Karteikarten
Allgemeine Genetik
Karten in diesem Stapel (106)
- 1GenotypErbbild, genetische Ausstattung eines Organismus
- 2PhänotypErscheinungsbild, Menge aller Merkmale eines Organismus
- 3Was braucht ein Modellorganismus für Voaussetzungen?+ Zahlreiche Nachkommen
+kurze Generationszeiten
+leicht verfügbar und kultivierbar
+ klare Merkmale - 4homozygot2 gleiche Allele
- 5heterozygot2 unterschiedliche Allele
- 6AlleleUnterschiedliche Varianten eines Gens
- 7dominantAllel setzt sich in der Merkmalsausprägung durch
- 8rezessivAllel setzt sich in der Merkmalsausprägung nicht durch
- 9PloidengradAnzahl der Chromosomensätze einer Zelle
- 101. Mendelsche RegelUniformitätsregel; Nachkommen gegensätzlicher Kreuzungen reiner Linien besitzen einen einheitlichen Phänotypen
- 112. Mendelsche RegelSpaltungsregel; Kreuzungen der heterozygoten Nachkommen F1 zweier reiner Elternlinien untereinander führen zur Aufspaltung der Phänotypen nach bestimmten Zahlenverhältnissen
- 123. Mendelsche RegelUnabhängigkeitsregel; Merkmale werden nicht abhängig voneinander vererbt, wobei ab F2 neue, reinerbige Kombinationen auftreten.
- 13SelbstungSelbstkreuzung; Selbstbestäubung einer Pflanze mit dem eigenen Pollen
- 14RückkreuzungTestkreuzung; Kreuzung eines F1 Individuums mit einem homozygot rezessiven PArtner, um den Genotyp des Individuums zu ermitteln
- 15Vollständige DominanzEin heterozygotes Lebewesen zeigt denselben Phänotyp wie eines der homozygoten Eltern
- 16Unvollständige DominanzDer Phänotyp heterozygoter Lebewesen (F1) liegt zwischen dem homozygoter Eltern (intermediärer Phänotyp)
- 17KodominanzGleichzeitige Dominanz. Ein Gen hat mehr als ein dominantes Allel. Die beiden unterschiedlichen Allele eines einzigen Gens wirken im heterozygoten Zustand gleich stark auf den Phänotyp ein. Der Phänotyp entsteht dabei nicht als homogene Mischform der beiden Merkmale, wie beim intermediären Erbgang, sondern die Genprodukte beider Allele werden voll exprimiert und die zugehörigen Merkmale werden unabhängig voneinander ausgeprägt
- 18Multiple AllelieIn einer Population existieren mehr als zwei Allele für ein bestimmtes Gen bzw. einen bestimmten Genort.
- 19Letale AlleleSind meistens rezessiv, können aber auch dominant sein. Sind häufig embryoletal.
- 20PenetranzDer Anteil der Individuen mit einem bestimmten Genotyp, die den erwarteten Phänotyp zeigen
- 21ExpressivitätDer Grad, zu dem ein bestimmtes Merkmal ausgeprägt ist
- 22Penetranz und Expressivität können beeinflusst werden durch:Umweltfaktoren
• Andere Gene (Polygenie, Epistase)
• Multifaktoriell: Der Phänotyp wird durch Gene und Umweltfaktoren beeinflusst - 23PolygenieMehrere Gene beeinflussen ein phänotypisches Merkmal
- 24Pleiotropie(Polyphänie): Die Veränderung mehrerer phänotypischer Merkmale, die durch ein einzelnes Gen hervorgerufen wird
- 25Epistaseein Gen kann die Unterdrückung der phänotypischen Ausprägung eines anderen Gens bewirken
- 26Geschlechtsgekoppelte VererbungEs gibt abweichende Vererbungsmuster, wenn Gene auf dem X oder Y Chromosom lokalisiert sind • Geschlechtschromosomen = Gonosomen, alle anderen Chromosomen = Autosomen
- 27X-Chromosomen InaktivierungWeibchen sollten doppelt so viele Proteine bilden, die auf dem X-Chromosom codiert sind. Das ist aber nicht der Fall, da in der frühen Embryonalentwicklung alle Zellen zufällig ein X-Chromosom inaktivieren. Alle Zellen, die von diesen Embryonalzellen abstammen haben das gleiche Inaktivierungsmuster • Das inaktivierte X-Chromosom wird stark kondensiert und ist während der Interphase als dunkler Punkt im Zellkern sichtbar (Barr-Körperchen)
- 28Hardy-Weinberg-Gleichgewicht"Die Häufigkeit von Allelen in einer Population bleibt über die Zeit konstant, wenn andere evolutionäre Einflüsse fehlt"
- 29Frequenz berechnenFrequenz des dominanten Allels + Frequenz des rezessiven Allels = 1
- 30DNA-Helixdoppelstängiges Polynukleotid das die Form einer Heix annimmt. Die Stränge sind antiparallel. Die DNA kann verschiedene Formen annehmen z.B. A-->B durch Dehydratisierung.
- 31Ladung der DNAnegativ aufgrund der Phosphatgruppen.
Dadurch Gelelektrophorese möglich - 32Nukleotide bestehen aus...... 5-Kohlenstoffzucker, einer Phosphatgruppe und einer von 4 Stickstoffhltigen Basen.
- 33Verknüpfung der Nukleotide über ...... Phosphodiesterbindung
- 34Verbindung der Basen....... über Wasserstoffbrückenbindungen.
GC 3
AT 2 - 35Die Replikation der DNA geschieht .......semikonservativ
- 36DNA-HelikasEnzym, das die Energie aus der Hydrolyse von ATP nutzt um die beiden DNA Stränge zu entspiralisieren und aufzutrennen (Replikation)
- 37SSB-ProteineProteine, die Einzelstränge der DNA nach der Auftrennung binden und verhindern, dass diese sich wieder zu Doppelsträngen zusammenlagern
- 38Primasebindet an Matrizenstrang und synthetisiert Primer
- 39Primerkurzer RNA-Einzelstrang, der komplementär zum Matrizenstrang
- 40MitoseBildung neuer, identischer Zellen. Ersetzen von Körperzellen. Neubildung von Organen (Embryo)
- 41M-Phase des ZellzyklusMitose und Zellteilung
- 42G1-Phase des ZellzyklusZellwachstum und RNA-und Proteinsynthese
- 43Restriktionspunktpoint-of-no-return, Zelle groß genug? Günstige Umwelt?
- 44S-Phase des ZellzyklusDNA-Replikation, Histon-Synthese, Centrosom-Bildung
- 45G2-Phase des ZellzyklusVorbereitung der Mitose
- 46Reihenfolge der ZellzyklusphasenM G1 S G2 M
- 47Phasen der MitoseProphase,Prometaphase,Metaphase,Anaphase, Telophase
- 48ProphaseChromosomen kondensieren, Chromatiden werden nur am Centromer zusammengehalten. In den Chromosomen befinden sich viele Tubulin-Untereinheiten, sie assozieren zu Mikrotubuli, die zwischen den Polen einen Spindelapperat ausbilden. Die Mitosespindel
- 49PrometaphaseDie Kernhülle zerfällt und ihre Bestandteile werden in den Vesikelmmembranen gespeichert. Die Spindelphasern heften sich an die Centromere, bzw an die Mikrotubuli
- 50KinetochorSpezielle, platten-oder halbkugelförmige Struktur aus Proteinen und dne, die am centromer seitlich aufsitzt und als ansatzstelle dür die fasern des spindelapperats dient.
- 51MetaphaseDie Chromosomen orden sich in der Äquatorialebene an. Die Schwesternchromatiden weisen zu unterschiedlichen Polen.
- 52AnaphaseDie Chromatiden werden durch Verkürzung der Spindelfasern voneinander getrennt und zu den Polen gezogen. Unterstützung von den Stemmfasern
- 53TelophaseChromatiden entfalten sich. Kernkörperchen und Kernhülle bilden sich wieder neu
- 54CytokineseTeilung des Cytoplasmas
- 55CyclineRegulation des Zellzyklus. sind in der Lage mit Cyclin-abhängigen Kinasen Komplexe zu bilden sowie deren Kinasefunktion zu aktivieren und sie damit zu regulieren
- 56Regulation des Zellzyklusstarts in Säugerzellendurch Phosphorylierung des Retinoblastom Proteins. Es kommt zur Freisetzung eines Transkriptionsfaktors, der Gene für die Initiation des Zellzyklus aktiviert
- 57p53Tumorsuppressor, hemmt die Aktivität einer Reihe von Genen (Zellzykluskontrolle, Apoptose, DNAReperatur). Verlust der Funktion spielt eine kritische Rolle bei der Entstehung von Krebs, nicht Auslöser
- 58unkontrolliere Vermehrung von Zellenes kommt dazu, wenn entweder beide Kopien des Tumorsuppressors kaputt sind, oder eine dominate Mutation in einem proto-onkogen eine Hyperaktivierung des Zellzyklus bewirkt
- 59MeioseBesondere Form der Kernteilung diploider Zellen in Keimzellen, bei der die Chromosomenzahl halbirt wird, indem jedem der beiden Tochterkerne je ein homologer Partner eines Chromosomenpaares zugeteilt wird.Übergang zur haploiden Phase
- 60Funktion MeioseBildung von Geschlechtszellen
- 61Ablauf MeioseProphaseI-MetaphaseI-AnaphaseI-TelophaseI-Interkinese-ProphaseII-...
- 62Meiose IReduktionsteilung, wie Mitose
- 63Meiose IIÄquationsteilung
- 64Rekombintion in der MeioseDurch crossing-over in der Prophase I
- 65Hollida-Stukturwichtiger Zwischenschritt des crossing overs. Hilft beim Austausch von genetische Information zwischen zwei homologen bzw. nicht homologen DNA Stängen. Der Vorgang wird von der Rekombinase katalysiert. Es besitzt vier Untereinheiten, von denen sich je zwei an eine der beiden DNA-Helices binden.
- 66Vergleich Mitose und Meiose: VorkommenMeiose in der Keimbahn, Mitose in somatischen Geweben
- 67Vergleich Mitose und Meiose: FunktionMeiose Bildung von Geschlechtszellen, Mitose Erhalt bzw. Vermehrung von Körperzellen
- 68Anzahl der Tochterzellen Meiose und MitoseMeiose 4 und Mitose 2
- 69Interphase bei Meiose und MitoseMeiose nach beiden Teilungen und Mitose nach jeder Teilung
- 70Rekombination bei meiose und MitoseBei Meiose ja, erbgleiche Teilung- vier genetisch verschiedene Tochterzellen, bei Mitose, nein. Erbgleiche Teilung- jede Tochterzelle mit gleicher Erbinformation wie Mutterzelle.
- 71Hybridisierung von NukleinsäurenPaarung von komplementärer Stränge, Denaturierung durch Hitze, Renaturierung bei Raumtemperatur, nur komplementäre Stränge können dann hybridisieren
- 72Southern BlotNAchweis ob eine bestimmte DNA Sequenz vorhanden ist und wie groß dieses Fragment ist
- 73Durchführung Southern BlotFragmente durch Gelelektrophorese aufgetrennt, denaturiert, Membrn über Gel, Puffer wird mit DNA rausgezogen, DNA auf Membran fixiert, markierte Sonde : DNA oder RnA mit komplementärer Basensequenz zu Gen von Interesse, bindet wenn Gen vorhanden
- 74Northern Blottechnich ähnlich zu southern blot. Nur die immobilisierte Nukleinsäure ist RNA, zur Ermittlung von Expressionslevel spezifischer mRNAs
- 75Western BlotNachweis von Proteinen mittels Antikörpern, zur Ermittlung der Menge spezifischer Proteine
- 76Microarrayserlauben Analyse von 50.000 Genen gleichzeitig
- 77PCRPolymerasekettenreaktion. Wiederholt Zyklen von Denaturierung, Anlagerung der Primer, Elongation (DNA Synthese)
- 78RT-PCRReverse Transkription PCR, Umschreiben von RNA in komplementäre DNA (cDNA) vor der PCR, Verwendung von Enzym Reverse Transkriptase
- 79STRsShort tandem repeats, Wiederholungen einer bestimmten Sequenz, die im Genom aller Säugetiere vorkommt. Variabel sinnd dabei die Anzahl und die Länge der Wiederholungen - genetischer Fingerabdruck
- 80KlonierenMethode, bei der bestimmte DNA-Abschnitte aus einem Organismus isoliert und in ein fremdes DNA-Molekül integriert werden, um sie dann mithilfe von Wirtszellen zu vervielfältigen
- 81Klonenbezeichnet die Herstellung genetisch identischer Organismen durch ungeschlechtliche Vermehrung
- 82Natürliche SelektionNicht alle Individuen eine Population pflanzen sich mit dem gleichen Erfolg fort
- 83Umweltbedingungen bei nat Selektionbeeinflussen nur die bereits vorliegenden Varianten, die zuvor zufällig entstanden sind
- 84Zwei antagonistischen Prinzipien der nat SelektionMutation und Selektion
- 85Gerichtete SelektionZüchtung
- 86ZüchtungsstrategienAuslese, Hybridzüchtung, Mutationszüchtung, smart breeding
- 87HybridzüchtungKreuzung von zwei nahezu reinerbigen, genetisch möglichst unterschiedlichen Inzuchtlinien
- 88HeterosisErscheinung, dass weitgehend heterozygote Individuen gegenüber homozygoten eine gesteigerte Ertragsleistung und Vitalität aufweisen
- 89Problem der Hybridzüchtungsie sind häufig unfruchtbar, d.h. sie müssen immer wieder neu gekauft werden
- 90Mutationszüchtungdurch Chemikalien oder Röntgenstrahlung, dadurch ca. 1800 neue Kultupflanzen, fallen nicht unter gentechisch veränderte Pflanzen
- 91smart breedingZüchtung mit molekularen MArkern, nur sehr wenig Material wird zur Analyse benötigt, erspart Zit und Kosten und ist sehr Zielgerichtet
- 92GentechnikMethoden und Verfahren, die auf den Erkenntnissen der Molekularbiologie und Genetik aufbauen und gezielte Eingriffe in das Erbgut ermöglichen
- 93Produkt Gentechnikrekombinate DNA, die über Plasmidvektoren/ Vektoren in die Zellen gebracht werden und gentechnisch veränderte Organismen können ergestellt werden
- 94Transformationnicht-virale Übertragung von freier DNA in kompetene Bakterienzellen (Pilze, Algen, Hefe, Pflanzen)
- 95TransfektionDna Übertragung in eukaryotische Zellen
- 96Warum Gentechnik?gezielter und schneller. Ausserdem ist das Einbringen artfremder Gene möglich (Zugriff auf tertiären Genpool)
- 97Anwendungsgebiete der Gentechnikrote-, weiße- und grüne Gentechnik
- 98SustitutionstherapieErsatz oder Korrektur fehlender Genfunktonen bei Erberkrankungen, die auf einem einzelnen Gendefekt beruhen (monogenetische Erberkr.)
- 99AdditionstherapieEine Verstärkung der physiologischen Genfunktonen, bspw. in der Immunabwehr bei Infektionskrankheiten und Krebs
- 100GentherapieEinschleusung (Gentransfer) von Nukleinsäuren in Zellen des menschlichen Körpers. Es wird versucht erworbene oder vererbte Erkrankungen zu behandeln
- 101SuppressionstherapieAusschaltung pathogener Genaktivitäten.
- 102Binäre vektorenKönnen sowohl in bakterien als auch im Zielorganismus Pflanze abgelesen und vermehrt werden
- 103Antisense-TechnikDNA - antisense Strang- es wird kein Proteine produziert
- 104Überexpressions-TechnikFremde DNA fremde mRNA wird produziert und fremdes Protein gebildet
- 105Crispr/cas Systemurspr. Abwehrmechanismus der Bakterien gegen FremdDNA, ermöglicht es DNA an bestimmten Sequenzen gezielt zu schneiden und zu verändern. Gene können eingefügt, entfernt, oder ausgeschaltet werden
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Informationen
- Beschreibung
- Biologie (Allg. Genetik) Karteikarten am Allgemeine Genetik, erstellt von M S am 26/10/2016.
- Erstellt von
- M S · Okt 2016
- Aktualisiert
- 17 Jan 2017
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