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Flashcards

VL 8 Klinische Paar- und Familienpsychologie

Julia Sulzmann Einführung Klinische Psychologie und Psychopathologie 1. Jahr German 49 cards

Cards in this deck (49)

  1. 1Was sind drei grosse Problembereiche von Studien zu Fremdbetreuung von Kindern?1) methodisch (kleine samples, Querschnittstudien, self reports von Eltern, wohlhabende Eltern)
    2) mangelnde Vergleichbarkeit
    3) unterschiedliche abhängige Variablen (klinisch, entwicklung, bindung)
  2. 2Welche Kriterien erfüllten die Kinder aus der "methodisch rigorosen Studie" aus Berlin (Ahnert, Rickert & Lamb, 2000)alles Erstgeborene
    zwischen 12 und 24 Monate alt
  3. 3Wie viele Stunden waren Kinder bei Ahnert, 2000 unter Beobachtung?9
  4. 4Wie viele Stunden waren Kinder bei Ahnert (2000) in der Kita pro Woche?35-40 (mind 20)
  5. 5Wie viele Kinder waren bei Ahnert (2000) in der zuhause betreuten, wie viele in der Kita Gruppe?je 35
  6. 6Welches Verfahren wurde zur Beobachtung bei Ahnert (2000) (Kita vs Zuhause) verwendet?time sampling
  7. 7Welche Verhaltensweisen wurden bei Ahnert (2000) bei Betreuungspersonen und welche bei Kindern beobachtet?KInder: Bindungsverhalten und Quengeln
    Erwachsene: Aufmerksamkeit, Kommunikation, körperferne Beruhigungstechniken, Nähe, emotionales Ausdruckverhalten
  8. 8Welche Unterschiede zeigten sich bei allgemeiner Zuwendung im Tagesverlauf von Kitakindern und Zuhause Kindern?Zuhause: ganzer Tag gleich
    kita: U förmiges Profil (morgens und abends mehr als mittags, auch mehr als bei zuhause kindern morgens und abends)
  9. 9Was fällt beim Quängeln von Kita vs. Zuhause kindern auf, wenn man sich die Promptheit der Reaktion der Betreeungsperson anguckt?morgens und mittags reagieren mütter und betreeungspersonen gleich prompt. abends zeigt sich unterschied: während mütter, die kind nach kita haben sehr viel weniger promt reagieren, reagieren mütter, deren kinder den ganzen Tag zuhause waren, gleich promt wie sonst
  10. 10Was ist ein möglicher Grund dafür, dass Mütter, deren Kinder tagsüber in der Kita waren, abends weniger promt reagieren?Kind quengelnd abends viel mehr, als morgens und mittags
  11. 11Insgesamt betrachtet über den Tagesverlauf: Ist die Promptheit/ Responsivität der Kita Mütter schlechter, als der Mütter, die Zuhause bleiben?JA (wie kacke isn des)
  12. 12Ist Sensitivität von Kita Personal schlechter, als die der Mütter?ja
  13. 13Welches Verhalten ist charakterisch für Kita Mütter (morgens/abends)?Kompensation: mehr Interaktionen, als es sonszt der Fall wäre
  14. 14Inwiefern kann erklärt werden, dass Kita Kinder sozial kompetenter werden?weil betreuungspersonen mehr wert legen auf kog stimulation und gruppenharmonie
  15. 15Um wie viel Prozent erhöhrt sich das kortisolniveau bei Kindern in der Kita?75-100%
  16. 16Besonders in der Adaptionsphase an die Kita ist das Cortisollevel von ... Kindern höher, als das von ... Kindern.unsicher gebundenen; sicher geb.
  17. 17Wer drückt Stress stärker aus? Sicher gebundene oder unsicher gebundene Kinder?sicher
  18. 18Richtig oder falsch: a) sicher gebundene Kinder drücken Stress vor, während und nach Kita Gewöhnung stärker aus b) sicher gebundene Kinder drücken Stress während Kita Gewöhnung weniger stark aus, als davor und danach c) sicher gebundene Kinder drücken Stress nur (!) während der Kita Gewöhnung stärker aus, als unsicher gebundenea) falsch
    b) falsch
    c) richtig
  19. 19Richtig oder falsch: Mütter, die ihre Kinder quantitativ intensiv betreuen lassen, zeigen geringere Sensitivität gegenüber ihrem KindRichtig
  20. 20Richtig oder falsch: Die Bindung zur Mutter verändert sich, je nachdem wie das Kind zur Erzieherin in der Kita gebunden ist.Bindungsmuster des Kindes zu Kita-Betreuer*innen und zur
    Mutter sind unabhängig
  21. 21Richtig oder falsch: sichere Bindungen zu Betreuerinnen werden genau so häufig hergestellt, wie bei Müttern und VäternSichere Bindungen zu den Betreuern*innen werden generell
    seltener ausgebildet (42%) als sichere Mutter-Kind-Bindungen
    (60%) und sichere Vater-Kind-Bindung (66%)
  22. 22Ist die Bindung ein gutes Mass zur Bestimmung der Qualität der Beziehung des Kindes mit der Erzieher*in? Was würde sich besser eignen?eher nein, besser ist gruppenorientierte Sensitivität
  23. 23Wer entwickelt häufiger sichere Bindungen zu Erzieher*innen, Mädchen oder Jungen?Maidli
  24. 24Bleike, Gampe & Daum (2019) untersuchten Entwicklungsspezifische Parameter bei zuhause Kindern und Kita Kindern. Sie kontrollierten Alter bei und Ausmass der Betreuung.Was fanden sie heraus?Bei qualitativ angemessener familienexterner Betreuung
    keine Unterschiede in kognitiven, motorischen, sozialen
    und sprachlichen Fähigkeiten (unabhängig von Kita-
    Eintrittsalter und Dauer der Betreuung)
  25. 25Richtig oder falsch: Wenn man in der Kita war, ist man 15 Jahre später leistungsfähiger und weniger aggressiv als zuhause erzogene Kinder.Nein, nur leistungsfähiger, aber auch aggressiver
  26. 26Kann sich ein schlechter Betreuungsschlüssel auf die Bindung zur Mutter auswirken?Ja bei 8:1 Schlüssel kann häufiger eine unsicher-ambivalenter Bindung festgestellt werden
  27. 27Schulz, Bothe & Hahlweg (2019) stellten in einer 10-Jahres-Längsschnittstudie fest, dass fremdbetreute Kinder später mehr psychische Auffälligkeiten zeigen und (geringe Effektstärke:) schlechtere Leistungen udn mehr Risikoverhalten haben. Was moderiert diese Zusammenhänge?Migrationshintergrund
    Familienform
    Schicht
  28. 28Richtig oder falsch: Kinder mit Migrationshintergrund zeigen in der ausserfamiliären Betreuung mehr Hyperaktivität und mehr Verhaltensprobleme.Nein, nur mehr Verhaltensprobleme.
    mehr Hyperaktivität zuhause.
  29. 29Richtig oder falsch: Kinder ohne MIgrationshintergrund zeigen bei elterlicher Betreeung mehr Verhaltensprobleme, als Kinder ohne M:Richtig; ausserfamiliär dann andersrum
  30. 30Richtig oder Falsch: Kinder von alleinerziehenden zeigen sowohl in der elterlichen, als auch in der ausserfamiliären Betreuung mehr internalisierte und mehr externalisierte Störungen.Falsch, nur ausserfamiliär
  31. 31Richtig oder Falsch: Kinder von Zwei-Eltern-Familien zeigen in der elterlichen Betreuung mehr internalisierte und mehr externalisierte Störungen.Richtig
  32. 32Kinder aus der Oberschicht zeigen nach der ausserfamiliären Betreuung mehr problematischen Alkoholkonsum, als Kinder aus der Mittelschicht. Stimmt das?Ja
  33. 33Was könnte eine Erklärung dafür sein, dass Kinder aus der Mittelschicht nach der Betreuung durch die Eltern häufiger einen problematischen Alkoholkonsum haben?Dass zuhause auch schlimme Sachen passieren und dass in der Mittelschicht vielleicht weniger Bildung da ist, um zu wissen, was richtig und was falsch ist; weniger soziale Kontrolle
  34. 34Averdijk (2022) führt eine 13 Jahres Längsschnitt-Studie mit Zürcher Kindern durch. Konnte er die These bestätigen, dass eine externe Betreuung in den ersten zwei Lebensjahren besonders problematisch ist?Nein, das Ergebnis warm dass die kumulierte Betreeungsdauer prädiktiver war, als die im ersten Lebensjahr.
  35. 35Welche psychische Störungen und Verhaltensprobleme konnten von Averdijk (2022) durch Zürcher Kinder in Fremdbetreuung vorhergesagt werden?Aggression
    ADHS
    mehr internalisierte Symptome
  36. 36Welche Tageszeit eignet sich nicht zur Fremdbetreuung von Kindern?Abends und nachts, da Kinder da auf emotionale Regulation von Eltern angewiesen sind
  37. 37Viele Studien zeigen negative Effekte von externer Kinderbetreeung. Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit in wissenschaftlichen Studien solche negativen Effekte hervortreten?- geringe Elterliche Sensitivität
    - Qualitativ unbefriedigende Einrichtung (zu hocher Betreuungschlüssel)
    -Quantitativ intensive Fremdbetreuung (zu früher Eintritt in Kita
    (< 7 Monate), zu lange Dauer des Aufenthalts (kritischer Cut-
    Off: 20 Stunden
    - Bei Familien mit Migrationshintergrund profitieren Kinder, bei
    Ein-Elternschaft zeigen sie mehr Auffälligkeiten
  38. 38Unter welchen Umständen ist eine Fremdbetreuung sogar ein Vorteil?- Eltern haben psychische Störung
    - Eltern haben wenig Zeit
    - Eltern haben Migrationshintergrund
    - geringer SES
  39. 39Was ist mit Vantage Sensitivity gemeint?dass es sich besonders lohnt, bei Kindern mit schwierigem Temperament in Kinder zu investieren
  40. 40Welcher Betreeungschlüssel in der Kita ist empfehlenswert?1:3
  41. 41Wie lange geht circa eine Eingewöhnungszeit in die Kita?6-11 Tage
  42. 42Kann eine lange Eingewöhnungszeit in die Kita die Bindungssicherheit eines Kindes steigern?ja
  43. 43Was ist ein deutliches Anzeichen von gelungener Eingewöhnung in die Kita?wenn das Kind aktiv bei seinem*seiner Erzieher*in
    Trost sucht und findet
  44. 44ideale Betreeungschlüssel für Kleinstkinder unter 12 Monaten1:2
  45. 45Betreuungschlüssel Kinder 12-24 Monate1:3
  46. 46Betreuungsschlüssel Kinder 24-36 Monate1:4
  47. 47maximale Gruppengrösse Kinder 6-18 Monate6
  48. 48maximale Gruppengrösse Kinder 18-24 Monate8
  49. 49maximale Gruppengrösse Kinder 24-36 Monate14

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Ausserfamiliäre Betreuung
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Julia Sulzmann
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