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Karteikarten

2C Entwicklungspsychologie - Kapitel 1 bis 2.1 inkl.

Bibische Bildungswissenschaft Bachelor Deutsch 47 Karten

2C Entwicklungspsychologie - Kapitel 1 bis 2.1 inkl.

Karten in diesem Stapel (47)

  1. 1Definition von "Entwicklung" nach Trautner (1991)Entwicklung bezieht sich auf relativ überdauernde intraindividuelle Veränderungen des Erlebens und Verhaltens über die Zeit hinweg.
  2. 2Welche intraindividuellen Veränderungen gelten NICHT als Entwicklung?- kurzfristige Befindlichkeitsänderungen
    - Veränderungen durch abrupt eintretende äußere Ereignisse
  3. 3Was ist Gegenstand der EP?- intraindividuelle Veränderungen des Erlebens u. Verhaltens
    - dabei auftretende interindividuelle Unterschiede
    - Analyse dieser Veränderungen in Bezug zur jeweiligen materiellen und sozialen Umgebung
  4. 4Was sind die grundlagenorientierten Aufgaben der EP?- Beschreibung und Erkärung von Entwicklungsphänomenen
  5. 5Was sind die anwendungsorientierten Aufgaben der EP?- Diagnose aktueller Entwicklungsstand
    - Prognose zukünftiger Entwicklungsstand
    - Suche nach Möglichkeiten zur Beeinflussung d. Entwicklungsstands (Interventionen bei ungünstigen Entwicklungsprognosen)
  6. 6Womit befasst sich die Entwicklungsdiagnostik?Bestimmung des aktuellen Entwicklungsstands (eines Kindes in Relation zu einer Bezugsgruppe)
  7. 7Die EP befasst sich in erster Linie mit der Ontogenese. Wie lautet deren Definition?Ontogenese ist die Entwicklung des Menschen (als Individuum) von der Konzeption (Empfängnis) bis zum Tod.
  8. 8Wie lautet die Definition von Phylogenese?- stammesgeschichtliche Entwicklung im Laufe der Evolution
    - bezieht sich nicht auf einzelne Individuen, sondern auf die Entwicklung von Arten oder Spezies
  9. 9Wie lautet die Definition von Anthropogenese?- auf die Entwicklung des Menschen bezogener Spezialfall der Phylogenese
    (von den frühen Vorformen bis zum Homo Sapiens)
  10. 10Die Ontogenese...- befasst sich mit der Entwicklung im gesamten Lebenslauf
    - fokussiert aber traditionell auf das Kinder- und Jugendalter
    - erst in letzter Zeit vermehrt auch Forschung der EP im höheren Erwachsenenalter
  11. 11Orientierung am Lebensalter- Entwicklung wird oft in Abhängigkeit vom Alter betrachtet
    - nur sinnvoll, so lange Varianz zwischen Altergruppen größer ist als Varianz innerhalb der Altersgruppe
    - homogenere Gruppen lassen sich bilden, wenn statt des Alters der Entwicklungsstand als Kriterium genutzt wird
  12. 12EntwicklungsstandDer Entwicklungsstand kann in unterschiedlichen Entwicklungsbereichen differieren.
    Mögliche Entwicklungsdimensionen sind z.B. kognitiv, motorisch, sozial.
    Erst in neueren Theorien werden Entwicklungsbereiche unterschieden (früher Gesamtentwicklungsstand).
  13. 13Was bedeutet "Kernwissen" in den Entwicklungsbereichen?Teilweise wird angenommen, dass es Entwicklungsmodule (-bereiche) gibt, die bereits frühzeitig vorhanden sind und im Laufe des Lebens ausgebaut werden. So nimmt man z.B. an, dass Kinder früh ein Kernwissen in Physik, Biologie und Psychologie haben.
  14. 14Definition zweier EntwicklungsformenA) KONTINUIERLICHE:
    Sind durch quantitative Veränderungen über die Zeit hinweg charaktierisiert
    B) DISKONTINUIERLICHE:
    Es treten auch qualitative Zustandsveränderungen auf
    (z.B. vom vorsprachlichen Denken hin zum sprachlich-symbolischen Denken, sobald ein Säugling sprechen kann)
  15. 15Ist die Fähigkeit zur Perspektivübernahme eine quantitative oder qualitative Veränderung?Das ist eine Frage des Standpunkts und der zugrunde gelegten Kriterien.
  16. 16Welche Theorie geht zB von rein quantitativen Entwicklungsverläufen aus?Lerntheorie
  17. 17Welche Theorie geht zB von qualitativen Entwicklungsverläufen aus?Kognitive Theorie von Piaget
  18. 18Unterscheide endogene und exogene EntwicklungssteuerungEndogen:
    Entwicklung ist innengesteuert (Reifungsprozess, gesteuert durch Erbanlagen)
    Exogen:
    Entwicklung ist außengesteuert
    (als Folge von Lernen und Erfahrung)
  19. 19Anlage (endogen) und Umwelt (exogen)Es wird aktuell von wechselseitigen Einflüssen von Anlagen und Umwelt ausgegangen.
    In frühester Kindheit eher endogene Faktoren relevant für Entwicklung, später kommen exogene hinzu.
  20. 20Was ergaben Adoptivstudien zum Intelligenzquotienten der Kinder?Der Grad der Übereinstimmung des IQ der Kinder mit den Adoptiveltern nahm im Laufe der Entwicklung ab. Gleichzeitig nahm die Übereinstimmung des IP mit den biologischen Eltern zu.
    (Brody, 1992)
  21. 21Die Psychoanalyse in der Tradition Sigmund Freuds (1930, 1933): Definiere Es, Ich, Über-Ich.ES: Um unmittelbare Triebbefriedigung bemüht (Nahrung, Sex,...)
    ÜBER-ICH: Repräsentiert die internalisierten Normen der Umgebung (die der unmittelbaren Triebbefriedigung entgegen stehen)
    ICH: Versucht Wege zu einer Triebbefriedigung zu finden, die mit den Normen im Einklang stehen. Vermittlerrolle zwischen ES und ÜBER-ICH.
    Im Laufe der Entwicklung steht zunächst das ES im Vordergrund, das ICH und ÜBER-ICH entwickeln sich später (das ICH erhält eine zunehmend stärkere Bedeutung).
  22. 22Nenne die fünf Entwicklungsphasen in der psychoanalytischen Theorie Freuds, das zugehörige Alter und die Quelle der TriebbefriedigungORALE PHASE; 0-1 J.; Nahrungsaufnahme und daran beteiligte Organe
    ANALE PHASE; 1-3 J.; Nahrungsausscheidung und daran beteiligte Organe
    PHALLISCHE PHASE; 3-6 .J;
    genitale Zonen
    LATENZPHASE; 6-11 J.;
    Alle früheren Zonen, aber vorübergehende Abnahme Lustgewinn
    GENITALE PHASE; ab 11 J.;
    Wiederbelebung frühkindlicher Arten des Lustgewinns; Zunahme Bedeutung genitaler Zonen
  23. 23Was ist der Ödipus- bzw. Elektrakomplex und in welche Phase fällt er?Ödipuskomplex (Jungen) und Elektrakomplex (Mädchen) fallen in die "Phallische Phase".
    Genitale Unterschiede zwischen Geschlechtern werden erkannt. Kinder fühlen sich zum gegengeschlechtlichen Elternteil hingezogen, um diesen Elternteil für sich alleine zu haben. Furcht vor Rache des gleichgeschlechtlichen Elternteils (ET). Im Anschluss Identikfikation mit gleichgeschlechtlichem Elternteil, um indirekt die eigenen Wünsche zu erfüllen. Durch Identifikation auch Übernahme der Werte und Normen des gleichgeschl. ET und dadurch volle Ausbildung von Über-Ich und Ich. Ich übernimmt nun verstärkt Vermittlerrolle.
  24. 24In welcher Phase (Freud) kommt es zu einer Zunahme des intellektuellen Wissbegier? Was verliert gleichzeitig an Bedeutung?In der Latenzphase.
    Die Bedeutung des genitalen Lustgewinns nimmt gleichzeitig ab.
  25. 25Freud: Wenn die Bedürfnisse des Kindes in den einzelnen Entwicklungsphasen altersangemessen befriedigt werden......sind keine Entwicklungsprobleme zu erwarten.
  26. 26Freud: Wenn die Bedürfnisse des Kindes in den einzelnen Entwicklungsphasen unzureichend oder übermäßig befriedigt werden, kommt es zu......Fixationen (Entwicklungsprobleme).
    Auch in späteren Entwicklungsphasen wird Bedürfnisbefriedigung besonders aus Quellen bezogen, die nicht altersentsprechend sind (zB übermäßige orale Aktivitäten im Erwachsenenalter (Essen, Trinnken, Rauchen)).
  27. 27Psychoanalytische Konzeption von Erik Erikson- baut auf Theorie Freuds auf
    - Ich-Entwicklung deutlich stärkeren Stellenwert als bei Freud
    - sieht Entwicklung als lebenslangen Prozess
    - verschiedene Entwicklungsphasen, die durch psychosoziale Krisen gekennzeichnet sind, die vom Individuum gelöst werden müssen
  28. 28Die 8 Entwicklungsphasen nach Erik Erikson: Säuglingsalter1. Lebensjahr
    Urvertrauen vs. Urmisstrauen
  29. 29Die 8 Entwicklungsphasen nach Erik Erikson: Frühes Kindesalter1-3 Jahre
    Autonomie vs. Selbstzweifel
  30. 30Die 8 Entwicklungsphasen nach Erik Erikson: Mittleres Kindesalter3-5 Jahre
    Initiative vs. Schuldgefühl
  31. 31Die 8 Entwicklungsphasen nach Erik Erikson: Spätes Kindesalter6 Jahre bis Pubertät
    Kompetenz vs. Minderwertigkeitsgefühl
  32. 32Die 8 Entwicklungsphasen nach Erik Erikson: AdoleszenzAb Pubertät
    Identität vs. Rollendiffusion
  33. 33Die 8 Entwicklungsphasen nach Erik Erikson: Frühes ErwachsenenalterAb 20 Jahren
    Intimität vs. Isolation (Rückzug)
  34. 34Die 8 Entwicklungsphasen nach Erik Erikson: Mittleres ErwachsenenalterAb 40 Jahren
    Generativität vs. Stagnation
  35. 35Die 8 Entwicklungsphasen nach Erik Erikson: Höheres ErwachsenenalterAb 60 Jahren
    Ich-Integrität vs. Verzweiflung
  36. 36Nenne eine der neueren Konzeptionen von Psychoanalyse, das Jahr, die Autoren und den Hauptgedanken.Konzept der Objektbeziehungen (Mahler, Pine & Bergmann, 1999).
    Bedürfnis nach physischem und sozialem Kontakt und seine Befriedigung stehen im Vordergrund.
    Die "Objekte" (zB Mutter) werden dabei weniger als Triebbefriediger gesehen, sondern in ihrer Funktion, die Entwicklung des Ich und der psychischen Unabhängigkeit zu ermöglichen.
  37. 37Was ist ein gemeinsames Charakteristikum der psychoanalytischen Konzeptionen?Alle psychoanalytischen Konzeptionen entstanden aus Beobachtungen in klinisch-therapeutischen Kontexten (unklar, inwieweit sie auf nicht-klinische Kontexte übertragbar sind).
  38. 38Wurden die psychoanalytischen Konzeptionen systematisch empirisch überprüft?Viele Annahmen konnte nicht systematisch empirisch überprüft werden! Dennoch hatten viele psychoanalytische Annahmen Einfluss auf die EP, zB geht die BINDUNGSFORSCHUNG auf psychoanalytische und psychobiologische Wurzeln zurück.
  39. 39Was ist die Psychobiologie?Eigenständige, interdisziplinäre Forschungsrichtung, die sich mit den biologischen Grundlagen psychischer Phänomene beschäftigt,
    mit Verhaltensbiologie und Psychologie als wichtigsten Teildisziplinen.
  40. 40Wofür sind psychobiologische Ansätze vor allem relevant?Für die Erklärung frühkindlichen Verhaltens.
  41. 41Womit befasst sich die Soziobiologie?Mit Beziehungen zwischen genetischen Interessen (Weitergabe von Genen) und Verhalten.
  42. 42Lerntheoretische Konzeptionen (Basics in Stichpunkten)- Exogene Steuerung von Entwicklung im Vordergrund
    - Verwendung insbesondere in der pädagogischen und klinisch-psychologischen Verhaltensmodifikation
    - Zentrale Lernformen:
    Klassisches Konditionieren
    Operantes Konditionieren
  43. 43Was ist die Grundidee, wie Entwicklung abläuft, die sowohl Erikson als auch Havighurst (1972) vertreten?- Individuum wird i. L. seines Lebens mit verschiedenen Entwicklungsaufgaben konfrontiert
    - diese müssen bewältigt werden
    - Bewältigung wird erleichtert, wenn frühere Aufgaben erfolgreich bewältig wurden (Bewältigungsmechanismen auf die zurückgegriffen werden kann)
  44. 44Worin unterscheiden sich die Theorien von Erikson und Havighurst?Erikon:
    Spezifische Abfolge von 8 psychosozialen Krisen (Stufen)
    Havighurst:
    Keine spezifische Abfolge von Krisen, mit denen jedes Individuum konfrontiert wird. Vielmehr unterschiedliche Entwicklungsaufgaben, die von individuellen Lebensumständen abhängen.
  45. 45Wie lassen sich Entwicklungsaufgaben (EA) nach Havighurst unterscheiden?Vorhersehbare EA (Schuleintritt, Heirat...)
    Unvorhersehbare EA (Krankheit, Tod...)
    Manche EA sind von allen Gesellschaftsmitgliedern zu bewältigen, andere nur von einigen. Bewältigung kann unterschiedlich gut gelingen.
  46. 46Wofür war die EA-Konzeption von Havighurst Vorreiter?Für das "Anforderungs-Bewältigungs-Paradigma":
    EA = Aufgaben, die vom Individuum zu bewältigen sind. Beim Misslingen einer Anforderungsbewältigung => Belastungserleben.
    Anforderungen sind daher nicht mit Belastungen gleichzusetzen, denn sie werden erst durch den Bewertungsvorgang (und das Ergebnis) zur Belastung.
  47. 47Übersicht: Anforderungs-Bewältigungs-ParadigmaÜbersicht: Anforderungs-Bewältigungs-Paradigma

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Grundbegriffe der EP Theorien der EP
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Bibische
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