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Flashcards

Kommunikationswissenschaften

Hannah Mayr Soziale Arbeit German 72 cards

Kommunikationswissenschaften

Cards in this deck (72)

  1. 1Kommunikationsmodell von Shannon und WeaverQuelle -> Botschaft -> Sender -> Signal -> Kanal (<- Störung) -> empfangenes Signal -> Empfänger -> empfangene Botschaft -> Ziel
  2. 2Arten von StörungenRauschen: Reize, die vom Empfänger registriert, vom Sender aber nicht verschickt wurden
    Äquivokation: kennzeichnet Signale, die vom Sender zwar abgeschickt, vom Empfänger jedoch nicht registriert wurden
  3. 3Dreieckstheorie von SternbergDreieckstheorie von Sternberg
  4. 4Zeichentheorie (Pierce) 3 Typen an Zeichen1. Klasse: natürliche Zeichen
    a) Indexzeichen: Anzeichen/Kennzeichen, unbeabsichtigt, ohne Intention, natürliche Folge eine Phänomens z.B. dunkle Wolken
    2. Klasse: künstliche (vom Menschen erschaffene) Zeichen
    b) Ikonzeichen: bildhaft analog, hoher Ähnlichkeit zum Bezeichneten, beruht auf Konvention (gelernt), willentliche Verwendung z.B. Toilettenmännchen
    c) Symbolzeichen: abstrakt-digital, geringe oder keine Ähnlichkeit zum Bezeichneten, willentliche Verwendung, kann nicht-materielles bezeichnen z.B. Freiheit
  5. 5Soziale Interaktionganz allgemeine Austauschprozesse zwischen Menschen im Sinne ihrer wechselseitigen Beeinflussung z.B. ich kann nichts sehen, weil die Person vor mir zu groß ist im Kino
  6. 6Kommunikationintentionaler Zeichengebrauch (Sender produziert bewusst ein Zeichen, welches vom Empfänger bewusst als solches interpretiert wird)
  7. 7Kommunikation und Intentionalitäts. Blatt
  8. 8Kommunikationsmodell von Osgood & SchrammKommunikationsmodell von Osgood &amp; Schramm
  9. 9Subsysteme des Kenntnisssystems Sprache- phonologisches System: Organisation von Sprachlauten
    - morphologisches System: Struktur von Wörtern und Regeln für Wortbildung
    - syntaktisches System: Regeln für grammatisch mögliche Konstruktionen
    - semantisches System: beinhaltet die im mentalen Lexikon gespeicherten Bedeutungen von Wörtern & Regeln zum Verstehen/Produzieren von Sätzen
  10. 10Sprache nach Carrollist ein strukturiertes System willkürlicher menschlicher Laute & Lautsequenzen, das zur Kommunikation verwendet wird
  11. 11direkter Sprechakt und indirekter Sprechaktdirekt: Die wörtlich zum Ausdruck gebrachte Illokution entspricht der beabsichtigten, primären Illokution. z.B. dreh bitte die Heizung auf!
    indirekt: Die wörtlich zum Ausdruck gebrachte Illokution entspricht nicht der beabsichtigten, primären Illokution z.B. Mir ist kalt = Dreh die Heizung auf!
  12. 12Organonmodell nach BühlerOrganonmodell nach Bühler
  13. 13Aphasie und Lokalisation= zentrale Sprachstörung
    im Temporallappen
    - amnestische Aphasie
    - Wernicke-Aphasie
    - Broca-Aphasie
    - globale Aphasie
  14. 14Definition nonverbale Kommunikation (Wiener)Nonverbale Kommunikation liegt vor wenn...
    - zwischen Quelle und Ziel ein sozial geteilter Code (Signalsystem) besteht
    - der Enkodierer (die Quelle) etwas (die Nachricht) öffentlich macht mithilfe dieses Codes (Intentionalität)
    - der Dekodierer (das Ziel) systematisch auf diesen Code reagiert
  15. 15Positive Selbstdarstellung- auf eigene Vorzüge hinweisen
    - übertreiben
    - andere so beurteilen, dass man selbst positiv abschneidet
    - seinen Selbstwert erhöhen
    - sich über Kontakt mit wichtigen Personen/Gruppen/Ereignissen aufwerten
  16. 16Negative Selbstdarstellung-> erwartet letztlich Vorteil, also indirekte positive Selbstdarstellung
    - andere direkt abwerten (blasting)
    - als hilfsbedürftig darstellen (supplication)
    - als beeinträchtig darstellen, damit man für Misserfolge nicht verantwortlich gemacht werden kann (self-handicapping)
    - bedroht andere (intimidation)
  17. 17Komponenten sozialer Unterstützung- emotionale Unterstützung (Angstreduktion)
    - Einschätzungsunterstützung (sozialer Vergleich)
    - Informationsunterstützung (Infosuche)
    - instrumentelle Unterstützung (konkrete Hilfe)
  18. 18Equity-Theorie (Walster)-> Personen streben nach Fairness uns Ausgewogenheit in Interaktionen und Beziehungen
    -> Ausgewogenheit (equity) ergibt sich, wenn das Verhältnis von Beitrag und Ergebnis für die Interaktionspartner gleich ist
    -> trotz ungleicher Beiträge kann Beziehung als fair gesehen werden
    Equity-Formel:
    input A / outcome A = input B / outcome B
  19. 19Equity-Theorie (Walster) -> inquityUnausgewogenheit (inquity) löst Motivation zur Veränderung der Situation aus
    - sich benachteiligt fühlen: eigenen Beitrag verringern oder mehr Beitrag des anderen fordern
    - sich übervorteilt fühlen: eigenen Beitrag erhöhen oder weniger Beitrag des anderen fordern
  20. 20Investitionsmodell (Stabilität von Liebesbeziehungen)Investitionsmodell (Stabilität von Liebesbeziehungen)
  21. 21Individualkommunikationnur 2 Personen
  22. 22Kommunikation in Gruppen & Organisationenmax. 20 Personen
  23. 23MassenkommunikationAnzahl der Empfänger wird nicht eingeschränkt
  24. 24Interpersonale Kommunikationwenn man sich subjektiv unterhält
  25. 25Intergruppenkommunikationaus zwei unterschiedlichen Gruppen unterhalten sich min. 2 Personen über die Gruppen
  26. 26Intragruppenkommunikationmin. 2 aus einer Gruppe unterhalten sich über die Gruppe
  27. 27face-to-facepersönliches Gespräch ohne Medium
  28. 28Mediale KommunikationKommunikation mit Medium (Telefon, Plakat etc.)
  29. 29Shannon und Weaver BeschreibungEs wird:
    - eine Mitteilung (message)
    - der Kommunikationsquelle (source)
    - von einem Sender (transmitter)
    - in ein Signal (signal)
    - übersetzt (Enkodierung)
    - dieses dann über einen Kanal (channel)
    - an einen Empfänger (receiver) geschickt,
    - wo das empfangene Signal (received signal)
    - rückübersetzt wird (Dekodierung)
    - und als empfangene Botschaft (received message)
    - beim Kommunikationsziel (destination) ankommt.
  30. 30Definition Kommunikation nach Shannon & WeaverFür Kommunikation ist kein gemeinsamer Code notwendig, Ziel muss nur wissen, dass Quelle kommunizieren will. Erfolgreiche Verständigung ist nicht erforderlich.
    -> Auch un- und missverstandene Signalübertragung stellt Kommunikation dar.
  31. 31KommunikationseinheitKommunikationsquelle- und ziel bei dem die Quelle absichtlich einen Sender zur Zeichenübermittlung verwendet und das Ziel die Zeichen absichtlich empfängt
  32. 32KommunikationssequenzZiel wird selbst zur Quelle, indem es Signale mit kommunikativer Absicht zurücksendet und diese vom korrekten Ziel empfangen werden.
  33. 33keine Kommunikation nach Shannon und Weaver- keine Kommunikation ohne Quelle ("Gott hat zu mir gesprochen")
    - keine Kommunikation ohne Sender ("Meine Pflanzen kommunizieren mit mir")
    - keine Kommunikation ohne Signal (Lärm, zu große Entfernung "Hab dich nicht verstanden")
    - keine Kommunikation ohne Ziel (Rufen im leeren Haus, Besprechen AB, zufälliges Mithören)
  34. 34keine Kommunikation nach Pierce- Anzeichen Interpretation (Olivia wird rot, wenn Fremde sie ansehen, Blätter fallen, Dieter sieht müde aus)
    - Maschinen-vermittelte Kommunikation (Vollbremsung wird ABS ausgelöst, bei Rauch Feuermelder)
    - Mensch-Maschine-Interaktion (Taschenrechner) -> aber vom Mensch gebaut als Bsp für Massenkommunikation)
  35. 35Schlussfolgerungen für Kommunikationsbegriff1. Bei Tieren besteht keine individuelle Kommunikation des Senders, da Zeichen entweder genetisch festgelegt sind (Mimikry), durch Instinkte gesteuert (Bienentanz) oder durch Konditionierung gelernt wurden. Animalische Kommunikation = natürlicher Zeichenprozess
    2. Maschinen können nicht zu Kommunikationsquelle/ziel werden, weil keine Freiheitsgrade und Unterscheidungsfähigkeit von unwillkürlichen oder kommunikativen Zeichen. Dienen nur als Sender/Signalübermittlung.
  36. 36Kommunikationskanäle1. Motorik der Quelle: Bewegung der Muskulatur für verbale Aktivität und nonverbales Verhalten (Mimik, Gestik, Gebärden)
    2. Sinneskanäle des Ziels: Insbesondere Sehen (visuell), Hören (auditiv), Berühren (taktil)
    3. physikalisches Medium: Luft für verbale und Licht für nonverbale Signale
    interpersonale Kommunkation -> Mehrkanalität
    mediale Kommunikation -> Kanalität eingeschränkt
  37. 37Definition Information nach MacKayInformation liegt vor, wenn eine Ereignis uns veranlasst etwas zu glauben/wissen, was wir vorher nicht glaubten/wussten. Dabei bestimmt die Information über X wie wir mit X umgehen. Wiederholung eines Signals ist nicht Information sondern Redundanz
  38. 38Definition Kommunikation MacKayDamit "A" "B" als kommunizierend erlebt, muss "A" "B" als zielgerichtet handelnd erkennen. Ohne diese Erkenntnis gibt B zwar Informationen an A ab, aber sie kommunizieren nicht.
  39. 39Soziolinguistik: Speech-accomodation-theory1. Konvergenz: Sprachliche Anpassung an Interaktionspartner
    2. Konvergenzmotive: eigene positive Identität, soziale Beeinflussung, Mögen
    3. Linguistische Ähnlichkeit: Erhöhte Attraktion, erhöhtes Verständnis, erhöhte Vorhersagbarkeit
    4. Divergenz: sprachliche Abgrenzung zum Interaktionspartner
  40. 40Kommunikationsformel nach Lasswell- WER (Sender, Kommunikation)
    - SAGT WAS (Kommunique)
    - ZU WEM (Kommunikant, Empfänger)
    - DURCH WELCHES MEDIUM (Kanal)
    - MIT WELCHEM EFFEKT (Konsequenzen)?
  41. 41Hierarchisches Speichermodell Collins & Quillian-> Lexikon ist hierarchisches gegliedert
    -> semantische Merkmale nur beim höchsten Begriff gespeichert (z.B. kann fliegen bei Vogel, nicht Kanarienvogel)
    -> Operationen im Lexikon horizontal (auf einer Ebene) schneller als vertikal (zwischen Ebenen)
  42. 422-Fakten-Theorie der Infoverarbeitung (Schneider und Shiffrin)a) Kontrollierte Kommunikationsprozesse: erfordern hohe Aufmerksamkeit und kognitive Ressourcen -> nicht unbegrenzt einsetzbar wegen kognitiver Kapazitätsgrenzen z..B. nicht 2 vernünftige Gespräche auf einmal DAFÜR schnelle spontane Anpassung an Kommunikationserfordernisse
    -> hohe Flexibilität und tiefe Infoverarbeitung
    b) Automatische Kommunikationsprozesse: dienen Einsparung von kognitiven Ressourcen -> in vielen Situationen einsetzbar, wegen kaum Kapazitätsgrenzen z.B. nonverbales Verhalten in Kommunikation mit Freunden
    -> geringe Flexibiltät und geringe Infoverarbeitung
  43. 43Verhaltensbereiche nonverbaler Kommunikation- nonvokaler Bereich
    z.B. Mimik, Gestik, Körperhaltung, Körperkontakt
    z.B. intime (50cm), persönliche (1,20m), soziale (3,5m) und öffentliche Distanzzonen
    - vokaler Bereich
    Stimmmerkmale: Tonfall, Tonhöhe, Lautstärke
    Sprachmerkmale: Sprachmelodie und Betonung
  44. 44Mimik1. Statische Signale: stark genetisch bedingte Strukturen des Gesichts (z.B. hohe Stirn -> intelligent)
    2. Langsame Signale: durch Alterung und körperl. Belastung bedingte Strukturen im Gesicht (z.B. Falten -> weise)
    3. Dynamische Signale: durch situative Einflüsse bedingt, kontrolliert oder routinemäßige Veränderungen in Gesichtsstruktur (z.B. Emotionsausdruck -> überzufällig korrektes Erkennen von Emotionen)
  45. 45GestikEmbleme: z.B. Händeschütteln, auch ohne verbale Kommunikation verstehbar, kontrolliert, kulturabhängig
    Illustratoren: z.B. auf einen Gegenstand zeigen, ohne verbale Kommunikation kaum verstehbar (begleitet sie), dienen Betonung & Ergänzung
    Adaptoren: z.B. Kopfkratzen, nicht auf verbale Kommunikation bezogen, wenig kontrolliert, dienen Selbstregulation, kein kommunikativer Charakter, Fehlinterpretation möglich
  46. 46Funktionen redebegleitender Gesten1. Parasemantische Funktionen:
    Substitution , Amplifikation , Modifikation, Kontradiktion (Kanaldiskrepanz -> Ironie)
    2. Parasyntaktische Funktionen:
    Segmentation, Synchronisation
    3. Parapragmatische Funktion:
    Ausdrucksfunktion, Reaktionsfunktion
    4. Dialogische Funktionen:
    Regulationsfunktion, Relationsfunktion
  47. 47Suggestionseinflüsse bei Befragungen (Suggestor)1. Suggestor: Einfluss der Vorerwartung (z.B. ich frag jemanden nach Essverhalten und bin selber überzeugter Vegetarier)
    - Betonung bestätigender Infos, Vernachlässigung widersprechender
    - Ignorieren inkonsistenter, unmöglicher Infos
    - keine Überprüfung Alternativhypothesen
  48. 48Suggestionseinflüsse bei Befragungen (Suggestionsziel)2. Suggestionsziel (der Befragte): erhöhte Suggestibilität
    - reduzierte Erinnerungsgüte
    - geringe Wiedergabefrequenz (selten oder nie berichtete Erfahrung)
    - reduzierte Intelligenz (sagt einfach "ja", weil er Frage nicht verstanden hat)
    - soziale Erwünschtheit
  49. 49Suggestionstechniken- direkte Suggestion (Vorgabe spezifischer Infos)
    direkte Vorgabe ("dann hat er dich ausgezogen, nicht wahr?")
    eingebettet in Fragen ("Hat er vielleicht auch...?")
    eingebettet in Mutmaßungen ("Ich glaube er hat...")
    eingebettet in Geschichten
    - indirekte Suggestion
    Vorgabe unspezifischer Infos
    Aufforderung zu Spekulation ("Was könnte er gemacht haben?")
    Konditionierungsprozesse
    Konformitätsausdruck ("Andere Kinder haben uns schon gesagt...")
    Wiederholung mit Fragen
    Wiederholung von Interviews
  50. 50Kontextfaktoren bei Gesprächen (Graumann und Wintermantel)a) Merkmale des Settings (situativer Rahmen)
    -> soziale, personale, sachliche Merkmale
    b) Merkmale des Diskurs
    -> besprochenes Thema, Einbettung sprachlicher Äußerungen in das Gesprochene
    c) weitere Merkmale
    -> Vorwissen, Inferenztätigkeit, die durch Äußerungen in Gang gesetzt werden
  51. 51Man kann nicht "nicht-kommunizieren" WatzlawickAxiom geht davon aus dass,
    1. jedes Verhalten Kommunikation darstellt,
    2. deshalb Wahrnehmung von Verhalten einen kommunikativer Prozess konstituiert und
    3. dass Verhalten kein Gegenteil aufweist, d.h. man kann sich nicht nicht verhalten, was auch für Kommunikation gilt.
    Kritik daran:
    1. Nicht jedes Verhalten dient kommunikativer Absicht
    2. Wahrnehmung anderer ist Informationsaufnahme aber noch kein kommunikativer Prozess.
    3. Verhalten & Kommunikation hat ein Gegenteil: ein in Situationen operationalisiertes Verhalten kann auftreten (Rauchen) oder nicht auftreten (Nicht-Rauchen)
    => Fehlattribution, weil Kommunikatoren dazu neigen, jedes Verhalten als Kommunikation zu interpretieren, selbst wenn keine kommunikative Absicht vorliegt.
  52. 52Sprachuniversalien- alle Sprachen haben Subjekt-Prädikat-Konstellationen
    - alle Sprachen kennen Operanten (und, nicht)
    - in allen Sprachen gibt es ICH, DU, ER/SIE
    - in allen Sprachen wechseln sich Frage und Antwort ab
  53. 53Paradoxe InterventionBeispiel: Partner A ist selten zuhause, B macht keine Vorwürfe, sondern geht selber mehr aus. A findet das nicht gut, macht Vorwürfe. B schlägt Kompromiss vor
    -> Wandel 2. Ordnung
    Kritik: viele Voraussetzungen nötig und keine eigenständige Evaluation
  54. 54GrammatikPhonologie (Organisation von Sprachlauten)
    Morphologie (Wortbildung)
    Syntax (Satzbildung)
    Lexikon (Wortbedeutung)
    -> Linguistische Kompetenz
  55. 55Polygraph- Erfassung von Biodaten mit eingeschränkt willkürlicher Kontrolle (Blutdruck, Atmung, Puls, Schwitzen...)
    - vergleicht Fragen mit bekannten Antworten (z.B. Alter) mit unbekannten
    - hohe Verfälschbarkeit (auf die Zunge beißen)
    - ruhiger Lügner und aufgeregter Ehrlicher
  56. 56Lügen DefinitionLügen ist die Kommunikation einer subjektive Unwahrheit mit dem Ziel, im Gegenüber einen falschen Eindruck zu erwecken oder aufrecht zu erhalten.
    Bestimmungselemente:
    - falschen Eindruck erwecken, Absichtlichkeit, subjektive Unwahrheit (kein Irrtum)
    - nicht ausgeschlossen: nicht-sprachliche Kommunikation (nicken) und indirekt lügen (etwas weglassen)
  57. 57Kommunikationsmodell sozialer Beziehungen nach Knapp (Entwicklungsphasen)- Initiationsphase: erstes Kennenlernen, wahrgenommene Attraktivität
    - Experimentierphase: näher Kennenlernen, Gemeinsamkeiten finden, Unsicherheiten reduzieren
    - Intensivierungsphase: mehr persönliche Infos, stärkere Intimität, stärkere Verpflichtungen
    - Integrierungsphase: gemeinsame Unternehmungen, Paar-Identität, gemeinsame Freunde
    - Bindungsphase: Verlobung, Hochzeit
  58. 58Kommunikationsmodell sozialer Beziehungen nach Knapp (Auflösungsphase)- Differenzierungsphase: aus WIR wird wieder ICH und DU
    - Einschränkungsphase: Infoaustausch wird geringer
    - Stagnationsphase: Kommunikation wird unbeholfen, stilisiert
    - Vermeidungsphase: aus dem Weg gehen, sich ignorieren
    - Beendigungsphase: formale Erklärung der Beendigung, Scheidung
  59. 59Kommunikationsmodell sozialer Beziehungen (sonstiges()- Phasen müssen nicht direkt aufeinander folgen, können auch stagnieren, stabilisieren, rück- und fortentwickeln
    - Soziale Beziehungen unterteilen sich in 4 Dimensionen: Fremdheit, Bekanntheit, Freundschaft, Partnerschaft
  60. 60Effekt interpersonaler ÄhnlichkeitErklärungsansätze:
    1. Ähnlichkeit macht soziale Vergleiche informativer und Gespräche interessanter
    2. Klassische Konditionierung, weil positive Verknüpfung zwischen eigener Person und eigenen Einstellung. Trifft man Person mit gleichen Einstellung wird sie auch positiv verknüpft
    -> beschränkt sich auf subjektiv wichtige Eigenschaften
  61. 61Stabilität von Beziehungen: Das Investitionsmodell nach Rusbults. Blatt
  62. 62Interaktionsarten nach Graumann- natürliche Interaktion (Wechselwirkungen in Natur)
    - technische Interaktion (Wechselwirkungen zwischen technischen Geräten)
    - Biointeraktion (Wechselwirkung zwischen biologischen Instanzen innerhalb und außerhalb des Menschen)
    - Mensch-Maschine-Interaktion
  63. 63Probleme bei Aufdeckungsarbeit- Fehlinterpretation unspezifischer Missbrauchsignale (z.B. psychomatische Symptome
    - Fokussierung auf sexuelle Thematik
    - Verwendung direkter Vorgaben (z.B. Fernhalten von missbrauchten Kind)
    - Konjunktivmethode (z.B. Erzähl mal ob dir das geschehen ist)
    - lang andauernde Therapie
    -> hoch suggestive Wirkung
    -> kann Pseudoerinnerungen hervorrufen (=false memory)
  64. 64trichterförmige BefragungAufforderung zu zusammenhängenden Bericht ohne Ergebniserwartung
    nachfolgende Fragen ergebnisoffen stellen
    spezifischer fragen, wenn es unvermeidbar ist
  65. 65KunczikKommunikator -> Encodierung -> Sender -> Kanal -> Empfänger -> Decodierung -> Rezipient
  66. 66Sprachliche Kommunikation nach CarrollSprachliche Kommunikation entsteht wenn,
    -> eine Person den Entschluss fasst (Intention), etwas mit Hilfe von Sprache mitzuteilen (wird somit zur Kommunikationsquelle)
    -> die Botschaft mit Hilfe des Sprechorgans enkodiert wird (artikulatorische Phase)
    -> die kodierte Mitteilung (als Signal) in einem Kanal (beim Sprechen=Luft) übermittelt wird (akustische Phase mit evtl. Störeinflüssen)
    -> das Signal mit Hilfe des Hörorgans der adressierten Person dekodiert und
    -> schließlich durch das Kommunikationsziel interpretiert wird (auditive Phase)
  67. 67Generative GrammatikBefähigung, alle in einer Sprache möglichen grammatikalischen Äußerungen zu verstehen und zu produzieren
  68. 683 Dimensionen Osgood/Tannenbaum: Erhebung der Bedeutung eines WortesEvaluation (Bewertung)
    z.B. gut/schlecht, fair/unfair
    Potency (Kraft)
    z.B. stark/schwach, hart/weich
    Activity (Aktivität
    z.B. aktiv/passiv, schnell/langsam
  69. 69Konversationsmaxime1. Maxime der Relation
    ("Mein Benzin ist alle""An Tanke gibts")
    2. Maxime der Qualität
    ("weint""der ist ja gut drauf")
    3. Maxime der Quantität
    ("Im Zimmer 2 Sachen, das warn Stühle")
    4. Maxime der Modalität
    ("Lass uns nachher ein E-I-S kaufen")
  70. 70Ursachen für nicht-motivierte Falschaussagenfehlerhafte Wahrnehmungsprozesse (eingeschränkte Fähigkeiten, erschwerende situative Bedingungen)
    fehlerhafte Aufmerksamkeitsprozesse (reduzierte Aufmerksamkeitskapazität, erschwerende situative Bedingungen)
    fehlerhafte Gedächtnisprozesse
    (spontane Gedächtnisverzerrung, induzierte Gedächtnisverzerrungen)
    fehlerhafte Infoverarbeitung
    (Erkrankung ZNS, erschwerende situative Bedingungen)
  71. 71Multiple-Cue-ModellVerbesserung der Diskrimination durch Aggregation (Zusammenfassung) leicht korrelierender Merkmale (cues)
  72. 72Doppelbindung- Versuch der Erklärung schizophrener Erkrankungen
    - alle angebotenen Verhaltensalternativen sind falsch ("sei doch mal spontan")
    - Kommunikationsstörungen basierend auf double bind Theorie: ("kann ich raus spielen?" "ja, lass uns ruhig immer allein")

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Soziale Arbeit Flashcards on Kommunikationswissenschaften, created by Hannah Mayr on 17/07/2017.
Created by
Hannah Mayr
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