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Flashcards

Agrargeographie

Malte Speck German 59 cards

Cards in this deck (59)

  1. 1Was ist die Definition der Agrargeographie?Ist eine Raumwissenschaft, Forschungsgegenstand: landwirtschaftlich gestaltete Erdoberfläche.
    Untersuchung räumlicher Strukturen, Funktionen, Prozesse im Agrarraum
  2. 2Was ist das Agrobusiness? Womit stehen landwirtschaftliche Erzeuger in Verbindung?Zusammenarbeit vor-/ nachgelagerter Bereiche, private/ staatliche DL mit landwirtschaftlichen Erzeugerbetrieben
  3. 3Was ist die jüngere Entwicklung der Agrargeographie?- Multifunktionalität (Nahrungs-, Energieerzeugung, Freizeitnutzung)
    - Zunehmende Themenvielfalt
    - Problemorientierte räumliche Analyse der Nahrungsmittelversorgung
  4. 4Was muss von der Agrargeographie berücksichtigt werden?- gesellschaftliche, kulturelle
    - politische
    - rechtliche
    - ökonomische
    - konsumptive Einflussfaktoren
  5. 5Wovon sind die Methoden der Agrargeographie abhängig?Arbeitsmethoden sind abhängig von Forschungszielen, Fragestellungen und der vorhandenen Datengrundlage
  6. 6Nennen Sie die Probleme agrarstatistischer Datengrundlagen?- Mindestgröße zur Erfassung
    - Einheitlichkeit von Zeitreihen
    - sachliche Aufschlüsselung
    - räumliche Gliederung
    - Datenschutz
    -> kleine Betriebe gehen in der Statistik unter
  7. 7Nennen Sie 5 Besonderheiten der Landwirtschaft- Abhängigkeit von natürlichen Faktoren
    - stark schwankende Erträge
    - Saisonalität der Erzeugung
    - Waren sind nur begrenzt haltbar und lagerfähig
    - Mechanisierung, Rationalisierung, Kapitalisierung
  8. 8Nennen Sie 5 Probleme der Landwirtschaft1. Nachfrage steigt langsamer als bei anderen Gütern
    2. Technischer Fortschritt, Überschüsse billig
    3. Keine vergleichbare Lohnsteigerung
    4. Zwang zu Produktivitätssteigerung
    5. Passiver Anpassungsprozess
  9. 9Was sind die Grundfragen des Thünen-Modells?1. Wie verändert sich mit zunehmender Marktentfernung die Intensität
    2. Wie ordnen sich mit zunehmender Entfernung zum Markt die Zonen der Landnutzung an?
  10. 10Was besagt das Thünen-Modell?1. isolierter Staat
    2. Eine Stadt beeinflusst ganzen Staat, einziger Markt für Agrarprodukte
    3. Umland der Stadt hat überall gleich hohe Produktionskosten
    4. Bewohner und Bauern versorgen sich gegenseitig
    5. Transport auf Zentrum gerichtete Straßen, Transportkosten wachsen linear
    6. Bauern handeln nach Gewinnmaximierung
    7. Bauern passen sich der Nachfrage an
  11. 11Thünen-Modell: Wie ordnen sich mit zunehmender Entfernung zum Markt die Zonen der Landnutzung an? Nennen Sie das IdealschemaA: Idealschema:
    - Bäume in der Nähe zur Stadt, Transportaufwand
    - Fruchtwechselwirtschaft
    - Koppelwirtschaft
    - Dreifelderwirtschaft
    - Viehzucht
    -> Abnahme der Intensivität der Bewirtschaftung nach außen hin
  12. 12Thünen-Modell: Wie ordnen sich mit zunehmender Entfernung zum Markt die Zonen der Landnutzung an? Nennen Sie die ModifizierungB: Modifizierung
    - unterschiedliche Böden
    - mehrere Städte
    - Relief
    - Gewässer (Transporte)
    -> Auswirkung auf Ringe, empfindlich gegen äußere Einflüsse
  13. 13Thünen-Modell: Was sind die Ergebnisse der Zeitlichen Veränderungen?Ausweitung durch sinkende Transportkosten
    1. Mit zunehmender Entfernung vom Markt nimmt die Produktion ab (Transportkosten)
    2. Entscheidend: Verderblichkeit, Transportfähigkeit, Frachtfähigkeit
    3. Marktnähe: Transportkosten niedrig, Produkte die nicht lange lagern.
    Marktferne: transportunempfindliche Produkte, Transportkosten hoch
  14. 14Nennen Sie physische Einflussfaktoren in der AgrarwirtschaftKlima, Gesteinsgrund, Oberflächengestalt, Vegetation, Böden, Gewässer
  15. 15Nennen Sie anthropogene Einflussfaktoren in der AgrarwirtschaftGesellschaftskultur, Politik, Religion, Technik, Betriebsgrößen, Marktbedingungen, Verkehrslage
  16. 16Nennen Sie 5 Faktoren für naturräumliche Potenziale und Begrenzungen1. Unterschiedliche Ansprüche der Nutzpflanzen- Tiere
    2. Kostenfaktoren
    3. Produktionsfaktoren
    4. Abhängigkeit von Naturfaktoren
    5. Natürliche Grenzfaktoren
  17. 17Nennen Sie klimatische Einflüsse1. Ansprüche der Kulturpflanzen
    2. klimatische Standortbedingungen
    3. Anbautechnische/ finanzielle Möglichkeiten für Betriebe
  18. 18Nennen Sie Einflüsse des Reliefs/ Böden1. Höhengrenzen/ Höhenstufen
    2. Relief, Exposition
    3. Terrassenkulturen
    4. Desertifikation
    5. Produktivität der Böden
  19. 19Nennen sie Naturräumliche Nutzungsgrenzen1. biologische Grenze: Anbau theoretisch möglich
    2. Rentabilitätsgrenze: Wo ist Anbau noch rentabel?
    3. effektive Grenze: tatsächliche Anbaustandorte
  20. 20Welche Faktoren macht die Agrarprotektion aus?1. Absatzwege zw. Landwirt. Produzent und Verbraucher
    2. Wandel der Politik zum Protektionismus
    3. Importzölle/ Exportsubventionen
    4. Begünstigung Import billiger Nahrungsmittel
  21. 21Was macht die Agrarpolitik der EU aus?1. gemeinsame Markt- und Preispolitik/ GAP
    2.Anpassung Sozial- und Strukturpolitik
    3. Außenhandelspolitik (garantierte Mindestpreise)
    4. Harmonisieren Rechtsvorschriften
    5. Finanzierungsfond
  22. 22Nennen Sie die heutigen Ziele und Aufgaben der GAP1. Zahlung nach Fläche, nicht mehr nach Menge (gegen Überproduktion)
    2. Förderung ländlicher Entwicklung / Lebensstandard
  23. 23Nennen Sie die Phasen der GAP60er: Steigerung der Erträge für Selbstversorgung
    80er: Übergang von Defiziten zu Überschussen (Import-Export)
    90er: Reform, langfristig zu teuer
  24. 24Was sind die Funktionen des WTO?1. Stützung Agrarsektor in vielen Regionen
    2. sinkende Ausgaben (Trend Abbau Subventionen)
    3. Abbau d. Handelshemmnisse
  25. 25Nennen Sie die Eigenschaften des Weltagrarhandels1.Liberalisierung hinkt hinterher
    2. zunehmende Globalisierung
    3. Zunahme des Weltagrarhandels nach Menge und Wert
  26. 26Was besagt das "filiere -Konzept?"Räumliche Segmentierung einer Produktions- u. Distributionskette auf versch. Standorte
    (bezogen auf ein bestimmtes Produkt)
  27. 27Was sind die Vorteile des "filiere-Konzepts"?1. Veranschaulichung der Zusammengehörigkeit der Prozesse
    -> Auflösung kleinräumiger Marktgebiete
    -> funktionaler Zusammenhang zw. versch. Standorten
    -> Rückkopplung für Rückverfolgbarkeit und Qualitätssicherung
  28. 28Was ist die Kritik am "filiere-Konzept"?1. Beschränkung auf eine produktbezogene Betrachtung
    2. Vernachlässigung horizontaler Verflechtungen
    3. Überbetonung d. vertikalen Komponente
    4. steuernde Einflüsse vernachlässigt
  29. 29Was ist die Funktionsweise der Wertschöpfungskette?arbeitsteilige Abfolge:
    Produktion > Transformation > Transport > Kommission > Distribution > Konsument
  30. 30Was ist die horizontale Integration?Kooperation von rechtlich und ökonomisch selbstständigen Einheiten, meist auf einer Produktionsstufe
  31. 31Was ist die vertikale Integration?Organisatorische Zusammenfassung von Betrieben (z.b. beiteiligt an Verarbeitung Lagerung, Vermarktung eines Produktes)
  32. 32Was sind räumliche Verbundsysteme (Cluster)? Was ist der VorteilZusammenschluss von Wirtschaftseinheiten durch vertikale u. horizontale Integration
    Vorteil:
    Zunehmender Wettbewerb führt zu steigendem Informationsbedarf
  33. 33Nennen Sie wichtige Punkte der Agrarstruktur Deutschlands1. wenige Großbetriebe bewirtschaften >50% der NUtzflächen
    2. gesicherte Hofnachfolge
  34. 34Was sind Sch ritte d es Strukturwandels in der Agrarwirtschaft?1. Wandel d. Betriebsgrößenstruktur
    2. Anstieg d. Wachstumsschwelle
    3. Wandel Betriebsformen
    4. Wandel Produktionsfaktoren
    5. Spezialisierung
  35. 35Nennen Sie Kennzeichen der Industrialisierung in der Agrarwirtschaft1. standardisierte Massenproduktion
    2. hoher Spezialisierungsgrad
    3. Einsatz betzriebsfremder Arbeitskräfte
    4. Zusammenfassung von Pr
    oduktionsketten unter einer Leitung
    duktion
    sstufen
  36. 36Nennen Sie 5 StärkepflanzenGetreide:
    1. Weizen
    2. Mais
    3. Reis
    Knollenfrüchte:
    1. Kartoffel
    2. Batate
    3. Maniok
  37. 37Nennen Sie Zuckerpflanzen/ GenussmittelZuckerrübe
    Zuckerrohr
    GEnuss:
    Tee
    Kakao
    Kaffee
    Tabak
  38. 38Nennen Sie 5 ÖlpflanzenSoja
    Raps
    Sonnenblume
    Erdnuss
    Olivenbaum
    Ölpalme
    Kokospalme
  39. 39Nennen Sie FaserpflanzenBaumwolle
    Jute
    Sisal-Agave
  40. 40Nennen Sie Eigenschaften von Reis/Getreide/Weizen/Mais/HirseGetreide: gut lager/transportfähig
    Leistungsfutter
    Reis: Nassreisanbau 90% Bewässerung
    Trockenreisanbau 10% Bewässerung
    Weizen: Weichweizen 90% Bewäss.
    Hartweizen 10% bewäss.
    Mais: Hartmais/Stärkemais/Puffmais/Zuckermais
    Hirse: Rispenhirse/Hirsestroh/Sorghum/Fingerhirse (anspruchslos)
  41. 41Was sind Besonderheiten Tropischer Plantagenkutluren?1. landwirtschaftlich-industrieller Großbetrieb
    2. Erzeugung/Verarbeitung von 1-2 hochwertigen pfl. Produkten
    3. Vermarktung vor Ort
  42. 42Was sind BEsonderheiten des Sonderkulturanbaus?1. Kulturpflanzen mit spezifischen Anforderungen
    2. Arbeits- Kapitaleinsatz hoch
    3. Ertragswert hoch
    4. Marktabhängigkeit
  43. 43Unterscheiden Sie Viehzucht und Viehhaltung UViehzucht: zielgerichtete Auslese, Verbesserung genetischer Eigenschaften
    Viehhaltung: Gewinnung tierischer Produkte
    - starke Konzentration auf wenige Arten
  44. 44Nennen Sie Extensive Formen der TierhaltungWeidewirtschaft:
    1. Dauerweidewirtschaft (Ranching)
    2. Wechselweidewirtschaft (Nomadismus/Transhumanz/Almwirtschaft)
  45. 45Nennen Sie intensive Formen der Tierhaltung1.stationäre Weidewirtschaft: intensive Grünlandnutzung
    2. Feedlots: mit Futtermühlen, hoher Besatz
    intensive Tierhaltung in Großbeständen:
    zahlreiche Tiere -> geringe Fläche
    Futter meist zugekauft
    Hohe produktive Intensität
  46. 46Nennen Sie aktuelle Strukturen der Agrarwirtschaft Deutschlands- Merkbarer Strukturwandel
    - keine homogenen Flächen
    - Überwiegend Getreide > Futterpflanzen
    - Selbstversorgungsgrad stieg an
    - tierische Produktion überwiegt
  47. 47Was ist die Veredelungswirtschaft?Erzeugung tierischer Nahrungsmittel durch Verarbeitung pflanzlicher Produkte zu tierischen Produkten.
    Enorme Steigerung der Produktivität
  48. 48Was sind die Schritte zur Entwicklung des ökologischen Landbaus?1. Antwort auf Problemstellung
    2. verschiedene Ideologien
    3. verschiedene Anbauverbände (gesundheitsbewusste Verbraucher)
    4. Formen ökolog. Viehaltung steigen an
    Politik fördert Anbau in Europa, Australien, Südamerika
  49. 49Ökologischer Anbau: Bedeutung für den ländlichen Raum?1. Schonung abiotischer/biotischer Ressourcen
    2. Trinkwasserschutz
    3. Arten- Biotopschutz
    4. Sicherheit Arbeitsplätz
  50. 50Was sind Vorteile der Bewässerungswirtschaft1. LW oft ohne Bewäss. nicht möglich
    2. Produktivitätssteigerung
    3. kontrollierte Wasserzufuhr -> Steuerung Erntetermin
  51. 51Nennen Sie Vorraussetzungen für Bewässerungswirtschaft1. hohe Investition in Spericherung
    2. Oberflächenwasser: Stauseen etc.
    3. ausreichend ausgebildete Arbeitskräfte
  52. 52Was ist das water harvesting?- Regenwasser fließt hangwärts in Kanäle ab
    - Konzentration nicht genutzter Flächen auf Agrarflächen
  53. 53Nennen Sie verschiedene Bewässerungsverfahren1. Oberflächenbewässerung:
    Stauverfahren, Rieselverfahren, Furchenbewässerung
    2. Beregnungsbewässerung: (Probl. Verdunstung) -> mech. Karusselbewegung
    3. direkte Wurzelbewäserrung -> Mikrobewässerung (jede Pflanze direkt)
  54. 54Nennen Sie Probleme der Ausweitung moderner Bewässerung1. Bodenversalzung
    2. Übernutzung Grundwasser
    3. Wasserqualität ( Rückstände)
    4. Konkurrenz Ober-, Unterlieger
    5. unklare Verfügungsrechte
    6. Zwangsumsiedlungen
  55. 55Nennen SIe erwartete Vorteile der Biotechnologien1.Resistenzen gegen Krankheiten, Schädlinge
    2. Einsparung Pflanzenschutzmittel
    3. verbesserte Dürretoleranz
    4. Produktivitätssteigerung
  56. 56Nennen Sie die Probleme der Biotechnologien1. Hohe Entwicklungskosten
    2. fehlende Erfahrungen
    3. ABlehnung der Konsumenten (EU)
    4. Probleme im Handel (Futtermittel)
  57. 57Nennen Sie verschiedene Anpassungsmöglichkeiten and klimatische Bedingungen1. Sortenwahl
    2. Züchtung, Gentechnik
    3. Fruchtfolgen
    4. Bodenbearteitung
    5. Wassermanagement
  58. 58Nennen Sie Ursachen der dynamscihen Entwicklung zum EInsatz der Nahrungsmittel- Preisdruck Märkte trad. Agrarprodukte
    - Neue Einkommensquellen für LW
    - Preisanstieg fossiler Energieträger
    - politische Regelung
  59. 59Was ist die Biopiraterie?1. Aneignung genetischer Ressourcen um die Nutzbarmachung derselben
    2. Nutzung sonderschutzrechtlich geschützter Sorten durch Landwirte, ohne Lizenzgebühren zu bezahlen

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Flashcards on Agrargeographie, created by Malte Speck on 02/08/2017.
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Malte Speck
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