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Flashcards

Mischen Skript 5

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Mischen Skript 5

Cards in this deck (29)

  1. 1Grundlagen MischenVereinigung von mindestens zwei Ausgangsstoffen mit unterschiedlichen
    Eigenschaften/Aggregatszuständen zu neuen „Stoff“ (Gemenge, Dispersion,
    Suspension) mit möglichst hoher Homogenität unter Zuhilfenahme
    mechanischer Werkzeuge oder Kraftfelder.
  2. 2Häufig eine Komponente in größerer Menge:→ Dispersionsmittel / disperse
    Phase (weitere/untergemischte Komponenten).
    Häufig eine Komponente in größerer Menge:
  3. 3Rührerbauarten für Flüssigkeiten niedriger Viskosität (η < 1 Pas)• Rührerdrehzahlen richten sich nach Rührerdurchmesser
    • Umfangsgeschwindigkeiten i.d.R. max. 15 m/s
    (Ø max. 8 m/s)
    • Drehzahlen bis 3000 min-1
    • Drehzahlregelung über FU oder Getriebe
    • Unterschiedliche Strömungsprofile und
    Förderrichtungen
  4. 4Rührerbauarten für Güter mit mittlerer bis hoher Viskosität (η ≈ 0,5 - 5 Pas)rel. niedriger Drehzahlbereich 5 – 500 min-1
    • geringe Umfangsgeschwindigkeiten (0,5 – 5 m/s)
    • a+b+c radiale Bewegung von innen nach außen +
    tangentiale Bewegung
    • d: Mehrfachaxialbewegung durch um 90 °
    versetzte Stufen. Kleine Ringwirbel.
  5. 5Rührerbauarten für Güter mit sehr hoher Viskosität (bis 100 Pas)• a+b tangentiale Bewegung, Drehzahlen bis ca.
    100 min-1
    • c axiale Bewegung
    • Rührer stark wandgängig → Abschabung von
    Produkt, Verbesserung Wärmeübergang
    • d: Drehzahl Gitter bis ca. 500 min-1, Drehzahl
    axial bis ca. 100 min-1. Gute Einmischung von
    Feststoffen in Flüssigkeiten.
  6. 6Je nach Rührerbauart 3 Strömungsrichtungen:• radiale Strömung (Scheibenrührer a)
    • axiale Strömung (Propellerrührer b)
    • überlagerte Tangentialströmung (Rotation
    der Flüssigkeit im Behälter a+b).
  7. 7• überlagerte Tangentialströmung (Rotation der Flüssigkeit im Behälter a+b). Nachteil:Wirbelsenke/Trombenbildung (auch
    Luftansaugung!), Separiereffekte durch
    Fliehkraft.
  8. 8Lösung für Tangentialströmungen:→ Einbau von Strombrechern (c)
    → schräge / exzentrische / seitliche
    Anordnung des Rührorgans (a,b,c)
  9. 9Generell gilt für gute Strömungen:• starker vertikaler Strom für guten Verteilungszustand (z.B.
    Suspensionsbildung). Scherkräfte eher gering.
    • hohe Scherkräfte/Schergradienten für Dispergierung mit Zerkleinerungseffekt
    oder Emulgierung (Umfangsgeschwindigkeiten bis zu 80 m/s)
    • hohe Strömungsgeschwindigkeiten an der Wand für guten Wärmeaustausch
  10. 10In der Praxis i.d.R Rührwerksauslegung nach Erfahrungswerten :(z.B. Finite-Elemente-Berechnung)
    Beispiel: Berechnung Strömungsprofil eines
    Propellerrührers
  11. 11Sonderbauformen – Leitstrahlmischer• ausschließlich axiale Strömung
    • homogene Durchmischung
    • kein Lufteinsog, keine Sedimentation, kein Floating
    • schnelles intensives Umwälzen des gesamten Behälterinhalts
    • keine Strombrecher im Tank erforderlich, Strömungsleitbleche im Stator
  12. 12Mischen durch Einbauten in Rohrleitungen Statische Mischer:• keine bewegten Teile
    • Teilung des Flüssigkeitsstroms und Zusammenführung in geänderter
    Anordnung
    • Vermischen von pumpbaren Flüssigkeiten
    • Dispergieren und Emulgieren von ineinander unlöslichen Komponenten
    • Mischen von reaktiven Flüssigkeiten
    • Mischen von Gasen
    • rel. hohe Strömungsgeschwindigkeiten nötig
    • rel. hoher Druckverlust
  13. 13was ist„Pneumatisches Rühren“→ Mischen durch Einblasen von Gas in die
    Flüssigkeiten (auch zum Lösen und Dispergieren von Flüssigkeit/Gas)
  14. 14Mischen von Feststoffen Ziel:Möglichst homogene Verteilung der Partikel im Gemenge erwünscht
    → idealer weise gleiche Stoffzusammensetzung für jede beliebige Teilmenge
    → Mischgrad 1 bei idealer Gleichverteilung der Komponenten
  15. 15In der Praxis parallel zur Gleichverteilung auch Entmischungsvorgänge. Ursachen:• unterschiedliche Korngrößen, Kornarten, Dichten
    • statische Aufladung
    • spezifische Oberflächeneigenschaften
  16. 16FreifallmischerRotierende Mischtrommel. Mischgut wird
    angehoben und fallengelassen. Einbauten wie
    Spiralen oder Leisten begünstigen Mischvorgang.
  17. 17SchaufelmischerIn langsam laufender Trommel rotiert Welle mit
    feststehenden Schaufeln schnell gegenläufig.
  18. 18SchneckenmischerKontinuierliches Mischen. Transport und Mischen
    durch mit Spirale oder Schaufeln versehene
    rotierende Welle.
  19. 19SchaufelkneterKnettrog mit ineinander greifende z- oder
    hakenförmige gegenläufige Schaufeln. Zerteilung
    und Vermengung des Knetgutes.
  20. 20SchneckenkneterZerteilung Knetgut in rotierender Schnecke.
    Weitertransport längs der Welle.
  21. 21Durchmischung von Biogasanlagen: Fermenter und Nachgärbehälter müssen durchmischt werden um:• homogene Suspendierung frischen Materials (gleichmäßige Temperaturverteilung,
    ausreichende Bakterienversorgung)
    • Reduzierung von Schwimm- und Sinkschichten
    • Austreibung von Gasblasen
    • Nährstofftransport
  22. 22Haspel- oder Paddelrührwerke• Drehzahl ca. 4 min-1, vergleichsweise geringe Anschlussleistung
    • gute Homogenisierungseffekte bei Substraten < 20 % TS
    • Laufzeit ca. 6 – 12 mal täglich für 5 – 10 Minuten
  23. 23Tauchpropellerrührwerkeschnell laufende Rührwerke (ca. 400 min-1)
    • Anschlussleistung ca. 7 – 22 kW (elektr. / hydraul.)
    • geeignet für TS-Gehalte bis ca. 12 %,
    • für effektive Durchmischung mehrere Rührwerke
  24. 24Stabmixer• schnell laufende Rührwerke (380 - 1000 min-1)
    Propellerdurchmesser – 60 cm
    • Anschlussleistung – 15 kW
    • schwenkbar zur effektiven Beseitigung von Schwimmschichten und Sedimenten
  25. 25Axialrührwerke• langsam laufende Rührwerke (12 – 25 min-1) für stehende Behälter
    • bei Ø bis 14 m mittige, bei größeren Ø exzentrische Anordnung
    • durch Decke eingeführt, meist mit Mittelstütze versehen
    • Rührerdurchmesser 3 – 4 m
  26. 26Langachsrührwerke• langsam laufende Rührwerke (15 – 40 min-1), bevorzugt stehende Behälter
    • durch Decke/Wand schräg eingeführt, am Fermenterboden fixiert
    • Rührerdurchmesser 0,7 – 2,5 m
  27. 27Paddelrührwerke• langsam laufende Rührwerke (8 – 14 min-1), bevorzugt stehende Behälter
    • durch Wand eingeführt, wechselständige Anordnung der Paddel
    • Paddellänge 1,5 – 2 m
    • Antriebsleistung ca. 15 kW
    • effektive Durchmischung auch bei hohen TS-Gehalten
  28. 28Hydraulische Rührwerke• Durchmischung durch Absaugen und Wiedereinleiten des Fermenterinhalts
    (Jet-Effekt)
    • horizontal und vertikal schwenkbare Düsen
    • leistungsstarke Pumpe nötig
    • Verwendung der Pumpe auch zur Beschickung und Befüllung Güllewagen
    • keine Verschleißteile im
    Fermenter
    • nur für Dünnflüssige Substrate
    mit sehr niedrigem TS
  29. 29Gasdruck-Mischverfahren / Pneumatische DurchmischungAusnutzung des entstehenden Gasdrucks zur Durchmischung durch
    Strömungseffekte
    • Durchmischung durch Einpressen von Biogas
    • hohe bauliche Anforderungen (Drücke / Dichtigkeit)

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Theorie
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Deleted user · Jun 2017
Updated
Jun 14, 2017
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  • Created by Lukas Berger · Jun 14, 2017
  • Copied by Lukas Berger · Jun 14, 2017
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