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Flashcards

Biologische Psychologie: Vorlesung 11 - Tagesrhythmik/Schlaf

Mandy Quach Psychologie 1. Semester German 34 cards

Cards in this deck (34)

  1. 1Welche Veränderungen zeigen sich rhythmisch?- mentale, psychische und endokrine Funktionen
  2. 2Über welche Zeiträume können rhythmische Veränderungen auftreten?- ultradian: Sekunden (EKG,Herzschlag, Atmung), Stunden (Konzentration, Nahrungsaufnahme)
    - circadian: Tage (Schlaf-Wach-Rhythmus)
    - infradian: Monate (Menstruation), Jahre (Zugvögel)
  3. 3Wie können sich Phasen zueinander verhalten bzw. verschieben?- synchron = in Phase
    - asynchron = phasenverschoben
  4. 4Wann/Wie lässt sich circadiane Rhythmik messen?- bei konstant gehaltener Umgebung und Verhalten
  5. 5Wie wird circadiane Rhythmik generiert?- durch endogene Oszillatoren, die durch Zeitgeber auf 24 Stunden synchronisiert werden
  6. 6Welche Beispiele gibt es für Zeitgeber?- Licht, Geräusche, Nahrungsaufnahme, körperliche Aktivität
  7. 7Wie lang ist die freilaufende Tageslänge beim Menschen?- ca. 24,5 Stunden
  8. 8Was ist die "zentrale Uhr" im Gehirn?- SCN: nukleus suprachiasmatikus
    -> koordiniert Rhythmus
    - Epiphyse
    -> produziert Melantonin
  9. 9Wie funktioniert der molekulare Rhythmusgenerator allgemein?- Zellen im SCN erzeugen gleichmäßige Rhythmen von Genexpression durch negative Rückkopplungsschleife:
  10. 10Wie genau funktioniert der molekulare Rhythmusgenerator?1. Proteine PER und CRY werden im Zellkern hergestellt, Konzentration nimmt über den Tag zu
    2. Proteine verbinden sich im Cytoplasma und diffundieren zeitversetzt in Zellkern
    3. hohe Konzentration hemmt Genexpression
  11. 11Wie funktioniert Licht als Zeitgeber?- endogener Oszillator im SCN
    - spezialisierte Ganglienzellen in der Retina übermitteln Lichtinformationen an SCN
    - Output des SCN beeinflusst endogene Oszillatoren in weiteren Organsystemen
  12. 12Wie stark variiert die lokale Proteinsynthese circadian?- 5 bis 20%
  13. 13Wie kann man den individuellen circadianen Rhythmus genau bestimmen?- genaue Methode unter kontrollierten Umgebungsbedingungen: Bestimmung des Minimums der Körpertemperatur und Melantoninkonzentration in Speichel/Urin/Blutplasma
  14. 14Wie kann man den individuellen circadianen Rhythmus weniger aufwändig, aber ungenauer, bestimmen?- an freien Tagen ohne vorigen Alkohol- oder Drogenkonsum Mitte des Schlafzeitraums bestimmen
  15. 15Wie lässt sich die Bedeutung von Tageslicht für den circadianen Schlaf-Wach-Rhythmus belegen?- Schlafzeitraum im Westen Deutschlands liegt ca. 30 Mins später als der im Osten Deutschlands
    -> Korrelation: Sonnenaufgang im Osten der selben Zeitzone früher als im Westen
  16. 16Wie ist die Mitte der Schlafzeit in der Population verteilt?- normalverteilt
  17. 17In welche drei Chronotypen unterscheidet man?- Morgentypen
    - Neutraltypen
    - Abendtypen
  18. 18Wie wird Schalfdefizit durch den Chronotypen beeinflusst?- Morgentypen schlafen an Arbeitstagen länger als an freien Tagen
    - Abendtypen schlafen an freien Tagen länger als an Arbeitstagen
  19. 19Welche Alterseinflüsse gibt es bei circadianer Schlafrhythmik?- Kindesalter: Schlafmitte sehr früh
    - bis ca. 20 verlagert sich Schlafmitte nach hinten (= man schläft später)
    - danach bis ca. 70 verlagert sich Schlafmitte wieder nach vorne
  20. 20Was passiert bei einem Jetlag? Welche Symptome können auftreten? Wann ist die Anpassung schneller?- bei Reisen über mehrere Zeitzonen sind innerer und äußerer Rhythmus phasenverschoben
    - Symptome: Müdigkeit, Schlafstörungen, verminderte Leistungsfähigkeit
    - Anpassung bei Flügen in den Westen schneller
  21. 21Welche Störungen der circadianen Rhythmik gibt es?- non-24-hour sleep-wake syndrom
    - verzögertes Schlafphasensyndrom
    - vorverlagertes Schlafphasensyndrom
  22. 22Wie sieht das Non-24-hour sleep-wake syndrome aus?- Pat. können nicht auf 24-Stunden-Tag synchronisieren (freilaufende Rhythmik)
  23. 23Was passiert beim verzögerten Schlafphasensyndrom und welche Ursche hat es?- spätes Einschlafen, spätes Aufwachen (ca. 4-12 Uhr)
    - Beeinflusst durch Polymorphismen Clock, Per1 und Per3
  24. 24Was passiert beim vorverlagertem Schlafphasensyndrom und welche Ursche hat es?- frühes Einschlafen, frühes Aufwachen (ca. 20-4 Uhr)
    - Mutationen in Per2 und in SCN-Enzymen, die an Rhythmik beteiligt sind
  25. 25Wie werden circadiane Störungen behandelt und wovon ist das abhängig?- kontrollierte Gabe von Licht und Melatonin
    - abhängig von individueller Phase
  26. 26Def. Schlaf- ein schnell umkehrbarer Zustand verminderter Interaktion mit der Umwelt
  27. 27Welche biologische Funktion könnte Schlaf haben?- Regenerations-Hypothese: Homöostase, Reperatur, Erholung
    - Anpassungs-Hypothese: Energiesparung, Schutz vor Fressfeinden
  28. 28Welche Messungen werden im Schlaflabor verwendet?- EEG: Elektroenzephalogramm (Hirnaktivität)
    - EMG: Elektromyogramm (Muskelaktivität)
    - EOG: Elektrookulogramm (Augenbewegungen)
  29. 29Welche Schlafstadien gibt es?- S1: Einschlafen
    - S2
    - S3 & S4: Tiefschlaf
    - REM-Schlaf
  30. 30Was ist am Wach-Zustand charakteristisch?- hochfrequente EEG- und Muskelaktivität
    - überwiegend Alpha- und Beta-Rhythmus
  31. 31Was ist an Stadium 1 charakteristisch?- einschlafen/leichter Schlaf
    - leicht weckbar
    - rollende Augenbewegungen
    - überwiegend Theta-Rhythmus
  32. 32Was ist an Stadium 2 charakteristisch?- weniger leicht weckbar
    - geringe motorische Aktivität
    - Schlafspindeln und K-Komplex charakteristisch
  33. 33Was ist an Stadium 3/4 charakteristisch?- Tiefschlaf/slow-wave sleep
    - niedrigfrequente EEG-Aktivität
    - S3: Deltaband dominiert 20-50% der Zeit
    - S4: Deltaband dominiert über 50% der Zeit
  34. 34Was ist am REM-Schlaf charakteristisch?- hochfrequente EEG-Aktivität und Augenbewegungen, aber keine Muskelaktivität
    - Wechschwelle sehr hoch
    - schnelle Augenbewegungen in kurzen Sequenzen von ca. 20 s Dauer
    - ab und zu Muskelzuckungen
    - dominiert von Betaband und kurzen Theta-Sequenzen

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Psychologie 1. Semester (Biologische Psychologie) Flashcards on Biologische Psychologie: Vorlesung 11 - Tagesrhythmik/Schlaf, created by Mandy Quach on 18/02/2018.
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Mandy Quach
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