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Karteikarten

PuKW WERB (Matthes)

Lara Gundacker Publizistik Deutsch 96 Karten

Karten in diesem Stapel (96)

  1. 1Gütekriterien der WerbewirkungsmessungReliabilität
    Validität
    Sensitivität
  2. 2Wie kann man die Verfahren zur Werbewirkungsmessung differenzieren?- nach Untersuchungsdesign oder Erhebungsverfahren (Befragung, Beobachtung, Experiment)
    - nach Erhebungsart (telefonisch, persönlich, online, brieflich)
    - nach Messzeitpunkt (Pretest, Rezeptionsbegleitender Test ,Posttest)
  3. 3Welche Forschungslogiken gibt es im Prozess der Werbewirkungsforschung?explorativ
    descriptiv
    explanativ
  4. 4verschiedene Verfahren zu Werbewirkungsmessung: 1) Beurteilungsverfahren- Urteile von Rezipienten in qualitativen Befragungen oder Fokusgruppen
    - Einsatz besonders in den frühen Phasen zB.: zum Test von Ideen
    - Vorteil: vergleichsweise geringer Zeit-, Personen- und Geldaufwand
    - Nachteil: Urteilsverzerrungen, dritte-Person-Effekt
  5. 52) Erinnerungstest TEIL 1- Recall oder Reproduktionstests (freier oder gestützter Recall)
    - Vorteil: "hartes" Kriterium ob und an welche werblichen Informationen sich die Rezipienten erinnern können
    - Nachteile: Erinnerungsleistung abhängig von der Menge der Werbung, Primacy- oder Recency-Effekte, Abstand zwischen Exposition entscheidend, Einfluss von Drittvariablen (zB. Alter), hohe Erinnerungswerte sind nicht gleich gut
  6. 62) Erinnerungstest TEIL 2- Recognition oder Wiedererkennungstest (Ja/Nein, Forced Choice, Copy-test, Batch-testing)
    - Vorteile: Messpunkt nicht so wichtig, kaum primacy- oder recency Effekte
    - Nachteile: Raten, keine aktive
    Erinnerung/Reproduktion, sondern nur Abruf bei erneutem Kontakt
  7. 7Wie kann so ein Recall- oder Reproduktionstest in der Praxis aussehen?Bsp.: Personen werden im Supermarkt gebeten an einer Umfrage teilzunehmen, die nichts mit Werbung zu tun hat
    Im Hintergrund läuft ein Radio mit Werbespots
    Nächsten Tag werden die Befragten angerufen und gefragt ob sie sich daran erinnern können (das Radio lief, welche Spots, Marken, usw.)
  8. 8Wie kann so ein Recognition- oder Wiedererkennungstest in der Praxis aussehen?Bsp.: Versuchspersonen blättern in Zeitschrift und werden im Anschluss gefragt ob eine bestimmte Werbung (Bild wird gezeigt) in der Zeitschrift war
  9. 93) Einstellungs- und Bewertungstest- Einstellungsmessung zur Erhebung der Präferenz/Sympathie für ein Produkt/eine Marke (absolut oder komparativ)
    - Vorteile: die Erhebung zur Einstellung gegenüber eines Produktes kann helfen eventuellen Kauf hervorzusagen, vergleichsweise einfacher Test
    - Nachteile: anfällig für sozial erwünschtes Antworten, sinkende Teilnahmebereitschaft
  10. 104) VerhaltenstestsVerhaltensmessung als geäusserte Präferenz gegenüber einem
    Produkt oder werblichen Reize, die beobachtet oder abgefragt
    werden kann
    - Vorteil: Korreliert am stärksten mit tatsächlichem Konsumverhalten
    - Nachteile: Fast nur möglich bei bereits existierender Werbung und seltener bei
    Pretests vor einer Werbekampagne, Reaktivität: Z. T. künstliche Situation, in der sich Personen unter
    Umständen nicht mehr so spontan wie im Alltag verhalten
  11. 11Wie kann so ein Verhaltenstest in der Praxis aussehen?- Simulationsmarkt zB. Online-Shopping
    - Ad-Click: Anklickrate bei Online-Werbung
    - Zappingverhalten
    - Rücksendeverhalten bei Coupons
  12. 125) Erinnerungs- und Bewertungstest- Consideration Set Messung = umfassen Marken oder Produkte einer Kategorie, die
    bei einer Auswahl/beim Kauf in Erwägung gezogen werden (gestützt oder ungestützt)
    - Vorteil: Kombination von Erinnerung und Bewertung/Kaufabsicht
    - Nachteil: Nur gedächtnisbasiertes Entscheidungsverhalten
  13. 13Alternative Verfahren als Ergänzung klassischer: 1) Wahrnehmung/Aufmerksamkeit- Blickregistrierung:
    Eye Tracking erfasst Augenbewegungen und misst
    Wahrnehmung und Aufmerksamkeit (Fixationen und Sakkaden)
    - Vorteile: sekundengenau, Identifikation von Eye-Catchern
    - Nachteile: Keine Aussage über Positivität eines werblichen Reizes, Störfaktoren wie zB. individuelle Sehgewohnheiten, situative
    Aufmerksamkeit unabhängig vom werblichen Reiz
  14. 142) Physiologische Verfahren A) Elektrodermale Reaktion- Bei Erregung wird Schweiss abgesondert, der die elektrische
    Leitfähigkeit der Haut für schwache Ströme erhöht
    - Vorteile: nicht bewusst steuerbar deshalb ehrlich, sekundengenau
    - Nachteile: invasiv, aufwendige Datenaufbereitung, misst lediglich Erregung
  15. 152B) Elektroenzephalographie (EEG)- Messung von Spannungsschwankungen an der Oberfläche des
    Gehirns mit Hilfe Elektroden an Kopfhaut
    - Vorteile: gute Abschätzung in welcher
    Reihenfolge Hirnareale aktiviert werden
    - Nachteile: Verarbeitung in tiefer liegenden
    Hirnregionen wird nicht erfasst, aufwendige Datenerhebung und Verarbeitung
  16. 162C) funktionale Magnetresonanztomographie (fMRT)- Neurophysiologisches Verfahren zur Erfassung der Muster der
    Hirnaktivität bei Konfrontation mit werblichen Reizen, misst Sauerstoffsättigung des Bluts im Gehirn
    - Vorteile: Lokalisierung von beteiligten Hirnregion bei der Wahrnehmung von
    werblichen Stimuli
    - Nachteile: hohe Kosten, Geringe zeitliche Auflösung
  17. 173) Reaktionszeitbasierte Verfahren A) MarkenKategorie-Verknüpfung- Bekannte Marken sind im Gedächtnis stark mit anderen Attributen verbunden
    - weniger bei Spontankäufen entscheidend, aber eher bei
    geplanten Anschaffungen
    - Idee: starke
    Marken sind besser verknüpft; daher ist die
    Reaktionsgeschwindigkeit
    höher
  18. 183B) Impliziter Assoziationstest (IAT)Erfassung von automatisch abrufbaren Assoziationen aus einem
    assoziativen Netzwerk, die insbesondere bei spontanem
    Verhalten relevant sind
    - Vorteile: Reaktionszeiten sind weniger kontrollierbar als Antworten beim
    Einstellungsselbstbericht
    - Nachteile: eher zur Vorhersage von spontanem Verhalten aber weniger bei
    geplantem Verhalten, Störfaktor zB.: unterschiedliche Multitaksingfähigkeit der Leute
  19. 19Wie läuft so ein IAT ab?computergestützter Test, bei dem Reaktionszeiten
    auf bestimmte Stimuli gemessen werden
  20. 204) weitere Methoden A) Einstellungsmessung: Continuous Response Measurement (CRM)kontinuierliche Bewertung mittels Dreh- oder Schieberegler
    während der Rezeption werblicher Reize
  21. 214B) Einstellungs-/freie Erinnerungsmessung: Verbalprotokolle- nach oder
    lautes Denken während der Betrachtung von Werbung
    - Nachträgliche Codierung der CR, z. B. nach Häufigkeit, Umfang,
    Komplexität, nach Valenz (positiv oder negativ) etc.
  22. 224C) Emotionen, Einstellungen: Gesichts-Elektromyographie (EMG)Messung des emotionalen Ausdrucks anhand der elektrischen
    Aktivität einzelner Gesichtsmuskeln in Reaktion auf werbliche Reize;
    Muskuläres Aktivitätsmuster erlaubt Rückschlüsse auf Valenz und
    teilweise auch die Qualität der Reize
  23. 23Ziele der Werbeanalyse- Legt Ist-Situation offen und Handlungsspielraum für geplante
    Werbeaktivitäten fest
    - Leistungen aufspüren, die Mitbewerbermarken nicht aufweisen
  24. 24Methoden der WerbeanalyseMarktforschung
    Auswertung von Sekundärdaten zB. Absatzstatistiken
  25. 25Beziehung zwischen Werbeobjekt und Zielgruppe 1) Brand attitudelow involvement + negative motivation = low involvement informational brand attitude strategy
    low involvement + positive motivation = low involvement transformational brand attitude strategy
    high involvement + negative motivation = high involvement informational brand attitude strategy
    high involvement + positive motivation = high involvement transformational brand attitude strategy
  26. 262) Brand purchase intentionaction objective = trial
    use: refunds, samplings, coupons
    action objective = repeat-purchase
    use: loyalty devices, sweepstakes, contests
  27. 27Beziehung zwischen Werbeobjekt und Markt 1) typische Stadien• Einführungsphase
    • Wachstumsphase
    • Reifephase
    • Sättigungsphase
  28. 282) Beobachtung der MarktentwicklungMarktbreite
    • Marktpotenzial
    • Marktvolumen
    • Struktur und Leistungsfähigkeit der Konkurrenz
  29. 29Was sind Werbeziele?festgelegte und geplante zukünftige Zustände, die
    mit Hilfe von Werbung erreicht werden sollen
  30. 30psychologische KommunikationszieleAbbau psychologischer Kaufhemmnisse
    • Steigerung der sozialen Akzeptanz bestimmter Produkte
    • Weckung von Interesse am Produkt
    • Stabilisierung des Markenbewusstseins
    • Veränderung oder Stabilisierung der Bedeutungen, die einzelnen
    Qualitätseigenschaften eines Produktes oder einer Dienstleistung
    zugeschrieben werden
    • Profilierung der eigenen Produkte gegenüber Wettbewerbern
    • allgemeiner Gewinn von Sympathie innerhalb der Zielgruppe
    • Imagetransfer
  31. 31ZielgruppenanalyseDie Werbemittel müssen zielgruppengerecht gestaltet und das zur
    Verfügung stehende Budget optimal auf die Medien verteilt
    werden
    • Meinungen, Einstellungen, Verhaltensweisen und
    Mediennutzungsgewohnheiten der Zielpersonen müssen bekannt
    sein
    • Märkte oder Teilmärkte müssen festgelegt sein
  32. 32WerbebudgetplanungWerbebudget = Gesamtsumme aller Ausgaben für die Werbung innerhalb einer
    bestimmten Zeitperiode zur Erreichung der Werbeziele
    Einflussfaktoren auf die Budgetebene = Welche Werbeobjekte in welcher Lebenszyklusphase?
    • Welche Zielgruppen?
    • Welche Werbemittel & Werbeträger sind notwendig?
    Bestimmungsverfahren = heuristische und Optimierungsverfahren
  33. 33Werbestreuung und Mediaplanunges wird geplant in welchen Medien, mit welcher Häufigkeit die Werbung auftreten soll
    dabei wird das Budget, die Zielgruppe und das Ziel miteingerechnet
  34. 34Wie sieht ein Mediaplan aus?für eine Kampagne ausgewählten Werbeträger werden mit ihren
    Kosten (Schaltkosten) aufgeführt
    • Für geplante Kampagne zur Verfügung stehender Etat wird auf
    einzelne Medien aufgeteilt
    • Mediastreuplan (Streuplan) legt genau zeitlichen Einsatz der
    einzelnen Werbeträger und deren Zusammenspiel fest
  35. 35Wie wähle ich die passende Medienstrategie aus?- wenn das Produkt erkannt werden soll (recognition brand awareness) sollte Radiowerbung vermieden werden weil man die Verpackung nicht sieht
    - auch bei sowohl low als auch high involvement tranformational Produkten sollte Visualisierung dabei sein (kein Radio)
  36. 36Determinanten der WerbegestaltungsplanungWerbemittelwahl
    • Botschaftsinhalte je nach gewählter Positionierung
    • Anzusprechenden Zielgruppen und zu erreichende Ziele
    • Kommunikationsmix
  37. 37Kriterien der WerbegestaltungsplanungBlickfang; Blickführung; Gedächtniswirkung; Gefühlswirkung;
    Informationsverarbeitungskapazität
  38. 38Copy-Strategiefestgelegte Gestaltungsstrategie, meist als Arbeitsgrundlage für
    die „Kreativen“ (langfristig)
    4 Elemente:
    - Kommunikationsziel
    • Produktversprechen
    • Begründung
    • Tonality
  39. 39Formen der Anspracheemotional oder rational
    Emotionsappelle:
    Kindchenschema, Erotik, Archetypen, Angstappelle, Humor
    Rationale Appelle:
    logische Argumente/Sachinfos
    wichtige Faktoren:
    - rein rational oder emotional-rational
    - Reihenfolge der Argumente
    - einseitig oder zweiseitige Argumentation
    - implizite oder explizite Schlussfolgerung
  40. 40Gestaltungstechniken in TV-WerbungSlice of Life
    • Testimonial
    • Experten
    • Presenter
    • Lifestyle
    • Teaser-Werbung
    • Vergleichende Werbung
  41. 41Arten von Humor in der Werbung- Personifizierung
    − Übertreibung
    − Wortwitz
    − Sarkasmus
    − Albernheit/Blödheit
    − Überraschung
  42. 42Entstehung von Humor1) Relief-Ansatz: Ein Individuum empfindet Humor, wenn es fühlt, dass Stress auf eine
    bestimmte Weise reduziert wurde
    2) Inkongruenz-Auflösungs-Ansatz:
    2 Bedingungen = Aufschlüsselung der Inkongruenz und Überraschung
    3) Disparagement-Ansatz:
    Je feindseliger der Scherz und je negativer die Einstellung des Rezipienten
    gegenüber dem „Opfer“ des Scherzes, desto intensiver ist die
    Humorreaktion
  43. 43Wirkung von Humor in der Werbung- Aufmerksamkeit
    - Glaubwürdigkeit der Quelle
    - Positiver Affekt
    - Ablenkung von Gegenargumenten
  44. 44Wo wirkt Humor am Besten?- bei low-Involvement Produkten
    - bei jüngeren, besser gebildeten Menschen
    - im Fernsehen
    - bei positivem Bezug zum Humorprodukt
    - bei starker Humor-Produkt-Beziehung
    - bei Personen mit hohem "need-for-humor"
  45. 45Arten von Sex-Appeal in der WerbungNacktheit, sexuelles Verhalten, Kontextuelle Faktoren, Anspielungen und Doppeldeutigkeit, Sexual Embeds
  46. 46Wirkung von Sex-Appeal in der WerbungUnterstützungsthese = die Erinnerung an Marke/Produkt ist bei Werbung mit Sex-Appeal größer
    Distraktionsthese = die Erinnerung an Marke/Produkt ist bei Werbung ohne Sex-Appeal kleiner
  47. 47Sollte prinzipiell ein Bezug zum Produkt bestehen wenn man mit Sex-Appeal wirbt?JA!
    Aufmerksamkeitsfokussierung = Wenn Sex Appeals zu einer verstärkten Aktivierung führt, sollte
    Erinnerung für Informationen, die im Zusammenhang mit dem
    Schlüsselreiz stehen besser erinnert werden
    Vampir- oder Ablenkungseffekt = Werbebotschaften bei denen das Produkt keinen Bezug zum Sex-Appeal nimmt werden schlechter erinnert
  48. 48Bedingungen der Wirkung von Sex-Appeal in der WerbungReziepentenmerkmale: wirkt besser bei jüngeren Menschen und auch das Geschlecht spielt eine Rolle
    Persönlichkeit/Wertvorstellung: höhere Wirksamkeit bei liberalen Wertvorstellungen und sexueller Offenheit im Gegensatz zu konservativen
    Produkt-Sex Appeal-Zusammenhang: je grösser der
    Zusammenhang desto erfolgreicher der Sex Appeal
    Kulturunterschiede: Sex Appeals wirksam in liberalen Kulturen
  49. 49WerbeagenturDienstleistungsunternehmen für Beratung, Konzeption, Gestaltung, Planung
    und Realisation von Werbe- und sonstigen Kommunikationsmaßnahmen
  50. 50Abteilungen in einer Full-Service-WerbeagenturWerbevorbereitung
    • Kundenberatung
    • Gestaltung und Produktion
    • Media
    • Verwaltung
  51. 51Manche Unternehmen spezialisieren sich auf Teilbereiche zum Beispiel ...- kreative (grafiker, texter, usw.)
    - Sponsoring
    - Markt- und Meinungsforschung
    - Bildagenturen
    - Adressenverlage
    - PR
    - Web
    - Eventmanager
  52. 52Was ist der IAA EFFIE Award?Der IAA EFFIE Award zählt zu den weltweit begehrtesten Werbepreisen und
    wird an Kampagnen vergeben, deren Einsatz zu nachweisbarem Markt- und
    Kommunikationserfolg geführt hat
    Wird in folgenden Bereichen vergeben:
    - Konsumgüter Non Food
    − Handel
    − Gebrauchsgüter
    − Konsumgüter Food/Beverages
    − Dienstleistungen
  53. 53Kriterien für die Auswahl der richtigen Werbeagenturformale Kriterien:
    - Größe
    − Regionale Aspekte (Reisekosten, Kommunikationskosten)
    − Internationale Vernetzung
    − Branchenkenntnisse
  54. 54Wie verlaufen Pitches?Pitches = Wettbewerbspräsentationen
    1) Einladung ausgewählter Agenturen
    2) Aufgabe: Auf Basis eines Briefings Entwicklung eines umfassenden Werbekonzepts
    3) Vorstellung des Konzepts vorm Auftraggeber
    4) Bei aufwändigen Arbeiten evtl. Abstandshonorar für die Agenturen, die den Zuschlag
    nicht bekommen
  55. 55Wie sieht so ein Briefing aus?Situationsanalyse: Produkt, Markt, Vertrieb & Medien-Mix bisher
    • Operationale Werbeziele
    • Zielgruppenbeschreibung
    • Wettbewerb
    • Soll-Positionierung/ Argumentationsschwerpunkte
    • Kommunikationsstil (Vorgaben)
    • Design-Grundsätze und –Vorgaben
    • Konkrete Definition der Aufgabenstellung
    • Termine
    • Ansprechpartner
  56. 56Bestandteile des AgenturvertragesAuftragsumfang und Leistung der Agentur
    • Vergütung der Agenturleistung
    • Arbeitsabläufe
    • Wettbewerbsverbot
    • Geheimhaltungspflicht
    • Kunde verpflichtet sich zur Ausschließlichkeit der Mittlung
    • Copyright
    • Zahlungsverkehr
    • Vertragsdauer
    • Schlussbestimmungen
  57. 57verschiedene AgenturvergütungenFesthonorar-Vertrag/Honorarsystem
    • Provisionsverträge oder erfolgsabhängige Vergütung
    • Projektbezogene Verträge
  58. 58verschiedene Werbe- und MedienberufeAgentur-Controller/in
    • Animations-Designer/in
    • Art-Buyer/in
    • Art-Director/in
    • Computer-Animateur/in
    • Desktop-Publishing-Spezialist/in
    • Etat-Direktor/in
    • Event-Manager/in
    FFF‐Producer/in
    • Internetdesigner/in
    • Kontakter/in (Kundenberater, Account Manager)
    • Marktforscher/in
    • Mediaplaner/in
    • Multimedia‐Spezialist/in
    • Produktioner/in
    • Screen‐Designer/in
    Trafficer (Traffic-Abteilung, Traffic-Manager)
    • Werbegrafiker/in (Grafikdesigner/in, Grafiker/in)
    • Werbetexter/in
  59. 59Determinanten des InvolvementsPerson
    Produkt
    Marke
    Medien
    Situation
  60. 60Involvement auf 3 Ebenenkognitiv: Intensität der Aufmerksamkeit/gedankliche Vorgänge
    affektiv: Intensität gefühlter Emotionen
    konativ: Ausmaß von Informationssucheverhalten
  61. 61Stufenmodelle der Werbewirkung: 1) AIDA-ModellAttention
    Interest
    Desire
    Action
    - Erfolg auf der einen Stufe ist Voraussetzung für die nächste
    - Kritik: behandelt nur idealen Ablauf, überlegt nicht über die Erfahrung des Konsumenten mit dem Produkt
  62. 622) 6-Stufen-Modell von Lavidge und SteinerAwareness
    Knowledge
    Liking
    Preferences
    Conviction
    Purchase
    - selbe Bedingungen und Kritik wie bei AIDA-Modell
  63. 63Werbung hat 3 Grundfunktionen1) Information (Kognition)
    2) Einstellungsbildung (Affekt)
    3) Erzeugung eines Kaufverhaltens (Konation)
  64. 64Erweiterte Stufenmodelle: 1) Lernhirarchie (learn-feel-do)Wenn Rezipienten involviert und Alternativen klar unterscheidbar
    Lernen (Kognition) - Einstellungsänderung (Affekt) - Verhaltensänderung (Konation)
    Heißt: sie hören vom beworbenen Produkt, entwickeln durch die Werbung positive Einstellung gegenüber Produkt und kaufen es
  65. 652) Dissonanz-Attributions-Hierarchie (do-feel-learn)wenn Rezipienten involviert, Alternativen aber kaum unterscheidbar sind
    Konation - Affekt - Kognition
    Heißt: Sie kaufen ein Produkt, die Erfahrung ändert ihre Einstellung dazu und dann informieren sie sich
  66. 663) Geringes-InvolvementHierarchie (learn-do-feel)Wenn Rezipienten wenig involviert sind und Alternativen kaum unterscheidbar sind
    Kognition - Konation - Affekt
    Heißt: Sie hören von einem Produkt, kaufen es und ändern daraufhin ihre Einstellung
  67. 674) Modell der integrierten Informations-Reaktion (Smith & Swinyard)Lernhirarchie als Ausgangspunkt
    wenn Rezipienten niedrig involviert sind und Kauf eines Produkts kein großes Risiko darstellt (zB.: bei einem Getränk von dem sie in der Werbung gehört haben)
    nur durch ständige Wiederholung dringt die Info über das Produkt durch
  68. 68Fazit und Kritik des Modells der integrierten Informations-ReaktionFazit: Produkterfahrung sogar wichtiger als Werbung; wenn sie das Produkt mögen werden sie es wieder kaufen
    Kritik: theoretisch unterspezifiert; Modell geht von geringen Involvement aus, es gibt keine Prädiktoren die das Involvement hervorsagen
  69. 69Integrative Wirkungsmodelle: 1) ELM = Elaboration Likelihood ModellAbschied des einheitlichen Wirkungsmodell das alleinig auf hoch-involvierte Rezipienten bedacht ist
    Nicht jede Stufe ist notwendig für den Werbeerfolg
    Gestaltungselemente der Werbung haben je nach Route eine
    unterschiedliche Bedeutung
  70. 70ELM Beispielstudie: Alba und MarmorsteinVersuchspersonen bekommen Informationen über zwei vergleichbare
    Kameramarken; es werden 12 gemeinsame Eigenschaften der Kameras unterschieden
    Kamera A: war Kamera B auf 3 Eigenschaften überlegen, allerdings sehr wichtige
    Kamera B: war Kamera A auf 8 Eigenschaften überlegen, allerdings nicht sehr wichtige
    Die Versuchsgruppe die weniger Zeit hatte sich damit auseinanderzusetzen bevorzugte Kamera B alleine wegen der Anzahl der überlegenen Eigenschaften, während die andere Gruppe mehr Zeit hatte und Kamera A wählte, weil die Eigenschaften entscheiden für eine Kamera waren
  71. 712) Modell der Wirkungspfade (Kroeber-Riel)Modell basiert auf 3 Konzepten:
    1) Wirkungskomponenten (Kognition, Affekt, Konation)
    2) Wirkungsdeterminanten (Involvement, sprachliche, bildliche,
    emotionale oder informative Gestaltung, Zahl der Wiederholungen)
    3) Wirkungsmuster
  72. 72Wirkungspfad 1: Informative Werbung und hohes Involvementstarke Aufmerksamkeit - kognitive Vorgänge - Einstellung/Kaufabsicht - Verhalten
  73. 73Wirkungspfad 2: Informative Werbung und geringes Involvementschwache Aufmerksamkeit - kognitive Vorgänge - Verhalten - Einstellung/Kaufabsicht
  74. 74Wirkungspfad 3: Emotionale Werbung und hohes Involvementstarke Aufmerksamkeit - emotionale Vorgänge - kognitive Vorgänge - Einstellung/Kaufabsicht - Verhalten
  75. 75Wirkungspfad 4: Emotionale Werbung und niedriges Involvementschwache Aufmerksamkeit - emotionale Vorgänge - Einstellung/Kaufabsicht - Verhalten
  76. 76Fazit des Modell der WirkungspfadeVorteil: geht nicht von einheitlichen Wirkungsstufen aus, sondern
    formuliert die Bedingungen, die in verschiedenen Wirkungspfaden
    resultieren
    Nachteil: Oftmals Mischung der Wirkungspfade / Mischung zwischen
    informierender und emotionalisierender Werbung
  77. 77Zwischenfazit: 2 Hauptherangehensweisen an Werbung1) Persuasion: Werbung erzeugt eine Reihe von Effekten, an deren Ende die
    Überzeugung zum Kauf steht
    2) Salienz: Werbung zielt auf eine Vertrautheit mit dem Produkt – die
    Persuasion erfolgt nicht durch die Werbung, sondern durch das
    Probieren
  78. 78Assoziative Lernprozesse: 1) Soziale LerntheorieGrundannahme:
    Rezipienten beobachten Verhalten von Medienpersonen und können unter
    bestimmten Bedingungen, dieses Verhalten nachahmen
    Beispiel: Product-Placement in Film/Fernsehen/Musikvideos
  79. 792) Evaluatives KonditionierenGrundlage: klassisches Konditionieren (Pawlow)
    Mechanismus: ein Produkt wird mit einem positiv besetztem Stimulus mehrfach gemeinsam dargeboten; Bewertung des Stimulus wird auf Marke/Produkt übertragen
  80. 803) AktivierungseffekteTheoretische Grundlage: Priming
    =Prozess bei dem Informationen bestimmte Wissenseinheiten beim Rezipienten auslösen; wird der Rezipient mit weiteren Informationen konfrontiert werden die soeben zugänglich gemachten Wissenseinheiten für die Bewertung dieser neuen Funktion angewendet
  81. 81Priming ist am wahrscheinlichsten, wenn...- der Prime zeitlich nur kurz zurückliegt
    - der Prime oft auftritt
    - die aktivierte Wissenseinheit auf die folgende Information passt
  82. 82Non-Assoziative Lernprozesse: 1) Mere-Exposure-EffektDie wiederholte, kurzzeitige und unverstärkte Darbietung eines Stimulus
    führt zu einer positiveren Bewertung desselben
  83. 83Studie von Zanjoc zum Mere-Exposure-EffektVersuchspersonen wurden verschiedene Stimuli mit unterschiedlichen Darbietungshäufigkeiten (0, 1, 2, 5,
    10, 25) gezeigt und danach wurde die Einstellung dazu geprüft (die Stimulie waren türkische Wörter, chinesische Schriftzeichen und Jahrbuchfotos)
    Ergebnis: mit zunehmender Darbietungshäufigkeit stieg die Bewertung der Stimuli deutlich an
  84. 84Erklärung des MEE aufgrund des Fluency Modellbei wiederholten Darbieten eines Reizes wird die Informationsverarbeitung leichter und flüssiger wegen impliziter Erinnerungsspuren
    Wahrnehmungsflüssigkeit wird positiv empfunden und auf den Reiz übertragen
  85. 85Mythen der Werbewirkung- Effektive Werbung muss eine klare Botschaft haben
    - Emotionen nur um Aufmerksamkeit zu erregen, Argumente sind wichtiger
    - Werbung wirkt am besten wenn sie mit höchster Aufmerksamkeit wahrgenommen wird
  86. 86Ziele von Werbunginformieren
    motivieren
    sozialisieren
    verstärken
    unterhalten
  87. 87Was ist Werbeforschung?Teilbereich der Marktforschung der sich mit Konzeption, Planung und Wirkung von Werbung beschäftigt
  88. 88Was ist Marktforschung?zielbewusste und systematische Untersuchung eines Marktes; dient als Grundlage für Beschaffungs- und Absatzpolitische Entscheidungen von Unternehmen
    Ziele
  89. 89In welchen Bereichen (außer der Publizistik) wird Werbeforschung noch behandelt?BWL
    psychologie
    soziologie
  90. 90der klassische Marketing-Mix (die 4 P's)Produktpolitik
    Preispolitik
    Distributionspolitik
    Kommunikationspolitik
  91. 91below-the-line-Werbung- Direktwerbung (direkte und persönliche Adressierung)
    - hybride Werbeformen (programmintegriert zB.: Product Placement)
    - Ambient Medien (überraschende Werbung in ungewohnten Umfeld)
  92. 92WerbeflutMehr als 500 Werbenachrichten am Tag (Bovee & Arens)
    Steigender Werbeanteil (Elliot & Speck)
    Folgen:
    Unaufmerksamkeit
    Werbevermeidung
    Reaktanz
    nur 17% glauben den Aussagen der Werbung
  93. 93Mediamix klassiche Werbungvon größter Anteil zum kleinsten:
    Print
    TV
    Online
    Außenwerbung
    Radio
    Kino
  94. 94Definitionen von WerbungMoser: "Teilfunktion des Marketing" und "psychologische Funktion: Versuch eine Verhaltensbeeinflussung"
    Felser: " Typischerweise versucht Werbung das Beworbene attraktiv erscheinen zu lassen/Einstellungsänderung"
    Siegert & Brecheis: "Werbung ist ein geplanter Kommunikationsprozess.."
  95. 95Funktionen der WerbeforschungMessung und Kontrolle des Werbeerfolgs
    − Prognoseinstrument vor Einführung von Produkten
    − Instrument zur Verbesserung (der Gestaltung und Planung) von Werbung
    − Prüfung und Weiterentwicklung von Theorien in der akademischen
    Werbeforschung
    − Bereitstellen von gesichertem Wissen für Regulierung und Medienpolitik
  96. 96—

Informationen

Beschreibung
Publizistik Karteikarten am PuKW WERB (Matthes) , erstellt von Lara Gundacker am 27/01/2019.
Erstellt von
Lara Gundacker
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