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Flashcards

Entwicklungspsychologie VL 4 - Entwicklungstheorien

Lena Pritz Entwicklungpsychologie German 39 cards

Cards in this deck (39)

  1. 1Was gibt es für Entwicklungstheorien?- kognitive Entwicklung (das Kind als Wissenschaftler) > Piaget
    - sozio-kulturelle Theorie > Wygotski (das soziale Kind)
    - Theorie des Kernwissens (Das Kind als evolutionäres Produkt)
    - Theorie der Informationsverarbeitung (Das Kind als Computer)
  2. 2Anforderung an eine gute Theorie?§ Vorhersage/Prognose
    § Erklärung von Phänomenen
    § Handlungsanleitend/Relevanz
    § Einfachheit/Sparsamkeit (Parsimony)
    § Intern konsistent
    § Generalisierbare Aussagen ermöglichen
    § Kommunizierbar, kritisierbar und widerlegbar
    (der Empirie zugänglich)
  3. 3Einflüsse Theorien von Piaget Jean?- Gesamte wissenschaftliche
    Psychologie im 20. Jh.
    - Anwendungen wie Therapie,
    Diagnostik, Pädagogik
  4. 4Genetische EpistemologieDurch das Studium der Entwicklung
    von Erkenntnisprozessen in der Kindheit das Phänomen der
    Erkenntnis verstehen
  5. 5EpistemologieErkenntnistheorie
  6. 6klinische Methoden Piaget?- Beobachtung und Analyse von kindlichem Verhalten
    - Interviews mit Kindern, wie sie sich verschiedene
    Phänomene erklären
  7. 7Kritik Piaget's Vorgehen?- Suggestivfragen (geschieht, wenn Theorie im Hinterkopf)
    - Kinder haben Probleme komplexe kognitive Prozesse zu beschreiben
  8. 8Piaget Annahme: Die Sicht auf das Wesen des Kindes• Das Kind ist von Geburt an geistig und körperlich aktiv
    • Konstruktivistischer Ansatz: Kinder konstruieren das Wissen
    selbst (als Reaktion auf ihre Erfahrungen mit der Umwelt)
  9. 9Drei Grundannahmen zum Kind von Piaget bezüglich Lernen• Das Kind als „Wissenschaftler“: Aufstellen von Hypothesen,
    Durchführen von Experimenten, Ziehen von Schlussfolgerungen
    • Kinder lernen viele wichtige Lektionen von selbst und sind nicht
    auf Instruktionen von Erwachsenen angewiesen
    • Kinder sind von sich aus (intrinsisch) motiviert zu lernen und
    bedürfen dafür nicht der Belohnung Erwachsener
  10. 10Schema (Wissens-Grundbausteine/Netzwerk, das aufgebaut wird)Grundbaustein des menschlichen Wissens
    Muster des Verhaltens und dann auch des
    Denkens
    „Denkschablone“ (prototypische Form)
  11. 11Strukturierung (Wissens-Grundbausteine/Netzwerk, das aufgebaut wird)Tendenz, Schemata zu kohärenten
    Wissensstrukturen zu integrieren
  12. 12Adaption (Beteiligte Prozesse bei der Schematabildung)Tendenz, auf die Anforderungen der Umwelt so
    zu reagieren, wie es den eigenen Zielen
    entspricht
  13. 13Assimilation (Beteiligte Prozesse bei der Schematabildung)Anwendung eines Schemas auf ein Objekt
    „Einverleibung in eigene Struktur“
  14. 14Akkomodation (Beteiligte Prozesse bei der Schematabildung)Veränderung der Struktur (aufgrund misslungener
    Assimilation; Differenzierung eines
    Schemas)
    neues Schema bilden oder bestehendes Schema entsprechend anpassen
  15. 15Äquilibration (Beteiligte Prozesse bei der Schematabildung)Prozess, Assimilation und Akkomodation auszubalancieren,
    um ein stabiles Verstehen zu
    schaffen
    Schemata miteinander in Einklang bringen
  16. 16Egozentrismus (Typische Einschränkungen der Denkfähigkeit)Tendenz, die Welt ausschliesslich aus der eigenen
    Perspektive wahrzunehmen
  17. 17Zentrierung (Typische Einschränkungen der Denkfähigkeit)Tendenz, sich auf ein einzelnes, perzeptuell auffälliges
    Merkmal eines Objektes oder Ereignisses
    zu konzentrieren
  18. 18Objektpermanenz (Meilensteine der Erkenntnis)Wissen darüber, dass Objekte auch dann
    weiterexistieren, wenn sie sich ausserhalb des
    Wahrnehmungsfelds befinden
  19. 19Invarianz (Meilensteine der Erkenntnis)Vorstellung, dass bei einer Veränderung der
    blossen Erscheinung von Objekten ihre
    Schlüsseleigenschaften erhalten bleiben
  20. 20Reversibilität (Meilensteine der Erkenntnis)Schemaausführungen können rückgängig gemacht
    werden, gleiche Ziele können auf verschiedenen
    Wegen erreicht werden
  21. 21Piaget Stufentheorie Stadium von 0;0-2;0Sensumotorisches
    Stadium
    = Phase, in der die Intelligenz durch sensorische und
    motorische Fähigkeiten zum Ausdruck kommt
  22. 22Piaget Stufentheorie Stadium von 2;0-7;0Vor-operatorisches
    Stadium
    = Phase, in der Kinder dazu fähig werden, ihre Erfahrungen
    in Form von Sprache, geistigen Vorstellungen
    und symbolischem Denken zu repräsentieren
  23. 23Piaget Stufentheorie Stadium von 7;0-12;0Konkretoperatorisches
    Stadium
    = Phase, in der Kinder fähig werden, über konkrete Objekte
    und Ereignisse logisch nachzudenken
  24. 24Piaget Stufentheorie Stadium ab 12;0= Formal-operatorisches
    Stadium
    Phase, in der Menschen die Fähigkeit erwerben, über
    Abstraktionen und hypothetische Situationen nachzudenken
  25. 25Piaget Stufentheorie Stufe 10;0 - 0;1
    Reflexe werden geübt, modifiziert und besser angepasst
    (Bsp.: Das Kind passt sein Saugverhalten dem Objekt an, an dem es saugt)
  26. 26Piaget Stufentheorie Stufe 2(0;1-0;4)
    • Reflexe werden zu grösseren Verhaltenseinheiten zusammengefasst
    • Reflexe dienen als Bausteine für komplexeres Verhalten
    • Integration von Reflexen
  27. 27Piaget Stufentheorie Stufe 3(0;4-0;8)
    • Das Kind beginnt, sich für seine Umwelt zu interessieren
    • Handlungen mit angenehmen Konsequenzen werden wiederholt
    • Objektpermanenz noch nicht vorhanden
  28. 28Piaget Stufentheorie Stufe 4(0;8-1;0)
    • Objekte werden mental repräsentiert (Objektpermanenz erreicht)
    • A-/nicht-B-Suchfehler
  29. 29Woraus besteht eine Theorie?- Beschreibende Aussage (Wenn-dann) > wenn Kind Marshmallow nicht isst, dann erfolgreicher im Berufsleben
    - Erklärende Aussagen (Warum hängt das zusammen?) > Fähigkeit Belohnungsaufschub auch später im Leben erforderlich, z.B. Studieren und auf hohen Lohn verzichten
  30. 30Sozio-kulturelle Theorie (Wygotski)- Kultur / Gesellschaft formt ein Kind (Das Kind als soziales Wesen und Produkt seiner Kultur)
    - Interaktion = Motor für die Entwicklung
    - Das Kind als Lerner und Lehrer (Unterweisung)
  31. 31Intersubjektivitätwechselseitige Verständnis,
    das Menschen bei der Kommunikation füreinander aufbringen
  32. 32Geteilte AufmerksamkeitDabei richten Kinder und ihre sozialen Partner ihre Aufmerksamkeit
    intendiert auf einen gemeinsamen Bezugspunkt.
    ein Prozess bei dem soziale Partner
    Ihre Aufmerksamkeit bewusst auf
    einen gemeinsamen Gegenstand in
    der äußeren Umwelt richten
  33. 33Gelenkte Partizipationein Prozess, bei dem
    informierte Individuen
    (Experten) Situationen
    so gestalten, dass Personen
    mit weniger Kenntnissen
    und Fähigkeiten etwas
    lernen können
  34. 34Soziale UnterstützungDabei gestalten kompetentere Menschen vorübergehend eine Situation,
    die es Kindern ermöglicht, auf einem höheren Niveau zu denken
    als sie es aus eigener Kraft können.
  35. 35Zone proximaler EntwicklungBereich der Leistungsfähigkeit zwischen dem, was das Kind ohne
    Hilfestellung kann, und dem, was es mit optimaler Unterstützung
    bewältigt.
  36. 36Herleitung Theorie des KernwissensDenkbereiche, die evolutionär von Bedeutung waren, sind besonders differenziert. Daher Annahme, Kinder besitzen Denkleistungen, die über die angenommenen Fähigkeiten hinausgehen.
  37. 37Theorie des KernwissensKind = evolutionäres Produkt
    Kinder sind von Geburt aus mit spezialisierten Lernfähigkeiten ausgestattet, mit deren Hilfe sie Informationen von evolutionärer Bedeutung
    schnell und mühelos aufnehmen können.
    Wissen ist domänenspezifisch
  38. 38Informelle Theorie (Theorie des Kernwissens)Kleinkinder strukturieren ihre Kenntnisse über die wichtigsten
    Wissensdomänen zu informellen Theorien
    • Erste physikalische Theorien mit 0;3
    • Erste psychologische Theorien mit 1;6
    • Erste biologische Theorien mit 3;0
  39. 39Beispiel physikalische Theorie (Experiment von R. Baillargeon)- Beispiel Box, die runterfällt
    - Karotte, die hinter einer Wand verschwindet

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Entwicklungpsychologie Flashcards on Entwicklungspsychologie VL 4 - Entwicklungstheorien, created by Lena Pritz on 10/01/2017.
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Lena Pritz
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