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Flashcards

Grundlagen diagnostischer Verfahren und Prozesse

Paulina Soszynska German 65 cards

Grundlagen diagnostischer Verfahren und Prozesse

Cards in this deck (65)

  1. 1Psychologische Diagnostik- Teildisziplin der Psychologie
    - Dient der Beantwortung von Fragestellungen (Beschreibung, Klassifikation, Erklärung oder Vorhersage menschlichen Verhaltens)
    - Die erhobenen Informationen werden für die Beantwortung der Fragestellung interpretiert
  2. 2Zweck Psychologischer Diagnostik- Selektion & Modifikation
    - Selektion: von Personen oder Bedingungen
    - Modifikation: von Verhalten oder Bedingungen
  3. 3Itemformate1. Freie Antworten
    2. Eingeschränkte freie Antworten
    3. Zuordnungsaufgaben
    4. Multiple Choice Aufgaben & Forced Choice Aufgaben
    5. Beurteilungsaufgabe
    6. Aufgaben mit dichtononem Antworten
  4. 41. Freie Antworten+ geeignet für komplexes Denken und originelle Lösungen
    - aufwendige Auswertung
    - Auswertungsobjektivität nicht gegeben
    - abhängig von mündl. und schriftl. Ausdrucksfährigkeit
  5. 52. Eingeschränkt freie Antworten+ verfügbares Wissen abgefragt
    - Auswertung meist aufwendig
    -Auswertungsobjektivität evtl. eingeschränkt
    - hängt von mündl. oder schriftl. Ausdrucksfähigkeit ab
  6. 63. Zuordnungsaufgaben+ Erfassung und Abfrage von Wissen
    + Objektivität & ökonomisch (Schablone oder Auswertungsprogramm)
  7. 74. Multiple Choice / Forced Choice+ Objektiv und ökonomisch (Schablone, Auswertungsprogramm)
    + Erfasst bei Leistungstests nur das Wiedererkennen
    - Ratewahrscheinlichkeit (kann durch Mehrfachwahl reduziert werden)
  8. 85. Beurteilungsaufgaben+ Objektiv und ökonomisch (Schablone, Auswertungsprogramm)
    + Liefert differenziertere Antwortmöglichkeiten als dichtonome Antwortskalen
  9. 96. Dichtonome Antworten+ Objektivität & ökonomisch (Schablone oder Auswertungsprogramm)
    - Entscheidung wird oft erzwungen
  10. 10Question TextAnswer Text
  11. 11Psychometrische Güte1. Objektivität
    2. Reliabilität
    3. Validität
    4. Normierung
  12. 122. ReliabilitätWie genau oder zuverlässig ist das Messergebnis?
    - Wie stark verändert sich das Messergebnis bei Testwiederholung?
    - Genauigkeit, mit der ein Test ein Merkmal erfasst
  13. 133. ValiditätWie gut gelingt es das Merkmal zu messen, das im Test gemessen werden soll?
    - Übereinstimmung von Testergebnissen und dem, was der Test messen soll
  14. 144. NormierungWie gut lässt sich das Testergebnis mit den Ergebnissen anderer Menschen vergleichen?
    - Bezugsnorm, um individuelle Ergebnisse im Vergleich zu einer repräsentativen Stichprobe einzuordnen
    - muss hinreichend gross, repräsentativ und aktuell sein
  15. 15Diagnostischer Prozess- Abfolge von Massnahmen zur Gewinnung diagnostisch relevanter Informationen
  16. 16Psychologisch diagnostisches Gutachten- ist ein Bericht über die Beantwortung von konkreten Fragestellungen mithilfe wissenschaftlich anerkannter Methoden
    - Herleitung psychologischer Fragen
    - Auswahl und Anwendung von Erhebungsmethoden
    - Interpretation von Ergebnisse
    - Beantwortung der Fragestellung
  17. 17Diagnostische Verfahren- Leistungstests
    - Messung von Persönlichkeit
    - Projektiven Verfahren
    - Verhaltensbeobachtung und -beurteilung
    - Diagnostisches Interview
  18. 18Leistungstests- Intelligenztests
    - Entwicklungstests
    - Schultests
    - Spezielle Fähigkeitstests
    - Aufmerksamkeits- und Konzentrationstests
  19. 19Leistungstest: Intelligenztests- gute Vorhersagen
    - zeitstabile Kennwerte
    Korrelation mit Schul,- Ausbildungs- und Berufserfolg liegt über .50
  20. 20Leistungstest: Intelligenztests Messintention- allgemeine Intelligenz vs. Intelligenzkomponente
    - Globalmass vs. Intelligenzstruktur
    - Intelligenz sprach- und kulturfrei vs. bildungsabhängig zu messe
  21. 21Leistungstest: Intelligenztests Durchführungsbedingungen- Einzel- oder Gruppentestung
    - Speed- oder Powertest
    - Paper-Pencil vs. Computertest
    - Dauer der Testdurchführung
  22. 22Leistungstest: Intelligenztests Zielgruppe- bestimme Altersgruppe
    - bestimmter Intelligenzbereich
    - Gesamtbevölkerung vs. Personengruppen
  23. 23Leistungstests: Entwicklungstests- stellen fest, ob sich ein Kind allgemein oder innerhalb eines speziellen Bereiches altersgemäss entwickelt hat
  24. 24Computerbasierte Tests- Durchführung standardisiert
    - Entlastung für Testleiter
    - Auswertung standardisiert
    - Auswertung ökonomisch
    - Ergebnisse sofort verfügbar
    - bei Bedarf Einzelszenarien exakt erfassbar
    - Adaptives Testen möglich
    - komplexe Problemlöseszenarien
  25. 25Leistungstests: Schultests- dienen dazu, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erfassen, die Voraussetzung schulischer Leistung oder des Leistungsstands sind
  26. 26Leistungstest: Schuleingangstests- prüfen, ob ein schulpflichtiges Kind den Anforderungen der Schule gewachsen ist
    - Herausforderung liegt darin, dass Verhalten vorausgesagt wird, dass Kind noch nicht vorliegt (schreiben, rechnen etc)
  27. 27Leistungstest: Schuleingangstests Aufgabentypen- Nachmalen von Formen
    - Mann-Zeichnungen
    - abstrakte Figuren wiederholt zeichnen
    - Malen und Legen vorgegebener Mengen
    - identische Figuren aus ähnlichen heraussuchen
    - markieren von Bildern nach Sprachverständnis
  28. 28Leistungstest: Schultests- Lehrkräfte beurteilen die Leistung im Vergleich innerhalb der Schulklasse
    - Hinweise aus evtl. Lernprobleme und Teilleistungsschwächen (Legasthenie, Dyskalkulie, Rechenschwäche)
    - überregionales Bezugssystem
    - evtl nicht vergleichbar für CH & A
  29. 29Messung von Persönlichkeit Big Five1. Neurotizismus
    2. Extraversion
    3. Verträglichkeit
    4. Offenheit für Erfahrung
    5. Gewissenhaftigkeit
  30. 30Messung von Persönlichkeit VerfahrenPersönlichkeitsfragebogen
    - anfällig für Selbsttäuschung
    + viele Persönlichkeitsmerkmale erfassbar
    + Normen Vergleich
    + nicht beobachtbares kann erfasst werden
  31. 31Messung von Persönlichkeit VerfahrenDiagnostisches Interview
    - anfällig für Selbsttäuschung
    + alle Persönlichkeitsmerkmale erfassbar
    + nicht beobachtbares kann erfasst werden
    + mangelnde Selbsteinsicht kann erfasst werden
  32. 32Messung von Persönlichkeit VerfahrenVerhaltensbeobachtung und -beurteilung
    - für wenige Merkmale standardisiert
    - hoher Konstruktionsaufwand
    + auf alle Persönlichkeitsmerkmale anwendbar
  33. 33Messung von Persönlichkeit VerfahrenObjektive Persönlichkeitstest
    - geringe Validität
    - wenige verfügbare Tests
    + unabhängig von Selbsteinsicht
    + Vergleich mit anderen möglich
  34. 34Messung von Persönlichkeit VerfahrenProjektive Verfahren
    - Validitätsprobleme
    - für wenige Merkmale verfügbar
    + unabhängig von Selbsteinsicht
    + teilweise Normenvergleich
  35. 35nichtsprachliche vs. objektive Persönlichkeitstests- Bilder anstatt Worte, Proband gibt an, ob er sich so verhalten würde
    ______________
    - wirkt wie Leistungstest
    - kleiner Verhaltensspielraum, dadurch standartisiert
  36. 36Durchführung Ethisch verantwortliches Vorgehen- Fachkompetenz
    - TL trägt Verantwortung für Anwendung
    - sichere Verwahrung des Testmaterials
    - Testergebnisse vertraulich behandeln
    - Freiwilligkeit der Teilnahme
    - informierte Einwilligung der VP einholen
  37. 37Durchführung Auswahl der Verfahren- technisch einwandfrei und angemessen?
    - geeignet zur Beantwortung der Fragestellung?
    - für die zu untersuchende Person angemessen? (Alter, Geschlecht, Bildung, Behinderung, Übungseffekt etc)
  38. 38Durchführung Gestaltung- zu Hause / Untersuchungsraum
    - Gruppen- / Einzeltestung
    - Paper Pencil / Computer
    - kurze / lange Testsession
  39. 39Durchführung- zu Beginn über wichtige Aspekte der Untersuchungs aufklären (Wozu, wer, weclhe Art. wie lange etc.)
    - gute Arbeitsbedingungen
    - Standardisierung
  40. 40Auswertung- manuell vs. computerisiert
  41. 41Mitteilung von Testergebnissen- Nennung des Merkmals
    - Ausprägung des Merkmals einordnen
    - Referenzgruppe
    - Konfidenzintervall
  42. 42Messung von Veränderung- Änderungssensitive Verfahren nutzen
    - Übungseffekt bedenken
    - Eventuelle Veränderungen der Teilnehmenden beachten
  43. 43Arten diagnostischer Entscheidungen1. Nutzen der Entscheidung geht zugunsten
    - Institution
    - Individuum
  44. 44Arten diagnostischer Entscheidungen2. Annahmequote
    - festgelegt
    - variabel
  45. 45Arten diagnostischer Entscheidungen3. Behandlungen
    - singulär
    - multibel
  46. 46Arten diagnostischer Entscheidungen4. Möglichkeiten von Ablehnungen
    - ja
    - nein
  47. 47Arten diagnostischer Entscheidungen5. Informationsdimensionen
    - univariat
    - multivariat
  48. 48Arten diagnostischer Entscheidungen6. Entscheidungen
    - terminal
    - investigatorisch
  49. 49Kompensatorische und konjunktive Entscheidungsstrategien- Kompensatorische Strategie (Ausgleich)
    - Oder Strategie (und/oder)
    - Konjunktive Strategie (sowohl als auch)
  50. 50Einstufige vs. mehrstufige Entscheidungsstrategien- Nichtsequentielle Batterie: mehrere Test & Entscheidung anhand Gesamtergebnis
    - Einzelteststrategie: Ein einziges diagnostisches Verfahren führt zur Entscheidung
  51. 51Einstufige vs. mehrstufige Entscheidungsstrategien- Vorauswahl Strategie: erster Test entscheidet, wer für weitere Untersuchungen ausgeschlossen ist
    - Vorentscheidung Strategie: nach erstem Test werden Probanden final übernommen, weitere machen Folgetests
  52. 52Entscheidungsfehler1. Sensitivität: wie wahrscheinlich positiver Zustand erkannt wird
    2. Spezifität: wie wahrscheinlich negativer Zustand erkannt wird
    3. Fehler erster Art: falsche Positive
    4. falsche Negative
    Entscheidungsfehler
  53. 53Organisationsdiagnostik- psychologische Aspekte des Erlebens und Verhaltens von Mitgliedern in Organisationen
    - Regelhaftigkeit, Interaktionen
  54. 54Berufseignungsdiagnostik- bezieht sich auf Individuum
    - Analyse von Arbeitsplatz und Berufsfeld notwendig
    - bei Eintritt in Ausbildung, Beruf oder währenddessen
  55. 55Gründe für Berufseignungsdiagnostik- Berufsfeldentscheidung
    - Bewerberauswahl
    - Wiedereingliederungsentscheidung
    - Karriereentscheidungen
  56. 56Verfahren für Berufseignungsdiagnostik1. Simulationsorientierte Verfahren
    2. Biografieorientierte Verfahren
    3. Eigenschaftsorientierte Verfahren
  57. 57Wahl der Berufseignungstests- herausragende Bedeutung kognitiver Leistungstest
    - strukturierte Interviews als valides Verfahren für Vorhersage von Berufserfolg
    - Persönlichkeits- und Interessenstests als sinnvolle Ergänzung zu kognitiven Leistungstests
  58. 58Diagnostik in der Pädagogischen Psychologie- Schullaufbahnberatung
    - Schulschwierigkeiten
    - Hochbegabtendieagnostik
  59. 59Zweck der päd. psych. Diagnostik- Optimierung der Passung zwischen Lernvoraussetzung und schulischen Anforderungen
    - Vermeidung frustrierter Erfahrungen durch schulische Über- oder Unterforderung
  60. 60Schuleingangsdiagnostik Konsequenzen- Cut Off Wert: wahre Negative vs. falsche Negative
    - Schulreife als mehrdimensionales Konstrukt (mehrere Tests notwendig)
    - förderliche Massnahmen für Zurückgestellte nötig
  61. 61Schuleingangsdiagnostik 3 Merkmalsbereiche1. Phonologische Bewusstheit
    2. Mengen- und zahlenbezogenes Vorwissen
    3. Bereichsübergreifende Fähigkeiten (z.B. Selbstdisziplin)
  62. 62Sonderschulbedüftigkeits Diagnostik- Bildungs-, Entwicklungs-, und Lernmöglichkeiten so beeinträchtigt, dass sie ohne sonderpädagogische Unterstützung nicht hinreichend gefördert werden können
    - unabhängig von Beurteilung über Noten der Lehrer
  63. 63Diagnostik beim Übertritt in den tertiären BereichWas soll vorhergesagt werden?
    - Studienleistung (Noten)
    - Studiendauer
    - Studienabbruch
    - Studienzufriedenheit
    - Berufserfolg
  64. 64Diagnostik bei Lernschwierigkeiten- Personenmerkmale als mögliche Ursachen (Intelligenz, Lernstrategien, Angst, Motivation...)
    - Situationsmerkmale (Klassenklima, Unterrichtsqualität, Art der Leistungsbeurteilung..)
    - teilweise pathologisiert
  65. 65Diagnostik bei Teilleistungsstörungen- Lese- und Rechtschreibstörung (Legasthenie)
    - Isolierte Rechtschreibstörung
    - Rechenstörung (Dyskalkulie)

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Flashcards on Grundlagen diagnostischer Verfahren und Prozesse, created by Paulina Soszynska on 22/05/2018.
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