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Gewaltprävention
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Gewaltprävention
Frech (2008): Handlungsfelder der Prävention und Intervention
- Leistungsförderung
- Verhaltensmodifikation
- gezielte Rückmeldung (lerntheoretisch)
- soziales Kompetenztraining
- Verbesserung des sozialen Schulklimas und der Schulkultur
- Qualität des Unterrichts und der Sozialbeziehungen
- Transparente und gerechte Chancenstruktur
- Drei Rs: eindeutige Regeln, glaubwürdige Rituale, belastbare Referees
- Ausbau der Partizipationsmöglichkeiten
- Mitwirkung aller am Schulleben Beteiligter
- Ausbau des Beratungssystems
- Schulsozialarbeit
- Freizeit- und Beratungsangebote
Maxime der Prävention/Intervention nach Melzer et al. (2004)
- 1. Je früher Prävention einsetzt, desto wahrscheinlicher ist die Kompensation von Verhaltensdefiziten.
- 2. Nachhaltigere Effekte, wenn die Prävention kontinuierlich durchgeführt wird, der Großteil des Kollegiums einbezogen ist und die Maßnahmen strukturell verankert sind.
- 3. Prävention in Lebensweltzusammenhang der Schüler eingebettet. Setting-Ansatz: Einbeziegung außerschulischer Umwelt und Vernetzung mit Partnern.
- 4. Maßnahmen müssen auf spezifischen Bedarf der Einzelschule abgestimmt sein
- 5. Struktur & Reflexion: Gute Infrastruktur und Abstimmung der Akteure. Klare Formulierung von (Teil-)Zielen & Evaluation dieser.
Ursachen
- Gugel (2008) Gewalt wird in den seltensten Fällen sinnlos angewandt
- Verteidigung
- von Besitz
- von sozialen Bindungen
- Abweichung von Normen
- Verteidigung von Rangpositionen
- Mittel zur Interessendurchsetzung
- Instrument zur Problembewältigung
- spezifische Kommunikationsmittel
- Demonstration von Männlichkeit
- Mittel gegen Langeweile
- politisch instrumentalisierte Gewalt
- Verteidigung
- Gugel (2008) Gewalt wird in den seltensten Fällen sinnlos angewandt
Intervention
- Konfrontative Pädagogik
- Kritik
- repressiver Erziehungsstil
- vernachlässigt Ansätze der Lebensweltorientierung & Emanzipation
- Gall (2008): Mangel and Eindeutigkeit und Klarheit
- "Sprachliche Weichmacher"
- Fragen stellen
- Konjunktive
- Dyskalkulie
- "Algebra"
- "Quizsendung"
- Grundsätze
- Konfrontation & Grenzziehung
- für spezielles Klientel: von Elternhaus, Schule und Jugendhilfe nicht mehr erreicht.
- Annahme, dass diese Jugendliche mit Empathie nicht mehr erreichbar sind.
- Grenzziehung ist kein Selbstzweck, sondern dient der Normverdeutlichung
- für spezielles Klientel: von Elternhaus, Schule und Jugendhilfe nicht mehr erreicht.
- Eine Regelverletzung, die der Pädagoge ignoriert, ist Verhalten, das erlaubt wird!
- "Verstehen, aber nicht verstanden sein"
- Strikte Trennung zwischen der Person des Täters und dessen Handlung
- Grenzziehung in dem Moment, in dem das unerwünschte Verhalten geschieht
- Auseinandersetzung mit den Folgen einer Tat
- Opferperspektive
- stellt für die Gewalter oft ein Tabu-Thema darstellt
- Opferperspektive
- Konfrontation & Grenzziehung
- 5 Arbeitsschritte
- 1. Verständigung über pädagogische Orientierung
- 2. Konkretisieren des erwünschten Verhaltens
- 3. Entwicklung von Ritualen & Maßnahmen zur Einübung
- 4. Entwicklung von R. & M. gegen unerwünschtes Verhalten
- 5. Maßnahmen der Kontrolle und Evaluation
- Coolness Training
- Stärken
- bildet Teamgeist
- Peergroup wird miteinbezogen
- Flexibilität & individualität
- bezieht sich auf klassenspezifische Gewaltmuster und versucht diese zu verändern
- Etabliert eine Akzeptanz- & Lobkultur
- Schwächen
- abhängig von TrainerIn (Haltung, Akzeptanz, Authentizität)
- repressiv / geführt
- vernachlässigt sozialisatorische Phänomene
- Nach- haltigkeit?
- Grundsätze
- mit Hilfe der konfrontativen Pädagogik werden Verhaltensalternativen erarbeitet
- oberstes Ziel: Opfervermeidung!
- "peer-group-education"
- geführte Gruppeninteraktion
- Gruppenprozess soll Verhaltensänderung bewirken
- beruht auf Freiwilligkeit aller (!) Beteiligten
- verweigert der Täter die Konfrontation:
- 1. Ohne zu moralisieren, die Verweigerung thematisieren
- 2. Hilfe eines Dolmetschers in Anspruch nehmen
- 3. Opferfeedback
- Stärkung des Opfers
- nur möglich, wenn das Opfer von der Gruppe gestützt wird
- Stärkung des Opfers
- verweigert der Täter die Konfrontation:
- Humor & Spaß
- Voraussetzung
- Wille zur dauerhaften Begleitung der Prozesse
- belastbares Verhältnis zwischen Lehrer & Klasse
- Mindestmotivation
- Bescheid wissen, worum es thematisch geht
- freiwillige Teilnahme & Einverständnis aller Beteiligten (& Eltern)
- Ziele
- Täter
- Klare & eindeutige Orientierung
- Opfer
- eigenes Drehbuch für schwierige Situationen schreiben können
- "Dritte"
- Kultur des "Hinschauens"
- Trainieren des friedlichen Einmischens
- Täter
- Struktur
- 1. Aufwärmphase (Warming-Up)
- 2. Kampf- und Bewegungsspiele
- 3. inhaltlicher Schwerpunkt
- 4. Entspannung (Cool-down)
- indirekte / direkte Konfrontation
- indirekt: Opfer schreibt Poster mit Schmäh-SMSen
- "heißer Stuhl" nach Jens Weidner
- Konfrontation mit Tathergang & Folgen
- stellt hohe Belastung dar!
- Schuldgefühle & Empathie sollen geweckt werden
- Provokationstests!
- in Selbstauskunft positive Ergebnisse
- Stärken
- Kritik
- Interventionsprogramm für die Schule nach Olweus (1999)
- Befunde
- markante Rückgänge der mittel- und unmittelbaren Gewalt bei Jungen & Mädchen in allen Klassenstufen!
- Verringerung des allgmeinen antisozialen Verhaltens (Vandalismus, Diebstahl, Trunkenheit, Schulschwänzen)
- Verbesserung des Sozialklimas der Klasse: Ordnung & Disziplin, soziale Beziehungen, positivere Einstellung zu Schule, Zunahme der Schülerzufriedenheit mit dem Schulleben
- primäre & sekundäre Präventionseffekte: Verringerung der Anzahl neuer Opfer
- 4 Schlüsselprinzipien: Die (schulische) Umgebung soll gekennzeichnet sein von...
- 4 Unterziele
- 1. Bewusstsein für Täter-Opfer-Problem schaffen & Erkenntnisse gewinnen
- 2. Aktive Beteiligung der Lehrer & Eltern
- 3. Klare Regeln gegen Gewalt entwickeln
- 4. Opfern Unterstützung und Schutz gewähren
- 1. Wärme, positive Anteilnahme & Beteiligung der Erwachsenen
- 2. festen Grenzen gegenüber inakzeptablem Verhalten
- 3. Konsequente nichtfeindlich, nichtkörperliche Strafen bei Regelverletzungen
- 4. Erwachsene handeln als Autorität (zu Hause und in der Schule)
- 4 Unterziele
- Maßnahmen
- 1. Allgemeine Voraussetzungen
- Problembewusstsein und Beteiligung der Eltern
- 2. Maßnahmen auf Schulebene
- Fragebogenerhebung
- Schulkonferenz-Tag
- Bessere Pausenaufsicht
- Bildung einer Koordinationsgruppe
- 3. Maßnahmen auf Klassenebene
- Klassenregeln gegen Gewalt
- Regelmäßige Schüler-Klassengespräche
- Klassengespräche
- 4. Maßnahmen auf individueller Ebene
- Ernsthafte Gespräche zw. gewalttätigen Kindern & Opfern
- Ernsthafte Gespräche mit den Eltern der beteiligten Schulkinder
- Lehrkräfte und Eltern werden pädagogisch kreativ
- 1. Allgemeine Voraussetzungen
- Grundlage ist Olweus' Definition von Mobbing. D.h. das bspw. Vandalismus nicht Teil seiner Gewaltdefinition ist.
- Befunde
- Grenzsetzung durch Konfrontation und Durchsetzung der Regeln
- Opferschutz: möglichst frühe Intervention
- Konfrontative Pädagogik
Problem
- Klassische Erziehung: versucht unerwünschtes Verhalten auszutreiben, anstatt erwünschtes verhalten zu fördern.
- Kinder werden systematisch auf Durchsetzung und Aggression trainiert.
- Erzieher oftmals über Werthaltung und Interventionsformen unseins
- begünstigt aggressives Verhalten. => Dampfkessel
- Knopf (2000) fordert eine Konzentration der Präventions- und Interventionsprogramme auf den kleinen harten Kern, der besonder problematisch ist.
- Klassische Erziehung: versucht unerwünschtes Verhalten auszutreiben, anstatt erwünschtes verhalten zu fördern.
Arten der Prävention / Intervention
- Primärprävention
- gesellschaftliche Bedingungen entwickeln, die Lebenskompetenzen und Konfliktlösungsfähigkeiten von Kindern stärken
- z.B. Verbesserung des Schulklimas
- gesellschaftliche Bedingungen entwickeln, die Lebenskompetenzen und Konfliktlösungsfähigkeiten von Kindern stärken
- Sekundärprävention
- Verhinderung von gewalttätigem Verhalten
- z.B. Anti-Aggressivitätstraining
- Verhinderung von gewalttätigem Verhalten
- Tertiärprävention
- Resozialisierung und Verhinderung eines Rückfalls
- z.B. Täter-Opfer-Ausgleich, Therapien
- Resozialisierung und Verhinderung eines Rückfalls
- Ebenen der Prävention
- Makroebene
- gesellschaftspolitische Ebene mit politisch, ökonomischen, kulturellen, sozialen Rahmenbedingungen
- z.B. Armut oder Perspektivlosigkeit
- gesellschaftspolitische Ebene mit politisch, ökonomischen, kulturellen, sozialen Rahmenbedingungen
- Mesoebene
- Ebene des schulischen Umfeldes / Ebene des Gemeinwesens
- Öffnung der Schule / Kooperation mit anderen Einrichtungen
- Ebene des schulischen Umfeldes / Ebene des Gemeinwesens
- Mikroebene
- Schulebene, mit verschiedenen schulischen Akteuren
- Entwicklung einer gewaltfreien Schulkultur
- 1. Schülerebene
- Verbesserung der Leher-Schüler-Beziehung
- Ermöglichen von sozialem Lernen
- Vermittlung eines positiven Selbstkonzeptes
- 2. Klassenebene
- Schaffung eines gemeinsamen Wertesystems / Regelwerk
- Stärkung von Kooperation, Selbstvertrauen, Verantwortungsgefühl
- demokratische Interessenvertretung
- 3. Schulebene
- Schulordnung
- Gestaltung des Lebensraums Schule
- Schulebene, mit verschiedenen schulischen Akteuren
- In ihrer Gesamtheit bilden die 3 Ebenen den "systemischen Ansatz"
- Makroebene
- Primärprävention
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- Mind Map on Gewaltprävention, created by kirchn on 18/02/2015.
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