Flashcards
Biologische Psychologie: Vorlesung 15 - Motivation
Cards in this deck (24)
- 1Was ist Motivation?- Grundlage zielgerichteter flexibler Handlungen
- bestimmt Richtung, Intensität und Dauer des Verhaltens
- beruht auf dem Streben, erwünschte Ereignisse zu erreichen und unerwünschte zu vermeiden - 2Warum ist Motivation mit Lernprozessen eng verbunden?- ausgelöste Handlungen beruhen auf Erwartungen
- 3Warum bezeichnet Motivation keine Gefühle?- erwünschte Ereignisse sind zwar oft, aber nicht immer mit positiven Gefühlen verbunden
- emotionales und motivationales System interagieren, sind aber nicht dasselbe - 4Welche auslösenden Reize gibt es für Motivation?- homöostatische Motivation: Temperaturregulation, Nahrungsaufnahme, Wasserhaushalt
- nicht-homöostatische Motivation: soziale Bindung, sexuelle Motivation, emotionale Auslöser
- Erkundungsverhalten: Informationsgewinn durch Detektion wichtiger Reize, die potentiell später zu positiven Ereignissen führen - 5Welche zwei Arten von Reizen gibt es bei der motivationalen Valenz?- appetitive Reize (Belohnungen) lösen Annäherungsverhalten aus
-> homöostatisch: Futter, Wasser
-> nicht-homöostatisch: Zuwendung, Sex
- aversive Reize (Betrafungen) lösen Vermeidungsverhalten aus
-> homöostatisch: Hitze, Kälte, Schmerz
-> nicht-homöostatisch: Freiheitsstrafe, soziale Ablehnung - 6Was wird bei Belohnungen und Bestrafungen aktiviert?- ventrales Striatum und anteriore Insula bei primären und sekundären Belohnungen und Bestrafungen
- ventromedialer PFC/orbitofrontaler Kortex wird eher bei Belohnung als bei Bestrafung aktiviert - 7Warum ist motivationales Lernen so wichtig?- Organismus muss zukünftige Ereignisse vorhersagen müssen
- geben einem Zeit, Verhaltensreaktionen vorzubereiten und Entscheidungen künftig zu verbessern
- entscheidend für Entscheidungen zwischen alternativen Handlugen - 8Welche zwei Arten der Konditionierung gibt es?- klassische: Zusammenhang zwischen Stimulus und wichtigem Ereignis
- operant: Zusammenhang zwischen Handlung und wichtigem Ereignis - 9Was wird bei der klassischen Konditionierung gelernt?Zusammenhang zwischen unwichtigem, "neutralen" Stimulus und wichtigem, motivationalem Stimulus
- 10Welche Begrifflichkeiten gibt es bei der klassischen Konditionierung?- neutraler Reiz: "unwichtiger" Reiz, der zu unspezifischer Reaktion führt
- unbedingter Reiz (UCS): "wichtiger" Reiz, der spezifische Reaktion auslöst
- unbedingte Reaktion (UCR): spezifische Reaktion auf UCS)
- bedingter Reiz (CS): ursprünglich neutraler Reiz, der durch zeitliche Kopplung mit UCS bedingte Reaktion auslöst
- bedingte Reaktion (CR): erlernte spezifische Reaktion auf CS - 11Was ist Exstinktion?- wiederholte Präsentation des CS ohne darauffolgenden UCS
- CR wird zunehmend schwächer
- "neues Lernen" statt Verlernen - 12Welche Hirnareale sind bei der Konditionierung beteiligt?- Cerebellum: USC folgt noch während Präsentation der CS (delay c.)
- Hippocampus: UCS folgt erst nach Ende der Präsentation des CS (trace c.)
- emotionale und motivationale Areale: abhängig von unbedingten Reiz - 13Was wird bei der operanten Konditionierung gelernt?Zusammenhang zwischen "zufälliger) Handlung und wichtigem motivationalen Stimulus
- 14Welche Verstärker gibt es bei operanten Konditionierung?- primärer Verstärker: angeboren (Essen, Trinken, Schlafen, sozialer Kontakt)
- sekundärer Verstärker: durch Assoziationen mit primären Verstärkern gelernt (z.B. Geld) - 15Durch welches Transmittersystem wird operante Konditionierung vermittelt?- dopaminerg und cholingerg
- 16Was genau vermittelt das dopaminerge System?- "wollen" (Motivation) statt "mögen" (angenehmes Gefühlserlebnis)
- 17Was ist das Ziel von Verstärkungslernen? Wann tritt es auf?- Voraussage des Wert zukünftiger Zustände, die auf einen Stimulus/eine Handlung folgen
- wir lernen nur, wenn Ereignisse unerwartet/überraschend sind - 18Was ist der Wert beim Verstärlungslernen?Wert = durchschnittliche erwartete Belohnung - durchschnittliche erwartet Bestrafung
- 19Welches Modell erfasst sich mit dem Lernen?- Modell von Rescorla und Wagner
- 20Wie lautet die Formel im Rescorla-Wagner-Modell?Neuer Wert von CS = Alter Wert von CS plus Vorhersagefehler mal Lernrate
- 21Welche zentralen Aussagen hat das Rescorla-Wagner-Modell- lernen findet nur statt, wenn Ereignisse nicht vorausgesagt wurden
- Vorhersagen von verschiedenen CS werden dabei aufsummiert - 22Wie ist die Feuerrate bei dopaminergen Neuronen beim Belohnungslernen?- unvorhergesehene Belohnung: erhöhte Feuerrate
- nach Lernvorgang: erhöhte Feuerrate bei Stimulus, der Belohnung ankündigt und keine Reaktion bei Belohnung
- wenn Belohnung nach Ankündigung ausbleibt: verringerte Feuerrate - 23Worauf reagieren dopaminerge Neurone?- unerwartete Belohnungen
- Belohnungsvorhersage
- Ausbleiben erwarteter Belohnungen
- neue Stimuli - 24Was repräsentiert das dopaminerge System?- bestimmte Aspekte von Belohnung wie Vorhersage, Wollen, Lernen
- repräsentiert nicht die Belohnung selbst!
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- Psychologie 1. Semester (Biologische Psychologie) Flashcards on Biologische Psychologie: Vorlesung 15 - Motivation, created by Mandy Quach on 21/02/2018.
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- Mandy Quach
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