Flashcards
Fachdidaktik VO3
Cards in this deck (16)
- 1GERS: Fakten2000 vom Europarat ins Lebens gerufen
ist Grundlage für Planung, Gestaltung und Durchführung von FSU in Europa
kein Lehrplan, sondern Rahmen zur Einordnung von Sprachenlernen und Sprachenunterricht - 2GERS: ZieleHomogenisierung und Transparenz von:
Lehrplänen und Curricula (z.B: Planung von Sprachlernprogrammen)
Prüfungen, Qualifikationsmerkmalen (z.B. Planung von Sprachzertifikaten)
Lehrmaterialien
(z.B. Planung von selbstbestimmtem Lernen) - 3Mehrsprachigkeit vs. VielsprachigkeitVielsprachigkeit: Kenntnis einer Anzahl von Sprachen, Koexistenz verschiedener Sprachen in einer Gesellschaft, z.B. schulisches Lernen
Mehrsprachigkeit: Spracherfahrung im kulturellen Kontext erwerben, z.B. direkte Erfahrung
Begründung: Sprache und Kultur bilden gemeinsam eine kommunikative Kompetenz, zu der alle sprachlichen Erfahrungen beitragen und die interagieren - 4Perspektivenwechsel: AussagenSprachen nicht isoliert voneinander
nicht Muttersprachniveau das Ziel
sprachliches Repertoire entwickeln --> handlungsorientierter Ansatz - 5handlungsorientierter AnsatzSprachverwendende sind sozial Handelnde, die in bestimmten Situationen und bestimmten Umfeldern kommunizieren müssen, und das nicht nur sprachlich
--> z.B. jemand, der oft in FS Schreiben muss, wird bessere schriftliche Kompetenzen besitzen, als jemand, der oft mündlich in der FS agieren muss - 6Def: SprachverwendungEntwickeln von allgemeinen und kommunikativen Sprachkompetenzen
Strategien einsetzen, die für die jeweiligen Aufgaben geeignet sind (Produzieren oder Rezipieren von Texten) - 7Allgemeine Kompetenzen1. Deklaratives Wissen (savoir)
Weltwissen, soziokulturelles Wissen, interkulturelles Bewusstsein
2. Fertigkeiten und prozedurales Wissen (savoir-faire)
Praktische und interkulturelle Fertigkeiten
3. Persönlichkeitsbezogene Kompetenzen (savoir-ètre)
Einstellungen, Kommunikationsdrang...
4. Lernfähigkeit (savoir-apprendre)
Lerntechniken, heuristische Fähigkeiten... - 8Kommunikative Sprachkompetenzen1. linguistische Kompetenzen
z.B. Beherrschung der Orthographie, Phonologie...
2. soziolinguistische Kompetenzen
z.B. Begrüßungsformeln...soziale PErspektive bewältigen können
3. pragmatische Kompetenzen
Mitteilungen strukturieren (Diskurskompetenz), mit Mitteilungen Funktioneen erfüllen (funktionale Kompetenz), Mitteilungen nach interaktionalen Schemata anordnen (Schemakompetenz) - 9Aktivitäten vs. StrategienAktivitäten = "die vier Grundfertigkeiten", Kenntnisse, mit denen Lernende ihre kommunikativen Aufgaben erfüllen
= Produktion, Rezeption, Interaktion, Sprachmittlung
Strategien dienen der möglichst effizienten Lösung einer Aufgabe - 10ProduktionProduktive mündliche Aktivitäten: "Sprechen ohne Antwort"
Durchsagen, Referate, Vorlesungen, Reden
Produktive schriftliche Aktivitäten:
"Schreiben ohne Antwort"
Artikel, Plakate, Notizen, Kreatives Schreiben
Produktionsstrategien: "Hervorheben seiner Stärken, Runterspielen der Schwächen = Mobilisieren und Ausbalancieren"
1. Annäherung an das Gemeinte und Übergeneralisieren von einfachen Sprachmitteln
2. Paraphrasen oder Beschreiben von dem, was man sagen will
3. Verfremden (foreignising)
4. Verwenden von "chunks" = häufig gebrauchte Phrasen - 11Rezeptionauditive rezeptive Aktivitäten: "Hören"
Radio, Theater, Gespräche belauschen..
global vs. selektiv vs. detailliert verstehen
visuelle rezeptive Aktivitäten: "Lesen"
Anweisungen, Bücher...
global vs. selektiv vs. detailliert verstehen bzw Lesen, um Schlussfolgerungen zu ziehen
Audiovisuelle rezeptive Aktivitäten: "Lesen und Hören gleichzeitig"
Film mit Untertiteln, vorgelesenen Text mitlesen
Rezeptionsstrategien: "Identifizieren des Kontexts"
Planung (Framing: Erwartungen)
Ausführung (Hinweise identifizieren)
Kontrolle (Hypothese testen)
Reparatur (Hypothese revidieren) - 12Interaktionmündliche interagierende Aktivitäten "Abwechselnd Zuhören und Sprechen, dabei Aushandeln von Bedeutung"
Interview, informelles Gespräch...
schriftliche interagierende Aktivitäten
"Abwechselnd Schreiben"
Korrespondenz mit Briefen, Chat... - 13Sprachmittelnde AktivitätenMündliche und Schriftliche Sprachmittlung
Zwischen Gesprächpartnern mitteln, die einander nicht verstehen können
Dolmetschen, Übersetzen, Paraphrasieren - 14Referenzniveaus des GERSzum Selbsttest geeignet
A Elementare Sprachverwendung
A1 Breakthrough: vertraute, alltägliche Ausdrücke verstehen, Fragen zu seiner Person und der, der anderen stellen
/ Postkarten und einfache Formulare
A2 Waystage: Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen, in einfachen und routinemäßigen Situationen verständigen können/ Notizen, einfache persönliche Briefe
B Selbstständige Sprachverwendung
B1 Treshold: Reisen managen, eigene Pläne..erklären / einfache zusammenhängende Texte über vertraute/ interessierte Themen
B2 Vantage: Hauptpunkte von konkreten und abstrakten Texten verstehen, spontan und fließend reden, klare und detaillierte Texte über viele Themen
C Kompetente Sprachverwendung:
C1 Effective Operational Proficiency: auch implizite Äußerungen verstehen, in Beruf und Studium Sprache zur Anwendung bringen können/ über komplexe Sachverhalte schreiben können, versch. Stile wählen können
C2 Mastery: mühelos verstehen, sehr flüssig, genau / klar, flüssig, stilistisch, Fachtexte und literarische Werke besprechen und zusammenfassen - 15Skalen des GERSGlobalskala, Raster zur Selbstbeurteilung, Checklisten
- 16Aus dem GERS hervorgegangenEuropäisches Sprachenportfolio (ESP: Sprachenpass, Sprachenbiografie, Dossier: für SUS gemacht)
Europass (Sprachenpass: für Arbeitnehmer und -geber gemacht um Fähigkeiten zu präsentieren bzw. zu entnehmen)
Europäisches Portfolio für Sprachlehrende in Ausbildung (EPOSA: für künftige LUL gemacht, als Vorbereitung und Reflexion)
Information
- Description
- Flashcards on Fachdidaktik VO3, created by Pia Wiese on 14/01/2019.
- Created by
- Pia Wiese
- Views
- 19
- Rating