Flashcards
Agrargeographie
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- 1Was ist die Definition der Agrargeographie?Ist eine Raumwissenschaft, Forschungsgegenstand: landwirtschaftlich gestaltete Erdoberfläche.
Untersuchung räumlicher Strukturen, Funktionen, Prozesse im Agrarraum - 2Was ist das Agrobusiness? Womit stehen landwirtschaftliche Erzeuger in Verbindung?Zusammenarbeit vor-/ nachgelagerter Bereiche, private/ staatliche DL mit landwirtschaftlichen Erzeugerbetrieben
- 3Was ist die jüngere Entwicklung der Agrargeographie?- Multifunktionalität (Nahrungs-, Energieerzeugung, Freizeitnutzung)
- Zunehmende Themenvielfalt
- Problemorientierte räumliche Analyse der Nahrungsmittelversorgung - 4Was muss von der Agrargeographie berücksichtigt werden?- gesellschaftliche, kulturelle
- politische
- rechtliche
- ökonomische
- konsumptive Einflussfaktoren - 5Wovon sind die Methoden der Agrargeographie abhängig?Arbeitsmethoden sind abhängig von Forschungszielen, Fragestellungen und der vorhandenen Datengrundlage
- 6Nennen Sie die Probleme agrarstatistischer Datengrundlagen?- Mindestgröße zur Erfassung
- Einheitlichkeit von Zeitreihen
- sachliche Aufschlüsselung
- räumliche Gliederung
- Datenschutz
-> kleine Betriebe gehen in der Statistik unter - 7Nennen Sie 5 Besonderheiten der Landwirtschaft- Abhängigkeit von natürlichen Faktoren
- stark schwankende Erträge
- Saisonalität der Erzeugung
- Waren sind nur begrenzt haltbar und lagerfähig
- Mechanisierung, Rationalisierung, Kapitalisierung - 8Nennen Sie 5 Probleme der Landwirtschaft1. Nachfrage steigt langsamer als bei anderen Gütern
2. Technischer Fortschritt, Überschüsse billig
3. Keine vergleichbare Lohnsteigerung
4. Zwang zu Produktivitätssteigerung
5. Passiver Anpassungsprozess - 9Was sind die Grundfragen des Thünen-Modells?1. Wie verändert sich mit zunehmender Marktentfernung die Intensität
2. Wie ordnen sich mit zunehmender Entfernung zum Markt die Zonen der Landnutzung an? - 10Was besagt das Thünen-Modell?1. isolierter Staat
2. Eine Stadt beeinflusst ganzen Staat, einziger Markt für Agrarprodukte
3. Umland der Stadt hat überall gleich hohe Produktionskosten
4. Bewohner und Bauern versorgen sich gegenseitig
5. Transport auf Zentrum gerichtete Straßen, Transportkosten wachsen linear
6. Bauern handeln nach Gewinnmaximierung
7. Bauern passen sich der Nachfrage an - 11Thünen-Modell: Wie ordnen sich mit zunehmender Entfernung zum Markt die Zonen der Landnutzung an? Nennen Sie das IdealschemaA: Idealschema:
- Bäume in der Nähe zur Stadt, Transportaufwand
- Fruchtwechselwirtschaft
- Koppelwirtschaft
- Dreifelderwirtschaft
- Viehzucht
-> Abnahme der Intensivität der Bewirtschaftung nach außen hin - 12Thünen-Modell: Wie ordnen sich mit zunehmender Entfernung zum Markt die Zonen der Landnutzung an? Nennen Sie die ModifizierungB: Modifizierung
- unterschiedliche Böden
- mehrere Städte
- Relief
- Gewässer (Transporte)
-> Auswirkung auf Ringe, empfindlich gegen äußere Einflüsse - 13Thünen-Modell: Was sind die Ergebnisse der Zeitlichen Veränderungen?Ausweitung durch sinkende Transportkosten
1. Mit zunehmender Entfernung vom Markt nimmt die Produktion ab (Transportkosten)
2. Entscheidend: Verderblichkeit, Transportfähigkeit, Frachtfähigkeit
3. Marktnähe: Transportkosten niedrig, Produkte die nicht lange lagern.
Marktferne: transportunempfindliche Produkte, Transportkosten hoch - 14Nennen Sie physische Einflussfaktoren in der AgrarwirtschaftKlima, Gesteinsgrund, Oberflächengestalt, Vegetation, Böden, Gewässer
- 15Nennen Sie anthropogene Einflussfaktoren in der AgrarwirtschaftGesellschaftskultur, Politik, Religion, Technik, Betriebsgrößen, Marktbedingungen, Verkehrslage
- 16Nennen Sie 5 Faktoren für naturräumliche Potenziale und Begrenzungen1. Unterschiedliche Ansprüche der Nutzpflanzen- Tiere
2. Kostenfaktoren
3. Produktionsfaktoren
4. Abhängigkeit von Naturfaktoren
5. Natürliche Grenzfaktoren - 17Nennen Sie klimatische Einflüsse1. Ansprüche der Kulturpflanzen
2. klimatische Standortbedingungen
3. Anbautechnische/ finanzielle Möglichkeiten für Betriebe - 18Nennen Sie Einflüsse des Reliefs/ Böden1. Höhengrenzen/ Höhenstufen
2. Relief, Exposition
3. Terrassenkulturen
4. Desertifikation
5. Produktivität der Böden - 19Nennen sie Naturräumliche Nutzungsgrenzen1. biologische Grenze: Anbau theoretisch möglich
2. Rentabilitätsgrenze: Wo ist Anbau noch rentabel?
3. effektive Grenze: tatsächliche Anbaustandorte - 20Welche Faktoren macht die Agrarprotektion aus?1. Absatzwege zw. Landwirt. Produzent und Verbraucher
2. Wandel der Politik zum Protektionismus
3. Importzölle/ Exportsubventionen
4. Begünstigung Import billiger Nahrungsmittel - 21Was macht die Agrarpolitik der EU aus?1. gemeinsame Markt- und Preispolitik/ GAP
2.Anpassung Sozial- und Strukturpolitik
3. Außenhandelspolitik (garantierte Mindestpreise)
4. Harmonisieren Rechtsvorschriften
5. Finanzierungsfond - 22Nennen Sie die heutigen Ziele und Aufgaben der GAP1. Zahlung nach Fläche, nicht mehr nach Menge (gegen Überproduktion)
2. Förderung ländlicher Entwicklung / Lebensstandard - 23Nennen Sie die Phasen der GAP60er: Steigerung der Erträge für Selbstversorgung
80er: Übergang von Defiziten zu Überschussen (Import-Export)
90er: Reform, langfristig zu teuer - 24Was sind die Funktionen des WTO?1. Stützung Agrarsektor in vielen Regionen
2. sinkende Ausgaben (Trend Abbau Subventionen)
3. Abbau d. Handelshemmnisse - 25Nennen Sie die Eigenschaften des Weltagrarhandels1.Liberalisierung hinkt hinterher
2. zunehmende Globalisierung
3. Zunahme des Weltagrarhandels nach Menge und Wert - 26Was besagt das "filiere -Konzept?"Räumliche Segmentierung einer Produktions- u. Distributionskette auf versch. Standorte
(bezogen auf ein bestimmtes Produkt) - 27Was sind die Vorteile des "filiere-Konzepts"?1. Veranschaulichung der Zusammengehörigkeit der Prozesse
-> Auflösung kleinräumiger Marktgebiete
-> funktionaler Zusammenhang zw. versch. Standorten
-> Rückkopplung für Rückverfolgbarkeit und Qualitätssicherung - 28Was ist die Kritik am "filiere-Konzept"?1. Beschränkung auf eine produktbezogene Betrachtung
2. Vernachlässigung horizontaler Verflechtungen
3. Überbetonung d. vertikalen Komponente
4. steuernde Einflüsse vernachlässigt - 29Was ist die Funktionsweise der Wertschöpfungskette?arbeitsteilige Abfolge:
Produktion > Transformation > Transport > Kommission > Distribution > Konsument - 30Was ist die horizontale Integration?Kooperation von rechtlich und ökonomisch selbstständigen Einheiten, meist auf einer Produktionsstufe
- 31Was ist die vertikale Integration?Organisatorische Zusammenfassung von Betrieben (z.b. beiteiligt an Verarbeitung Lagerung, Vermarktung eines Produktes)
- 32Was sind räumliche Verbundsysteme (Cluster)? Was ist der VorteilZusammenschluss von Wirtschaftseinheiten durch vertikale u. horizontale Integration
Vorteil:
Zunehmender Wettbewerb führt zu steigendem Informationsbedarf - 33Nennen Sie wichtige Punkte der Agrarstruktur Deutschlands1. wenige Großbetriebe bewirtschaften >50% der NUtzflächen
2. gesicherte Hofnachfolge - 34Was sind Sch ritte d es Strukturwandels in der Agrarwirtschaft?1. Wandel d. Betriebsgrößenstruktur
2. Anstieg d. Wachstumsschwelle
3. Wandel Betriebsformen
4. Wandel Produktionsfaktoren
5. Spezialisierung - 35Nennen Sie Kennzeichen der Industrialisierung in der Agrarwirtschaft1. standardisierte Massenproduktion
2. hoher Spezialisierungsgrad
3. Einsatz betzriebsfremder Arbeitskräfte
4. Zusammenfassung von Pr
oduktionsketten unter einer Leitung
duktion
sstufen - 36Nennen Sie 5 StärkepflanzenGetreide:
1. Weizen
2. Mais
3. Reis
Knollenfrüchte:
1. Kartoffel
2. Batate
3. Maniok - 37Nennen Sie Zuckerpflanzen/ GenussmittelZuckerrübe
Zuckerrohr
GEnuss:
Tee
Kakao
Kaffee
Tabak - 38Nennen Sie 5 ÖlpflanzenSoja
Raps
Sonnenblume
Erdnuss
Olivenbaum
Ölpalme
Kokospalme - 39Nennen Sie FaserpflanzenBaumwolle
Jute
Sisal-Agave - 40Nennen Sie Eigenschaften von Reis/Getreide/Weizen/Mais/HirseGetreide: gut lager/transportfähig
Leistungsfutter
Reis: Nassreisanbau 90% Bewässerung
Trockenreisanbau 10% Bewässerung
Weizen: Weichweizen 90% Bewäss.
Hartweizen 10% bewäss.
Mais: Hartmais/Stärkemais/Puffmais/Zuckermais
Hirse: Rispenhirse/Hirsestroh/Sorghum/Fingerhirse (anspruchslos) - 41Was sind Besonderheiten Tropischer Plantagenkutluren?1. landwirtschaftlich-industrieller Großbetrieb
2. Erzeugung/Verarbeitung von 1-2 hochwertigen pfl. Produkten
3. Vermarktung vor Ort - 42Was sind BEsonderheiten des Sonderkulturanbaus?1. Kulturpflanzen mit spezifischen Anforderungen
2. Arbeits- Kapitaleinsatz hoch
3. Ertragswert hoch
4. Marktabhängigkeit - 43Unterscheiden Sie Viehzucht und Viehhaltung UViehzucht: zielgerichtete Auslese, Verbesserung genetischer Eigenschaften
Viehhaltung: Gewinnung tierischer Produkte
- starke Konzentration auf wenige Arten - 44Nennen Sie Extensive Formen der TierhaltungWeidewirtschaft:
1. Dauerweidewirtschaft (Ranching)
2. Wechselweidewirtschaft (Nomadismus/Transhumanz/Almwirtschaft) - 45Nennen Sie intensive Formen der Tierhaltung1.stationäre Weidewirtschaft: intensive Grünlandnutzung
2. Feedlots: mit Futtermühlen, hoher Besatz
intensive Tierhaltung in Großbeständen:
zahlreiche Tiere -> geringe Fläche
Futter meist zugekauft
Hohe produktive Intensität - 46Nennen Sie aktuelle Strukturen der Agrarwirtschaft Deutschlands- Merkbarer Strukturwandel
- keine homogenen Flächen
- Überwiegend Getreide > Futterpflanzen
- Selbstversorgungsgrad stieg an
- tierische Produktion überwiegt - 47Was ist die Veredelungswirtschaft?Erzeugung tierischer Nahrungsmittel durch Verarbeitung pflanzlicher Produkte zu tierischen Produkten.
Enorme Steigerung der Produktivität - 48Was sind die Schritte zur Entwicklung des ökologischen Landbaus?1. Antwort auf Problemstellung
2. verschiedene Ideologien
3. verschiedene Anbauverbände (gesundheitsbewusste Verbraucher)
4. Formen ökolog. Viehaltung steigen an
Politik fördert Anbau in Europa, Australien, Südamerika - 49Ökologischer Anbau: Bedeutung für den ländlichen Raum?1. Schonung abiotischer/biotischer Ressourcen
2. Trinkwasserschutz
3. Arten- Biotopschutz
4. Sicherheit Arbeitsplätz - 50Was sind Vorteile der Bewässerungswirtschaft1. LW oft ohne Bewäss. nicht möglich
2. Produktivitätssteigerung
3. kontrollierte Wasserzufuhr -> Steuerung Erntetermin - 51Nennen Sie Vorraussetzungen für Bewässerungswirtschaft1. hohe Investition in Spericherung
2. Oberflächenwasser: Stauseen etc.
3. ausreichend ausgebildete Arbeitskräfte - 52Was ist das water harvesting?- Regenwasser fließt hangwärts in Kanäle ab
- Konzentration nicht genutzter Flächen auf Agrarflächen - 53Nennen Sie verschiedene Bewässerungsverfahren1. Oberflächenbewässerung:
Stauverfahren, Rieselverfahren, Furchenbewässerung
2. Beregnungsbewässerung: (Probl. Verdunstung) -> mech. Karusselbewegung
3. direkte Wurzelbewäserrung -> Mikrobewässerung (jede Pflanze direkt) - 54Nennen Sie Probleme der Ausweitung moderner Bewässerung1. Bodenversalzung
2. Übernutzung Grundwasser
3. Wasserqualität ( Rückstände)
4. Konkurrenz Ober-, Unterlieger
5. unklare Verfügungsrechte
6. Zwangsumsiedlungen - 55Nennen SIe erwartete Vorteile der Biotechnologien1.Resistenzen gegen Krankheiten, Schädlinge
2. Einsparung Pflanzenschutzmittel
3. verbesserte Dürretoleranz
4. Produktivitätssteigerung - 56Nennen Sie die Probleme der Biotechnologien1. Hohe Entwicklungskosten
2. fehlende Erfahrungen
3. ABlehnung der Konsumenten (EU)
4. Probleme im Handel (Futtermittel) - 57Nennen Sie verschiedene Anpassungsmöglichkeiten and klimatische Bedingungen1. Sortenwahl
2. Züchtung, Gentechnik
3. Fruchtfolgen
4. Bodenbearteitung
5. Wassermanagement - 58Nennen Sie Ursachen der dynamscihen Entwicklung zum EInsatz der Nahrungsmittel- Preisdruck Märkte trad. Agrarprodukte
- Neue Einkommensquellen für LW
- Preisanstieg fossiler Energieträger
- politische Regelung - 59Was ist die Biopiraterie?1. Aneignung genetischer Ressourcen um die Nutzbarmachung derselben
2. Nutzung sonderschutzrechtlich geschützter Sorten durch Landwirte, ohne Lizenzgebühren zu bezahlen
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- Flashcards on Agrargeographie, created by Malte Speck on 02/08/2017.
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- Malte Speck
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