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Flashcards

5. Entwicklungspsychologie: Kognitive Entwicklung

arne.doebler Entwicklungspsychologie Bachelor Alemão 53 flashcards

Flashcards do conjunto (53)

  1. 1Kognitive Entwicklung nach Piaget: Untersuchungsmethodedie klinische Methode
    Beobachtung von Kindern in möglichst alltagsnahen Situationen
    Befragung des Kindes (über seine Lösung)
  2. 2Kognitive Entwicklung nach Piaget: Erweiterung kognitiver Fähigkeiten über ...Assimilation:
    Einpassung des Neuen in vorhandene kognitive Schemata
    Akkommodation:
    Anpassung eigener kognitiver Schemata an das Neue
  3. 3Grundprinzip der Entwicklung: Äquilibration= Bedürfnis (und Zustand) nach Gleichgewicht und Widerspruchsfreiheit zwischen:
    (1) Gedankeninhalten, (2) kognitiven Prozessen, (3) Kind und Umwelt,
    (4) Beharrung und Veränderung
  4. 4Grundprinzip der Entwicklung: Ungleichgewicht= ausgelöst durch fehlgeschlagene Assimilationsversuche & Widersprüche
    führt zu:
    Entwicklung von Kindern
    in selbstständiger,
    selbst konstruierender und
    aktiver Auseinandersetzung
    mit physischer und sozialer Umwelt
  5. 5Stadium der sensumotorischen Intelligenz (nach Piaget)ca. 0 - 2
    1. anfangs noch keine Subjekt-Objekt-Differenzierung
    2. Reflexverhalten bis Zweck-Mittel-Handlungen
    3. Erwerben von Objektpermanenz
    4. Kreisreaktionen
    Stadium ist vorintellektuell:
    ➔ es wird nicht nach Erkenntnis, Ordnung und Erklärung als solche gesucht
  6. 6Stadium des präoperativen Denkens (nach Piaget)ca. 2 - 6
    1. kognitiver Egozentrismus und intuitives Denken
    2. noch keine Perspektivenübernahme oder Empathie
    3. kein Erkennen von Widersprüchen im eigenen Denken
    4. Denkoperationen noch irreversibel
    5. keine Induktion
    (vom Einzelnen zum Allgemeinen)
    6. keine Deduktion
    (vom Allgemeinen zum Einzelnen)
    7. Transduktion vom Einzelnen zum Einzelnen
    8. inkohärent-beziehungsloses Denken
    9. naiver Realismus
    10. sich entwickelnder Zahlbegriff
    11. kein Operieren mit komplexen Relationen
    12. zentriertes Denken
    13. Animismus/Intentionalismus
    14. Artifizialismus
    15. Finalismus
  7. 7Animismus/IntentionalismusNichtmenschlichem wird Bewusstsein und Intention zugesprochen
  8. 8ArtifizialismusAlles in der Welt ist von menschlichen oder göttlichen Wesen geschaffen, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen
    Vermischung von Naturgesetzen und ethischen Regeln
  9. 9FinalismusGeschehnisse der Welt sind gemacht und erfüllen einen Zweck
  10. 10Naiver RealismusWas ich erlebe ist wahr
    (auch das Geträumte)
    Oft verbunden mit Projektionen und
    Innen-Außen-Konfusionen
  11. 11Stadium des konkret-operativen Denkens (nach Piaget)ca. 7 - 11
    1. Erhaltung bestimmter Eigenschaften trotz Transformationen
    2. anschauungsgebundenes und handlungsgebundenes Denken
    3. Beginn hierarchischer Klassenbildungen (Begriffsbildung)
    4. Teil-Ganzes-Relationen am konkreten Objekt
    5. Reihenfolgenbildung nach
    einer oder zwei Dimensionen
    6. Zahlenverständnis
    7. Perspektive
    8. Reversibilität (Beweglichkeit, Umkehrbarkeit)
  12. 12Stadium des formaloperativen oder formallogischen Denkens (nach Piaget)ab ca. 11 - 12 in westlich-modernen Stichproben
    1. hypothetisches, theoretisch-logisches Denken
    2. formales Schließen
    3. Syllogismen
    4. Seriation
    5. Substitution
    6. Äquivalenz
    7. Denken mit kontrafaktischen Idealen/Idealzuständen
    8. Reflexion und Metareflexion
    9. Dezentriertheit
    10. Verwendung von logischen Regeln
    11. Entkopllung des Denkens von Wahrnehmung
  13. 13Vierstufiges Phasenmodell kognitiver Entwicklung im Kindes- und Jugendalter (nach Piaget)1. Stadium der sensumotorischen Intelligenz
    2. Stadium des präoperativen Denkens
    3. Stadium des konkret-operativen Denkens
    4. Stadium des formallogischen/formaloperativen Denkens
  14. 14Piagets Entwicklungsmodell und psychometrische IntelligenzPiaget-Aufgaben unterscheiden sich bedeutsam von konventionellen Intelligenztestaufgaben (bspw. Umschüttversuche)
    psychometrisches Intelligenzkonzept:
    1. intra- und interindividuell, prinzipiell nicht kategorial
    2. es gibt ein mehr und ein weniger
    3. aber nicht verschiedene qualitative Stufen wie bei Piaget
    Ausprägung in Piaget-Fähigkeiten ähnelt der in der psychometrisch bestimmten allgemeiner Intelligenz
  15. 15Kritik an Piagets Entwicklungsmodell1. methodisch:
    keine genaue Dokumentation der Untersuchung
    2. Stadien weniger einheitlich als von Piaget angenommen, manches früher, manches später, Performanz aber auch abhängig von der Art der Einbettung (Kontext) der Aufgaben
    3. Altersstufen sind kulturell, schulisch und von der elterlichen Bildung abhängig; Aber: Reihenfolge immer invariant!
    4. höchstes und zweithöchstes kognitives Entwicklungsstadium werden nicht von jedem erreicht
    5. große Unterschiede je nach Kultur und Bildung
    6. Relevanz von
    Umwelt, Schule, Bildung und Lernen
    sei nicht beachtet
    7. Entwicklung nach Piagets Entwicklungsstadien ähnelt Entwicklung allgemeiner Intelligenz
    8. Immer Wunsch nach Äquilibration/Widerspruchsfreiheit?
    Widersprüche müssen erkannt werden
    9. Keine Untersuchung des Denkens und der logischen Fehler von Erwachsenen
    10. Oft Vorwurf:
    habe sich nicht ausreichend mit Sozialem beschäftigt
    11. Säuglinge und kleine Kinder kompetenter als von Piaget beobachtet
  16. 16Intelligenz:kognitive Fähigkeiten: Vielzahl unterschiedlicher personenbezogener Kompetenzen
    notwendig zur erfolgreichen Bearbeitung mental herausfordernder Aufgaben, etwa Problemlöseaufgaben oder Alltagsprobleme
    kognitive Fähigkeiten wichtig für erfolgreiches Lernen
    Erziehung und Schule fördern kognitive Fähigkeiten
    kognitive Fähigkeiten sind
    individuell und gesellschaftlich variable Größe
    kognitive Fähigkeiten sind personenbezogen, werden als in der Person liegendes individuelles Potential aufgefasst
    kognitive Fähigkeiten sind Fähigkeiten,
    NICHT Motivationen, Einstellungen oder Charakterzüge
    (Intelligenz) kognitive Fähigkeiten Voraussetzung für gelingende Denkleistungen, NICHT physische
    Unterscheidung:
    basale kognitive Fähigkeiten
    vs. komplexe kognitve Fähiggkeiten
    vs. hochkomplexe, performanznahe kognitive Fähigkeiten
  17. 17Intelligenz: basale / komplexe / hochkomplexe, performanznahe kognitive Fähigkeiten1. basale:
    Informationsverarbeitungs-geschwindigkeit,
    Konzentrationsfähigkeit,
    Arbeitsgedächtniskapazität
    2. komplexe:
    Intelligenz,
    Einfallsreichtum (Kreativität)
    Gedächtnis
    3. hochkomplexe:
    Problemlösen
    4. hochkomplexe performanznahe:
    Schulfähigkeiten
    Berufsfähigkeiten
  18. 18(kognitive) Intelligenz: Definition, Teilbereiche1. denkgestützes Lösen neuer Aufgaben und Probleme (neue Situationen die nicht allein durch Wissensabruf erfolgreich bearbeitbar sind)
    2. schlussfolgerndes Denken
    (induktiv und deduktiv-logisch)
    3. Abstraktion
    4. Verständnis und Einsicht (Erkennen und Herstellen von Struktur und Bedeutung)
    Intelligenz = Denkvermögen auf mittlerem Komplexitätniveau
  19. 19Schlussfolgerndes Denken: induktives Denken & deduktives Denken1. Induktion:
    Regelfindung, Schlussfolgerung von vielen Einzelbeobachtungen auf ein Gesetz
    2. Deduktion:
    Regelanwendung, Wahrheitsübetragung,
    Konklusion aus Prämissen, gemäß bestimmter Schlussregeln sind Schlüsse eindeutig wahr oder falsch,
    sind Prämissen wahr, so sind auch Konklusionen wahr
    (z.B. Syllogismen)
  20. 20Syllogismus: Beispiel für richtige und falsche KonklusionAlle menschen sind sterblich
    Sokrates ist ein Mensch
    -----------------------------------------------------------Sokrates ist sterblich (richtig)
    Alle Menschen haben Ohren
    Peter hat Ohren
    -----------------------------------------------------------Peter ist ein Mensch (falsch!)
  21. 21VerständnisVerstehen und Begreifen, Erfassen von Sinn, Zweck und Bedeutung
    die Erkenntnis von Zusammenhängen, Gründen und Ursachen
    baut auf dem Schlussfolgern auf:
    aus verschiedenen Informationen müssen relevante ausgewählt,
    mit bisherigem Wissen verknüpft und aus Beobachtungen und Zusammenhängen koheränte Strukturen aufgebaut werden
    eng mit Lernen und Lernprozessen,
    der Fähigkeit Wissen zu erwerben, zu generieren und sinnvoll zu verknüfen verbunden
  22. 22Einsichtunmittelbares Verstehen eines Sinn- oder Kausalzusammenhanges betont
    durch Umstrukturierung beim Denken und Veränderung überkommener Denkschemata wird nach einer Überlegungsphase plötzlich die Lösung gefunden (Aha- oder Heureka-Erlebnis)
  23. 23AbstraktionVerallgemeinerung, Begriffsbildung
    (Beispiel: Apfel und Birne sind Obst ...)
  24. 24Begabungenmanifesten Leistungen zufrunde liegende, nicht direkt erkennbare individuelle Potentiale
    schlagen sich durch
    Üben oder Anregungen der Lernumwelt in entsprechenden und beobachtbaren Leistungen in Schule, Alltag und Beruf nieder
    Begabungsbegriff schließt Veränderbarkeit menschlichen Verhaltens nicht aus, Begabung als solche aber als stabil konzeptualisiert
  25. 25Fähigkeitenpersonenbezogen,
    werden als individuelles Potential verstanden
    in ihrer Genese sowohl von personeninternen als auch von personenexternen Bedingungen abhängig
    als variabler aufgefasst als Begabungen
  26. 26Reifungstheorienkonzeptualisieren Intelligenz als stark biologisch geprägte Fähigkeit
    solche kognitiven Fähigkeiten, die nah an basalen kognitiven Fähigkeiten liegen untersucht
    synaptische Verbindungen VERZEHNFACHEN sich bis
    Ende 2. Lebensjahr
    synaptische Dichte nimmt zu
    Myelin-Schicht um Axone der Neuronen bildet sich bis zur Adoleszenz,
    Konsequenz: Erwachsene leiten neuronale Impulse vier- bis fünfmal schneller zwischen Hemisphären weiter
  27. 27Lerntheorienfassen Intelligenz als durch Umwelt geformte Fähigkeit auf, untersuchen eher wissensnahe kognitive Fähigkeiten
    Erwerb von Wissen wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger für die kognitive Entwicklung
  28. 28fluide Intelligenznahe an basalen kognitiven Fähigkeiten
    (insbesondere Arbeitsgedächtniskapazität)
    beschreibt inhaltsreduziertes, kulturfernes, allgemeines Schlussfolgern
  29. 29kristalline Intelligenzbeinhaltet kultur-, wissens- und schulgebundenes inhaltsdifferenziertes Wissen und Denken
  30. 30SpracheDenken an Sprache gebunden:
    ohne Sprache kein formales und abstraktes Denken (Stufe IV Piaget)
    Mathematik lässt sich als eine Form von Sprache auffassen: ohne Zahlbegriff kein Rechnen über 5
    kognitive und Sprachliche Entwicklung gehen Hand in Hand
  31. 31Sprache & Denken: drei unterschiedliche Hypothesen1. Jean Piaget:
    Denken geht Sprache voraus und kognitive Entwicklung ist Voraussetzung für sprachliche Entwicklung
    2. Lev Vygotskij:
    Denken und Sprechen entwickeln sich in Wechselwirkung
    3. Sprache beeinflusst das Denken
    Wilhelm von Humboldt, Sapir-Whorf:
    Sprache determiniert Denken, (linguistische Relativität)
  32. 32Komponenten der Sprache: suprasegmentale KomponenteFunktion, Erläuterung:
    1. Intonationskontur
    2. Betonung
    3. rhytmische Gliederung
    (Pausen, Dehnung)
    4. Sprachmelodie
    erwobenes Wissen:
    prosodische Kompetenz
  33. 33Komponenten der Sprache: Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexikon, SemantikFunktion, Erläuterung:
    1. Organisation von Sprachlauten
    2. Wortbildung
    (Zusammensetzung, Flexion)
    3. Satzbildung
    3. Satzbau
    4. Wortbedeutung
    (Wortsemantik)
    5. Satzbedeutung
    erworbenes Wissen:
    linguistische Kompetenz
  34. 34Komponenten der Sprache: Sprechakte, DiskursFunktion, Erläuterung:
    1. sprachliches Handeln
    2. Kohärenz der Konversation
    3. Sprache als Kommunikation
    erworbenes Wissen:
    pragmatische Kompetenz, Verständigungsfähigkeit,
    Kommunikationsfähigkeit
  35. 35Sprache: Phonem, Graphem, MorphemPhonem:
    kleinste bedeutungsunterscheidende, aber nicht selbst bedeutungstragende sprachliche Einheit
    (B vs. P in Bein und Pein)
    Graphem:
    kleinstes bedeutungssprachliches Symbol (Buchstaben), das ein oder mehrere Phoneme wiedergibt
    (i: Stil, still, Stihl, Stiel)
    Morphem:
    kleinste bedeutungstragende Gestalteinheit der Sprache (gut, aus)
  36. 36Sprache: Phonemkleinste bedeutungsunterscheidende, aber nicht selbst bedeutungstragende sprachliche Einheit
    (B vs. P in Bein und Pein)
  37. 37Sprache: Graphemkleinstes bedeutungssprachliches Symbol (Buchstaben), das ein oder mehrere Phoneme wiedergibt
    (i: Stil, still, Stihl, Stiel)
  38. 38Sprache: Morphemkleinste bedeutungstragende Gestalteinheit der Sprache (gut, aus)
  39. 39Flexion1. Deklination nach ...
    Genus (Geschlecht)
    Numerus
    Kasus (Fall)
    2. Konjugation nach ...
    Person
    Numerus
    Tempus
    Modus (Indikativ, Konjunktiv, Imperativ)
    Genus Verbi (Aktiv, Passiv)
    3. Komparation:
    Positiv / Komparativ / Superlativ
  40. 40SpracherwerbSpracherwerb des Kindes im Vorschulalter nebenbei und beläufig,
    NICHT explizit und bewusst
    Kind hört Erwachsenen zu und
    ahmt deren Sprache in all ihren Aspekten nach
    dieses Lernen scheint an universale, angeborene Sprachpräformationen gebunden (Chomsky, Lenneberg)
  41. 41RegelllernenAssoziativ richtig werden Regeln übernommen
    ➔ Übergeneralisieren einer entdeckten Regel ("Ich habe aufgegeßt")
    ➔ Regelwissen ist sehr stark
    ➔ Korrekturen werden kurz übernommen ca. eine Minute später Regeln wieder übergeneralisiert
    Anwendung der Regel und ihrer Ausnahmen
  42. 42Grundannahmen zum Spracherwerb1. Sprache ist humanspezifisch und
    hat biologische Basis
    2. Kind ist für Spracherwerbsprozess vorbereitet: bestimmte Fehler werden nicht gemacht, andere besonders häufig
    3. Ohne Anregungen aus Umwelt
    kein Spracherwerb
    4. Optimum: Passung zwischen Voraussetzungen des Kindes und äußeren Angeboten
  43. 43Referentielle Kommunikationskompetenzman weiß und berücksichtigt im Gespräch, was der andere weiß oder noch nicht weiß
    Sprecher berücksichtigen Rückmeldungen des Zuhörers, die anzeigen, ob dieser etwas verstanden hat oder nicht
    dafür notwendig: kognitiver Perspektivenwechsel/Rollenübernahme
    (Piaget)
  44. 44Wichtige Phasen in der Sprachentwicklung des Kleinkindes1. Gurren:
    ab 6 - 8 Wochen
    2. Lachen und Lautbildung:
    2. bis 4. Lebensmonat
    3. Lallstadium:
    ab 6. bis 9. Monat
    (Reduplikation von Silben, dada, baba)
    4. Erste Wörter:
    ab 10. bis 14. Monat
    5. 50-Wörter-Marke:
    um den 18. Monat, ab jetzt schnell neue Wörter lernen, bald um die 200 Wörter (22. bis 24. Monat)
    6. korrektes Verständnis von Passivsätzen:
    erst ab Schulzeit
  45. 45Schritte der lexikalischen Entwicklung1. Erste Wörter:
    ➔ Übergeneralisierungen
    (alles was vier Beine hat Wauwau) und
    ➔ Überdiskriminierungen
    (nur der eigene Hund Wauwau)
    2. Schneller Worterwerb für Objekte und Eigenschaften, durch
    meist beiläufiges (inzidentelles) Lernen
    ➔ Lernen an Vorannahmen gebunden:
    Ganzheits- und Taxonomieannahmen
    (Bezeichnungen beziehen sich auf ganzen Gegenstand, nicht auf einen Teil)
    3. schneller Erwerb von Verben
  46. 46Satzbau1. Einwortsätze
    2. Zwei- und Dreiwortsätze:
    ➔ Regeln der Wortkombination notwendig!
    2.1 Subjekt Prädikat
    2.2 telegraphische Sprache: Auslassung von Artikeln, Hilfsverben, Konjunktionen, Präpositionen, Flexionsendungen
  47. 47Ammensprache (Babytalk)bis ca. 12 Monate
    1. hohe Tonlage
    2. Übertreibung der Satzmelodie und Intonation
    3. Pausen, Wiederholungen
    4. Diminutive
    5. deutliches Sprechen
    6. kurze Sätze
    7. unkomplizierter Satzbau
    Funktion:
    Spracherkennung,
    Prosodie (Satzmelodie),
    Phonologie (Laute lernen)
  48. 48Stützende Sprache (Scaffolding)zweites Lebensjahr
    1. Dialog
    2. gemeinsamer Aufmerksamkeitsfokus
    3. Wortlernen
    Ziel:
    Wortschatz,
    Bedeutung von Wörter
  49. 49Sprache mit Kleinkind (Mutterisch/motherese)24 - 27 Monate
    1. Zeigen, Fragen
    2. Wiederholungen
    3. deutliches Sprechen
    4. kurze Sätze
    5. unkomplizierter Satzbau
    6. Benutzung häufiger/bekannter Wörter
    7. modellierende Sprachlernstrategien
    8. Anregung durch Fragen
    Ziel:
    Wortschatz,
    Satzbau
  50. 50Sprache der Erwachsenen mit dem Kinde1. Ammensprache (Babytalk)
    2. Stützende Sprache (Scaffolding)
    3. Sprache mit Kleinkind (Mutterisch/motherese)
  51. 51Sprachentwicklung nach Hart und Risleydreijährige Kinder blicken bereits auf
    extrem unterschiedliche familiäre Bildungsbiographien zurück:
    aus Familien mit gebildeten Eltern:
    ➔ 30 Millionen Wörter gehört
    aus Arbeiterfamilien:
    ➔ 20 Millionen Wörter
    aus Sozialhilfefamilien:
    ➔ nur 10 Millionen Wörter
  52. 52Sprachentwicklung nach Hart und Risley: Andere Aspekte (kommen zur unterschiedlichen Menge an Sprache hinzu)1. Wortverschiedenheit
    2. grammatische Komplexität
    (z.B. Satzlänge, verschiedene Zeiten)
    3. Argumentation
    4. Kohärenz der sozialen Interaktion
    5. Kohärenz zwischen Sprechen und Handeln
    6. inhaltliche Kohärenz und Richtigkeit
    7. Freundlichkeit
    8. Inhalte der Sprache
    9. Rückmeldungen
    10. Ermutigungen
    11. Erziehungsstile
    12. Bücherzahl
    13. Art des Fernsehkonsums
    (Sesamstraße vs. Unterhaltungsserien)
    14. Art des Freizeitverhaltens
    (Zoo vs. Unterhaltungsfernsehen)
  53. 53Determinanten und Konsequenzen der kognitiven Entwicklung1. Gene
    2. Exogamie
    3. Ernährung
    4. Gesundheit
    5. Erziehung ➔ autoritativer Erziehungsstil
    6. Bildung, Intelligenz und verbale Kompetenz der Eltern
    7. Bildung:
    ➔ Inhalte
    ➔ Umfang
    ➔ Qualität
    8. kognitive Anforderungen des Arbeitslebens und Alltags
    9. makrosoziale Hintergrundfaktoren

Informações

Descrição
Bachelor Entwicklungspsychologie FlashCards sobre 5. Entwicklungspsychologie: Kognitive Entwicklung, criado por arne.doebler em 07-02-2016.
Criado por
arne.doebler
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