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Karteikarten

Rezeptions und Wirkungsforschung

Nicola Schiller Kommunikationswissenschaft Deutsch 200 Karten

Rezeptions und Wirkungsforschung

Karten in diesem Stapel (200)

  1. 1Kommunikation ältere DefinitionenProzess bei dem Botschaften von einem Sender zu einem Empfänger transportiert werden
    Sender ---- > Botschaft ---- > Empfänger
    aber: Kommunikation komplexer als das
  2. 2Kommunikation1. Botschaften sind codiert
    2. Kommunikation ist intentional (zielgerichtet)
    > Codierung und Decodierung erfolgt wechselseitig reflexiv (aufeinander bezogen)
  3. 3Kommunikation Definition von BeckProzess wechselseitig aufeinander bezogener, reflexiver und intentionaler Symbolverwendung mit dem Ziel gegenseitiger Verständigung über Bedeutungen.
  4. 4Kommunikation Definition von MaletzkeKommunikation bei der Aussagen öffentlich durch technische Verbreitungsmittel, indirekt und eindeutig an ein disperses Publikum vermittelt werden
    1. Kommunikation
    2. öffentlic
    3. medial vermittelt
    4. indirekt
    5. einseitig
    6. disperses Publikum
  5. 5Arten von Medien1. Printmedien (Zeitung, Zeitschrift, Bücher)
    2. Elektronische Medien (TV, Radio)
    3. Online Medien (social media, twitter, Online Zeitungen?, Blogs)
    4. Sonstiges (Kino, Computerspiele, Musik?)
  6. 6Laswell-FormelWho: Kommunikatorforschung
    says what: Inhaltsanalyse
    in which channel: Medienanalyse
    to whom: Publikumsforschung
    with what effect?: Wirkungsforschung
  7. 7Rezeption steht fürder Prozess der Aufnahme und Verarbeitung (masse) - medialer Inhaltsangebote durch das Publikum
  8. 8RezeptionsforschungWARUM wählt ein Rezipient WAS aus und rezipiert es WIE?
    Warum: Welche Funktionen hat die Mediennutzung, welchen Nutzen ziehen Rezipienten daraus?
    Was: Wie und anhand welcher Kriterien wählen Rezipienten bestimme Medieninhalte aus?
    Wie: Was passiert während der Rezeption? Was versteht der Rezipient, was erlebt er?
  9. 9Der WirkungsbegriffAlltagsbegriff:
    -Zusammenhang zwischen zwei Sachverhalten, die wir gemeinsam beobachten
    - ein Sachverhalt Ursache für Auftreten des anderen Sachverhaltes
    Dabei:
    - Ursache notwendige Bedingung für Wirkung
    - Ursache impliziert die Wirkung
  10. 10Stimulus-Response-Modell"Hypodermic-Needle-Theory"
    -Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung:
    monokausal (auf nur eine Ursache zurückgehend)
    unidirektional (nur in eine Richtung)
    unmittelbar
    Stimulus-Response-Modell
  11. 11MedienwirkungenSachverhalte deren Ursache die Medien, die über sie stattfindende Kommunikation bzw. deren Rezeption sind
  12. 12Medienwirkung (Berelson und Steiner 1972)Wirkungen als jeder Wechsel im Verhalten des Publikums als Folge der Tatsache, dass es einer bestimmten Kommunikation ausgesetzt war
  13. 13Medienwirkung (Kepplinger 1982)Ein Sachverhalt stellt eine Wirkung der Berichterstattung dar, wenn sie eine funktionale Voraussetzung für seine Existenz ist. Jeder Sachverhalt den es ohne Berichterstattung nicht gäbe, ist Wirkung
  14. 14Medienwirkung (Schulz 1982)Alle VERÄNDERUNGEN, die partiell oder in Interaktion mit anderen Faktoren
    auf MEDIEN BZW DEREN MITTEILUNGEN zurückgeführt werden können.
    Veränderungen können SOWOHL DIREKT die EIGENSCHAFTEN VON INDIVIDUEN, AGGREGATEN, SYSTEMEN, INSTITUTIONEN betreffen, WIE AUCH DEN AUF ANDERE WEISE induzierten Wandel dieser Eigenschaften
  15. 15Wirkungsarten Mikroebene=Wirkungen auf Individuen
    - Persuasionsforschung: Wirkung auf Einstellungen
    -Videomalaise (Fernsehen führt zu Entfremdung von Politik)
    -Wirkung von Gewaltdarstellungen
    -Kultivierung
    -Agenda Setting
  16. 16Wirkungsarten Makroebene=Wirkungen auf gesellschaftlicher Ebene
    - Agenda Setting
    -Wachsende Wissenskluft
    -Theorie der Schweigespirale
  17. 17Wirkungsarten und ebenen Die abhängige VariableMehrere Wirkungsebenen in Bezug auf die abhängige Variable:
    1. Affektive Wirkungen
    2. Kognitive Wirkungen
    3. Persuasive Wirkungen (Einstellungswandel)
    4. Wirkungen auf Verhalten
  18. 18Wirkungsarten und ebenen weitere Klassifikationen1. langfristig oder kurzfristig
    2. einzeln/einmalig oder kumulativ
    3. direkt oder indirekt/vermittelt
    4. Medium, Inhalt, Darstellungsweise oder Nutzung
  19. 19Was bedeutet Intentionalität von Kommunikation?-Kommunikation ist Zielgerichtet
    -Sender verfolgt bestimme Absicht
  20. 20Ist die Veröffentlichung meiner Vorlesungspräsentationen im VC Massenkommunikation?Nein, weil:
    - nicht öffentlich (Kennwort geschützt)
  21. 21Inwiefern können die beiden Elemente Aufnahme un Verarbeitung der Definition von Rezeption als Synonym betrachtet werden?Durch die Aufnahme kommt es sofort zur Verarbeitung, ohne ist Kommunikation nicht möglich. Beide Begriffe dürfen somit nicht getrennt werden.
  22. 22Was versteht man unter der Hypodermic-Needle-Theory? Was sind die wesentlichen Merkmale?= Stimulus-Response-Modell
    -beschreibt Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung
    -Stimulus: unabhängige Variable
    -Response: abhängige Variable
    Merkmale:
    -monokausal
    -direktional
    -unmittelbar
  23. 23Was versteht man unter UV und AV?UV: unabhängige Variable = Ursache
    AV: abhängige Variable = Wirkung
  24. 24Erläutern Sie knapp die drei Begriffe affektiv, kognitiv und persuasiv im Kontext der MedienwirkungenAffektiv: Emotionen
    Kognitiv: Wissen
    Persuasiv: Einstellung(swandel)
  25. 25Was ist der Unterschied zwischen langfristigen und kumulativen Medienwirkungen?-langfristige Medienwirkung:
    Wirkung tritt erst weit nach dem Stimulus ein.
    -kumulative Medienwirkung:
    stetiger Kontakt mit dem Stimulus, bis die Wirkung eintritt.
  26. 26Was ist ein Pseudo-Ereignis? Handelt es sich dabei um Medienwirkung?Ereignisse die nur zum Zweck der Medienberichterstattung erschaffen werden.
    (Bsp Pressekonferenz)
  27. 27Psychologische Grundlagen der Informationsverarbeitung- Gegenstand der kognitiven Psychologie
    - beschäftigen sich mit der Auswahl von Verarbeitung von Umweltreizen
    -Medieninhalte sind eine von viele Arten von Umweltreizen
  28. 28Willkürliche Aufmerksamkeit=top-down-Prozess
    Individuum steuert bewusst und willentlich seine Aufmerksamkeit (zum Beispiel Suchen eines Gegenstandes)
  29. 29Unwillkürliche Aufmerksamkeit= bottom-up-Prozess
    -Reize fordern Aufmerksamkeit an (Orientierungsreaktion)
  30. 30Relevante Reize/ Reizmerkmale-biologische relevante Reize
    1. Gefahrensignale
    2. grundlegende Bedürfnisse
    -Passende Reize
  31. 31Schematheorie (Schenk 2007)Wissensstrukturen, die aus verschiedenen zusammenhängenden Erfahrungen abstrahiert werden und die wichtigsten Charakteristika von Objekten und Objektbereichen beinhalten, auf die sie sich beziehen.
  32. 32Funktionen von Schemata1. schnelle Kategorisierung von Umweltreizen
    2. Bildung von Inferenzen
    3. Selektion und Aufmerksamkeitsverteilung
    4. Lernen durch Integration neuen Wissens
    - Schema-Modifikation
    -Schema-Generierung
    5. Automatisierung von häufigen Abläufen
  33. 33Kreislauf der Wahrnehmung (Perceptual cycle)Kreislauf der Wahrnehmung (Perceptual cycle)
  34. 34Implikationen der Schematheorie auf die Rezeptions- und Medienwirkungsforschung1. Wahrnehmung entsteht in Kooperation von Medieninhalt und Rezipient
    2. Vorwissen und Vorerfahrungen steuern die Wahrnehmung
    3. Jeder Rezipient nimmt (in bestimmten Grenzen) Inhalte anders wahr
  35. 35Involvement-KonzeptInvolvement=Intensität der Informationsaufnahme und - Verarbeitung oder die Motivation zu einer solchen intensiven Verarbeitung
    Synonym in der Psychologie: Amount of Invested Mental Effort (AIME)
  36. 36low vs high involvementidealtypische Extrempole auf einem Involvement Kontinuum
  37. 37Einflussfaktoren des Involvmentsz.B Interesse, persönlicher Bezug, Neugier, Einstellung gegenüber dem Kommunikator etc
  38. 38Dual-Process-TheoriesHohes Involvement > Dauerhafte Meinungsänderung
    Niedriges Involvement > Temporäre Meinungsänderung; anfällig für Gegenargumente und Vergessen
  39. 39Zusammenfassung InvolvementHohes Involvement: intensive, kritische Verarbeitung & seltenen aber nachhaltigen Einstellungsänderungen
    Niedriges Involvement
    beiläufige und unkritische Verarbeitung & wahrscheinlicheren aber nicht nachhaltigen Einstellungsänderungen
  40. 40Selektion (Donsbach 1991)Prozess in dem Individuen aus in ihrer Umwelt potentiell zur Verfügung stehenden Signalen mit Bedeutungsinhalt aufgrund von deren physischen oder inhaltlichen Merkmalen bestimmte Signale bewusst oder unbewusst auswählen oder vermeiden
  41. 41Phasen des Rezeptionsprozessespräkommunikativ - kommunikativ - postkommunikativ
  42. 42Selektion im RezeptionsprozessPhase 0: intermediäre Auswahl
    Auswahl anhand von Bedürfnissen, habituelle Mediennutzung
    Phase 1: intramediäre Auswahl
    Phase 2: Auswahl kommunikativer Angebote
    Auswahl anhand formaler Merkmale, Angebotsidentifikation mit Hilfe von Schemata, Nachrichtenfaktoren
    Phase 3: Selektive Verarbeitung von Informationseinheiten
    Phase 4: Selektive Erinnerung von Informationseinheiten
    Schemakongruente Informationen werden besser erinnert, Primacy und Recency Effect
  43. 43Grundannahmen Uses and Gratifications Ansatz (Katz, Blumler und Gurevitch 1974)1. Publikum der Massenmedien ist aktiv und zielorientiert
    2. Initiative zur Medienauswahl liegt beim Rezipienten
    3. Medien konkurrieren mit anderen funktionalen Alternativen, die ebenfalls geeignet sind Bedürfnisse zu befriedigen
    4. Rezipienten sind die Gründer der Mediennutzung bewusst
  44. 44Mediale Bedürfnisse und Gratifikationen (Kunczik und Zipfel 2001)- kognitive Bedürfnisse (Informationen und Wissen, Orientierung, Umweltbeobachtung)
    - affektive Bedürfnisse (Entspannung, Ablenkung, Stimulation)
    -soziale Bedürfnisse (Parasoziale Beziehungen, Anschlusskommunikation)
    -Identitätsbedürfnisse (Selbstfindung, Suche nach Rollenvorbildern, sozialer Vergleich)
  45. 45Mediennutzung ist eine Niedrigkostensituation- Mediennutzung kaum mit Kosten verbunden
    - Mediennutzung kaum (negative) Folgekosten
    - Nutzen der Mediennutzung nicht groß
  46. 46Entscheidungsstrategien mit niedrigen Kosten- Handlungsschemata
    - bewährte Alltagsroutinen
    - Bauchgefühl
  47. 47Warum spricht man beim UaGA auch von einem Paradigmawechsel der Medienwirkungsforschung?Initiative kommt vom Rezipienten, dieser entscheidet was er sehen will.
    -Rezipient: erstmalig als aktives Wesen gesehen
    -Motto „Was machen die
    Menschen mit den Medien
  48. 48Was ist mit Gratifikation und was mit Bedürfnis gemeint? Nennen sie BeipsieleGratifikation =Belohnung durch Unterhaltung,
    Bedürfnisse = Verlangen nach Gratifikation
  49. 49Wo bzw. inwiefern findet sich beim »Erwartungs-Bewertungs-Modell gesuchter und erhaltener Gratifikationen« ein rückgekoppelter Prozess?Erfahrungen, die man mit Medien macht steuern zukünftige Mediennutzung
  50. 50Nenne Sie zwei Kritikpunkte am UaGABedürfnisse sind meist unbewusst und deshalb schwer messbar
    Rationalität: Abwägung ist bewusst
  51. 51Inwiefern ist Mediennutzung eine Niedrigkostensituation, welche Konsequenzen hat dies für die Medienselektion.Bei der Mediennutzung kann man nicht viel verlieren. Eine falsche Entscheidung wird das Leben des Rezipienten nicht verändern.
    Rational, geringer Aufwand eine Entscheidung zutreffen.
  52. 52Kognitionsbegriff (Festinger 1957)Kognitionsbegriff:
    Das Wissen einer Person über sich, über ihr Verhalten und ihre Umgebung
  53. 53Dissonanz (Festinger)Widersprüchlichkeit, Unausgewogenheit, Nichtübereinstimmung
  54. 54Ausgangshypothesen der Dissonanztheorie1. Existenz von Dissonanz ist unangenehm, Person wird versuchen Dissonanz zu reduzieren und Konsonanz herzustellen
    2. Bei Dissonanz wird Person versuchen aktiv Situationen und Informationen vermeiden, die Dissonanz erhöhen können.
  55. 55Drei Dissonanzstufen1. Bedingtes Nicht-Vorhandensein von Dissonanz
    2. Vorhandensein mäßiger Dissonanz
    3. Vorhandensein extrem starker Dissonanz
  56. 56Kognitive Dissonanz Kowi (Donsbach)Für Selektionsforschung sind nichtMedieninhalte potentielle Instrumente zur Reduktion von Dissonanz,
    sondern
    Selektivität ein Instrument zur Kanalisierung von Medieninhalten entsprechend den kognitiven Bedürfnissen des Rezipienten
  57. 57Selektions Hypothese Wolling (2006)Wenn Individuum Einstellung zu einem Thema/Objekt/Person hat, wird es:
    -Informationen suchen, die konsonant zu dieser Einstellung sind
    -Informationen vermeiden, die dissonant zu dieser Einstellung sind
  58. 58Empirische Prüfung de kognitiven Dissonanz Donsbach 1991Feldstudie mit 1400 Lesern von 4 verschiedenen Tageszeitungen
    Copy Test mit 350 Artikeln
  59. 59Logik der Donsbach Studie-Messung der Einstellung zu einem Streitthema
    -Angebot von Informatonsmaterialien zu diesem Streitthema
  60. 60Grenzen der kognitiven Dissonanz- Dissonanzvermeidung ist einer von vier Einflussfaktoren
    -Personen gehen unterschiedlich mit Dissonanz um (Neugier, Selbstbewusstsein)
    -Theorie im Detail veraltet/ überholt
    -Theorie: Grundlage/Ideengeber zahlreicher Konsistenztheorien
  61. 61Basissätze konsistenztheoretischer Ansätze1. Menschen haben Einstellungen zu vielen Objekten
    2. Menschen können zu einem Einstellungsobjekt mehrere Orientierungen entwickeln
    3. Inkonsistenzen und Ambivalenzen im Einstellungssystem werden als unangenehm empfunden
    4. Inkonsistenzen und Ambivalenzen können durch Einstellungswechsel abgebaut werden
    5. Medieninhalte bieten Argumente für einen Einstellungswechsel & unterstützen diesen
  62. 62Konsistenztheoretische AnsätzeIndividuen wählen Medienbotschaften so aus, dass mit deren Hilfe jene Einstellungen verändert werden können, die für inkonsistente oder ambivalente Zustände verantwortlich sind
  63. 63Modd Management- Theorie (mmT) Stimmngsregulationstheorie-aus Kritik am UaGA entstanden
    - Menschen wählen Medienangebote so aus, dass sie damit ihre Stimmungen optimieren bzw managen
  64. 64Vier Grundannahmen der mmT-Hedonistische Prämisse: Versuchen unangenehme Stimulationen zu beenden und angenehme St. zu erhalten
    -Stimulusarrangement aus internen und externen Faktoren:
    Interne Faktoren (Hormonelle Störungen): kaum zu arrangieren
    Externe Faktoren (Umgebungsfaktoren): aktiv oder passiv veränderbar
    -Rolle des Fernsehen "low energy armchair behaviour"
    > sehr einfache, passive Möglichkeit Stimmung zu regulieren
    -Wahl des Stimulusarrangements erfolgt unbewusst
    = operante Konditionierung
  65. 65Stimmungen mit negativer Valenz (Wertigkeit)Ärger, Trauer, Niedergeschlagenheit etc
  66. 66Stimmungen mit extremen ErregungsniveausStress, Langweile
  67. 67Stimmungsrelevante Medienmerkmale-exzitatorisches Potential: Fähigkeit eines Programms auf das allgemeine Erregungsniveau des R zu wirken
    -Absorptionspotential: Fähigkeit eines Programms Stimmungen der R zu absorbieren
    -Behaviorale Affinität: inhaltliche Nähe eines Programms zu Erlebnissen oder Konflikten
    -Hedonistische Tönung: Valenz (Wertigkeit) der vom TV Programm vermittelten Stimmungen
  68. 68Hypothesen zur stimmungsabhängigen Programmselektion Bewiesen im Experiment von Bryant und ZillmannGelangweilte Person: abwechslungsreiches, anregendes Programm
    Gestresste Person: weniger abwechslungsreiches Programm
    Personen in stark aversiven Stimmungen: Programme mit möglichst hohem Absoprtionspotential, geringer behavioraler Affinität und positiver hedonistischer Tönung
    Personen in einer angenehmen Stimmung: Programme mit möglichst niedrigem Absorptionspotential, hoher behavioraler Affinität und ebenfalls positiver hedonistischer Tönung
  69. 69Durchführung Feldstudie zur mmTPrüfung der mmT zu Hause im Alltag der R
    Tagebuchverfahren
  70. 70Ergebnisse Feldstudie mmT-Medien werden stimmungsabhängig genutzt, aber anders als gedacht
    -TV wird v.a bei Energielosigkeit genutzt
    -TV verstärkt Energielosigkeit
    -andere Stimuli besser geeignet (Musik)
    -Stimmung verschlechterte sich durch TV Nutzung
  71. 71Kritik an der mmT-empirischer Bestätigungsgrad (mood management im Alltag eher untergeordnete Rolle bei Medienselektion)
    -Kritik an Modellspezifizierung
    (Fokus auf TV unangemessen)
    -Kritik an Modellangemessenheit
    (hedonistische Prämisse überzogen formuliert)
  72. 72Folgendes Beispiel: Eine Person ist überzeugter Anhänger der CSU. Welchen Informationen wird sie sich auf Grund der in der Theorie der kognitiven Dissonanz beschriebenen Mechanismen zuwenden und welchen nicht?Die Person wird sich Informationen zuwenden die konsonant zu seiner Einstellung sind und Informationen vermeiden, die dissonant zu der Einstellung sind.
  73. 73Wo liegt der Unterschied zwischen Festingers Formulierung und der kommunikationswissenschaftlichen Formulierung der Theorie der kognitiven Dissonanz.Festinger: Bei Dissonanz wird versucht diese zu reduzieren und Situationen vermieden die diese erhöhen könnte
    Kowi: Medieninhalte sind nicht Instrumente zur Reduktion von Dissonanz, sondern die Selektivität an sich das Instrument um Bedürfnisse zu kanalisieren
  74. 74Welche Personen streben besonders stark nach Dissonanzvermeidung – nennen Sie zwei einschlägige Persönlichkeitseigenschaften.Unsichere Menschen und Menschen mit einem geringen Selbstbewusstsein.
  75. 75Was ist innerhalb der mmT mit der »hedonistischen Prämisse« gemeint – diskutieren Sie diese Prämisse kritisch!Hedonistische Prämisse: Individuen versuchen immer, aversive Stimulationen zu beenden und angenehme Stimulationen aufrecht zu erhalten (unterstützen).
  76. 76Gegen wen/ was stellt dieses Zitat von Dolf Zillmann eine Kritik dar »We take the position, that people usually pay little attention to why they choose what they choose when they choose it.Gegen den Uses and Gratification Ansatz, der davon ausgeht, dass die Medienauswahl
    bewusst erfolgt
  77. 77Warum haben die Autoren zur Prüfung der Theorie keine Befragung von Rezipienten sondern ein Experiment durchgeführt?Weil Medienauswahl unbewusst erfolgt
  78. 78Beschreiben Sie das in der Vorlesung vorgestellte Experiment zur Prüfung der mmT und erläutern und interpretieren Sie die in der Graphik dargestellten Ergebnisse des Experimentes!Hypothese:
    • Gelangweilte Personen wählen abwechslungsreiches aufregendes Programm aus,
    gestresste Personen beruhigendes Programm
    Durchführung:
    • Testpersonen bestimmen in Vorstudie 6 Sendungen als entspannend bzw. spannend
    • In Hauptstudie wurden Versuchspersonen in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine wurde
    gestresst die andere gelangweilt
    • Versuchspersonen wurde Möglichkeit zum Fernsehen gegeben (konnten sich für
    einer der 6 vorab ausgesuchten Sendungen entscheiden)
    • Die Auswahl des Programms wurde aufgezeichnet
    Ergebnisse:
    Interpretation:
    o Das Experiment zeigt eindeutig, dass sich gelangweilte Personen bevorzugt für anregende Medieninhalte entscheiden
    o Das entscheidende ist der Unterschied der beiden Gruppen, während man bei der gestressten Gruppe kein eindeutiges Ergebnis gewinnen konnte, ist bei
    der gelangweilten Gruppe ein signifikanter Unterschied festsellbar
    warum gestresste Gruppe wählt auch aufregendes Angebot?
    temperamentvolle Typen in Gruppe
    suche nach einem Kick
    aufregende Programme sind interessanter
    Weil die Medienauswahl unbewusst erfolgt
  79. 79Triadisch-dynamische Unterhaltungstheorie (TDU) Werner Früh 2002Unterhaltung durch TV entsteht als angenehm erlebte Makroemotion unter der Bedingung, dass bestimmte Faktoren kompatibel sind und R die Gewissheit hat, die Situation souverän zu kontrollieren
  80. 80TDU Prämissen-Unterhaltung = subjektives Erleben (in Form einer Makroemotion)
    -Erleben wird als angenehm empfunden und wird positiv erlebt
    -R hat Gewissheit, Situation souverän zu kontrollieren
    >Souveränität: Entscheidungsfreiheit des Rezipienten
    >Kontrolle: Beherrschbarkeit der Konsequenzen der Rezeption
  81. 81TDU: Die Unterhaltungs-TriadeUnterhaltungserlebnis hängt von der Kompatibilität der Unterhaltungsfaktoren aus dem Bereich der
    1. Personenmerkmale
    2. Medien- und Stimulusmerkmale
    3. Merkmale der Situation und des gesellschaftlichen Hintergrunds ab
  82. 82TDU: InformationsverarbeitungsprozessUnterhaltungserleben entsteht in einem affektiv-kognitiven Informationsverarbeitungsprozess auf einer Makroebene
    Verarbeitungsprozesse: Ausblendung von Details, Ergänzung von Informationen, Kommentierung des Erlebens auf Mikroebene
  83. 83TDU Zusammenfassung Wie entsteht Unterhaltung?-Jeglicher Inhalt und daraus resultierende Emotionen sind unterhaltungstauglich
    -Ob Unterhaltung vorliegt, entscheidet sich erst im affektiv-kognitiven Informationsverarbeitungsprozess
    -Wenn Informationsverarbeitungsprozess positiv bewertetes Erlebnis vorliegt und Gefühl der Souveränität/Kontrolle
    >>> liegt Unterhaltung vor
  84. 84MoME Voraussetzungen beim Rezipienten1:Willing suspension of disbelief:
    willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit
  85. 85MoME Voraussetzungen beim Rezipienten2:Empathie: Einfühlen in andere Person
    kognitive Empathie: Fähigkeit Situation, Ziele und Gefühle anderer Personen zu erkennen und nachzuvollziehen
    affektive Empathie: Fokus auf emotionalem Erleben einer Person
  86. 86MoME Voraussetzungen beim Rezipienten3:Parasoziale Interaktion/Beziehung:
    Illusion einer sozialen Interaktion oder Beziehung mit einer Medienperson
  87. 87Parasoziale Interaktion (wie face to face) Als-ob-Interaktion1. Perzeptiv-kognitiven Teilprozessen: Verstehen der Situation der Medienperson, Bewerten der Handlungen der Medienperson, Vergleich mit eigenen Erfahrungen
    2. Affektiven Teilprozessen: emotionale Reaktionen auf die Medienperson
    3. Konativen Teilprozessen: Verhalten der Zuschauer in Reaktion auf die Medienperson
  88. 88MoME Voraussetzungen beim Rezipienten4Präsenz/Transportation/Immersion
    Feeling of being there oder
    illusion of non mediation
    In der Geschichte sein ,Vergessen dass es nicht echt ist
    Formen abhängig: bedingen sich gegenseitig
  89. 89Drei Formen von Präsenz1. räumliche Präsenz: das Gefühl der räumlichen Anwesenheit in einer fiktiven Umgebung
    2. soziale Präsenz: Gefühl der sozialen Anwesenheit
    3. Präsenz in einer Geschichte: Verstehen, Einlassen und Eintauchen in Geschichte
  90. 90MoME Voraussetzungen beim Rezipienten5Interesse (thematisch & inhaltlich)
  91. 91MoME Motive damit Enjoyment entstehen kann-Eskapismus: Flucht aus dem Alltag
    -mood management: Regulation von Stimmungen
    -Erfolg, Wettbewerb
  92. 92MoME Manifestation/Begleiterscheinungen-Gelassenheit, Heiterkeit, Lachen
    - Spannung, Nervenkitzel, Entlastung, Erleichterung
    -Traurigkeit, Melancholie, Nachdenklichkeit
    -Vergnügen der Sinne (ästhetische Wahrnehmung)
    -Erfolg, Kontrolle, Selbstwirksamkeit (Bsp Quizsendung)
    -suspense/Spannung
  93. 93Spannung 5 Prämissen- Spannungserleben = subjektives Erleben
    -Spannungserleben = Prozess
    -Spannungserleben entsteht bei Rezeption narrativer Inhalte
    -Spannungserleben beginnt mit Wahrnehmung der Handlungen anderer (affective disposition)
    -Anteilnahme am Schicksal der Protagonisten durch Empathie
  94. 94MoME Wirkungen/Folgen-excitation transfer (Erregungstransfer)
    Spannung angenehm, weil Entlastung am Ende angenehm (Horrorfilm)
    -Katharsis: psychische Reinigung
    -Lernen
  95. 95Willkürliche AufmerksamkeitIndividuum steuert bewusst und willentlich die Aufmerksamkeit
  96. 96Unwillkürliche AufmerksamkeitReize fordern Aufmerksamkeit an
    (Orientierungsreaktion)
  97. 97Erläutern sie am »Cocktailparty-Effekt« die Funktionsweise willkürlicher und unwillkürlicher Aufmerksamkeitssteuerung. Ordnen Sie die Begriffe »top-down« und »bottom-up« zu.-willkürliche Aufmerksamkeit=
    das Gespräch, das man gerade führt, alle anderen Gespräche werden ausgeblendet ; Individuum entscheidet welche Reize aufgenommen werden. Es steuert bewusst und willentlich die Aufmerksamkeit - top down
    -unwillkürliche Aufmerksamkeit= Reiz der die Aufmerksamkeit während der Party auf etwas anderes lenkt z.B. man hört seinen Namen in einem anderen Gespräch ; Reize fordernAufmerksamkeit an – bottom up
  98. 98Was sind Orientierungsreaktionen? Welche Reize können Auslöser für Orientierungsreaktionen sein?-unwillkürliche Reaktion/Reiz
    -man wendet sich diesem Reiz zu um sich zu orientieren
    -Auslöser sind Gefahrensignale, Hunger, Emotionen
  99. 99Was wird in der Schematheorie unter einem Schema verstanden – wie entsteht es, was enthält esaufgrund von Erfahrungen im Gedächtnis werden die relevanten Merkmale im Gehirn abgespeichert und in eine Schublade gesteckt
    Wissensstrukturen, die aus zusammenhängenden Erfahrungen abstrahiert werden und die wichtigstenEigenschaften von Objekten und Objektbereichen beinhalten
    Vorwissen: Reiz wurde schon einmal aufgenommen
    Erfahrungen werdenstrukturiert mit einander vernetzt
    Schubladen im Kopfenthalten Zusammenfassung mit den wichtigsten Merkmalen – Schubladen=Schemata
  100. 100Was läuft im »Kreislauf der Wahrnehmung« im Kreis?Schema lenken Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Reiz und leiten die Erkundung
    Selektion von Objekten und Zuwendung von Aspekten, die im Schema integriert sind
    Wahrnehmung verändert vorhandene Schemata und bildet diese neu – Beginn von vorne
  101. 101Erklären Sie den »Agathe Bauer Effekt« schematheoretisch!Klang der Sprache wird durch eine Schublade imGehirn verdeutscht, man hört das, was bekannt ist
  102. 102Was versteht man in der Rezeptionsforschung unter Involvement?Intensität und Motivation der Aufmerksamkeit
  103. 103Warum zielt Werbung in der der Regel darauf ab, mit niedrigem Involvement verarbeitet zu werden?niedriges Involvement = kurzfristige Meinungsänderung, schnelle Wiederholungen, man denkt nicht nach
  104. 104Grundmodell des UaGAGrundmodell des UaGA
  105. 105GS-GO Diskrepanz ModellGS: gratifications sought - gesuchte Gratifikationen
    GO: gratifications obtaines - erhaltene Gratifikationen
    Medien mit der geringsten Differenz zwischen GS und GO werden ausgewählt
  106. 106Kritik an Grundannahmen des UaGA- Rezipient selegiert durch Mechanismen wie Erwartung, Interessen, Aufmerksamkeit und Interpretation
    ABER
    -dies erfolgt nicht intentional, zielgerichtet, bewusst sondern unbewusst (akzessorisch)
  107. 107Warum ist das Merkmal von Unterhaltungserleben, »dass die Rezeptionssituation souverän kontrolliert werden kann«, ein essentieller Bestandteil der Definition?Unterscheidet allgemeine angenehme Erlebnisweisen von Unterhaltung
    > 1,0 in der Klausur ist KEINE Unterhaltung
  108. 108Was ist der Unterschied zwischen der Mikro- und der Makroebene des subjektiven (Rezeptions-)Erlebens?Mikroebene: Erleben von kleineren Einheiten eines Medieninhalts & Emotion die dadurch ausgelöst werden
    Makroebene: Verarbeiten der Reaktion
    > abstraktere Perspektive
    >Reaktion/Emotion werden ergänzt, relativiert
  109. 109Wie kann es dazu kommen, dass auch eine Bildungssendung im Fernsehen oder die Lektüre eines politischen Kommentars zu Unterhaltungserlebens führt?Kommt auf Makroebene an
    > Endergebnis, Relevanz darf keine Konsequenzen haben
  110. 110Erläutern Sie mit eigenen Worten das Konzept des »willing suspension of disbelief«Bereitschaft zu Akzeptieren, dass nicht alles Geschehene der Realität entspricht, Ausblenden von "Fehlern"
  111. 111Warum ist das Erleben von Empathie für das Rezeptionserleben von großer Relevanz?-Emotionen sind wichtig für Rezeptionserleben; Empathie ist Voraussetzung um Emotionen beim Publikum zu erzeugen
    -kann verwendet werden um aktive Emotionen des Publikums steuern
    Empathie ist Voraussetzung für parasoziale Interaktionen
  112. 112Phasen der Medienwirkungsforschung-Beginn etwa 20er/30er Jahre
    -Radio: neues technisches Medium (extrem hohe Wirkung auf Publikum)
  113. 113People's ChoiceWahlstudie, Präsidentschaftswahlen USA
    -durchgeführt in Erie-County (Ohio)
  114. 114Schwerpunkt People's ChoiceAnalyse des Wahlverhaltens, dessen Einflussfaktoren
  115. 115Design der Studie Peoples Choice-Sonderform: Panelstudie
    = wiederholte Untersuchung derselben Stichprobe
  116. 116Vergleich in Bezug auf (AV)-Wahlentscheidung: Republikaner oder Demokraten?
    -Wahlbeteiligung
    -Wechselwahl
    -Richtung des Wechsels
    -Häufigkeit des Wechsels
  117. 117Vergeleich zwischen Gruppen (UV)-viel und wenig Nutzung von Massenmedien
    -viel und wenig interpersonale Kommunikation
    -aktive Teilnahme am Wahlkampf/keine Teilnahme
    -Auseinandersetzung mit Propaganda
    -persönliche Merkmale
  118. 118Vergleich weil:Unterschiede zwischen Gruppen in Bezug auf AV werden als mögliche/plausible Einflüsse der UV interpretiert
  119. 119People's Choice Ergebnisse SÖS-Personen mit hohem sozioökonomischen Status wählen vermehrt
    Republikanische Partei
  120. 120People's Choice Ergebnisse SÖS und Religion- Religionszugehörigkeit bewirkt scharfe Trennung des Wahlverhaltens
    -Zusammenhang v. Wählerstimmen und Religion besteht auf SÖS Schicht
  121. 121People's Choice Ergebnisse Selektivität und VerstärkungDiejenigen, die sich noch nicht entschlossen haben, setzen sich mehr der Propaganda der Partei aus durch den sie geprägt sind
  122. 122People's Choice Ergebnisse Selektivität und VerstärkungJe mehr Menschen sich für die Wahl interessieren, desto mehr neigen sie zur Propaganda
  123. 123Regel der SelektivitätWahlkampfkommunikation wird selektiv, entsprechend der eigenen Prädispositionen genutzt
  124. 124VerstärkerregelDurch selektive Nutzung werden Prädispositionenverstärkt - ursprüngliche Wahlentscheidung gekräftigt und verstärkt
  125. 125Ergebnisse: Wirkung der PropagandaAufgeschlossenheit für politische Propaganda hat Bekehrungseffekt
    Vorher republikanisch
    > demokratische Propaganda
    > Wechsel zu Demokraten
  126. 126Ergebnisse Wirkung der MassenmedienDie zu den Republikanern wechselnden Personen erwähnen Zeitung als Einfluss
    Die zu den Demokraten wechselnden erwähnen eher Rundfunk
  127. 127Ergebnisse: Bandwagon EffectLeute neigen dazu, für den Kandidaten zu stimmen den sie als Gewinner erwarten
  128. 128MeinungsführerPersonen, die sich um Problem besonders intensiv kümmern & Meinung am meisten äußern
  129. 129Meinungsführer: Operationale DefinitionFolgende Fragen mit JA beantworten:
    1. Haben sie neulich versucht jemanden von ihren politischen Ideen zu überzeugen?
    2. Hat neulich jemand sie um Rat über politisches Problem gebeten?
  130. 130Informationsverhalten der BefragtenInformationsquellen über Wahlkampf:
    politische Diskussion > Rundfunk/Presse
  131. 131Two-step-flow of communicationTwo-step-flow of communication
  132. 132Wirkungskraft der Meinungsführer1. Zweckfreiheit persönlicher Kontakte
    2. Flexibilität bei Überwindung von Widerständen
    3. Belohnung von Konformität
    4. Glaubwürdigkeit: Vertrauensperson
  133. 133Fazit: Peoples Choice-Meilenstein der Medienwirkungsforschung
    -Komplexität und Kreativität der Studie selten wieder erreicht
    -Einleitung zum "Modell der begrenzten Effekte"
    -Begründung/Ursprung zahlreicher Theorien der Kowi
  134. 134Kritik People's Choiceempirische Befunde zum Teil überinterpretiert
  135. 135Methodische WeiterentwicklungNetzwerkanalysen (Merten 1949)
    kleine Studie (86 Personen): Zu wem gehen sie wenn sie einen Rat brauchen?
    > wer mehr als 4x genannt wurde = Meinungsführer
    Identifikation der Meinungsführer über Fremdeinschätzung
  136. 136Multi-Step-FlowAuch Meinungsführer beziehen Informationen und Meinungen von anderen Personen
    Meinungsführer: besser informiert
    Viele Stufen: Medien > mehrere Meinungsführer >Einzelnen
  137. 137Zwei-Zyklen-Modell der Kommunikation Trohdahl 1966Informationen: aus Massenmedien erreichen alle Rezipienten direkt
    (one-step-flow)
    Meinungen und Einstellungen: erreichen die Rezipienten über den Umweg der Meinungsführer (two-step-flow)
  138. 138Fazit zum two-step-flow of communication-ursprüngliche Formulierung kann als überholt gelten
    -Bedeutung interpersonaler Kommunikation für Medienwirkungen gilt nach wie vor
    -Konzept der Meinungsführer und des two step flow wurde weiterentwickelt und ausdifferenziert
  139. 139Peoples Choice Lazarsfeld, Berelson, Gaudet ErkenntniszielInteressen an:
    -Bedingungen die das politische Verhalten bestimmen
    -wie und warum entscheiden sich betreffende Personen für bestimme Partei
    -von welchen Einflüssen wurde ihre Entscheidung während des Wahlkampfes 1940 bestimmt?
  140. 140Soziologisches Modell des WahlverhaltensEin Mensch denkt politisch entsprechend seinem sozialen Sein.
    Seine Merkmale bestimmen die politischen Präferenzen.
    (Lazarsfeld,Berelsen,Gaudet)
  141. 141Welche Prozesse »im Rezipienten« sind dafür verantwortlich, dass die Unterhaltungsrezeption als Vergnügen empfunden wird?-Suspension
    -Willing expension of disbelief: Man blendet aus, dass das Geschehene nur erfunden ist
    -Empathie: mit Charakteren mitfühlen
    -Präsenz: Gefühl in der Geschichte präsent zu sein
    -Parasoziale Interaktion: Gefühl als würde man in einer echten Kommunikationssituation mit einer Figur sein
  142. 142Warum haben die Autoren der Erie-County-Studie keine Querschnittsstudie durchgeführt?Wollten Veränderungen über einen bestimmten Zeitraum beobachten
  143. 143Die Autoren der Erie County Studie haben das sogenannte "soziologische Modell des Wählerverhaltens" entwickelt. Was besagt dieses?Soziales Umfeld/Sein bestimmt mit welche politischen Einstellungen/Absichten ich habe
  144. 144Die Autoren der Erie County Studie haben auf Grund ihrer Befunde die Verstärkerregel formuliert. Was besagt diese? Warum sprechen sie dennoch davon, Medienwirkungen festgestellt zu haben?-Durch Voreinstellungen werden Inhalte beeinflusst/selektiert
    - "Bekehrungseffekt"
  145. 145Was sind - im Verständnis von Lazarsfeld et al. - Meinungsführer und warum sind diese (potenziell) so persuasionsstark?Personendie andere aktiv überzeugen und die nach ihrer Meinung gefragt werden
    > persuasionsstark (überzeugungsfähig)
    > Zweckfreiheit (man erwartet überzeugt zu werden)
    > Diskutieren, Argumentieren
  146. 146Austauscherkonzeption kommunikative Aktive vs. kommunikative Inaktive RobinsonKommunikativ Inaktive: Massenmedien > Information > Einfluss > Inaktive
    Kommunikativ Aktive: Rollen regelmäßig getauscht > überwiegend nur Meinungsführer
    - 2 Gruppen
    (Opinion Givers, Opninion Receivers)
  147. 147Diffusion von Innovationen-Verbreitung von Wissen (Diffusionsforschung)
    > Wie sich Meinungen, Innovationen in einer Gesellschaft verbreiten
  148. 148Definition von Innovation (Schenk)Eine Idee, Objekte oder Verfahrensweisen.
    Sowohl Gegenstände der materiellen wie der immateriellen Kultur, die von den Mitgliedern eines sozialen Systems als NEU angesehen werden.
  149. 149Der AdaptionsprozessAdaption = Übernahme
    Persuasion: Adaptoren müssen überzeugt werden
    Implementierung: Integration in den Alltag
  150. 150Voraussetzungen für Adaptionsprozess1. frühere Erfahrungen
    2. Probleme/Bedürfnisse
    3.Innovation
    4. Normen des sozialen Systems
  151. 151Adaptionsprozess Empfänger Eigenschaften1. Sozioökonomische Merkmale
    2. Persönlichkeitsmerkmale
    3. Kommunikationsverhalten
  152. 152Adaptionsprozess Eigenschaften der Innovation1. Relativer Vorteil
    2. Kompatibilität
    3. Komplexität
    4. Prüfbarkeit
    5. Beobachtbarkeit
  153. 153Die Diffusion von InnovationenS-Kurve: Wie viel Prozent einer Gesellschaft
    haben die Innovation zu einem Zeitpunkt bereits übernommen
    > zunächst langsame Übernahme
    > Verbreitungsgeschwindigkeit nimmt deutlich zu
    > Dann Verlangsamung
  154. 154Klassifikation der Übernehmer nach dem Zeitpunkt der AdoptionGauß'sche Normalverteilung
    > erste Ableitung
  155. 155Typologie von AdoptorenInnovatoren: risikofreudig, höhere finanzielle Ressourcen, viele formelle und informelle Kontakte außerhalb der eigenen sozialen Gruppe, Informationen aus erster Hand (z.B Fachzeitschriften)
    Frühe Übernehmer (=Multiplikatoren)
    gut integriert, gut informiert - aus den Massenmedien überdurchschnittlich hoher sozioökonimischer Status, viele Meinungsführer
    Frühe Mehrheit: gut integriert, keine Führungsrolle, auch noch überdurchschnittlicher SÖS
    späte Mehrheit: skeptisch gegenüber Innovation, schlechter informiert, niedriger SÖS
    Nachzügler: sehr traditionsgebunden, häufig sozial isoliert
  156. 156Kommunikationskanäle im AdaptionsprozessMassenkommunikation: Wissen über Innovation
    Interpersonale Kommunikation: Persuasion
    > beide Kanäle stehen in einem komplementären Verhältnis zueinander
  157. 157Die Wissenskluft HypotheseWenn Informationszufluss von Massenmedien in ein Sozialsystem wächst, tendieren Bevölkerungsschichten mit höherem SÖS zu einer rascheren Aneignung dieser Information als die statusniederen Segmente, so dass die Wissenskluft zwischen diesen Segmenten tendenziell zu statt abnimmt.
    SÖS: formalen Bildungsstand, Beruf und Einkommen
  158. 158Begründung der Wissenskluft Hypothese1. bessere Lesens und Verstehensfertigkeiten der höher Gebildeten
    2. Mehr themenrelevantes Vorwissen der höher Gebildeten
    3. Mehr relevante soziale Kontakte der höher Gebildeten
    4. stärker und umfangreicher Rezeption von Informationen der höher Gebildeten
    5. Präferenz für Printmedien der höher Gebildeten
  159. 159Unterscheidung von drei verschiedenen Klüften1. Angebotskluft
    2. Nutzungskluft
    3. Rezeptionskluft
  160. 160Empirische Prüfung der Wissenskluft HypotheseHypothese 1: Die besser gebildeten Mediennutzer haben im Verlauf der Berichterstattung einen größeren Wissenszuwachs als die weniger gebildeten Mediennutzer
    Dazwischen: Knowledge-Gap
  161. 161Hypothese 2Wird viel über ein Thema berichtet, nimmt der Zusammenhang zwischen Bildung und Wissen zu
  162. 162Probleme und WeiterentwicklungenWissen: knowledge about (Faktenwissen) vs knowledge of (Strukturwissen/Verständniswissen)
    Defizit oder Differenz? Wissen wird entsprechend Interessen und Anforderungen der SÖS aufgenommen
    Ceiling/Deckeneffekte: messtechnischer Deckeneffekt & thematischer Deckeneffekt
    Deckeneffekt: Proband ist schon "an der Decke" "bei 100%" an Wissen
    Schlussfolgerung: Wir müssen differenzierte Messgeräte nutzen um Deckeneffekt NICHT zu erreichen
  163. 163Thematischer DeckeneffektKein weiterer Info-Input zum Thema
  164. 164Fazit Wissenskluft Hypothese-empirisch prinzipiell bestätigt
    -zahlreiche "mediatisierende" Faktoren (Wissenstyp: Struktur vs Faktenwissen; Interesse am Thema; Thema: Softthema vs. politisches Thema)
    -praktische Relevanz liegt bei Vermeidung/Abbau von Wissensklüften
  165. 165Kommunikationskanäle im AdaptionsprozessMassenkommunikation: Wissen Innovation
    Interpersonale Kommunikation: Persuasion
    > beide Kanäle stehen in einem komplementären Verhältnis zueinander
  166. 166Was ist im Forschungsfeld "Diffusion von Innovationen" mit "Innovation" gemeint? Welche Rolle spielen die Massenmedien in diesem Diffusionsprozess»Unter Innovation versteht man eine Idee, Objekte oder Verfahrensweisen, also sowohl Gegenstände der materiellen wie der immateriellen Kultur, die
    von den Mitgliedern eines sozialen Systems als neu angesehen werden.«
  167. 167Wenn Berichterstattung zu einem Thema X zunimmt: Wie wird sich laut der Wissensklufthypothese der Wissensstand zum Thema X der Gruppe mit hohem söS und der Gruppe mit niedrigem söS über die Zeit entwickeln?Hoher SÖS: Mitglieder werden einen größeren Wissenszuwachs haben (auch wenn Thema ganz neu); Niedriger SÖS: Mitglieder brauchen länger, um denselben Wissensstand zu erreichen oder schaffen das nie → Kluft wird wachsen
  168. 168Was versteht man unter »Angebotskluft«, »Nutzungskluft«und »Rezeptionskluft« und inwiefern tragen diese zu einer Entstehung einer Wissenskluft bei?1. Angebotskluft
    • Höhere finanzielle Ressourcen um Infos zu erlangen
    • Hoher söS ist lukrativ für Werbung (Angebote) etc. deshalb gibt es auch mehr
    2. Nutzungskluft
    • Sich ergänzende Medien und Interpersonal
    3. Rezeptionskluftt
    • Höher gebildete Menschen rezipieren Medien effizienter
    Angebotskluft: viele mediale Bildungsangebote sind an Personen mit hohem SÖS gerichtet und erreichen niedrige SÖS nicht
    Nutzungskluft: niedrige-SÖS-Personen nutzen Bildungsangebote seltener/weniger intensiv
    Rezeptionskluft: niedriger SÖS kann Inhalte schwerer auffassen/verknüpfen
    Zusammen erklärt sich dadurch die gesamte Wissenskluft: wer weniger Medien nutzt, weil ihm weniger angeboten werden und/oder er wenig versteht, wird weniger wissen
  169. 169Inwiefern sagt ein sich verändernder Korrelationskoeffizienten zwischen Wissen und Bildung etwas über wachsende oder gegebenenfalls auch abnehmende Wissensklüfte?Wird viel über ein Thema berichtet, nimmt der Zusammenhang zwischen Bildung und Wissen zu. Die besser gebildeten Mediennutzer haben im Verlauf der
    Berichterstattung einen größeren Wissenszuwachs als die weniger gebildeten Mediennutzer. Das die Hypothese der Wissenskluft empirisch bestätigt wurde.
  170. 170Agenda Setting Cohen 1963Anfang der 70er Jahre
    - neue Perspektive auf Medienwirkungen:
    starke Wirkungen erscheinen unter bestimmten Bedingungen wieder möglich - nämlich bei Betrachtung kognitiver Wrikungen
  171. 171Agenda Setting - die zentrale Hypothese-Indem Massenmedien über einige Themen sehr prominent, über andere weniger prominent und über viele gar nicht berichten
    -bestimmen sie welche Themen vom Publikum als relevant und wichtig wahrgenommen werden (& über sie nachdenken)
    > Medien setzen die Agenda (Tagesordnung an Themen mit welchen sich die Gesellschaft befassen soll)
    > Definition Thema: Unter einem Thema wird eine kontrovers diskutierte, gesellschaftlich-politische Streitfrage verstanden (engl. issue)
  172. 172Agenda Setting Funktion der Medien= Themtisierungs und Strukturierungsfunktion der Massenmedien
    -Thematisierung, da Medien häufig einziger Zugang zu Realität
    -Strukturierung durch Vorgabe einer Medien-Agenda
    -Annahme: Themenrangfolgen der Medienberichterstattung beeinflussen Themenrangfolgen der Bevölkerung)
  173. 173Chapel-Hill-Studie McCombs/Shaw 1972- 1. Pionierstudie: McCombs, Maxwell & Shaw Donald
    Fragestellung: Wie beeinflusst die Rangordnung der Wichtigkeit von Themen in der Medienberichterstattung (Medien-Agenda) die Rangordnung der Wichtigkeit von Themen in der Bevölkerung (Publikums-Agenda)
  174. 174Chapel-Hill-Studie: Methode1968 während des US-Präsidentschaftswahlkampfs
    -in Chapel Hill (North Carolina)
    -Zeitraum: 1 Monat > Querschnittsstudie
  175. 175Chapel Hill StudieInhaltsanalyse der Medienberichterstattung
    15 verschiedene Themen
    -Außenpolitik
    -Innenpolitik
    -Finanzpolitik
    -Sozialpolitik
    -Bürgerrechte
    Bildung einer Reihenfolge entsprechend der Anzahl der Artikel (Medien-Agenda)
  176. 176Korrelationskoeffizient= Zusammenhangsmaße
    Korrelation: r=+1
    verdrehte Reihenfolge
  177. 177KorrelationskoeffizientKorrelation: r=0.0
    > kein Zusammenhang der Agenden
    kein Muster, keine Ähnlichkeit erkennbar
  178. 178Chapel Hill Studie: ErgebnisseKorrelation zwischen Agenden aller Medien und der Bevölkerung
    r=.967 > sehr starke Übereinstimmung
  179. 179Chapel-Hill-Studie: Kritik-Querschnittdesign für Kausalnachweis unangemessen
    -Kleines nicht repräsentatives Sample (N=100)
    -Verwendung von Aggregt- statt Individualdaten
    -Grobe Themenkategorien
  180. 180Komponenten des Agenda Setting Prozesses- Publikums Agenda Setting
    -Policy Agenda Setting > neue zusätzliche Agenda
    -Medien Agenda Setting
  181. 181Wirkungsmodell von Agenda SettingUV ------------------> AV
    Lerneffekt
  182. 182Formen der RelevanzzuschreibungPerceived Community Salience:
    -Wie wichtig ist Thema X für Deutschland?
    Intrapersonal Salience:
    -Wie wichtig ist das Thema X für sie persönlich
  183. 183Individualebene vs gesellschaftlicher EbeneAgenda Setting als Funktion der Massenmedien für die Gesellschaft und für einzelne Individuen
  184. 184Intervenierende VariablenOnline: Publikumsagenda mit wenigen Themen
    TV: Scheinwerfereffekt (schnell, kurz anhaltend)
    Print Medien: deutlich stärkere Effekte
    Medien: TV vs Print vs Online
    Thema: neu etabliert; Aufdringlichkeit/Obtrusiveness = Aufdringlichkeit
    Rezipient: Hohes Interesse = Geringe Effekte
  185. 185Priming-ursprünglich aus der Psychologie
    - in KoWi: politisches Priming
    -Verknüpfung von psychologischem Priming und Agenda Setting
  186. 186politisches PrimingRezipienten beurteilen politische Akteure bevorzugt nach denjenigen Kriterien, die in der allgemeinen Medienberichterstattung verstärkt thematisiert wurden
  187. 187Fragestellung Iyengar/Peters/Kinder1. Lässt sich Agenda Setting im Experiment nachweisen
    2. Hat Agenda Setting einen Einfluss auf die Bewertungsmaßstäbe für den US Präsidenten?
    >> mit einem Experiment untersucht
  188. 188Iyengar/Peters/Kinder Methode 1982-44 Versuchspersonen
    -drei Gruppen (Verteidigung, Umweltverschmutzung, Inflation)
    -Ablauf:
    1. Erfassung der Themenwichtigkeit
    2. Rezeption der manipulierten Nachrichten
    3.Erfassung der Themenwichtigkeit & Fragen zur Bewertung des Präsidenten
  189. 189Ergebnisse zu Agenda Settingkonnte im Experiment bestätigt werden
  190. 190Iyengar/Peters/Kinder Methode zur Prüfung der Priming Hpothese-Abfrage der Gesamtbewertung von Jimmy Carter
    -Abfrage der Bewertung von Jimmy Carters Leistung in verschiedenen Politikfeldern
    -Vergleich des Zusammenhang zwischen Gesamt und Politikfeld Bewertungen zwischen den verschiedenen Experimentalgruppen
  191. 191Iyengar/Peters/Kinder Fazit-Nachweis von Agenda Setting
    -Nachweis von Priming: medial gesetzte Themen bilden Bewertungsmaßstab für politische Objekte
    -(+) beide Nachweise auf Individualdaten-Niveau
    -(-) Aussagekraft der Studie begrenzt: unnatürliche Experimentalsituation, nur TV Nachrichten
  192. 192Fazit Priming (Kepplinger 1989)Massenmedien besitzen einen Einfluss auf die Meinungsbildung und Wahlentscheidung wenn sie die vorhandenen Einstellungen nicht ändern. Es genügt sie mehr oder weniger stark zu aktualisieren
  193. 193Second-Level-Agenda-SettingFirst Level Agenda Setting: Hervorhebung von Themen und Objekten
    > "normales" Agenda Setting
    Second Level Agenda Setting: Hervorhebung von Attributen und Eigenschaften von Objekten
  194. 194FramingEin Thema wird immer in einem bestimmten Kontext und aus einer bestimmten Perspektive dargestellt. > wird in einem bestimmten Rahmen präsentiert = gerahmt
    Bsp: Abtreibung im Kontext der Diskussion um ein Recht auf Leben oder um Recht auf Selbstbestimmung
    > Agenda Setting immer Vermittlung bestimmter Sichtweisen und Perspektiven verbunden
  195. 195Fazit Agenda Setting-einfache,theoriearme Hypothese gestartet
    -Formulierung kognitiver und soziale Wirkungsmechanismen
    -empirisch intensiv untersucht und bestätigt
    -sehr fruchtbares Rezept
    -weiterführende Theorien initiiert: Priming, Second Level Agenda Setting und Framing
  196. 196Drei verschiedene AS Wirkungsmodelle McCombs 1977-Awareness Modell (Aufmerksamkeitsmodell): Thematisierungsfunktion
    -Salience Modell: Themenstrukturierungsfunktion
    -Prioritäten Modell (Medienagenda=Publikumsagenda): Themenstrukturierungsfunktion
  197. 197Was tritt sowohl beim thematischen als auch beim methodischen Deckeneffekt auf. Wo liegen die Unterschiede zwischen beiden EffektenProband ist schon "an der Decke" "bei 100%" an Wissen
    Schlussfolgerung: Wir müssen differenzierte Messgeräte nutzen um Deckeneffekt NICHT zu erreiche
  198. 198Inwiefern handelt es sich bei Agenda Setting nicht um persuasive sondern nur eine kognitive Medienwirkung?Medien machen Themen durch Agenda-Setting nur bekannt, sie versuchen nicht, Meinungen zu übermitteln/bilden/verändern. Somit erhöht sich nur der kognitive Wissensstand über ein Thema, eine Überzeugungsarbeit findet nicht statt.
    Cohen 1963: »The mass media may not be successful much of the time in telling people what to think, but the media are stunningly successful in telling their audience what to think about.«
  199. 199Beschreiben Sie das »Standard«-Design von Agenda-Setting-Studien.ängsschnittbefragungen mit Medienanalyse (Inhaltsanalyse) und Bürgerbefragung, repräsentativ, standardisiert und quantitativ
    Es handelt sich bei dem „Standard"-Design von Agenda-Setting-Studien um
    • Längsschnittstudien
    Die Variablen
    • UV = Medienberichterstattung (Quantität, Hervorhebung)
    • AV = Wichtigkeit des Themas in der Gesellschaft und interpersonal
    Die Methode ist eine
    • Inhaltsanalyse zum Zeitpunkt 1 um Medien-Agenda anhand der Themenselektion in den Medien zu erfassen
    • Befragung zum Zeitpunkt 1 um Publikumsagenda zu erfassen
    • Inhaltsanalyse zum Zeitpunkt 2 um Medien-Agenda anhand der Themenselektion in den Medien zu erfassen
    • Befragung zum Zeitpunkt 2 um Publikumsagenda zu erfassen
    suche nach ursache-wirkung zusammenhang
    The Issues of the Sixties.«: Ergebnisse
    I Die Wichtigkeit des Themas ändert sich (tendenziell) zuerst in der Berichterstattung und danach in der Bevölkerung.
    I Die Berichterstattung spiegelt (meistens) nicht die Realität - die Bevölkerung folgt jedoch oft eher der Berichterstattung als der Realität (Realitätskonstruktion)
  200. 200Was ist (im Rahmen des Agenda-Setting-Konzepts) ein Thema?Unter einem Thema wird eine kontrovers diskutierte, gesellschaftlich-politische Streitfrage verstanden (engl. »issue«).

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Beschreibung
Kommunikationswissenschaft Karteikarten am Rezeptions und Wirkungsforschung, erstellt von Nicola Schiller am 11/07/2018.
Erstellt von
Nicola Schiller
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