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Grundlagen sozialwissenschaftlicher Denkweisen

Manfred Grasl 46 questions

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Questions in this quiz (46)

  1. 1Welche 4 Ordnungsschemata des Fremden unterscheidet Ortfried Schäfter?
    1. AFremdheit als Resonanzboden des Eigenen (Ordnungen transzendenter Ganzheit)
    2. BFremdheit als Gegenbild des Eigenen (Ordnungen perfekter Vollkommenheit)
    3. CFremdheit als Chance zur Ergänzung des Eigenen (Ordnungskonzepte dynamischer Selbstveränderung)
    4. DFremdheitserfahrung als Komplementarität (Konzeption komplementärer, wechselseitig ergänzender Ordnung)
    5. EFremdheit als Resonanzboden des Eigenen (Ebenen transzendenter Ganzheit)
    6. FFremdheit als Gegenbild des Eigenen (Ordnungen vollkommener Perfektheit)
    7. GFremdheit als Chance zur Ergänzung des Eigenen (Ordnungskonzepte dynamischer Selbstverwirklichung)
    8. HFremdheitserfahrung als Komplementarität (Konzeption komplementärer, einseitig ergänzender Ordnung)
  2. 2Fremdheit als Resonanzboden des Eigenen? (nach Schäfter)
    1. AMan entwickelt Eigenheit, indem man sich vom Ursprünglichen (wird als Außenseite entfremdet) abgrenzt
    2. BVergangenheit „primitiver“ Sozialstrukturen führt zu Evolutionismus
    3. CFremdheit = von mir unterschiedlich, aber von der gleichen Quelle stammend
    4. DPrinzipiell Resonanz für das Innen- und Außenverhältnis: Fremdheit lässt sich über Empathie,
      Solidarität etc. verstehen
    5. EFremdheitserfahrung als:
      - Faszination an der Verbundenheit und dem eigenen Ursprung
      - Bedrohung der eigenen Identität
    6. FFremdheitserfahrung als:
      - Faszination an der Verbundenheit und dem eigenen Ursprung
      - Bedrohung der fremden Identität
    7. GFremdheit = von mir gleich, aber von der unterschiedlichen Quelle stammend
    8. HVergangenheit „primitiver“ Sozialstrukturen führt zu Individualismus
    9. IMan entwickelt Eigenheit, indem man sich vom Ursprünglichen (wird als Innenseite entfremdet) abgrenzt
  3. 3Fremdheit als Gegenbild des Eigenen? (nach Schäfter)
    1. AFremdheit hat den Charakter der Negation der Eigenheit
    2. BKlare Grenze zwischen dem Eigenen und dem Fremden – Fremdes als Ausgegrenztes
    3. CKontrastfunktion – verstärkt Identität des Eigenen
    4. DVerlangen nach Eindeutigkeit und Abgrenzung des anderen
    5. EFremdes kann auch begehrenswert werden, weil es dem Eigenen an Neuheit und Vielfalt fehlt
    6. FFremdheitserfahrung als:
      - Positive Alternative der reduzierten Eigenheit
      - Bedrohung der eigenen Identität
    7. GFremdheitserfahrung als:
      - Positive Alternative der erhöhten Eigenheit
      - Bedrohung der eigenen Identität
    8. HFremdes kann auch begehrenswert werden, weil es dem Eigenen an Neuheit und zugleich Altbewährtem fehlt
    9. IVerlangen nach Eindeutigkeit und Abgrenzung von einem selbst
    10. JKontrastfunktion – verstärkt Identität des Fremden
  4. 4Fremdheit als Chance zur Ergänzung des Eigenen? (Nach Schäfter)
    1. AFremderfahrung als Selbsterfahrung und ein Wechselspiel zwischen Angleichung und Aneignung
    2. BFaszination kann zur Bedrohung umschlagen
    3. CSelbstveränderung hat Potenzial der Bereicherung oder der Überforderung
    4. DMan erkennt im Fremden neue Möglichkeiten/Chancen zur Vervollständigung des Eigenen und das räumliche Fremde wird zum Lernumfeld
    5. EOrdnungsmuster beruht auf Prozess der Verinnerlichung des Äußeren und Entäußerung des Inneren
    6. FProbleme:
      Faszination am Fremden hängt von Entwicklungsgeschwindigkeit und dem Entwicklungsstand des Sinnsystemes ab.
      Menschen haben nur begrenzte Verarbeitungskapazität für Neues und Ungewohntes.
    7. GProbleme:
      Faszination am Fremden hängt von Entwicklungsgeschwindigkeit und dem Entwicklungsstand des Sinistersystemes ab.
    8. HOrdnungsmuster beruht auf Prozess der Verinnerlichung des Inneren und Entäußerung des Äußeren
    9. IMan erkennt im Fremden neue Möglichkeiten/Chancen zur Vervollständigung des Fremden und das räumliche Eigene wird zum Lernumfeld
    10. JSelbstveränderung hat Potenzial der Bereicherung und der Überforderung
  5. 5Fremdheitserfahrung als Komplementarität? (nach Schäfter)
    1. AOrdnungsstrukturen beruhen auf einer wechselseitigen Fremdheit
    2. BWelt = Realität aus vielen autonomen Einzelteilen
    3. CPraktischer Ausgangspunkt = Bei wirklich Fremdartigen wird mit „Nicht-Verstehbarkeit“ reagiert
    4. DMan lässt das Fremde so sein wie es ist
    5. EEigenständiges und Fremdes rufen sich in ständigem Kontakt wechselseitig hervor
    6. FFremdheitserfahrung als:
      - Beschreibung jeder Fixierung die sich zwischen Ich und Umwelt neu konstituiert
    7. GOrdnungsstrukturen beruhen auf einer einseitigen Fremdheit
    8. HUniversum = Realität aus vielen autonomen Einzelteilen
    9. IPraktischer Ausgangspunkt = Bei wirklich Fremdartigen wird mit „Missachtung“ reagiert
    10. JEigenständiges und Fremdes leben still nebeneinander her
  6. 6Deutungsmuster (MODI) des Fremdlebens?
    1. ADas Fremde als das Auswertige: Räumliche Trennungslinie bedroht das Innere, die Heimat und die
      Einheitssphäre
    2. BDas Fremde als das Fremdartige: Anomalität; unpassend im Gegensatz zum Normalen des eigenen
      Sinnbezirks
    3. CDas Fremde als das Unbekannte: Impliziert Möglichkeit des Kennenlernens/gegenseitigen Vertrautmachens
    4. DDas Fremde als Unerkennbare: Für den eigenen Sinnbezirk nicht erfassbares, nicht erfahrbares – oft
      auch unterbewusstes
    5. EDas Fremde als das Unheimliche: Grenze zwischen Innen und Außen verschwindet – Heimisches wird zu Unheimlichen
    6. FDas Fremde als das Unheimliche: Grenze zwischen Innen oder Außen verschwindet – Heimisches wird zu Unheimlichen
    7. GDas Fremde als Unerkennbare: Für den eigenen Sinnbezirk nicht erfassbares, nicht erfahrbares – nicht aber unterbewusstes
    8. HDas Fremde als das Unbekannte: Kündigt die Möglichkeit des Kennenlernens/gegenseitigen Vertrautmachens an
    9. IDas Fremde als das Fremdartige: Abnormalität; unpassend im Gegensatz zum Normalen des eigenen
      Sinnbezirks
    10. JDas Fremde als das Auswertige: Räumliche Trennungslinie bedroht das Äußere, die Heimat und die
      Einheitssphäre
  7. 7Welche Grundlegenden Überzeugungen finden sich in Schäfters Text „MODI des Fremdlebens“ in Bezug auf das Phänomen Fremdheit?
    1. AUntersucht inhaltliche Erscheinungsformen von Fremderleben hinsichtlich ihrer strukturierten Voraussetzungen
    2. BAusgangspunkt = Spannungsverhältnis zwischen personaler, sozialer und kultureller Identität und
      dem von ihm Abgegrenzten (psychisch Verdrängtes, räumlich Fremdes etc.)
    3. CFremdheit als Beziehungsverhältnis, dass sich durch Nähe (Globalisierung) intensiviert
    4. DEigenheit und Fremdheit rufen sich im gegenseitigen Kontakt hervor
    5. EMehrheit und Fremdheit rufen sich im gegenseitigen Kontakt hervor
    6. FFremdheit als Beziehungsverhältnis, dass sich durch Entfernung (Globalisierung) intensiviert
    7. GAusgangspunkt = Spannungsverhältnis zwischen personaler, sozialer und kultureller Identität oder dem von ihm Abgegrenzten (psychisch Verdrängtes, räumlich Fremdes etc.)
    8. HUntersucht inhaltliche Erscheinungsformen von Fremderleben hinsichtlich ihrer objektivierten Voraussetzungen
  8. 8Wieso lässt sich laut Schäfter eine derartige Haltung dem Fremden gegenüber in der gegenwärtigen globalen Situation nicht mehr aufrechterhalten?
    1. AGlobalisierung: Fremdes kommt in den eigenen Bereich
    2. BFremdheit wird nicht mehr durch räumliche Distanz begrenzt
    3. CVerhältnis wird durch Nähe (kann auch in Bezug auf Zeit beschrieben werden) intensiviert
    4. DDas Fremde des Anderen wird durch die eigene Identität hervorgerufen
    5. EFremderleben lässt sich auf Ordnungsschemata zurückführen:
      - Fremdheit als Resonanzboden
      - Negation von Eigenheit
      - Ergänzung und Komplementarität
    6. FFremderleben lässt sich auf Ordnungsschemata zurückführen:
      - Fremdheit als Resonanzboden
      - Ergänzung und Komplimentarität
    7. GDas Fremde des Eigenen wird durch die andere Identität hervorgerufen
    8. HVerhältnis wird durch Nähe (kann auch in Bezug auf Raum beschrieben werden) intensiviert
    9. IFremdheit wird nicht mehr durch zeitiche Distanz begrenzt
    10. JGlobalisierung: Eigenes kommt in den fremden Bereich
  9. 9Kapitaltheorie Bourdieus?
    1. AKritik am wirtschaftsorientierten Kapitalbegriff, Reduziert gesellschaftlichen Austausch auf Warentausch und Profitmaximierung , Bildet Umsetzung für Handlungen
    2. BAllgemeine ökonomische Praxiswissenschaft müsste Kapital und Profit in allen Erscheinungsformen erfassen und Gesetze bestimmen, nach denen verschiedene Arten von Kapital transformiert werden können
    3. CKapital = akkumulierte Arbeit (materiell oder inkorporiert)
    4. DBesitz von Kapital legt fest, welche Position ein Akteur innerhalb des Feldes hat - Bildet Voraussetzung für Handlung
    5. EGesellschaftliche Struktur = Verteilungsstruktur des Kapitals innerhalb eines Feldes
    6. FGesellschaftliche Struktur = Verteilungsstruktur des Kapitals innerhalb eines Landes
    7. GBesitz von Kapital legt fest, welche Position ein Akteur innerhalb des Feldes hat - Bildet Voraussetzung für Kapital
    8. HKapital = akkumulierte Arbeit (materiell oder kapitalistisch)
    9. IAllgemeine ökologische Praxiswissenschaft müsste Kapital und Profit in allen Erscheinungsformen erfassen.
    10. JKritik am wirtschaftsorientierten Kapitalbegriff, Reduziert gesellschaftlichen Austausch auf Warentausch.
  10. 10Kapitalsorte Ökonomisches Kapital? (nach Bourdieu)
    1. AVermögen, Besitz, Geld bzw. direkt in Geld konvertierbar
    2. BEignet sich für Institutionalisierung in Eigentumstiteln
    3. CEignet sich für Institutionalisierung in Grundeigentumstiteln
    4. DVermögen, Besitz, Geld bzw. direkt in Gold konvertierbar

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Fragenkatalog zu den Grundlagen sozialwissenschaftlicher Denkweisen
Language
Deutsch
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