Flashcards
Molekularbiologie Begriffe & Definitionen
Cards in this deck (200)
- 1Antony van Leeuwenhoekerstes Mikroskop
- 2Strahlengang LM (5)- Lichtquelle
- Kondensor (Sammellinse)
- Objekttisch (Präparat)
- Objektiv
- Okular - 3Schritte Anfärben MO (4)- mit Kristallviolett hitzefixierten Ausstrich färben (alle violett)
- Iodlösung einwirken lassen (alle violett)
- mit Alkohol entfärben (g+ violett, g- farblos)
- mit Safranin gegenfärben (g+ violett, g- rosa bis rot) - 4Hellfeldmikroskopie (2)normales LM, MO Anfärben
- 5Dunkelfeldmikroskopie: zusätzlicher Aufbau, Bild-Eigenschaften (2)- zus. Ringblende, leitet Licht am Objektiv vorbei, nur durch Objekt gebeugtes Licht gelangt ins Auge
- Zellgrenzen leuchten auf - 6Phasenkontrastmikroskop: Funktion, Bild-Eigenschaften (2)- Ringblende + Phasenring in der Objektivebene: teilweise Schwächung des Lichts (Phasenverschiebung) führt durch Überlagerung (geschwächtes / ungeschwächtes Licht) zu einer Kontrastverstärkung
- helle Umrandung, hohe Kontraste: Details in der Zelle werden deutlich - 7Fluoreszenzmikroskop, Funktionsweise (3)- Objekt wird von der Seite oder von oben mit Anregungswellenlänge bestrahlt
- Fluoreszenzfarbstoffe emittieren längerwelliges Licht
- Dichromatic Filter, Barrierefilter lässt nur Fluoreszenzwellenlänge durch & filtert Anregungswellenlänge weg - 8sichtbares Licht: Wellenlänge + angrenzende Bereiche400 - 700 nm
UV, sichtbar, Infrarot - 9Formel Auflösung d des MikroskopsAuflösung d = Wellenlänge Lambda / (2 * A)
wobei A = n Brechzahl Medium zw. Deckglas & Objektiv * sin halber Öffnungswinkel Objektiv - 10Auflösung eines LM verbessern, max. Auflösung LM (4)- max. Öffnungswinkel am Objektiv
- kleinstmögliche Wellenlänge
- Medium mit hohem Brechungsindex zw. Objekt & Objektiv (Immersionöl)
- max. erreichbar: knapp unter 200 nm - 11Auflösung, DefintionFähigkeit, physikalische Werte gleicher Dimension zu unterscheiden
- 12Elektronenmikroskop (TEM), Funktionsweise, Probenvorbereitung (5)- Wellenlänge elektromagnetischer Wellen ermöglichen viel höhere Auflösung
- magnetische Felder lenken wie Linsen
- im Inneren herrscht Vakuum
- Proben müssen getrocknet sein (keine Untersuchung lebender Zellen)
- höherer Kontrast durch seitliches Bedampfen mit Gold - 13REM, Funktionsweise, Probenvorbereitung (3)- Elektronenstrahl tastet Objekt zeilenweise ab
- Bild erscheint hell / dunkel je nachdem wie viele Elektronen absorbiert werden
- Probenvorbereitung: Gefrierbruch, Bedampfen von oben (3D-Effekt muss nicht simuliert werden), aufgedampfte Schicht wird betrachtet - 14Rastertunnelmikroskopie, Funktionsweiseelektrischer Strom wird gemessen, der durch "tunneln" von Elektronen vom Objekt in die ultrafeine Nadel fließt
- 15Rasterkraftmikroskop, FunktionsweiseAbtasten einer Oberfläche mit einer mikroskopisch kleinen Nadel, piezoelektrisch: beim Abbiegen der Nadel entsteht Stromfluß im eV-Bereich
- 16Louis Pasteurwiderlegte mit Sterilgefäß die Idee der spontanten Entstehung von MO
- 17Glove-Boxsteriler Arbeitsplatz zum Arbeiten mit Pathogenen oder Anaerobieren
- 18Autoklavzum Sterilisieren bei 121°C bei 1 atm Überdruck und Wasserdampf
- 194 Koch'schen Postulate + Vorraussetzung (6)- 4 Schritte zum Beweiß, dass ein bestimmter MO Ursache einer Krankheit ist
- Isolierung aus krankem Organismus
- Kultivierung außerhalb des Organismus
- Infekion durch kultivierten MO
- aus einem neu infizierten, kranken Organismus lässt sich der Erreger reisolieren
- Reinkulturen sind notwendig - 20wozu dient serielle Verdünnung? + Schritte (4)- zur Gewinnung von Reinkulturen aus natürlichen Mischkulturen
- Suspension mit MO wird mehrfach verdünnt
- auf Agarplatte kultiviert
- isolierte Kolonien (10-30 als Ziel) mit nur einer Zellart - 21Agar: Hauptkomponente, besondere Eigenschaft (2)- besteht aus Agarose, einem Polysaccharid das aus Meeresalgen gewonnen wird, kann also von den meisten MO nicht abgebaut werden
- schmilzt er bei 100°C, bleibt aber bis 47°C beliebig lange flüssig - 22definiertes MediumMinimalmedium, genau Zusammensetzung ist bekannt
- 23komplexes MediumVollmedium, genaue Zusammensetzung ist unbekannt (z.B. Rinderbrühe)
- 24Glycocalix: Aufbau, Nutzen, Eigenschaften (6)- schleimige äußerste Hülle um viele Bakterien
- besteht aus Polysacchariden
- dicke Schichten = "Kapsel", dünne Schichten = "Schleimschicht"
- schützt vor Austrocknung und Fraß
- hilft bei der Verankerung an Oberflächen durch Klebrigkeit
- Wasserbindend - 25NegativfärbungFärbung der Umgebung zum Sichtbarmachen der Kapsel eines Bakteriums
- 26Aufbau Zellhülle gramnegativeCytoplasmamembran
Periplasma
Zellwand
äußere Membran - 27Aufbau Zellhülle grampositiveCytoplasmamembran
dicke Zellwand - 28Aufbau Hülle Mycoplasmensind nur von einer Cytoplasmamembran umgeben
- 29EinheitsmembranCytoplasmamembran, der Aufbau ist bei allen Lebewen (außer Archaeen) gleich
- 30Phospholipide der Membran von E. coli, wichtigste? (3)- Phosphatidylethanolamin (75%)
- Phosphatidylglycerol (18%)
- Cardiolipin (5%) - 31Fettsäuren in der Membran von E. coli, wichtigste? (3)- Palmitinsäure (43%, gesättigt)
- Palmitoleinsäure (33% einfach unges.)
- cis-Vaccensäure (25% einfach unges.) - 32Fließgleichgewichtwenn durch Diffusion in der Zelle die gleiche Konzentration eines Stoffes herrscht wie außen (Gesamtmenge innen/außen bleibt gleich)
- 33hypertonen Zelle: Entstehung + was!- hohe Konzentration an gelösten Stoffen in der Zelle
- Wasser stömt in Zelle ein
- hoher osmotischer Druck in der Zelle (Innendruck)
- Zelle schwillt an - 34hypotone Zelle: Entstehung + Auswirkung (4)- außen höhere Konzentration an gelösten Stoffen als in der Zelle
- Wasser strömt aus der Zelle aus
- geringer Innendruck
- Zelle schrumpft zusammen - 35isotone Zelle - Konzentrationen? Osmotischer Druck? (2)- ausgeglichene Konzentration innen/außen
- osmotischer Druck ist gleich Umgebungsdruck - 36Membrantransport - Moleküle? (1) Arten? (3)- in Membran eingelagerte Transmembranproteine ermöglichen Teilchentransport
- aktiv, passiv, Vesikelabschnürung - 37passiver Transport: Def. (1) + Moleküle (2)- erleichterte Diffusion von Stoffen bestimmter Größe bis zum Gleichgewicht innen/außen
- durch Poren (Proteinröhren)
- durch Bindeproteine (binden und transportieren) - 38aktiver Transport: Def. + Arten (3)- Transport kann unter ATP-Spaltung auch gegen Konzentrationsgradienten erfolgen
- Uniport: Transport in eine Richtung, durch ATP-Spaltung
Transport der Substanz zusammen mit einer zweiten (oft H+, K+):
- Symport: parallel
- Antiport: antiparallel - 39Gruppentranslokation: Vorkommen + Funktionsweise (2)- nur bei Bakterien
- eintransportiertes Molekül wird gleichzeitig chemische verändert, so dass es nicht mehr austreten kann und für die Weiterreaktion vorbereitet ist (z.B. Phosphorylierung von Glucose) - 40Endocytose: Vorgang, Vorkommen, Arten (3)- Abschnüren von Vesikeln von der Außenmembran ins Zellinnere
- nur bei Eukaryonten
- Pinocytose und Phagocytose - 41Pinocytose"trinken", Aufnahme flüssiger Substanz in die Zelle durch Endocytose
- 42Phagocytose"fressen", Aufnahme fester Bestandteile durch Endocytose
- 43Exocytose: Vorgang + Vorkommen (2)- Ausschüttung von Stoffen durch Verschmelzung von Vesikeln mit Außenmembran
- nur bei Eukaryonten - 44Aufbau Peptidoglykan + Synonym- besteht aus linearen Polysacchariden, die durch kurze Peptide verknüpft sind
- auch Murein genannt - 45Murreinsacculus: Vorkommen (2)- bei gramnegativen 1- bis 3-schichtig
- bei grampositiven vielschicht (ca. 40)
- keine Diffusionsbarriere (selbst große Moleküle können eindringen)
- mechanischer Schutz, besonders gegen Platzen durch hohen osm. Innendruck - 46Teichonsäuren: Vorkommen (1) + Aufbau (1) + Eigenschaften (2)- bei grampositiven auf die Peptidoglykanschicht aufgelagert
- Phosphosäureester von Ribitol oder Glycerol sind zu langen Ketten verknüpft, daran können AS oder Zucker gebunden sein
- Schutz gegen fettige Substanzen (bewirkt Gramfärbung)
- Schutz gegen hydrophile Substanzen (z.B. AB) - 47RibitolZuckeralkohol, Bestandteil von Teichonsäuren
- 48Glycerol= Glycerin, ein Zuckeralkohol, Bestandteil von Teichonsäuren
- 49LipoteichonsäurenTeichonsäuren, die Fettsäurereste am Ende tragen und sich damit in der Cytoplasmamembran verankern
- 50äußere Membran, Vorkommen (1) + Aufbau (2)- nur bei gramnegativen
- keine Einheitsmembran
- innere Schicht aus Phospholipiden, äußere Schicht aus Lipopolysaccharid (LPS) - 51Lipopolysaccharid (LPS): Vorkommen + Abschnitte (3)- äußere Schicht der äußeren Membran von gramnegativen
- Lipid A
- Core-Polysaccharid
- O-Antigenbereich - 52Lipid A: Vorkommen (2), Aufbau, Eigenschaften- Bestandteil des LPS (Fettbereich)
- bildet äußeres Blatt der äußeren Membran von gramnegativen
- besteht aus Hydroxyfettsäuren
- wirkt stark als Endotoxin, kann tödlichen Schock erzeugen - 53EndotoxineZerfallsprodukte von Bakterien, die viele physiologische Reaktionen im menschlichen Körper auslösen können
- 54Core-Region: Vorkommen (2) + Aufbau- Bestandteil des LPS
- liegt zwischen Lipid-A und O-Antigen-Bereich
- enthält Heptosen und Octosen (KDO, Ketodesoxyoctonsäure) - 55KDOKetodesoxyoctonsäure, ein Zucker in der Core-Region des LPS
- 56O-Antigen: Vorkommen, Aufbau, Eigenschaften (2)- äußerster Bestandteil des LPS
- besteht aus verzweigten Kohlenhydratketten
- wirkt immunogen (AK verleihen keine allgemeine Bakterien-Immunität)
- varriiert stark in der Zusammensetzung (dient zur Klassifizierung) - 57LPS-Mutanten, Auswirkung?Mutationen im LPS verändern das Aussehen einer Kolonie von glatt/smooth auf rauh/rough
- 58Porinprotein-Trimere- bilden Poren in der Außenmembran von gramnegativen zur Stoffaufnahme
- 59Chelator, Def. + Funktionsweise- spezifisches Transportmolekül für wichtige Stoffe
- fixiert zwei oder mehrwertige Kationen in stabilen, ringförmigen Komplexen - 60PorineProteine der äußeren Membran gramnegativer Bakterien zur Stoffaufnahme
- 61Lipoprotein: Funktion, Vorkommen E.- verknüpft die äußere Membran mit Murein
- häufigstes Protein in E. Coli - 62Periplasma, Def. + Vorkommen- Zwischenraum zwischen innerer Cytoplasmamembran und Peptidoglykanschicht
- bei gramnegativen - 63ProtoplastenBakterien die keinerlei Mureinhülle mehr besitzen
- 64SpaeroplastenBakterien die noch Mureinreiste besitzen
- 65Permeabilisierungdurchlässigmachen
- 66Lysozym, Def. + Vorkommen- Enzym das den Mureinsacculus verdaut
- kommt in Tränenflüssigkeit und Hühnereiweiß vor - 67PlasmolyseSchrumpfen des Cytoplasmas in hypertoner Lösung - innere Membran ist mit der äußeren durch Bayer's Junctions verbunden
- 68Mycobacterien, def. Merkmal + Beispiel- grampositive mit Wachsschicht auf Mureinsacculus, "säurefeste" Zellwand
- z.B. M. tuberculosis - 69säurefeste Zellwand, Aufbau, Eigenschaften, Namensursprung- Wachsschicht auf Mycolsäureestern um Mycobacterien
- sind dadurch schlecht antibiotisch angreifbar
- bestimmter hydrophober Farbstoff lässt sich nicht mit Säure auswaschen, sagt jedoch nichts über Säureverträglichkeit des Bakteriums aus - 70MycolsäureMycolsäureester sind Bestandteil der Wachsschicht von Mycobacterien
- 71Isoniacidverhindert Mycolsäure-Biosynthese und macht Mycobacterien angreifbar
- 72Cord Factor, Auswirkungen + Eigenschaften (3)Bindung von Mycolsäuren an das Disaccharid Trehalose, ermöglicht die "Verbindung" der Wachsschichten zweier Bakterien
- bewirkt schnurartiges Wachstum von M. Tuberculosis
- Pathogenitätsfaktor - 73TrehaloseDisaccharid, an das im Cord Factor Mycolsäuren gebunden sind
- 74pseudokristalline Zellwandkristalline S-Schichten, gebildet durch selbstaggregierende Proteine
- 75Cytosolbezeichnet alles innerhalb der Cytoplasmamembran, das nicht Organelle ist, also nicht von intrazellulären Membranen umschlossen ist
- 76Cytoplasmaalles innerhalb der Cytoplasmamembran außer Zellkern
- 77Speichergranula, Def. + Inhalt- "Einschlüsse" (körnige Strukturen) im Cytosol von Bakterien
- können Fette, Glycogen oder Polyphosphat enthalten - 78NucleoidBereich in der Bakterie, in dem sich das Bakterienchromosom befindet
- 79MetabolismusGesamtheit aller biochemischen Reaktionen der Zelle (Katabolismus & Anabolismus)
- 80KatabolismusAbbau von Nährstoffen
- 81AnabolismusAufbau von Zellkomponenten
- 82GluconeogeneseSynthese von Glukose
- 83Plasmidekleinere DNA-Ringe in Bakterien
- 84Svedbergeinheit SS gibt Auskunft darüber, wie schnell ein Teilchen in der Zentrifuge absinkt
- 85bakterieller Ribosomen-Typ70S-Ribosomen, auch in eukaryontischen Mitochondrien
- 86eukaryontischer Ribosomen-Typ80S-Ribosomen
- 87Endosporen, Def. + Bildner + reversibel?- widerstandsfähigste Lebensform, durch starke Entwässerung, <15% Wasseranteil
- von einigen grampositiven gebildet
- durch Hunger ausgelöste Sporenbildung ist die ersten 5 Stunden durch Glucosegabe reversibel - 88Cortexinnere Hülle einer Endospore
- 89ExosporiumSporenmantel, besteht überwiegend aus Protein mit viel Cystein
- 90Dipicolinsäure, Bildung + Eigenschaft- wird während der Sporulation in der Zelle gebildet
- verleiht Hitzeresistenz - 91FlagellinProtein, welches Flagellen bildet
- 92Flagelle- starre Schraube, aus Flagellin gebildet
- dient der Fortbewegung - 93monotrichBakterie hat nur eine Flagelle
- 94amphitrichBakterie hat Flagellen an beiden Seiten
- 95lophotrichBakterie hat Flagellen in Büscheln
- 96peritrichFlagellen treten um die ganze Bakterie herum auf
- 97M-Ringinnerster Ring einer Flagellenverankerung in der Cytoplasmamembran, ist der eigentliche Motor
- 98Axialfilamente Vorkommen + AuswirkungFlagellen liegen in Spirochaeten als Axialfilamente vor, dadurch ist die ganze Zelle schraubenförmig und dient als Rotor
- 99Pili Def. + Eigenschaften- längliche Zellanhängsel aus Proteinen zur gezielten Anheftung mittels Adhesinmolekülen
- oft Pathogenitätsfaktor - 100Fimbriensind Pili
- 101ChaperonesProteine, die neu synthetisierten Proteine helfen sich richtig zu entfalten
- 102F-PilusSex-Pilus, mit dem sich E. Colis miteinander zum Austausch von genetischem Material verbinden
- 103F+ vs F- BakterienBakterien mit Pili oder ohne Pili
- 104Archebakterielle Strukturen (7)- TATA-Box
- TBP
- Arche-Ribosomen
- Archae-Cytoplasmamembran
- Isoprenoid-Stoffwechsel
- Monolayer-Membran
- Pseudomurein - 105TBPTATA-Box binding Protein
- 106TATA-BoxGemeinsamkeit von Archaaen und Eukaryonten
DNA-Sequenz in der Promotorregion eines Gens zur Genregulation der Transkription - 107Arche-Ribosomen70S, aber Untereinheiten bilden mit eukaryontischen Ribosomen-UE ein funktionelles Ribosom (statt mit eubakteriellen)
- 108Archae-Cytoplasmamembran, Bestandteil + EigenschaftEther von Fettalkoholen (entgegen Fettsäureester bei Eukaryonten und Bakterien), sehr stabil
- 109Isoprenoid-Stoffwechsel, Def. + Grundbaustein-- Biosynthese der Membranlipide von Archaeen
- Grundbaustein für Lipid hat 5 C-Atome und Verzweigung (ungleich 2 C-Atome Eukaryonten & Eubakterien) - 110Monolayer-MembranTetraether der Archaeen-Membran durchspannen die ganze Membran
- 111Pseudomurein Aufbau und FolgenSacculus um manche Archaeen, mit anderen Verknüpfungsstellen als Murein - Beta-Lactamantibiotika wirken deshalb nicht
- 112Flagellen der Eukaryonten Aufbau (3)- flexible Polymere aus α- und β-Tubulin zur Zellbewegung
- typisches 9+2-Muster aus Mikrotubuli
- von Cytoplasmamembran umzogen - 113CilienEukaryonten-Flagellen
- 114Tubulinglobuläres Protein, das Flagellen bei Eukaryonten aufbau
- 115DyneinMotorprotein zur Flagellen-Bewegung bei Eukaryonten
- 116Duplett / Triplettzwei / drei Mirkotubuli miteinander verschmolzen
- 117CiliatenPantoffeltierchen, sind völlig mit Cilien überzogen
- 118Zellwand bei Eukaryonten Vorkommen, def. Merkmal, Aufbau- nur bei Pflanzen
- nie aus Peptidoglykan
- meist aus reinen Polysacchariden wie Cellulose, Hemicellulose, Pektine, Chitin und Kalk- & Silikat-Hüllen - 119Hemicellulose (2)- verzweigte Polysaccharide
- Baustein von Zellwänden eukaryotischer Zellen - 120Pektine (2)- saure Zucker
- Baustein von Zellwänden eukaryotischer Zellen - 121Chitin (2)- ein Aminozucker
- Baustein von Zellwänden eukaryotischer Zellen - 122Plasmamembran bei Eukaryonten, Bestandteileenthält Steroide (i. G. z. Bakterien) und mehrfach ungesättigte Fettsäuren
- 123Protoplasmaalles inerhalb der Cytoplasmamembran (vgl. Cytoplasma, Cytosol)
- 124Eigenschaft von Cytosol bei Eukaryontengelart durch hohe Proteinkonzentrationen, durch Cytoskelett strukturiert
- 125Glycolyseerster Schritt des Glucose-Abbaus
- 126SubstratkettenphosphorylierungATP-Bildung durch Glucoseverwertung
- 127GluconeogeneseNeubildung von Glucose, Glycogen als Speicherstoff
- 128PentosephosphatwegBildung von Zuckern (Ribose) und NADPH
- 129Mikrotubuli, Aufbau + Durchmesser, Bestandteil?- aus α- und β-Tubulin (wie Flagellen und Cilien)
- 24 nm Durchmesser
- Bestandteil des Cytoskeletts - 130Intermediärfilamente Aufbau + Durchmesser, Bestandteil?- aus verschiedenen Proteinen z.B. Keratin
- 10 nm Durchmesser
- Bestandteil des Cytoskeletts - 131Mikrofilamente Aufbau + Durchmesser, Bestandteil?- aus Aktin
- 7 nm Durchmesser
- Bestandteil des Cytoskeletts - 132AktinBaustein der Mikrofilamente
- 133NukleusZellkern
- 134NukleolusBereich im Nukleus wo Zusammenbau der Ribosomenuntereinheiten stattfindet
- 135Kernporen, Funktionkontrollieren Ein- und Ausstrom von Proteinen und Nukleinsäuren
- 136Nukleosomenstruktur, Aufbau und Nutzen- DNA ist um basische Histone gewickelt, Nukleosomen sind durch Linker verbunden
- trägt zur dichten DNA-Packung bei - 137NukleosomKomplex aus DNA und einem Histon
- 138Histonebasische Proteine um die DNA gewickelt ist
- 139Linkerkurze DNA-Abschnitte durch die einzelne Nukleosomen verbunden sind
- 140Chromatingesamter DNA/Protein-Komplex
- 141raues Endoplasmatisches Retikulum Def. Merkmal, Funktionsweise, Produktbestimmung- sind mit Ribosomen besetzt
- Proteine werden über spezielle Poren direkt ins ER "hineinsynthetisiert"
- sind zur Sekretion oder für andere Organellen bestimmt - 142glattes Endoplasmatisches Retikulum, Abkürzung, funktioneller Nutzen- sER
- zur Synthese von Membranlipiden - 143Golgi-Apparat, Proteine?Proteine werden hier gereift, "glycosyliert"
- 144Glycosylierung"Reifung" von Proteinen im Golgi-Apparat, Zuckerreste werden angehängt
- 145Unterabteilungen des Golgi-Apparats + Lage (3)- cis-Golgi, ist dem ER am nächsten
- mediales-Golgi
- trans-Golgi, am weitesten vom ER entfernt - 146Lysosomen, Def + Eigenschaft + Funktion- "Magen" der Zelle
- saures Milieu (pH 4,8-5)
- aufgenommene Stoffe werden zerlegt und wiederverwertet - 147Vakuole in Hefezelle, Funktionseinheit?Lysosom der Hefezelle, hat nichts mit Pflanzenvakuolen zu tun
- 148primäres Lysosomenzymhaltige Vesikel; verschmelzen mit Abbaumaterial (Autophagosomen, Endosomen) werden zu sekundären Lysosomen
- 149sekundäres Lysosommit Abbaumaterial-haltigen Vesikeln verschmolzenes primäres Lysosom
- 150AutophagosomVesikel mit zelleigenem Abbaumaterial (Proteine, Organellen)
- 151EndosomVesikel mit phagozytierten Stoffen
- 152Peroxisomendienen dem Abbau von Fettsäuren und Aminosäuren, dabei entsteht Wasserstoffperoxid
- 153KatalaseEnzym in Peroxisomen das Wasserstoffperoxid in Wasser und O2 umwandelt
- 154PeroxidasenEnzyme in Peroxisomen, die Wasserstoffperoxid entgiften
- 155GlyoxisomenOrganellen, die Enzyme des Glyoxylatcyklus enthalten
- 156EndosomenOrganellen, die als Zwischenlager bei der Stoffverteilung vom und zum Golgi-Apparat dienen
- 157ClathrinProtein, welches bei der Vesikelbildung der rezeptorgebundenen Endocytose hilft indem es coated vesicles umhüllt
- 158coated vesiclesvon Clathrin umhüllte Vesikel
- 159uncoated vesiclesVesikel ohne Clathrin-Hülle
- 160Endosymbionten-TheorieMitochondrien und Plastiden waren ursprünglich Bakterien
- 161Ort der Zellatmungläuft an der inneren Membran der Mitochondrien ab
- 162CristaeEinstülpungen der inneren Membran von Mitochondrien
- 163Matrix (Def + Inhalt)- Innenraum eines Mitochondriums
- enthält DNA, Ribosomen und Enzyme des Citratzyklus - 164Citratzyklus, Teilschritte (2)- Acetat wird zu CO2 abgebaut
- Reduktionsäquivalente NADH und FADH2 (Brennstoffe f. Zellatmung) entstehen - 165NAD & FAD (Def, Funktion)- wichtiges Coenzym bei Redoxreaktionen
- werden zu NADH und FADH2 reduziert, "Batterien" der Zelle - 166Calvin-Zyklus- Folge chemischer Umsetzungen zur Reduktion von CO2 zu Glukose + Wasser in den Chloroplasten
- 167RibulosebiphosphatcarboxylaseSchlüsselenzym des Calvin-Zyklus
- 168StromaGrundsubstanz im Inneren von Chloroplasten
- 169aerobe Organismenkönnen mit O2 leben
- 170obligat aerobe Organismenbenötigen O2 zum Leben
- 171fakultativ anaerobe Organismenkönnen mit & ohne O2 überleben, metabolisieren vorhandenen O2
- 172Microaerophilevertragen nur geringe O2-Konzentrationen
- 173aerotolerante Anaerobierkönnen mit & ohne O2 überleben, metabolisieren vorhanden O2 nicht
- 174obligate Anaerobiersterben mit O2
- 175Atmungskette Orte, Schritte (3), Ausbeute- an der Cytoplasmamembran v. Bakterien / an der inneren Mitochondrienmembran
- Elektronen werden von NADH oder FADH2 auf O2 übertragen
- Protonengradient wird an der Membran aufgebaut
- ATP-Synthese
- 28-32 ATP pro Molekül Glucose - 176ChemiosmoseATP-Synthese bei Atmungskette
- 177anaerobe Atmung benötigt ... (4)alternative Elektronenakzeptoren:
Sulfat, Nitrat, Fumarat, Trimethylamin-N-oxid - 178Gärung Def + Eigenschaften (2)- ATP-Synthese findet ausschließlich mit dem Nahrungsmetabolismus gekoppelt statt (Substratkettenphosphorylierung)
- nur 1-3 ATP pro Molekül Glucose
- Problem: Redoxhaushalt im Gleichgewicht behalten - 179Substratkettenphosphorylierung (Funktionsweise)ATP-Synthese direkt am Substrat ohne Protonengradienten
- 180autotrophe Organismen"Selbsternährer", können alle Stoffe selbst aus CO2 und anorganischen Salzen synthetisieren, z.B. Pflanzen
- 181organotrophe OrganismenEnergiequelle ist der Abbau organischer Verbindungen
- 182LithotrophieOxidation anorganischer Verbindungen dient als Energiequelle (können Auto- oder Heterotroph sein)
- 183chemotrophe Organismenorganotrophe und litotrophe Organismen
- 184phototrophe Organismennutzen Licht als Energiequelle
- 185photoautotrophe O.können von Licht, CO2 und Salzen allein leben
- 186photoheterotrophe Organismenbrauchen neben Lichtenergie noch organische Verbindungen zum Zellaufbau
- 187organoheterotrophe O.organotrophe Organismen die organische Verbindungen auch als Kohlenstoffquelle nutzen
- 188psychrophile O.können unter 5°C wachsen
- 189obligat PsychrophileOrganismen, die nur bei Temperaturen unter 20°C wachsen
- 190fakultativ psychrophile O. (+ Synonym)- psychrotrophe Organismen
- können über und unter 20° C wachsen - 191mesophile O.wachsen um 37°C am besten
- 192thermophile Organismen (+ Unterscheidungen) (4)- wachsen bei über 50°C
- fakultativ Thermophile: wachsen bei über 50° und unter 37°C
- Stenothermophile: wachsen bei über 50°, NICHT unter 37°C
- extrem Thermophile: wachsen bei über 80° C - 193Organismen mit extremen Umweltbedingungen (5)- barophile: bis zu 1500 atm Druck (meist Tiefseebewohner)
- obligat barophile: benötigen Überdruck zum Leben
- acidophile: wachsen noch bei pH 1
- alkaliphile: wachsen noch bei pH 12
- halophile: wachsen in gesättigten Salzlösungen (UWB: Ionenstärke) - 194UDP-RestUridin-Diphosphat-Rest, kennzeichnet Zucker für Syntheseprozesse
- 195PEPPhosphoenolpyruvat, bindet bei Murein-Biosynthese an UDP-Glucose-N-Acetyl
- 196Murein-Biosynthese (Übersicht, skizzieren!)Glucose-N-Acetyl mit UDP-Rest reagiert mit PEP zur N-Acetyl-Muraminsäure (Säurerest mittels Etherbindung an Glucose-N-Acetyl)
- 5 Aminosäuren werden an den Säurerest gehängt
- der UDP-Rest wird durch Udecaprenylphosphat (55 C-Atome) ersetzt
- Molekül kann Membran passieren
- ein N-Acetylglucosamin bindet den Zucker UDP-GlcNAc zum Muraminpentapeptid
- ca. 30 Muraminpentapeptide am Undecaprenyl
- Muraminstück wird freigesetzt
- Transpeptidase vernetzt das Molekül über die Peptidkette mit dem Zellwandmurein
- die endständigen Alanine werden abgespalten: Carboxypeptidasen spalten Alanin ohne Quervernetzung ab
- als Baustein kommen nur Mureintetrapeptide im Mureinsacculus vor - 197Muraminpentapeptid (Def + Aufbau)- Grundbaustein der Muraminsynthese
- 1 N-Acetylglucosamin, 1 N-Acetylmuraminsäure mit 5 Aminosäuren - 198Transpeptidase- Enzym, das die Quervernetzung der Muraminpentapeptide bewirkt durch Alanin-Abspaltung
- kann auch als Carboxypeptidase und Transglycosylase arbeiten - 199CarboxypeptidaseTanspeptidase, die Alanin abspaltet, aber keine Quervernetzung der Muraminpentapeptide bewirkt
- 200TransglycosylaseTranspeptidase, die die Zucker des Mureins verknüpft
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- Bachelor Molekularbiologie Flashcards on Molekularbiologie Begriffe & Definitionen, created by paul.kronsteiner on 27/01/2016.
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