Geschichtsklausur 6 K2/HJ3

Lea Wedel
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1. Gründung der DDR (1945-1949) 2. Teilung Deutschlands im Rahmen des Ost-West Konflikts in den Jahren 1949-1955

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Question Answer
Geschichtsklausur 6 K2/HJ3 Teilung Deutschlands im Rahmen des Ost-West-Konflikts (1949-1955)
Internationale Entwicklung ab 1949 Die Verschärfung des Gegensatzes zum Kalten Krieg 1949: - Gründung von DDR und BRD (Oktober und September) - Gründung der Volksrepublik China (Oktober) unter Mao - Gründung der NATO → Verteidigungs- und Wertebündnis (Frühjahr) → Beistandsversprechen der USA für Europa 1950: -Korea Krieg (Stellvertreterkrieg!) → Verschärfung des Anitkommunismus; Aufrüstung (Atombombe, Wasserstoffbombe) 1953: Ende des Korea Kriegs: Status quo von vor dem Krieg - Roll Back Strategie der USA - Tod Stalins → Chruschtschow 1954/55: - Pariser Verträge: NATO-Beitritt der BRD und Wiederbewaffnung - Gründung der WEU - Gründung des Warschauer Pakts mit DDR (Reaktion auf NATO Beitritt der BRD) → politische, wirtschaftliche und ideologische Spaltung Deutschlands
Roll-Back Strategie und die Pariser Verträge ROLL-BACK-STRATEGIE - Begriff für die während des Kalten Krieges von den USA bekundete Absicht den Einfluss der westlichen Welt auszuweiten. Der Einfluss der Sowjetunion auf die anderen sozialistischen Staaten sollte beseitigt werden. - Diese Strategie beinhaltete auch die Risikobereitschaft zu bewaffneten Auseinandersetzungen. - Das Roll Back wurde nie als zusammenhängende Politik umgesetzt. Das nukleare Patt der beiden Blöcke verhinderte jede direkte Konfrontation. Es kam zwar zu Stellvertreterkriegen in der sogenannte Dritten Welt, doch sorgte das Bestehen der beiden Blöcke für Stabilität. PARISER VERTRÄGE - Besatzungsstatut für die Bundesrepublik Deutschland beendet, Wiederbewaffnung BRD - Beitritt zur NATO und zur Westeuropäischen Union (WEU) vertraglich vereinbart → Wiedererlangung von Souveränitätsrechten der BRD immr noch: alliierte Vorbehaltsrechte
Rolle des Korea Krieges Bedeutendster Stellvertreterkrieg - Juni 1950: kommunistische Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) überfällt die Republik von Korea (Südkorea) und rückt schnell bis tief in den Süden vor. - Die USA rufen daraufhin den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) an, der den Überfall verurteilt und ein Mandat für ein Eingreifen von UN-Truppen erteilt. - Mitte September 1950 landen internationale Truppen in Korea. - 1953: Waffenstillstand mit Status quo von vor dem Krieg. → Verschärfung des Antikommunismus → Aufrüstung (Atombombe, Wasserstoffbombe) → Korea Krieg löste Wiederbewaffnung D aus und untersützte Wirtschaft von D aufgrund von zunehmender Rüstungsproduktion
Entwicklung der BRD ab 1949 1949: Peterserburger Abkommen: Mitarbei in internationalen Gremien (Ruhrbehörde, OEEC) → Schaffung von Vertrauen, kleines Mitspracherecht 1951: -Montanunion: Europäische Gemeindschaft für Kohle und Stahl (EGKS) → Folge: Auflösung der Ruhrbehörde, D bekommt Ruhrgebiet zurück, jedoch indirekte Kontrolle durch Montanunion → Souveränitätsrechte zurückgewonnen - Aufhebung des Kriegszustandes, Revision des Besatzungsstatuts → weitere Souveränitätsrechte (zB Wiedereinrichtung des Auswärtigen Amtes), Erster Außenminister: Konrad Adenauer 1952: - Wiedergutmachungsabkommen mit dem Staat Israel (3 Mrd. US$) - Pläne zur EVG - Stalin Noten 1954: - Gründung Bundeswehr - EVG-Vertrag scheitert in französischer Nationalversammlung 1955: - Pariser Verträge → Aufhebung des Besatzungsstatus (Vorbehaltsrechte) → Beitritt zur NATO, Beitritt zur WEU, BRD souveräner Staat, BRD politisch, wirtschaftlich und militärisch im Westen angekommen - diplomatische Anerkennung der Sowjetunion 1956: - Hallstein-Doktrin (folgend auf diplomatische Anerkennung)
Ziele Adenauers Ära Adenauer (1949-1963) - Westorientierung → Abbau von Misstrauen und Aufbau von Vertrauen - Wiedererlangung der Souveränität - Wiederverinigung → Politik der Stärke, "Magnettheorie" → Grundlage: Alleinvertretungsanspruch Politik der Stärke: Für Adenauer bedeutete sie nicht allein militärische Aufrüstung, sondern manifestierte sich zuallererst „in der Einigkeit des Westens" und folglich in der Ausschaltung der Möglichkeit der Sowjetunion, sich einen Staat nach dem anderen einzuverleiben. "Magnettheorie": ökonomisch gestärktes Westdeutschland wird Ostdeutschland magisch anziehen und somit zur Wiedervereinigung führen.
Ausgangssituation der wirtschaftlichen Entwicklung der BRD - stagnierende westdeutsche Wirtschaft - Mangel an Lebensmitteln und Konsumgütern, galoppierende Lebenserhaltungskosten, rapide Preissteigerungen - bis März 1950: Lebensmittelrationierungen - 2 Millionen Arbeitslose, 12,2% (1950) → wachsende Kluft zwischen Durchschnitts- und Spitzeneinkommen
Gesetze zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der BRD Arbeitgeber/Arbeitnehmer: - Tarifautonomie, Tarifpartnerschaft Ziel: Ordnungsrahmen für partnerschaftliche Konfliktregulierung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern - Montanmitbestimmung (1951) → paritätische Besetzung des Aufsichtsrates - Betriebsverfassungsgesetz → Betriebsrat (1952), Mitwirkungsrechte der Arbeitnehmervertretung in personal- und sozialpolitischen Fragen Kriegsfolgen: - Bundesversorgungsgesetz - Lastenausgleichsgesetz → teilweiser Ausgleich der unterschiedlichen Kriegslasten verschiedener Bevölkerungsgruppen gegen Monopolisierung: - Kartellgesetz Subventionen: - Investitionshilfegesetz → bei Kohle und Stahl - vermögensbildende Maßnahmen Sozialleistungen: - dynamische Rente → Lohnfortzahlung im Krankheitsfall - Kindergeld
Das Prinzip der Sozialen Marktwirtschaft - Konzept geht auf Ludwig Erhard zurück - Staat soll in sozialer Verantwortung in wirtschaftliche Prozesse eingreifen, in den Grenzen einer marktkonformen Regelgeseztgebung → freie Preisbildung als regulierendes Prinzip, Sicherung eines fairen Wettbewerbs, Angebot/Nachfrage - Staat soll sich um wirtschaftlich Schwache kümmern ohne bevormundender Versorgungsstaat zu sein → Subsidaritätsprinzip - Zügelung der individuellen Profitinteressen zum Schutz des Gemeinwohles - Weg zwischen "laissez faire"-Kapitalismus und sozialistischer Planwirtschaft
Das Wirtschaftswunder - ab 1952: Durchbruch zum "selbsttragenden Wirtschaftswachstum" → bis Anfang der 1970er Jahre - USA und westeuropäische Demokratien hatten Produktionskapazitäten auf Herstellung von Rüstungsgütern eingestellt (Korea Krieg) → Angebotslücke - demontierte Industrie investierte massiv in moderne Produktionsanlagen - besonders viele Exporte im Maschinen- und Fahrzeugbau, elektrische und chemische Industrie - Binnenkonjunktur durch Nachholbedarf an Konsumgütern stimuliert - hohe Wachstumsraten, wachsende Sozialleistugen, sinkende Arbeitslosenquote - 1960: Verdopplung der Reallöhne und Verdreifachen des BIP - Strukturwandel: Erwerbstätige aus unterdurchschnittlich produktiven Bereichen wechselten in produktivere - nach wenigen Aufbaujahren waren 2/3 der Bundesbürger schuldenfrei - Umstieg von nur Konsumgütern auf frühere "Luxusartikel" (bald: Produkte des Massenkonsums)
negative Aspekte des Wirtschaftswunders - Tendenz zur Vermögenskonzentration → kein nennenswerter Umverteilungseffekt von Einkommen - politisches Desinteresse statt kritischer Auseinandersetzung nach gelungenem wirtschaftlichem Wiederaufbau - ausschließliche/in hohem Maße Konzentration auf Vorantreiben des Wirtschaftswachstums (zB konservative Gesellschaftsordnung → keine Änderung!) - Konsum als Mittel der Verdrängung 1. Fresswelle 2. Reisewelle → Übergang von Arbeits- zu Konsumgesellschaft nivellierte Mittelstandsgesellschaft → Annäherung/Angleichung es gesellschaftlichen Status von Arbeitgebern/Arbeitnehmern → "Wir sind wieder wer"
Entwicklung der DDR ab 1949 1949: - 7.10.1949: Gründung der DDR 1950: - Beitritt zum RGW (Comecon) - Gründung der Stasi (MfS) → Kontrollorgan, Symbol für Unterdrückung der Bevölkerung → Verbreitung von Angst, Misstrauen und Schrecken 1950-1953: sozialistischer Umbau → Kollektivierung der Landwirtschaft in LPGs → Vergesellschaftung der Industrie/Wirtschaft in VEBs → 5-Jahres-Pläne: Betonung der Schwer- und Montanindustrie, Vernachlässigung der Konsumgüterindustrie → schlechte Versorgungslage, stagnierender Lebensstandard 1953: -Frühjahr: weitere Erhöhung der Arbeitsnormen - 17. Juni: Arbeiteraufstand in der DDR → Erschütterung der Legitimation des Staates → Niederschlagung mit Hilfe der Sowjetunion (13.000 Verurteilungen und viele Todesstrafen) 1954: - Ende der Demontagen - Republikflucht wird Straftatbestand 1955: - Gründung des Warschauer Pakts mit der DDR - Gründung der NVA
Charakteristika der Volksdemokratie - Eine Form der Diktatur des Proletariats → Arbeiterstaat -antiimperialistische, antifaschistische und antifeudale Umwälzung - Errichtung einer revolutionärdemokratische Diktatur der Arbeiter und Bauern unter Führung der Arbeiterklasse → Übergang zum Aufbau des Sozialismus - Aufbau einer sozialistischen Gesellschaftsordnung als grundlegende Aufgabe des volksdemokratischen Staates - Gewalteneinheit - führende Rolle der Partei, weil führende Rolle der Arbeiterklasse
Die Sowjetisierung Osteuropas !PROZESS! 1. Sozialismus 2. Einparteienstaat 3. Überwachung und Terror (Stasi) 4. Planwirtschaft Satellitenstaaten bilden Gürtel zwischen Westdeutschland, Österreich und der Sowjetunion
Das Prinzip der Planwirtschaft - Abschaffung von Privateigentum an Produktionsmitteln → Überwindung der Klassengegensätze - Verhältnis von Produktion und Konsum wird über Plan und eine nach sozialen Kriterien gelenkte Preisbildung, bzw. der Subventionierung des Grundbedarfs geregelt → keine Konkurrenz, keine individuellen Profitinteressen - sowjetisches Wirtschaftsprogramm: Ausbau der Schwer- und Montanindustrie, wenig Produktion von Konsumgütern → Unterstützung des Arbeiterstaates, da Industrie wieder aufgabaut werden muss → Fokus auf Grundlagenindustrie durch nicht vorhandene Konkurrenz: Mengenplanung ("Tonnenideologie") → Qualität, Produktivität und Rentabilität zweitrangig → nur Erfüllung des Plans!
Ausgangssituation der wirtschaftlichen Entwicklung der DDR - keine Aufbauhilfen, stattdesse hohe Reparationszahlungen und Demontagen - Fehlen von Rohstoffen und Grundlagenindustrien - 1950: 30% der DDR-Gesamtproduktion in Hand von "Sowjetischen Aktiengesellschaften" (SAG) → Kontrolle von Schlüsselbereichen - mehrjährige Zwangsverpflichtung von von hochqualifizierten Fachkräften in die Sowjetunion → Fachkräftemangel - mit RGW-Beitritt: Einbindung in den vergleichweise rückständigen osteuropäischen Wirtschaftsraum - Lebensmittelrationierungen, Versorgungsengpässe
Juni Aufstand 1953 und Folgen - Frühjahr: weitere Erhöhung der Arbeitsnormen, da Plan nicht erfüllt wird -erste Arbeiterstreiks am 11./12. Juni 1953 - 17. Juni 1953: Ausbreitung von Streiks und Demonstrationen in die gesamte DDR → Rufe nach freien Wahlen, Rücktritt der Regierung, etc. - Volksaufstand wurde von sowjetischen Panzern niedergeschlagen → 16.000 Verhaftungen, weitere 13.000 Verurteilungen und viele Todesurteile - gewaltsames Vorgehen der Roten Armee rettete SED vor Sturz durch die Volksbewegung (keine Hilfe vom Westen!) → Abhängigkeit des SED-Regimes vom Schutz durch die Sowjetunion Folgen - SED erkannte Bedeutung der materiellen Grundversorgung der Bevölkerung für Politik → Preissenkungen, Drosselung der Schwerindustrie - verbesserter Lebensstandard → weniger Flüchtlinge - Spitzelwesen (Stasi) wurde ausgeweitet, Säuberung der SED → verschärfte Unterdrückung, Bespitzelung → Resignation
Gemeinsamkeiten in der Entwicklung von DDR und BRD Beiden Staaten (und zuvor beiden Besatzungszonen) wird das System der jeweiligen Besatzungsmacht auferlegt. Vom gleichen Ausgangspunkt aus machen die beiden deutschen Staaten also völlig verschiedene Entwicklungen auf allen Ebenen mit einigen Gemeinsamkeiten. Es herrscht konstant eine Konkurrenzsituation. GESELLSCHAFTLICH - Sozialismus vs. Kapitalismus - Beide wollen die Wiedervereinigung, jedoch unter eigenen Bedingungen → persönliche Bedeutung der deutschen Trennung - bei Beiden kein Befassen/Verarbeiten des Nationalsozialismus → in DDR: da System des Sozialismus: keine Gefahr für Wiederholung des Nationalismus (für sie: de facto entnazifiziert) POLITIK - Ostintegration vs. Westintegration (RGW/Marshallplan, Warschauer Pakt/NATO) → jeweils kompletter ideologischer Wandel WIRTSCHAFT - Planwirtschaft vs. soziale Martkwirtschaft
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