Flashcards
Wirtschaftsgeographie Neu
Cards in this deck (120)
- 1Theorie der langen Wellen"Prinzip der kreativen Zerstörung"
Basisinnovationen führen zunächst zum Abklingen der Konjunktur -> danach neuer Aufschwung - 2Kriterien der Theorie der langen Wellen- pionierhafter, risikofreudiger Unternehmer
- permanente Suche nach neuen Wegen
- Verstärkungseffekte durch Nachahmer
- innovationsbedingte Konjunkturausbrüche -> neue Produktionsweisen
- Industrialisierung: 50-60 Jahre währende Zyklen mit 2-3 Industriezweigen als Schlüsselbranchen - 3Kritik an der Theorie der langen Wellen- zu technisch-deterministisch
- beschränkt sich auf Basisinnovationen
- vernachlässigt Gesellschaftl. Wandel und polit. Rahmenbedingungen
- Keine Beachtung vom Zustandekommen von Innovationen als Prozesse
- Datenlage und empirische Beweise einseitig
- Zyklität und Wiederkehr wird angezweifelt - 4Theoretische Zugänge zu Regionalen Disparitäten- Wirtschaftsstufentheorie
- Neoklassische Theorien & Regionalentwicklung
- Exportbasistheorie
- Endogene Regionalentwicklung
- Polariationstheorie
- Ansätze der politischen Ökonomie
- Neue Wachstumstheorie
- Geographical Economics
- Rationale & institutionelle Wirtschaftsgeographie - 5Modernisierungstheorien-> Entwicklungsprozess in benachteiligten Regionen als Aufhol- und Modernisierungsprozess
-> höher entwickelte Regionen geben den Entwicklungspfad vor
Bsp:
I Wirtschaftsstufentheorie
II Gleichgewichtsmodelle der Neoklassik - 6Polarisationstheorien- kumulative Selbstverstärkungsprozesse -> tendenzielle Zunahme der wirtschaftl. & sozialen Gegensätze
Verwandte Ansätze:
- Zentrum Peripherie Modelle
- Dependenztheorien - 7Unterschiede in den Aussagen (Disparitäten)Zunahme von Disparitäten
vs
Abbau von Disparitäten
- selektive & z.T. konkurrierende Partialerklärungen für wirtschaftl. Entwicklungsprozesse
- Bedeutung für unterschiedl. Maßstabsebenen - 8Wirtschaftsstufentheorien-> Ökonomischer Entwicklungsprozess als sequentielle Abfolge von mehr oder weniger getrennten Wirtschaftshistorischen Phasen
- 9Kriterien der Wirtschaftsstufentheorie (einzelne Stufenabfolge)-> HANS BOBECK <-
1) Wildbeuter
2) spezialisierte Sammler
3) Jäger und Fischer
4) Sippenbauerntum & Hirtennomadentum
5) Hierachisch organisierte Agrargesellschaft
6) Städtewesen & Rentenkapitalismus
7) Produktiver Kapitalismus mit industrieller Gesellschaft - 10Traditionelle Gesellschaft- Beschäftigung in der Landwirtschaft
- hierarchische Gesellschaftsstruktur
- keine produktionssteigernde Technologien - 11Gesellschaft im Übergang- ökonomische, technische, soziale und politische Veränderung -> Wirtschaftl. Aufstieg
- Anstieg der Innovationsrate
- Wachstumssektoren Landwirtschaft und Bergbau und Infrastrukturausbau - 12Take Off- Übergang zu dynamischem Wachstum
- Investitionsrate steigt auf 10%
- Industriezweige als Wachstumssektoren
- starker Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens - 13Entwicklung zur Reife- Beschleunigter technischer Fortschritt
- Inverstitionsrate auf 10-20%
- Produktion wächst schneller als Bevölkerung
- Neue Wachstumsindustrien
- Qualifikationsniveau der Arbeiter steigt - 14Massenkonsumgesellschaft- technischer Fortschritt
- Hohes Pro-Kopf-Einkommen
- Massenkonsum hochwertiger Verbrauchsgüter & Dienstleistungen
- starke Ausdifferenzierung der Märkte - 15Kritik an der WirtschaftsstufentheoriePOSITIV:
- ausgeprägter Prozesscharakter
- keine zyklische Dynamik , sondern umkehrbarer Stufenaufstieg
- Unterentwicklung als Folge von Reformunwilligkeit & mangelnder Veränderungsbereitschaft
NEGATIV
- ideologisch überfrachtet
- deterministische Ausrichtung
- alternativloser Entwicklungspfad - 16Neoklassisches Modell mit EINER Region GRUNDANNAHME-> eine Region als isolierte wirtschaftliche Einheit ohne Außenkontakte
- betont die regionsinternen Determinanten des Entwicklungsprozess
- Akkulumation von Sachkapital als wesentliche Ursache für wirtschaftlichen Wachstum - 17Neoklassisches Modell mit EINER Region KRITERIEN-> Ableitung einer Ausgleichsprozesses zwischen 2 oder mehreren Regionen
-> Der abnehmende Grenzertrag des Kapitals führt zu einer Angleichung der Einkommen über verschiedene Regionen hinweg
-> Nur Unterschiede in der Adaption des technischen Fortschritts können den Angleichungsprozess aufbrechen und temporär Ungleichgewichte schaffen - 18Neoklassische Wachstumsmodelle und Wirtschaftsstufentheorie-> regionale Wirtschaftsentwicklung als regionsintern ablaufender Modernisierungsprozess
- 19Neoklassische ZWEI- oder MEHR Regionen Modelle und Exportpbasistheoorie-> Wirkung interregionaler Verflechtungen
- 20Neoklassisches Modell mit Mehreren Regionen- Regionale Entwicklungsunterschiede bei funktionierenden Märkten durch die Wanderung von mobilen Produktionsfaktoren oder Warenhandel ausgeglichen
- 21Neoklassisches Modell mit Mehreren Regionen Produktionsfaktoren-> Güter und Leistungen, die zur Herstellung andere Güter notwendig sind
-> Ungleichgewichte können durch Störungen der Märkte temporär auftreten - 22Kritik an Neoklassischen Modellen- zu restriktive Grundannahmen
- unrealistisches Menschenbild
- Fehlender Raumbezug
- technischer Fortschritt nur Modell-extern
- Werte & Normen als Störfaktor - 23Exogene und Endogene Wachstumsdeterminanten- Wachstum lässt sich sowohl auf exogene, als auch auf endogene Faktoren zurückführen
- Exportbasistheorie
- Endogene Regionalentwicklung - 24Exportbasistheorie-> Durch Multiplikatoreffekte sind Einkommen höher als der ursprüngliche durch Export erzielte Einkommenszufluss
Vorraussetzungen:
- Konsumquote ist hoch
- Importqoute ist niedrig
- Effekt pro Runde Schwäche -> konstante Exporteinnahmen - 25Exportbasistheorie in den 1970ern-> Wachsende Skepsis:
- Potenzial ansiedlungswilliger Unternehmen wurde geringer
- viele Ansiedlungserfolge = keine Effekte
- nur gering qualifizierte Jobs & Konjunkturanfällig
- Multiplikatoreffekte oft bescheiden - 26Endogene Regionalentwicklung- Bedeutung interner Wachstumpotenziale für die Regionalentwicklung
- Vor allem in ländlichen Räumen & als Erneuerungsstrategie für Altindustrien
-> Verbesserung von Wirtschaftsstrucktur und Lebensbedingungen
-> Konzentration auf kleinere und Mittlere Unternehmen
-> Förderung von Lernprozessen
-> Stärkung intraregionaler Wirtschafts- und Stoffkreisläufe
-> Einbindung regionaler Akteure
-> Ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit
=> Weniger konsistente Theorie, mehr eine Sammlung allgemein formulierter Prinzipien - 27Hemmnisse der Endogenen Regionalentwicklung-> In peripheren Regionen sind die endogenen Potenziale oft zu gering
-> In Altindustrien oft zu große Rolle von extern kontrollierenden Großunternehmen - 28PolarisationsprozesseGRUNDANNAHMEN:
- Produktionsfaktoren ungleich über Raum verteilt & teilweise immobil
- Technischer Fortschritt nicht überall verfügbar
- Keine vollständige Konkurrenz auf den Märkten -> Monopole, Oligopole, externe Effekte
- Staat u. Gesellschaft als Determinanten - 29Sektorale Wachstumspole- poles de croissance
- Wirtschaftliche Dynamik vollzieht sich nicht gleichmäßig
- Treiber der Wirtschaftswachstums sind sog. "motorische Einheiten" - 30Motorische Einheiten= große, dominante Wirtschaftszweige, die schnell wachsen & intensive Verflechtungen mit anderen Wirtschaftsbereichen aufweisen
- 31Vollzug der Sektoralen Wachstumspole- Wirtschaftl. Dominanz und der politische Einfluss der motorischen Einheiten wachsen
- Effekte auf andere Wirtschaftsbereiche / -unternehmen:
* Positive Ausbreitungseffekte
* Entzugseffekte - 32Regionale Wachstumspole= räumlich abgrenzbare Orte bzw. Regionen hoher Wirtschaftsdynamik, von denen positive Wirkungen auf ihr Hinterland ausgehen:
* Zulieferverflechtungen
* positive Einkommenseffekte
* Vorbildfuktion für Unternehemensgründung - 33Regionalpolitik= Schaffung von Wachstumspolen, indem bestimmte Industrien an bestimmten Standorten angesiedelt werden
- 34Zirkulär- kummulative Selbstverstärkungsprozesse- Polarisationsdendenzen in der regionalen Wirtschaftsentwicklung als Teufelskriese:
* Armut immer wieder Armut
* Reichtum immer wieder Reichtum
- Gegenentwur zum Gleichgewichtsparadigma der Neoklassik - 35zentripetale Entzugseffekte (Backwash Effects)= Produktionsfaktoren und Entwicklungsfaktoren wandern aus zurückgebliebenen Regionen in sich schneller entwickelnde Regionen ab
- 36zentrifugale Ausbreitungseffekte (Spread Effects)= zurückgebliebene Regionen partizipieren an der Dynamik anderer Regionen
- 37Entwicklung zirkulär-komulativer Selbsverstärkungsansätze- Polarisationseffekte überwiegen zunächst: Investitionen fließen in höher entwickelte Regionen
- Sickerungseffekte nehmen in ihrer Bedeutung aber später zu
=> Entwicklungslücke schließt sich - 38Polarisationsansätze- keine geschlossene Theorie
- Sammlung von induktiv gewonnenen Argumenten - widersprechen der Neoklassik
- Erkenntnis, dass Rückkopplungseffekte die wirtschaftl. Disparitäten verstärken können - 39Ungleichheiten zwischen Nord und Süd: Sektorale Begründung- Tradition und Religion
- Naturausstattung oder Klima
- Bevölkerungsexplosion und Krankheiten
- politische Unerfahrenheit
- Fehlen gesellschaftlicher Dynamik - 40Ungleichheiten zwischen Nord und Süd: Komplexere Begründung- mittelalterliche Geschichte der Landes
- Komplexere Naturvielfalt
- Zusammenwirken von Klimatischen Bedingungen, Hungerkatastrophen, und imperialistischer Ausbeutung
- Zusammenhang aus Naturausstattung, Siedlungsweise und Herrschaftssturkturen - 41Entstehung eines eurasischen Welthandels- prozesshafte Zusammenhänge zwischen Europäisierung und Unterentwicklung
- Herausbilden eines produktiven Kapitalismus zu Beginn der Neuzeit in MItteleuropa
Weltarbeitsteilung:
-> Süden: Rohstoffe, Billiglohnproduktion
-> Norden: Hochwertige Erzeugnisse - 42Konsens= Europäisierung & die bestehenden Beziehungen zwischen Nord & Süd bzw. die Abhängigkeit des Südens vom Norden hatten / haben Auswirkungen auf die Wirtschaftl. & Gesellschaftsliche Entfaltung der Länder des Südens
- 43Gegensätze= qualitatives Ausmaß & die strukturellen Auswirkungen bis in die Gegenwart
- 44Abhängigkeitsansätze der politischen Ökonomie1) Neoimperialismustheorie
2) Dependenztheorie
3) Weltsystemtheorie - 45Dependeztheorie- Unterentwicklung ist kein der Entwicklung vorausgehendes Stadium
- Entwicklung und Unterentwicklung sind historisch gleichzeitige, funktional aufeinander bezogene Seiten des selben historischen Prozesses:
** der Entwicklung des kapitalistischen Weltsystems **
- Unterentwicklung als Deformation - 46Theorie des Strukturellen Imperialismus- Zentren sind von weitgehender Interessenharmonie geprägt
- Zentren der Peripherienationen bilden Brückenköpfe für die Durchsetzung der Interessen der Zentralnationen - 47Entwicklungsstrategien: 1950er - und 1960er Jahre- modernisierungs- & Wachstumstheoretische Vorstellungen
- Diskussion:
* exportorientierte Industrialisierung
oder
* iportsubstituierende Industrialisierung - 48Entwicklungsstrategien: 1970er Jahre- Zunehmende Bedeutung dependenztheoretischer Vorstellungen
- Abschottung vom Weltmarkt führte in vielen Ländern zu geringen Produktivitätssteigerungen & wachsendem technolog. Rückstand
- Subventionen für Produkte zur Erfüllung der Grundbedürfnisse
- Verschuldung - 49Entwicklungsstrategien 1980er Jahre- neoliberale Strukturanpassungs- & freihandelspolitik:
* Öffnung der Märkte für Waren und Kapital
* Deregulierung & Privatisierung
* neoklassische Außenhandels- und Gleichgewichtstheorien - 50Entwicklungsstrategien 1990er Jahre- Leitbilder wie Basispartizipation
- Förderung von Frauen
- Nachhaltige Entwicklung - 51Entwicklungsstrategien Seit 2000er Jahre- Abkehr von marktradikalen Strategien
- wirtschaftliche Öffnung der Entwicklungsländer kombiniert mit Aktivitäten des Staates zur Armutsminderung - 52Globalisierung / Globaler Kapitalismus= Wandel der globalen Arbeitsteilung von den:
-> Entwicklungsländern als Rohstofflieferanten
zu
-> Entwicklungsländern als verlängerte Werkbänke und Standorten ausgelagerter industrieller Produktion etc. - 53Theorie der Fragmentierten Entwicklung- erklärende Beschreibung und Analyse der Entwiklungsrealität
- Elemente aus Dependenz- und Weltsystemtheorie
- Globalisierung als zutiefst Widersprüchlicher, heterogener und unstrukturierter Vorgang
- extremer individueller oder lokaler / regionaler Reichtum und massenhafte, flächenweite Armut - 54Theorie der Fragmentierten Entwicklung: Globale Orte= Schaltstellen ökonomischer Entscheidungen mit globaler Reichweite und Wirkung
- 55Globalisierte Orte= Empfangs- und Ausführungsstandorte, z.B. globaler Produktionsaufträge
- 56Neue Peripherie= Räume der ausgegrenzten, überflüssigen Mehrheit der Weltbevölkerung
- 57steigende Disparitäten und Globalisierung- Zweifel an der Wirksamkeit und Notwendigkeit von Entwicklungspolitik
- Erfolge werden überdeckt durch:
* Bevölkerungswachstum
* ökologische Entwicklungen
* Globalisierung - 58FCP-Programm (Food Chain Partnership)- Besser, aber einseitiger Informationszugang für Bauern
- Einbindung in Global Value Chains
- exklusiver Ansatz
- Keine Abnahme- und Preisgarantie seitens der Unternehmer
- Produktionsrisiko auf Seite der Bauern - 59Wirtschaftsgeo im Wandel- Social Turn
- Von Raum als Bestimmungsfaktor zu Räumlichen Strukturen
IN DER WIRTSCHAFTSGEO:
- Fokussierung der Analyse auf Unternehmen und deren Entscheidungsträger - 60Institutionen= Normen oder (Spiel)-Regeln der Gesellschaft
-> beeinflussen Wirtschaftsgeschehen und vice versa
-> Kontextabhängig und räumlich und zeitlich variabel
- Wirtschaftl. Akteure von Werten und Normen beeinflusst: eingeschränkte Rationalität statt Homo oeconomicus - 61Dissenting Institutionalism- unternehmerische Entscheidungen beeinflusst durch unterschiedliche Formen institutioneller Einflussfaktoren
- 62StakeholdermodellUnternehmen
- Kapitalgeber
- Arbeitnehmer
- Geschäftsführung
- Lieferanten
- Kunden
- Kommune
- Gläubiger
- Zulieferer
- Aktionäre
- Staat - 63unterstützend- Mitarbeiter
- Kleinaktionäre
- Verbände
- Lieferanten
- Gewerkschaften
Beinflusspotenzial: gering
Kooperationsbereitschaft: hoch - 64marginal- Parteien
- Anwohner
- Wissenschaft
- Konkurrenten
BP: gering
KB: gering - 65anspruchsvoll- Versicherungen
- Handel
- Kunden
- Kreditgeber
- Eigentümer / Großaktionäre
BP: hoch
KB: hoch - 66problematisch- Gesetzgeber
- Behörden / Ämter
- Medien
- Umweltorganisationen
- Bürgerinitiativen
BP: hoch
KB: gering - 67Institutioneller IsoorphismusZwang, Imitation, Normativer Druck
haben
Einfluss auf Organisationsstrukturen
führt zu
Angleichung von Organisationsstrukturen - 68MakroebeneInteraktion: Wirtschaft und Gesellschaft auf Makroebene
-> Varieties of Capitalism
-> Regulationstheorie - 69Varieties of Capitalism- Unterscheidung: historischer, kultureller & politischer Spielarten kapitalistischer Wirtschaftssysteme
- Unterschiede institutionelle Rahmenbedingungen:
* Rolle des Staates
* Art der Arbeitsteilung
* Unternehmenskulturen
- liberale Marktwissenschaften
- soziale Marktwissenschaften
- Staatskapitalismus
Stabilität der Kapitalismusvarianten
vs
Erosion der sozialen Marktwirtschaft - 70Regulationstheorie: Regulationssysteme- Regeln und Normen
- Interaktionsmuster & Verflechtungsbeziehungen zwischen gesellschaftlichen Akteuren, die Organisations- & Kontrollfunktionen ausüben
* Keine wiederkehrenden Muster
* Formation in Krise, wenn Vernänderungen der Wachstumsstruktur auftreten - 71Regulationstheorie: Auslöser- Basisinnovationen
- drastische Veränderungen der Konsummuster
- drastische Veränderungen des politischen Systems
- externe Ereignisse - 72Standortmuster-> Konzentration der hochgradig vertikal integrierten Großunternehmen auf wenig Agglomerationen -> latente Krisenanfälligkeit aufgrund Monostrukturierung
- 73Postfordimus: territoriale Desintegration= Produktionsschritte in andere Regionen verlagert; Altindustrieregionen erfahren Reduzierung industrieller Aktivität
- 74Postfordismus territoriale Integration= Regionen mit Vernetzungspotenzial, verstärkende Vernetzung von Regionsinternen Betrieben; Zuwachs an industriellen Aktivitäten
- 75Wirtschaftsakteure in NetzwerkenKleine und mittlere Unternehmen
* Abhängigkeit von Abnehmern
* Fokussierung ihrer Ressourcen
* Flexible Reaktion auf sich ändernde Marktbedingungen
* Flexible Spezialisierung
* Kooperieren in strategischen Netzwerken - 76Transaktionskostensatz- zu erbringende Leistung kostengünstiger im eigenen Unternehmen
oder
durch einen Dienstleister / Zulieferer
erbracht? - 77Tauschkosten einer Markttransaktion= Marktpreis + kosten für Informationsbeschaffung, Anbahnungskosten, Beherrschungs- und Überwachungskosten
- 78Strategische Allianzen= Firmen einer Wertschöpfungskette, die eigentlich in unmittelbarer Konkurrenz zueinander stehen, gehen auf bestimmten Gebieten Kooperationsbeziehungen ein
- 79Soziale Kontexte der UnternhemenUnternehmen + Netzwerke müssen immer in Kontext ihres gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Umfelds zu stehen, das handlungsleitend wirken kann
Embeddedness: Einbettung - 80Verschiedene EinbettungstypenRelationale Einbettung:
Qualität der Beziehung zwischen zwei Akteuren
Strukturelle Einbettung:
Qualität der Beziehung zwischen einer Menge von Akteuren
Gesellschaftliche Einbettung:
Die Herkunft eines Akteurs
Territoriale Einbettung:
Verankerung an einem Standort
Netzwerkeinbettung:
Akteursnetzwerk mit Struktur der Beziehung - 81Lock-Inn Bsp. Ruhrgebiet-> Einseitige Förderung des Montansektors
-> Geringer Innovationsdruck für klein- und Mittelunternehmen
->Geringe Attraktivität für neue Branchen / Industrien - 82Pfadkontingenz-> historische Entwicklungspfade hätten auch einen anderen Verlauf nehmen können
- 83Small Events-> zufällige, unbeabsichtigte Entdeckungen etc, die sich langfristig im Wettbewerb durchsetzen
- 84Industrielle Entwicklungspfade- Pionierbetriebe einer neuen Branche verfügen in der Lokalisationsphase über eine relativ große Wahlfreiheit
- keine spezifische Infrastruktur
- noch keine Ersparnisse durch Konzentration gleichartiger Betriebe - 85Neue Industriedistrikte Bsp. Drittes Italien-> Erfolgsfaktoren:
- Flexible Spezialisierung
- Kooperation der Unternehmen
-räumliche Nähe der Unternehmen
- Vertrauen der Akteure untereinander
- Einbettung der Unternehmen in ein sozio-kulturelles Umfeld
- Vorhandensein einer hohen Dichte von unterstützenden Institutionen - 86Innovative Millieus: Drei Dimensionen- Lokalisiertes Produktionssystem
- Sozio-institutionelle Einbettung
- Innovations- und Lernprozess - 87Porter Diamant- Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft ergibt sich aus der Qualität aller vier genannten Faktorenbündel sowie deren Zusmmenspiel
-Ansatz stellt Rahmenbedingungen für Innovationsprozesse & wirtschaftlichen Wandel in einen breiten Zusammenhang
KRITIK
- institutionelle- & soziale Kriterien uterrepräsentiert - 88Cluster= räumliche Konzentration miteinander verflochtener Unternehmen & Institutionen eines bestimmten Wirtschaftszweigs
= umfassen spezialisierte Zulieferer von Komponenten, Maschinen & Dienstleistungen
= Hersteller komplimentärer Produkte
= beziehen meist staatliche & Intermediäre Organisationen mit ein - 89Porter externalitiesWissens-Spillover zwischen konkurrierenden Unternehmen einer Branche
- 90Jacob externalitiesWissens-Spillover zwischen verschiedenen, am Standort benachbarten Branchen
- 91Pseudocluster= räumlich benachbarte Ansiedlung funktionell miteinander verflochtener Betriebeinheiten
- 92Netzwerkcluster= netzwerkartige Zusammenarbeit weitgehend gleichberechtigter Unternehmen
- 93Sternencluster= ein großes Kundenunternehmen dominiert & bindet viele Zulieferer un Dienstleister direkt oder indirekt an sich
- 94Clusterdimensionen - horizontale Dimension- die ansässigen Unternehmen einer Wertschöpfungskette, beinhaltet unmittelbare Konkurrenten aber auch Kooperationspartner
- 95Clusterdimensionen - vertikale Dimension- Spanne der am Standort vertretenen Wertschöpfungsstufen
- 96Clusterdimensionen - institutionelle Dimension- die mit den Unternehmen in Verbindung stehenden öffentlichen und privaten Einrichtungen
- 97Clusterdimensionen - externe Dimension- Vernetzung des Clusters mit anderen Wirtschaftsräumen, ausländischen Geschäftspartnern & sonstigen Kontakten, die Impulse geben können
- 98Regionales Innovationssystem- Baut auf Konzept der nationalen Innovationssysteme auf
- Fokus auf die regulatorischen und organisatorischen Rahmenbedingungen für Lernsysteme
- Unternehmensnetzwerke + Beziehungen zu öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen
- Entscheidende Rolle für staatliche, regionale Akteure bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen für Innovationen - 99Lernende Region- Innovationen beruhen auf interaktiven Prozessen, die von einer Vielzahl von institutionellen Regionen und sozialen Konventionen geprägt sind
- indermediären Organisationen kommt auf der regionalen Ebene eine zentrale Rolle bei der Moderation und Kooperation zu - 100Definition von Globalisierung Wirtschaftsgeograph= komplexes, weitgehend unbestimmbares konglomerat von Prozessen; ungleich in Raum und Zeit + Vernetzung
- 101Commodity Chain"a network of labor and production processes whos result is a finished comodity"
-> Weltsystemtheorie - 102Produzentendominierende Warenkette- Macht zur Steuerung der gesamten Warenkette liegt bei den Produzenten
- Produzenten = große UNternehmen, mit besonderen technologischen Kompetenzen & Kapitalintensive Produktionsverfahren
- Typische Branchen: Automobil- & Luftfahrtindustrie - 103Käuferdominierete Warenkette- Produzenten der Ware haben keine Möglichkeit, die von ihnen hergestellten Produkte selbst zu verkaufen
- Abhängigkeit von Werbeintensiven Markenanbietern oder Einzelhandelszentren - 104Wert ( Value)= die Analyse von Prozessen der Wertschöpfung und ihre Steigerung durch Technologie- und Wissenstransfers sowie der Wertbindung innerhalb von Organisationen und Räumen
- 105Macht ( Power)= die Verteilung und Ausübung von Macht in Globalen Produktionsnetzwerken
- 106Einbettung ( Embeddedness)= die Konstituierung der GPNs durch ökonimische, soziale und politische Rahmenbedingungen
- 107Internationale Unternehmen= Firmen, die ausschließlich oder überwiegend in ihrem Heimatland produzieren und ihre Produkte weltweit exportieren
- 108Multinationale Unternehmen= Firmen mit Produktionsstätten in verschiedenen Ländern, die weitgehend vom Heimatland aus gesteuert werden
- 109Transnationale Unternehmen= Firmen mit Produktionsstätten in verschiedenen Ländern, die auch Steuerungsaufgaben dezentralisiert haben
- 110Motive für Internationalisierung- Absatzorientierte Motive
- Beschaffungsorietierte Motive
- Kosten- & Ertragsorientierte Motive
- Strategische Motive - 111Formen der InternationalisierungExport -> Eröffnung von Verkaufsbüros -> Aufbau einer eigenen Produktion im Zielland -> Übertragung von Funktionen und Kompetenzen
- 112Wandel im Handel bsp. Lebensmittel Handel- Betriebsformenwandel
- Konzentration und Konsolidierung
- Herausbildung einer Oligopols
- Vergrößerung der Verkaufsfläche
- Ausrichtung auf nicht integrierte, verkehrsgünstige Standorte oder zentrale Orte - 113Pull-Faktor- Liberalisierung der Einzelhandels öffnete Märkte
- Wirtschaftliche Entwicklung in Emerging Markets - 114Push-Faktoren- Konsolidierung in den Heimatmärkten
- zunehmende Regulierung in den Heimatmärkten
- günstige Verfügbare Finanzmittel - 115Misserfolge der Expansion-> Unterschätzung der Konkurrenzsituation
-> notwendiges Wachstum wird nicht schnell genug generiert
- Mangelnde Einbettung in den Markt
* Gesellschaftliche Einbettung
* Territoriale Einbettung
* Netzwerkeinbettung - 116Probleme beim Aufbau moderner Liefernetzwerke in Entwicklungsländern- fragmentierte, nicht standartisierte Märkte
- verstreut liegende kleine Produzenten
- Korruption
- Mangel an Hochqualitätsprodukten
- schlechte Infrastruktur
- ungenügende Qualitätskontrolle
- fehlende Marktinformationen
- Widerstände alteingesessener Händler
- Abhängigkeiten der Bauern von trditionellen Zwischenhändlern
- Geringes Vertrauen der Landwirte gegenüber fremden Akteuren - 117Rolle des Staates- die Genehmigung von ausländischen Direktinvestitionen in Abkommen ausgehandelt oder in Folge von Strukturanpassungsprogrammen
- Machtverluste im Zuge der Globalisierung?
- Statt legt Rahmenbedingungen für Globalisierungsprozesse fest - 118Staatliche Vorgaben- Genehmigung von ausländischen Direktinvestitionen
- Aufbau der Zulieferernetzwerke
- Genehmigung von Standorten
- Wettbewerbsrecht
- Arbeitsrecht
- etc.
- - 119Wissenschaftstransfer bei der Globalisierung des Einzelhandels- Sichtbarkeit und Zugänglichkeit von Geschäften
- Produktwissen von besonderer strategischer Bedeutung
- Kopieren von Formalen und Prozessinnovationen macht einheimische Supermarktketten zu starken Konkurrenten für transnationale Einzelhändler
- Teilweise entstanden große Supermarktketten vor Markteintritt von TNCs - 120Einheimische EinzelhändlerStrategien:
- Lobbyarbeit
- Konkurrenten für ausländische Unternehmen
- Joint Ventures mit Transnationalen Unternehmen
- Übernehmen organisatorische Innovationen von ausländischen Unternehmen
Information
- Description
- Flashcards on Wirtschaftsgeographie Neu, created by melissa_kappler on 19/01/2016.
- Created by
- melissa_kappler · Jan 2016
- Updated
- Sep 27, 2016
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