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Flashcards

Lungenembolie

Mitra Shadloo B2 Modulprüfung German 4.0Average rating 4.0 out of 5 (1 rating) 30 cards

Lungenembolie

Cards in this deck (30)

  1. 1Embolie DefinitionVerschleppung korpuskulärer Elemente innerhalb der Blutbahn, die man Embolus nennt. Am häufigsten thrombotisches Material = Thrombembolie.
  2. 2Thromben aus dem venösen und dem arteriellen System Wohin gelangen sie und was verursachen sie?Aus venösem System => kleiner Kreislauf => Lungenembolie. Selten in großen Kreislauf bei offenem Foramen ovale. Aus arteriellen System => großer Kreislauf => arterielle Embolie => Schlaganfall, Niereninfarkt, Milzinfarkt, Mesenterialinfarkt, Extermitäten.
  3. 3Lungenembolie DefinitionVerschluss einer Lungenarterie durch Einschwemmen eines venösen Embolus (= abgelöster Thrombus). In > 90 % kommt Embolus aus Einzugsbereich V. cava inf = TVT, o. aus Beckenraum.
  4. 4Welche Voraussetzungen braucht eine Lungenembolie?1. Vorhandensein einer tiefen Venenthrombose 2. Embolisation des Thrombus in der Lunge
  5. 5Was sind typische Auslöser einer Lungenembolie?Morgendliches Aufstehen, pressorische Akte (Defäkation), plötzliche körperliche Anstrengung.
  6. 6Pathophysiologie Erste PhaseEmbolus führt zum Verschluss einer Lungen-arterie=> plötzlicher Anstieg Lungengefäß-widerstand (Nachlast)=> Abfall HZV & Hypo-tonie & rechtsventrikuläre Druckbelastung (akutes Cor pulmonale)
  7. 7Zweite PhaseErhöhung des funktionellen Totraums => Ventilation ohne Perfusion => arterielle Hypoxämie mit Myokardischämie
  8. 8Dritte PhaseVorwärtsversagen (HZV sinkt ab!) => Kreislaufschock (RR sinkt ab & Puls steigt an)
    Rechtsventrikuläre Druckbelastung und Myokardischämie können zur Rechtsherzdekompensation führen.
  9. 9Akut einsetzenden SymptomeHaben einzeln nur niedrige Spezifität! Dyspnoe (80 %), Tachypnoe (70 %), Tachykardie (30 %). Thoraxschmerzen (60 %)
    Husten (20 %) und Hämoptysen (10 %)
    Synkope/Schock (15%)
  10. 10Rezidivierende Lungenembolie Was sind typische Symptome?Schwindelanfälle, kurzfristige Synkopen, unklares Fieber, Tachykardie
  11. 11Labor D-DimereD-Dimere: finden sich bei frischer TVT und Lungenembolie als Folge einer körpereigenen Spontanfibrinolyse. Auch bei Traumen, OP's, Aortendissektion, Pneumonie, Schwangerschaft uvm.
    Negative D-Dimere schließen Lungenembolie mit großer Wahrscheinlichkeit aus!
  12. 12Labor Tropinin T/I und BNPNegativer Tropinin-Test und normale BNP-Werte sprechen für leichten Verlauf einer Lungenembolie und schließen schweren Verlauf meist aus, besonders, wenn Echokardiographie keine rechtsventrikuläre Dysfunktion zeigt.
  13. 13Risikofaktoren der Lungenembolie1) Immobilisierung (Bettruhe, längere Flugreisen)
    2) Traumen (bes. an Beinen oder am Becken)
    3) Operationen der unteren Extremitäten
    4) länger dauernde Operationen in Allgemeinnarkose
  14. 14Vorbelastungen und genetische Faktoren1) frühere Lungenembolien oder tiefe Beinvenenthrombose
    2) höheres Lebensalter
    3) Verminderung von AT III, Protein C, Protein S, APC-Resistenz (FaktorV-Leiden-Mutation)
    4) maligne Tumoren, Schlaganfall, Herzinsuffizienz
  15. 15Was sind besonders Risikofaktoren für Frauen?1) Adipositas
    2) Schwangerschaft, Wochenbett
    3) Behandlung mit oralen Kontrazeptiva, Östrogene
    4) Zigarettenrauchen (>25/d)
  16. 16Diagnostik Körperliche Untersuchung und Blutgasanalyse1) körperlichen Untersuchung: gestaute Halsvenen und ggf. die unter „Klinik“ aufgeführten Symptome. Auskultation ist unauffällig. 2) Blutgasanalyse zeigt eine Hypokapnie mit Hypoxämie
    (PaO2 ↓, PaCO2 ↓).
  17. 17EKGIm EKG können Zeichen der akuten Rechtsherzbelastung zu erkennen sein: ein Rechtstyp, die SI/QIII-Konfiguration, ein P-pulmonale, T-Negativierungen in V1-3 und/oder ein Rechtsschenkelblock vorliegen. Die Sensitivität und Spezifität sind hierbei jedoch gering.
  18. 18P-pulmonale bzw. P-dextroatrialeUnter der P-dextroatriale versteht man eine Erhöhung der P-Welle im EKG auf ≥ 0,2 mV als Zeichen einer Druck- bzw. Volumenbelastung des rechten Vorhofs, zum Beispiel bei einer Trikuspidalstenose, einem Cor pulmonale oder auch im Verlauf einer Pulmonalstenose.
  19. 19EchokardiografieDeutlich sensitiver. Hier sind ggf. zu erkennen: Dilatation des r. Ventrikels, paradoxe Septumbewegung, Trikuspidal-insuffizienz (Abschätzung des syst. pulmonalarteriellen Druckes), fehlender Kollaps der V. cava inferior o. direkter Nachweis von Emboli.
  20. 20thorakale Angio-CTWertvolle Hilfe bei der Sichtbarmachung der Emboli.
    Pulmonalisangiografien sind kaum noch erforderlich.
    Die Ventilations-Perfusions-Szintigrafie hat ihre Bedeutung eher beim Ausschluss von Lungenembolien.
  21. 21Initiale RisikostratifizierungBei klinischem Verdacht auf akute LE – Schocks o. persistierenden arteriellen Hypotension bestätigt/ausschließen!Initiale Risikostratifizierung
  22. 22Weitere Diagnostik Bei normotensiven PatientenKlinische Wahrscheinlichkeit bestimmen! Mit Wells-Score. Diagnostische Sicherheit hat absolute Priorität
  23. 23AlgorithmusAlgorithmus
  24. 24Weitere Diagnostik Bei hämodynamisch instabilen PatientenMit Verdacht auf Hochrisiko-LE = medizinischer Notfall. CT Pulmonalisangio-graphie (CTPA) o. alternativ Herzecho ist in der Lage, eine „schwere“ (Hochrisiko-) LE prompt nachzuweisen und damit die Indikation zur sofortigen Therapie (Thrombo lyse/Embolektomie) zu stellen.
  25. 25AlgorithmusAlgorithmus
  26. 26Therapie Notfalltherapie bei akuter LEHalbsitzende Lagerung & vorsichtiger Transport. Sedierung (vorsichtig Atemdepression!). O2-Nasensonde & Puls- oxymeter. ZVK legen. Bolusgabe Heparin i. v. Evtl. Schockbehandlung (Adrenalin). Bei Kreislaufstillstand Reanimation & Thrombolyse.
  27. 27Therapie bei niedrigem bis intermediären RisikoAntikoagulation mit Heparin (hämodynamisch stabil ohne RV-Dysfunktion). Dient Prophylaxe.
  28. 28Therapie bei hohem Risiko (hämodynamisch instabil mit Hypotonie oder Schock) RekanalisationstherapieFibrinolyse (Thrombolyse) (Voraussetzung: Fehlen von KI)
    Kathermethoden: Ultraschall-Thrombolyse, mechanische Fragmentierung des Embolus mit Rechtsherzkatheter, lokale Fibrinolyse.
  29. 29OperativPulmonale Embolektomie (mit o. ohne Herz-Lungen-Maschine) => Versagen aller konservativen Maßnahmen innerhalb der 1. Stunde
  30. 30ProphylaxePrimärprophylaxe = Thromboprophylaxe
    Sekundärprophylaxe mit Cumarinen (je nach Ursache 3 Monate oder mehr). Bei AT-Mangel sollte in Risikosituationen AT substituiert werden.

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Modulprüfung B2 (Innere Medizin) Flashcards on Lungenembolie, created by Mitra Shadloo on 28/05/2016.
Created by
Mitra Shadloo
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