Flashcards
Molekularbiologie Begriffe & Definitionen 2
Cards in this deck (200)
- 1ß-Lactamantibiotika- Penicilline und Cephalosporine
- verhindern Quervernetzung der Muraminpentapeptide bei der Mureinbiosynthese - 2PBPPenicillin-bindende-Proteine, z.B. Transpeptidase bei der Mureinbiosynthese
- 3L-Formen (Def + Arten) (3)- Bakterien, die spontan oder nach Penicillin-Behandlung keinen Mureinsacculus mehr besitzen und osmotisch labil sind
- instabile L-Formen: können spontan wieder Zellen mit Zellwand bilden
- stabile L-Formen: können keine Zellen mit Zellwand mehr bilden - 4Biosynthese LPS (Skizze!) (7)- O-Antigenseitenketten werden im Cytoplasma synthetisiert
- mittels Undecaprenylphosphat durch Cytoplasmamembran
- Zusammenhängen der O-Ketten im Periplasma durch Polymerase
- Lipid A wird im Cytoplasma und an der Innenseite der Membran synthetisiert und mit KDO-Kohlenhydraten verknüpft - klappt in Membran zum Periplasma hin
- Ligase verbindet beide Komponenten
- spontaner Einbau in äußere Membran - 5Biosynthese Glycocalix (5)- Polysaccharide der Glycocalix werden aus UDP-Zuckern zu Oligosacchariden zusammengesetzt
- mit Undecaprenylphosphat durch Membran transportiert
- außen zu Polymeren vereint
- Dextrane und Laevane werden durch Exoenzyme aus Saccharose polymerisiert
- Energie stammt aus glycosidischer Bindung der Saccharose - 6Dextranean Startmolekül Fructose werden Serien von Glucose gehängt
- 7Laevanean Startmoleküle Glucose werden Serien von Fructose gehängt
- 8Biosynthese Proteine (des Periplasma & der Außenmembran) (4)- Synthese im Cytoplasma
- Signalsequenz mit basischen Aminosäuren gefolgt von hydrophobem Abschnitt (mit Glycin- / Prolin-Resten)
- hydrophober Bereich faltet sich zu Schleife die Protein durch Membran führt
- Signalpeptidase spaltet Signalsequenz ab - 9Signalpeptidasespaltet Signalsequenz von Proteinen des Perisplasma / der äußeren Membran ab
- 10co-translationaler TransportProteine wandern noch während ihrer Entstehung am Ribosom durch die Membran
- 11post-translationaler TransportProteine werden erst fertig synthetisiert, dann transportiert
- 12Sec-System- kann co-translationalen und post-translationalen Transport durchführen
- Chaperone SecB bindet das neue Protein und verhindert Faltung
- SecA erkennt Signalsequenz und ermöglicht Transfer - 13SRP-System("signal recognition particle")
- arbeitet immer co-translational
- SRP-Komplex bindet an die Signalsequenz des enthstehenden Proteins, worauf Translation stoppt, bis SRP-Komplex an SRP-Rezeptor an der Cytoplasmamembran andockt
- Protein wird bei Weitersynthese durch Membran geschoben
- Translation am ER bei Säugetieren IMMER mittels SRP-System - 14Biosynthese Lipoprotein (6)- nach Membrandurchtritt abspalten der Signalsequenz durch spezielle Signalpeptidase
- am Schwefel des Cysteinrests wird Glycerin gebunden (C-S-C)
- Glycerin und Aminogruppe des Cysteins werden acyliert
- dreifach acylierter Aminoterminus des Lipoproteins (3 Fettsäuremoleküle)
- hydrophober Bereich taucht in Membran ein
- Lysin am anderen Ende bindet an Murein - 15Biosynthese Flagellen (6)- läuft sequenziell vom nahen zum zellfernen Ende ab:
- Synthese der inneren Ringe
- Basalkörper
- Haken
- Flagellin-Untereinheiten
- als letztes werden Motorproteine in innerer Membran eingebaut - 16β-Barrel- fassartige Struktur aus β-Faltblättern der Porine der äußeren Membran
- Untereinheiten binden an Lipopolysaccharid (LPS) und ordnen sich zu Porin-Trimeren an - 17OmpC (4)"outer membrane protein"
- Protein von Porinen
- bildet etwas kleinere Poren
- wird vor allem im Warmen bei hohem osmotischen Druck gebildet
- Schutz vor Giftstoffen bei gleichzeitigem großen Nahrungsangebot - 18OmpF (4)- Protein von Porinen
- bildet etwas größere Poren
- vor allem im Kühlen bei niedrigem osmotischem Druck gebildet
- weniger Schutz vor Giftstoffen bei gleichzeitigem geringem Nahrungsangebot - 19Protein-Lokalisation ins ER (3)- bei Säugern: immer co-translational durch SRP-System
- Chaperone Bip (KAR2) sorgt im ER für korrekte Faltung der Proteine
- in Hefe co- und post-translational
- post-translational in Hefe: Sec63 übernimmt Protein und gibt es an Translocase Sec61 weiter, Sec61 schiebt Protein durch Membran - 20Chaperone Bip (KAR2)sorgt im Inneren des ER für korrekte Faltung der Proteine
- 21Sec63Protein in ER-Membran, welches ein fertiges Protein übernimmt und an die Translocase Sec61 weitergibt, die es ins Innere des ER befördert
- 22Sec61Translocase, ein Protein in der Membran des ER, welches neue Proteine vom Sec63 übernimmt und ins Innere des ER befördert
- 23Protein-Lokalisation ins Mitochondrium (2)- Protonengradient fördert Import in die Matrix, da Signalsequenz für Mitochondrien-Import stark positiv ist
- Proteinkette wird durch Ratschen-Mechanismus von Chaperones in die Matrix gezogen - 24Ratschen-Mechanismus- dient zum Import von Proteinen in die Mitochondrien-Matrix: Protein wird durch „Prasseln“ des Wassers unter Festhalten von Chaperones in die Matrix geschoben
- 25Chemotaxis-Adaption (4)- Bewegung zu oder weg von einer chemischen Verbindung
- Sensor für Lockstoff passt seine Empfindlichkeit der jeweiligen Konzentration an
- erst bei Steigerung der Lockstoff-Konzentration unterdrückt er Signal zum Taumeln, schwimmt weiter dem Lockstoff entgegen
- bei sinkender Konzentration adaptiert er Empfindlichkeit auf niedrigeres Niveau - 26Sbustanzerkennung bei Chemotaxis (2)- entweder durch Bindeproteine im Periplasma: binden an Chemorezeptor der inneren Membran
- oder durch direkte Bindung der Substanz an Rezeptor - 27MCPs (4)- Methyl-akzeptierende Chemotaxis-Proteine
- sind die Chemorezeptoren der Chemotaxis, verschiedene MCPs können verschiedene Substanzen erkennen
- Transmembranproteine der Cytoplasmamembran
- an ihnen erfolgt durch Methylierung die Adaption - 28CheRMethyltransferase, katalysiert die Methylierung der MCPs durch S-Adenosylmethionin
- 29S-AdenosylmethioninMethylrest wird von S-Adenosylmethionin auf die MCPs übertragen
- 30CheBResponseregulator, phosphorylierte Form ist eine Demethylase, die Methylreste von MCPs abspaltet
- 31CheAProteinkinase, phosphoryliert sich selbst wenn MCPs eine chemische Substanz gebunden haben
- 32CheYResponseregulator, der das Taumeln bewirkt
- 332-Komponentensysteme (3)- Kombination von Kinase und „response regulator“ zur Signalverarbeitung
- Komponenten dieser Regulatorsysteme sind oft homolog
- Proteinkinase phosphoryliert sich selbst am Histidinrest, überträgt das Phosphat auf das Aspartat des „phosphorylated response regulator“ welches dadurch aktiviert wird - 34Transkriptionsregulatoren- Wirkungsart der meisten Response Regulatoren
- hauptsächlich bei Bakterien, aber auch bei Eukaryonten (z.B. Fruchtreifung bei Pflanzen durch Ethylen) - 35Phosphataseschalten Signal ab, indem sie die von Proteinkinasen angehefteten Phosphatreste entfernen
- 36Beispiele für 2-Komponentensysteme (2)- EnvZ/OmpR-System: reguliert bei E. coli die Porengröße in Abhängigkeit von der Osmolarität der Umgebung
- PhoQ/PhoP-System: steuert u. a. Pathogenität von Salmonellen, PhoQ phosphoryliert PhoP - 37Proteinkinasenbei Eukaryonten meist Serin-, Threonin- oder Tyrosin-Kinasen
- 38Kinase-Kaskade (4)- bei Eukaryonten typischer mehrstufiger Verlauf der Signalverarbeitung durch Proteinkinasen
- Zielmolekül einer Proteinphosphorylierung ist wiederum eine Proteinkinase: Signalverstärkung von Stufe zu Stufe
- bietet mehr Beeinflussungsmöglichkeiten (Kaskade kann auf jeder Stufe gestoppt werden)
- am Schluss steht oft Aktivierung von Transkriptionsfaktoren - 39G-Proteine (6)- Guanylnucleotid-bindende Proteine
- sind molekulare Schalter: GDP gebunden AUS; GTP gebunden AN
- haben GTPase-Aktivität: stellt sicher, dass Schalter nicht dauerhaft auf AN bleibt
- G-Proteine vermitteln oft Signale, die schnelle, kurzzeitige Reaktionen erfordern
- 2 Typen: trimere G-Proteine, kleine G-Proteine
- G-Proteine sind Onkogene - 40GTPGuanylnucleotidtriphosphat, wirkt an G-Protein gebunden als Schalter für AN
- 41GDPGuanylnucleotiddiphosphat, wirkt an G-Protein gebunden als Schalter für AUS
- 42trimere G-Proteine (Def + Funktion)- leiten die Bindung eines Liganden an einen membrangebundenen Rezeptor weiter: Rezeptor tauscht GDP des G-Proteins gegen GTP, darauf zerfällt G-Protein in seine Untereinheiten α (mit GTP) und β/γ
- entweder α oder β/γ leiten das Signal weiter
- α-Untereinheit spaltet GTP wieder ab und bindet wieder an β/γ - 43kleine G-Proteine (Def + Funktion)- bestehen aus nur einer Untereinheit
- werden durch Austausch von GDP mit GTP angeschaltet und können sich durch GTP-Spaltung abschalten
- GAPs beschleunigen das Abschalten - 44GAPsbeschleunigen das Abschalten (die GTP-Spaltung)
- 45bakterielle Transportsysteme- erleichterte Diffusion (passiv)
- Sym/Antiport (aktiv)
- Phosphotransferase-System
- Transport von Liganden von Bindeproteinen unter ATP-Spaltung
- TonB-Komplex - 46TonB-Komplex (2)- aktives Transportsystem
- Energie des Protonengradienten der inneren Membran wird zum Transport durch die äußere Membran genutzt - 47GleF (Def., Aufbau)- einziger bekannter passiver Transporter bei Bakterien
- für Glycerin
- besteht aus 6 amphiphilen Helices - 48amphiphilStruktur, die außen hydrophob und innen hydrophil ist
- 49Cotransporter- bestehen alle aus 12 Transmembran-α-Helices (6 + 6)
- auch bei Eukaryonten weit verbreitet - 50ABC-Transporter- "ATP binding cassette"
- 3 Klassen: Importer, Exporter und Systeme mit anderen Funktionen - 51Importer (Vorkommen, Aufbau, Funktion)- meist bei Bakterien
- besteht aus zwei hydrophoben, kanal-bildenden Untereinheiten und zwei ATP-bindenden und -spaltenden hydrophilen Untereinheiten
- arbeiten mit Substratbindender Komponente zusammen, daher hohe Substrataffinität - 52Exporter (Funktion, Aufbau)- entfernen Giftstoffe
- Membran und ABC-Teil sind zu einem Protein verschmolzen - 53Systeme mit anderen Funktionen- z.B. zur DNA-Reperatur
- Membran-Domaine fehlt ganz, nur noch ABC-Domaine erhalten - 54CFTR-Protein- wichtiger ABC-Transporter für NaCl
- Mutation führt zur Cystischen Fibrose, Schleim in Lunge wird nicht mehr verflüssigt - 55Phosphotransferase- nur bei Prokaryoten
- Phosphatrest wird von PEP über die Proteine EI, HPr, EIIA auf das Multidomainenprotein EII, welches ihn auf das Substrat (meist Glucose) überträgt (phosphoryliert Zucker beim Transport) - 56Katabolitrepression- bei Phosphotransferase weist Dephosphoryliertes EIII auf vorhandene Glucose hin
- Gluconeogenese und Aufnahme von Lactose wird reprimiert - 57cAMP (3)- entsteht bei Vorhandensein von phosphoryliertem EIII bei Phosphotransferase-Vorgängen
- Botenstoff, der Hunger signalisiert
- aktiviert Induktion von Verwertungsprozessen - 58EII- Multidomaineprotein an der Membran bei Phosphotransferase-Vorgängen
- Untereinheiten der Membrandomaine bilden Transportporen die allein auch zur erleichterten Diffusion befähigt sind - 59Replikation (Def. + Steuerung)- Verdopplung der DNA
- wird vom Zellvolumen gesteuert - 60Segregation (Def. + Steuerung)- Teilung von DNA
- wird von der Länge der Zelle gesteuert (wie auch Zellteilung) - 61Zellteilung (Steuerung + Auswirkung)- wird von der Zelllänge gesteuert
- schnell wachsende E. colis sind dicker und enthalten mehrere Chromosomenkopien - 62FtsZ-Protein- leitet die Zellteilung durch Anlagerung an der Septationsstelle ein
- Anlagerung erfolgt erst wenn DNA durch Längenwachstum entfernt wurde
- bei Mutanten werden Minizellen ohne DNA-Gehalt abgeschnürt - 63SeptationsstelleStelle, an der die Abschnürung bei der Zellteilung erfolgt
- 64Minizellen, Entstehung?entstehen, wenn sich durch Mutationen die DNA durch Längenwachstum nicht von der Septationsstelle entfernen lässt
- 65DNA-GyraseEnzym, das beim Entwirren des DNA-Kneuls hilft
- 66Mitosebezeichnet sowohl einen Teilabschnitt des Zellzyklus als auch den gesamten eukaryontischen Zellzyklus
- 67Zellzyklus-Abschnitte (4)- G1-Phase
- S-Phase
- G2-Phase
- Mitose - 68haploid- einfacher Chromosomensatz, „n“ Chromosomen
- Übergang von haploider zu diploider Zelle nur durch Zellverschmelzung und Kernverschmelzung im Rahmen der sexuellen Vermehrung - 69diploid- doppelter Chromosomensatz, „2n“ Chromosomen
- Chromosomensätze sind nicht ident: einer vom Vater, einer von der Mutter - 70Meiose (Def. + Abfolge, Hefe?)- "Reduktionsteilung"
- Übergang von diploider Zelle in haploide Zellen
- zwei Zell- und Kernteilungen folgen ohne Replikationsphase aufeinander
- bei Hefe durch Hungerbedingungen induziert - 71Bäckerhefe (Saccharomyces cerevisiae)- Modellorganismus für Zellzyklusforschung
- kann sich haploid und diploid stabil vermehren
- setzt Glucose zu Ethanol und CO2 um
- Pathogene: Candida-Arten - 72Spalthefe (Schizosoccharomyces pombe)Modellorganismus für Zellzyklusforschung (gemeinsam mit Bäckerhefe)
- 73CDC-Mutanten"cell division cycle"-Mutanten
- 74permissive Bedingungen- Bedingungen unter denen normales Leben möglich ist
- ein konditioneller Mutant kann sich wie eine Wildtyp-Zelle verhalten, CDC-Mutant kann normal leben - 75restriktive Bedingungen- Bedingungen unter denen normales Leben eingeschränkt ist
- konditionelle Mutanten zeigen Mutantenphänotyp, CDC-Mutanten sterben
- z.B. erhöhte Temperatur - 76konditionelle Mutantenverhalten sich unter permissiven Bedingungen wie Wildtypzellen, zeigen bei restriktiven Bedingungen den Mutantenphänotyp (Tod)
- 77ts-Mutantentemperatursensitive Mutanten
- 78Replikaplattieren- zur Identifizierung von konditionellen Mutanten, wie z.B. CDC-Mutanten
- paralleles Stempeln auf restriktiv und permissiv kultivierte Platten - 79CDKs- Cyclin abhängige Kinsanen ("cyclin dependent kinases")
- sind die wichtigsten Regulatoren des Zellzyklus
- sind Proteinkinasen, die nur als Komplex mit Cyclin aktiv werden
- für die Aktivität als MPF (mitosis promoting factor) ist zusätzlich ein bestimmtes Phosphorylierungmuster erforderlich
- Phasenwechsel sollen auf einen Schlag aktiv werden, durch Rückkopplung: aktive CDKs bewirken Aktivierung inaktiver CDK/Cyclin-Komplexe, nach Überschreiten eines Schwellenwerts wird schnell maximale MPF-Aktivität erreicht - 80- CDC28 & CDC2- CDC28: Cyclin-abhängige Kinase der Bäckerhefe
- CDC2: Cyclin-abhängige Kinase der Spalthefe - 81MPF"mitosis promoting faktor", Wirkungsweise aktivierter CDKs
- 82Cycline- Proteine, deren Menge im Laufe des Zellzyklus zunimmt, und in bestimmter Zellzyklusphase abrupt verschwindet
- bewirken durch Rückkopplung ihr eigenes Verschwinden - 83Ubiquitin-Ligasen- werden vom Cyclin/CDK-Komplex aktiviert
- heften Ubiquitin (kleines Protein) an Cyclin-Proteine als Markierung zum Abbau durch Proteasom - 84Proteasomgroße, fassförmige Protease die Proteine verdaut
- 85Knospungkleine Tochterzelle wächst an Mutterzelle, Vermehrung bei Bäckerhefe
- 86Paarungstypen- treten im haploiden Zustand von Bäckerhefe auf
- MAT a und MAT α: produzieren Sexuallockstoffe (Pheromone) a-Faktor und α-Faktor - 87a-Faktor- von MAT a produziertes Pheromon
- im Cytosol synthetisiert und durch ABC-Transporter sekretiert - 88α-Faktor- von MAT α produziertes Pheromon
- aus Vorläuferprotein werden 4 α-Faktor-Kopien herausgeschnitten - 89Agglutininebinden zwei Zellen unterschiedlichen Paarungstyps aneinander
- 90Zygotezwei zu einer Zelle verschmolzene Zellen
- 91Paarung von Bäckerhefe- a-Faktor bzw. α-Faktor binden an Rezeptoren der Partnerzelle: Signalkette über G-Proteine und Kinasen bewirkt Umstellen der Zellen von Wachstum auf Paarung
- Anhalten des Zellzyklus vor START (Ende G1 Phase) durch Hemmung des START-CDK/Cyclin-Komplexes - 92homothallischStämme von Hefen, bei denen sexuelle Vermehrung aufgrund von Paarungstypwechsel im selben Mycel möglich ist (z.B. bei reinem a-Stamm)
- 93heterothallischverschiedene Mycelien sind für sexuelle Vorgänge nötig: bei Mutation des HO-Gens
- 94HO-Gen- ermöglicht Paarungstypwechsel
- codiert für Nuclease die bei Hefe-DNA Paarungstypgen durchschneidet und bei Reperatur Paarungstypgene des andern Typs einsetzt - 95Paarungstypwechsel- durch HO-Gen ermöglicht
- Wechsel findet nur jede zweite Generation statt - 96Sporulation bei Hefe- Meiose bei Hefe, durch Hungerbedingungen induziert
- Bildung von vier Sporen innerhalb der Mutterzelle (Ascus) - 97Tetradedie vier Sporen eines Ascus
- 98AscusHefe-Mutterzelle mit vier Sporen in sich
- 99AscomycetenSchlauchpilze, die bei der geschlechtlichen Fortpflanzung den Ascus bilden
- 100Segregantenentstehenden Kolonien eines Ascus
- 101Tetradensegregation- Sporen eines Ascus werden kultiviert: der Effekt von Mutationen des heterozygot Diploiden lässt sich nach seiner Meiose anhand der Kolonien der Sporen-Tetraden erkennen
- 102antibakterielle Chemotherapiegegen Erreger gerichtete Behandlung von Infektionen
- 103selektive Toxizität v. ABantibakterielle Substanzen sollen Bakterie töten oder im Wachstum stoppen, den Patienten aber möglichst wenig schädigen
- 104Streptomyceten- wichtiger Antibiotika-Produzent
- im Boden lebende Bakterien
- schützen durch Antibiotika ihre Sporen - 105Breitband-AB vs. Schmalspektrum-AB- Breitband-AB: wirkt auf breite Vielfalt von Mikroorganismen
- Schmalspektrum-AB: schmales Wirkungsspektrum, nur wenige oder eine Art werden geschädigt - 106Wirkungsart von AB- bakterizid: Antibiotika tötet MO
- bakteriostatisch: Antibiotika hemmt die Vermehrung eines MO, Immunsystem kann Infektion selbst stoppen - 107AB-Nebenwirkungen- Ursache toxische Wirkung des Antibiotikums: Nierenschäden
- Allergische Reaktionen
- biologische Nebenwirkungen, Symbionten in Darmflora werden vernichtet - 108Resistenzen gegen AB (3)- erworben: Resistenz durch genetische Veränderungen
- natürlich: Resistenz von vornherein
- übertragbar: Resistenz liegt auf Plasmid, kann leicht auf andere MO übertragen werden - 109multiresistente Problemkeime- hoher Selektionsdruck sorgt für schnelle Ausbreitung erworbener Resistenzen
- oft in Krankenhäusern (regelmäßiger AB-Einsatz)
- unkritischer Einsatz in Tierzucht hat zu vielen resistenten Stämmen geführt - 110Resistenzmechanismen (4)- inaktivierende Enzyme
- Wirkortresistenz
- Verhinderung des Eintransports des AB
- Beschleunigung des Austransports des AB (b. d. ABC-Transporter, bewirkt oft Multiresistenzen) - 111inaktivierende Enzymemachen AB unwirksam, z.B. β-Lactamasen spalten den β-Lactamring von Penicillin
- 112Wirkortresistenz- Veränderung des Wirkorts so dass dieses AB nicht mehr angreifen kann oder Bildung einer resistenten Wirkortform
- 113Angriffsort Zellwand (3)- β-Lactamantibiotika: Penicilline, Cephalosporine
- Vancomycin
- Bacitracin - 114β-Lactamantibiotika (3)- hemmen die Transpeptidase bei der Mureinbiosynthese (wirken nur gegen wachsende Zellen)
- bakterizide Wirkung
- Penicilline & Cephalosporine: produziert von den Schimmelpilzen Penicillium und Cephalosporium - 115Vancomycin (3)- Glycopeptid-AB
- hemmt Aufbau der Bakterienzellwand
- produziert von Streptomyceten - 116Bacitracin (3)- Polypeptid-AB
- hemmt Zellwandsynthese
- produziert von Bacillus subtilis - 117Angriffsort Replikation- 4-Chinolone, z.B. Nalidixinsäure
- hemmen Enzyme (DNA-Gyrasen/DNA-Topoisomerasen) daran die DNA-Stränge nach der Replikation zu entknoten, hemmen dadurch die Replikation der DNA
- Zelltod beim Versuch der Reperatur - 118Angriffsort Transkription- Ansamycine (z.B. Rifampicin) hemmen die DNA-abhängige RNA-Polymerase und verhindern so die Transkription
- 119Rifampicin- AB der Klasse der Ansamycine
- hemmt Transkription
- produziert von Streptomyceten - 120Angriffsort Translation (6)- Macrolidantibiotika (z.B. Erythromycin)
- Aminoglycosidantibiotika (z.B. Streptomycin, Neomycin)
- Tetracycline
- Chloramphenicol
- Fusidinsäure
- Cycloheximid wirkt gegen 80S-Ribosomen, Mitochondrien können geschädigt werden - 121Macrolidantibiotika- hemmen die Translation durch Bindung an 50S-Untereinheiten
- z.B. Erythromycin - 122Aminoglycosid-AB- hemmen die Translation durch Bindung an 30S-Untereinheit
- z.B. Streptomycin, Neomycin - 123AB, die durch Bindung an Ribosomen-Untereinheiten Translation hemmen- alle produziert von Streptomyceten
- Erythromycin (Macrolid-AB)
- Streptomycin
- Neomycin - 124Tetracycline- AB, dass Translation hemmt
- Wirkungsart: RNAs können nicht an Ribosomen binden
- produziert von Streptomyceten - 125Chloramphenicol- AB, das Translation hemmt
- produziert von Streptomyceten - 126FusidinsäureAB, das Translation hemmt indem es Proteinelongation hemmt
- 127Cycloheximid- AB, das 80S-Ribosomen angreift und Proteinbiosynthese hemmt, für Menschen hochgiftig
- nicht in Medizin eingesetzt, aber in der biologischen Forschung - 128Angriffsort Cytoplasmamembran- Polymyxine (durchlöchern Membranen)
- seltene Resistenz und hohe Toxizität auch bei Eukaryonten - 129Angriffsort Folsäurebiosynthese (2)- Sulfonamide
- Trimethoprim
- Folsäure ist essenzielles Coenzym: von Bakterien selbst synthetisiert (vom Menschen als Vitamin aufgenommen) - 130Antimykotika (3)- Antibiotika mit Wirkung gegen Pilze
- Polyen-AB: schädigen Zellmembran
- Nikkomycin: hemmt die Chitinsynthese - 131Linnäus- Begründer des Systematik: Einteilung der Lebewesen in hierarchisch gestaffelte Gruppen
- 132natürliches KlassifizierungssystemSortieren von Lebewesen nach biologischen Zusammenhängen
- 133künstliches KlassifizierungssystemSortieren von Lebewesen z.B. alphabetisch nach Namen oder nach Größe
- 134phylogenetische Verwandtschaft- Leitkriterium für die Systematik
- zieht evolutionären Abstand von Lebewesen als Maß heran durch Vergleich von rRNA bzw. DNA-Sequenzen - 135Spezies- (Syn. Art) Organismen gehören zur selben Art, wenn sie in vielen Merkmalen übereinstimmen und sich von verwandten Arten in vielen unabhängigen Eigenschaften unterscheiden
- Organismen mit sexueller Vermehrung gehören zur selben Art, wenn die Mitglieder miteinander kreuzbar sind (Ausnahmen: Esel/Pferd; Löwe/Tiger; Hund/Wolf) - 136Hierarchie der Systematik (8)- Art
- Gattung
- Stamm
- Familie
- Ordnung
- Klasse
- Abteilung
- Reich - 137binäre NomenklaturBezeichnung von Organismen mit „Gattung art“, z.B. Escherichia coli oder Homo sapiens
- 138numerische TaxonomieGruppierung von Bakterien aufgrund der Anzahl ähnlicher gemessener Eigenschaften (wie z.B. Gramfärbung, Form, Stoffwechselbesonderheiten…)
- 139Carl WoeseBegründer der auf evolutionärer Entwicklung beruhenden Systematik: rRNA-Vergleiche
- 140phylogenetischer VerwandtschaftsbaumDendrogramm das alle Organismen phylogenetisch geordnet zusammenfasst
- 141horizontaler Gentransfer- Übertragung von Genen außerhalb der geschlechtlichen Fortpflanzung (z.B. von Eukaryonten auf Bakterien)
- kann durch Sequenzierung des Gesamtgenoms aufgeklärt werden - 142PCRPolymerase-Kettenreaktion, Vermehrung von Genabschnitten u.a. zur Identifizierung von MO
- 143grampositive BakterienUnterscheidung in niedriger & hoher G+C-Gehalt
- 144gram+, niedriger C+G-Gehalt (6)- Stamm: Firmicutes
- Bacillen
- Clostridien
- Mycoplasmen
- Milchsäurebakterien
- Staphylococcen
- Sarcinen - 145Bacillen (Eigenschaften 2, Bsp. 2)- aerobe, gram+, niedriger G+C
- bilden Endosporen
- B. anthracis (Milzbrand)
- B. thuringensis (bildet Proteinkristall mit Insektentoxin) - 146Clostridien (Eigenschaften 2, Bsp. 2)- strikt anaerob, gram+, niedriger G+C
- bilden Endosporen
- C. tetani (Tetanus)
- C. botulinus (Lebensmittelvergiftung) - 147Mycoplasmen (4)- gram+, niedriger G+C-Gehalt
- keine Zellwand (verhalten sich gramnegativ)
- keine Endosporen
- viele Pathogene - 148Milchsäurebakterien (6)- aerotolerante, gram+, niedriger G+C-Gehalt
- produzieren Milchsäure
- können keine Atmungskette (kein Porphyrin, keine Cytochrome) und keine Katalase bilden, gären auch an Luft
- kommen als Kokken und Stäbchen vor
- offt komplexe Medienanforderungen
- wichtig für Lebensmittelindustrie - 149homofermentative Milchsäurebakterien (3)- produzieren nur Milchsäure
- Pediococcus
- Streptococcus
- Lactococcus - 150Pediococcus (2)- homofermentative Milchsäurebakterien
- Kokken wachsen in Tetraden - 151Streptococcus (2 + 3 Bsp.)- homofermentative Milchsäurebakterien
- Kokken wachsen in Ketten
- S. pneumoniae (Lungenentzündung)
- S. pyrogenes (Scharlach)
- S. mutans (Karies) - 152heterofermentative Milchsäurebakterien (3)- können neben Milchsäure auch Ethanol und CO2 produzieren
- Leuconostoc
- Lactobacillus - 153Leuconostoc- heterofermentative Milchsäurebakterien
- Kokken wachsen in Ketten - 154Lactobacillus- MSB die homo & heterofermentativ gären
- Stäbchen wachsen in Ketten - 155Staphylococcen (4)- gram+, niedriger G+C-Gehalt
- nahe verwandt mit Milchsäurebakterien
- können auch durch Zellatmung Energie gewinnen
- sind Parasiten und Infektionserreger - 156Sarcinen (2)- Kokken, die zu Paketen aus 8 Zellen heranwachsen
- sehr säuretolerant - 157grampositive mit hohem G+C-Gehalt (5)- gestreckte Form: Stäbchen, Keulen, mycelartige Filamentfäden
- Actinomyceten
- Propionibakterien
- Mycobakterien
- Streptomyceten - 158Actinomyceten (3)- gram+, hoher G+C-Gehalt
- einzigen Bakterien die als Mycel wachsen können
- Untergruppen: Coryneforme Bakterien, Propionsäurebakterien. Mycobakterien, Nocardien, Streptomyceten - 159Coryneforme Bakterien (3)- keulenförmige, gram+ Bakterien, hoher G+C-Gehalt
- Corynebacterium diphteriae (Diphterie)
- Arthrobacter (Schnappen, sehr variable Zellform) - 160"Schnappen"Aufreißen der Zellwand bei Arthrobacter und Bilden einer V-Form
- 161Propionibakterien- gram+, hoher G+C-Gehalt
- produzieren CO2: machen Löcher in Emmentaler Käse
- bilden Propionsäure - 162Mycobakterien- gram+, hoher G+C-Gehalt
- umhüllt von „säurefester“ Wachsschicht aus Mycolsäuren; Pathogene:
- M. tuberculosis (Tuberkulose)
- M. leprae (Lepra) - 163Streptomyceten- gram+, hoher G+C-Gehalt
- wachsen als sehr lange Filamente: Mycel
- am Luftmycel werden Sporophoren mit Conidiosporen gebildet - 164Sporophoreneine sporentragende Struktur
- 165Conidiosporen- oft pigmentierte Sporen
- keine Dauerformen
- werden am Luftmycel gebildet - 166gramnegative Bakterien (5)- Proteobakterien
- Spirochaeten
- Cyanobakterien
- Grüne Bakterien
- Chlamydiae - 167Proteobakterien (7)- größte und vielfältigste Gruppe der Bakterien
- Mitochondrien waren einst Proteobakterien
- Urform war photosynthetisch, Eigenschaft ging in mehreren Untergruppen verloren
- Purpurbakterien
- Lithotrophe Bakterien
- Agrobakterien
- Rikettsien
- Rhizobien
- Enterobakterien
- Bdellovibrio - 168Purpurbakterien- photosynthetische Proteobakterien
- anaerob, gramnegativ
- fixieren CO2 im Calvin-Cyclus
- können im Dunkeln chemoheterotroph leben
- 2 Gruppen: Nichtschwefel-Purpurbakterien; Schwefel-Purpurbakterien - 169chemoheterotrophheterotropher Organismus der auch organische Moleküle zur Energiegewinnung oxidieren kann
- 170Calvin-Zyklus- Bildung von Zucker aus CO2 mit ATP und NADPH
- Vorgang in Purpurbakterien und bei Photosynthese - 171Nichtschwefel-Purpurbakterien- Proteobakterien, gramnegativ
- H2S-empfindlich
- photoheterotroph, in Anwesenheit von H2 photoautotroph
- z.B. Rhodospirillum - 172Schwefel-Purpurbakterien- Proteobakterien, gramnegativ
- photoautotroph: wandeln H2S in Schwefel um
- z.B. Thiospirillum - 173Photosynthese bei Purpurbakterien- anoxygene Photosynthese (keine Sauerstoffbildung)
- nur ein Photosystem: Komponenten der Photosynthese liegen in der Cytoplasmamembran in Einfaltungen (Lamellen & Vesikel) - 174Litotrophe Bakterien- gewinnen Energie ausschließlich aus anorganischen Substanzen
- z.B. Nitrifizierer; Schwefeloxidierer; Wasserstoffoxidierer - 175Ammoniak-Oxidierer- gramnegative nitrifizierende lithotrophe Bakterien
- Energie durch Nitrifizierung
- scheiden Nitrit aus
- besitzen auffälliges inneres Membransystem
- leben in Erde oder Wasser
- z.B.: Nitrobacter - 176NitrifizierungAmmoniak zu Nitrat, Stickstoffauswaschung aus dem Boden verringert Düngewirkung, benötigt Sauerstoff
- 177Schwefeloxidierer- gramnegative lithotrophe Bakterien
- oxidieren Sulfid (H2S) zu Schwefel und weiter zu Sulfat
- Eisenoxidierer: oxideren Fe2+ zu Fe3+, können aber auch Sulfid oxidieren,werden in Erzlaugung eingesetzt - 178Wasserstoffoxidierer- "Knallgasbakterien", gramnegative, lithotrophe Bakterien
- oxidieren Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser mithilfe von Hydrogenasen
- sind fakultativ lithotroph: können auch mit organischen Substanzen wachsen - 179Agrobakterien- α-Proteobakterien
- begeißelte gramnegative Stäbchen
- z.B.: Agrobacterium tumefaciens - 180Agrobacterium tumefaciens- gramnegative Agrobakterien
- verursachen Tumore bei Pflanzen: Eindringen über Wunde, transferieren T-DNA in Zellkern der Pflanze, diese programmiert Zelle um, Produktion von Opinen die den Bakterien als Nahrung dient - 181Ti-Plasmid- Plasmid in Agrobacterium tumefaciensis: enthält T-DNA zur Tumorbildung bei Pflanzen
- dient als Vektor in Gentechnik - 182Rikettsien- gramnegative Proteobakterien, eng mit Agrobakterien verwandt
- befallen Warmblüterzellen
- Energieparasiten, können aber auch selbst Zellatmung durchführen
- Krankheiten: Q-Fieber, Rocky Mountain spotted fever - 183Rhizobien- "Knöllchenbakterien"; Proteobakterien
- fixieren Luftstickstoff mittels Nitrogenase
- leben in Symbiose mit Leguminosen: besiedeln Wurzeln, verursachen Knöllchenbildung: B. werden mit Nahrung versorgt, versorgen Pflanze mit Stickstoffverbindungen - 184Nitrogenase- Enzym zur Luftstickstofffixierung in Rhizobien
- extrem sauerstoffempfindlich: Leghämoglobin fängt Sauerstoff ab - 185Lebhämoglobin- Protein in den Knöllchen von mit Knöllchenbakterien „befallenen“ Pflanzen
- schützt Nitrogenase vor Sauerstoff - 186Enterobakterien (4)- bewegliche stäbchenförmige Proteobakterien (gramnegativ)
- Pathogenität beruht oft auf Plasmiden: plasmidfreie Stämme sind harmlos
- Escherichia
- Shigellen
- Salmonellen
- Yersinia - 187Escherichia- gramnegative Enterobakterien
- Darmbewohner: produziert wichtige Vitamine
- wichtig in Gentechnik
- Pathogene verursachen Diarrhoe und Urogenitalinfektionen - 188Shigellen- gramnegative Enterobakterien
- nah verwandt mit E. coli
- pathogen: verursacht Ruhr (Darmerkrankung) - 189Salmonella- gramnegative Enterobakterien
- viele Pathogene: Erreger von Typhus & Paratyphus - 190Yersinia- gramnegative Enterobakterien
- Pesterreger (Y. pestis) - 191Bdevllovibrio- bei Bakterien parasitierendes Proteobakterium mit dicker Geißel
- nistet sich im Periplasma ein und lysiert bei Teilung die Wirtszelle
- lässt sich durch Plaquebildung auf einem Bakterienrasen nachweisen - 192Spirochaeten- Korkenzieherform: Endoflagellen im Periplasma
- bewegungsfähig in zähen Medien, leben in Gewässern und im Magen-Darm-Trakt von Warmblütlern und Insekten
- kleine Spirochaeten passen durch Bakterienfilter
- pathogene Erreger: T. pallidum (Syphilis), Borellia, Leptospira
- keine P.: Cristispira, Spirochaeta - 193Cyanobakterien- gramnegative Bakterien
- führen oxygene Photosynthese durch: Sauerstoffbildung
- 2 Photosysteme: Photosystem II (O2 entsteht) und Photosystem I (NADPH wird gebildet)
- Chlorophyll a ist enthalten
- Chloroplasten der Pflanzen stammen von Cyanobakterien ab
- können häufig Luftstickstoff fixieren - 194Thylakoideintrazelluläre Membranlamellen in Cyanobakterien an denen der photosynthetische Apparat liegt, auf Außenseite liegen Phycobilisomen
- 195Phycobilisomen- liegen an Außenseite der Thylakoiden
- dienen als Antennen für Licht: leiten Licht an Photosystem II mittels Farbstoffen weiter (Phycocyanobilin und Phycoerythrobilin), die in prosthetische Gruppen in Proteine eingebaut sind - 196Phycocyanobilin, Phycoerythrobilin- Farbstoffe zur Weiterleitung von Licht in den Phycobilisomen
- -erythro: rot / -cyano: blau
- ähnlich dem Gallenfarbstoff
- als prosthetische Gruppe in Proteine eingebaut - 197prosthetische Gruppe- an ein Protein gebundene Nicht-Eiweis-Komponente mit katalytischer Wirkung, z.B. das Häm im Hämoglobin, Farbstoffe Phycocyanobilin und Phycoerythrobilin zur Lichtweiterleitung in Phycobilisomen
- 198FlechtenSymbiose von Cyanobakterien und Pilzen
- 199Stickstoff-Fixierung- Umwandlung von Luftstickstoff in Ammoniak
- Nitrogenase (sehr sauerstoffempfindlich) als Schlüsselenzym: oxygene Cyanobakterien müssen Sauerstoffproduktion und Stickstofffixierung trennen - 200Heterocysten- spezielle Cyanobakterien-Zellen mit dicker Zellwand
- Photosystem II fehlt: keine O2-Produktion
- gebildet weil oxygene Gyanobakterien O2-Produktion & N2-Fixierung voneinander trennen müssen
- Heterocysten liefern Stickstoff, werden von Nachbarzellen mit Kohlenstoff-Verbindungen versorgt
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- Flashcards on Molekularbiologie Begriffe & Definitionen 2, created by paul.kronsteiner on 03/02/2016.
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