Flashcards
Was ist Übergewicht / Adipositas

Flashcards do conjunto (41)
- 1Was ist Übergewicht / AdipositasEine über das Normalmass hinausgehende Vermehrung des Körperfettes.
Sie geht einher mit einem erhöhten Risiko für Folgeerkrankungen
=> Zur Beurteilung sollte man sich nicht nach einem Schönheitsideal oder untergewichtigen Models richten - 2Gründe für Übergewicht / Adipositas- In Industrieländern sind LM immer und überall verfügbar, der Verlockung zu widerstehen fällt schwer
- Menschen haben sich bequeme & bewegungsarme Umwelt geschaffen, wo immer weniger Energie gebraucht wird
- Überschüssige Energie wird in Form von Fett gespeichert als Reserve für Hungerzeiten - 3Klassifikation von Übergewichtmittels BMI:
- Übergewicht (Prädipositas): 25 - 29.9
Risiko für Begleiterkrankungen: gering erhöht
- Adipositas I: 30-34.9
Risiko für Begleiterkrankungen: erhöht
- Adipositas II: 35 - 39.9
Risiko für Begleiterkrankungen: hoch
- Adipositas III: > 40
Risiko für Begleiterkrankungen: sehr hoch - 4Lebenserwartung & Gewicht- WHO-Klassifikation sieht keine altersabhängige Einteilung, allerdings gibt es Studien, die Vorteile im Gewichtsanstieg im Alter sehen
- höchste Lebenserwartung haben nicht schlanke Menschen mit Normalgewicht, sondern im Alter leicht Übergewichtige
- vermutl. Grund: üppigere Senioren können länger an ihren Reserven zerren, bei Krankheiten oder Appetitmangel - 5Empfohlenes Gewicht in Abhängikeit vom Alter

- 6Grenzen des BMI- Unterscheidung nicht möglich ob erhöhtes Körpergewicht durch zu viel Fettmasse oder vermehrte Muskelmasse
- Gut trainierte Sportler haben oft einen erhöhten BMI
- Feststellung am äusseren Erscheinungs-bild oder Messungen des Körperfettanteils - 7Körperfettverteilung- Ob Gesundheit gefährdet ist, nicht nur von Fettmenge abhängig, sondern auch von dessen Verteilung
- Fettgewebe am Bauch (Apfeltyp) gesundheitlich gefährlicher als das an Po, Hüfte und Oberschenkel (Birnentyp) - 8Apfeltyp stammbetonte Form- Körperfett v.a. am Bauch
- führt häufiger zu Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Arteriosklerose
- Grund: Bauchfett (viszerales Fett) bildet eine Vielzahl von entzündungsfördernden Substanzen, die den Stoffwechsel negativ beeinflussen
- Viszerales Fett sammelt sich hauptsächlich an den inneren Organen, wodurch deren Funktion beeinträchtigt werden kann - 9Birnentyp hüftbetonte Form- Fett v.a. unter der Haut (subkutan) am Po, Hüfte. Oberschenkeln
- dient als Energiespeicher und ist nur wenig stoffwechselaktiv - 10Taillenumfang- BMI sagt nicht, wo das Fett sitzt
- Zur Abschätzung des Gesundheitrisikos: Taillenumfang als 2. wichtiger Parameter
- Fettverteilungsmuster besonders bei BMI 25-30 wichtig. Ab 30 keine so grosse Bedeutung mehr
- Messung immer an der gleichen Stelle: In höhe des Bauchnabels - 11Definition / Bewertung Taillenumfang- Ab einem Taillenumfang von 88cm bei Frauen bzw. 102cm bei Männern liegt ein abdominales (bauchbetontes) Übergewicht vor
=> Männer: ab 94cm erhöht, ab 102cm deutlich erhöht
=> Frauen: ab 80cm erhöht, ab 88cm deutlich erhöht - 12Taille-Hüfte-Verhältnis (waist-to-hip-ratio)WHR = Taillenumfang (cm) : Hüftumfang (cm)
=> Bei Frauen: max. 0.85
=> Bei Männern: max. 1.0
Mass für Körperfettverteilung - 13Taille-Grösse-Verhältnis (waist to height-ratio)WHtR = Taillenumfang (cm) : Körpergrösse (cm)
=> unter 40Jährig: max. 0.5
=> über 50Jährige: max. 0.6
Messung der Körperfettverteilung,
Es wird berücksichtigt, dass mit steigender Körpergrösse auch der Taillenumfang zunimmt - 14KörperzusammensetzungFett + Fettfreie Masse (FFM)
- Fettfreie Masse ORGANISCH: Muskeln, Knochen, Weichteilgewebe
- Fettfreie Masse CHEMISCH: Wasser, Proteine, Mineralien
Körperfettanteil steigt mit zunehmendem Lebensalter - 15Ziel jeder GewichtsreduktionAlleinige Verringerung des Körperfettanteils
Körperfettanteil Normalgewichtige:
- Frauen: 20 - 30 %
- Männer: 10 - 20 %
Körperfettanteil Fettleibige:
- Frauen: > 35%
- Männer: > 25% - 16Methoden zur Erfassung des KörperfettgehaltesMessung der Körpergrösse, des Körpergewichtes und der Hautfaltendicke sowie die bioelektrische Impedanzenanlyse (BIA)
- 17Messung der Hautfaltendicke- Dicke der unter der Haut liegenden Fettschicht dient zur Beurteilung der Gesamtkörperfettmenge
- Mithilfe Kalipers (Fettzange)
- Messung an unterschiedlichen Stellen des Körpers (Schulterblatt, Bauch, Schenkel) - 18Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) Ablauf Messung- Eletkroden werden an Arm und Bein angelegt und der Körper einem schwachen Wechselstrom ausgesetzt
- Die verschiedenen Körpergewebe bauen unterschiedliche elektrische Widerstände auf, hierdurch lässt sich die Wassermenge bestimmen und die FFM abschätzen
- Durch Formlen kann der Körperfettanteil indirekt berechnet werden
- gesundheitl. unbedenklich, aber Vorsicht bei Herzschrittmachern - 19Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) Genauigkeit- indirektes Messprinzip, daher darf Genauigkeit nicht überschätzt werden
- Schwankungen im Wasserhaushalt können Wert verfälschen (Wassereinlagerungen, volle Blase, ...)
- Körperfettwaagen und -messgeräte für zuhause liefern keine zuverlässigen Ergebnisse, da Strom nur durch die untere Körperhälfte geleitet wird - 20Ursachen für Übergewicht- Erbliche Veranlagung
- Moderner Lebensstil
- Hunger und Sättigung
- Seelische Ursachen und Stress
- Schlafmangel
- Schwangerschaft
- Rauchen
- Körperliche Leiden
- Hormonelle Störungen
- Medikamente - 21Übergewicht: Erbliche Veranlagung- Körpergewicht wird zu etwa 50% durch erbliche Faktoren bedingt, die anderen 50% durch Lebensstil
- Trotz der erblichen Veranlagung entscheidet erst der Lebensstil, ob sich die Gene durchsetzen können ! - 22Übergewicht: Moderner Lebensstil- Essen wird jederzeit und überall angeboten
- Gesellschaft ist bequem und bewegt sich weniger
- Bewegungsmangel und Fehlernährung (häufiges Snacken, Fast Food, zuckerhaltige Drinks, Alkohol)
- Trend zu grösseren Portionen (XXL) - 23Übergewicht: Hunger und Sättigung- Über Nerven, Hormone & andere Botenstoffe erhält das Gehirn Rückmeldung aus unserem Körper
- Nach dem Essen werden im Verdauungstrakt verschiedene Hormone freigesetzt = "satt" / "hungrig"
- Auch Magendehnung wichtig, sie misst den Füllzustand des Magens
- selten Erberkrankungen: Störungen im Sättigungsgefühl führen zu exzessiver Nahrungsaufnahme - 24Übergewicht: Seelische Ursachen & Stress- Viele Menschen essen in seelisch belastenden Situationen mehr, da das kurzfristig Entspannung, Beruhigung & Befriedigung bringt
- Wenn man in Kindheit oft mit Süssem getröstet wird, wird beigebracht negative Gefühle durch Essen zu überwinden
- Finden Betroffene keine anderen Bewältigungsstrategien, wird das schnell zur Gewohnheit bis hin zur Sucht - 25Übergewicht: Schlafmangel- Zu wenig Schlaf erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass jmd übergewichtig wird
- Schlafmangel führt dazu, dass die Hormone Leptin & Ghrelin (beteiligt an Regulation von hunger & sättigung) werden verringert / vermehrt ausgeschüttet - 26Übergewicht: Schwangerschaft- oft Auslöser für bleibendes Gewichtsproblem
- Durch neue Lebenssituation gelingt es vielen nicht, achtsam mit sich umzugehen
- àrzte empfehlen Gewichtszunahme zu begrenzen, schützt auch das Kind später vor Übergewicht - 27Übergewicht: Rauchen- Aufgeben des Rauchens führt häufig zu Gewichtszunahme
- Durch Nikotinverzicht sinkt der Grundumsatz
- Viele Ex-Raucher kompensieren das Nichtrauchen mit Essen - 28Übergewicht: Körperliche LeidenBewegungsmangel durch andere körperliche Probleme (z.B. Hüftleiden) kann schnell zu Übergewicht führen
- 29Übergewicht: Hormonelle StörungenGewichtszunahme aufgrund von hormonellen Störungen sind meist Folge einer Schilddrüsenunterfunktion
- 30Übergewicht: Medikamente- Neuroleptika & Antidepressiva (bei psychischen Erkrankungen)
- Cortison ( bei Entzündungen, Rheuma, allergischen Erkrankungen)
- Insulinbehandlung (Diabetes)
- Betablocker (bei Bluthochdruck, Herzerkrankungen)
- Gestagene (Minipille). Die "normale" Pille hat keinen Einfluss - 31Übergewicht & Risiko für Folgeerkrankungen- Übergewicht begünstigt Entstehung vieler Krankheiten
- Risiko für Erkrankungen ist dabei umso höher, je stärker das Übergewicht
- besonders bei dominalen Adipositas
- Gesundheitsgefährdung verschärft sich durch weitere Risikofaktoren wie Rauchen & Stress
- Gesundheitsschäden entwickeln sich oft schleichend und bleiben lange unbemerkt - 32Mögliche Folgeerkrankungen durch Übergewicht- Stoffwechselerkrankungen
- Herz- und Gefässerkrankungen
- Verdauungsapparat
- Bewegungsapparat
- Krebs
- Schlafapnoe
- Komplikationen bei Schwangerschaft & Geburt - 33Stoffwechselerkrankungen durch Übergewicht- Erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechstörungen wie Hyperurikämie, Gicht
- 34Herz- & Gefässerkrankungen durch Übergewicht- besonders Auslöser für Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall
- auch Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Venenerkrankungen, Störungen der Blutgerinnung - 35Probleme im Verdauungsapparat durch Übergewichterhöhtes Risiko für Gallensteine und Fettleber (unabhängig von Alkohol)
- 36Probleme im Bewegungsapparat durch ÜbergewichtHohe Gewicht belastet die Gelenke:
- besonders Wirbelsäule (Rückenbeschwerden)
- Hüftgelenke, Knie- & Sprunggelenke
=> Beschleunigt Verschleiss (Arthrose) und führt vermehrt zu chronischen Schmerzen
=> erhöhtes Risiko f. Stürze, Verletzungen & körperl. Behinderungen - 37Krebs durch ÜbergewichtÜbergewicht begünstigt verschiedene Krebserkrankungen z.B. Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Prostatakrebs, Nierenzell-, Speisenröhren- und Gallenblasenkrebs
- 38Schlafapnoe durch Übergewichtwiederkehrende kurzzeitige Atemstillstände während des Schlafs, wodurch der Schlaf extrem gestört ist
=> Hochgradig Adipöse sind überdurchschnittl. häufig betroffen - 39Verminderte Fruchtbarkteit durch Übergewicht- Übergewicht führt sowohl bei Männer als auch Frauen zu verminderter Fruchtbarkeit (Fertilität)
- Bei adipösen Schwangeren besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Schwangerschaftdiabetes und anderer Komplikationen
- häufig Früh- & Fehlgeburten - 40Psychosoziale Konsequenzen durch Übergewicht- in der Gesellschaft werden Übergewichtige oft diskriminiert
- Sie gelten als faul, willensschwach, undiszipliniert & werden selbst dafür verantwortl. gemacht, dass sie zu dick sind
- dabei spielen Erbanlagen & Erziehung grosse Rolle bei Übergewicht
- Sie werden in Schubladen geschoben auch in den Medien
- Oft Barriere für den Erfolg
- das alles führt zu Verlust von Selbstvertrauen, erhöhte Anfälligkeit für depressive Störungen und Minderwertigkeitsgefühlen - 41Teufelskreis Übergewichtigkeit durch Stigmatisierung

Informações
- Descrição
- ENBH10 Ernährung und Prävention Teil 4; Was ist Übergewicht / Adipositas
- Criado por
- Rebecca S.
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