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Biologische Psychologie: Vorlesung 3 - Informationsübertragung / chemische Signale

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Cards in this deck (42)

  1. 1Was sind Gap Junctions?Verbindungsproteine an der Membran, die direkten Kontakt zweier Zellen ermöglichen
  2. 2Wie sind Gap Junctions aufgebaut?- von jeder Zelle ein Connexon (Protein), welche dann "ineinander gesteckt" werden
    - ein Connexon besteht aus mehreren Connexinen
  3. 3Wie kann die Anzahl der Gap Junctions reguliert werden?bei Bedarf wird über second messenger Genexpression beeinflusst und die Connexongeneration wird damit verändert
  4. 4Welche zwei Typen von Verbindungstellen an Neuronen gibt es und wo kommen diese vor?- direkt: Gap Junctions
    -> Cytoplasma steht an den Poren in Kontakt
    - indirekt: chemische Synapsen
    -> Kommunikation über den synaptischen Spalt hinweg
  5. 5Was ist ein Synonym für Gap Junctions und wieso heißen sie so?- elektrische Synapsen
    - Cytoplasma der verbundenen Zellen steht im direkten Kontakt zueinander und ermöglicht Diffusion von Ionen
  6. 6Was kann man über die Kommunikation von Gap Junctions sagen?- funktioniert i.d.R. in beide Richtungen
    - Kommunikation erfolgt sehr schnell
  7. 7Wo können Gap Junctions liegen?an Neuronen und an Gliazellen
  8. 8Wie wirken Gap Junctions an Neuronen?- Konnektivität der Neuronen zum ZNS während Embryonalentwicklung
    - Synchronisation von Zellverbünden
    - Modulation dendritischer und axonaler Potentiale
    - erhöht Detektionsfähigkeit
    - Reaktion von ZNS auf Verletzungen
  9. 9Wie wirken Gap Junctions an Gliazellen?- Regulation der extrazellulären K-Ionen-Konzentration
    - Synchronisation neuronaler Aktivität
    - Lern. und Gedächtnisfunktion
    - Regulation der Neurogenese
  10. 10Was ist Neurogenese?Bildung neuer Neuronen
  11. 11Welche Art von Kontakt haben die Zellen bei der chemischen Synapse?- kein direkter Zell-Zell-Kontakt
    - Überbrückung vom synaptischen Spalt mittels chemischer Übertragung
    - zunächst elektrisch, dann chemisch (im synaptischen Spalt), danach wieder chemisch
  12. 12Wie viele Neuronen gibt es?100 Milliarden Stück
  13. 13Wie viele Synapsen hat ein einzelnes Neuron?1 000 bis 10 000 Stück
  14. 14Was ist ein axodendritische Kontakt und was lässt sich über die dort ankommenden elektrischen Signale aussagen?- Kontakt zwischen Axon und Dendrit
    - häufig exzitatorisch
  15. 15Was ist ein axosomatischer Kontakt und was lässt sich über die dort ankommenden elektrischen Signale aussagen?- Kontakt zwischen Axon und Soma
    - häufig inhibitorisch
  16. 16Was ist ein axoaxonaler Kontakt und was lässt sich über die dort ankommenden elektrischen Signale aussagen?- Kontakt zwischen zwei Axonen
    - häufig inhibitorisch
  17. 17Welche sechs Schritte werden bei der Informationsübertragung an der chemischen Synapse durchlaufen?1. Transmittersynthese
    2. Ca-Ionen-Kanäle öffnen, Ca-Ionen strömen zelleinwärts
    3. Vesikel verschmelzen mit präsynaptischer Membran und schütten Transmitter aus
    4. Transmitter binden an Autorezeptoren und Rezeptoren an der Postsynapse
    5. postsynaptische Antwort wird ausgelöst
    6. Transmitterabbau
  18. 18Welche fünf Merkmale gibt es für Neurotransmitter?1. Synthese und anschließende Lagerung in Vesikeln in Präsynapse
    2. Ausschüttung durch Erregung der Präsynapse
    3. Existenz postsynaptischer Rezeptoren
    4. gleiche Wirkung auch durch Experimente
    5. wirksamer Inaktivierungsmechanismus
  19. 19Was sind Transmitterrzeptoren?- Transmembranproteine mit spezifischer Bundungsstelle für bestimmte Neurotransmitter (ligandengesteuert)
    - Transmitter können ihre Wirkung nur über Bindung an Rezeptor entfalten
  20. 20Was ist ein ionotroper Rezeptor und was kann dieser bewirken?- first messenger
    - Ligand bindet und es folgt unmittelbare Antwort
    - direkte und schnelle Veränderung des postsynaptischen Potentials
  21. 21Was ist ein metabotroper Rezeptor und was kann er bewirken?- second messenger
    - mehrere Schritte zur Wirkung notwendig
    - durch Bindung eines Transmitter wird Signal kaskadenartig in der Zelle weritergegeben
    - nimmt mehr Zeit in Anspruch, hat aber weitreichende Wirkung
    - Steuerung des Öffnungszustands von Kanälen, Veränderung von Enzymen und der Genexpression
  22. 22Welche drei Typen zum Transmitterabbau gibt es?1. Reuptake
    2. enzymatischer Abbau
    3. Diffusion
  23. 23Wie funktioniert Reuptake?mittels spezifischen Transportproteinen werden unter ATP-Verbrauch Transmitter wieder in die präsynaptische Zelle aufgenommen
  24. 24Welche zwei Typen von postsynaptischen Potentialen gibt es?1. EPSP
    2. IPSP
  25. 25Was ist ein EPSP?- exzitatorisches postsynaptisches Potential
    - erregendes Potential
    - Depolarisierung der Membran mittels Ca- oder Na-Einstrom erhöht Wahrscheinlichkeit für AP
  26. 26Was ist ein IPSP?- inhibitorisches postsynaptisches Potential
    - hemmendes Potential
    - Hyperpolarisation der Membran durch Cl--Einstrom oder K-Ausstrom bzw. Blockierung der Cl-, Na+ und K+-Kanäle hemmt Wahrscheinlichkeit für AP
  27. 27Was ist räumliche Summation?an benachbarten Membranstücken ankommende postsynaptische Potentiale summieren sich
  28. 28Was ist zeitliche Summation?schnell aufeinander folgende postsynaptische Potentiale an einem Membranstück summieren sich
  29. 29Was ist Modulation von postsynaptischen Potentialen?Verstärkung oder Hemmung der Signale an anderen Synapsen durch metabotrope Rezeptoren
  30. 30Was ist ein Autorezeptor?- befindet sich an der präsynaptischen Membran
    - Transmitter können dort andocken und geben präsynaptischen Zelle Information über Transmitterkonzentration im synaptischen Spalt
    - Kontrolle über Transmitterfreisetzung über Hemmung oder Verstärkung
  31. 31Von wem wurde die Existenz von Neurotransmittern experimentell nachgewiesen?- Otto Loewi
  32. 32Wie war das Experiment von Loewi konzipiert?- Experiment mit Herzen
    - Stimulation des Vagusnervs verlangsamte Herzschlag von Herz 1
    - Herz 2 wurde in die Kochsalzlösung gelegt, in der sich zuvor Herz 1 befand
    - Herzschlag von Herz 2 verlangsamte sich
    - Schlussfolgerung: Substanz in Kochsalzlösung als Ursache für verlangsamten Herzschlag
  33. 33Wie viele chemische Synapsen gibt es?Bis zu 1 Billiarde Stück
  34. 34Mit wie viel Prozent der umliegenden Neuronen ist ein Neuron im Schnitt verbunden?- mit 3% der umgebenden Neuronen
  35. 35Wie viel Prozent trägt eine einzelne Synapse zur Überschreitung der AP-Schwelle eines postsynaptischen Neurons bei?1 bis 5 %
  36. 36In welchen drei Schritten erfolgt die Wirkungsweise eines metabotropen Rezeptors?- Rezeptor aktiviert bei Andocken eines Neurotransmitters ein G-Protein
    - G-Protein öffnet Kanal oder bindet an Enzym, welches damit second-messenger-Kaskade auslöst
    - Signalmolekül verändert Zellprozesse
  37. 37Wie hoch ist das Gleichgewichtspotential von Cl-?ca. - 70 mV
  38. 38Wie wirken Autorezeptoren überwiegend?- meist Hemmung über second messenger
    - Deaktivierung von Ca+-Kanälen
  39. 39Über welchen Mechanismus werden EPSPs ausgelöst und wie lange dauert es, bis dieser wirkt?- Steuerung über Bindung eines Neurotransmitters
    - schnelle Wirkungsweise innerhalb weniger Millisekunden
  40. 40Über welchen Mechanismus werden IPSPs ausgelöst und wie lange dauert es, bis dieser wirkt?- indirekte Steuerung der Kanäle über G-Protein oder second messenger
    - dauert lange: Sekunden bis Minuten
  41. 41Wie hoch ist das Gleichgewichtspotential von K+?- ca. -90 mV
  42. 42Wie hoch ist das Gleichgewichtspotential von Na+?- ca. +60 mV

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User has deleted their subject information Flashcards on Biologische Psychologie: Vorlesung 3 - Informationsübertragung / chemische Signale, created by Deleted user on 04/01/2018.
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Deleted user · Jan 2018
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Jan 4, 2018
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  • Created by Mandy Quach · Nov 17, 2017
  • Copied by Mandy Quach · Jan 4, 2018
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