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Flashcards

C, 3.2 Verbrauchsgüterkaufverträge am Beispiel Fernabsatzvertrag und Internetkauf

Stefan Kurtenbach Rechtliche Grundlagen des Handelns privater Haushalte Eingangsklasse German 24 cards

Cards in this deck (24)

  1. 1Was sind Fernabsatzverträge?Verträge über die Lieferung von Waren oder Dienstleistungen, die zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln abgeschlossen werden.
  2. 2Wem dienen die Vorschriften über Fernabsatzverträge hauptsächlich?Sie dienen vornehmlich
    dem Schutz des Verbrauchers.
  3. 3Welches Recht hat der Verbraucher bei einem Fernabsatzvertrag bezüglich des Widerrufsrechts?Er kann seine auf den Abschluss des Vertrags gerichtete Willenserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen.
  4. 4Wie muss der Widerruf bei einem Fernabsatzvertrag erklärt werden?Er muss ausdrücklich erklärt werden und kann per Mail, Fax oder Telefon erfolgen.
  5. 5Reicht eine kommentarlos Rücksendung der Waren aus, um das Widerrufsrecht bei einem Fernabsatzvertrag geltend zu machen?Nein
  6. 6Welche Pflicht hat der Unternehmer bezüglich des Widerrufsrechts bei einem Fernabsatzvertrag?Er muss den Verbraucher über sein Widerrufsrecht informieren.
  7. 7Wann beginnt das Widerrufsrecht frühestens bei ordnungsgemäßer Erfüllung der Informationspflichten bei Waren?Mit Eingang beim Empfänger
  8. 8Wann beginnt das Widerrufsrecht frühestens bei ordnungsgemäßer Erfüllung der Informationspflichten bei wiederkehrenden Leistungen?Mit Eingang der ersten Lieferung beim Empfänger
  9. 9Wann beginnt das Widerrufsrecht frühestens bei ordnungsgemäßer Erfüllung der Informationspflichten bei Dienstleistungen?Mit Vertragsschluss
  10. 10In welchem Status befindet sich der Vertrag bis zum Ablauf der Widerrufsfrist?Der Vertrag ist schwebend wirksam.
  11. 11Wann gilt das Widerrufsrecht nicht?- Bei individuellen Kundenanfertigungen,
    - Bei Waren, die schnell verderben können oder deren Verfalldatum überschritten würde,
    - bei Tonaufzeichnungen oder Videoaufzeichnungen oder Software, wenn sie entsiegelt wurden,
    - Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierten,
    - Wettdienstleistungen und Lotteriedienstleistungen,
    - bei Waren aus Versteigerungen.
  12. 12Wann ist ein Widerruf noch möglich, wenn die Widerrufsbelehrung nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht?Dann ist ein Widerruf noch nach zwölf Monaten zzgl. 14 Tage möglich.
  13. 13Wann muss der Unternehmer Informationen über seine Identität, wesentliche Merkmale der Ware oder Dienstleistungen, Gesamtpreis sowie Lieferkosten und Versandkosten dem Verbraucher übermitteln?Rechtzeitig vor der Abgabe von dessen Vertragserklärung müssen diese Informationen dem Verbraucher zur Verfügung stehen.
  14. 14Wann kann der Unternehmer Frachtkosten, Lieferkosten oder Versandkosten vom Verbraucher verlangen?Wenn er den Verbraucher darüber
    vorab informiert hat.
  15. 15Wie verändert sich die Widerrufsfrist, wenn der Unternehmer seinen Informationspflichten gegenüber dem Verbraucher nicht rechtzeitig oder nicht im erforderlichen Umfang oder der erforderlichen Form nachgekommen ist?Die Widerrufsfrist verlängert sich auf
    zwölf Monate und 14 Tage.
  16. 16Welche Rechtsfolgen ergeben sich für den Unternehmer bei Widerruf?- Etwaige Zahlungen des Verbrauchers zurückgewähren,
    - die Gefahr der Rücksendung tragen,
    - gegebenenfalls die Ware abholen.
  17. 17Welche Rechtsfolgen ergeben sich für den Verbraucher bei Widerruf?- Die Ware zurücksenden,
    - die Kosten der Rücksendung tragen, wenn der Unternehmer den Verbraucher über diese Pflicht unterrichtet hat,
    - gegebenenfalls ein Nutzungsentgelt zahlen, wenn er die Ware in einer Art und Weise genutzt hat, die über die Prüfung der Eigenschaften der Funktionsweise hinausgeht und wenn er zuvor auf diese Rechtsfolge hingewiesen wurde.
  18. 18Wann muss ein Verbraucher bei Widerruf die Hinsendekosten, Kosten für die Zusendung, nicht bezahlen?Wenn er die Ware innerhalb der 14-tägigen Widerrufsfrist zurückschickt.
  19. 19Wann liegt ein Internetkauf vor?Wenn Waren über das Internet bei Onlineshops gekauft werden
  20. 20Welche rechtliche Bedeutung hat eine Warenpräsentation auf einer Homepage im Internet, die nicht in eine bestimmte Person, sondern an die Allgemeinheit gerichtet ist?Sie ist kein Antrag, sondern stellt lediglich eine Aufforderung an den Empfänger da, seinerseits einen Antrag auf Abschluss eines Vertrages abzugeben.
  21. 21Welche Gefahren lauern bei der Möglichkeit des Abschlusses eines Kaufvertrages über Tastendruck oder Mausklick?- Ein versehentlich durchgeführter Tastendruck kann, vom Nutzer häufig unbemerkt, bereits zum Abschluss eines Kaufvertrages führen.
    - Der Besteller kann die angebotenen Produkte weder besichtigen noch erproben.
  22. 22Was für eine Art von Vertrag liegt vor, wenn der Kaufvertrag zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher über das Internet geschlossen wurde?Fernabsatzvertrag
  23. 23Handelt es sich bei Internetauktionen um Fernabsatzverträge, wenn ein Verbraucher beteiligt ist?Ja
  24. 24Für Fernabsatzverträge, die in der Form von Versteigerungen geschlossen werden, besteht im Normalfall kein Widerrufsrecht. Sind Online-Auktionen echte Versteigerungen?Online Auktionen sind keine echten Versteigerungen, bei der der Kaufvertrag unter anderem durch bloßen Zeitablauf und nicht durch Zuschlag eines Auktionators zustandekommt.

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Eingangsklasse Rechtliche Grundlagen des Handelns privater Haushalte Flashcards on C, 3.2 Verbrauchsgüterkaufverträge am Beispiel Fernabsatzvertrag und Internetkauf, created by Stefan Kurtenbach on 28/12/2019.
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