Flashcards
Pädagogische Psychologie I
Cards in this deck (25)
- 1Klassisches Konditionieren: Funktionsweise & BedeutungBeim Klassischen Konditionieren wird eine bereits vorhandene Reaktion auf einen anderen auslösenden Reiz transferiert.
Neue Reaktionen können mit dem klassischen Konditionieren also nicht erlernt werden. - 2KontiguitätKontiguität bezeichnet die raum-seitliche Nähe zweiter Reize. Je näher zwei Reize beieinander liegen desto wahrscheinlicher ist eine Assoziation.
- 3KontingenzNoch wichtiger als die Kontinuität ist die Kontingenz für das KK.
Kontinenz beschreibt, wie zuverlässig ein Reiz einen zweiten Reiz voraussagt. - 4Lernexperimente von ThorndikeFür seine Lernexperimente sperrte Thorndike Katzen in einen Käfig, was sie als unangenehm empfanden. Der Käfig hat einen Aufsperrmechanismus den die Katzen finden sollen. Zu Anfang kämpfen die Katzen wie wild und finden schließlich per Zufall den Mechanismus. Die Zeit bis zur "richtigen" Reaktion verkürzt sich mit jedem Durchgang. Nachdem die Katze das richtige Verhalten gezeigt hat, wird sie mit Futter belohnt.
- 5Gesetz der BereitschaftDas Gesetzt der Bereitschaft beschreibt die Bedingungen unter welchen Assoziationen zu Lust oder Unlust führen. Throndike geht davon aus, dass alle Sinneseindrücke die Erregung von Neuronen zur Folge haben. Diese Erregung wird dann an andere mehr oder weniger aufnahmebereite Neuronen weitergeleitet. Ein Handlungsimpulse entsteht dann, wenn die die Erregung einer ganzen Kette von Neuronen stattfindet.
- 6Gesetz der ÜbungDas Gesetz der Übung besagt, dass je öfter eine Assoziation erfolgt, desto stärker wird sie.
- 7Gesetz des EffektsDie Konsequenzen einer Handlung können eine Stärkung oder eine Schwächung der Assoziation zur Folge haben, angenehme Konsequenzen stärken die Assoziation, negative Konsequenzen schwächen sie.
- 8Behavioristischen KernannahmenBehavioristische Theorien gehen davon aus, dass Lernen als Verhaltensveränderung zu verstehen ist. Lernen beruht auf direkter Verstärkung von Umweltreizen und Verhaltensweisen ohne die Vermittlung intrapsychischer Prozesse.
Weiterhin besteht die Annahme, dass sich Verhalten in einem hohen Maß durch das Ausreizen von Reiz-Reaktions-Kontigenzen beeinflussen lässt. - 9primäre VerstärkerBezug zu einen physiologischen Bedürfnis: Essen,Trinken, Wärme, menschliche Nähe
- 10sekundäre VerstärkerErlernte Verstärker durch Assoziation mit einem primären Verstärker: Lob, gute Noten, Geld, Erfolgsgefühl
- 11extrinsische Verstärkerkonkrete Objekte, soziale Verstärker wie Gesten, Anerkennung, positives Feedback oder Aktivitäsverstärker
- 12intrinsische VerstärkerSind nicht direkt beobachtbar und daher auch nicht behavioristisch.
Sie beziehen sich auf die Gefühlswelt einer Person wie z.B. Freunde an der Arbeit - 13DiskriminationDiskrimination erfolgt, wenn ein Verhalten nur in bestimmten Situationen zur Verstärkung führt.
- 14GeneralisierungDas Verhalten wird nach einiger Zeit auch in anderen Situationen ausgeführt als in der ursprünglich verstärkt wurde.
- 15ShapingShaping ist eine Methode zum Verhaltensaufbau. Zunächst wird jedes Verhalten verstärkt, dass dem Zielverhalten ähnlich ist.
Anschließend nur noch solches, was dem Zielverhalten stärker ähnelt.
Und schließlich nur noch das Zielverhalten - 16Programmierter UnterrichtDas Lernziel wird in viele kleine Schritte aufgeteilt, da es so besser an den Schüler angepasst werden kann.
Das heißt, dass sein persönliche Lernzeit, sein Wissensstand und seine Fähigkeiten berücksichtigt werden.
Nach dem Erreichen des Lernziels erfolgt eine Erfolgskontrolle.
Erst nach erfolgreichen Abschluss der Überprüfung wird das nächste Lernziel bearbeitet, was gleichweit die Belohnung darstellt. - 17kontinuierliche vs. intermittierende Verstärkungkontinuierlich: + Verhalten wird schneller aufgebaut
- nicht so löschungsresistent, in der Praxis schwer umzusetzen
intermittierend: + Verhalten ist löschungsresistenter
- Verhalten wird langsamer aufgebaut - 18Bespiel Verstärkungsplan (variabler Quotenplan)Wenn es um die Belobung der freiwilligen Mitarbeit geht im Unterricht geht werden häufig variable Quotenpläne eingesetzt. Es melden sich zum Beispiel immer die selben 15 Kinder wenn die Lehrerin eine Frage stellt. Wenn die Lehrerin jedes Kind genau gleich behandelt hat jedes Kind die Chance von 1:15 aufgerufen, d.h. verstärkt zu werden. Wenn die Lehrerin aber nicht systematisch vorgeht, liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Kind in einer Stunde aufgerufen zu werden vielleicht bei 1:5 und in der nächsten bei 1:40, im Durchschnitt jedoch bei 1:15.
- 19Umgang mit unerwünschtem Verhalten-Extinktion (Löschung)
- Einführen inkompatiblen Verhaltens
- Bestrafung - 20Bedingung für Bestrafen(6)- Bestrafung muss konsistent erfolgen und ein Ausweichen darf nicht möglich sein
- Bestrafung muss unmittelbar auf das unerwünschte Verhalten folgen
- Der Strafstimulus sollte von Anfang an mit maximaler Intensität dargeboten werden
- Ausgedehnte Bestrafungsphasen sollten vermieden werden
- Die Bestrafung darf nicht in Zusammenhang mit einer Verstärkung gebracht werden.
- Bestrafung kann auch durch den Entzug von Verstärkern erfolgen - 21"Nebenwirkung von Bestrafung"(7)-Bestraftes Verhalten könnten nur vorübergehend unterdrückt und nicht gänzlich gelöscht sein
- Es könnte sein, dass da Verhalten in der Situation wo es bestraft wurde zwar nicht mehr auftritt dafür dann aber häufiger in einer Situation wo es weniger bestraft wird.
- Bestrafung kann zu negativen emotionalen Reaktion führen wie Angst vor dem Bestrafenden und zu Vermeidungs-und Fluchtreaktionen führen
- Beim Bestrafen wird nicht erwünschtes Verhalten aufgezeigt.
-Bestrafung kann Aggressionen hervorrufen
-Starke Bestrafungen können zu Schäden führen
-Ethische Probleme/Menschenrechte - 22Wenn Bestrafung unvermeidbar ist...- sollten Betroffenen darauf achten die Regeln zum Bestrafen zu kennen
- wissen, welches alternative Handeln richtig wäre und dieses auch ausführen können
- Die Konsequenzen des unerwünschten Verhaltens kennen
- das Gefühl haben, dass die Strafe gerecht ist. - 23erlernte HilflosigkeitIst man längere Zeit negativen Reizen ausgesetzt, die man nicht kontrollieren kann führt dies zu "erlernter Hilflosigkeit"
- 24Lernen am Modell: BanduraBeobachtete stellvertretende Belohnung kann das Verhalten beeinflussen. Bandura vermutete dass dies durch latentes lernen geschieht.
- 25Sozial-kognitive Lerntheorie- Lernen erfolgt nach sozial-kognitven Lerntheorien durch Beobachtung von anderen Personen, die als Modell dienen.
-Lernen läuft dabei als interner Prozess ab und kann zu einer sichtbaren Verhaltensänderung führen.
-Verhalten dient dem Erreichen bestimmter Ziele und wird zunehmend durch Selbstregulationsmechanismen bestimmt.
-Erfahrung werden im Gedächtnis repräsentiert und können unabhängig von Ereignis weiterverarbeitet werden (nachdenken, planen etc.)
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- Flashcards on Pädagogische Psychologie I, created by frau_chica on 05/07/2014.
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- frau_chica
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