Flashcards
Theorien in Schlagworten & Sozialstrukturanalyse
Cards in this deck (36)
- 1James Coleman (11)Asymmetrische Gesellschaft
Asymmetrische Beziehungen
Formale Organisationen
Freisetzung von Personen
Individuen
Individualisierung
Korporative Akteure alter Art
Korporative Akteuere neuer Art
Nutzenerwägungen (Rational Choice)
Organisationsgesellschaft
Ressourcenzusammenlegung - 2Wilhelm Heitmeyer (12)Anomie (nach Durkheim)
Anomie (nach Merton)
Arbeiternationalismus
Desintegrationsphänomene
(Inkonsistenz, Ungleichzeitigk., Asymmetrie)
Funktional-differenzierte Gesellschaft
Funktionale Teilsysteme
(Wirtschaft und Politik)
Krisenlagen
(Strukturkrise, Regulationskrise, Kohäsionskrise)
Individualisierung
Lebenswelt (Habermas)
Pluralisierung von Werten
Verunsicherung
Wohlstandschauvinist. Isolationismus - 3Ulrich Beck (16)Bastelbiographie
Differenzierung (der Gesellschaft)
Entdifferenzierung (der Subsysteme)
Entstrukturierung
Fahrstuhleffekt
Freisetzung (3 Dimensionen)
Individualisierung
Institutionalisierte Nichtzuständigkeit
Moderne, Erste
Moderne, Zweite
Modernisierung, Einfache
Modernisierung, Reflexive
(1. Stufe und 2. Stufe)
Modernisierungsrisiken
Nebenfolgen
Reichtumsproduktion
Risikoproduktion - 4Ralf Dahrendorf (16)Anrechte
Angebote
Bürgergesellschaft
Gruppen, fordernd
Gruppen, saturiert
Konflikte
Lebenschancen
Ligaturen
Mehrheitsgesellschaft
Mehrheitsklasse
Moderner sozialer Konflikt
Neue Barrieren
Optionen
Unterklasse
Schwelle, Erste
Schwelle, Zweite - 5Theodor GeigerDominantes Schichtungsprinzip
Mentalitäten (Haltungen)
Schichtbegriff, objektiv
Schichtbegriff, subjektiv
Soziale Lage
Soziale Schichtung (5 Schichten)
Status - 6Pierre Bourdieu Sozialer Raum (11)Distinktion
Habitus
Kapital
(ökonomisch, kulturell, sozial, symbolisch)
Kapitalstruktur
Kapitalvolumen
Lebensstil
Praxisebene
Soziale Felder
Soziale Klassen
(Oberklasse, Mittelklasse, Unterklasse)
Soziale Position
Strukturebene - 7Soziale Ungleichheit (nach Rössel) ist......die sozial erzeugte Verteilung von Handlungsressourcen und -restriktionen in der Bevölkerung der untersuchten Einheit.
- 8Warum nutzt Rössel den Begriff "sozial erzeugt" (Ungleichheit)?Beschränkung der Ungleichheit auf Faktoren, die eine soziale Ursache haben (keine natürlichen oder biologischen Ursachen).
- 9Soziale Ungleichheit (nach Hradil) ist......wenn Menschen aufgrund ihrer Stellung in sozialen Beziehungsgfügen von den wertvollen Gütern einer Gesellschaft regelmäßig mehr als andere erhalten.
- 10Was untersucht die Soziologie?Kollektives, aggregiertes soziales Handeln und die Folgen.
- 11Was ist das zentrale Theoriestück der Soziologie?Handlungstheorie
- 12Auf welche beiden Handlungstheorien bezieht sich die Soziologie hauptsächlich? Welcher Aspekt ist dabei (nach Rössel) aber noch nicht berücksichtigt?"HOMO OECONOMICUS"
(Rational Choice Theorie; Menschliches Verhalten ist zielgerichtet und wird von Nutzenmaximierung geleitet; in der Zielverfolgung unterliegen Menschen Restriktionen)
"HOMO SOCIOLOGICUS"
(Akteure orientieren sich in ihrem Handeln an sozialen Normen, kulturellen Werten und Erwartungen; Handlungsmittel und Handlungsbedingungen strukturieren jede Situation)
Es fehlt der Aspekt, dass der Mensch immer mit Anderen handelt und sich an ihnen orientiert (Handlungspartner). - 13Welches sind die vier Determinanten sozialen Handelns nach Rössel?Handlungsziele
Handlungsrestriktionen
Handlungsressourcen
Handlungspartner - 14Was sind Handlungsressourcen (und Beispiele)?- zur Verfügung stehende HANDLUNGSMITTEL
- Fähigkeiten / Gegenstände, mit deren Hilfe man ein Ziel zu erreichen versucht
- über Einsatz entscheidet man selbst
- Beispiel: Geld - 15Was sind Handlungsrestriktionen (und Beispiele)?- externe soziale und materielle HANDLUNGSBEDINGUNGEN einer Situation
- nicht veränderbar
- begrenzen die Handlungswahl
- Beispiel: Preis einer Ware - 16Was ist soziales Handeln (nach Max Weber)?Soziales Handeln ist der Gegenstand, den die Soziologie deutend verstehen und ursächlich erklären will.
Soziales Handeln ist Handeln, welches seinem Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen wird und daran in seinem Ablauf orientiert ist. - 17Was versteht Rössel unter Sozialstruktur?Sozialstruktur ist die Verteilung der vier zentralen Handlungsdeterminanten auf die Bevölkerung der zu untersuchenden Einheit.
- 18Auf welche Form der Sozialstrukturanalyse fokussieren die Handlungsressourcen und -restriktionen?Ungleichheitsforschung
- 19Auf welche Form der Sozialstrukturanalyse fokussieren die Handlungsziele?Lebensstilforschung
- 20Auf welche Form der Sozialstrukturanalyse fokussieren die Handlungpartner?Milieuanalyse
- 21Definiere Ressourcen (nach Korpi).Ressourcen = Jede Fähigkeit und jeder Gegenstand unter der Kontrolle des Akteurs, die ihm das Erreichen seiner Ziele ermöglicht.
- 22Wozu dienen Ressourcen?- dem individuellen Konsum
- der Befriedigung von Bedürfnissen
- als Belohnung / Bestrafung anderer Akteure in Interaktionssituationen - 23Nenne Beispiele von Ressourcen.Geld, Wissen, Körperkraft, Schnelligkeit...
- 24Was ist die Bedeutung von Ressource als Handlungsmittel?Ressourcen ermöglichen einem Akteur in der Interaktion mit Anderen seine Ziele zu erreichen.
- 25Nenne Ressourcen mit einem großen Anwedungsbereich (d.h. es können viele Akteure damit belohnt oder bestraft werden).GELD
(Einkommen, Vermögen)
WISSEN
(Erfahrungswissen oder institutionell erworben) - 26In welchen gesellschaftlichen Feldern wird die Ressource Geld erworben / verteilt?Arbeitsmärkte
(selbständig + unselbständig)
Andere wirtschaftliche Märkte
(Vermögenseinkünfte, Versicherungen...)
Wohlfahrtsstaat
(Renten, ALG...) - 27Allokation von Ressourcen: In welchen gesellschaftlichen Feldern wird die Ressource Wissen (kulturelles Kapital) erworben / verteilt?Bildungssystem
Elterlicher Haushalt
Peer-Group
Arbeitsplatz - 28Geld und Wissen sind Ressourcen, die in einer Bevölkerung (ungleich) verteilt sind. Es sind distributive Merkmale also Dimensionen von Ungleichheit! Welche beiden Dimensionen könnte es noch geben? Sind es wirklich distributive Merkmale?Macht
Prestige
Basieren zwar auf Ressourcenverteilung, sind aber keine distributiven Merkmale, sondern nur Merkmale der Beziehungen zwischen Akteuren (relational).
Macht und Prestige sind also nicht Bestandteile sozialer Ungleichheit, sondern Folgen.
Macht und Prestige sind keine Ressource zur Definition sozialer Ungleichheit. Aber sie sind zentral, um das Verhalten von Akteuren in Interaktionen zu analysieren. - 29Was ist Prestige (im Rahmen der Sozialstrukturanalyase)?- Wertschätzung und Anerkennung
- Merkmal einer Beziehung
(eine Person wird bewertet / geschätzt, die andere Person bringt diese Bewertung / Wertschätzung entgegen)
- ähnelt Bourdieus "symbolischem Kapitel"
- korreliert häufig mit sozioökonomischem Status - 30Was ist Macht (nach Max Weber)?"Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht."
- 31Was ist Macht (Stichpunkte)?- ein von der Verteilung der Ressourcen abgeleitetes Phänomen
- ein relationales Merkmal - 32Worauf beruht Macht von Personen in sozialen Beziehungen?Auf der jeweils relativen Ausstattung mit Ressourcen, die diese Personen in der Interaktion für die Belohnung oder Bestrafung des Partners einsetzen können.
- 33Definiere Restriktionen (nach Diekmann / Voss).Eine Restriktion ist jedes soziale und materielle Phänomen, das den Handlungsspielraum der Akteure einschränkt und nicht unter ihrer Kontrolle steht.
- 34Welche Art können diese Einschränkungen durch Restriktionen sein?ökonomisch
natürlich
technisch
sozial - 35Nenne ein Beispiel für eine Handlungsrestriktion. Ist diese für alle gleich?Preis einer Ware (zB für ein Auto).
Im Prinzip sind Handlungsrestriktionen für alle gleich. Aber: Wirkung von Handlungsrestriktionen ist von der Ressourcenausstattung abhängig (für den einen ist der Preis für ein neues Auto ein Klacks, für den anderen nie erschwinglich). - 36Inwiefern sind Handlungsrestriktionen in Raum und Zeit variabel?Handlungsrestriktionen können sich mit dem Wohnort verändern (zB Immobilienpreise, Anzahl an Schulen in der Nähe).
Handlungsrestriktionen können sich mit der Zeit verändern (als Student bettelarm, später reicher Manager).