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Karteikarten Kapitel 1: Georg Herbert Mead
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- 1Begriffsdefinition Symbolischer Interaktionismus-auch Sozialbehaviorismus (soziales Verhalten der Menschen) genannt
- Theorie, die Mead erstellt hat
- damit wollte er Unterschied zum damals vorherrschenden Behaviorismus darstellen - 2Gegenüberstellung MEAD (Sozialbehaviorismus) JOHN WATSON (Behaviorismus)Mead: Mensch ist biologisches Geschöpf, das auf Umwelt reagiert
Watson:Mensch ist biologisches Geschöpf, das auf Umwelt reagiert
Mead: Legt viel Wert auf Beobachtung des Verhaltens
Watson: Verhalten ist Reaktion auf äußere Reize und ist so regulierbar; Mensch ist passives Individuum
Mead: Mensch hat einen Geist/Verstand; ist aktiv
Mensch hat spezifische menschliche Fähigkeiten, die Verhalten steuern
Watson: Was in Seele/Verstand passiert ist unwichtig
Mensch -> "black box" - Verstand -> Verhalten
Inhalt der "Black box" interessiert Mead, allerdings Watson nicht! - 3Definition Pragmatismus- Entsteht während Klima der Gesellschaft von dem Darwinismus und seiner Evolutionstheorie vorherrscht.
- Erkennt das Wesen des Menschen in seinem Handeln und unterstellt ihm, dass Denken und Handeln, von der Erwägung des Nutzens abhängen. - 4Definition BehaviorismusDer Mensch ist ein Geschöpf, das auf äußere Einflüsse reagiert. Äußere Bedingungen sind veränderbar. Der Mensch ist somit „passives Individuum unter Diktat seiner Umwelt“.
- 5Definition SozialbehaviorismusMead hält geistige Aktivität als Erklärung für Verhalten wichtig. Mead rückt den Geist in den Vordergrund.
Geist = Fähigkeit Verhalten zu steuern - 6Definition Sinnesreize- sind die einfachsten und natürlichsten Zeichen
- lösen instinktiv Reaktionen aus
- z.B. Donner zusammenzucken
- Tiere und Menschen reagieren ähnlich - 7Definition Gesten- "gesture"
- sind Handlungen, welche in gesellschaftlicher Aktion ("social act") als spezifischer Reiz ("specific stimulus") auf 2. Individuum wirken
- Gesten rufen ganz bestimmte Reaktionen hervor
- z.B. knurrender Hund, Induviduum gegenüber ist gewarnt
- Handlung wird vom 2. Individuum als Reiz wahrgenommen, welcher Reaktion beeinflusst
- Sinn ("meaning") ist Verbindung zwischen Gesten und Handlungen
- Gesten sichern die Kommunikation
- in Reaktion liegt Unterschied zwischen Mensch und Tier
- Mensch kann Reaktion durch Prozess des Denkens verzögern
- spezifischer Reiz wird während des Prozesses interpretiert und mit bestimmter Situation verglichen - 8Definition Symbole (+signifikantes Symbol)- verdeutlichen den Sinn einer Situation durch einen Begriff oder einer Geste
- z.B. A hält B in einer Disko die geballte Faust vor den Kopf
- Symbol: geballte Faust -> Sinn der Situation: A droht B Schlägerei an
signifikantes Symbol:
Vorstellung des Individuum A ruft bei Individuum B nach einem Symbol gleiche Vorstellung hervor - 9Rollenübernahme"taking the role of the other"
- solange beide Individuen die gleichen Symbole benutzen, kann die Reaktion des Gegenübers antizipiert und auch provoziert werden
- ego versetzt sich in die Situation alters und umgekehrt
- was Individuum zu Anderen sagt, sagt es auch zu sich selbst
- löst in sich die Haltung aus, die es bei anderen durch Verwendung signifikanter Symbole aulösen will
- erst im Bezug auf andere bekommt Individuum Vorstellung von sich selbst und gewinnt an Selbstbewusstsein - 10Play & Game: Play (Spiel)- Freies Rollenspiel eines Kindes
- Übernimmt Rolle eines signifikanten Anderen (=nahestehende Person, z.B. Mutter o. Vater)
= man übernimmt die Persönlichkeit von einer ganz bestimmten Person
- Rolle wechselt zwischen sich selbst und signifikantem Anderen (= wechselseitiger Dialog)
- Bildet dabei plausible Identität aus - 11Play & Game: Game (Wettkampf)- Organisiertes Rollenspiel (z.B. Fußball, Baseball)
- Übernimmt Rollen von organisierter / gesellschaftlicher Gruppe
= verallgemeinerter / generalisierter Anderer
= Bild, das man in der Gesellschaft von einer bestimmten Rolle oder einem sozialen Zusammenhang hat
= Normen und Werte, die in einer bestimmten Situation oder einer Rolle relevant sind
= immer in Interaktion mit mehreren Anderen
- Alle Rollen (z.B. der einzelnen Mitspieler) werden nicht gleichzeitig übernommen, aber zu einem gewissen Zeitpunkt sind mehrere präsent - 12I & Me- I = impulsives Ich = wie ich mich sehe
- nie vollständig sozialisierbar
- gleicht "Es" von Freud
- Me = reflektiertes Ich = wie andere mich sehen
- zugewiesene Identität
- enthält organisierte Werthaltungen
- gleicht "Über-Ich" von Freud
- im Me kommt Kontrolle des generalisierten Anderen zum Ausdruck (Kontrolle durch die
Gesellschaft)
- nie fest gefügt und homogen, da verschiedene generalisierte Andere niemals ein identisches Bild vom Me haben
- Identität entsteht dann, wenn I & Me dauerhaft vermittelt werden
- Identität ist ein ständiger Dialog im Individuum
- Identität ist gelungen, wenn beide Seiten des Ichs in gleichgewichtiger Spannung zueinander stehen
- Rollenübernahme ist die Voraussetzung für die Gewinnung von Identität und Selbstbewusstsein
- Identität und Interaktion/Kommunikation spielen ständig ineinander - 13Interpretative Soziologie: normatives Paradigma- Handeln ist ein von Symbolen gesteuerter Prozess
- entspricht der Rollentheorie Parsons
- Interaktionsteilnehmer benutzen gemeinsames System von Symbolen und Bedeutungen
(soziokulturelles Wertesystem) - 14Interpretative Soziologie: interpretatives Paradigma- Handeln ist ein von Symbolen gesteuerter Prozess
- es gibt kein einheitliches Wertesystem
- Sinn und Bedeutung einer Rolle sind abhängig von individueller Einschätzung der Situation
-> auf dieser Theorie baut der symbolische Interaktionismus auf!
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- Created by Aline Triesch · Dec 29, 2018
- Copied by Aline Triesch · Feb 12, 2019
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