Fichas
Entwicklungspsychologie
Fichas del conjunto (181)
- 1Psychlogie„Wissenschaft vom Erleben und Verhalten"
mit Berücksichtigung:
-->der Entwicklung,
-->Konstanz und Veränderung von Verhaltens- und Erlebensweisen
-->sowie der mitmenschlichen (sozialen) -
-->veränderlichen Gegebenheiten (ökonomische, politische, kulturelle Faktoren) der Lebenswelt - 2Entwicklung1.Entwicklung= Körperliches & Seelisches
2.Veränderungen der Form und des Verhaltens (4 Arten)
-->Ontogenese= Entwicklung eines Menschen
-->Phylogenese= Entwicklung der Menschheit
--> Differenzierung= Teilfunktionen aus einer Ganzheit entwickeln
-->Zentralisierung= zusammenfassen der Teilfunktionen in Richtung auf ein Ziel - 3Entwicklungspsychologie-->Teilgebiet der Psychologie: erforschen und beschreiben der seelischen Entwicklung
(1) ontogenetischer Hinsicht: lebenslange Entwicklung eines Menschen
(2) phylogenetischer Hinsicht: seelische Entwicklung der Menschheit - 4Hermeneutikalte Bilder in einen neuen gesellschaftlichen Kontext bringen
Beispiel: von der Wiege bis zur Bare - 5Entwicklungspsychologie Vernetzung mit anderen Teildisziplinen-Molekular- und Verhaltensgenetik
-Neurowissenschaft
-Evolutionsbiologie
-medizinische Disziplinen
-Sozial und kulturwissenschaften
-Sprachwissenschaften
-... - 6Entwicklungspsychologie/ Entwicklung frühere ForschungsfelderEntwicklungspsychologie
Früher: Fokus auf Kindheit und Jugend
Heute: gesamte Lebensspanne
Entwicklung
Früher: Biologie & Evolutionslehre (Darwinismus)
Heute: verschiedene Teildisziplinen - 7Gerontologieeigenständige Wissenschaft des Alterns oder auch Erwachsenen-entwicklungspsychologie
- 8Passungunter Passung versteht Brandtstädter die erfolgreiche Meisterung bestimmter Lebensaufgaben, wie zum Beispiel einen Beruf zu erlernen oder einen Lebenspartner zu finden
- 9Passungsproblemewerden bestimmte Lebensaufgaben nicht erbracht (altersgemäße Leistungen, Bildung einer Partnerschaft, Berufsausbildung,...) so spricht Brandtstädter von Passungsproblemen.
Entwicklungsprobleme als fehlende Passung zwischen:
• Zielen des Individuums selbst
• Seinen Potenzialen
• Anforderungen des Umfelds
• Den Angeboten der Umwelt
Folgen: Selbstwertprobleme, Beziehungsprobleme, psychischen Erkrankungen und deviantes Verhalten führen können - 10Erblichkeitsoeffizienten (Heritabilitätskoeffizienten)Anteil der Gesamtvarianz eines Merkmals in einer Population, der auf Anlageunterschiede in einer Population zurückzuführen ist
Erblichkeitskoefizienten bleiben nicht stabil, sie ändern sich systematisch im laufe des Lebens
Untersuchung:
1.Zwillingsmethode
-->Vergleich Ähnlichkeit von EZ und Ähnlichkeit von ZZ (getrennte Umwelt),
2. Adoptionsmethode
-->Vergleich Ähnlichkeit von leiblichen und Ähnlichkeit von Adoptivgeschwistern (Umwelt gleich, leibliche genetisch größeren Anteil)
3. Kombinationsmethode
-->komplexe statistische Analyse der Daten von: Zwillings- und Adoptionsmethode + Stiefeltern, Enkel etc... (minimiert methodische Probleme, solidere Schätzung) - 11Reifung-genetisch ausgelöste
-altersbezogene Aufbauprozesse von Strukturen und Funktionen der Organe des Zentralnervensystems, der hormonalen Systeme, der Körperformen usw.
-sehr individuell
Bsp.: Gehen (um 13. Monat), Zwei-Wort-Sätze (um 18. Monat) - 12Reifestandbestimmter Entwicklungsstand muss gegeben sein
Bsp. Blasentleerung, Gehen, Fahrradfahren (gleichgewichtssinn muss gegeben sein) - 13Prägungin einem kurzen Zeitfenster Prägung der Graugans auf die Muttergans
(Konrad Lorenz) - 14Sensible PeriodenEntwicklungsabschnitte, in denen
– entgegen vorangegangenen oder nachfolgenden Perioden –
spezifische Erfahrungen maximale positive oder negative Wirkungen haben,
--> sind Perioden erhöhter Plastizität unter dem Einfluss spezifischer Bedingungsfaktoren
Beleg sensibler Perioden:
Studie an Personen denen bestimmte sensorische Modalitäten (Sehsinn) von geburt an fehlen, verloren gehen, oder erstmals ermöglicht werden - 15Entwicklung als KonstruktionEntwicklung ist eine beliebige sachlich wie logisch geordnete Folge von Konstruktionsschritten, die durch Strukturanalysen verständlich zu machen sind (s. Piaget).
-->aktiver Austausch zwischen Anlage und Umwelt um Strukturen und Funktionen aufzubauen, die Zielgerichtetes Handeln ermöglichen
Bsp. Strukturanalyse: Aufbau von Wissen (Wissensstrukturen) - 16Entwicklung als SozialisationSozialisation erfolgt durch Anleitung und Anforderung, Information und Belehrung, durch Beobachtung und Nachahmung von Vorbildern, durch Strafen und Belohnungen usw.
Die Familie, die Schule, der Beruf, die Gruppe der Freunde, die Medien sind an diesem Prozess beteiligt. - 17Entwicklungsaufgabensind mehr oder weniger altersnormiert,
d.h. dass eine Mehrheit der Population mit derselben Klasse von Aufgaben in einer spezifischen Periode des Lebens konfrontiert ist (Havighurst). - 18Kritische Lebensereignissesind unvorhersehbar und betreffen nur in Ausnahmefällen größere Teile einer Population (Montada et al.),
z.B. Geburt, Scheidung, Schulwechsel, Arbeitslosigkeit, schwerwiegende Erkrankungen, Behinderungen, Tod
<=> Probleme, Verluste, soziale Konflikte, belastende Emotionen, aber auch mögliche Gewinne
Bsp. für Entwicklungsaufgaben und Krisen: Erikson phasenmodell - 19Absolute StäbilitätWenn keine Veränderung festgestellt wird.
- 20Relative StabilitätDie Positionen der Individuen bezogen auf die Verteilung eines Merkmals oder einer Leistung in der Alterskohorte als Bezugsgruppe bleiben erhalten.
- 21Zufälle (Aleatorische Entwicklungsmomente)Von der Zeugung bis zum Tod spielen Zufälle eine Rolle in der Entwicklung:
-mit welchen Erbanlagen wir in welche Familie,
-welche Gesellschaft und historische Zeit hineingeboren werden,
-welche Ereignisse uns geschehen,
wem wir begegnen
etc. - 221. passive-Genotyp-Umwelt Passung 2. reaktive-Genotyp-Umwelt Passung 3. aktive-Genotyp-Umwelt Passung1. Eltern machen Angebote bzw. stellen Anforderungen (können zu Anpassungen führen)
2. Eltern erkennen und fördern Interessen und Präferenzen der Kinder
3. Kind wählt selbst aus Angeboten entsprechend dem Genotyp aus - 23Adaptation (Adaption, Anpassung)= die selektive Erhaltung solcher Varianten einer Art, deren Fitness (zur relevanten Umwelt passend) höher ist als die anderer Arten.
-->Reproduktion - 24Adaptation als Prozess der Selektiven Erhaltung= Variante einer Art mit höherer Fitness tritt häufiger in der nächsten Generation auf, weil sie erblich ist.
- 25Fitness (engl: to fit)bezeichnet die Passung einer (Variante einer) Art an die für sie relevante Umwelt (Umwelt- (Nische)) um Probleme (Nahrungsbeschaffung) optimal zu lösen,
-->zeigt relativ zu anderen Varianten oder Arten eine höhere Reproduktionsfähigkeit. - 26SelektionBezeichnet den Umstand, dass sich bei knappen Ressourcen bzw. nicht vollständigem Überleben des Nachwuchses einige Varianten einer Art mit größerer Wahrscheinlichkeit erfolgreich reproduzieren als andere.
- 27EvolutionspsychologieDie Spezialisierung der Evolutionsbiologie auf menschliches Erleben und Verhalten wird auch Evolutionspsychologie genannt.“ (Buss, 2004)
- 28PhylogeneseEntwicklung (Evolution) von Arten über Generationen hinweg
- 29OntogeneseEntwicklung eines Individuums einer Art über die Spanne seines Lebens hinweg
- 30Plastizität der Entwicklung, der Art und des IndividuumsAnpassungsfähigkeit sich der Umwelt in der Entwicklung und bei neuen konkreten Bedingungen anzupassen (Dorsch, 2013)
- 31Genotypindividuelles genetisches Profil, also die spezifischen genetischen Varianten eines Individuums einer Art
-->Das was man hat (innen) - 32PhänotypGesamtheit aller ausgeprägten Merkmale oder Eigenschaften eines Individuums (da sich nicht alle genetisch angelegten Möglichkeiten tatsächlich entwickeln, kann z.B. der Phänotyp auch zweier im Genotyp identischer Individuen (eineiige Zwillinge ) verschieden sein)
-->Das was man sieht (außen) - 33HistorizitätEntwicklung aufgrund allgemeiner Gesetzmäßigkeiten und unserer Biografie
- 34Adaptationindividuelle Verhaltensvarianten werden an die Umweltreaktion angepasst und bei Erfolg beibehalten (selektive Erhaltung), z.B. Bewegungen des Kleinkinds, Sprache lernen
- 35GroßmuttereffektGrund wieso Frauen die nicht mehr reproduktionsfähig sind nicht sofort sterben
-->Unterstützung bei der pflege der nächsten Generation (Hausmittel bei Krankheit der KInder bsp. Fieber, Erfahrungsaustausch) - 36Nestoreffektmännliche Gegenstück zum Großmuttereffekt.
-->Erfahrungsaustausch mit der nächsten Generation, Hilfestellung bei zukünftigen Aufgaben (Beispiel: Nahrungsbeschaffung und Sicherheit bei Umweltkatastrophen) - 37Genesind funktional bestimmte Abschnitte auf der DNA im Zellkern.
- 38Allelesind Varianten desselben Gens, in denen sich Menschen Unterscheiden.
- 39Genomentsteht aus der Gesamtheit aller Gene eines Menschen.
„Annahme“ (Fehlschluss): Genom bleibt über das ganze Leben lang konstant und Gene wirken direkt auf die Entwicklung ein, so dass der Einfluss der Gene auf die Entwicklung nicht veränderbar ist!
ABER: Gene wirken nur indirekt auf Entwicklung, sie steuern nicht alleine den Organismus, sondern die Genom-Umwelt -Wechselwirkung
-->Bsp.: Interesse an Sport bei Kindern oft anders als bei Eltern (Anlage-Umwelt-Bedingung) - 40Genom-Umwelt Wechselwirkung (wird durch Zwillingsforschung und Adoption untersucht)Früher: Genom verändert sich von der Zeugung bis zum Tod nicht!
Heute: Umwelteinflüsse verändern die Wirkung der Gen-Aktivität
Beispiel für genetische Veränderungen: Mensch wird resistent gegen Umwelteinflüsse
Am Rande:
1. Kumulativ-stabilisierende Genwirkung: genetische Einflüsse aus früheren Entwicklungsphasen können weiter wirken, auch wenn die betreffenden Gene nicht mehr aktiv sind.
2. Destabilisierende Genwirkung: Gene können „angeschaltet“ oder „abgeschaltet“ werden. - 41EpigenetikTeil der Biologie der sich mit Zuständen der Gen-Aktivität von Zellen beschäftigt , die an Tochterzellen weitergegeben werde, aber nicht auf Veränderungen des Genoms beruhen. (Schneider &Lindenberger 2012)
- 42EpigenomDas Epigenom eines Menschen ist die epigenetische Markierung seiner Gene in Form von
1. Methyl-Codierung,
2. Histon-Codierung und
3. RNA-Interferenz-Codierung.
Diese epigenetische Codierung beeinflusst die Genaktivität. - 433 verschiedene Genom-Umwelt-Korrelationen (Wechselwirkungen)1.Aktive Genom-Umwelt-Korrelation:
Menschen weisen genetisch beeinflusste Tendenzen auf, sich eine passende Umwelt zu suchen, zu verändern, zu schaffen
Beispiel: Kind ist besonders interessiert an Musik und will Musikunterricht
2. Reaktive Genom-Umwelt-Korrelation:
die soziale Umwelt eines Menschen reagiert auf dessen Persönlichkeitsmerkmale
Beispiel: Kind hat großes Musiktalent, Eltern kaufen Klavier und fördern dieses
3. Passive Genom-Umwelt-Korrelation:
genetisch Verwandte schaffen eine bestimmte Umwelt für den Menschen
-->Eltern schaffen Umwelt für ihr Kind.
Beispiel: musikalische Gene Eltern und Geschwister + musikalische Umwelt - 44Bindung„Bindung bezeichnet eine enge emotionale, länger andauernde Beziehung zu bestimmten Menschen, die nach Möglichkeit sowohl Schutz bieten als auch unterstützend wirkt: z.B. wenn ein Kind verunsichert oder traurig ist und sie Dem Kind helfen, seine Emotionen zu regulieren.“
- 45Eltern: Bonding (emotionale Zuwendung zum Kind)-->Intuitives Elternverhalten (spontanes Verhalten entsprechend der Fähigkeiten und Bedürfnisse des Säuglings)
-->Angeborenes Fürsorgeverhalten (ausgelöst durch Signale des Kindes) - 46Kind: Bindung (attachment)Bindungssignale (Hilflosigkeit, tiefes Vertrauen) , Bindungsverhalten
- 47Beispiele Bindungsverhalten (Kind)Signalverhalten:
-schreien
-lächeln
-Arm-ausstrecken etc.
Annäherungsverhalten
-Anklammern
-Saugen
-Nachfolgen - 48Beispiele für Pflegeverhalten (Bezugsperson)-Zurückholen
-Körperkontakt
-"Zuwendung" - 49Feinfühligkeitdie Fähigkeit, kindliche Signale wahrzunehmen, richtig zu interpretieren sowie angemessen und prompt auf sie reagieren zu können (Ainsworth, 1974)
- 50TemperamentAusschnitt aus der kindlichen Persönlichkeit. Beschreibt die Besonderheiten eines Kindes im Vergleich zu anderen Kinder:
--> Irritierbarkeit
--> Geselligkeit
--> Freude an körperlichem Kontakt - 51Bindungsverhalten universell?Westlich: Wert auf Autonomieentwicklung (hohes Explorationsverhalten)
-->Handeln der Eltern erst nach Äußerung von Bedürfnis
Japan: Abhängigkeit des Kindes (besonders enge Beziehung zur Mutter)
-->Handeln der Mutter bereits vor Äußerung von Bedürfnis (soziale Harmonie wahren) - 52KulturvergleichendErleben und Verhalten von Menschen die in verschiedenen Kulturen leben wird untersucht.
-->Wie Kultur, die soziale, emotionale und moralische Entwicklung beeinflusst.
-->universelle Entwicklungsaufgaben formulieren und kulturspezifische Lösungen betrachten
Ziel: universelle Theorien - 53KulturAlltägliche Praktiken, normative Überzeugungen, Wissensbestände und Verhaltensmuster, die bei Mitgliedern einer Population verbreitet sind.
- 54GesellschaftStrukturen, Institutionen und Rechtstatsachen, die als soziale Gegebenheiten das Verhalten von Mitgliedern einer Population steuern.
- 55Entwicklung (kultur)wie beeinflussen gesellschaftliche Institutionen, kulturelle Vorstellungen und Normen die Entwicklung von Individuen über den Lebensverlauf
- 56Sozialisationist ein Prozess, durch den in wechselseitiger Interdependenz (Abhängigkeit) zwischen biopsychischen Grundstrukturen individueller Akteure und ihrer sozialen und physischen Umwelt relativ dauerhafte Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Handlungsdispositionen auf persönlicher ebenso wie auf kollektiver Ebene entstehen
oder
Prozess der Einordnung des (heranwachsenden) Individuums in die Gesellschaft und die damit verbundene Übernahme gesellschaftlich bedingter Verhaltensweisen durch das Individuum - 57Interdependenz ("kultur-abhängig")Verbundenheit und Stabilität der Beziehungen
-->kollektivistisch - 58Independenz ("kultur-unabhängig")Entwicklung von Autonomie und unabhängigkeit
-->Individualistisch - 59Enkulturationim alltäglichen Austausch der Mitglieder der eigenen Gruppe: gemeinsames Spiel, gemeinsame Aktivitäten etc.
- 60AkkulturationBegegnung mit anderen Kulturen: Massenmedien, Austausch mit Mitgliedern andere Ethnien.
- 61Aufgaben der EP-Forschung1. Beschreibung, Erklärung und Vorhersage von
-interindividuellen Gemeinsamkeiten und Unterschieden in intraindividuellen Veränderungen
- Intraindividueller Modifizierbarkeit intraindividueller Veränderungen
2. Untersuchung von
- Zusammenhängen intraindividueller Veränderungen in verschiedenen Variablen und deren Ursachen und
-interindividuelle Unterschieden in Zusammenhängen intraindividueller Veränderungen in verschiedenen Variablen und deren Ursachen - 62Anforderungen an Methoden zur EP-Forschung-Erforschung individueller Entwicklungsverläufe und – möglichkeiten: z.B. Sprachkompetenzentwicklung im Kindesalter -> Pädagogik
- Alter als Stellvertretervariable: Alter nicht als Erklärung, sondern als Annäherung an zeitlich geordnete Ursachen der Entwicklung
- Zusammenhänge der Veränderungen in verschiedenen Variablen: Forschungsdesigns zur Überprüfung multivariater Veränderungshypothesen - 63Kohorteneffekte--> andauernde Verhaltensunterschiede zwischen Gruppen von Personen (Kohorten), aufgrund der Unterscheidung der Gruppen in einem oder mehreren Ereignissen
In der Entwicklungspsychologie wird i.d.R. der Kohortenbegriff für Generationen von Personen verwendet, die in einem bestimmten Zeitraum geboren sind und vergleichbaren Umwelteinflüssen ausgesetzt worden sind (Geburtskohorte) - 64Periodeneffektezeitlich begrenzte Einflüsse, die relativ unabhängig vom Alter das Verhalten aller Personen in einer Population beeinflussen
- 65Beispiele Forschungsmethoden1. Systematische Beobachtung
2. Selbstbeurteilung
3. Klinische Methode oder Fallstudie
4. Kulturvergleichende Forschung (Ethnographie) - 661. Systematische Beobachtung->Teilnehmende oder natürliche Beobachtung:
Beobachtung von Verhalten im natürlichen Umfeld.
+ Reflektiert Alltagsleben der Teilnehmer - Umstände unter denen die Beobachtung stattfindet können nicht kontrolliert werden
-> Strukturierte Beobachtung: Beobachtung von Verhalten in einer Laborsituation mit gleichen Bedingungen für alle Teilnehmer.
+ Gleiche Möglichkeiten für alle Teilnehmer
- Beobachtungen sind eventuell untypisch für das Alltagsleben der Teilnehmer. - 672. Selbstbeurteilung->Klinisches Interview:
Flexibles Interviewverfahren das ein umfassendes Bild der Denkweise der Teilnehmer gibt .
+ Kommt dem Denken der Teilnehmer im Alltag nahe; umfassende und tiefgreifende Informationen können schnell gewonnen werden.
- Evtl. ungenaue oder falsche Informationen
->Strukturiertes Interview, Tests und Fragebögen:
Jeder Teilnehmer bekommt die gleichen Fragen auf die gleiche Art und Weise.
+ Vergleich der Antworten möglich, effiziente Datenerhebung
- Evtl. ungenaue oder falsche Informationen; Informationen sind nicht tiefgreifend - 683. Klinische Methode oder Fallstudie->Umfassendes Bild einer Person anhand der Kombination von Beobachtungen, Tests und Interviews.
+ Ausführliche Informationen
- Evtl. unsystematisches und subjektives Sammeln von Informationen; Schlussfolgerungen lassen sich nicht verallgemeinern. - 694. Kulturvergleichende Forschung: Ethnographie (Teil der Anthropologie, Ethnologie)->Teilnehmende Beobachtung einer Kultur oder bestimmten sozialen Gruppe. Versuch durch umfangreiche Notizen die kulturspezifischen Wertevorstellungen und gesellschaftlichen Prozesse zu erfassen.
+ Ausführliche Informationen die über einzelne Beobachtungen oder Fragebogenuntersuchungen/Interviews hinaus gehen.
- Evtl. Verzerrung durch die Wertevorstellungen und theoretischen Vorlieben des Wissenschaftlers. Erkenntnissen über bestimmte Teilnehmer können nicht auf andere verallgemeinert werden. - 70QuerschnittstudienVerschiedene Gruppen, deren Teilnehmer sich im Alter unterscheiden werden zum gleichen Zeitpunkt befragt.
+ Effizient, keine Übungseffekte, kein Abspringen von Teilnehmern
- Keine Untersuchung individueller Entwicklungsrichtungen, Unterschiede in verschiedenen Altersgruppen können durch Kohorte-Effekte beeinflusst werden. - 71LängsschnittstudienDieselbe Teilnehmergruppe wird mehrfach (in unterschiedlichem Alter) befragt.
+ Untersuchung gemeinsamer Muster und interindividueller Unterschiede. Zusammenhänge zwischen früheren Lebensereignissen und Verhaltensmustern können untersucht werden
- Altersabhängige Veränderungen können durch das Abspringen einzelner Teilnehmern, Übungseffekten und Kohorten-Effekten verfälscht werden - 72Probleme bei Längsschnitt DesignsSelektionseffekte: Stichprobenschwund (Abnahme der Stichprobengröße) durch Mortalität, Erkrankungen oder abnehmende Motivation der Probanden
->statistische Verfahren bei Vorliegen fehlender Werte
Testwiederholungseffekte: Leistungsverbesserungen z.B. in Leistungstests durch Wiederholung
-->Effektabschätzung durch Messwiederholung mit der gleichen Geburtskohorte möglich - 73Sequenzdesigns: Einflussgrößen auf Veränderungen- (normativ-)altersgradierte Einflussgrößen:
Faktoren, die Personen unterschiedlicher Geburtskohorten in ähnlichem Alter beeinflussen (z.B. Pubertät, Schulbeginn, Berentung)
- (normativ-)historisch gradierte Einflussgrößen:
Faktoren die zu einem bestimmten historischen Ereignis auf alle Personen wirken (z.B. Wirtschaftskrise, Naturkatastrophe, technologische Innovationen)
- Nicht-normative Einflussgrößen: Wirkung akzidentieller Faktoren bei einzelnen Personen (z.B. kritische Lebensereignisse) - 74Ethische Richtlinien (Rechte von Forschungsteilnehmern)-Schutz vor Verletzung oder Schaden der Probanden
-Einwilligung (Zustimmung nach Aufklärung)
-Wahrung der Privatsphäre
-Kenntnis der Ergebnisse
-Wirkungsvolle Behandlungsmethode - 75Eckdaten zur SchwangerschaftNormwert Dauer: 40 Wochen
Überlebensfähiges Alter bei Frühgeburt: 22-24.SSW
Allgemeine Frühgeburt: vor 37.SSW
Termingerecht: 37-42.SSW
Spätgeburt: nach 42.SSW - 76BefruchtungSpermium dringt in die Eizelle ein und die beiden hälftigen DNS-Stränge verschmelzen zu einer Genkombination
- 77ZellteilungBefruchtete Eizelle (Zygote) teilt sich nach ca. 30. Std. zum ersten Mal, dann beschleunigt sich die Zellteilung
- 78Zellansammlung (Blastozyste)Nach 5-6 Tagen teilt sich die Zellansammlung (Blastozyste) in 2 Teile
-> aus einem Teil entwickelt sich der Embryo, aus dem anderen entstehen Versorgungsstrukturen - 79EinnistungEinnistung der Blastozyste in Gebärmutterschleimhaut (Ende 1. SSW)
- 80Zweieiige Zwillingewenn 2 getrennte Eier gleichzeitig die Gebärmutter erreichen und von 2 getrennten Spermien befruchtet werden
- 81Eineiige Zwillingewenn sich die innere Zellmasse der Blastozyste teilt und beide Teile sich anschließend getrennt weiter entwickeln
- 82Entwicklung des Embryos6.SSW. weibliche/männliche Geschlechtsorgane entwickeln sich
Ab 8. SSW: erste unkoordinierte Bewegungen sowie einfache Reaktionen auf Berührungen sind
In 10. SSW: alle zentralen Organe und Körperteile sind angelegt, Größenwachstum, Koordination und pränatales Lernen
Ab 12. SSW: durch Reifung des zentralen und peripheren Nervensystems und der Muskeln erfolgen erste koordinierte Bewegungen (spürbar für die Mutter in der 17.-20. SSW) ,
das Geschlecht ist äußerlich erkennbar - 83Entwicklung des Fötus20. SSW: Reaktionen auf Geräusche und Lichtreize
vor 22. SSW: nicht überlebensfähig! (Lungen und Verdauungssystem ist noch nicht hinreichend entwickelt, Gehirn kann weder Atmung steuern noch Körpertemperatur regulieren)
Ab 28. SSW: Wachstum der Großhirnrinde (zerebraler Kortex), wechselnde Phasen von Wachheit und Inaktivität, zunehmende Reaktionsbereitschaft auf äußere Reize und erste Reflexe (z.B. Greifen)
30. SSW: Körper der Fötus wird auf Leben außerhalb des Mutterleibs vorbereitet
Ab 33. SSW: Lungenreifung, Fettschicht der Haut, Antikörper
Ca. 40. SSW: Geburt (Durchschnitt: ca. 50 cm, ca. 3.300 g) - 84Risikofaktoren pränataler EntwicklungTeratogene (schädigende Einflüsse):
• Ionisierende Strahlung (Röntgen)
• Umweltgifte (Dioxin)
• Krankheiten der Mutter (HIV, Röteln)
• Medikamente (Thalidomid alias „Contergan“)
• Drogen
• Ernährung der Mutter (Nährstoffe, Menge)
• Genussmittel (Alkohol, Tabak)
• Starker negativer Stress der Mutter - 85Direkte Auswirkungen von Teratogenen (schädigende Einflüsse)-->Fehlentwicklungen von Körperstrukturen und Organen
Bsp.: Contergan: führt nur zu Fehlentwicklung der Extremitäten bei Einnahme 4.-6. SSW - 86Indirekte Auswirkungen von Teratogenen (schädigende Einflüsse)-->zeigen sich erst zu späteren Zeitpunkten im Verhalten und Erleben, z.B. Aufmerksamkeits-, Lern- oder Verhaltensprobleme
- 87Risikofaktor Alkohol- über Nabelschnur direkt in den kindlichen Organismus; passiert ungehindert die Plazenta, kein Abbau möglich
Fötales Alkoholsyndrom:
• Untergewicht und Minderwuchs (im Durchschnitt 1kg leichter und 5 cm kürzer als normale Neugeborene) (Löser, 1995)
• Fehlbildungen am Herzen und Genitalbereich
• Vermindert ausgereiftes Gehirn (Mikrozephalie)
• Intelligenzminderung, geistige Retardierung, Verhaltensstörungen
-->Keine unbedenkliche Trinkmenge, größte Gefährdung in ersten 3 SSM - 88Risikofaktor Rauchen• Vermindertes Geburtsgewicht und erhöhtes Risiko für Geburtskomplikationen (dreifach erhöhtes Risiko einer Totgeburt und Fehlgeburt als bei Nichtraucherinnen)
• Signifikant erhöhtes Risiko des plötzlichen Kindstods (Niebyl, 1994)
• Risiko für spätere Aufmerksamkeit-, Lern- und Verhaltensprobleme - 89Risikofaktor Stress• Verringerung der Blutzufuhr in die Gebärmutter und erhöhte Konzentration von Stresshormonen (z.B. Cortisol, Adrenalin) im Blut der Mutter und des Ungeborenen
• Annahme: physiologische Stressregelkreise können sich nicht optimal entwickeln
• Spätere Störungen der Stressregulation, Hyperaktivität oder Ess- und Schlafstörungen möglich - 90FrühgeburtFrühgeburt:
• Zu kurze Schwangerschaftsdauer: Geburt vor der 37. SSW
• Unzureichende körperliche Entwicklung
• Ca. 10% Frühgeburten
Ursachen:
Bakterielle Infektion
• Mehrlingsgeburten
• Rauchen, Fehlernährung, Stress
• Schlechter Gesundheitszustand der Mutter
• Schwangerschaft weniger als 1 Jahr zuvor
Überlebenschance: Heute 60-80%; davor: 50%
Die untere Grenze fürs Überleben liegt zurzeit bei ca. 500 g
(-->Lebenserhaltende Maßnahmen sind erforderlich aufgrund unzureichend ausgereifter Körpersysteme) - 91Unterentwicklung• Körperliche Entwicklung eines früh- oder termingerecht geborenen Kindes ist nicht angemessen für die im Mutterleib verbrachte Zeit (Gestationsalter)
- 92Pflege von Frühgeborenen• Unterstimulierung = Fehlen von mütterlichen Bewegungen, Stimme, Herzschlag und Atemgeräusche und mangelnder Körperkontakt
unterstimulierung ausgleichen durch:
>Wassermatrtzen
>Baby-Massage
>Känguru-Pflege
• Über- oder Fehlstimulierung = zu helles Licht und Geräusche, Berührungen
• Keine Schutzreflexe = Kopf abwenden, Verdecken der Augen (Hände) - 93Belastungen der Eltern bei Frühgeburt (Auswirkung auf Eltern-Kind Beziehung)• Sorgen um die Gesundheit des Frühgeborenen
• Wenig Körperkontakt durch Brutkasten
• Unsicherheit, Hilflosigkeit und Schuldgefühle seitens der Eltern
• Vorbereitung auf Elternschaft noch nicht abgeschlossen
• Oft belastendes Geburtserlebnis
• Mögliche spätere Entwicklungsdefizite des Frühgeborenen (Motorische Koordination, Erregungskontrolle, Aufmerksamkeit, Lernen, Gedächtnis) (Schneider et al., 2004) - 946.-8. Lebenswoche: Entwicklungsziele des Neugeborenen• Den Körper an die Umgebung außerhalb des Mutterleibes anzupassen
• Regulation von Körperfunktionen
• In Beziehung mit anderen Personen treten um Überleben zu sichern
-->Aktivierungszustände und Erregungsregulation - 95Aktivierungszustände und Erregungsregulation• Aktivierungszustände: richten sich nach körperlichen Bedürfnissen. Es gibt interindividuelle Unterschiede in den Körperfunktionen, Rhythmen und der Irritierbarkeit
• Erregungsregulation: Fähigkeit den eigenen Erregungszustand auf ein angemessenes Maß an Intensität zu bringen (zunächst hohes Maß an zusätzlicher Beruhigung durch die Eltern) - 96Neugeborene: Motorik und ReflexeBeim Neugeborenen funktioniert die Koordination der einzelnen Extremitäten noch nicht gut (z.B. ruckartiges Strampeln, selbständiges Aufrichten des Kopfes nach ca. 2 Wochen)
Neugeborenenreflexe:
• Typische angeborene Reaktion auf bestimmte Reize
• Gibt wichtige Aufschlüsse über Entwicklungsstand (Motorik, Nervensystem)
• Überlebenswichtige Funktion
-->Die meisten Neugeborenenreflexe sind nur in den ersten Lebenswochen beobachtbar (Verschwinden der Verhaltensweisen: Reifung der Großhirnrinde) - 97Neugeborene: Wahrnehmung und Sensorik: Fühlen (Somatosensorik)• Rezeptoren in der Haut : Wahrnehmung von Druck, Vibration und Temperatur (Exterozeption) ; Exploration (Haptik)
• Rezeptoren in Gelenken und Muskeln: Wahrnehmung der Stellung der Körperglieder und Muskelspannung (Propriozeption) -> Bewegungskontrolle
• Somatosensorische Rezeptoren: Schmerzempfinden (Nozizeption) - 98Belege für die frühe Funktionsfähigkeit des somatosensorischen Systems• Daumenlutschen und Umfassen der Nabelschnur
• Neugeborenenreflexe
• Beruhigung durch Berührung
• Abwehr- oder Schutzbewegungen als Reaktion auf Reize - 99Schmecken und RiechenRezeptoren in Mund und Nase:
-->Präferenz für Geruch des Fruchtwassers/Muttermilch ihrer Mutter gegenüber dem Geruch des Fruchtwasser/Muttermilch einer anderen Frau
(Kopfdrehpräferenz = Kopplung von Schmecken und Riechen!)
--> Präferenz Muttermilch gegenüber neutral riechender Flüssigkeit
--> Süße Flüssigkeiten gegenüber sauren Flüssigkeiten
-->Unterscheidung zwischen süß, sauer, salzig und bitter (Saugpräferenzmethode und Analyse mimischer Reaktionen) - 100HörenAb 20. SSW: Föten können gedämpft die Stimme der Mutter und Außengeräusche hören (Hörrezeptoren)
Neugeborene sind leicht schwerhörig, sie unterscheiden aber verschiedene Laute und zeigen Präferenzen (akustische Lokalisation) :
a) Komplexe Laute wie etwa Stimmen gegenüber einzelnen Tönen
b) Ammensprache gegenüber normaler Sprache
c) Stimme der Mutter gegenüber der einer anderen Frau
d) Muttersprache gegenüber einer anderen Sprache - 101Sehen• Der am wenigsten entwickelte Sinn bei der Geburt (Gehirnareale und Augen sind noch nicht voll ausgebildet)
• Neugeborene sind kurzsichtig und sehen leicht unscharf
• Neugeborene sehen innerhalb eines optimalen Sehabstands (bis zu ca. 25 cm) scharf
• Mit 8 Monaten = ähnliche Sehschärfe wie Erwachsene
•Messmethode: Blickpräferenz
---------->
1. Muster gegenüber homogenen Flächen
2.Farben und Schwarz-Weiß Kontraste gegenüber grau
3.Vertikal symmetrisch gegenüber horizontal symmetrischen Mustern
4. Sich bewegende gegenüber statischen Objekten
5. Gesichtsähnliche Konfigurationen - 102Frühkindliches Temperament (Rothbart und Bates, 1998)-->Aktivitätsniveau, Aufmerksamkeitsspanne, Ausdauer, angstvolles oder reizbares Unbehagen/Irritabilität, positive Grundstimmung
-->Individuelle Unterschiede in der Qualität/Intensität emotionaler Reaktionen, der emotionalen Selbstregulation und im Aktivierungsniveau (Aufmerksamkeit) = Reaktion auf neue und/oder intensive Reize
-->Typen des Temperaments:
Typ 1: Gehemmt/hoch reaktiv (ängstlich, zurückhaltend, niedrige Reizschwelle für negative Emotionen)
Typ 2: nichtgehemmt/niedrig reaktiv (explorative, höhere Reizschwelle für negative Reaktionen)
(Kagan, 1997) - 103Intermodale Wahrnehmung = Integration von Informationen aus verschiedenen Sinnesmodalitäten zu einem einheitlichen Sinneseindruck1. Akustische Lokalisation: schon Neugeborene wenden ihren Kopf in Richtung einer Schallquelle (Koordination Fühlen der Kopfdrehung und Sehen in Richtung Geräuschquelle)
2. Koordination von visueller und taktiler Wahrnehmung: 4 Wochen alte Säuglinge, die einen Schnuller mit Noppen gefühlt, aber nicht gesehen haben, bevorzugen später das passende Bild und umgekehrt
(Kaye und Bower, 1994) - 104Der Kompetente Säugling (1. LJ.) Motorik (Grobmotorik & Feinmotorik)Allgemein Lernen:
-den Körper zu Kontrollieren, Dinge in seiner Welt zu erreichen, Sich fort zu bewegen, Hände gezielt zu nutzen, ermöglicht aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt!
Kopfkontrolle: 0-4 Monate
Rumpfkontrolle: 2-9 Monate
Beinkontrolle: 6-16 Monate
Fortbewegung am Boden: 3-11 Monate
Fortbewegung im stehen: 8-18 Monate
Hand-Körper-Koordination:1-12 Monate
Objekte greifen und halten: 2-12 Monate
Gegenstände Manipulieren: 4-9 Monate - 105Denken (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Kategorisierung, Wissen)(1) Aufmerksamkeit
Obligatorische Aufmerksamkeit: 1- 4. Monat (Tendenz an einem visuell fixierten Objekt mit dem Blick „haften“ zu bleiben)
• ab dem 3. – 4. Monat „Loslassen“ des Reizes
• Hinweis bzw. Grundlage für die Funktion des Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisses
(2) Wissen
Kernwissenshypothese: für bestimmte Wissensbereiche gibt es angeborenes Wissen
- Psychologie (Lebewesen vs. unbelebtes Objekt, Gesichter, Bewegung, Interaktion)
-Physik (Bewegung unbelebter Objekte vs. Lebewesen)
- Mathematik (Mengenverständnis (Säuglinge können die Anzahl „1“ und „2“ voneinander unterscheiden. Sie nutzen dieses Wissen für einfache Addition und Subtraktion
-->(s.a. Theory of Mind) - 106Sprache (Verständnis, Produktion)Sprachverstehen:
-Betonungsmuster unterscheiden (0-2)
-Worte aus dem Wortfluss heraushören (7-10)
Unnatürliche Sprechpasuen erkennen (8-12)
Bedeutung einzelner Worte verstehen (7-10)
Sprachproduktion:
-Gurren >cooing< (1-2)
-Plapern >babbling< (5-9)
-Jargoning (6-10)
-Einzelne Worte sprechen (11-15) - 107Soziale Beziehungen (geteilte Aufmerksamkeit, aktive Interaktion)-Soziale Beziehungen sichern das Überleben des Kindes (ab ca. 6 Wochen „soziales Lächeln“)
-> wichtig ist hier die sensible, angemessene und kontingente Eltern-Kind-Interaktion (-> Vertrauensbasis)
- Differenzierung der Gefühlswahrnehmung durch Spiegelung
- Neugeborenen-Imitation (z.B. Zunge rausstrecken)
- Personenbezogene Präferenzen
-> Fremdenangst oder Fremdeln, ab ca. 8. Monat: starke Zurückhaltung gegenüber Unbekannten
-Soziales Referenzieren z.B. geteilte Aufmerksamkeit:
Geistiger Zustand, in dem sich 2 Personen auf den gleichen Gegenstand in der Umwelt beziehen und sich dessen bewusst sind
-->Ab dem 9. Monat: Das Kind kann gleichzeitig den Gegenstand selbst und den Aufmerksamkeitszustand des Interaktionspartners repräsentieren! (Striano und Stahl, 2005) - 108Selbstregulation und Gefühle (Beruhigung, emotionale Differenzierung)Selbstregulation:
- Strategien zur emotionalen Selbstregulation (z.B. Selbstberuhigung durch Finger lutschen, Schlaf-Wach-Rhythmus finden)
Differenzierung des Gefühlausdrucks:
- vom globalen Unbehagen
-> zu Ärger, Frustration (ca. 4-8 Monate)
-von einfacher Furchtreaktion
-> zu komplexeren Angstreaktionen (ca. 6-9 Monate) - 109Das Zweite Lebensjahr: Entwicklung des SelbstAutonomie und Trotzphase
• Handlungsziel wird nun vor Handlungsbeginn reflektiert und das Kind nimmt sich als Agenten der Handlung wahr
• Eigene Wünsche und Bedürfnisse werden deutlicher wahrgenommen
• Selbstbehauptungswille entwickelt sich
• Hohes emotionales und motivationales Engagement
• Bei Behinderung steht den Kindern zunächst kein alternativer Handlungsplan zur Verfügung
--> „Systemzusammenbruch“
• Spannungsfeld zwischen Wollen, Können und Mitteilungsmöglichkeit
-> Mit zunehmender Sprach- und Handlungskompetenz bieten sich dem Kind Verhaltensalternativen, um eigene Meinungen und Wünsche zu äußern. - 110Soziale KognitionSoziale Kognition
• Verständnis von Ursachen und Folgen von Grundemotionen und wie sie sich im Verhalten zeigen
• Entwicklung von Selbstkonzept und Selbstwertgefühl
• Frühe Anzeichen eines sich entwickelnden Moralempfindens
• Geschlechtsstereotype Annahmen und Verhaltensweisen nehmen zu
-->Mit Ende des 2. LJ. werden selbst-bewusste Emotionen wie Scham, Stolz gezeigt
-->Ab dem 3. LJ. werden Emotionen wie Stolz zunehmend mit der eigenen Leistung verknüpft
-->Ab 2. LJ. weiß das Kind, dass Handlungen Absichten zugrunde liegen
-->Mit ca. 18. Monaten besitzt es ein Verständnis für eigene und fremde Vorlieben
-->Ab 18. Monaten wird zwischen eigenen und fremden Emotionen unterschieden - 111Soziales VerhaltenSoziales Verhalten
• Elterliche Anweisungen und Verbote nehmen zu (wg. der zunehmenden Mobilität)
• Erleben von kindlicher Frustration
• Trotzverhalten ab 16 bis 18 Monaten durch eingeschränktes Ausleben der eigenen Bedürfnisse (unzureichende Emotionsregulation und mangelnde Verhaltensalternativen)
• Ab dem 2. LJ. nimmt soziale Folgsamkeit zu (Verhaltenskontrolle)
-->Rollenspiel erfordet Soziale Kognition und Soziale Kompetenzen, diese entwickeln sich am dem 3. Lebensjahr zunehmend - 112Frühkindliches Spielverhalten(1) Sensomotorisches Spiel:
Exploration und Manipulation von Objekten und des eigenen Körpers. (1.Lj)
(2) Als-ob-Spiel /Symbolisches Spiel:
Objekte bekommen eine neue Bedeutung bsp.: Bauklötze werden zu Autos oder Telefonen (ab ca. 18 Monaten)
(3) Rollenspiel / Soziodramatisches Spiel:
Variante des Als-ob-Spiel, kinder Spielen zusammen fiktive Rollen (ab 2 jahren) - 113Frühe Kindheit (3-6Jahre) (1)Körperliche Entwicklung (Motorische Entwicklung)Grobmotorik
Entwicklung zu komplexeren Bewegungsabläufen (Laufen, Hüpfen, Springen, Klettern etc.):
• Entwicklung von Balance (Myelinisierung im Cerebellum)
• ab 3. LJ. deutliche Beschleunigung beim Laufen, größere Wendigkeit und Geschicklichkeit (z.B. rückwärts Laufen)
• mit 5 J. ist die Basis für Erlernen von Schwimmen, Radfahren gegeben
• Verbesserung von Werf- und Fangbewegungen
Feinmotorik
Muskelbewegungen (v.a. Finger und Hände), aber auch Sprechmotorik und Mimik.
->Kinder sind in der Lage, Folgendes selbstständig und richtig zu tun bzw.benutzen (Hand- und Fingergeschicklichkeit):
• 2 - 3 J. Grobe Reißverschlüsse, Löffel benutzen, Tür öffnen
• 3 - 4 J. Große Knöpfe, selbst füttern, Schere benutzen
• 4 - 5 J. An- und Ausziehen, Gabel benutzen, Schneiden entlang der Linien
• 5 - 6 J. Messer benutzen, Knoten und Schleifen binden - 114(2)Exekutive FunktionenZwischen dem 3. und 5. Lebensjahr deutliche Verbesserung der exekutiven Funktionen (Reifung des präfrontalen Kortex ):
• Planung von Handlungen
• Kognitive Flexibilität (flexible Reaktion auf Regelwechsel)
• Überwachung und Anpassung von Arbeitsgedächtnisprozessen
• Inhibition von automatisierten bzw. nicht zielführendem Verhalten
-> Bsp. Belohnungsaufschub: Impulskontrolle ermöglicht Prognose über Schulbereitschaft und späteren Schulerfolg - 115(3)Lernt und Leistungsmotivation• Tendenz einer Person, sich in Abhängigkeit von der wahrgenommen Erfolgswahrscheinlichkeit und dem subjektiven Wert für oder gegen Handlungsalternativen zu entscheiden
• Bestimmt Schul- und Berufserfolg maßgeblich mit
• Zunehmendes Bedürfnis nach Kompetenzerleben und selbstständigem Handeln im Vorschulalter - 116(3)Theorie der Motivationsentwicklung (Heckhausen, 2010)• Kurz vor 3. LJ.: Wunsch nach selbst bewirktem Handlungsergebnis („Selbermachen-Wollen“)
• Ab 3½ J.: Attribution von Erfolg/Misserfolg auf eigene Tüchtigkeit
• Ab 5. J.: Ausmaß der eigenen Tüchtigkeit wird relativiert an der erlebten Aufgabenschwierigkeit
• Ab 6. LJ.: differenziertes Konzept von Anstrengung und Fähigkeit bildet sich heraus - 117(3)Leistungsmotivation Interindividuelle Unterschiede durch: I. Erziehung zur Selbstständigkeit II. Explorations- und Neugierverhalten III. Interessenentwicklung IV. Selbstkonzept und AttributionI. Erziehung zur Selbstständigkeit:
Kindliche Misserfolgsorientierung in Abhängigkeit vom Beginn kindzentrierter Selbstständigkeitserziehung und sozialem Milieu
II. Explorations- und Neugierverhalten:
Wirkt sich auf Interessenentwicklung aus, stabile interindividuelle UNterschiede im Explorationsverhalten, Altersabhängige unterschiede (3-jährige: taktiles und manipulatives Explorationsverhalten, 6-jährige: visuelles Eplorieren)
III. Interessenentwicklung:
Sach und personenbezogenes Interesse, Geschlechtsspezifisch, Altersabhängige Entwicklung, Elterliche Unterstützung spielt große Rolle
IV. Selbstkonzept und Attribution:
optimistische Leistungseinschätzung (oft Überschätzung), Selbstkonzeption, Entwicklung der Selbstwirksamkeit, Erklärung für Misserfolg (nur Ansatzweise) - 118(4)Emotionale Entwicklung• Emotionen zeigen sich auf unterschiedlichen Ebenen
• Ausdruck: Mimik, Gestik, Stimme
• Vorstellung, Erleben, Verhalten, somatische Vorgänge
• Emotionen sorgen für eine motivbezogene Regulation von Handlungen
• Emotionen besitzen eine soziale und kommunikative Funktion
(Basisemotionen: Ärger, Freude/Stolz, Furcht, Ekel, Wut, Scham/Schuld, Schmerz, Überraschung, Trauer, Verachtung) (Izard, 1981)
Emotionsentwicklung
• Entwicklung von interpersonaler (Säugling) hin zu intrapersonaler Emotionsregulation (Vorschulalter, z.B. Belohnungsaufschub)
• Kinder lernen ihren Emotionsausdruck zielgerichtet als wirksames Kommunikationsmittel einzusetzen
• Entwicklung von selbstbewertenden Emotionen wie Stolz, Scham etc.
• Empathie: Einjährige weinen, wenn ein anderes Kind weint (emotionale Ansteckung), ab 2 Jahren sind Kinder immer mehr um das Wohl des anderen besorgt, helfen und trösten - 119(4)Emotionsregulation1-2Monate: Bezogspersonen regulieren Erregungsniveau
3-6Monate: höhere Erregungszustände werden toleriert, Entwicklung von Distress-Erholungs-Zyklen
6-12 Monate: Regulationsstrategien erweitern sich (Blickkontakt der Eltern, sich zurückziehen durch motorische Entwicklung)
2-5 Lebensjahr: intrapsychische Emotionsregulation (kind setzt zunehmen eigene Regulationsstrategien ein, sucht aber manchmal trotzdem soziale Untersttzung bei Eltern) - 120(5)Soziale Entwicklung1.Familiäre Sozialisation (s.a.Bindung)
2. Beziehung zu gleichaltrigen/ Peers (s.a.Kindergarten)
3.Sozialisation in Kindertageseinrichtungen (Kindergarten) - 121(5)Kindergarten IEintritt Kindergarten:
- Häufig erste Trennung von primären Beziehungspersonen (Autonomie, Selbstvertrauen)
- Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen gewinnt an Bedeutung (Kooperation und Konkurrenz)
- Bedeutung der Eltern-Kind Beziehung für soziale Beziehungen
-Sensitivität der Mutter/primären Bezugsperson ist entscheidend für sichere Bindung des Kindes, nicht Art der Betreuung (Ahnert et al., 2008)
• Einordnung in eine größere Gemeinschaft, Erlernen und Akzeptanz von allgemeinen Verhaltensregeln, Beteiligung an Gruppenaktivitäten
• Sozial verträglicher Ausdruck von Wünschen
• Erstes Knüpfen von (gleichgeschlechtlichen) Freundschaften („schöner Spielkamerad“ Einhalten sozialer Austauschregeln)
• Einzel- und Parallelspiel nimmt ab; kooperatives Spielen und Rollenspiel nimmt zu (Anforderungen und Entwicklungspotential) - 122(5)Kindergarten II• Unterschiedliche Präferenz von Spielzeug (Puppen vs. Autos)
• Rollenspiele mit unterschiedlichen Inhalten (Fürsorge vs. Wettstreit/Kämpfe)
• Beginn der Geschlechterzugehörigkeit
• Modellernen und Imitation gleichgeschlechtlichen Verhaltens
• Physis
• Soziale Erfahrungen im Kindergarten können für das spätere Leben prägend sein (Sozialkompetenz, Leistungsmotivation etc.) (Anderson, 1992)
• Notwendigkeit einer qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung außerhalb der Familie (z.B. zum Ausgleichen fehlender Anregungen)
Aspekte einer guten institutionellen Kinderbetreuung:
• Gruppengröße, Relation Erzieherinnen/Kinder, Bildung und Motivation der Erzieher, Kontakt zu Eltern - 123Mittlere und späte Kindheit Erziehungsstil der Eltern (Coopersmith 1967)• Autoritärer Stil (hohe elterliche Kontrolle, feste Regeln)
-->geringes Selbstwertgefühl
• Laissez-faire-Stil (kaum Grenzen, Bedürfnisse des Kindes)
-->eher geringes Selbstwertgefühl, zu viel Aufwand für Eltern Regeln aufzustellen
• Autoritativer Stil (Klar definierte, aber flexible Regeln, die erklärt werden, Kind hat Handlungsspielraum)
-->hohes Selbstwertgefühl durch Wertschätzung der Eltern - 124Das soziale Umfeld Methode:SoziogrammMitglieder einer Gruppe nennen andere Mitglieder mit denen sie:
gerne spielen, befreundet sein wollen
oder
nicht spielen, nicht mögen
-->positive und negative Bewertungen verteilen sich unterschiedlich auf die Mitglieder der Gruppe (soziometrischer Status)
Am Rande: Kategorien soz. Beziehungen
Beliebt, Abgelehnt, Ignoriert, Durchschnittlich, Kontrovers - 125Motivationale Entwicklung-Zunehmende Bedeutung der Beziehungen zu Gleichaltrigen (Peers) bei der Bewältigung und Zielsetzung von Aufgaben (soziale Bezugsnorm)
-Sozialer Leistungsvergleich durch Noten und Schulunterricht
-Effekt auf Leistungsmotivation und Selbstwirksamkeit
-Differenzierung zwischen Anstrengung und Fähigkeit - 1263 Faktoren die Einfluss auf die Leistungsmotivation haben: (1)Attributionsstil (external, internal, stabil, instabil)Internale und externale Ursachenzuschreibung von Erfolg/Misserfolg
I. Bewältigungsoptimistisch: „Ich bin gut in Mathe!“ „Die Aufgabe war zu schwer!“ „Das nächste Mal lerne ich mehr!“
II. Hilflos: „Ich kann Mathe eben nicht gut!“
-> Zu II.: Diese Kinder sind pessimistischer, zeigen weniger Ausdauer bei Aufgaben, dadurch fehlende Erfolgserlebnisse, Frustration und Angst vor Leistungssituationen - 127(2)Bezugsnorm der Lehrer-->Soziale Bezugsnormorientierung:
Vergleich der Leistung eines Schülers mit den Leistungen seiner Mitschüler
-->Individuelle Bezugsnormorientierung:
Lernfortschritt des einzelnen Schülers als Bewertungsgrundlage
> Individuelle Bezugsnorm scheint den Teufelskreis von Misserfolg, Frustration, Angst und Vermeidung eher durchbrechen zu können! - 128(3)ErziehungsstilAutoritärer Stil (hohe elterliche Kontrolle, feste Regeln)
Laissez-faire-Stil (kaum Grenzen, Bedürfnisse des Kindes)
Autoritativer Stil (Klar definierte, aber flexible Regeln, die erklärt werden, Kind hat Handlungsspielraum) - 129Beziehung zu gleichaltrigen-->nimmt zu
-->bedeutende soziale Lernprozesse in gleichaltrigen Gruppen (Kooperation, soziale Kompetenzen, Konkurrenz, Streitverhalten, Beliebtheit)
-->Fähigkeit positive Kontakte zu initiieren und Freundschaften aufrecht zu erhalten sind bedeutsam für das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl des Kindes - 130FreundschaftBeziehung, die durch gegenseitige Sympathie und Vertrauen gekennzeichnet ist
1. Gemeinsame Aktivitäten und Interessen
2. Kommunikation und Austausch von Informationen
3. Konfliktfähigkeit
4. Reziprozität - 131Freundschaften im Verlauf der Kindheit:Vorschulalter:
- Häufiger Spielpartner und Besitzer von attraktivem Spielzeug
- Es fehlt das Bewusstsein, dass der Freund andere Wünsche und Gefühle hat
- Nicht weniger Streit als mit nicht befreundeten Kindern
-Bei befreundeten Kindern gelingt Konfliktlösung besser
Freundschaften im Verlauf der Kindheit II
Schulalter:
-Freundschaften beruhen auf Gegenseitigkeit
- Erfordern Kompromisse und Akzeptanz des anderen Standpunktes
-Gegenseitiges Vertrauen und Loyalität gewinnen an Bedeutung
- Zw. 9 und 10 Jahren:Anvertrauen von Geheimnissen
Faktoren des sozialen Status:
-Physische Attraktivität
-Intelligenz (Vernachlässigte und Kontroverse sind i.d.R. intelligenter als Abgelehnte)
-Soziale Kompetenz
-Aggressionsverhalten (Kontroverse kompensieren aggressives Verhalten oft durch Intelligenz und bessere soziale Kompetenz)
Soziale Kompetenzen:
-Aggressive und sozial ungeschickte Kinder haben weniger Möglichkeit sozial adäquates Verhalten zu erlernen
-Gefühle von Einsamkeit und Minderwertigkeit
-Ursache-Wirkung-Struktur nicht eindeutig
-Training von soz. Komp. - 132Kognitive Entwicklung- Denken Jean Piaget (Entwicklungsstufenmodell)-->universelle Phasen, die in jeder Kultur vorkommen
-->man kann Stufen überspringen, kann aber auch zurückfallen
Grundannahmen des Modells:
4 Faktoren haben einen EInfluss aif die kog. Entwicklung:
->Reifung, Aktive Erfahrung, Soziale Interaktion, streben nach Gleichgewicht
4 Phasen des Modells:
1.sensomotorische Phase (0-2 Jahre)
2.Präoperationale Phase (2-7 Jahre)
3.Phase der konkreten Operationen (7-12 Jahre)
4.Phase der formalen Operationen (12-15 Jahre)
Kritik: Piaget hat ältere Kinder überschätzt und jüngere unterschätzt - 133AssimilationIntegration von Neuem in bestehende mentale Strukturen
- 134AkkomodationAnpassung bestehender mentaler Strukturen als Reaktion auf Umweltanforderungen
- 135ÄquilibrationHerstellen des Gleichgewichts zwischen zwei kognitiven (Wahrnehmungs)Tätigkeiten
Beispiel: Invarianzanteil bei Wassermengenaufgabe - 1361. Stufe: Sensomotorische Phase (0-2Jahre)• (0 – 2 Monate): Modifikation von Reflexen, Anpassungsleistung an die Umwelt
• (2 – 4 Monate): Erste Koordination, Schauen und Kopfdrehen
• (4 – 8 Monate): Fehlen von Objektpermanenz
• (8 – 12 Monate): Objektpermanenz wird erworben ( = kognitive Fähigkeit zu wissen, dass ein Objekt auch dann weiterhin existiert, wenn es sich außerhalb des Wahrnehmungsfeldes befindet)
• (12 – 18 Monate): Versuchs- und-Irrtums-Problemlösen, aktives „Experimentieren“. Sichtbare Objektverlagerungen werden nachvollzogen.
• (18 – 24 Monate): Verzögerte Nachahmung, Symbolspiel, Unsichtbare Objektverlagerungen werden durch schlussfolgerndes Denken rekonstruiert. - 1372. Stufe: Präoperationale Phase (2-7 Jahre)• Symbolbildung und Spracherwerb, Kommunikation
• Egozentrismus: Die Unfähigkeit, eine von der eigenen Perspektive abweichende Perspektive einer anderen Person einzunehmen.
• Animismus: unbelebten Objekten werden Qualitäten des Lebens zugeschrieben
• Artifizialismus: Alle Dinge der Welt sind für menschliche Zwecke gemacht
• Finalismus: Alle Dinge der Welt haben einen Zweck - 1383. Stufe: Phase der konkreten Operationen (7-12 Jahre)Konkrete Denkoperationen werden möglich
-> Das Kind kann mehrere Dimensionen einer Situation beachten: auch Klassen, Serien und Zahlen Stellen kein Problem mehr dar.
-Überwindung des Egozentrismus
-Wassermengenaufgabe - 1394. Stufe: Phase der formalen Operationen (12-15 Jahre)• Hypothetisches-deduktives Denken: Fähigkeit zum Hypothesenbilden und Schlussfolgerungen ableiten.
• Vollständige und systematische Problemlösungen
• Proportionales Denken, Reflektieren über Probleme der Wahrheit, Moral und Gerechtigkeit
-> zum Übergang auf eine höhere Stufe kommt es, wenn die biologische Reife und eine zunehmende Komplexität von Umweltanforderungen interagieren und ein kognitives Ungleichgewicht im Individuum erzeugen - 140PerspektivenwechselEigene vs. fremde Wünsche: „Das Brokkoli Experiment“
14 vs. 18 Monate alte Kinder: VL äußert Vorliebe bzw. Abneigung für je eines der vorhandenen Nahrungsmittel (Brokkoli vs. Cracker)
Frage: Welches Nahrungsmittel reicht das Kind dem VL?
14 M.: Kinder reichen von ihnen selbst bevorzugtes Nahrungsmittel
18 M.: Kinder reichen von VL bevorzugtes Nahrungsmittel
-> psychologisches Verständnis von desire - 141Entwicklung der expliziten Theory of Mind1 . Wünsche (desires) und Absichten (intentions)
--> Dreijährige verstehen, dass Handlungsentscheidungen von den Zielen und Absichten der handelnden Person abhängen (Kaninchen-Experiment)
--> Unterscheidung zwischen intendierten Handlungen und Zufällen
2. Überzeugungen (beliefs)
--> Vorhersage von Handlungen anhand dessen was eine Person glaubt
--> Vier- bis fünfjährige verstehen, dass die falsche Überzeugung einer Person ihre Handlung beeinflusst - 142Entwicklungsdefizite bei AutismusAutismus: tiefgreifende Entwicklungsstörung
-->Gravierende Beeinträchtigungen der sozialen Interaktion, der verbalen und nonverbalen Kommunikation, der Imagination und des Repertoires an Interessen und Aktivitäten
--> Konfundierung von mentalen und physischen Phänomenen
--> Weniger Symbolspiel und mangelnde Unterscheidung zwischen Sein und Schein - 143JugendZeit zwischen der Pubertät und dem Ende des zweiten Lebensjahrzehnts
(ca. 10. – 20. Lj.) (Adoleszenz)
Jugendbilder - Gedanken zu den Themen:
• Jugend und „Sturm und Drang“
• Jugendbild in den Medien - 144Somatische Veränderungen-Körperhöhe: Mädchen (16-17 Jahren)
Jungen (17-19 Jahren)
-körpergewicht
-Organsysteme: Herz-Kreislau-System
-Sekundäre Geschlechtsmerkmale Jungen: Hoden, Penis, Schambehaarung, Achsel-, Bartbehaaring, Stimmbruch, Samenerguss
Sekundäre Geschlechtsmerkmale Mädchen: Brüste, Schamhaare, innere Geschlechtsorgane (wachstum), Regelblutung - 145Endokrine ProzesseHypophysenhormone (STH, TSH, Prolaktin)
Regulation der Gonadenhormone: Östrogen und Testosteron
-->Verhaltensbeeinflussung - 146Wieso wurde die Pubertät Zeitlich Vorverlegt?Ursachen säkularer Akzeleration:
-bessere Umweltbedingungen
-kalorienreichere Ernährung
-bessere medizinische Versorgung und sanitäre Bedingungen - 147Zentralnervöse VeränderungenVeränderungen in der Gehirnstruktur:
-Anteil weißer Hirnsubstanz wächst (zunehmende Myelenisierung) und Anteil grauer Substanz nimmt ab (Abnahme überflüssiger Nervenzellen)
-Kortikale Veränderungen in den verschiedenen Hirnregionen laufen asynchron (Heterochronizität)
Funktionsweise des Gehirns I:
Abnahme der Dichte der Rezeptoren der erregenden Neurotransmitter
Dopamin (stimulierend)
und
Serotonin (Steuerung der Blutgefäßkontraktion)
Funktionsweise des Gehirns II:
-Verringerte Reizzufuhr
-PFC und limbisches System (Verarbeitung emotionaler Reize, Reizbewertung, Umsetzung von Aktivitäten) werden weniger stark aktiviert
-Jugendliche suchen aktiv nach neuartigen Erlebnissen/starken Reizen (Risikoverhalten und Provokationen werden positiver bewertet) - 148Fortschritte in der kognitiven EntwicklungIntelligenz: Zunahme v.s. der sprachlichen und nicht-sprachlichen Intelligenz
Logisches Denken: Zunahme deduktiver gegenüber induktiver Argumentation
Urteil-/Entscheidungsprozesse: Verwendung von Heuristiken und zunehmend Metakognition (aber: emotionale Anfälligkeit bleibt
Informationsverarbeitung: Verbesserung der VErarbeitungsgeschwindigkeit, Arbeitsgedächtnis und Problemlösen
Expertise: höhere, bewusste Kontrolle durch Reifung des PFC - 149Gesellschaftliche RahmenbedingungenBiografischer Übergang (Transition): geordnete Folge neuer Positionen (Rollen), sind entscheidender Teil des Lebenslaufs, weil sie Ziele, Verhaltensweisen und Kontexte verändern und neue Herausforderungen stellen (Bsp.: übergang in Sekundarstufe, Auszug Elternhaus, Beruf, Heirat,...)
- 150EntwicklungsaufgabenEntwicklungsregulation: Anpassung von Zielen an die Möglichkeiten (Bsp.: Berufswahl)
Individuelle kulturelle Unterschiede:
1. Ursachen in der Person oder in der Herkunft: Familie, Kultur (Migration)
2.heutiger sozialer Wandel (demographischer Wandel, ökonomische Unsicherheit, Neue Technologien) - 151junges Erwachsenenalter• Volljährigkeit
• Autonomie (emotionale, finanzielle Unabhängigkeit …)
• Eintritt ins Berufsleben (eigene Wohnung …)
• Familiengründung - 152mittleres Erwachsenenalter• Mitte des Lebens (bis. ca. 45 J.)
• Berufliche Etablierung und Berentung (Ende des mittleren Erwachsenenalters)
• Familiäre Etablierung und Auszug der Kinder (Neuorientierung in der Partnerschaft …) - 153Entwicklungsaufgaben: Junges bis mittleres Erwachsenenalter (1972)• Lebenspartner finden
• Zusammenleben mit dem Partner
• Gründung einer Familie
• Kinder aufziehen
• Zuhause schaffen
• Einstieg ins Berufsleben
• Sorge für Gemeinwohl
• Aufbau eines gemeinsamen Freundeskreises
• … - 154Entwicklungsaufgaben: Mittleres Erwachsenenalter (1972)• Körperliche Veränderungen akzeptieren und sich anpassen
• Gute Leistung im Beruf erreichen und aufrechterhalten
• Gute Beziehung zu den Eltern im hohen Alter aufbauen
• Heranwachsenden Kindern helfen, verantwortungsbewusste und glückliche Erwachsenen zu werden
• Beziehung zum Ehepartner als eigenständigen Menschen aufbauen und aufrechterhalten
• Freizeitinteressen und Hobbies aufbauen
• Verantwortlichkeit im sozialen und gesellschaftlichen Bereich aufbauen - 155Lebensspannenpsychologischer AnsatzEntwicklungsaufgaben sind keine universellen, normativen und unidirektionale Folge von Entwicklungsschritten, sondern variieren stark zwischen Personen aufgrund von unterschiedlichen Rahmenbedingungen, Einflüssen und Persönlichkeitsmerkmalen.
- 156Erwachsenenalter:weniger biologische oder externe Regulationsprozesse, größere Freiheit die Entwicklung selbst zu gestalten und mitzubestimmen.
- 157Soical clock:soziale Uhr die den Lebenslauf strukturiert. Soziale Erwartungen und Normen entscheiden darüber, wann welche Ziele verfolgt und erreicht werden sollen (Orientierungsrahmen).
- 158Einfluss sozialer Erwartungen auf die Entwicklung:-Mitglieder einer Gesellschaft teilen Vorstellungen darüber, wann welche Aufgaben verfolgt und erreicht werden sollen
- Soziale Erwartungen stellen normativen Zeitrahmen dar
- Personen vergleichen sich mit anderen: „on-time“; „off-time“
- Verletzung des Zeitplans führt zu negativen Sanktionen (z.B. soziale Missbilligung)
- Die Passung zwischen sozialen Erwartungen und normativem Zeitplan wird verstärkt
--> der normative Zeitplan leitet die Lebensplanung und Zielsetzung - 159ENTWICKLUNGSVERLÄUFE (1) Emerging Adulthood (18 bis Ende 20er Jahre):explorativ, starker Selbstfokus, Vielfalt von Beziehungen, spätere Heirat/Elternschaft …
- 160(2) Rushhour (ca. 27-35 Jahre):Beruf/Arbeit und Partnergemeinschaft/Familie …
- 161(3) Midlife Crisis (mittleres Alter):Bilanzierung des Erreichten/NichtErreichten …
- 162(4) Sandwich Generation (mittleres Alter):Verpflichtungen gegenüber zwei Generationen (Vater/Mutter und Sohn/Tochter) …
- 163(5) Gewonnene Jahre:höhere Lebenserwartung, Wiederaufnahme der Berufstätigkeit von Frauen, „empty nest“ …
- 164neue Erwartungen für die Lebensphase des höheren Alters:Golden Agers, Best Agers in der Werbung, die viel Reisen …
Ältere Erwachsene könnten noch länger arbeiten …
Selbstbestimmtes Ende des Lebens …
Gewinne und Verluste im Erwachsenenalter:
psychologisches Wohlbefinden korreliert zunächst positiv mit der persönlichen Orientierung (den Zielen) auf Gewinne – später mit Aufrechterhalten des Funktionsniveaus (und negativ mit dem Vermeiden von Verlusten) Studie - 165Höheres Erwachsenenalter: 65-80 Jahre Hohes Alter: ab 80 JahrenHöheres Erwachsenenalter: Einschränkungen erfordern die Konzentration auf noch vorhandene Ressourcen (= Abwählen von Lebensbereichen)
Zentrale Entwicklungsaufgabe des höheren Erwachsenenalters: von Expansion zu Konzentration - 166Mittleres Erwachsenenalter:Differenzierung und Expansion von Aufgaben, Kompetenzen und Ressourcen = „Hineinwählen“ in verschiedene Lebensbereiche (Partnerschaft, Beruf etc.)
- 167Kategorien von Entwicklungszielen im höheren erwachsenenaltera) Zuwachs
b) Aufrechterhaltung des bestehenden Funktionsniveaus
c) Regulation von Verlusten - 168S-O-K: Modell der selektiven Optimierung mit Kompensation (Baltes & Baltes)Selektion: sich seiner Stärken und Schwächen bewusst zu sein, Auswahl von noch realisierbaren Handlungsalternativen.
Optimierung: die Stärken durch Übung optimieren (Erwerb, Verbesserung und Nutzung von Ressourcen).
Kompensation: die Schwächen durch neue Strategien kompensieren (den Verlusten entgegenwirken). - 169psychologische Produktivität-Alle materiellen, geistigen, emotionalen und motivationalen Wirkungen, die eine Person durch ihr Handeln, Denken, Fühlen und Wollen bei sich selbst oder in einem bestimmten Umfeld intendiert oder nicht-intendiert hervorruft und die ihr selbst, anderen Personen oder der Gesellschaft nützlich sind.
-Die hierbei erzielten Gewinne können in Form von Geld, Erkenntnis, Wohlbefinden oder Sinn etc. bewertet werden. - 170Produktivität in verschiedenen Dimensionen- Manuell (Herstellung von Dingen, manuelle Arbeit etc.)
- Geistig (Ideenentwicklung, Ratschläge geben, Probleme lösen etc.)
- Emotional (positive emotionale Verfassung, positive Ausstrahlung)
- Motivational (Vorbild für die Ziele und Werte anderer) - 171Wem nutzt Produktivität?(1) Ökonomisch (Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt)
(2) Psychologisch (Wirkungen auf das soziale Umfeld)
<=> verwandte Begriffe: aktives, erfolgreiches, gelingendes Altern - 172Produktivität im Kontext Entwicklungsaufgabe (Integration, Generativität, Scheitern)-Herausforderungen des Alters: Transzendierung des Körpers, Diversifizierung der Interessen, Transzendierung der eigenen Person
-Generativität: Weitergabe von Kompetenzen, Erfahrungen, Werte an die jüngere Generation
-Scheitern: Verzweiflung über das Leben und am eigenen körperlichen Verfall - 173Inhalte von Altersbildernindividuelle und gesellschaftliche, negative oder positive Vorstellungen als externale Risikofaktoren (subjektive Theorien): z.B. Senilität vs. Weisheit
- 174Wirkung von AltersbildernAltersstereotypen werden bereits in der Kindheit internalisiert (Fremdstereotyp) und im eigenen höheren Alter zum Selbststereotyp => die negative oder positive Selbstwahrnehmung wirkt negativ oder positiv auf die Produktivität
- 175Forschungsbefunde: Erfahrungswissen-Bis ins hohe Alter bleibt die erworbene Expertise erhalten und kann verlangsamte Reaktionszeiten und niedrigere Gedächtnisleistungen ausgleichen
-Ältere Menschen haben mehr Wissen über historische und aktuelle Ereignisse
-Nutzung der Erfahrungsschätze älterer Menschen als Zeitzeugen (z.B. in der Pädagogik), Mentoren (z.B. in der Berufswelt) etc. - 176Forschungsbefunde: Lebenserfahrung, Weisheit, Kreiativität (Divergentes Denken)-Lebenserfahrung: Erfahrungen mit grundlegenden, schwierigen Fragen des Lebens (Conditio humana) und gewonnene Einsicht aus diesen Erfahrungen
-Weisheit: Einsichten in das Leben (und das eigene Leben)
(s. nächste Folie)
-Kreativität (Divergentes Denken): Ältere produzieren weniger, aber auch weniger Schlechtes - 177Forschungsbefunde: Psychische WiderstandsfähigkeitAnpassungs- und Bewältigungsstrategien
Paradox des subjektiven Wohlbefindens <=> Einsatz primärer (z.B. Zeitaufwand) und sekundärer (z.B. Aufgeben von Zielen) Kontrollstrategien
-->das Wohlbefinden bleibt auch im zunehmenden Alter stabil, obwohl körperliche Verluste zunehmen - 178(Nicht direkt abgefragt) Psychische Widerstandsfähigkeit: Affekt und Affektregulation-Negativer Affekt ist geringer ausgeprägt und bleibt stabil (s.a. Paradox des subjektiven Wohlbefindens)
-Positiver Affekt (bei geringer Aktiviertheit) ist höher ausgeprägt und nimmt erst im sehr hohen Alter ab
Mögliche Interpretationen zur Affektregulation:
- Biologische Gehirnveränderungen
-Höhere emotionale Kompetenz
- Sozioemotionale Selektivitätstheorie (Maximierung des positiven Affekts und Minimierung des negativen Aspekts) - 179Psychische Widerstandsfähigkeit: soziale Beziehungen-Verhältnis geleistete und empfangene Unterstützung: bis 75 J. >, 75-85 J. =, über 85 J. < (aber der Austausch emotionaler Unterstützung bleibt stabil)
-Großeltern als Brückenpersonen: Großeltern sind produktiv für die Entwicklung von Kindern (Sie regen die kognitive Entwicklung an, entlasten die Eltern, vermitteln Werte, sind Beispiel für bewältigte und nicht bewältigte Schwierigkeiten, geben Ratschläge und Unterstützung)
-Auswirkungen der geleisteten sozialen Unterstützung für die Älteren: soziale Eingebundenheit (Reziprozität sozialer Beziehungen) , Wohlbefinden und Zufriedenheit etc.
-Intergenerationelle Beziehungen (außerfamiliär): intergenerationelle Kontakte sind für Jüngere und Ältere hilfreich für die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben - 180Psychische Widerstandsfähigkeit: berufliche und ehrenamtliche TätigkeitBerufliche Tätigkeit: Zunahme der Erwerbstätigkeit jenseits der 65 J.
-Kein Zusammenhang zwischen chronologischem Alter und der Kernarbeitsproduktivität
- Ältere Arbeitnehmer zeigen weniger counterproductive behavior (z.B. Verbreitung von Gerüchten, unberechtigte Kritik) und mehr citizenship behavior (z.B. unterstützendes Verhalten, Einsatz für die Gruppe)
Ehrenamtliche Tätigkeit: Zunahme des ehrenamtlichen Engagements
-Ehrenamtliche Aktivitäten wirken sich positiv aus: positiver Affekt, weniger depressive Symptome, weniger kognitive Beeinträchtigung und mehr Optimismus
(Bsp.: Wissensbörsen, SeniorExperten-Initiative) - 181Betätigungsfelder für Psychlogen:Schulen, Pflegeeinrichtungen, Betrieb, Psychotherapie, Forschung, etc...
Información
- Descripción
- Definitionen
- Creado por
- Milana Deljic · dic 2018
- Actualizado
- 18 dic 2018
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