Quiz
Bildungspsychologie und Evaluation
Questions in this quiz (98)
1Wo lässt sich die Bildungspsychologie im Quadratenmodell wissenschaftlichen Arbeiten (Stokes, 1997) einordnen?
- APure applied research
- BUse inspired research
- CUse inspired basic research
- DUse inspired applied research
2Was zeigen Studien, wie sich sicher gebundene Kinder verhalten...
- Abesser im Kindergarten und in der Schule zurechtkommen.
- Bkonstruktiveres Konfliktverhalten zeigen.
- CIm Kindergarten schlechter zurechtkommen
- Dweniger Verhaltensprobleme zeigen
- Espäter eine "Theory of Mind" entwickeln
3Wodurch ist der Situationsansatz in der Kindergartenpädagogik gekennzeichnet?
- ADer Ansatz führte zu einem Boom an Lernspielen, Arbeitsblätter und Lernmaterialien
- BDie Pädagogik soll die naturgegebene Entfaltung sicherstellen und den Einfluss störender Umwelteinflüsse abwehren (-> Waldorf)
- CGezieltes, isoliertes Training von Einzelfähigkeiten steht im Vordergrund
- DFunktionsbereiche wie Wahrnehmen, Sprache, Motorik werden in Aneignungsprozessen, die an lebensnahes praktisches Handeln gebunden sind, gefördert.
- EDas Kind, gekennzeichnet durch Spontanität und Neugier, wird als aktiver Gestalter seiner Umwelt betrachtet.
4Was sind wesentliche Bildungsziele der Grundschule?
- AVermittlung der Grundlage für lebenslanges Lernen
- BVermittlung der Grundlagen für eine weiterführende Bildung
- CÜbernahme geschlechtstypischer Rollen
- DBefähigung zur erlebnisorientierten Erfassung und Strukturierung von Umwelteindrücken
- EWeiterentwicklung der psychomotorischen und sozialen Verhaltensweisen
5Welche Wirkungen hat hohe Leistungsangst/Prüfungsangst im Allgemeinen bei der Bewältigung von schwierigen und komplexen Aufgaben?
- AErhöhte Aufmerksamkeit
- BVerbrauch kognitiver Ressourcen
- CSteigerung der erlebten Kontrollierbarkeit der Situation
- DReduktion der extrinsischen Motivation
- EReduktion von Interesse
6Was sind Kennzeichen des "problem-based-learning"?
- ALernen anhand der Bearbeitung authentischer Problemstellungen
- BLösen des Problems durch Studierende
- CLernen durch praktische Erfahrungen an einer möglichen zukünftigen Arbeitsstelle
- DLernen basierend auf der Vermittlung von Faktenwissen
- ELernen meist in Kleingruppen
7Welche grundlegenden psychologischen Bedürfnisse können als Basis für Bildungsziele im Erwachsenenalter herangezogen werden?
- ABedürfnis nach Wettbewerb und Leistunsvergleichen
- BBedürfnis nach Kompetenz und Wirksamkeit
- CBedürfnis nach Autonomie
- DBedürfnis nach sozialer Eingebundenheit
- EBedürfnis nach Routinen und Ritualen
8Welche Aussagen treffen auf universelle Präventionen zu?
- ASie sind relativ preiswert
- BSie ermöglichen eine frühe Reaktion auf Probleme
- CSie haben eine relativ geringe Eingriffsintensität
- DSie ermöglichen spezifische Hilfen
- EAlle potentiell Gefährdeten werden erreicht
9Welche Funktionen haben die Vergleichsuntersuchung der PISA?
- ASie soll Informationen über Stärken und Schwächen von Bildungssystemen liefern
- BSie prüft, ob die Kompetenzen der SchülerInnen von curricular festgelegten Zielen abweichen
- CSie begleitet längsschnittlich Kohorten von Schülern und erfasst deren Leistung in bestimmten festgelegten Abständen
- DSie ermöglicht umfassende Rechenschaftslegung im Sinne der Erreichung leistungsbezogener Zielvorgaben
- ESie bildet eine Grundlage für die Qualitätsentwicklung im Bildungswesen
10Was kam bei empirischen Studien über den Besuch eines Kindergartens heraus?
- Ader Besuch von Kinderbetreuungseinrichtungen mit hoher päd. Qualität wirkt sich positiv auf die sprachliche kognitive Entwicklung aus
- BBildungseinfluss, der auf unterschiedliche päd. Qualität in Familien zurückgeführt werden kann, ist 2-4mal so groß wie jener durch Qualitätsunterschiede in Einrichtungen
- Cje länger die Kinder den Kindergarten besuchen desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie später in die Hauptschule gehen
11Was trifft auf die frühe Ebene der Eltern-Kind-Interaktion zu?
- ABabys lernen vor allem interaktiv durch wechselseitige Nachahmung
- BSäuglinge speichern beobachtete Handlungen wie selbst ausgeführte
12Mit welchem Alter nehmen Kinder an dem PISA Test teil?
15 - Ende der Pflichtschulzeit- ATrue
- BFalse
13Welche Qualitätsbereiche werden unterschieden?
- AProzessqualität
- BStrukturqualität
- COrientierungsqualität
14Welche Aussagen treffen auf Abbau in Bezug auf Kognition zu?
- ADer Abbau der Mechanik beginnt mit circa 25 Jahren
- BDer Abbau der Pragmatik beginnt mit circa 70 Jahren
15Womit beschäftigen sich Mikro-, Makro- und Mesoebene?
- AMikroebene -> Individuen
- BMesoebene -> Bedingungen und Wirkungen von Institutionen (welche Wirkung? Typen von Institutionen)
- CMakroebene -> bildungspolitischen Gesamtsysteme (Gesamtschule vs. Differenziertes Schulsystem)
16Was sind Sozio-emotionale Bildungsvoraussetzungen?
- APräferenzen für Lernstile
- BSoziale Fertigkeiten
17In welchen Kategorien kann der Begriff Bildung bestimmt werden?
- AFormale Ebene
- BInhaltliche Ebene
18In welche Unterkategorien kann die formale Ebene gegliedert werden?
- AProdukt (=Überdauernde Ausprägung der Persönlichkeit, die unter einer gesellschaftlichen normativen Perspektive wünschenswert sind)
- BProzess (=Aufbau und Art und Weise der sozialen Vermittlung)
19Welche WissenschaftlerInnen beschäftigen sich mit dem Begriff Bildung auf inhaltlicher Ebene ?
- ABarz (2 entscheidenden Komponenten: Wissensbestände und kommunikative Kompetenz)
- BHentig (Maßstäbe wie Wahrnehmung von Glück, Selbstverantwortung, Bewusstsein der eigenen Existenz, Abwehr von Unmenschlichkeit)
- CBaumert (Universalien wie Basiswissen, Orientierungswissen, sozial und kognitive Kompetenzen
20In welche drei Dimensionen ist das Strukturmodell der Bildungspsychologie ausgespannt?
- ABildungskarriere
- BAufgabenbereiche
- CHandlungsebenen
- DAltersgruppen
- EParteien
21Welche Aussagen treffen auf das Strukturmodell zu?
Es existieren:- A3 Dimensionen
- B15 Segmente
- C105 Module
- D40 Einheiten
- E200 Gruppen
22Wo würden Sie die Einführung eines gesetzlich verpflichtenden Kindergartenjahres zur Vorbeugung eines ungünstigen Verlaufes der Entwicklung einordnen?
- AMakroebene
- BPrävention
- CMesoebene
- DVorschulbereich
- EIntervention
23Was ist eines der Kernmerkmale der Bildungspsychologie?
- AVerzahnung von Erkenntnis- und Anwendungsziel
- BTrennung von Erkenntnis- und Anwendungsziel
- CFokus auf Kinder
- DFokus auf Pensionisten
24Auf wen geht das Quadrantenmodell wissenschaftlichen Arbeitens zurück?
- AStrokes (1997)
- BKoller (2003)
- CHermes (1876)
- DFasching (1999)
- EBiedemann (1948)
25Welche Aussagen bezüglich Entwicklungsphasen sind zutreffend?
- ABis zum ersten Jahr handelt es sich um einen Säugling
- BDas zweite und dritte Lebensjahr werden als Kleinkindalter bezeichnet
- CIm englischsprachigen Raum existiert eine weitere Unterscheidung: 1,5 - 2 -> infancy; 2 -3 -> toddler
- DBis zum zweiten Jahr handelt es sich um einen Säugling
- EDas vierte und fünfte Lebensjahr werden als Kleinkindalter bezeichnet
26Wann beginnen Kinder Erfahrungen zu sammeln?
- AIntrauterin beginnt es bereits (innerhalb der Gebärmutter) -> Schwangerschaft ist nicht nur Resultat von Reifungsprozessen, sondern es werden auch bereits Erfahrungen gesammelt
- BDirekt nach der Geburt
- Cab dem zweiten Lebensjahr
- DSobald es in den Kindergarten kommt
27Welche Aussagen sind richtig?
- AKognitive Fähigkeiten (wie Kausalrelationen zu erfassen, Kategorien zu formen, Konzepte zu bilden, Kontingenzen) weiten sich im Säuglingsalter bedeutend aus
- BZwischen dem 6. und 12. Monat im Säuglingsalter wird laut Waters und Sroufe eine effektive Bindung aufgebaut
- CDie Explorationsphase beginnt im 12. bis 18. Monat
- DEin sicherer Bezugspunkt zu sein ist eine zentrale Aufgabe der Bezugsperson, wenn das Kind mit der Exploration der Welt beginnt
28Wer beginnt mit der wechselseitigen Nachahmung?
- AZuerst ahmt das Kind die Mutter nach
- BBeide spiegeln gleichzeitig das Verhalten des jeweils anderen
- CZunächst spiegelt die Mutter das Verhalten des Kindes
29Welche Aussagen sind richtig?
- ATheory of Mind:
Durch die Verknüpfung von eigenen Handlungen mit inneren, mentalen Zuständen gelangen Säuglinge im Verlauf der Entwicklung auch zu einer Vorstellung von den inneren Zuständen anderer Personen - BAttachment System:
Komplementäre Verhaltenssysteme: Führsorgesystem und Bindungssystem - CSäuglinge erlernen zwischen dem 9. und dem 15. Lebensmonat die Fähigkeit Handlungsintentionen zu erkennen
- DSäuglinge handeln zwischen dem 9. und dem 15. Lebensmonat zunehmend im intendierten Sinn
- ESäuglinge erkennen sich ab dem 9. Lebensmonat im Spiegel
- ATheory of Mind:
30Welche Aussagen sind in Bezug auf die Entwicklung der sozial-emotionalen Bindung nach Bowlby zutreffend?
- ADas Kind ist bereits in den ersten beiden Lebensmonaten an eine spezifische Person, in den meisten Fällen die Mutter, gebunden
- BAb etwa 7 bis 8 Monaten hat sich die Beziehung zu Betreuungspersonen intensiviert
- CIm Alter von etwa 3 Jahren ist das Kind an eine oder wenige Personen spezifisch gebunden und kann auch bei nur kurzer Abwesenheit dieser, nicht damit umgehen
- DAb 3 Jahren kann sich das Kind auch an situative Gegebenheiten orientieren
- EAb 3 Monaten richtet sich das Kind an eine oder wenige spezifische Personen
31Welcher Erziehungsstil ist nach Maccoby (1983) am wünschenswertesten?
- AAutoritativ
- BAutoritär
- CPermissiv
32Welche wesentlichen Entwicklungsschritte werden im Alter von 18 Monaten erlernt?
- AVergleich von Personen
- BGrundlage für die Fähigkeit zur Empathie
- CZunahme spontaner Nachahmung Gleichaltriger oder anderer Personen des gleichen Geschlechts
- DFähigkeit, sich selbst im Spiegel zu erkennen
- EHandlungsintentionen zu erkennen
33Was hat die Forschung im Bezug auf Fremdenbetreuung im Kleinkindalter herausgefunden?
- AEltern und Betreuungspersonal stehen im Konkurrenzkampf
- BEs besteht kein Konkurrenzverhältnis
- CEs besteht eine kompensatorische Funktion
- DEs bestehen Chancen für Kinder z.B. durch Kontakte knüpfen
34Welche Theorien basieren auf holistischen Konzepten, welche sich philosophisch weltanschaulichen Quellen bedienen?
- AFröbel-Pädagogik
- BMontessori-Pädagogik
- CWaldorf-Pädagogik
35Welche Ansätze haben sich parallel entwickelt und entfernten sich von einem holistischen Ansatz?
- AReifungstheoretischer Ansatz
- BFunktionstheoretischer Ansatz
- CErfahrungstheoretischer Ansatz
- DInhaltstheoretischer Ansatz
- ESituationsansatz
36Welche drei Qualitätsbereiche werden in der frühpädagogischen Bildungsforschung unterschieden?
- AProzessqualität
- BStrukturqualität
- COrientierungsqualität
- DFunktionsqualität
- EProduktqualität
37Welche Zusammenhänge können zwischen Prozessqualität und verschiedenen Bedingungen der Struktur und Orientierungsqualität festgestellt werden?
- A25-50% der Prozessqualität durch solche vorgelagerten Bedingungen erklärbar (als "Bündel")
- BGute strukturelle Bedingungen sind der Rahmen für hohe pädagogische Prozessqualität - determinieren sie aber nicht
- CLändervergleichende Studien: Stellenwert struktureller Bedingungen je nach kulturellem Kontext unterschiedlich
38Welche Effekte kann ein Vorschulbesuch in Bezug auf den Schulverlauf haben?
- ABesser ausgeprägter Wortschatz
- BBis zu einem Jahr Entwichlungsunterschied
- CKognitive Fähigkeiten können ausgeprägter sein
- DHohe Vorteile im sozialen Bereich
39Welche Aussagen, in Bezug auf Bildungseinrichtungen, treffen zu?
- AEs gleichen sich Rückstände von Kindern, die keine vorschulische Erziehung erfahren hatten, bei hoher Grundschulqualität aus.
- BEs gleichen sich Rückstände von Kindern, die keine vorschulische Erziehung erfahren hatten, bei hoher Grundschulqualität nicht vollständig aus.
- CEffekte guter BBE bedeutet aber Bildungseinfluss, der auf pädagogische Qualität in den Familien zurückgeführt werden kann, ist 2- bis 4-mal so groß wie jener durch Qualitätsunterschiede in Einrichtungen
40Welche Aussagen treffen auf Stereotype zu?
- AKnaben geben mehr stereotype Antworten
- BGeschlechterstereotype Antworten werden mit steigendem Alter mehr
- CEltern schätzen Knaben besser ein (bzgl. Stereotype) als Mädchen
- DMädchen geben mehr Stereotype Antworten
41Was versucht der Primärbereich zu gewährleisten?
- AChancengleichheit
- BAlle sollten ein Bildungsminimum aufweisen, damit sie ein Teilhaberecht haben
42Welche Aussagen sind in Bezug auf Entwicklung von Fähigkeit als Eigenschaft zutreffend?
- ABis 6 Jahre existiert keine konsistente Vorstellung von Fähigkeit als Eigenschaft
- BZunehmend wird Fähigkeit nicht mehr an einzelnen Handlungsergebnissen festgemacht, sondern als abstrakte mehr oder weniger stabile Eigenschaft gesehen
- CFähigkeitswahrnehmungen werden negativer
43Wieso kann das Urteil der Lehrkraft problematisch sein?
- ALehrer halten sich bei der Vergabe von Noten an klasseninternen Bezugsrahmen
- BDas Urteil einer Lehrkraft kann nie problematisch sein
44Was sind Vorteile von Ziffernoten?
- ABilden den Leistungsstand von Schülern oft relativ gut ab
- BHohe Korrelation mit objektiven Leistungsmessungen
- CGute Prädikatoren für zukünftige Leistungen
- DNoten geben eine differenzierte Rückmeldung über den Leistungsstand
- ENoten liefern eine Übereinkunft wie fachübergreifende Kompetenzen in die Noten eingehen sollen
45Auf welchen Ebenen im Strukturmodell kann man die Entwicklung der Lesekompetenz einordnen?
- APrimärbereich
- BMikroebene
- CForschung
- DSekundärbereich
- EMakroebene
46Welche Phasen zum Erwerb des Lesens existieren nach Firth?
- ALogographische Phase
- BAlphabetische Phase
- COrthographische Phase
- DWortographische Phase
- EBeta Phase
47Welche Domänenbezogenen Kompetenzen stehen in der Schule im Vordergrund?
- ADeklaratives Wissen
- BProzedurales Wissen
- CKonditionales Wissen
- DInstinkt
- EFantasie
48Welche Gruppen von handlungsbestimmenden Lerntheorien existieren?
- AKognitive Lernstrategie
- BMetakognitive Lernstrategie
- CRessourcenorientierte Strategien
- DPrognostische Lernstrategie
- EObjektive Lernstrategie
49Was sind theoretische Gütekriterien bei Aufnahmetests?
- AObjektivität
- BReliabilität
- CValidität
- DPrognostische Validität
- EZeitgefühl
50Welche Aussagen treffen zu?
- AKomplexe Fähigkeiten, welche über lange Zeit entstanden sind und Vorwissen wird bei retrospektiven Auswahlverfahren abgefragt.
- BFluide Intelligenz (Mechanik) du Kristalline Intelligenz (Pragmatik) sind die beiden Komponenten der Kognition
- CEs gibt 3 Arten von Bildungsvoraussetzungen:
Kognitive -, Motivationale - und sozio-emotionale Voraussetzungen - DPensionisten können nichts mehr erlernen
51Welche Aussagen treffen bei dem Medizineignungstest in Bezug auf Geschlecht zu?
- Azu Studienanfang haben Frauen geringeren Prüfungserfolg
- Bviele Frauen steigen ein Jahr später als Männer erfolgreich ein
- Cim Studienverlauf nivellieren sich die Leistungsunterschiede
- Dabsolut schließen mehr Frauen als Männer das Medizinstudium ab
- Eabsolut schließen mehr Männer als Frauen das Medizinstudium ab
52Welche Aussagen treffen auf die Investment-Theorie von Cattell zu?
- AKomponente geistiger Entwicklung sind nicht unabhängig voneinander: Entwicklung der Mechanik ist Voraussetzung für die Entwicklung der Pragmatik
- BInterindividuelle Unterschiede in der Mechanik schlagen sich in der Pragmatik nieder, da es keine kristallinen Leistungen ohne das vorangegangene "Investment" fluider Fähigkeiten gibt.
- CTrainierbarkeit der kognitiven Mechanik generell gegeben, aber verglichen mit der Trainierbarkeit pragmatischer Funktionen begrenzt
53Was sind die Aufgabenbereiche der Bildungspsychologie?
- AForschung
- BBeratung
- CPrävention
- DIntervention
- EMonitoring und Evaluation
54In wie viele Abschnitte ist die Bildungskarriere eingeteilt?
- A1
- B3
- C5
- D7
- E9
55Welche Aussagen treffen im Bezug auf die Entwicklungsphasen im Säuglings- und Kleinkindalter zu?
- ADas Säuglingsalter im weiteren Sinne bezieht sich auf das erste Lebensjahr, also die Zeit, in der Kinder typischerweise gestillt werden und noch nicht laufen können.
- BInnerhalb dieser Altersspanne umfassen die ersten drei Monate die erweiterte Neugeborenen-Phase.
- CDie Zeit zwischen dem 4. und 12. Lebensmonat macht das Säuglingsalter im engeren Sinne aus
- DDas Kleinkindalter bezieht sich auf die Zeit des zweiten und dritten Lebensjahres, liegt also zwischen Säuglingsalter und Kindergartenalter.
- EIm englischen Sprachraum bezeichnet infancy die Phase der ersten eineinhalb bis zwei Lebensjahre, in denen Kinder in aller Regel noch nicht bzw. erst rudimentär der Sprache mächtig sind.
Die Bezeichnung toddler (etwa im zweiten und dritten Lebensjahr) verweist darauf, dass das Kind in diesem Alter zwar schon auf eigenen Füßen steht, sich zunächst aber nur unsicher eigenständig fortbewegen kann (totoddle= tappen,schwanken, unsichergehen).
56Beispiele für vorgeburtliche Lernprozesse anhand externer Reize:
- AAkustische Präferenz für Stimme der Mutter (Klang und Intonationsmuster, Sprache)
- Bsprachrelevantes Lernen (z.B. Reaktion auf bekanntes Gedicht noch nach 4 Wochen
- CGeruchs-und Geschmackspräferenzen
- DWährend der letzten Schwangerschaftswochen vorgelesene Geschichte wird auch kurz nach der Geburt noch „wiedererkannt“
- Esprachrelevantes Lernen (z.B. Reaktion auf bekanntes Gedicht noch nach 8 Wochen
57Entwicklungsaufgaben im Säuglingsalter (Waters und Sroufe, 1983):
- A0-3 Monate: Physiologische Regulation - Behutsame Pflegeroutinen
- B3-6 Monate: Handhabung von Spannungen - Sensitive, kooperative Interaktion
- C6-12 Monate: Aufbau einer effektiven Bindung - Erreichbarkeit, Bereitschaft zu antworten
- D12-18 Monate: Erfolgreiche Exploration - Sicherer Bezugspunkt
- E18-36 Monate: Psychische Entlastung - Bereitschaft zu therapieren
58Frühe Eltern-Kind-Interaktion
- ABabys lernen vor allem interaktiv
- BZunächst spiegelt vor allem die Mutter das Verhalten des Kindes
- CIn Folge sind Säuglinge zunehmend selbst in der Lage das Verhalten der Mutter nachzuahmen
- DSynchronizität und Kontingenz im Interaktionsverhalten mit der Betreuungsperson von besonderer Bedeutung!
- EReagiert die Mutter prompt und responsiv auf das Verhalten des Kindes, so investiert es beträchtliche Aufmerksamkeit und zeigt positives Interesse. Ist das Verhalten der Mutter jedoch nicht auf das des Kindes bezogen,so löst dies deutlichesUnwohlsein bei den Kindern aus.
59Ergebnisse der aktuellen Imitationsforschung:
- AImitationslernen ist bereits bei Neugeborenen ein wichtiger Lernmechanismus
- BEs wurde gezeigt, wie früh, vielfältig und effektiv Säuglinge durch Nachahmung anderer lernen. Imitationslernen ermöglicht dabei Erfahrungen über das Selbst, die Anderen und die Welt, ohne dass dabei höhere kognitive Prozesse (Situationsanalyse, Handlungsentwürfe) wesentlich sind.
- CLernen ist keineswegs an (verbale) Instruktion oder an höhere kognitive Prozesse geknüpft, wie so häufig angenommen wird!
- DImitationslernen ist bei Neugeborenen noch nicht wichtig.
- ELernen ist an verbale Instruktion und an höhere kognitive Prozesse geknüpft.
60Imitation als Lernmechanismus im Säuglingsalter
- AAngeborene Ausstattung bewirkt, dass Säuglinge beobachtete Handlungen mit selbst ausgeführten als identisch speichern.
- BDie Verarbeitung beobachteter und ausgeführter Handlungen nutzt identische Gehirnstrukturen (Spiegelneuronen).
- CDurch die Verknüpfung von eigenen Handlungen mit inneren, mentalen Zuständen gelangen Säuglinge im Verlauf der Entwicklung auch zu einer Vorstellung von den inneren Zuständen anderer Personen (= „theory of mind“).
- DMit zunehmender Entwicklung der Säuglinge finden sich Imitationen auch zeitlich entkoppelt von der Anwesenheit des Modells, verzögerte Imitationen werden beobachtet.
- EAngeborene Ausstattung bewirkt, dass Säuglinge beobachtete Handlungen mit selbst ausgeführten als nicht identisch speichern.
61Imitation als Lernmechanismus im Säuglingsalter
- ASäuglinge erlernen neue Handlungen (wenn sie mit ca. 6 Monaten zu einfachen Handlungen mit Objekten imstande sind) durch Beobachtung und zeigen sie manchmal erst längere Zeit nach der Beobachtung erstmals.
- BVoraussetzung: genügende Anzahl von Demonstrationen (ca. 4-6 Präsentationen)
- Cmit zunehmendem Lebensalter werden mehr und komplexere Handlungen schneller erlernt, länger behalten sowie weniger Demonstrationen der Zielhandlungen benötigt (ca. 3 Präsentationsdurchgänge)
- DZunehmend ausgedehntere Behaltenszeiträume (bis zu mehreren Wochen)
- EVoraussetzung: genügende Anzahl von Demonstrationen (ca. 14-16 Präsentationen)
62Welche Aussagen sind richtig?
- ASäuglinge zwischen dem 9. und 15. Lebensmonat entwickeln die Fähigkeit Handlungsintentionen zu erkennen.
- BBei nicht erfolgreicher Realisierung einer Handlung durch das Modell imitieren Säuglinge im zweiten Lebensjahr Handlungen zunehmend im Sinne des intendierten und nicht des gesehenen Handlungsverlaufs.
- CHandlungsschritte, die mit dem Handlungsergebnis in Zusammenhang stehen, werden von 18 Monate alten Kindern stärker imitiert als beliebige, in keinem Zusammenhang stehende Handlungsschritte.
- DHandlungsschritte, die mit dem Handlungsergebnis nicht in Zusammenhang stehen, werden von 18 Monate alten Kindern stärker imitiert als welche, die damit zusammenhängen.
- ESäuglinge erkennen Handlungsintentionen noch nicht.
63Welche Aussagen sind richtig?
- AIm Verlauf der ersten beiden Lebensjahre gewinnt Beziehung zwischen primärer Betreuungsperson und Kind eine spezifische Qualität, die sie gegenüber anderen Beziehungen heraushebt.
- BPrimärere Betreuungsperson und Kind mit komplementären Verhaltenssystemen ausgestattet.
- CDas Bindungssystem (attachment system) des Kindes lässt es bei Gefahr und Überlastung die Nähe zur Bindungsperson suchen
- DDas Fürsorgesystem der Betreuungsperson aktiviert das entsprechende Fürsorge- und Schutzverhalten
- EDie komplementären Verhaltenssysteme sind wichtige Ressourcen für die Bewältigung belastender Situationen und für die interne Emotionsregulation!
64Welche Aussage/n ist/sind richtig?
- ADie Entwicklung der Kinder unterscheidet sich schon vor der Geburt.
- BDie Entwicklung der Kinder hängt stark mit den sozio-ökonomischen Ressourcen der Familie zusammen.
- CMütter mit geringer Bildung und aus deprivierten Familien gehen seltener zu Vorsorgeuntersuchungen und leben eher ungesund, was oft zu Frühgeburten führt.
- DSelektive Prävention: richtet sich an Risikogruppen, z.B. sozial benachteiligte Familien oder Alleinerziehende
- EIndizierte Prävention: richtet sich an Eltern und Kinder, bei denen schon merkliche Probleme in der Eltern-Kind-Interaktion oder der Entwicklung des Kindes aufgetreten sind
65Welche Aussage/n ist/sind richtig im Bezug zu vorschulischer Erziehung?
- AZu Beginn ging es bei institutioneller vorschulischer Erziehung mehr um Betreuung als um Bildung.
- BFriedrich Fröbel gründete den ersten Kindergarten 1840, explizit unter dem Bildungsgesichtspunkt.
- CAmbivalenz zwischen Bewahr- und Bildungsfunktion prägte Entwicklung der vorschulischen Einrichtungen - auch heute noch spürbar
- DAktuelle Auffassungen gehen von einer integrierten Aufgabenstellung der Bildung, Betreuung und Erziehung (BBE) aus.
- EIndustrialisierung im 19. Jh. (sich verändernde Familienstrukturen und Notwendigkeit mütterlicher Erwerbstätigkeit)
66 Theorien der frühen Bildung und Erziehung
- ATheorien der frühen Bildung und Erziehung; Idee, Kinder durch Curricula und Materialien entsprechend zu fördern, entstanden im ausgehenden 18. und im 19. Jahrhundert.
- BSie basieren nicht auf Lern- und/oder Entwicklungstheorien. Vielmehr: holistische Konzepte, die sich aus philosophischweltanschaulichen Quellen speisen
- CEmpirische Studien fehlen!
- DZu den klassischen Ansätzen gehören die folgenden:
Fröbel-Pädagogik
Montessori-Pädagogik
Waldorf-Pädagogik - EMontessori bildete seit 1839 „Spielführer“ aus - schuf die Grundlage für den Beruf der Kindergärtnerin / des Kindergärtners
67Welche Aussage/n ist/sind richtig?
- AFriedrich Fröbels (1782–1852) Ziel: die Einheit ( von Individuum, Gott und Natur) dem Kind im Spiel erfahrbar machen
- BFröbel-Kindergarten war bis weit ins 20. Jahrhundert die führende Konzeption in der Früherziehung
- CFrobel bildete seit 1839 „Spielführer“ aus - schuf die Grundlage für den Beruf der Kindergärtnerin / des Kindergärtners.
- DFröbel verwendete Materialien („Spielgaben“, „Baugaben“) wie Ball, Kugel, Zylinder, verschieden zugeschnittene Würfel, Legetäfelchen, Flecht-und Faltblätter und Perlenspiele.
- EIn der Montessori Pädagogik ist die kindliche Entwicklung ein natürlicher Entfaltungsprozess, so wie bei Fröbel. Jedoch ist bei ihr die Sinnesschulung nicht der Kern der frühkindlichen Bildung.
68Montessori-Pädagogik
- AVielfältige von Maria Montessori (1870-1952) entwickelte Materialien sind vom Kind zu nutzen, sind selbstkorrigierend, Anleitung durch eine erziehende Person nicht erforderlich
- BEntwicklung des Kindes verläuft innengesteuert, kann jedoch von außen beeinflusst werden: Gestaltung der Umgebung, so dass sie zu den Entwicklungsstadien - den sensiblen Perioden – passt -> dem Kind werden Erfahrungen ermöglicht, die seine/ihre Entwicklung vorantreiben.
- CÄhnlich wie Fröbel: kindliche Entwicklung als ein natürlicher Entfaltungsprozess, die frühkindliche Bildung ist hier aber im Kern Sinnesschulung
- DAnthroposophische Grundlegung Rudolf Steiners (1861-1925) mit ganzheitlichem Menschenbild
- EWichtig, dem Kind harmonische Sinneseindrücke zu vermitteln mit runden Formen, sanften Farben, wohltuenden Klängen und Bewegungen (Eurythmie). In Spiel, Lied und Ausdrucksgestalten wie auch in selbst geschaffenen Werkprodukten und Festen und Feiern möglichst lebendige Eindrücke vermittelt, die die Phantasie anregen sollen.
69Waldorf-Pädagogik
- AAnthroposophische Grundlegung Rudolf Steiners (1861-1925) mit ganzheitlichem Menschenbild
- BIndividuelle Entwicklung in Siebenjahresstufen (3 Stufen bis 21 Jahre)
- CWichtig, dem Kind harmonische Sinneseindrücke zu vermitteln mit runden Formen, sanften Farben, wohltuenden Klängen und Bewegungen (Eurythmie). In Spiel, Lied und Ausdrucksgestalten wie auch in selbst geschaffenen Werkprodukten und Festen und Feiern möglichst lebendige Eindrücke vermittelt, die die Phantasie anregen sollen.
- DIm zweiten Jahr siebt steht die äußere körperliche Nachahmungim Zentrum kindlicher Tätigkeit. Das junge Kind ist dabei im Hinblick auf Leib, Geist und Seele durch einen hohen Grad an Plastizität gekennzeichnet.
- EDer erziehenden Personund ihrer Vorbildfunktion kommt im Waldorf-Kindergarten eine überragende Bedeutung zu
70Im Verlauf des 20. Jh. lässt sich zunehmend eine Anbindung der Frühpädagogik an einzelwissenschaftliche Ansätze beobachten. Welche sind das ?
- AReifungstheoretische Kindergartenpädagogik
- BFunktionsorientierter Ansatz
- CSituationsansatz
- DRessourcenorientierter Ansatz
- EBildungsansatz
71Situationsansatz
- APrägt seit Mitte der 1970er Jahre die Kindergartenpädagogik
- BUnterstützung der Kinder bei der Bewältigung ihrer aktuellen Lebenssituationen
- CKinder als aktive Gestalter_innen ihrer Umwelt. Neugier und Wissbegier werden durch eine an Entwicklungsanreizen und Entfaltungsmöglichkeiten reiche Umwelt gefördert
- DÜbergeordnete Kompetenzen, die das Kind erwerben soll: „IchAutonomie“, „(Sach)-Kompetenzen“ und „Solidarität“
- EFunktionsbereiche wie Wahrnehmen, Sprache, Motorik, Denkfähigkeit isoliert trainiert
72In der frühpädagogischen Bildungsforschung werden üblicherweise drei große Qualitätsbereiche unterschieden. Welche sind das und was ist damit gemeint?
- AProzessqualität: Interaktionen und Aktivitäten, die das Kind tagtäglich in der Kindergartengruppe mit der erziehenden Person, den anderen Kindern und seiner räumlich-materialen Umwelt macht zum Kind „proximale“ Merkmale
- BStrukturqualität: bilden Rahmen für das Interaktionsgeschehen (Gruppengröße, ErzieherIn/Kind-Schlüssel, Qualifikation des pädagogischen Personals und räumlich-materiale Bedingungen)
- COrientierungsqualität: das jeweilige Curriculum, die einrichtungsspezifische Konzeption, allgemeine Erziehungseinstellungen, Ziele und Werte
- DProduktqualität: das Grundgerüst einer Persönlichkeit, welche bereit ist, in den nächsten Bereich der Bildungskarriere aufzusteigen
73Wahrscheinlichkeit familienexterner Betreuung fällt höher aus, wenn...
- Adie Mutter erwerbstätig ist,
- Bein höheres Haushaltseinkommen gegeben ist,
- Cmit Kinderbetreuung Bildungserwartung verknüpft wird,
- Dniedrigere Betreuungsquoten im Umfeld gegeben sind
- Edas Kind aus einer Drei- bis Vierkind-Familie stammt
74Empirische Befunde zu Kindergartenbesuchen
- ATatsache und Dauer des Kindergartenbesuchs stehen in positivem Zusammenhang mit dem weiteren Schulerfolg
- Bgeringere Quoten der Zurückstellung bei Schulbeginn, der Sitzenbleiber_innen und der Überweisungen zur Sonderschule während der Grundschulzeit
- Creduziert die Sitzenbleibe-Quoten von Kindern aus benachteiligten Familien bzw. bei Migrationshintergrund um 9-17%
- DWahrscheinlichkeit des Hauptschulbesuchs nimmt mit zunehmender Dauer des Besuchs einer Kindergarteneinrichtung ab
- EPositiver Effekt längeren Kindergartenbesuchs auf die Leistungen in Lesen, und Mathematik/Naturwissenschaften von 4. Klässler_innen
75Verbesserung pädagogischer Qualität
- AMaßnahmen zur Verbesserung der Orientierungsqualität: Curriculare Bildungs- und Rahmenpläne implementieren (begleitende Evaluation !!)
- BVerbesserung der Strukturqualität: Anhebung der Erzieher_innenausbildung auf akademisches Niveau und Verbesserung des ErzieherIn/Kind-Schlüssels
- CVerbesserung der pädagogischen Prozessqualität: Fortbildungen und Trainings für Erzieher_innen
- DEinbindung von Familien (Förderung von „positive parenting“)
- EFortentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren (Eltern-Kind-Zentren)
76Was sind laut (Dehnbostel et al, 2001) Modelle arbeitsbezogenen Lernens?
- AInformelles Lernen durch Arbeitshandeln im realen Arbeitsprozess: Der Arbeitsort als Lernort; Lernen durch Zusehen, Nachmachen, Helfen, Kommunizieren, Kooperieren etc.
- BLernen durch systematische Unterweisung am Arbeitsplatz: Ergänzung informellen Lernens durch Instruktion erfahrenerer Mitarbeiter*innen bzw. Vorgesetzter
- CLernen durch Integration von informellem und formellem Lernen: Systematische Verbindung von Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung mit Erfahrungslernen im Arbeitsprozess
- DArbeitsorientiertes Lernen: Ausrichtung von Weiterbildungsmaßnahmen am Prozess der Arbeit; arbeitsplatznahe Lernmöglichkeiten; (digitale) Simulation von Arbeitsprozessen
77Was gehört zur kognitivistischen Position zum Lehren und Lernen, wenn man an Erwachsenenbildung denkt?
- APrimat der Instruktion: "Verabreichung" von Wissen
- BRolle des Lehrenden: stellt Problemsituationen und "Werkzeuge" zur Verfügung, unterstützt Lernenden
- CRolle des Lernenden: passiv, Lernen ist weitgehend reziptiver Prozess
- DEvaluation des Lernerfolgs: Eval. ist integraler Bestandteil der Instruktion; Bedeutung des Feedback: Verbesserung des Lernprozesses
78Was gehört zur konstruktivistischen Position (Gerstenmaier & Mandl, 1995), wenn man an Erwachsenenbildung denkt?
- AEvaluation des Lernerfolgs: ist von Instruktion klar getrennt
- BRolle des Lernenden: aktiv, steht im Mittelpunkt, "konstruiert" Wissen; Lernen ist aktiv-konstruktiver Prozess
- CRolle des Lehrenden: "didactic leader", Inhalte werden präsentiert und erklärt; Optimierung der Instruktion
- DPrimat der Konstruktion: Wissen muss selbst aufgebaut und integriert werden
- EPrimat der Instruktion: "Verabreichung" von Wissen
79Was könnte zur Bildungsförderlichen Gestaltung des Arbeitsplatzes führen?
- AHandlungsspielräume erhöhen
- BPlanungs-und Kontrollprozesse in Routinetätigkeiten integrieren
- CMehr soziale Interaktionen ermöglichen
- DTeam-und Gruppenarbeitso gestalten, dass auch beim Arbeiten gelernt werden kann
- EUrlaub kürzen
80Zur Klassifikation von Präventionsmaßnahmen nach Caplan (1964) gehören?
- APrimäre Prävention: Maßnahmen mit dem Ziel der Reduktion von Inzidenzraten; dem Auftreten von psychischen Problemen und Störungen zeitlich vorgeordnet
- BSekundäre Prävention: Interventionen zur Reduktion von Prävalenzraten; Ziel, psychische Probleme in ihrem Schweregrad zu mildern oder gänzlich aufzuheben
- CTertiäre Prävention: Maßnahmen zur Vermeidung oder Abschwächung unerwünschter Folgenpsychischer Probleme oder Erkrankungen, die selbst nicht mehr aufzuheben sind
- DUniverselle Prävention richtet sich an unausgelesene Gruppen, d.h. Personen, die keine Probleme und auch kein erhöhtes Risiko für die Entwicklung der Probleme aufweisen
- EGezielte Präventionrichtet sich an bestimmte Zielgruppen
81Welche Aussage/n im Bezug zu Risikofaktoren ist/sind richtig?
- AMultifinalität: gleiche Risiken können zu unterschiedlichen Problemen führen
- BÄquifinalität: unterschiedliche Risiken können zu gleichen Problemen führen
- CMultifinalität: unterschiedliche Risiken können zu gleichen Problemen führen
- DÄquifinalität: gleiche Risiken können zu unterschiedlichen Problemen führen
- EAnzahl an vorliegenden Risikofaktoren einer Person besserer Prädiktor für spätere Entwicklungen als die spezifische Art der Risiken
82Instruktionspsychologie = Psychologie des Lehrens und Lernens
Welche Konzepte waren/sind hier zentral?- A1950er und 1960er Jahre: verhaltenspsychologische Ansätze zur Entwicklung von Selbstlernmaterialien im Rahmen des „Programmierten Unterrichts“
- B1960er Jahre: Heranziehung kognitionspsychologischer Annahmen über die Verarbeitung von Informationen, um individuelle Lernprozesse zu beschreiben, zu erklären und zu optimieren
- Cseit den 1980er Jahren: vermehrte Verwendung konstruktivistischer Konzepte zur Gestaltung von „offenen“ Lernarrangements mit besonderer Bedeutung der Eigenaktivität der Lernenden
- D1950er und 1960er Jahre: vermehrte Verwendung konstruktivistischer Konzepte zur Gestaltung von „offenen“ Lernarrangements mit besonderer Bedeutung der Eigenaktivität der Lernenden
- E1960er Jahre: verhaltenspsychologische Ansätze zur Entwicklung von Selbstlernmaterialien im Rahmen des „Programmierten Unterrichts“
83In der empirischen Schulforschung gibt es zwei zentrale Forschungsrichtungen:
Schuleffektivitätsforschung und Schulentwicklungsforschung.
Auf welcher Ebene wird geforscht?- AMesoebene
- BMakroebene
- CMikroebene
- DMekroebene
- EMasoebene
84Welche Aussage/n ist/sind richtig?
- Aempirische Forschungsergebnisse belegen wiederholt die zentrale Bedeutung der Schulleitung für die Einzelschulentwicklung
- BSchulleitung= ein zentraler Faktor schulischer Qualität auf der Mesoebene
- Cempirische Forschungsergebnisse belegen wiederholt, dass die Schulleitung keine zentrale Bedeutung für die Einzelschulentwicklung hat
- DSchulleitung= ein zentraler Faktor schulischer Qualität auf der Makroebene
- ESchulleitung= ein zentraler Faktor schulischer Qualität auf der Mikroebene
85Charakteristika von Bildungsmonitorings
- ABildungsmonitoringschließt normalerweise eine Testkomponenteein, die den „Output“ von Bildungssystemenerfasst
- BDie Erhebung von Bildungsergebnissen wird auf grundlegende Kompetenzenkonzentriert, die für nachfolgende Bildungsprozesse bedeutsamsind und die zugleich empirisch zuverlässig erfasstwerden können
- CEs gibt keine umfassende und flächendeckende Beobachtung von Bildungssystemen; auch ein Monitoring folgt eingeengten Fragestellungen
- DDie Stichprobenziehungist so angelegt, dass Aussagen über Populationen möglichsind
- EBildungsmonitoringstellt die Datenbasis für Bildungsberichte bereit
86Was gehört zu den Strukturierungsdimensionen für Bildungsmonitoring-Studien?
- ADomänen(Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften) bisher
- BZielgruppen(z.B. nach Alter, Klassenstufe oder Einrichtungen)
- CReichweite, von regionalen über nationale zu internationalen Studien mit entsprechend unterschiedlichen Vergleichsmöglichkeiten
- DErhebungs-und Messzeitpunkte, die auf mehrere Erhebungswellen verteilt, längs-oder querschnittlich
- EWeitere Differenzierungen: Kontextfaktoren(z.B. Informationen über Elternhäuser), Inputfaktoren(z.B. Ausstattungen der Schulen)
87Wo liegt der Schwerpunkt der bildungspsychologischen Intervention?
- ASäuglings, Kleinkindalter und Vorschulbereich
- BPrimär und Sekundärbereich
- CTertiärbereich
- DMittleres und Höheres Erwachsenenalter
88Welche Aussage/n ist/sind richtig?
- A„Altenquotient“: Verhältnis von Personen, die nicht mehr im erwerbsfähigen Alter sind, zu denen im erwerbsfähigen Alter
- BEntwicklung = Produkt der Interaktion biologischer und kultureller Faktoren, d.h. plastisch, veränderbar und optimierbar
- CDeprivationsstudien: Entzug von Umweltreizen und resultierende mangelnde Lernerfahrung führen zu Entwicklungsstörungen, die nicht nachgeholt werden können.
- Dfluide Intelligenz (= Mechanik): Fähigkeit, vorhandenes Wissen für Problemlösungen und Transferaufgaben nutzen zu können, z.B. Wortverständnis und der Wortflüssigkeit
- Ekristalline Intelligenz (= Pragmatik): Problemlösungsfähigkeit, ohne auf bereits erworbene Wissensaspekte zurückgreifen zu müssen, z. B. Merkfähigkeit oder räumliches Denkvermögen
89Welche Aussage/n ist/sind richtig im Bezug auf das SOC Konzept?
- ASelective Optimization with Compensation (Metatheorie der Entwicklung über den Lebensverlauf)
- BIndividuen versuchen, Verluste, die sie über die Lebensspanne erfahren, zu kompensieren.
- CZentral für Erfolg: Optimale Abstimmung von
• Selektion passender Zielen
• Optimierung der notwendigen Mittel/ Ressourcen/ Kontexte
• Kompensation von Verlusten - DBaltes & Baltes, 1990
- EStokes, 1984
90Welche Aussage/n ist/sind richtig?
- ASelbstregulative Fähigkeiten werden im Alter so angewendet, dass trotz einsetzender Verluste eine Anpassung an die veränderte Realität möglich ist, und eine hohe Lebenszufriedenheit erhalten bleibt.
- BIm Erwachsenenalter verändern sich zentrale Inhalte des Selbstkonzepts
- CExpertiseentwicklung hat im höheren Erwachsenenalter ihren Höhepunkt
- DProduktivität älterer Menschen entfaltet sich oft innerhalb von persönlichen Netzwerken!
- E„Generativität“: Erfahrungen weitergeben und nachfolgende Generationen unterstützen -> Aufgabe im höheren Erwachsenenalter
91Welche Aussage/n ist/sind richtig?
- A„Generativität“: Erfahrungen weitergeben und nachfolgende Generationen unterstützen -> Aufgabe im mittleren Erwachsenenalter
- BExpertiseentwicklung hat im mittleren Erwachsenenalter ihren Höhepunkt
- CSelbstkonzeptforschung: viele Jugendliche verfügen über plurale und zugleich kohärente Selbststruktur -> fördert geistige Gesundheit und die Fähigkeit mit kritischen Lebensereignissen konstruktiv umzugehen.
- DBedürfnis nach Kompetenz und Wirksamkeit Motor für extrinsisch motiviertes Bildungsverhalten
- EErwachsenenbildung bzw. Weiterbildung = Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach einem Schulabschluss
92Welche Aussage/n ist/sind richtig?
- Azunehmende Abgrenzung zwischen Arbeiten, Lernen und Leben
- BQualifikation und Kompetenz = Zentrale Begriffe der Vorschulbildung
- CBeschäftigungschancen für über 45-jährige kontinuierlich besser – unter anderem durch Weiterbildung
- DFormale Weiterbildung aktuell in der Lage individuelle Schieflagen aufzufangen
- EFamilie als Bildungskontext psychologisch bedeutsam
93Familie
- Awährend des gesamten mittleren Erwachsenenalters an der Spitze der Lebensbereiche, in die Menschen nach eigenen Angaben die meisten Ressourcen investieren – gefolgt vom Beruf in der ersten und von der Gesundheit in der zweiten Hälfte dieser Altersspanne (Staudinger, 1996)
- Bals Bildungskontext psychologisch unbedeutsam
- Canhaltender Trend zur späten Mutterschaft: Thema Elternschaft nicht mehr nur Aufgabe des frühen Erwachsenenalters
- Drelevante Bildungsthemen: Beziehung, Erziehung, Handwerk, Haushalt
- Eanhaltender Trend zur frühen Mutterschaft: Thema Elternschaft hauptsächlich Aufgabe des frühen Erwachsenenalters
94Welche Aussage/n ist/sind richtig im Bezug zum Tertiärbereich?
- ANach dem Bologna Vertrag 1999 etablierte sich europaweit ein einheitlicher Hochschulrahmen
- BEnde der 80er Jahre - Wandel des Hochschulwesens
- CEU-Ziel: Erhöhung des Akademiker_innenanteils
- D2013 erfolgt die Abschaffung eines eigenständigen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung
- EBerechnungen prognostischer Validität basieren auf uneingeschränkten Daten
95Philosophien von Auswahlverfahren von Studierenden
- ARetrospektiv:
Komplexe Fähigkeiten, die über lange Lern- und Entwicklungsprozesse (Schulzeit) entstanden sind und deren Veränderbarkeit bezweifelt wird – damit können Kompetenz-defizite nicht mehr durch hohe Motivation und intensiven Einsatz kompensiert werden (Beispiel: Raumvorstellung - Medizinstudium)
Vorwissen in einschlägigen Fächern – erlernbar wenn entsprechende Unterlagen zur Verfügung stehen (Beispiel: naturwissenschaftliche Kenntnisse fürs Medizinstudium) - BProspektiv:
Prüfung von Motivation (Lernbereitschaft; Faktenwissen im Studienfach) und Basiskompetenzen zur Bewältigung der studienspezifischen Anforderungen (Anwendungs- und Transferwissen im Studienfach) Voraussetzung: Information über Studieninhalte - CRetrospektiv:
Prüfung von Motivation (Lernbereitschaft; Faktenwissen im Studienfach) und Basiskompetenzen zur Bewältigung der studienspezifischen Anforderungen (Anwendungs- und Transferwissen im Studienfach)
Voraussetzung: Information über Studieninhalte - DProspektiv:
Komplexe Fähigkeiten, die über lange Lern- und Entwicklungsprozesse (Schulzeit) entstanden sind und deren Veränderbarkeit bezweifelt wird – damit können Kompetenz-defizite nicht mehr durch hohe Motivation und intensiven Einsatz kompensiert werden (Beispiel: Raumvorstellung - Medizinstudium)
Vorwissen in einschlägigen Fächern – erlernbar wenn entsprechende Unterlagen zur Verfügung stehen (Beispiel: naturwissenschaftliche Kenntnisse fürs Medizinstudium)
- ARetrospektiv:
96Third Mission von Hochschulen
- ADie sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen auf regionaler, nationaler sowie EU- und internationaler Ebene haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen und werden sich gemäß vieler Prognosen in den nächsten Jahrzehnten noch weiter verschärfen.
- BHochschulen sind zunehmend gefordert, Erkenntnisse aus ihren beiden Kernaufgaben Forschung und Lehre auch zur Erfüllung der sogenannten „Third Mission“ in Gesellschaft und Wirtschaft einzubringen.
- C„Third Mission beschreibt jene Aktivitäten einer Universität, die darauf abzielen, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen mitzugestalten.“
- DEs gibt kein Third Mission Projekt an der Universität Wien
97
Big-Fish-Little-Pond-Effekt (Marsh, 1987)- AUnter sonst gleichen Bedingungen erleben Schüler_innen in leistungsstarken Klassen weniger Lernfreude und mehr Angst, Scham und Hoffnungslosigkeit.
- BUnter sonst gleichen Bedingungen erleben Schüler_innen in leistungsschwachen Klassen weniger Lernfreude und mehr Angst, Scham und Hoffnungslosigkeit.
- CEffekt moderiert durch: dominante Bezugsnormen im Unterricht und Unterrichtsform!
- DInsbesondere bedeutsam: Übergang VS – NMS/ AHS
- EInsbesondere bedeutsam: Übergang AHS - Hochschule
98Welche/s Merkmal/e kann/können zur Beschreibung von Bildungssystemen auf der Makroebene herangezogen werden?
- AUntergliederung des Schulsystems
- BEffektivität von Lernprozessen
- CPolitische Entscheidungsstrukturen
- DQualität der Umsetzung von Curricula an Schulen
- EUmfang der Pflichtschulzeit
Information
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- Psychologie Quiz on Bildungspsychologie und Evaluation, created by Daniel Martinovic on 23/09/2019.
- Author
- Daniel Martinovic
- Language
- Deutsch
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