Karteikarten
Soziale Wahrnehmung
Karten in diesem Stapel (35)
- 1SelektionSelektive Wahrnehmung – wir filtern „unwichtiges heraus“
Von allen gegebenen und zugänglichen Reizen wird nur ein kleiner Teil beachtet und verarbeitet – und zwar der Teil, auf den wir uns konzentrieren. Wir entscheiden dabei, was für uns relevant ist. - 2InferenzEine Information hinzufügen um ein Gesamtbild zu erhalten
Bei der Wahrnehmung werden weitere Informationen, die über die tatsächlich gegebenen Informationen hinausgehen, verarbeitet. Dann werden (unbewusst) Schlüsse auf weitere, nicht sichtbare oder noch nicht sichtbare Eigenschaften eines Wahrnehmungsobjektes gezogen. - 3erster Eindruck - EinflüsseSympathie
Kompetenz & Autorität - 4SympathieÄhnlichkeit (similar-to-me-effect)
Assoziation mit Positiven
Physische Attraktivität (beauty is good-Annahme) - 5Ähnlichkeit (similar-to-me-effect)Hobbys, Herkunft, Job, Freunde, Ziele
Vertrautheit (familiarity)
Bsp.: Pendler – jeden Tag die gleichen Mitfahrer - 6Assoziation mit PositivenVerbindung mit schon erlebten positiven Ereignissen
- 7Physische Attraktivität (beauty is good-Annahme)Evolutionär bedingt
Bsp.: gut aussehendes Obst - 8Autorität & KompetenzKörpergröße
Kleidung
ordentlich, Kompetenz soll ausgestrahlt werden
Körperbau
Luxusartikel
Strahlen Erfolg aus, nicht zu viel (Neid) oder zu wenig (Überlegenheit des anderen)
Bsp.: Uhr, Auto - 9Faktoren der Nonverbalen Kommunikation• Blickkontakt
• Gestik
• Körperhaltung
• Bewegung
• Gesichtsausdruck
• Mimik
• Stimme
• Gesichtsausdruck
• Räumlicher Abstand (Distanzzonen) - 10BLICKKONTAKTHier gibt es große kulturelle Unterschieden. Kann folgendes bedeuten:
Sympathie, Dominanz, Höflichkeit, Herausforderung - 11STIMMEBei sozialpsychologischen Test wurde festgestellt, dass sich die Stimme bei „Lügnern“ hörbar verändert. Die Stimme wird, wenn Menschen lügen, höher – hellere Stimmfarbe. Dagegen verraten Gestik und Mimik oft nichts über Lügen.
- 12GESTIKDa es so viele unterschiedliche Kulturen auf der Welt gibt, liegt es auch nahe, dass nicht alles die gleiche Bedeutung haben kann. Beispielsweise bedeutet das „OKAY“, was mithilfe des Zeigefingers und Daumen geformt wird, in Lateinamerika etwas Obszönes / Unanständiges.
- 13RÄUMLICHER ABSTAND / DISTANZZONENAuch die kulturellen Unterschiede machen sich in den Distanzzonen bemerkbar. Da Deutsche eher eine große Distanzzone wahren, finden die Südamerikaner es netter einen sprichwörtlich „auf die Pelle zu rücken“ – ihre Distanzzone ist wesentlich kleiner, als die der Deutschen. Beispiel: Begrüßung / Verhandlungen
- 14Implizite PersönlichkeitstheorienDer Mensch betrachtet seine Welt durch transparent Muster oder Schablonen, die er sich schafft und die er dann auf die Realitäten der Welt zu übertragen versucht. (Gerorg Kelley, 1955)
- 15Primacy EffektBei wenigen Informationen merkt sich das menschliche Gehirn, die ersten Informationen, die es zu fassen bekommt. Dies geschieht oft bei einer kurzen Informationskette.
- 16Recency EffektDie zuletzt gehörte Information in einer Reihe von Informationsketten wird am ehesten vom Gehinr aufgenommen und abgespeichert. Dieser Effekt tritt häufig bei langen Informationsketten auf – Beispielsweise bei Präsentationen / Vorträgen aber auch bei Motivationslosigeit und Unaufmerksamkeit.
- 17Gemeinsamkeit von Recency und Primacy EffektOft treten der Primacy- und Receny-Effekt gemeinsam auf. Die Infos, die das Gehirn als erstes und als letztes aufnehmen, werden am ehesten abgespeichert. Die Informationen, die sich in der Mitte befinden, werden oft vernachlässigt und daher nicht oder nur teilweise abgespeichert.
- 18HALO-EFFEKT„Heiligenschein-Effekt“ Dies ist eine kognitive Verzerrung (fehlerhafte Neigung beim Wahrnehmen) auf unbekannte Eigenschaften von Menschen durch bekannte Eigenschaften.
Tendenz zur konsistenten (fest, stabil) Bewertung
Das Wissen über eine bestimmte Eigenschaft einer Person dominiert (überwiegt) den Gesamteindruck. Andere Eigenschaften werden vernachlässigt oder ignoriert. - 19Faktoren, die den Halo-Effekt beeinflussen1. ATTRAKTIVITÄT
2. ELOQUENZ (Weltgewandtheit – wenn sich jemand sehr gut ausdrücken kann) - 20Fehler im Personalbereich• Kleber Effekt
• Hierarchie Effekt
• Lorbeer Effekt - 21Kleber Effekthat zur Folge, dass längere Zeit nicht beförderte Mitarbeiter von Beurteilern unbewusst unterschätzt und entsprechend schlecht bewertet werden.
- 22Hierarchie Effektkommt dadurch zum Ausdruck, dass die Beurteiler solche Mitarbeiter besser bewerten, die höher als andere in der Hierarchie eingeordnet sind. Organigramm des NDR
- 23Lorbeer EffektBeurteilungsfehler
bei dem der Beurteiler insbes. die in der Vergangenheit erreichten „Lorbeeren“ berücksichtigt, ohne dass ein unmittelbarer Bezug zur aktuellen Beurteilung gegeben ist.
Dr. – Titel - 24Durch was werden die Effekte ausgelöstdurch Stereotypen
(einzelne Informationen werden genommen und ein weiteres Bild wird erschaffen, mit Hilfe von Informationen, die sich das Gehirn „ausdenkt“, da diese zu den vorhandenen Informationen passen können – es werden Zusammenhänge von gewussten Informationen geschlossen. - 25Aufrechterhaltung / Bestätigung von Eindrücken• Tendenz zur Beharrung
• Konfirmatorische Informationssuche
• self-fulfilling prophecy - 26Tendenz zur BeharrungErster Eindruck hat dann noch Einfluss auf die Beurteilung einer Zielperson auch wenn er sich nachfolgend als falsch herausgestellt hat
- 27Konfirmatorische Informationssuche (confirm – bestätigen)Menschen suchen gezielt nach Informationen, die ihre Eindrücke über andere Menschen bestätigen
- 28self-fulfilling prophecySich selbst erfüllende Prophezeiung
Bestimmte Erwartung von einer Person und deren Verhalten führt dazu, dass sich diese erwartungskonform (passend) verhält.
„Punker sind immer inkompetent“ – Statement wird bestätigt - self-fulfilling prophecy - 29Mögliche Einflüsse des Beobachters• Erster Eindruck
• Verfügbarkeit
• Kontext:
• Annahmen & Erwartungen
• Stereotype & Vorurteile
• Implizite Theorien - 30Erster EindruckAufmerksamkeitslenkung durch zuvor aktivierte Konzepte, erster Eindruck („attraktiv“)
- 31Verfügbarkeitbestimmte Eigenschaften wie z.B. „ehrlich“ sind bei manchen Menschen chronisch verfügbar
- 32KontextSituative Rahmen kann Auswirkungen auf die Wahrnehmung haben; Beurteiler nehmen jene Aspekte, die ihrem eigenen Hintergrund entsprechen, bevorzug wahr.
- 33Annahmen & ErwartungenVon Erwartungen abweichende Informationen werden häufig nicht oder unzureichend wahrgenommen
- 34StereotypeWahrnehmung stereotypkonsistenter Ereignisse
- 35Implizite TheorienSind Personen meist nicht bewusst und beeinflussen z.B. die Gewichtung von Aspekten
Informationen
- Beschreibung
- 1. Semester Sozialpsychologie Karteikarten am Soziale Wahrnehmung, erstellt von teresa-tessmer am 26/05/2016.
- Erstellt von
- teresa-tessmer
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