    Die Unterscheidung zwischen Prädikatoren und Kriterien entspricht der Unterscheidung zwischen unabhängigen und abhängigen Variablen im Experiment
  103. 1031. Multivariate Zusammenhänge: mehrere Prädikatoren und eine KriteriumsvariableBsp.: Internetnutzung
    -> Prädikatoren: Alter, Geschlecht, Bildungsstand
    -> Kriteriumsvariable: Internetnutzung
  104. 104Suppressionseffektebei einem Suppresor handelt es sich um eine Prädiktorvariable, die den Vorhersagebeitrag einer (oder mehrerer) Variablen erhöht, in dem sie für die Vorhersage irrelevante Varianzanteile unterdrückt
  105. 1052. Multivariate Zusammenhänge: Untersuchung von Moderator- und Mediatorhypothesen-Moderator:
    -> qual. (bsp.; Geschlecht) oder quant. ) Bsp Ausprägung eines Persönlichkeitsmerkmals Variable, die die Richtung und/oder die Enge des Zusammenhangs zwishcnen einer Prädikator-Variable und einer Kriteriumsvariable beeinflusst
    -Moderatoreffekt:
    -> wenn die Beziehung zwischen zwei Variablen von der Ausprägung einer dritten Variablen abhängt
  106. 1063. Multivariate Zusammenhänge: Faktorielle Zusammenhänge- explorrative Faktorenanalyse:
    -> Feststellung, welche Items das gleiche messen und zusammengefast werden können
  107. 107Vorteile der Faktorenanalyse:1. wenige Dimensionen können leichter weiterverarbeitet und kommuniziert werden
    2. Werte zusammenzufassen (aggregieren), um stabilere und repräsentativere Schätzungen eines Merkmals zu erhalten
  108. 108Unterscheidung zwischen explorativen und konfirmatorischen Faktorenanalysebei der explorativen Faktorenanalyse handelt es sich um heuristisches Verfahren, das ein Variablengeflecht eine Ordnungen unterlegt. In einer konfimatorischen Analyse wird die Hypothese überprüft, dass eine bestimmte Faktorenstruktur auch in weiteren Stichproben mit den gegebenen Variablen /Items gilt bzw. zutrifft
  109. 109Korrelation und Kausalität:wenn zwischen zwei Variablen X und Y keine positve oder negative Korrelation festgestellt werden kann, dann ist - vorausgesetzt die Nullkorrelation ist nicht messfehlerbedingt- die Hypothese eines Kausalzusammenhangs zwischen X und Y falsifiziert
  110. 110Längstschnitt- und Cross-lagged-panel designs:-> cross-lagged-panel-design werdenmindestens zwei Variablen zu zwei verschiedenen Messzeitpunkten erhoben. Es lassen sich zwei synchrone Korrelationen (A) , zwei Autokorrelationen (B) unf zwei zeitverzögerte Kreuzkorrelationen berechnen
    -> cross-lagged-panel-design: Erweiterung des Längsschnittdesign von Campbell
  111. 111Pfadanalysen und Strukturgleichungsmodelle-Pfadanalyse: erweitert die multiple Korrelations und Regressionsrechnung, indem Zusammenhänge zwischenmehrere unabhängigen und abhängien Variablen gleichzeitig berücksichtigt werden.
    - in der Pfadanalyse sowie in der Strujturgleichungsmodell können mediierende Variablen ebenfalls als abhängige Variablen aufgefasst werden, wenn theoretisch angenommen wird, dass die im Modell als unabhängig betrachtete Variable „Kausal“ die mediierende Variable beeinflusst
  112. 112Strukturgleichungsamodellfaktorenanalytisches Prinzip der Unterscheidung zwischen manifesten und latenten Variablen mit den regression- und pfadanalytischen Modellen verbinden , entsteht dieses Modell
    -> es umfasst ein Messmodell und ein Strukturmodell
    -> ist ein Pfadmodell
  113. 113Pfadanaylsebasiert lediglich auf manifesten, d.h. beobachteten Variablen, weil in dieses statistische Verfahren - als mehrfacher Regressionsanalyse- kein Modell zur Messung von latenten Variablen integriert bzw integrierbar ist
  114. 114-Pfadmodell:Wird weiter gefasst und schließt grafische Darstellungen von Strukturgleichungsmodellen mit ein
  115. 115Mittelwertsfalleungerechtfertigte und falsche Idiographisierung von nomothetischen Befunden/ Unterschiede auf Aggregatsebene
  116. 116Korrelationsfalleungerechtfertigte und falsche Idiographisierung von Befunden über Zusammenhänge auf Aggregatsebene (z.B. Intelligenz korreliert positiv mit Studienerfolg)
  117. 117Experimentnomothetische Zielsetzung
    Prüfung von Aggregathypothesen
    durchschnittliche Unterschiede zwischen EG und KG (es geht nicht um die Untershciede einzelner Personen in der EG und KG
  118. 118Repertory Grid Technik (Rep-Test)George Kelly (1955)
    Erfassung des Konstruktsystems einer Person
    dichotome Schemata
    Ähnlichkeitspol / Kontrastpol
  119. 119Durchführung rep-testAuswahl von 15-20 Elementen, die für den interessierenden 1)Gegenstandsbereich repräsentativ und für die Versuchsperson persönlich bedeutsam sind
    2)Erhebung der personalen Konstrukte durch Vorgabe der ausgewählten Elemente: Dyadenoder Triadenvergleich
    3)Einschätzung der Elemente auf dem erhobenen KonstruktStudie
  120. 120Studie von Grice (2004)Gridtests liefern idiosynkratische Selbstbeschreibungsdimensionen, die über die nomothetische Dimensionen (Big Five) hinausgehen. Studie von Watson und Watts (2001)
    inkrementelle Validität personaler Konstrukte im Vergleich zu konventionell erfassten Persönlichkeitsmerkmalen bei der Vorhersage von emotionaler Labilität
  121. 121inkrementelle Validitätklärt zusätzlich Varianz auf, zusätzliche Vorhersageleistung
  122. 122Konzept der differentiellen Stabilität - nomothetischer Fallzeitliche Stabilität interindividueller Unterschiede: das „Verharren“ von Personen auf denselben relativen Positionen innerhalb einer Gruppe über die Zeit
    Retestkorrelation quantifiziert, inwieweit die Rangordnung von mehreren Personen einer Stichprobe in Bezug auf ein Merkmal über die Zeit gleich bleibt oder sich verändert
  123. 123Konzept der differentiellen Stabilität - ideographischer FallKorrelation über mehrere Merkmale innerhalb einer Person (Q-Korrelation, Stephenson, 1952)
    Stabilität bzw. Veränderung der relativen Positionen von Merkmalen innerhalb eines individuellen Variablen-Profils
  124. 124Das Problem der „Stichprobenziehung“ im EinzelfallIdiographische Hypothese: „Person M reagiert auf berufliche Misserfolge mit Migräne“
    
    > Population: alle beruflichen Erfolge und Misserfolge von Person M in aller Regel nicht bekannt
    
    > Zufallsauswahl von Elementen aus dieser Population
    Trotzdem: Untersuchung einer Stichprobe vergleichbarer Verhaltensausschnitte über einen längeren Zeitpunkt
    Beispiel für ein idiographisches Design: 7.3.3.2 Einfache und mehrfache Zeitreihenanordnung
  125. 125E i n z e l f a l l d i a g n o s t i k AusgangspunktErfassung von Merkmalen einer Person mit standardisierten diagnostischen Instrumenten (Tests, Fragebögen)
    Ausprägungen auf Vergleichsdimensionen statt idiosynkratische Merkmale (wie bei RGT)
    Beispiel: Person a hat im HAWIE einen IQ von 113 erreicht
    Interpretation, Bedeutung??
  126. 126E i n z e l f a l l d i a g n o s t i k Problem?individueller Testwert ist fehlerbehaftet, wenn unzureichende Reliabilität des zugrundeliegenden Tests
  127. 127E i n z e l f a l l d i a g n o s t i k Falsch/richtigFalsch
    
    Gleichsetzung des beobachteten Testwerts mit dem wahren Wert desProbanden
    Richtig
    
    Unsicherheitsbereich festlegen, in dem der wahre Wert vermutet werden kann
    
    Konfidenzintervall mit vorab festgelegter Irrtumswahrscheinlichkeit auf der Basis des Standardmessfehlers
  128. 128Einzelfallstudie- FragestellungUnterscheidet sich ein individueller Testwert von einer Vergleichs-oder Normstichprobe, z.B. „Ist Person a überdurchschnittlich intelligent?“
    
    Unterscheiden sich die Summenscores von zwei Probanden voneinander? (Ist Person a intelligenter als Person b?)
    
    Unterscheiden sich die zu verschiedenen Zeitpunkten erhobenen Summenscores einer Person voneinander (Ist die Depressivität von Person c nach einer Therapie bedeutsam geringer als vor der Therapie)
    
    Interpretation von Testprofilen, z.B.: Unterscheidet sich das Big Five Profil einer Person über die Zeit
  129. 129Einezlfallstudie im qual. Paradigma- Einige Merkmale qualitativer MethodologieOffenheit: im Hinblick auf Theorie, untersuchte Personen, Erhebungssituation, Weiterentwicklung hypothetischer Aussagen, Auswertung
    
    
    Kommunikativität
    
    
    Erhebung in natürlichen Alltagssituationen
    
    
    Interpretativität: Interpretation der alltagsweltlichen Deutungen und Typisierung
  130. 130Die Einzelfallstudie im q u a l i t a t i v e n P a r a d i g m a -ForschungsprozessPopulationsauswahl: theoretisches samplingstatt statistisches sampling: Je nach Fragestellung Auswahl möglichst extreme, gegensätzliche oder ähnliche Einzelfälle auswählen, wenn gleichartige oder kontrastierende Handlungsmuster identifiziert werden sollen
    
    
    Datenerhebung: kommunikative Erhebungstechniken: Interviews, Gruppendiskussion, Beobachtung
    
    
    Auswertung des Materials: Neue Ideen, Theorien generieren, komparative Kasuistik: Typen, gemeinsame Merkmale der Einzelfälle und neue Hypothesen werden in einem Forschungsteam kommunikativ erarbeitet
  131. 131Vier Disziplinen der Differentiellen Psychologie nach William Stern (1911-Variationsforschung
    -Korrelationsforschung
    -Psychographie
    - Komparationsforschung
  132. 132KomparationsforschungVergleich (Komparation) von Einzelfällen vor dem Hintergrund der interessierenden Merkmale oder Funktionsprinzipien
    
    
    Ziel: Bildung von z.B. PersönlichkeitsTypen, die durch ähnliche Merkmalsprofile oder Funktionsprinzipien gekennzeichnet sind
    
    Übergang von der Idiographie zur Nomothetik (bottom-up)
    
    
    Qualitative und quantitative Typenbildung
    
    
    Beispiel: Typenbildung mit Hilfe der Ausprägungsprofile auf den Big Five (Resiliente, Überkontrollierte und Unterkontrollierte
  133. 133Erkenntnistheoriegrundlegende Fragen nach der Möglichkeit des Wissens
  134. 134Definiendum/Definiens am Bsp HundHund
    (Definiendum) ist der Begriff, der mit dem
    (Definiens)
    Tier mit 4 Pfoten,Fell & das bellt
    beschreibt
  135. 135explizite DefinitionEs handelt sich um eine
    explizite Definition , da Identität zwischen Definiens und
    Definiendum gegeben ist:
    Dieses Wesen ist ein Tier mit 4 Pfoten, Fell und es bellt
    =
    Dieses Wesen ist ein Hund
  136. 136DefinitionskriterienUm die Definitionskriterien
    Eliminierbarkeit
    und
    Nicht
    -
    Kreativität
    zu erfüllen ist zum einen bei der
    Begriffsbestimmung
    bellt
    erforderlich, da ein Tier auf 4 Pfoten mit Fell auch z. B. eine Katze sein
    könnte (Eliminierbarkeit ist durch
    bellt erfüllt), zum anderen darf nicht die Annahme Briefträger
    -beißend durch den Begri
    ff Hund in eine Theorie geschummelt werden
  137. 137EliminierbarkeitDieses Wesen ist ein Hund =
    Diese Wesen ist ein Tier, das auf 4 Pfoten läuft, ein Fell hat und bellt
  138. 138Nicht-Kreativitätfalsch wäre also
    :
    Briefträger beißender
    Hund (Definiendum) = Tier mit 4 Pfoten,
    Fell & das bellt (Definiens)
  139. 139Ein-Eindeutigkeieinem bestimmten Zeichen kommt
    genau eine Bedeutung zu
    Oropax, Türklinke
    Konditionierung, ICD-10-Diagnose
  140. 140Ein-MehrdeutigkeitEin bestimmtes Zeichen ist mit
    mehrere Bedeutungen verknüpft
    Birne, Bank, Hamburger, Berliner,
    Mutter,Schloss....
    („Teekesselchen“)„Haben Sie Probleme mit dem Trinken?“
    (Flüssigkeitsaufnahme vs.
    Alkoholproblem) Persönlichkeit
  141. 141Mehr-EindeutigkeitMehrere Zeichen mit derselben
    Bedeutung Moppen/Feudeln/Wischen/
    SwiffernLampe/Leuchte
    Verstärkung, Bekräftigung
  142. 142Mehr-MehrdeutigkeitMehrere Zeichen mit denselben &
    jeweils mehreren Bedeutungen
    Baggy (Hoseoder Tasche, wobei
    Hose=Pants/Shorts und
    Tasche=Rucksack/Beutel
    ...möglich)Etui (Nageletui=Maniküreset und Stifteetui=Schlamper
    )Mitgefühl, Empathie
    Charakter, Selbst, Ich, Identität
    Lernen/Gedächtnis
  143. 143Signifikant/PrädikatorHund(Signifikant/Prädikator) für
    bellendes Wesen mit Fell und 4 Pfoten
    (Signifikat/das vom Signifikant/Prädikator Bezeichnete)
  144. 144TheorieM
    athematischer
    Strukturkern
    (Axiome)
    Fundamental-grundlegende
    Gesetz Nebenbedingungen
    Verbinden alle Anwendungen miteinander +offene Menge intendierter Anwendungen→Theorie als nicht
    -sprachliches Gebilde
  145. 145ExplikationWährend bei einer Definition
    einem neuen Zeichen eine bestimmte Bedeutung zugeordnet wird (s. auch Mehrdeutigkeit & Vagheit), basiert eine
    Explikation auf einem bereits
    gebräuchlichen Zeichen, dessen Bedeutung durch Explikation eingegrenzt & präzisiert wird.
  146. 146Bedingungen, damit Begriff als adäquates Explikat für ein gegebenes Explikandum gelten kann (Carnap,1959Ähnlichkeit mit Explikandum:
    Das Explikat muss in meisten Fällen, in denen bisher das Explikandum
    verwendet wurde, anwendbar s
    ein; Das Explikat muss dem Explikandum ähnlich sein, da ansonsten keine Explikation vorliegt.

    Exaktheit:
    präzise Gebrauchsregeln & Anwendungsvorschriften für Explikata müssen vorhanden sein;
    Der Gebrauch des Explikats soll ausdrücklich, eindeutig und möglichst präzise geregelt sein

    Fruchtbarkeit:
    das Explikat führt zu allgemeinen Aussagen & macht neue Beziehungen deutlich, die mit dem Explikandum nicht deutlich wurden.Das Explikat muss sich in der wissenschaftlichen Praxis bewähren und insbesondere in der Lage
    sein, auch überall dort, wo bisher das Explikandum ausreichend die An
    forderungen erfüllte, an dessen
    Stelle zu treten. Das Explikat soll so beschaffen sein, dass es nach Möglichkeit als Bestandteil einer in
    sich geschlossenen Theorie fungieren kann.

    Einfachheit:
    Das Explikat soll dem Prinzip der Einfachheit genügen. Dort, wo unter den
    Gesichtspunkten einer bestimmten Theorie mehrere Explikate vom Explikandum ausgehend
    konstruier
  147. 147Vagheit sprachlicher Zeichenein Begriff ist vage, wenn seine Intension und/oder Extension unbestimmt sind. Positive Effekte stellen sich bei extensionaler Unbestimmtheit ein, wenn intensionale Bestimmtheit vorliegt -> Kerntension (Groeben+Westmeyer1981)
  148. 148Kuhns Theorie kannbei allen begrifflichen und logischen Unschärfen- mit EInschränkungen auf die Psychologie anzuwenden
  149. 149definiereneinem sprachlichen Ausdruck wird einen exakte Bedeutung gegeben (Definition)
  150. 150Definitionskriterien nach Suppes (1957)-Elinierbarkeit:
    das Definiendum muss durch die zuvor nicht definierten Grundbegriffe ersetzt werden können
    - Nicht-Kreativität:
    es dürfen durch das Definiendum nicht zusätzliche Annahmen in die Theorie eingeführt werden
  151. 151Kontextdefinitionenstellen keine Identität her, sondern geben äquivalente Ausdrücke an, in denen das neue Zeichen vorkommt
  152. 152bedingte und partielle Definitionensind mit einer Bedingung verknüpft, die gelten muss, damit ein Begriff angewendet werden kann
  153. 153Hempels "Statement view"sind Theorien als Mengen von Aussagen konzipiert :
    1) Beobachtungssprache
    2) Theoretische Sprache
    3) System der Zuordnungsregeln
  154. 154Kriterien zur Bewertung von Tehorien von Dennis und Kintsch 2007Deskriptive Angemessenheit, Präzision und Interpretierbarkeit, Kohärenz und Konsistenz, Vorhersage und Falsifizierbarkeit, Erklärungswert, Einfachheit, Originalität, Breite, Angewandte Relevanz, Rationalität
  155. 155Explanansbesteht aus allg. Gesetzen (Hypothesen od. theoretischen Annahmen) und Antezedenzbedingungen (best. Randbedungungen für psych. Theorien) bzw. Sätzen, die die Antezedenzbedingungen beschreiben
  156. 156Explanandumbeinhaltet eine Beschriebung des zu erklärenden Ereignisses und wird logisch aus dem Explanans abgeleitet
  157. 157DN-bzw. HO-Schema von Hempel und Oppenheim:ein deduktiv (ableitend)-nomologisch Erklärung bestehet aus Explanans und Explanandum
  158. 158HO-Schema-> es müssenn konkrete deduktiv-nomologische Erklärungen sogenannte Adäquatheitsbedingungen genügen:1) das Argument, das von Explanans zum Explanandum führt, muss logisch korrekt sein
    2) Das Explanans muss mindestens ein allg. Gesetz besitzen
    3) Das Explanans mussempirischen Gehalt besitzen
    4) die Sätze, aus denen das Explanans besteht, müssen gut bewährt sein
    -> die Anforderungen können in der Psychologie meist nicht erfüllt werden
  159. 159für die PSychologie eignet sich besser das Modell probabilistischer (wahrscheinlichkeitsbeabsichtigend) Kausalerklärungen nach Humphreys (1989)Y in S zur Zeit t (tritt auf, lag vor) aufgrund von F trotz I
  160. 160Vorhersagewenn Gesetzesaussagen bekannt sind und Antezendenzbedingungen korrekt diagnostiziert werden können ist eine Vorhersage möglich
  161. 161VeränderungPsych. Phänome können zumeist nicht einfach durch Umkehrung ihrer Entstehungsbedingungen verändert werden. Besondere Methoden und Kontextbedingungen wie z.B. Psychotherapie, Coachinh sind erforderlich, um einmal habituelle Merkmale und stabile Verhaltensmuster zu verändern
  162. 162explizite Deifinitionstellen eine Identität zwishcen Definiendum und Definiens her: ein neu eingeführtes Zeichen wird mit einem oder einer Reihe bereits eingeführter Zeichen gleichgesetzt
  163. 163naiver Empirismus/Induktivismus, PrämisseP1:
    Wissenschaft beginnt mit Beobachtung, die auf sinnlicher Erfahrung beruht
    P2:
    Aussagen über die Welt sind wahr und begründet, wenn ein unvoreingenommener
    Beobachter
    seine Sinnesorgane benutzt und
    gewissenhaft begründet, was er sieht/hört/...
    ↓
    Beobachtungsaussagen
    Einzelaussagen = Bestimmtes E
    reignis, bestimme Zeit, bestimm
    ter Ort
    vs.
    Allg. Sätze = alle Ereignisse einer Art zu allen Zeiten an allen Orten
    ⇒
    Induktivismus
  164. 164naiver Empirismus/Induktivismus-> Bedingungen für Verallgemeinerungen von BeobachtungsaussagenB1:
    Verallgemeinerungen müssen auf einer großen Anzahl von Beobachtungsaussagen beruhen
    B2:
    Beobachtungen müssen unter einer großen Vielfalt von Variationen wiederholt worden sein
    B3:
    Keine Beobachtungsaussage dar
    f im Widerspruch zu dem entsprechenden allg. Gesetz
    stehen
  165. 165Kritik am naiven InduktivismusSowohl die Prämissen P1 und P2 als auch die Verallgemeinerungsbedingungen B1, B2 und B3 sind falsch bzw. problematisch!

    P1:
    Wissenschaft beginnt nicht mit Beobachtung, sondern mit Theorie

    P2:
    Beobachtungen, die auf sinnlicher Erfahrung beruhen, sind keine sichere Basis für Erkenntnis

    B1:
    Die Forderung nach einer möglichst großen Anzahl von Beobachtungsaussagen ist
    vage und zweifelhaft

    B2:
    Die Forderung nach einer
    möglich großen Anzahl von Bedingungsvariation ist
    ebenfalls vage

    B3:
    Die Forderung, dass keine Beobachtungsaussage im Widerspruch zum allgemeinen
    Gesetz stehen darf, ist unhaltbar. Das damit verbundene Induktionsprinzip lässt sich weder
    logisch noch erfahr
    ungsbedingt begründen.
    ⇒
    Lösung einiger Probleme durch
    Karl Poppers
    kritischen Rationalismus
  166. 166RealismusWirklichkeit existiert unabhängig von uns, ist durch Wahrnehmung bzw. Denken erfahrbar. Konsequenz: Psychologische Theorie als versuch der Wirklichkeitsabbildung
  167. 167Idealismusnur geistige Wirklichkeit ist wirklich gegeben; Erkenntnis einer äußeren Wirklchkeit wird geleugnet, deren Existenz von extremen Vertretern sogar bestritten wird. Konsequenz: Erkennbarkeit Psychologischer Theorie beschreibt nichts tatsächliches Existierendes; der Wert einer Theorie bestimmt ausschließlich von ihrem Nutzen
  168. 168Empirismus (vs Rationalismus)Sinneserfahrung ist die alleinige oder zumindest wichtigste Erkenntnisquelle. Konsequenz: Psychologische Theorie stellt die Zusammenfassung der in psychologischen beobachtungen und Experimenten gesammelten, möglichst zuverlässigen Erfahrungen dar
  169. 169Rationalismus (vs.Empirismus)Form und Inahlt allen Wissens liegt primär in verstand und Vernunft begründet. Konsequenz: Psychologische Theorie ist keine Sammlung voraussetzungsfreier Erfahrungen, Primat der Theorie über die Erfahrung
  170. 170Skeptizismusgenerelle oder teilweise Leugnugn von erkenntnismöglichkeiten
  171. 171Warum Psychologie studieren und psychologische Methoden lernen?1.Die Alltagspsychologie ist
    fehlerbehaftet
    2.Die wiss. Psychologie ist weniger fehlerbehaftet, weil sie bestimmte Methoden
    einsetzt, um psychologische Fragen
    zu beantworten
  172. 172Primacy - ( Solomon Asch, 1952 ) und der Recency - EffektDabei handelt es sich
    um Urteilsverzerrungen, die mit der Reihenfolge zusammenhängen, in der Informationen
    ankommen bzw. dargeboten werden
    , wobei der
    Primacy
    -
    Effekt
    (die zuerst ankommenden
    Infos werden stärker erinnert und haben mehr Ei
    nfluss auf die Urteilsbildung, „Erster
    Eindruck“) i
    . d. R.
    deutlicher und häufiger auftritt als der Recency
    -
    Effekt (die zuletzt
    erhaltenen Infos werden stärker gewichtet; insb. bei Merk
    -
    Versuchen
  173. 173undamentale Attributionsfe hler nach Lee Ross & Mitarbeitern , 1977Personen schreiben das Verhalten anderer eher personalen Faktoren zu, das eigene
    Verhalten eher situationalen Faktoren
    ; d.
    h
    .
    es kommt zu einer Überbewertung personaler
    Aspekte
  174. 174Akteur - Beobachter - Fehler nach Jones & Nisbett, 1972welcher mit
    Unterschieden in der Wahrnehmu
    ngsperspektive erklärt wird, d. h. in einer konkreten Situation sehen Akteure eher die Charakteristika und Anforderungen der Situation, während
    die eigene Person aus dem Wahrnehmungsfokus zurücktritt; für die Beobachter steht
    hingegen die beobachtete Perso
    n im F
    okus der Wahrneh
    mung
  175. 175L ee Ross (1977) diese Tendenz als „ fundamentalen Attributionsfehler “ bezeichneteAt
    trbutionsfehler ist ein häufiger
    „
    Fallstrick
    “
    in der Alltagspsychologie.
    Die Tendenz, den Einfluss dispositionaler Faktoren auf das Verhalten anderer systematisch
    z
    u überschätzen und äußere Faktoren (z
    .
    B.
    situative Einf
    lüsse) zu unte
    rschätzen
  176. 176ultimativen Attributionsfehler “ ( P ettigrew, 1979erklärt man sich
    das Verhalten
    eines Menschen damit, dass er Mitglied
    einer sozialen Gruppe ist, wa
    s
    oft der
    Aufrechterhaltung von Vorurteilen dient
  177. 177HALO - Effekt ( „ Hof - Effekt “ )handelt es sich eine kognitive Verzerrung: Man schließt von
    bekannten Eigenschaften ein
    er P
    e
    rson
    auf unbekannte Eigenschaften, ohne dafür
    irgendeinen Hinweis zu haben, d.
    h.
    einzelne Eigen
    schaften ei
    ne
    r Person erzeugen einen
    pos
    i
    tiven/negativen Eindruck, der die weitere Wahrnehmung der Person
    „
    überstrahlt
    “
    und
    so den Gesamteindruck unverhältnismäßig beeinflusst
    .
  178. 178Negativitätsbias“ ein Beispiel istDesweiteren können
    tatsächliche Eigenschaften
    einer Person zu Fehlern und
    Urteilsverzerrungen führen
  179. 179Rosenthal - /Pygmalion - Effekiesem
    E
    ffekt nach sollen sich positive Erwartungen/Eins
    tellungen/Überzeugungen sowie
    p
    os
    itive Stereotype des Versuchsleiters na
    ch Art der
    „
    selbsterfüllenden Prophezeiung
    “
    auswirken, z.
    B.
    wenn ein Lehrer bereits eine (vorweggenommene) positive Einschätzung der
    Schüler (
    „
    begabt!
    “
    ) hat, so wird sich diese Ansicht im späteren Verlauf auch bestätigen,
    dadurch dass der Lehrer seine Erwartungen in subtiler Wie
    se den Schülern übermittelt
  180. 180Urteilsverzerrungen ( „ cognitive biasesunbewusst und unbeabsichtigt.
    Wichtig ist zu wissen, da
    ss unsere Wahrnehmung und Kognition
    nicht objektiv ist und es
    nicht
    -
    zufällige Tendenzen der Kognitionsprozesse gibt, zu denen
    z.
    B.
    Attributionsfehler,
    Negativitätsbias, optis
    che Täuschungen,
    Rosenthal
    -
    /Pygmalioneffekt, Primacy
    -
    /Recency
    -
    Effekt sowie auch Stereotype & Vorurteile und der HALO
    -
    Effekt gehören
  181. 181- Genereller ethischer GrundsatzWüre, Integratät sowie Sicherheit und Wohl der Versuchsperosnen zu gewärleistem
    - treten aufgrund der Versuchsbedingungen Beeinträchtigungen ein, so steht der Veruschsleiter in der Pflicht, den Porbanden bei geeigneten Maßnahmen bei der Bewältigung zu unterstützen, z.B persönliches Gespräch
    -> beabsichtbare Beeinträchtigungen: Studien zur Schmerztoleranz
    -> vermeidbare Beeinträchtigungen: enstehen aus Mangel an Sorgfalt
    -> unbeabsichtigte Beeinträchtigungen: wenn einzelne Probanden in nicht
    vorhersehbarer Weise durch die Versuchsbedingungen belastet werden
    -> potentielle Beeirträchtigungen: Bsp.: durch die Frage nach Suizidgedanken bei Liebeskummer den Probanden erst auf die Idee an Suizid zu bringen-> Lsg= offene Fragen
  182. 182Grundsätze 3-8behandeln die Bedingungen, ob eine Person überhaupt an einer Studie teilnimmt
  183. 183Grundsatz3: Proband wir düber das Forschungsvorhaben informiert
  184. 184Grundsatz4Einwilligung, falls Audi-oder Videoaufzeichnungen geplant sind
    Die Person muss auch daruaf hingewiesen werden, jederzeit den Versuch abbrechen zu können, auch wenn die Untersuchung schon angefangen hat
  185. 185Grundsatz5:Psychologie-Studierende als Probanden sind zwar nicht freiwilig, jedoch ist es für die wietere Laufbahn wichtig, die Erfahrung zu machen
  186. 186Grundsatz 6Verzicht auf informierte Einwiliigung ist vertretbar, wenn davon auszugehen ist, dass die Untersuchung kein Unbehagen erzeugt, das über alltägliche Erfahrungen hinaus geht, z.B. anonymen Fargebögen oder freien Beobachtungen
  187. 187Grundsatz 7um Probanden anzuwerben können kleine finanzielle Anreizeangeboten werden, diese sollte aber in einem angemessenen Rahmen bleiben, damit nicht Personen sich dazu gezwungen sehen, die Untersuchung mitzumachen, da sie das Geld brauchen
  188. 188Grundsatz 8aus methodischen Gründen kann es notwendig sein, die Porbanden zu täuschen. Diese kommen nur Frage, wenn es keine andere Möglichekit gibt, und der Proband ist anch der Untersuchung sofort, oder wenn die Stüdie abgeshclossen ist , sofort daüber aufzuklären
  189. 189Grundsatz9Ausserdem muss ihm die Möglichkeit gegeben werden, die Daten zurückzuziehen
  190. 190Grundsatz 10Verantowrtungsvoller Umgang mit Tieren. Sie müssen artgerecht gehalten und behandelt werden. Physische Beeinträchtigungen sollen so gering wie möglich gehalten werden
  191. 191—

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Flashcards on M1 - 3401, created by dunvegan on 07/06/2015.
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